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Lockheed Martin kündet "High Beta Fusion Reactor" an

203 Beiträge, Schlüsselwörter: Fusion, Kernfusion

Lockheed Martin kündet "High Beta Fusion Reactor" an

19.10.2014 um 11:01
Adrianus schrieb:Ich würde gerne erstmal einen funktionierenden Prototypen sehen.
Ich auch. Und in 10 Jahren heisst es dann. Sorry, aber danke, dass Sie unsere Aktien gekauft haben.


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Lockheed Martin kündet "High Beta Fusion Reactor" an

19.10.2014 um 11:07
Bei Lockheed Martin, kein Ding.

Die Aktien dürften in eine 10 Jahre Zeitraum gut laufen.

so ein FUsionreaktorprojekt ist nur ne netter Zeitvertreib, keine Kernkompetenz


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19.10.2014 um 11:09
buddel schrieb:simpel.
ein funktionierender fusionsreaktor ist ein garant für den tod der globalen wirtschaft
ja sicher, so wie die Dampfmaschine, die Elektrizität uva.


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Lockheed Martin kündet "High Beta Fusion Reactor" an

19.10.2014 um 11:13
Generell zum Thema

einen Prototypen mit positiver Energiebilanz und das Thema wäre mal wieder Diskussionswürdig

Ich glaube die Fusionkraft kommt zu spät um wirklich Globalen Impact zu haben. Sie ist zu Aufwendig (aufwendiger als Kernreaktorn) zu Teuer und wird wie die Atomkraft eher einen Geringen ANteil an der Energieerzeugung einnehmen.

Die Alternativen Ernergien werden trotz aller Schwierigkeiten (die oftmals eher Politischer denn Technischer Natur sind) in den nächsten 20 JAhren die Führung übernehmen. Gerade in vielen Ländern im Schwellenbereich


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19.10.2014 um 11:41
Fedaykin schrieb:Die Alternativen Ernergien werden trotz aller Schwierigkeiten (die oftmals eher Politischer denn Technischer Natur sind) in den nächsten 20 JAhren die Führung übernehmen.
Diese Alternativen Energien sind zum Teil umweltschädlicher als die Kernfusion.


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19.10.2014 um 11:52
Fedaykin schrieb:Ich glaube die Fusionkraft kommt zu spät um wirklich Globalen Impact zu haben. Sie ist zu Aufwendig (aufwendiger als Kernreaktorn) zu Teuer und wird wie die Atomkraft eher einen Geringen ANteil an der Energieerzeugung einnehmen.
Sie kommt höchstens zu spät um die endgültige Ausbeutung der konventionellen Brennstoffe zu verhindern. Ansonsten wird der Energiebedarf der Welt einfach weiter steigen. Bis 2035 kommt z.B. die BP Studie auf eine Steigerung des Primär-Energiebedarfs von 41%
http://www.bp.com/content/dam/bp/pdf/Energy-economics/Energy-Outlook/Energy_Outlook_2035_booklet.pdf

Prinzipiell lässt sich nur an drei Schrauben drehen:
1) Primärenergieträger (Fossil, Regenerativ, Nuklear)
2) Energieeffizienz-Steigerung
3) Art der Energieerzeugung (konventionell, nuklear, regenerativ)

Deuterium und Tritium als Fusionsbrennstoffe können in ihren Vorstufen regenerativ durch Elektrolyse hergestellt werden, wären also in ihrer Gesamtbilanz nicht nur effizienter, sondern auch nahezu beliebig verfügbar.

Ein Fusionskraftwerk hätte also folgende Kombination:
1) regenerative Erzeugung
2) Hoch-Effiziente Umwandlung in Strom
3) Regenerativ-Nukleare Erzeugungskette

Das ist ein ganz enormer Entwicklungsschritt, da die Abhängigkeit von fossilen Ressourcen gegen Null strebt. Bis auf die Herstellung der Kraftwerke wird man keine fossilen Träger benötigen.

Damit erübrigen sich dann auch kostspielige Netze, und es können höhere Übertragungsverluste in kauf genommen werden da die Effizienz auf der Erzeugerseite zugenommen hat.


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19.10.2014 um 12:50
Celladoor schrieb:Diese Alternativen Energien sind zum Teil umweltschädlicher als die Kernfusion.
ja soll wohl. Geht es um schlechtes Recycling?


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19.10.2014 um 12:59
Chefheizer schrieb:Sie kommt höchstens zu spät um die endgültige Ausbeutung der konventionellen Brennstoffe zu verhindern. Ansonsten wird der Energiebedarf der Welt einfach weiter steigen. Bis 2035 kommt z.B. die BP Studie auf eine Steigerung des Primär-Energiebedarfs von 41%
Natürlich steigt der Energiebedarf. Es gibt aber wenig Gründe das die Fusionkraft vor 2050 Kommerziell Nutzbar sein wird. Momentan dichtet man ihr Sachen an wie der ATomernergie in den 50ern und auch wenn das Enstorgungsproblem wesentlich geringer ist, bezweifle ich das die Technik wesentlich mehr Beitragen wird als Atomkraft.
Chefheizer schrieb:Deuterium und Tritium als Fusionsbrennstoffe können in ihren Vorstufen regenerativ durch Elektrolyse hergestellt werden, wären also in ihrer Gesamtbilanz nicht nur effizienter, sondern auch nahezu beliebig verfügbar.
Die AKW scheiterten nicht am Brennstoff. Momentan ist das ja nur Variante 1, gibt zig andere.

Und bleibt die Frage wieviel Nutzernergie eben anfällt im Endeffekt, und wieviel bei der Ebrütung des Brennstoffes reingesteckt wird.
Chefheizer schrieb:2) Hoch-Effiziente Umwandlung in Strom
Punkt 2 dürfte reine Spekulation sein. Ein Fusionreaktor erzeugt erstmal nur "Plasma" die Hitze, muss ebenfalls dann wieder "umgewandelt werden"
Chefheizer schrieb:Das ist ein ganz enormer Entwicklungsschritt, da die Abhängigkeit von fossilen Ressourcen gegen Null strebt. Bis auf die Herstellung der Kraftwerke wird man keine fossilen Träger benötigen.

Damit erübrigen sich dann auch kostspielige Netze, und es können höhere Übertragungsverluste in kauf genommen werden da die Effizienz auf der Erzeugerseite zugenommen hat.
Ja ist etwas schön gerechnet. Netze enfallen schon mal nicht, solange nicht Fusionreaktoren auf Blockheizkraftwerk Niveau Rumstehen.


Und die Effiziens steht noch gar nicht fest. Nur soviel die Brennstoffkosten sind beim STrompreis momentan noch nicht wirklich die Größe.

ICh warte erstmal auf einen Prototypen und die sind momentan alles andere als Kompakt ausgelegt, und erstmal einen Energieüberschuss und Fusionvorgang über signifikante Zeiträume, bevor wir den Energiemix 2040 Planen.

aber wie erwähnt, die Krise ist voher, und die vermeintlichen Lösungen liegen Näher. Einfach wegen der geringeren Aufwand zur Produktion, Nutzung und Erhalt.


http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=2&cad=rja&uact=8&ved=0CCoQFjAB&url=http%3A%2F%2Fwww.bioinfo....


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19.10.2014 um 13:16
Fedaykin schrieb:Die AKW scheiterten nicht am Brennstoff.
Die Endlagerung hat sehr viel mit dem Brennstoff zu tun. Und ist bislang nur eine Zwischenlösung, die echten Probleme werden erst in ein paar Jahren auftreten und dann wird man sagen "Oh Mein Gott, was haben die Dreckschweine denn damals getan?"
Fedaykin schrieb:Punkt 2 dürfte reine Spekulation sein. Ein Fusionreaktor erzeugt erstmal nur "Plasma" die Hitze, muss ebenfalls dann wieder "umgewandelt werden"
Effizienz als Funktion von eingesetzter Primärenergie zu verstromter Energie. Bei einem kleinen Reaktor lässt sich logischerweise eine bessere Nutzung erzeugen da die Umleitung durch Turbinen etc entfällt. So wird dies ja auch von Lockheed ausgeführt.
Fedaykin schrieb:Ja ist etwas schön gerechnet. Netze enfallen schon mal nicht, solange nicht Fusionreaktoren auf Blockheizkraftwerk Niveau Rumstehen.
Netze entfallen natürlich nicht, müssen aber nicht mehr Megagross sein und können mit bereits erschlossener Technik gebaut werden. Derzeitige Netzplanungen haben durch die sehr zentral ablaufende Energieerzeugung a) immense Kosten und b) hohe Übertragungsverluste bis zu 20%
Dezentrale Energieversorgung ist definitiv ein Schritt in die richtige Richtung. Damit können kleine und effiziente HGÜ-Verteilnetze betrieben werden.
Fedaykin schrieb:Nur soviel die Brennstoffkosten sind beim STrompreis momentan noch nicht wirklich die Größe.
Das sehe ich anders. Derzeit zahlt man mit dem Strompreis auch den Braunkohlentagebau, die Umsiedlung ganzer Ortschaften, die Renaturierung und die Proteste dagegen. Das würde durch die Fusion teils entfallen, Brennstoffe könnten per Solarenergie in leeren Gebieten erzeugt werden.


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19.10.2014 um 13:59
Chefheizer schrieb:Die Endlagerung hat sehr viel mit dem Brennstoff zu tun. Und ist bislang nur eine Zwischenlösung, die echten Probleme werden erst in ein paar Jahren auftreten und dann wird man sagen "Oh Mein Gott, was haben die Dreckschweine denn damals getan?"
AKW, als großer Primärträger im Globalen Masstab scheitert auch nicht am Endlager.

Und Atommüll liese sich sogar noch recht gut nutzen, wenn die Reaktorfoschung weitergegangen wäre.
Chefheizer schrieb:Effizienz als Funktion von eingesetzter Primärenergie zu verstromter Energie. Bei einem kleinen Reaktor lässt sich logischerweise eine bessere Nutzung erzeugen da die Umleitung durch Turbinen etc entfällt. So wird dies ja auch von Lockheed ausgeführt.
Bitte reden wir nicht über Wärmebroschüren. Egal wie Groß das Teil ist, es muss STrom aus der Themischen Energie erzeugt werden. Darüber habe ich keine Informationen. Soll wohl über einen Wäremtauscher erfolgen.
Chefheizer schrieb:Das sehe ich anders. Derzeit zahlt man mit dem Strompreis auch den Braunkohlentagebau, die Umsiedlung ganzer Ortschaften, die Renaturierung und die Proteste dagegen. Das würde durch die Fusion teils entfallen, Brennstoffe könnten per Solarenergie in leeren Gebieten erzeugt werden
Ja, wenn alles so geschmiert läuft wie Lockheed sich das vorstellt. Ich sehe bei dem Konzept aber noch Schwierigkeiten gerade bzgl der Supraleiter für das Magnetfeld.

aber warten wir ab. Wie erwähnt. Wenn es einen Prototypen gibt mit + Output kann man weiter sehen.


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19.10.2014 um 14:13
Fedaykin schrieb:Geht es um schlechtes Recycling?
Nö, eher so Dinge wie Lärmverschutzung. Neben einem Grosswindrad möchte kein Mensch leben und Tiere noch weniger.


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19.10.2014 um 14:17
Oh lärmverschmutzung.

naja das ist eher Harmlos. Bzw Rückläufig.

wenn ich an andere Lärmquellen denke.


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19.10.2014 um 14:28
Fedaykin schrieb:AKW, als großer Primärträger im Globalen Masstab scheitert auch nicht am Endlager.
Ignorier mal nicht die Tatsachen!
Derzeit gibt es jedenfalls kein schlüssiges Konzept, was mit dem Müll angestellt wird. Folglich ist es eines der bekannten Hauptargumente für den Atomausstieg, denn ein echtes Endlager gibt es nicht.
Fedaykin schrieb:Bitte reden wir nicht über Wärmebroschüren.
Das ist Physik, keine Broschüre.
Fedaykin schrieb:Ich sehe bei dem Konzept aber noch Schwierigkeiten gerade bzgl der Supraleiter für das Magnetfeld.
Nun, die Details dürften hier zum Glück komplett dem Entwickler überlassen sein. Der wohl auch noch ganz andere Schwierigkeiten zu bewältigen haben wird.


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19.10.2014 um 14:42
Hm, meine Gedanken zu dem Thema.

Billiger wird der Strom wohl nicht, und das Fusionskraftwerk für den Heimgebrauch wird es auch nicht geben. Die Anschaffungskosten bewegen sich da in anderen Dimensionen als die Solaranlage auf dem Dach ;)

Was mich stutzig mach ist dass jetzt von den anderen Forschern mit Ablehnung reagiert wird. Dabei haben sie selber keine großen Erfolge vorzuweisen?

Lockheed Martin hat doch Entwicklungsbudgets die öffentlichen in nichts nachstehen, und dort arbeiten ja auch kompetente Leute?

Wenn bei Lockheed Martin 2019 wirklich der Fusionsreaktor präsentiert wird - was passiert dann mit den Milliarden die in den ITER versenkt werden? Sofortiger Baustop? Sämtliche Forschungsgelder werden eingefroren?

Auch wenn ich mit die Fusionsforschung so ansehe, mit den verschiedenen Lösungswegen die es gibt, aber nur ein paar Wege werden verfolgt, so finde ich dieses Gedicht von Robert Frost ganz passend:

(stark gekürzte Version von Comguard)

Zwei Wege teilten sich im Wald
Ich wählte den weniger begangenen.
Und diese Entscheidung veränderte mein Leben.

Vielleicht ist das hier ja so ein Moment.


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19.10.2014 um 15:54
Chefheizer schrieb:Ignorier mal nicht die Tatsachen!
Derzeit gibt es jedenfalls kein schlüssiges Konzept, was mit dem Müll angestellt wird. Folglich ist es eines der bekannten Hauptargumente für den Atomausstieg, denn ein echtes Endlager gibt es nicht.
Es ändert nix daran das die Atomkraft nicht den massenhaften oder billigen Strom geliefert hat wie man in den 50er träumte
Chefheizer schrieb:Das ist Physik, keine Broschüre.
nix für Ungut aber die Fantasien und Leistungsdaten sind erstmal nur Theorie.
Chefheizer schrieb:Nun, die Details dürften hier zum Glück komplett dem Entwickler überlassen sein. Der wohl auch noch ganz andere Schwierigkeiten zu bewältigen haben wird.
naja es geht Daum grundsätzliches nicht nur Details. Wie erwähnt warte ich ab bis es einen Prototypen gibt mit Überschussenergie.


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19.10.2014 um 15:55
Comguard2 schrieb:Was mich stutzig mach ist dass jetzt von den anderen Forschern mit Ablehnung reagiert wird. Dabei haben sie selber keine großen Erfolge vorzuweisen?
Lockheed Martin hat doch Entwicklungsbudgets die öffentlichen in nichts nachstehen, und dort arbeiten ja auch kompetente Leute?
Welche Forscher lehnen das ab? Liegt daran das noch mehrere Verfahren in der Mache sind aber bislang noch keines wirklich einen Überschuss erzeugt hat, bzw Nutzbarmachung in Aussicht stellt.


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19.10.2014 um 16:44
Comguard2 schrieb:Was mich stutzig mach ist dass jetzt von den anderen Forschern mit Ablehnung reagiert wird. Dabei haben sie selber keine großen Erfolge vorzuweisen?
Du verwechselst Ablehnung mit Skepsis. Und was heisst hier keine grossen Erfolge? Ausser irgendwelchen Behauptungen hat Lockheed gar nichts vorzuweisen, im Gegensatz zu anderen Konzepten.


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19.10.2014 um 17:56
Fedaykin schrieb:Es ändert nix daran das die Atomkraft nicht den massenhaften oder billigen Strom geliefert hat wie man in den 50er träumte
Ähm...hattest Du nicht vorhin noch behauptet das es nicht am Atommüll gelegen hat? Ohne das Endlagerproblem wäre die Atomkraft weitaus besser nutzbar gewesen. Es spricht leider zu viel dagegen. Einzelne Punkte hätten sich durchaus lösen lassen.
Fedaykin schrieb:nix für Ungut aber die Fantasien und Leistungsdaten sind erstmal nur Theorie.
Physik bleibt trotzdem Physik - ein kleinerer Körper lässt sich immer leichter kontrollieren als z.B. ein grosser Stellarator. Weniger Masse, weniger Teile...etc.
Fedaykin schrieb:naja es geht Daum grundsätzliches nicht nur Details. Wie erwähnt warte ich ab bis es einen Prototypen gibt mit Überschussenergie.
Dann wart mal ab :)


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19.10.2014 um 21:35
Fusionieren tun die kleinen Dinger wie Fansworth Hirsch Reaktor, Polywell, Focus Fusion..Problem ist die Nettoenergie. Es ist also ein Effizienzproblem. Es gibt kein Zweifel dass die rechnerische Menge an Energie die frei wird viel höher ist als das was investiert werden muss, es ist stark Exotherm.

Aber die Investierte Energie geht nur zu einem Bruchteil in die Kompression und Erhitzung des Plasmas. Das ist das eigentliche Problem jeder Fusion. Ein grosser Teil verpufft einfach und es kommt zu einer viel zu geringen Fusionsrate.

Das Plasmagas zu kontrollieren ist grosse Herausforderung. Plasma ist nicht stabil, ständig in Bewegung und bricht aus. Lässt man es wie in einem Tokamak im Kreis zirkulieren ist die Bewegung zusätzlich etwas das gemanged werden muss, Zentrifugalkraft muss mit berücksichtigt werden, es braucht grosse Druchmesser und Gigantische Supraleitende Spulen welche ein Magnetfeld aufbauen das idealerweise sich adaptiv an die Plasmasituation anpasst, damit die Kompression bestehen bleibt, anosnsten geht das "Feuer" sofort aus.

Zum High Beta Fusion Reaktor von Martin Lockheed ist sehr wenig bekannt.

Wenn man sich die wissenschaftliche Arbeit von Thomas Mc Guire ansieht und sie verstehen würde, gäbe das einen Eindruck in welche Richtung das Lockheed Konzept geht.
http://ssl.mit.edu/publications/theses/PhD-2007-McGuireThomas.pdf
http://arc.aiaa.org/doi/abs/10.2514/6.2008-4675

Leider reichen meine Kenntnisse nicht aus um das zu verstehen, was ich jedoch glaube zu erkennen ist ein fundamentaler Unterschied zu z.B. einen Tokamak bei dem Plasma in einer ringförmingen Röhre sich bewegt. Es ist ein Zylinder und in der Mitte wird das Plasma komprimiert.
The magnetic field increases the farther out that the plasma goes, which pushes the plasma back in.
Wikipedia: Plasmabeta
Bedeutet man baut verschachtelte Magbnetfelder auf, macht es so, dass gegen aussen das feld stärker wird, damit Plasma das nach aussen will automatisch wieder in die Mitte gedrängt wird.

Die Kompression in der Mitte alleine reicht aber wohl nicht aus für Fusionsbedingungen. Das Ding sieht ähnlich aus wie bereits erwähnt ein Polywell des verstorbenen Dr. Robert W. Bussard der für die DARPA arbeitete. Wikipedia: Polywell

Es ist bekannt, dass ein Polywell klein ist, aber eine ungenügende Fusionsrate hat. Ein Polywell schleudert Teilchen auch in die Mitte, wo sich das komprimierte Plasma befindet. Es ist magnetischer Einschluss und kinetische Energie derer sich man bedient für Fusionsbedingungen.

Lockheed's Reaktor hat eine wissenschaftliche Grundlage, aber wie gut das Konzept ist, ob es das Potenzial hat wie propagiert wird?!


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19.10.2014 um 21:52
Comguard2 schrieb:Lockheed Martin hat doch Entwicklungsbudgets die öffentlichen in nichts nachstehen, und dort arbeiten ja auch kompetente Leute?
Es ist nur ein kleines Team innerhalb der Abteilung Advanced Developement (3600 Beschäftigte)..nicht das der Eindruck entsteht ganz Martin Lockheed arbeite an Fusionsreaktoren.

Chef dieses Teams ist Dr. Charles Chase und "Erfinder" dieses Fusionskonzepts sei "Thomas Mc Guire". Wer in der Lage ist modernste Kampflugzeuge zu bauen (SR71, F22, F35) und in der Raumfahrt tätig ist, kann sicherlich auch ein kleines Team, das sich mit Fusion beschäftigt, haben. Also ja sie sind Kompetent, sehr sogar. Wikipedia: Lockheed_Advanced_Development_Programs


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