nachtwerk
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Schon wieder eine Theorie ..
um 19:58Ich liebe Zeitreisefilme. In schlaflosen Nächten habe ich viel über Paradoxien und Logikfehler nachgedacht.
Zeitreisen in die Zukunft sind nicht automatisch das Gegenteil von Zeitreisen in die Vergangenheit. Sie gehen physikalisch nicht einfach Hand in Hand. Nur weil das eine möglich ist, muss das andere noch lange nicht funktionieren.
Wir reisen jeden Tag in die Zukunft. Sekunde für Sekunde. Manche steigen in ein Flugzeug oder fliegen zu einer Raumstation – dann geht es, im Vergleich zu anderen Menschen, sogar ein winziges bisschen schneller in die Zukunft. Zeit vergeht bei hoher Geschwindigkeit und unter anderen Bedingungen nicht für jeden exakt gleich. Das ist Physik.
Aber daraus folgt noch lange nicht, dass man auch in die Vergangenheit reisen kann. Nur weil man die Reise in eine Richtung beschleunigen kann, heißt das nicht, dass man einfach umdrehen kann.
Und dann gibt es für mich noch ein anderes Problem: Ein Zeitreisender besteht aus Materie.
Nehmen wir einen Menschen mit 60 Kilogramm Körpergewicht, der aus dem Jahr 2050 ins Jahr 2000 reist. Im Jahr 2000 existieren die Atome, aus denen sein Körper später bestehen wird, bereits irgendwo auf der Erde – im Wasser, in Pflanzen, in Tieren, in anderen Menschen oder im Boden.
Und nun taucht zusätzlich der komplette Zeitreisende auf.
Bei einem einzelnen Menschen wären diese zusätzlichen 60 Kilogramm natürlich völlig bedeutungslos. Aber was passiert, wenn Zeitreisen häufiger möglich sind?
Was hindert denselben Menschen daran, immer wieder zum selben Zeitpunkt zurückzureisen?
Beim ersten Mal steht dort ein Zeitreisender. Beim zweiten Mal zwei. Dann drei, zehn oder hundert.
Dasselbe könnte man mit einem Metallblock machen. Man schickt ihn in die Vergangenheit, später erneut zum gleichen Zeitpunkt, dann wieder und wieder.
Die Materie entsteht zwar nicht aus dem Nichts. Sie kommt aus der Zukunft. Trotzdem würde sie sich zu einem bestimmten Zeitpunkt immer weiter anhäufen.
Und genau da liegt für mich das eigentliche Problem.
Wenn Reisen in die Vergangenheit grundsätzlich möglich wären, müsste es irgendeine Grenze geben. Sonst könnte man theoretisch immer mehr Menschen, Maschinen oder andere Materie in denselben Zeitraum schicken. Im Extremfall würde sich Materie dort unbegrenzt ansammeln.
Man könnte natürlich sagen, die Zeit verhindert solche Wiederholungen. Oder es gibt nur eine einzige, in sich geschlossene Zeitlinie. Oder jede Zeitreise führt in eine andere Parallelwelt.
Aber das sind zusätzliche Erklärungen, die man braucht, um das Problem zu lösen.
Deshalb überzeugt mich das Argument nicht: „Zeitreisen in die Zukunft sind möglich, also könnten auch Reisen in die Vergangenheit möglich sein.“
Zukunft und Vergangenheit sind vielleicht gar nicht zwei Fahrtrichtungen auf derselben Straße.
Wir reisen ständig in die Zukunft. Unter bestimmten Bedingungen können wir dabei sogar unterschiedlich schnell altern.
Aber daraus folgt noch lange nicht, dass wir umdrehen können.
Und solange niemand erklären kann, was bei einer Reise in die Vergangenheit mit der Materie des Zeitreisenden und bei einer ständigen Wiederholung passiert, sehe ich darin ein grundsätzliches Problem.
Eine Zeitmaschine in die Vergangenheit wäre nämlich nicht nur eine Zeitmaschine.
Sie wäre theoretisch auch eine Maschine, mit der man immer mehr Materie in einem bestimmten Zeitpunkt anhäufen könnte.
Danke fürs Lesen :-)
Zeitreisen in die Zukunft sind nicht automatisch das Gegenteil von Zeitreisen in die Vergangenheit. Sie gehen physikalisch nicht einfach Hand in Hand. Nur weil das eine möglich ist, muss das andere noch lange nicht funktionieren.
Wir reisen jeden Tag in die Zukunft. Sekunde für Sekunde. Manche steigen in ein Flugzeug oder fliegen zu einer Raumstation – dann geht es, im Vergleich zu anderen Menschen, sogar ein winziges bisschen schneller in die Zukunft. Zeit vergeht bei hoher Geschwindigkeit und unter anderen Bedingungen nicht für jeden exakt gleich. Das ist Physik.
Aber daraus folgt noch lange nicht, dass man auch in die Vergangenheit reisen kann. Nur weil man die Reise in eine Richtung beschleunigen kann, heißt das nicht, dass man einfach umdrehen kann.
Und dann gibt es für mich noch ein anderes Problem: Ein Zeitreisender besteht aus Materie.
Nehmen wir einen Menschen mit 60 Kilogramm Körpergewicht, der aus dem Jahr 2050 ins Jahr 2000 reist. Im Jahr 2000 existieren die Atome, aus denen sein Körper später bestehen wird, bereits irgendwo auf der Erde – im Wasser, in Pflanzen, in Tieren, in anderen Menschen oder im Boden.
Und nun taucht zusätzlich der komplette Zeitreisende auf.
Bei einem einzelnen Menschen wären diese zusätzlichen 60 Kilogramm natürlich völlig bedeutungslos. Aber was passiert, wenn Zeitreisen häufiger möglich sind?
Was hindert denselben Menschen daran, immer wieder zum selben Zeitpunkt zurückzureisen?
Beim ersten Mal steht dort ein Zeitreisender. Beim zweiten Mal zwei. Dann drei, zehn oder hundert.
Dasselbe könnte man mit einem Metallblock machen. Man schickt ihn in die Vergangenheit, später erneut zum gleichen Zeitpunkt, dann wieder und wieder.
Die Materie entsteht zwar nicht aus dem Nichts. Sie kommt aus der Zukunft. Trotzdem würde sie sich zu einem bestimmten Zeitpunkt immer weiter anhäufen.
Und genau da liegt für mich das eigentliche Problem.
Wenn Reisen in die Vergangenheit grundsätzlich möglich wären, müsste es irgendeine Grenze geben. Sonst könnte man theoretisch immer mehr Menschen, Maschinen oder andere Materie in denselben Zeitraum schicken. Im Extremfall würde sich Materie dort unbegrenzt ansammeln.
Man könnte natürlich sagen, die Zeit verhindert solche Wiederholungen. Oder es gibt nur eine einzige, in sich geschlossene Zeitlinie. Oder jede Zeitreise führt in eine andere Parallelwelt.
Aber das sind zusätzliche Erklärungen, die man braucht, um das Problem zu lösen.
Deshalb überzeugt mich das Argument nicht: „Zeitreisen in die Zukunft sind möglich, also könnten auch Reisen in die Vergangenheit möglich sein.“
Zukunft und Vergangenheit sind vielleicht gar nicht zwei Fahrtrichtungen auf derselben Straße.
Wir reisen ständig in die Zukunft. Unter bestimmten Bedingungen können wir dabei sogar unterschiedlich schnell altern.
Aber daraus folgt noch lange nicht, dass wir umdrehen können.
Und solange niemand erklären kann, was bei einer Reise in die Vergangenheit mit der Materie des Zeitreisenden und bei einer ständigen Wiederholung passiert, sehe ich darin ein grundsätzliches Problem.
Eine Zeitmaschine in die Vergangenheit wäre nämlich nicht nur eine Zeitmaschine.
Sie wäre theoretisch auch eine Maschine, mit der man immer mehr Materie in einem bestimmten Zeitpunkt anhäufen könnte.
Danke fürs Lesen :-)

