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Tagebau/Raubbau in der Tiefsee

31 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Tiefsee, Raubbau ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Tagebau/Raubbau in der Tiefsee

30.03.2015 um 17:32
Offenbar werden schon seit Jahrzehnten Rohstoffe am Meeresgrund abgebaut.

http://worldoceanreview.com/wp-content/downloads/wor3/WOR3_Kapitel_2.pdf (Archiv-Version vom 26.08.2014)

Da sollte es doch auch schon Erfahrungen auf dem Gebiet geben.


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Tagebau/Raubbau in der Tiefsee

30.03.2015 um 17:36
Zitat von Peter0167Peter0167 schrieb:Offenbar werden schon seit Jahrzehnten Rohstoffe am Meeresgrund abgebaut.
Wie die das wohl machen? Da unten ist es bestimmt sehr matschig, man braucht wohl eine Unterwassermaschine. Hmmmm....


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Tagebau/Raubbau in der Tiefsee

30.03.2015 um 17:44
Zumindest beim Manganabbau gibt es Probleme:

Zitat:

"Ein Manganknollenabbau im industriellen Maßstab ist
derzeit auch deshalb nicht möglich, weil es noch keine
marktreifen Abbaumaschinen gibt. Japan und Südkorea
haben in den vergangenen Jahren zwar bereits Prototypen
gebaut und im Meer getestet, doch müssen diese noch
weiter verbessert werden."

http://worldoceanreview.com/wp-content/downloads/wor3/WOR3_Kapitel_2.pdf (Archiv-Version vom 26.08.2014)

Aber so stellt man sich das vor:

123Original anzeigen (3,8 MB)

Sorry, die Datei ist ein bissl groß geworden :(


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Tagebau/Raubbau in der Tiefsee

30.03.2015 um 17:51
Hier ist mal eine Aufstellung möglicher ökologischer Schäden:

Die Erntemaschinen wirbeln beim Durchpflügen des
Meeresbodens Sediment auf. Diese Sedimentwolke
kann aufgrund der Meeresströmung durch die Gegend
driften. Rieselt das Sediment schließlich wieder zum
Meeresboden herab, werden dadurch empfindliche
Organismen, insbesondere die sessilen – festsitzenden
– Arten zugedeckt und getötet.
• Im durchpflügten Bereich werden all jene Organismen
getötet, die nicht schnell genug vor dem Pflug fliehen
können, dazu zählen unter anderem Schnecken, Seegurken
oder Würmer. Und selbst wenn sie nicht durch
den Pflug geschädigt werden sollten, können sie
immer noch mit aufgesaugt und beim Reinigungsprozess
an Bord des Schiffes sterben.
• Der Abbau, das Heraufpumpen und Reinigen der Manganknollen
erzeugt Lärm und Vibrationen, die Meeressäuger
wie etwa Delfine und Wale stören und verdrängen
können.
• Das bei der Reinigung der Manganknollen anfallende
sedimenthaltige Abwasser wird von den Schiffen ins
Meer eingeleitet. Auch dadurch entsteht an der
Einlassöffnung
eine Sedimentwolke. Derzeitige Konzepte
jedoch sehen eine bodennahe Einleitung in der
Tiefe vor, um die Ausbreitung der Wolke zu minimieren.
Durch eine Einleitung in der Tiefe wird auch verhindert,
dass die oberflächennahen, lichtdurchfluteten
Wasserschichten getrübt werden. Biologen
befürchten nämlich, dass durch eine Trübung der
oberflächennahen Gewässer das Wachstum von Algen
und anderen Planktonorganismen gestört werden
könnte."


Eine Bewertung überlasse ich anderen, davon verstehe ich nix.

Quelle: siehe oben


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Tagebau/Raubbau in der Tiefsee

30.03.2015 um 18:22
Zitat von Peter0167Peter0167 schrieb:Tagebau ist auch nicht das richtige Wort, denn dass setzt Oberflächennähe voraus. Wenn schon, dann handelt es sich um Untertagebau, passender wäre aber Unterwasserbau :)
Der Begriff Unterwasser-Tagebau ist richtig, auch wenn es sich seltsam anfühlen mag. Untertagebau wäre hingegen (erst recht) falsch.
Tagebau setzt Oberflächennähe voraus und kommt ohne Stollen und Schächte aus. Als Bezug wird das zu bearbeitende Terrain genommen - hier also der Meeresboden.
Von Untertage spricht man, wenn das Terrain mittels Tunnels und Stollen etc unterhöhlt wird.
Im Englischen ist das etwas deutlicher. Da spricht man von Surface mining und Underground mining.

Und weil das alles ziemlich holprig klingt, sprich man statt vom Unterwasser-Tagebau besser vom Meeresbodenbergbau (engl Deep Sea mining)

Und richtig neu ist das alles nicht.
Wikipedia: Deep sea mining
http://scholar.google.de/scholar?q=deep+sea+Surface+mining&hl=de&as_sdt=0&as_vis=1&oi=scholart&sa=X&ei=U3QZVZuoMc2wPNfOgegI&ved=0CB4QgQMwAA (Jahresangabe überfliegen reicht)

Keine Ahnung was dieser Alarmismus im verlinkten Artikel zu bedeuten hat.


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Tagebau/Raubbau in der Tiefsee

31.03.2015 um 23:45
@Peter0167
An den Punkten ist im einzelnen nicht viel auszusetzen. Ich würde da keinen von in die Rubrik "Quatsch" oder "Panikmache" schieben wollen. In Maßen sind das auch ökologische Auswirkungen, die das Meer relativ schnell kompensiert, aber, wie so oft, macht die Menge das Gift.

Das Meer ist sicherlich kein total labiles Ökosystem, aber der langfristige und großflächige Einfluss des Menschen macht sich eben doch bemerkbar. Man darf da allgemein schon skeptisch sein, immerhin wissen wir über das Meer verhältnismäßig wenig. Falls wir es dann doch mal versehentlich schaffen, den Karren in den Dreck zu fahren, haben wir ein richtig großes Problem.


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Tagebau/Raubbau in der Tiefsee

01.04.2015 um 11:11
@Atrox
Natürlich darf und sollte man neuer Technologie gegenüber und überhaupt bei Eingriffen in Ökosysteme vorsichtig und skeptisch sein.
Sich dagegen ex ante versperren hat aber mit skeptischen Denken nichts zu tun. Skeptische Denke ist vor allem ergebnisoffen, objektiv und kritisch rational. Es gilt daher die Risiken auszumachen, zu minimieren und/oder abzuwägen.

Die publizistische Verwertung kann dies alles nicht tun, aber sie könnte und müsste all das aufarbeiten. Und dieser Punkt fehlt mir völlig.
Deshalb geht das für mich schwer in Richtung Alarmismus.

Genau genommen handelt es sich bei dem verlinkten "news"-Artikel ja lediglich um die Ankündigung eines Artikels im Technology Review (vom gleichen Autor). Sales Promotion nennt man das wohl. Oder irre ich mich?
Kann man nicht viel mit anfangen.


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Tagebau/Raubbau in der Tiefsee

02.04.2015 um 13:49
Das ist doch hinterher wieder sowas, von dem man eh nichts mehr hört bzw es wird nicht ausgeführt. So wie zum Beispiel bemannte Raumflüge zum Mond und Mars, erst wird gross von geredet und hinterher kommt nichts mehr.
Zumal die Rohstoffe an Land bestimmt noch einfacher abzubauen sind als irgendwelche Erze 2000 Meter unter der Meeresoberfläche.
Das ist meine Meinung.


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Tagebau/Raubbau in der Tiefsee

03.04.2015 um 15:21
Zitat von LegipsLegips schrieb:o wie zum Beispiel bemannte Raumflüge zum Mond und Mars, erst wird gross von geredet und hinterher kommt nichts mehr.
Zumal die Rohstoffe an Land bestimmt noch einfacher abzubauen sind als irgendwelche Erze 2000 Meter unter der Meeresoberfläche.
Das ist meine Meinung.
Weise Worte. Wollen wir alle hoffen, das du da recht hast. Der Raubau an der Natur sollte möglichst niedrig gehalten werden, zum Wohle für uns alle.


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Tagebau/Raubbau in der Tiefsee

04.04.2015 um 12:57
kalamari schrieb:
Nein, ernsthaft, wie sollen zwei 08/15 Otto Normalbürger mit Null Wissen über die angewandte Technik, das vorhandene Ökosystem etc. vernünftige Gedanken machen? Das artet doch wiedermal nur in Halbwahrheiten, Phrasendrescherei, Polemik und Metaphern aus, ohne das da nur ein einziges Mal Substanz bei rumkommt.
@demented
@Kc
@kalamari

Mag ja sein, dass so etwas mal vorkommt, aber wie oft gelingt dem Bäckergesellen der Durchbruch in der Quantenmechanik oder dem Anwalt die Entwicklung eines neuen spaceshuttles...

Klar kann man seine Meinung sagen, aber ohne fundierte Argumente ist die nunmal für die Sache nichts wert.


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Tagebau/Raubbau in der Tiefsee

04.04.2015 um 13:03
@Bruderchorge

Es geht, jedenfalls von meiner Seite, darum, dass ich es nicht nur für kein Argument, sondern für extrem unfreundlich halte, zu sagen:,,Wenn du kein (am besten noch studierter, ohne Studium läuft ja heute gar nichts mehr :D ) ausgewiesener Experte und Fachmann in einem Thema bist, dann sei still".

Sicher gibt es Situationen, wo man wirklich nur einem Fachmann Gehör schenken möchte. Ich will auch von einem hochwertig ausgebildeten Arzt behandelt werden und nicht vom Bäcker um die Ecke, der ein tolles Rezept von seiner Oma kennt.

Jedoch, wie gesagt:

Grundsätzlich sollte man sich möglichst zu allen Themen äußern können, wenn man das möchte, ohne gleich abqualifiziert zu werden, weil man kein so genannter Fachmann ist. Oder Fachfrau.


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