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Im Anfang war die Primzahl - Die Matrix der Materie

342 Beiträge, Schlüsselwörter: Matrix, Materie, Weltformel, Primzahlen, Plichta

Im Anfang war die Primzahl - Die Matrix der Materie

12.08.2011 um 02:04
Didee schrieb:Nur so als Denkanstoß, wenn mit (Un-)Wahrscheinlichkeiten als Quasi-Beweis oder Quasi-Widerlegung für/gegen irgendwas argumentiert wird. Sowas kann komplett an der Realität vorbei gehen, auch wenn es für den "gesunden Menschenverstand" ganz eindeutig zu sein scheint.
Naja hier kommt es wohl immer auf die Situation drauf an.
Wenn wir zB über 100 Jahre das Verhalten der Menschen in einer bestimmten Situation beobachtet und aufgezeichnet haben. Dann haben wir doch eine Statistik die besagt soviel Prozent an Menschen haben sich so verhalten, so viel Prozent an Menschen haben sich so verhalten, usw. Wie wahrscheinlich ist dann die Richtigkeit dieser Behauptungen zu dieser Statistik?
Können wir eigentlich irgendwas eindeutig sagen oder nur mit einer an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit?


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BlackFlame
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Im Anfang war die Primzahl - Die Matrix der Materie

12.08.2011 um 02:56
kairos schrieb:Die Frage nach der Richtigkeit dieser These stellt sich ja erstmal nicht. Dann kann man zumindest in dieser These sagen, wenn es einen Zustand gibt der unendlich und somit grenzenlos ist, gibt es in diesem Zustand dann auch grenzenlose Möglichkeiten dafür, dass ein Planet "Erde" in der Form noch einmal existiert. Um diese These zu widerlegen müsste man beweisen, dass das Universum nicht unendlich ist.
Auch wenn der Raum unendlich groß ist, so gibt es trotzdem die Möglichkeit, dass es darin nur einen einzigen bewohnten Planeten gibt.
So unwahrscheinlich das auch erscheinen mag, so ist es auch nicht ausschließbar.

Da es gerade in einem anderen Thread besprochen wird:
Die Aussage, "Es gibt mehr als eine Erde." ist beweisbar, nähmlich dann, wenn man mindestens einen weiteren bewohnten Planeten findet.
Die Aussage, "Es gibt keine weiteren Erden." ist durch die Negation nicht beweisbar. Nichtexistenz lässt sich nicht beweisen.
Also ich kann meine Aussage niemals beweisen, sondern kann höchstens darauf warten, dass die Beweissuchenden der ersten These irgendwo einen bewohnten Planeten finden.
kairos schrieb:Das "Nichts" ist auch nur ein weiteres Wort, welches nach einer Definition verlangt. Wer weiss ob es sich überhaupt mit Worten beschreiben lässt?
Natürlich kann man es mit Worten beschreiben, blos auf unsere Vorstellungskraft wirkt das "Nichts" absurd. Einen Kreis mit Radius = 0, kann ich zwar beschreiben (in der formalen Ebene) aber man kann so etwas nicht interpretieren.
Das bringt ja auch viele Schüler und Studenten durcheinander, wenn man in der Mengenlehre zum ersten Mal hört, dass eine leere Menge grundsätzlich auch eine Menge ist. Die Lücke in einem Graphen ist auch so ein Phänomen.
kairos schrieb:Also wie wärs damit Glaube und Logik als Grundsteine zu vergleichen? Zumindest haben sie beide die Eigenschaft eines Ursprungs gemein.
Auch wenn sich diese beiden in der Eigenschaft als Grundbaustein schneiden, so muss man sie doch klar trennen.
Glaube ist variabel, die Logik nicht und das unterscheidet sie.
kairos schrieb:Wie wahrscheinlich ist dann die Richtigkeit dieser Behauptungen zu dieser Statistik?
Können wir eigentlich irgendwas eindeutig sagen oder nur mit einer an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit?
Eine Statistik ist auch nur eine Idealisierung einer Messreihe und eine Wahrscheinlichkeit lediglich ein Hilfsmittel um Subjektivität ein Stück weit kalkulierbar wirken zu lassen.
Eine Wahrscheinlichkeit ist nur ein formaler Ausdruck. Den kann man nicht anfassen oder sich vorstellen.


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Im Anfang war die Primzahl - Die Matrix der Materie

13.08.2011 um 01:16
BlackFlame schrieb:Die Aussage, "Es gibt mehr als eine Erde." ist beweisbar, nähmlich dann, wenn man mindestens einen weiteren bewohnten Planeten findet.
Naja einen Planeten zu finden der 1:1 der Erde gleicht wird schwierig, vorstellbar vielleicht wenns so etwas wie Paralleluniversen gibt.
Interessant ist hier sicher auch die Definition von Leben an sich. Zählen funde von Einzellern im Universum schon als Nachweis eines möglichen bewohnten Planeten?
BlackFlame schrieb:Natürlich kann man es mit Worten beschreiben, blos auf unsere Vorstellungskraft wirkt das "Nichts" absurd.
Wenn man das Nichts verstehen könnte, würde man da als Mensch nicht aufhören zu existieren? Das Nichts zu begreifen klingt auf jedenfall nicht gesund. :)
BlackFlame schrieb:Glaube ist variabel, die Logik nicht und das unterscheidet sie.
Vielleicht die 2 Seiten einer Medaille?...einen gewissen Dualismus kann man daraus doch schon ableiten.
BlackFlame schrieb:Eine Statistik ist auch nur eine Idealisierung einer Messreihe und eine Wahrscheinlichkeit lediglich ein Hilfsmittel um Subjektivität ein Stück weit kalkulierbar wirken zu lassen.
Das heisst, wieder theoretisch gesprochen, selbst eine unendliche Messreihe würde keine exakten Werte liefern? Wie subjektiv sind die Wahrscheinlichkeiten in einem Glücksspiel wie zb Poker oder Roulette?
BlackFlame schrieb:Eine Wahrscheinlichkeit ist nur ein formaler Ausdruck. Den kann man nicht anfassen oder sich vorstellen.
Was wär denn das Gegenstück zur Wahrscheinlichkeit? Sicherheit? Kann man die anfassen? Und wie sicher ist die Sicherheit wirklich? 100%-ig?


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BlackFlame
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Im Anfang war die Primzahl - Die Matrix der Materie

13.08.2011 um 01:35
kairos schrieb:Naja einen Planeten zu finden der 1:1 der Erde gleicht wird schwierig, vorstellbar vielleicht wenns so etwas wie Paralleluniversen gibt.
Interessant ist hier sicher auch die Definition von Leben an sich. Zählen funde von Einzellern im Universum schon als Nachweis eines möglichen bewohnten Planeten?
Ich habe "Erde" falsch verwendet, ich meinte damit "bewohnte Planeten".
Bei zweitem kommt es darauf an, was du als "intelligentes Leben" bezeichnest.
kairos schrieb:Wenn man das Nichts verstehen könnte, würde man da als Mensch nicht aufhören zu existieren? Das Nichts zu begreifen klingt auf jedenfall nicht gesund.
Nein warum?
Das "Nichts" zu verstehen ist doch möglich, aber nur einerlei. Sich das nichts vorzustellen ist die Schwierigkeit, weil ja nichts da ist, was man sich vorstellen kann. Das macht es ja für den gesunden Menschenverstand so schwierig, wenn man versucht im Nichts etwas zu finden.
kairos schrieb:Vielleicht die 2 Seiten einer Medaille?...einen gewissen Dualismus kann man daraus doch schon ableiten.
Du hast scheinbar nicht verstanden worauf ich hinaus wollte. Beides sind Grundbausteine für zwei verschiedene Dinge. Aber nur weil sie die Eigenschaft "Grundbaustein" haben, so müssen sie in keinem direkten Zusammenhang stehen.
Obwohl eine Ente fliegen kann, macht sie das doch auch nicht gleich zum Flugzeug?
kairos schrieb:Was wär denn das Gegenstück zur Wahrscheinlichkeit?
Absolute Ungewissheit.


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Im Anfang war die Primzahl - Die Matrix der Materie

13.08.2011 um 02:01
BlackFlame schrieb:Bei zweitem kommt es darauf an, was du als "intelligentes Leben" bezeichnest.
Um einen Planeten zu bewohnen muss man doch nicht unbedingt intelligent sein? Da würde es doch reichen als Einzeller im Wasser erstmal Jahrmillionen dahinzuexistieren. Wenn man der Evolutionstheorie glaubt, dann waren wir damals auch nicht gerade das, was wir heutzutage als intelligent bezeichnen würden.
BlackFlame schrieb:Sich das nichts vorzustellen ist die Schwierigkeit, weil ja nichts da ist, was man sich vorstellen kann. Das macht es ja für den gesunden Menschenverstand so schwierig, wenn man versucht im Nichts etwas zu finden.
Ich korrigiere - vorstellen, um etwas zu verstehen hilft es ja so ungemein wenn man sich das dann auch noch vorstellen kann. :) Wird man etwas, das man sich nicht vorstellen kann, je ganz verstehen können?
BlackFlame schrieb:Du hast scheinbar nicht verstanden worauf ich hinaus wollte. Beides sind Grundbausteine für zwei verschiedene Dinge. Aber nur weil sie die Eigenschaft "Grundbaustein" haben, so müssen sie in keinem direkten Zusammenhang stehen.
Obwohl eine Ente fliegen kann, macht sie das doch auch nicht gleich zum Flugzeug?
Wo hab ich denn behauptet das sie das müssen? Es wäre möglich, dass sie in einem ähnlichen Verhältnis wie gut zu böse oder heiss zu kalt, usw. stehen. Man kann sie natürlich auch als komplett getrennte eigene Grundbausteine betrachten, doch selbst dann haben sie wiederum einen gemeinsamen Schnittpunkt - das menschliche Gehirn bzw Bewusstsein.
BlackFlame schrieb:Absolute Ungewissheit.
Gibts auch so etwas wie absolute Gewissheit?


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BlackFlame
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Im Anfang war die Primzahl - Die Matrix der Materie

13.08.2011 um 02:29
kairos schrieb:Ich korrigiere - vorstellen, um etwas zu verstehen hilft es ja so ungemein wenn man sich das dann auch noch vorstellen kann. :) Wird man etwas, das man sich nicht vorstellen kann, je ganz verstehen können?
Dahingehend benutze ich jetzt noch einmal einen Satz, den ich schon beim 6. Sinn erwähnte:
Die Vorstellungskraft hat ihre Grenzen. ;)
Da kommen wir aber wieder auf die formale Ebene zurück. Man kann Mathematik auch vollkommen realitätsfern betreiben. Sich etwas vorstellen zu können ist zwar schön und gut, aber gerade wenn es kompliziertere Zusammenhänge in R3 geht stößt man da schnell an die Grenzen seiner Vorstellungskraft und trotzdem ist es Jahr für Jahr möglich, dass Abiturienten von irgendwelchen dreidimensionalen Ebenen Schnittgeraden berechnen, obwohl sie es sich sehr wahrscheinlich nicht mehr exakt vorstellen können.
Es ist eben ein kultureller Fehler, dass der Durchschnitt die Mathematik immer mit greifbaren Inhalten in Verbindung bringt anstatt die Dinge etwas abstrakter zu betrachten.
Die Unendlichkeit als Gegenstück zum "Nichts" ist ja auch erst einmal nur ein abstrakter Begriff, den man sich zwar nicht genau vorstellen kann, mit dem man aber innerhalb der Mathematik durchaus arbeiten kann.
kairos schrieb:Wo hab ich denn behauptet das sie das müssen?
Es klang halt so, als müssten diese Dinge unbedingt eine direkte Verbindung haben.
kairos schrieb:Gibts auch so etwas wie absolute Gewissheit?
Kannst du mir mit absoluter Sicherheit sagen, ob es dort, wo du wohnst, in 12 Stunden regnen wird?
Auch in jeder Glaubensfrage, ja sogar in der Wissenschaft herrscht immer eine gewisse Unsicherheit.


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Im Anfang war die Primzahl - Die Matrix der Materie

13.08.2011 um 02:53
BlackFlame schrieb:Sich etwas vorstellen zu können ist zwar schön und gut, aber gerade wenn es kompliziertere Zusammenhänge in R3 geht stößt man da schnell an die Grenzen seiner Vorstellungskraft und trotzdem ist es Jahr für Jahr möglich, dass Abiturienten von irgendwelchen dreidimensionalen Ebenen Schnittgeraden berechnen, obwohl sie es sich sehr wahrscheinlich nicht mehr exakt vorstellen können.
Gibt es denn auch Mathematiker, die sich das dann auch noch vorstellen können? Da wäre doch schon ein Unterschied im Gesamtverständnis?
BlackFlame schrieb:Es klang halt so, als müssten diese Dinge unbedingt eine direkte Verbindung haben.
Das Wort "müssen" versuche ich eigentlich so gut es geht aus meinem Wortschatz zu subtrahieren. :)
BlackFlame schrieb:Kannst du mir mit absoluter Sicherheit sagen, ob es dort, wo du wohnst, in 12 Stunden regnen wird?
Auch in jeder Glaubensfrage, ja sogar in der Wissenschaft herrscht immer eine gewisse Unsicherheit.
Gut, das bestätigt meine Annahme zu einer an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit. zB das morgen die Erde weiterexistiert...
aber könnte man zB mit absoluter Sicherheit sagen, dass sich die Erde um die Sonne dreht und nicht umgekehrt?


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BlackFlame
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Im Anfang war die Primzahl - Die Matrix der Materie

13.08.2011 um 03:59
kairos schrieb:Gibt es denn auch Mathematiker, die sich das dann auch noch vorstellen können? Da wäre doch schon ein Unterschied im Gesamtverständnis?
Das mag schon sein, dass es ein paar wenige gibt, die so eine Vorstellungskraft haben, aber das Bedarf einer Menge training, wie das schnelle Kopfrechnen.
Es gibt ja auch einige Menschen, die in der Lage sind den Rubiks Cube blind zu lösen nachdem sie sich ein Bild davon der Ausgangsstellung machen konnten. Ich weis aber nicht, ob die sich einfach den schnellstmöglichen Lösungsweg für jede Ausgangssituation eingeprägt haben, oder ob die in ihrer Vorstellung auch so einen Würfel haben und jede Drehung 1:1 gedanklich visuell mitmachen.
Dahingehend verweise ich auf meine Aussage bezüglich der verschiedenen Voraussetungen des Gehirns.
Ich habe zum Beispiel auch nie verstanden wie große Maler ihre Bilder malten. Also, ob die vor dem ersten Pinselstrich schon das fertige Bild sehen und es dann nur noch schicht für Schicht umsetzen oder eher eine iterierte Arbeitsweise haben, sprich, eine Schicht malen, betrachten wie es aussieht und dann daraufhin entscheiden wie es weiter geht.

Aber alles in allem basiert die Mathematik trotzdem darauf, Bilder bzw. Inhalte außen vor zu lassen und logisch zu denken.
Denn selbst, wenn ein Mensch ist der Lage wäre sich 2 beliebige Ebenen in R3 vorzustellen und dann einen Schnitt oder den Abstand zueinander abzulesen, so bringt das ganz ohne die Mathematik dahinter nicht viel. Das hat eher etwas von der Benutzung neumodischer grafischer Taschenrechner.
In meiner Schulzeit war ich beispielsweise bei der Berechnung von Nullstellen einer Funktion in den meisten Fällen mit der schriftlichen Lösung schneller und exakter als meine Mitschüler, die erst ihren Grafikrechner auspackten, die Funktionsvorschrift eintippten, den Befehl zur Suche der Nullstellen gaben und dann irgendwelche krummen Dezimalzahlen ablasen.
Das Problem an solchen Hilfsmitteln ist immer, das bei der Eingabe so viele fehler passieren können, die absolut ausschließbar sind, wenn man einfach sein abstraktes Denkvermögen benutzt und schlicht und einfach Mathematik betreibt.
kairos schrieb:Gut, das bestätigt meine Annahme zu einer an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit. zB das morgen die Erde weiterexistiert...
aber könnte man zB mit absoluter Sicherheit sagen, dass sich die Erde um die Sonne dreht und nicht umgekehrt?
Denkt man lediglich in Bildern so kann der Standpunkt trügen. Von der Erde aus gesehen scheint es ja so, als ob die Erde um die Sonne dreht, was ja auch vor langer Zeit und über viele viele Jahre eine eindeutige Lehrmeinung war.
Dann kamen aber kluge Köpfe und erweiterten das Weltbild. Berechneten Umlaufbahnen, wiesen nach, dass die anderen Planeten in unserem Sonnensystem ebenfalls um die Sonne drehen, etc.
Ebenso macht die Sonne >99% der Masse unseres Sonnensystems aus. Was die anderen Planeten drum herum machen ist der ganz sicher egal.
Wenn du jetzt aber anzweifelst, dann die Erde um die Sonne dreht, dann müsstest du erst einmal eine physikalisch sinnvolle Begründung finden, warum plötzlich dieses rießige Teil um so einen Winzling wie die Erde drehen sollte und wie die Erde so viel Anziehungskraft auf die Sonne ausüben könnte, dass sie die Sonne auch in einer gewissen Umlaufbahn halten könnte. Also kurz gesagt, du müsstest die Gravitationskräfte neu und nachweislich sinnvoll erklären können.
Der Punkt ist also, da diese Gesetze allgemeingültig sind, so wüsste ich nicht, was wie man diese Aussagen ins Wanken bringen sollte und ich sehe ehrlich gesagt auch kaum eine Möglichkeit wie selbst eine Quantenphysik diesen Zusammenhang grundlegend zerstören könnte.
Ein kleiner Restzweifel darf sicherlich bleiben, aber der sollte auch so minimalistisch betrachtet werden, dass man nicht plötzlich anfängt wahnsinnig zu werden und selbst die einfachsten Zusammenhänge ernsthaft anzuzweifeln.


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Im Anfang war die Primzahl - Die Matrix der Materie

14.08.2011 um 03:35
BlackFlame schrieb:Es gibt ja auch einige Menschen, die in der Lage sind den Rubiks Cube blind zu lösen nachdem sie sich ein Bild davon der Ausgangsstellung machen konnten. Ich weis aber nicht, ob die sich einfach den schnellstmöglichen Lösungsweg für jede Ausgangssituation eingeprägt haben, oder ob die in ihrer Vorstellung auch so einen Würfel haben und jede Drehung 1:1 gedanklich visuell mitmachen.
Ich denke beides trifft zu. Wobei ich aber glaube, dass der größere Anteil der Menschen einfach den schnellstmöglichen Lösungweg antrainiert hat. Mitlerweile gibt es ja schon Internetseiten wo jeder Schritt einzeln erklärt wird. Hat man erstmal diese Kniffe raus und wiederholt sie dementsprechend oft, gehts irgendwann automatisch.
BlackFlame schrieb:Ich habe zum Beispiel auch nie verstanden wie große Maler ihre Bilder malten. Also, ob die vor dem ersten Pinselstrich schon das fertige Bild sehen und es dann nur noch schicht für Schicht umsetzen oder eher eine iterierte Arbeitsweise haben, sprich, eine Schicht malen, betrachten wie es aussieht und dann daraufhin entscheiden wie es weiter geht.
Auch hier denke ich, dass beides der Fall ist.
Da erinnere ich mich an einen Beitrag zu einem Savant, mit einem beachtlichen fotografischen Gedächtnis:

Ich denke die großen Maler hatten auch etwas von diesem Talent.
BlackFlame schrieb:Das Problem an solchen Hilfsmitteln ist immer, das bei der Eingabe so viele fehler passieren können, die absolut ausschließbar sind, wenn man einfach sein abstraktes Denkvermögen benutzt und schlicht und einfach Mathematik betreibt.
Hilfsmittel sind doch allzu menschlich. Die Gefahr besteht natürlich, dass es irgendwann einmal so viele Hilfsmittel gibt, dass für vieles einfach nicht mehr die Notwendigkeit besteht, den eigenen Verstand einzusetzen. Ich denke heutzutage ist das ja schon teilweise der Fall, vieles gerät in Vergessenheit und wird durch Bequemlichkeit ersetzt.
BlackFlame schrieb:Wenn du jetzt aber anzweifelst, dann die Erde um die Sonne dreht, dann müsstest du erst einmal eine physikalisch sinnvolle Begründung finden, warum plötzlich dieses rießige Teil um so einen Winzling wie die Erde drehen sollte und wie die Erde so viel Anziehungskraft auf die Sonne ausüben könnte, dass sie die Sonne auch in einer gewissen Umlaufbahn halten könnte. Also kurz gesagt, du müsstest die Gravitationskräfte neu und nachweislich sinnvoll erklären können.
Das könnte sich als äußerst schwierig erweisen. Die Gravitationskräfte können wir heute ja noch nicht einmal ausreichend erklären.
Also wenns eine Illusion ist, dann aber eine richtig gute. :)
BlackFlame schrieb:Ein kleiner Restzweifel darf sicherlich bleiben, aber der sollte auch so minimalistisch betrachtet werden, dass man nicht plötzlich anfängt wahnsinnig zu werden und selbst die einfachsten Zusammenhänge ernsthaft anzuzweifeln.
Und doch sind es oft die simpelsten Zusammenhänge bei denen leicht etwas übersehen wird.

Und um das Thema "Weltformel" nicht ganz aus den Augen zu verlieren:
Hier nochmal eine Zusammenfassung von wikipedia: Wikipedia: Weltformel
Und hier ein paar inspirierende Zitate für alle Suchenden: http://de.wikiquote.org/wiki/Universum

Ich frage mich eigentlich, könnte man den Organismus Mensch auch in einer Formel ausdrücken?


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BlackFlame
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Im Anfang war die Primzahl - Die Matrix der Materie

16.08.2011 um 23:16
Ich will nicht unhöflich sein und antworte, obwohl ich nicht weis, wo das hier eigentlich noch hinführen soll.
Eine Weltformel kann es geben, muss aber nicht. Ebenso frage ich mich, warum man ihr so viel Bedeutung zuspricht, denn selbst wenn eine solche Formel erklären könnte, dass es irgendwo noch andere Universen mit der selben Struktur wie unserer gibt, so sind wir trotzdem nicht in der Lage diese dann auch zu besuchen.
Ebenso habe ich meine Zweifel, dass eine Weltformel viel einfacher zu erläutern sei als diverse Einzeltheorien, die wir bislang haben.

Alles in allem, weis ich eben nicht, worüber wir hier noch diskutieren sollen/wollen?


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Im Anfang war die Primzahl - Die Matrix der Materie

17.08.2011 um 00:40
BlackFlame schrieb:Ich will nicht unhöflich sein und antworte, obwohl ich nicht weis, wo das hier eigentlich noch hinführen soll.
Bei der Suche nach der Weltformel kann man ja garnicht wissen wo einen die Suche letztendlich hinführen könnte. Das ist ja das Interessante! :)
BlackFlame schrieb:Alles in allem, weis ich eben nicht, worüber wir hier noch diskutieren sollen/wollen?
Wir reden hier praktisch über Alles und Nichts!

Es ist einfach interessant zu sehen, wer welche Weltsichten bzw Universumstheorien vertritt. Vielleicht meldet sich ja noch wer, der das uns Bekannte, mit seinen/ihren Erkenntnissen, komplett auf den Kopf stellt und das dann auch noch beweisen kann! ;)


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LietIbmaSad
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Im Anfang war die Primzahl - Die Matrix der Materie

18.08.2012 um 03:06
Ich grabe diesen Thread mal aus, weil ich diese Diskussion zwischen den Lagern "Da ist ein revolutionäres Muster" und "Das ist einfache Mathematik, nix besonderes" irgendwie lustig finde, und das muss ich einfach mal loswerden. Ich habe nicht den ganzen Thread gelesen, vielleicht hat es ja schon jemand erwähnt, vermutlich aber nicht.

Beide Lager liegen falsch.

Die Nicht-Mathematiker sehen ein Kreuz und wundern sich, warum alle Primzahlen auf diesem Kreuz liegen. "Da muss doch ein Gesetzäßigkeit sein", sagen sie sich, "ein Muster, dass vorher niemand entdeckt hat.".

Die Mathematiker erklären vollkommen richtig, dass dieses Muster aus der Definition von Primzahlen resultiert und nichts besonderes ist. Man kannte es schon vorher, hat ihm aber keine weitere Beachtung geschenkt, weil man damit die Verteilung der Primzahlen nicht herleiten kann.

Warum kommt keiner auf die Idee, dass das Primzahlenkreuz gar nicht die Verteilung der Primzahlen erklären soll?

Es geht nicht darum, das Geheimnis der Primzahlen zu entschlüsseln. Peter Plichta macht meiner Ansicht nach etwas ganz anderes: Er benutzt die Primzahlen in dieser speziellen Anordnung, um damit physikalische Gegebenheiten zu erklären.

Die Mathematiker interessiert das natürlich nicht, für sie geht es um die Primzahlen und wie man die Riemannsche Vermutung beweisen kann.

Die Nicht-Mathematiker denken, dass der Plichta das gemacht hat. Aber das hat er nicht.

Dass er mit dem Primzahlenkreuz aber in der Physik mehr als ein Modell aufstellen kann, denen ich ich als Nicht-Studierter eine gewisse Plausibiltät nicht absprechen kann und die allein schon aus wissenschaftlicher Neugier heraus weitere umfassende Untersuchungen rechtfertigen, erkennen viele offenbar nicht.

Das ist schade, aber Peter Plichta hat sich das auch selbst zuzuschreiben. Er benutzt Primzahlen nur als Werkzeug, schreit aber laut heraus, er habe ihr Geheimnis gelüftet, woraufhin alle (oder die meisten) nach ihm auf den falschen Zug aufspringen.

Ich als Laie frage mich indes immer noch: Wieso ist dieses strittige Primzahlenkreuz so praktisch? Warum kann man damit so viel machen? Haben wir hier vielleicht das erste "Naturgesetz", dass aus mathematischer Zufälligkeit eine physikalische Gesetzmäßigkeit macht? Man hat mehr Fragen als Antworten, wenn man sich damit beschäftigt... aber geht es in der Wissenschaft nicht genau darum?

In diesem Sinne. ;)


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Im Anfang war die Primzahl - Die Matrix der Materie

29.01.2013 um 20:32
@LietIbmaSad
Als Mathematiker und Physikerfreund, muss ich dir in Bezug auf Plichta teilweise Recht geben.

Einerseits konnte er mittels Primzahlkreuz einige verblüffende Verbindungen zu physikalischen Konstanten herstellen. Aber in seiner Intention das "Warum ist das denn so" hinkt er sich selbst hinterher. Er versucht eine Beweisführung in Richtung: "Und all das kann man aus dem Primzahlkreuz herauslesen, deswegen muss doch dieses Modell 'richtiger' sein als alle anderen."
Ich muss gestehen, ebenfalls mit funkelnden Augen auf seine Ausführungen geblickt zu haben. Doch - und jetzt komme ich zu dem "Andererseits" - ...
... Andererseits haftet ihm der selbe Vorwurf einer angepassten "Konstruktion der Wirklichkeit" an. Er findet die Verbindungen zu naturkonstanten nicht automatisch, sondern fügt Abschnitten seines Primzahlkreuzes seine Interpretation an und leitet dann die Naturkonstanten her.

Kurzum, es ist ein verdammt eleganter und schöner Ansatz und hat eine Menge an Zündstoff in sich, der die derzeitige Wissenschaft in eine ökonomische Wissenskrise führen würde.
Und er erklärt seine sich selbst gestellte Frage nicht: "Warum ist das so?"
Bisher zeigt er nur: "Hey, mit dem Ansatz kann ich euch die und die Gesetzmäßigkeit BESCHREIBEN".
Er nimmt für sich in Anspruch den "Bauplan der Welt" gefunden zu haben. Kann uns anhand seines Bauplans allerdings keine überprüfbaren Vorhersagen machen. Erst wenn er das mit seinem Ansatz kann, ist die derzeitige Wissenschaft auch als absoluter Hirnriss entlarvt.
Ich will ihn damit durchaus nicht abwerten, er ist genial - selbst Einstein konnte nicht erklären Warum seine Raum-Zeit so gestaltet ist, das muss wohl in der Natur des "Bauplans der Welt" liegen - aber momentan ist seine Arbeit wenig nützlich. Man kann sie nicht nutzen, weil alles was sie sagt, schon "gewusst" ist.

LG


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Im Anfang war die Primzahl - Die Matrix der Materie

29.01.2013 um 20:58
Und welche Primzahl war es, wenn nicht 1 und warum?
Keine Zahl kann die Entwicklung, die Bewegung und deren Anfang erklären.


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Im Anfang war die Primzahl - Die Matrix der Materie

29.01.2013 um 21:42
ja, sie können nur in Modellen repräsentative Aufgaben haben, deren Interpretation vom Modellersteller abhängen. Daher sollte halt auch erklärt werden, warum das Modell so ist, wie dargestellt und warum es funktioniert, während andere Versagen oder ungenauer sind.


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Im Anfang war die Primzahl - Die Matrix der Materie

29.01.2013 um 22:00
Was sollte man in diese Weltformel einsetzen und viel wichtiger: was sollte rauskommen, wenn es denn so von bedeutung sein sollte?

Wie soll eine einzige Formel die Welt erklären, dafür ist sie viel zu komplex und tiefgründig.


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Im Anfang war die Primzahl - Die Matrix der Materie

29.01.2013 um 22:05
Für einige Wissenschaftler wird die "Weltformel" eher als "Weltwerkzeug" gesehen. Sie wollen keine "Unter diesen und jenen Bedingungen wird sich ein Sachverhalt mit der und der wahrscheinlichkeit so und so"-Formel, sondern eine "Was muss ich verändern um das und das mit dem Universum anstellen zu können".


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Im Anfang war die Primzahl - Die Matrix der Materie

29.01.2013 um 22:07
Also nicht eine Erklärung die mit einer Formel untermauert wird, sondern eine Formel die einen 'Aufklären' soll? Wie soll das klappen, so eine Formel bekommt man nicht durch Zufall hin, alle Faktoren die da einspielen sind wichtig und alle müssen stimmen und passen.


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Im Anfang war die Primzahl - Die Matrix der Materie

29.01.2013 um 22:12
Du hast deine Frage selbst beantwortet.


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Im Anfang war die Primzahl - Die Matrix der Materie

29.01.2013 um 22:12
dieser mann im eingangstext redet großen unsinn


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