Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenSpieleGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryWillkommenEnglishGelöscht
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Die Zukunft des Fernsehens

109 Beiträge, Schlüsselwörter: Internet, TV, Youtube, Programm, Fernseher, Musiksender, Video On-demand

Die Zukunft des Fernsehens

28.04.2015 um 12:00
univerzal schrieb:wurden ursprünglich fürs amerikanische Kabelfernsehen entwickelt, dessen Reichweite bei weitem nicht mit dem FreeTV mithalten kann.
Aber das ist eben ein Bezahldienst. Und bei der Einwohnerzahl der USA hast du mehr potentielle Zahlende als das in Deutschland der Fall ist.


melden
Anzeige
Wolfshaag
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Die Zukunft des Fernsehens

28.04.2015 um 12:01
@rutz
Sowas hat noch nie funktioniert und wird es auch nicht, schon allein deswegen nicht, weil die Zuschauer es mit dem Original vergleichen und schon kann man die Kohle auch einfach aus dem Fenster werfen. Das ist ja das was ich vorhin schon ansprach ein großes Problem im deutschen TV, eben die scheinbar geistig völlig umnachteten Redaktuere und Programmdirektoren, die so einen Unsinn entscheiden.


melden

Die Zukunft des Fernsehens

28.04.2015 um 13:28
@kleinundgrün
kleinundgrün schrieb:Aber das ist nun auch eine Frage des Preises. Die USA haben einfach mehr potentielle Konsumenten, als Deutschland. Somit liegen die Budgets höher, wenn die Leute ungefähr ähnliche Preise zahlen werden.
Produktionen wie GOT und The Walking Dead und Breaking Bad kosten Geld, viel Geld. Weiterhin bedarf es Können, sehr viel Können. Und das haben die deutschen Filmemacher nicht oder sie sind eben im Ausland aktiv.

Alleine die Kameraführung in Breaking Bad ist so wahnsinnig gut, das habe ich noch in kaum einer deutschen Produktion so gesehen.

@Wolfshaag
Wolfshaag schrieb:Sehe ich nicht so. Stell Dir mal vor eine deutsche Produktionsfirma bekäme es hin, etwas wie Game of Thrones, The Walking Dead, oder so zu produzieren, dann würde sich das Zeug auch wie geschnitten Brot weltweit verkaufen und nicht nur in Deutschland gesendet und schon hätten sie ihre Kosten raus.
Es gibt aber imho keine deutsche Produktionsfirma, die so was wie GOT auf die Beine stellen könnte. Und Sachen wie Breaking Bad, Walking Dead aber auch Supernatural funktionieren nicht im deutschen Kontext. Solche Geschichten passen für mich nach Amerika, da ist genug Platz, sei es geografisch, soziologisch, gesellschaftlich.

Würde ein Walter White dann in Gelsenkirchen-Buer sein Meth kochen und Peter und Klaus in einem alten Opel Record zwischen Regensburg und Rosenheim auf Geisterjagd gehen?

Manchmal versuchen Deutsche ja ihre Geschichten ins Ausland zu verlagern. Was dabei rauskommt, kann man im ZDF bei Rosamunde Pilcher sehen. Selbst wenn man mal die seichten Geschichten ganz weglässt, da agieren durch und durch deutsche Schauspieler, mit deutscher Gestik und Mimik, mit deutschem Verhalten und Aussehen und wollen dem Zuschauer weiß machen, sie wären der Count und die Lady von soundso und seit Jahrhunderten ansässig in Cornwall.

So was ist im Ansatz bereits nicht glaubwürdig, man könnte ebenso ein paar rothaarige, schottische Schauspieler als italienische Weinbauern aus Sizilien verkaufen.

Mag sein, dass das dem schon leicht debilen Stammzuschauer der ÖR auftischen kann, international macht man sich damit nur lächerlich.


melden

Die Zukunft des Fernsehens

28.04.2015 um 13:38
lol @rutz, der Beitrag ging übrigens an dich: Beitrag von univerzal, Seite 2
---

@kleinundgrün
Aber das ist eben ein Bezahldienst. Und bei der Einwohnerzahl der USA hast du mehr potentielle Zahlende als das in Deutschland der Fall ist.

Das ist schon klar, aber schließlich bezahlt man nicht explizit die Sendungen, sondern das Abo.
Nehmen wir mal ein berühmtes Beispiel: The Walking Dead. Ich beziehe mich bewusst auf die erste Staffel, da noch der Popularitätsschub fehlt. Der Pilot erreichte um die 5,5 Millionen und das Finale rund 6 Millionen Zuschauer im US-Fernsehen. Wie man sieht, ist das nicht allzu weit von unseren Quoten und wenn man allein Sky betrachtet, gibt es nur dort über 4 Millionen Abonnenten. Wie man sieht, Potential ist vorhanden. Vielleicht nicht, um Multimillionen-Produktionen aus dem Boden zu stampfen, aber durchaus genug; um mal Mut, Kreativität und einen etwas kostspieligeren Ausbruch aus der üblichen dt. Serienlandschaft zu wagen.
Aber was serviert man hierzulande? Man adaptiert, versenkt Unmengen an Budget zu Formaten wie Millionärswahl, produziert die hundertste Auflage von DSDS oder behelligt die Zuseher mit solchen Rotz wie Newtopia.


melden

Die Zukunft des Fernsehens

28.04.2015 um 13:44
@univerzal

Uns fehlt es doch alleine an guten Schauspielern, also geeignet für diese Genres. Wir haben einen Schweiger, eine Ferres, eine Tschirner, etc. Bestimmt auch begabte Talente, aber keiner geeignet um in solchen Produktionen mitzuspielen.

International mehr oder weniger erfolgreich ist ein Udo Kier, aber auch nur in seiner Paraderolle als "echter deutscher Bösewicht". Das hat imho nicht nur mit unserer Geschichte zu tun, sondern einfach auch mit dem deutschen Wesen an sich, das irgendwie nicht international telegen erscheint.


melden
Wolfshaag
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Die Zukunft des Fernsehens

28.04.2015 um 13:51
@stanmarsh
stanmarsh schrieb: Es gibt aber imho keine deutsche Produktionsfirma, die so was wie GOT auf die Beine stellen könnte.
Doch geben würde es das schon von Know-How her, was es nicht gibt sind entsprechende deutsche Produzenten und Regisseure die sich an was anderes, als an Blödsinn, wie Cobra 11 und Lindenstraße trauen. Bestenfalls wird im deutschen Kontext noch etwas "rumgehitlert", aber das war es dann auch.
Hier also mal ein Hoffnungsschimmer. :D :
Das erste Mal komplette US-Staffel in Deutschland gedreht

In Berlin arbeitet sie aber nicht mehr als CIA-Analystin, sondern für einen privaten Sicherheitsdienst. Die langjährige Arbeit beim US-Geheimdienst gegen den internationalen Terror hat ihr zu sehr zugesetzt. „Homeland“ soll ab Juni hauptsächlich im Studio Babelsberg, aber auch an Originalschauplätzen der deutschen Metropole gedreht werden.

Wir drehen im Studio, gehen aber auch richtig nach Berlin rein“, sagte Studiosprecher Eike Wolf am Dienstag. Hier werde größtenteils an realen Schauplätzen gefilmt. Im Zentrum der Geschichte steht der Bundesnachrichtendienst (BND).
Laut Showtime ist es das erste Mal überhaupt, dass eine komplette Staffel einer US-Serie in Deutschland gedreht wird. In den USA sollen die zwölf neuen Folgen ab September ausgestrahlt werden.
http://www.focus.de/kultur/kino_tv/homeland-offiziell-us-serie-homeland-wird-in-berlin-gedreht_id_4643127.html
stanmarsh schrieb: Und Sachen wie Breaking Bad, Walking Dead aber auch Supernatural funktionieren nicht im deutschen Kontext. Solche Geschichten passen für mich nach Amerika, da ist genug Platz, sei es geografisch, soziologisch, gesellschaftlich.

Würde ein Walter White dann in Gelsenkirchen-Buer sein Meth kochen und Peter und Klaus in einem alten Opel Record zwischen Regensburg und Rosenheim auf Geisterjagd gehen?

Manchmal versuchen Deutsche ja ihre Geschichten ins Ausland zu verlagern. Was dabei rauskommt, kann man im ZDF bei Rosamunde Pilcher sehen. Selbst wenn man mal die seichten Geschichten ganz weglässt, da agieren durch und durch deutsche Schauspieler, mit deutscher Gestik und Mimik, mit deutschem Verhalten und Aussehen und wollen dem Zuschauer weiß machen, sie wären der Count und die Lady von soundso und seit Jahrhunderten ansässig in Cornwall.

So was ist im Ansatz bereits nicht glaubwürdig, man könnte ebenso ein paar rothaarige, schottische Schauspieler als italienische Weinbauern aus Sizilien verkaufen.

Mag sein, dass das dem schon leicht debilen Stammzuschauer der ÖR auftischen kann, international macht man sich damit nur lächerlich.
Damit hast Du natürlich nicht unrecht, aber es gibt ja auch genügend Stoffe, die auch in Europa/Deutschland funktionieren würden, seien es von mir aus "Geistergeschichten", wie z.B. im groben Plot von "John Sinclair", oder irgendwas Historisches aus der Zeit der napoleonischen Besetzung, oder ein Ritter-Setting (sowas passt z.B. nicht nach USA), oder Hooligans, oder irgendeine MC-Story, etc. Also es gibt schon Möglichkeiten, wenn man nur will.
Der Fehler ist, immer nur die Ami-Serien 1 zu 1 kopieren zu wollen.


melden

Die Zukunft des Fernsehens

28.04.2015 um 13:52
univerzal schrieb:um mal Mut, Kreativität und einen etwas kostspieligeren Ausbruch aus der üblichen dt. Serienlandschaft zu wagen
Schon. Aber mein Einwand bezog sich auf die Aussage des höheren Invests. Amerikanische Produktionen haben mehr Geld zur Verfügung und damit bessere Chancen auf gute Schauspieler, Produzenten und Regisseure.
Welcher Schauspieler in Deutschland bekommt schon eine Millionengage für eine Serienepisode.

Und der zweite Punkt ist sicherlich auch der, dass manche Stories in einem Land wie Amerika besser funktionieren. Breaking Bad wurde ja schon als Beispiel genannt.

Ich sehe auch, dass deutsche Produktionen durchgängig weniger interessant sind. Aber ich denke, dass das zum großen Teil der Umstände geschuldet ist und nicht unbedingt etwas mit einer grundsätzlichen Unfähigkeit deutscher Programmgestalter zu tun hat.


melden

Die Zukunft des Fernsehens

28.04.2015 um 14:07
@Wolfshaag

Homeland ist auch ein schönes Beispiel, mag ich gerne. Dass in Berlin gedreht wird finde ich auch interessant. Aber hier die Frage, wer ist der Produzent, wer der Drehbuchautor, wer der Regisseur, wer der Kameramann, etc. Das es in Deutschland ausreichend technisches Equipment und auch sonst genug professionelle Filmcrew gibt ist schon klar. Ich kenne sogar einige Filmschaffende aus meinem Bekanntenkreis und war schon auf dem ein oder anderen Set zu Besuch. Wichtig sind halt die Stellen, in denen die künstlerischen Entscheidungen getroffen werden, Leute die wirklich das Talent zu größerem haben, gehen ins Ausland.
Wolfshaag schrieb:Damit hast Du natürlich nicht unrecht, aber es gibt ja auch genügend Stoffe, die auch in Europa/Deutschland funktionieren würden, seien es von mir aus "Geistergeschichten", wie z.B. im groben Plot von "John Sinclair", oder irgendwas Historisches aus der Zeit der napoleonischen Besetzung, oder ein Ritter-Setting (sowas passt z.B. nicht nach USA), oder Hooligans, oder irgendeine MC-Story, etc. Also es gibt schon Möglichkeiten, wenn man nur will.
Der Fehler ist, immer nur die Ami-Serien 1 zu 1 kopieren zu wollen.
Ich sprach ja ausdrücklich von Deutschland. John Sinclair kenne ich zwar nicht, er ist doch aber von Scotland Yard und die Geschichten spielen daher wohl in GB, oder?
Dort spielen auch eine Menge hervorragende Serien, mein absoluter Favorit ist Sherlock, aber auch Ripper Street, oder wer es mag Dr. Who usw. funktionieren gut.

Kann ich mir in DE einfach nicht vorstellen. Auch ein MC-Story im Pott verkommt schnell zu Hinter Gittern oder Alarm für Cobra 11 oder eben zu tatortartigen Szenen.

Damit Serien für mich funktionieren bedarf es eines gewissen räumlichen und zeitlichen Abstands. Ein Setting im Berlin der 20er Jahre wäre vielleicht interessant. Aber da spielt auch schnell wieder unsere Geschichte mit rein.


melden
Wolfshaag
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Die Zukunft des Fernsehens

28.04.2015 um 14:22
@stanmarsh
stanmarsh schrieb: Wichtig sind halt die Stellen, in denen die künstlerischen Entscheidungen getroffen werden, Leute die wirklich das Talent zu größerem haben, gehen ins Ausland.
Na das sage ich ja auch die ganze Zeit, es hapert bei den Entscheidungsträgern. Notfalls castet man eben eine anfangs unbekannte Crew.
stanmarsh schrieb: Ich sprach ja ausdrücklich von Deutschland. John Sinclair kenne ich zwar nicht, er ist doch aber von Scotland Yard und die Geschichten spielen daher wohl in GB, oder?
Deswegen sagte ich im "groben Plot" und das würde auch in Deutschland funktionieren, dann heißt der Geisterjäger eben nicht John Sinclair, sondern Otto Klawuttke. Auf den Namen kommt es ja nun nicht so sehr an.
Guck Dir doch mal auf Youtube an, wieviele Leute sich da die "Dokus" über Pseudo-Geisterjäger in Deutschland angucken. :D PRG-HH oder wie sich nennen. Alles nur Freaks mit Technik, die sie weder beherrschen, noch korrekt interpretieren können. :D Also ein US-Setting ist bei dem Interesse absolut nicht zwingend nötig.
stanmarsh schrieb: Kann ich mir in DE einfach nicht vorstellen. Auch ein MC-Story im Pott verkommt schnell zu Hinter Gittern oder Alarm für Cobra 11 oder eben zu tatortartigen Szenen.

Damit Serien für mich funktionieren bedarf es eines gewissen räumlichen und zeitlichen Abstands. Ein Setting im Berlin der 20er Jahre wäre vielleicht interessant. Aber da spielt auch schnell wieder unsere Geschichte mit rein.
Dann nimm eben Ritter, Römer und Germanen, oder von mir aus Steinzeit- Eiszeitmenschen. :D Da gibt es schon Möglichkeiten, aber selbst hier in Deutschland scheint historisches Wissen oftmals nur bis Adolf und Co zurückzureichen.
Oder man geht in die Zukunft und macht was mit den dann existierenden Vereinigten Staaten von Europa und spinnt ne Story um Geheimdienste, oder Aliens, was weiß ich. Aber der Mut fehlt in Deutschland zu sowas. Stattdessen werden nur die Ami-Serien mehr schlecht als recht kopiert, oder sowas für geistige Tiefflieger wie "Hinter Gittern", etc. produziert. Und selbst das hatten die Amis dann besser drauf mit Serien, wie "Oz - Hölle hinter Gittern".


melden

Die Zukunft des Fernsehens

28.04.2015 um 14:39
@Wolfshaag
Wolfshaag schrieb:Deswegen sagte ich im "groben Plot" und das würde auch in Deutschland funktionieren, dann heißt der Geisterjäger eben nicht John Sinclair, sondern Otto Klawuttke.
Gerade was Geister- und sonstige außergewöhnliche Geschichten angeht, kann ich mir diese einfach nicht in Deutschland vorstellen.

Ich bin letztes Jahr ein paar Wochen durch die USA gefahren, endlose Wälder, Felder, verlassene Dörfer, riesige aber weit entfernte Einsiedlerfarmern. Militärbasen, für deren Umfahrung man einen Tag braucht, man aber dennoch von außen die Atomtestkrater im Wüstensand erkennen kann. Alles Plätze in denen irgendwas seltsames sein kann.

In Deutschland muss man bei spazieren immer aufpassen, dass man das Fleckchen Wald nicht schon nach der nächsten Verzweigung verlässt. Uralte Ruinen sind meist sehr gut ausgebaut mit Wanderweg, Hinweisschild und Kiosk. In alten Häusern findet man Sprayer, Obdachlose, Drogensüchtige und Allmy User und die Polizei, wenn man etwas zu laut war oder mit der Taschenlampe rumfuchtelt, aber keine "echten Geister".

Was möglich wäre ist eine fiktive Geschichte so wie Spartacus oder Vikings, da gebe ich Dir Recht. Jetzt ist dieser Zug halt auch erst mal für ein paar Jahre abgefahren.
Vielleicht haben die Deutschen da auch immer den Anspruch was "künstlerisch" Wertvolles zu schaffen, obwohl diese Serien nur mit (comicartiger) Gewalt und Sex alleine ganz gut funktionieren.


melden
Wolfshaag
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Die Zukunft des Fernsehens

28.04.2015 um 15:55
@stanmarsh
stanmarsh schrieb: Gerade was Geister- und sonstige außergewöhnliche Geschichten angeht, kann ich mir diese einfach nicht in Deutschland vorstellen.

Ich bin letztes Jahr ein paar Wochen durch die USA gefahren, endlose Wälder, Felder, verlassene Dörfer, riesige aber weit entfernte Einsiedlerfarmern. Militärbasen, für deren Umfahrung man einen Tag braucht, man aber dennoch von außen die Atomtestkrater im Wüstensand erkennen kann. Alles Plätze in denen irgendwas seltsames sein kann.

In Deutschland muss man bei spazieren immer aufpassen, dass man das Fleckchen Wald nicht schon nach der nächsten Verzweigung verlässt. Uralte Ruinen sind meist sehr gut ausgebaut mit Wanderweg, Hinweisschild und Kiosk. In alten Häusern findet man Sprayer, Obdachlose, Drogensüchtige und Allmy User und die Polizei, wenn man etwas zu laut war oder mit der Taschenlampe rumfuchtelt, aber keine "echten Geister".
Okay, aber gerade für einen guten Grusel-Geister-Film brauchst Du ja keine Militärbasis mit Atomtestgelände und endlosem Wald, bei solchen Filmen ist die Atmosphäre das Wichtige, die aufgebaut wird. Und dafür lassen sich auch in Deutschland entsprechende Burgen, Höfe, was auch immer finden. Ich meine, es soll ja kein Dokumentarfilm sein. :D
Klar, latschen sich in Europa diverse selbsternannte Geisterjäger, Junkies, Bullen usw. gegenseitig auf die Füße in der Realität, aber das ist in England doch auch nicht anders, da gibt es zwar Spukschlösser, aber bevor Du Dich da mal wirklich gruseln kannst, wirst Du auch von einer wild knipsenden Touri-Gruppe aus Japan in den Boden gerannt. :D

Ich denke nach wie vor, es liegt in Deutschland mehr am Wollen, denn am Können. Hier muss halt alles ordentlich begründet sein und die politisch korrekte Botschaft darf nicht fehlen und vor lauter PC vergisst man dann, worum es im Film eigentlich gehen sollte. :D
stanmarsh schrieb: Was möglich wäre ist eine fiktive Geschichte so wie Spartacus oder Vikings, da gebe ich Dir Recht. Jetzt ist dieser Zug halt auch erst mal für ein paar Jahre abgefahren.
Das ist auch so ne Sache, man orientiert sich meiner Meinung nach zu sehr an dem was gerade angeblich "in" ist, während amerikanische Produzenten sich gar nicht sonderlich drum scheren, wenn die Story nur gut ist. Wie oft war nicht schon dieses oder jenes Genre tot und dann dreht plötzlich einer einen coolen Film und der schlägt ein, wie eine Bombe.


melden

Die Zukunft des Fernsehens

28.04.2015 um 16:30
@Wolfshaag
Wolfshaag schrieb:Ich denke nach wie vor, es liegt in Deutschland mehr am Wollen, denn am Können. Hier muss halt alles ordentlich begründet sein und die politisch korrekte Botschaft darf nicht fehlen und vor lauter PC vergisst man dann, worum es im Film eigentlich gehen sollte
Genau, der künstlerisch wertvolle Anspruch, politisch korrekt und erzieherisch positiv. Das muss schon sein.
Wolfshaag schrieb:, aber das ist in England doch auch nicht anders, da gibt es zwar Spukschlösser, aber bevor Du Dich da mal wirklich gruseln kannst, wirst Du auch von einer wild knipsenden Touri-Gruppe aus Japan in den Boden gerannt. :D
Klar ist das in England nicht anders und auch wenn ich mit mit japanischen Tourigruppen durch schottische Spukschlößer gequetscht habe, das Bild des einsamen und geheimnissvollen Schlosses überwiegt bei mir Kopf und darauf kommt es an.

In deutschen Burghöfen und Ruinen habe ich vermutlich ein mal zu oft Wanderpicknick gemacht, verstecken gespielt und bin mit einem Metalldetektor durchgelaufen, als das ich dort noch an Spuk glauben könnte.

Jetzt bin ich aber ziemlich ins OT gerutscht, eigentlich ging es ja um Fernsehen, egal welcher Herkunft die Formate dort sind.


melden
Wolfshaag
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Die Zukunft des Fernsehens

28.04.2015 um 16:41
@stanmarsh
stanmarsh schrieb: Klar ist das in England nicht anders und auch wenn ich mit mit japanischen Tourigruppen durch schottische Spukschlößer gequetscht habe, das Bild des einsamen und geheimnissvollen Schlosses überwiegt bei mir Kopf und darauf kommt es an.

In deutschen Burghöfen und Ruinen habe ich vermutlich ein mal zu oft Wanderpicknick gemacht, verstecken gespielt und bin mit einem Metalldetektor durchgelaufen, als das ich dort noch an Spuk glauben könnte.
Um einen guten Gruselfilm genießen zu können, muss man ja nicht zwangsläufig auch real an Hui Buh glauben, oder? :D Ich meine, man schaut ja auch gern Star Wars, ohne direkt zu befürchten, dass das Imperium hier nächste Woche landet, oder?! :D

Aber Du sprichst einen anderen Punkt an, der natürlich immanent ist, nämlich unser aller Sehgewohnheiten. Wir sind ja so alle irgendwie sozialisiert, dass wir erst dann an Geister "glauben", oder an Aliens, wenn da ein Ford Mustang durchs Bild fährt, eine schäbige Burger-Bude zu sehen ist und das ganze an einem verlassenen Highway spielt, während es natürlich völliger Nonsens ist, wenn ein Golf durchs Bild fährt, ein Curry-Wurst-Bude mitspielt und an der Autobahn A1 steht. :D
stanmarsh schrieb: Jetzt bin ich aber ziemlich ins OT gerutscht, eigentlich ging es ja um Fernsehen, egal welcher Herkunft die Formate dort sind.
Stimmt sind wir beide wohl etwas.^^ Dennoch danke für das interessante Gespräch. :)


melden

Die Zukunft des Fernsehens

28.04.2015 um 17:11
Wolfshaag schrieb:Dennoch danke für das interessante Gespräch
Sehr gerne und daher auch noch mal eine OT Antwort ;-)
Wolfshaag schrieb:Aber Du sprichst einen anderen Punkt an, der natürlich immanent ist, nämlich unser aller Sehgewohnheiten. Wir sind ja so alle irgendwie sozialisiert, dass wir erst dann an Geister "glauben", oder an Aliens, wenn da ein Ford Mustang durchs Bild fährt, eine schäbige Burger-Bude zu sehen ist und das ganze an einem verlassenen Highway spielt, während es natürlich völliger Nonsens ist, wenn ein Golf durchs Bild fährt, ein Curry-Wurst-Bude mitspielt und an der Autobahn A1 steht. :D
Das liegt eben an der Sozialisierung oder Assoziierung die auf Tatsachen und Erfahrungen basiert.

Wenn Du in USA wandern gehst, dann siehst Du ernst zunehmende Warnschilder genug Essen und Trinken mitzuführen, sich in acht vor Berglöwen, Schlangen und Bären zu nehmen, Karte und Kompass sind auch sehr empfehlenswert, wenn man sich nicht verlaufen will (Beispiel: http://www.bild.de/news/2009/im-death-valley-bei-erster-gemeinsamer-reise-10459916.bild.html).
Mal eine Stunden mit dem Auto durch die Gegend zu fahren und niemandem zu begegnen. An einer einsamen Raststätte zu tanken und noch beim runterfahren zu grübeln, ob man es trotz vollem Tank bis zur nächsten unscheinbaren 2-Zapfsäulentanke schafft.

Das ist Gefahr, Urängste, Abenteuer, Weite, Freiheit, gedanklich passen da Aliens und Gespenster besser rein als bei uns. Zudem hat z.B. Supernatural auch viele Roadmovie Elemente: abgeranzte Motels und Diners, etc. geht bei uns alles nicht.

In Deutschland muss man beim Wandern im Wald aufpassen, nicht in Hundekacke zu treten, nicht vom Förster erwischt zu werden, wenn man mal den Weg verlässt und eben nicht gleich nach 10 Minuten auf der nächsten Bundesstraße zu landen.
Und wenn der Reservetank blinkt fährt man noch mal schnell an drei Tankstellen vorbei, weil man ja Punkte bei Aral sammelt. In Deutschland ist alles geregelt, geordnet, geprüft, gesichert und versichert. Hier passiert nichts außergewöhnliches, zumindest nicht ohne Erlaubnis und Gesetz ;-)


melden
Wolfshaag
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Die Zukunft des Fernsehens

28.04.2015 um 17:17
@stanmarsh
Da kann ich Dir leider nicht so wirklich widersprechen. :D
Trotzdem könnten sich auch deutsche Produzenten ja mal was einfallen lassen, statt nur zu kopieren. Wie ich ganz am Anfang sagte, auch bei uns gehen spannende Geschichten ( Who Am I) und sicher wäre das auch in anderen Genres möglich, aber bekanntlich: (Das Video passt zu unserer Unterhaltung mit seinen Anspielungen ja wie Faust auf Auge) :D
https://www.youtube.com/watch?v=j1FwlQhFLQQ


melden

Die Zukunft des Fernsehens

29.04.2015 um 01:23
@stanmarsh
Uns fehlt es doch alleine an guten Schauspielern, also geeignet für diese Genres. Wir haben einen Schweiger, eine Ferres, eine Tschirner

Aber eben auch eine Franka Potente, einen Thomas Kretschmann, einen Christoph Waltz (gut, kann man den Ösis zurechnen^^), einen Tom Wlaschiha (bei dem läufts grad an), eine Diane Krüger, alte Haudegen wie Armin Müller-Stahl, aber auch Youngsters wie Tom Schilling, Daniel Brühl oder David Kross. Charaktertypen sind also vorhanden.
Wobei wir wohl grad 'gut' mit 'bekannt' verwechseln, bei vielen Serien konzentrieren sich die berühmten Schauspieler auf ein, zwei Darsteller, der Rest besteht mehr aus den klassischen Nebencharakteren. Ein Problem dabei ist, dass der Werdegang als deutscher Schauspieler von viel Müßigkeit bis hin zu brotlosen Kunst geprägt ist. So gehen viel Talente verloren.

@kleinundgrün
Schon. Aber mein Einwand bezog sich auf die Aussage des höheren Invests. Amerikanische Produktionen haben mehr Geld zur Verfügung und damit bessere Chancen auf gute Schauspieler, Produzenten und Regisseure.

Klar, da müssen wir auch nicht lange diskutieren. Natürlich ist in den Staaten auch das Kostengefälle ggü. deutschen Produktionen deutlich höher. Was ich aber vor allem aufzeigen wollte: Auch der deutsche Markt gibt genug Potential und Umsatz her, um Produktionen anzustoßen, die z.B. über den künstlerischen Grad der 'Rosenheim Cops' hinausgehen. Dazu müsste man aber mal etwas wagen.

Und der zweite Punkt ist sicherlich auch der, dass manche Stories in einem Land wie Amerika besser funktionieren. Breaking Bad wurde ja schon als Beispiel genannt.

Wie gesagt, das leidige adaptieren sollte man eh bleiben lassen. Als hochverwöhnter BreakingBad-Fan brauche ich keinen deutschen Ableger mit ähnlichem Plot. Im Gegenteil, ich würde mir als Zuschauer ziemlich verarscht vorkommen, weil ich stets vergleichend an das amerikanische Vorbild denken müsste. Thematisch ist genug vorhanden, abseits von Krimi, Nazikram, Feelgood, Alpenglühen und Landpomeranzen-Lovestorys.


melden
elten
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Die Zukunft des Fernsehens

29.04.2015 um 01:33
haben einen Schweiger, eine Ferres, eine Tschirner

oh Gott Hife


melden

Die Zukunft des Fernsehens

29.04.2015 um 02:04
Na zumindest hat er den Schweighöfer nicht erwähnt..


melden

Die Zukunft des Fernsehens

29.04.2015 um 08:11
@univerzal

Eine handvoll guter Schauspieler haben wir auch, ja. Bei alleine 9 Mrd. ÖR Budget müssten es imho doch noch ein paar mehr sein.
Außerdem, wenn man mal genauer hinsieht Diane Kruger (gebürtig Diane Heidkrüger) zog mit 16 nach Paris und nahm dort Schauspielunterricht, hatte also nie Kontakt zur deutschen Filmwirtschaft. Was wäre aus ihr geworden, wenn sie ihre erste Rolle im Großstadtrevier bekommen hätte?

Christoph Walz ist ein ganz großer Schauspieler, aber ist es nicht vielleicht die österreichische Seite, der Wiener Schmäh, der ihn so auszeichnet?

Ich gebe Dir aber auch recht, es bedarf nicht unbedingt ganz bekannter Schauspieler, um eine gute Serie zu machen.
Die Besetzung von The Walking Dead finde ich fast durch die Bank weg sehr gut, davon war vorher kaum jemand bekannt. Bei Lost war es ähnlich.


melden
Anzeige
El_Gato
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Die Zukunft des Fernsehens

30.04.2015 um 13:06
Klassisches Fernsehen, wie wir es noch kennen, wird früher oder später obsolet werden und daher ganz einfach aufhören zu existieren.
Es kommt fast nur noch Dreck und von dem Werbegespamme will ich gar nicht erst anfangen. Ich kann beim allerbesten Willen nicht verstehen, warum sich das jemand noch antut.
Im Internet kann ich Werbung ganz einfach blocken und gut ist.
Fernsehen ist einfach nur, sich vor die Glotze setzen und das Hirn auf Empfang schalten.
Und was es da empfängt, ist in den allermeisten Fällen ziemlich fragwürdig. Werbung ist nichts weiter als kapitalistische Propaganda und von den ganzen sog. "Reality-TV" Shows will ich gar nicht erst anfangen.
Nein, in Zeiten des Internets und YouTube machen viele Menschen Content, den es so im Fernsehen niemals zu sehen gäbe. Wie schon gesagt, über kurz oder lang wird Fernsehen, oder besser gesagt die Sender einfach aufhören zu senden. Für immer. Würde ich es vermissen? Nein.


melden
136 Mitglieder anwesend
Konto erstellen
Allmystery Newsletter
Alle zwei Wochen
die beliebtesten
Diskussionen per E-Mail.

Themenverwandt
Anzeigen ausblenden