gerade lese ich einen Artikel der aus einer Studie der KfW zitiert. Alle folgenden Zitate sind aus:
https://www.golem.de/news/dunkelflaute-etwa-zwei-wochen-wenig-wind-und-sonne-pro-jahr-2601-204686.htmlDie Stromerzeugung in Deutschland muss derzeit an rund 15 Tagen im Jahr den Ausfall von Windkraft und Solarenergie kompensieren
Der genau Wert bewegt sich zwischen 12 und 19 Tagen. Die über das Jahr verteilt auftreten. Das Bild von wochenlangen Dunkelflauten am Stück ist also offensichtlich falsch.
Bestimmte Schwellenwerte an der Gesamtstromerzeugung werden seit einigen Jahren an deutlich weniger Tagen unterschritten. So gab es im Jahr 2021 noch mehr als 30 Tage, an denen Windkraft und Solarenergie zusammen weniger als 15 Prozent erreichten. Im Jahr 2025 war das nur noch an 16 Tagen der Fall.
Das macht Sinn. Auch bei Dunkelflaute fällt die Erzeugung nie ganz auf Null. Also wird mit zunehmenden Ausbau der Sockel, der immer noch gedeckt werden kann immer höher.
Zudem liefern andere erneuerbare Quellen wie Wasserkraft oder Biogasanlagen auch an solchen Tagen Strom. Daher fiel der gesamte Anteil der Erneuerbaren im vergangenen Jahr nie unter 18 Prozent.
Okay, also das Bild, das wir einen 100% Backup für die erneuerbaren brauchen ist offensichtlich falsch. Und dieser Sockel, der nie unterschritten wird, wird ja auch weiter nach oben klettern.
Der größte Einsatz fossiler Kraftwerke war demnach am 25. November 2025 erforderlich. An diesem Tag lieferten Kohle- und Gaskraftwerke zusammen 910 Gigawattstunden (GWh) Strom. Dieser Höchstwert sei jedoch geringer als in den Vorjahren ausgefallen. So habe der Wert 2021 noch bei 1.010 GWh gelegen
Dazu passt dann das hier. Der Sockel der durch die erneuerbaren bereitgestellt wird steigt, folgerichtig sinkt die Notwendigkeit eines fossilen Backups.
Die Kompensation der Dunkelflaute durch fossile Energieträger wirkt sich zudem stark auf den Strompreis aus. An Tagen mit wenig Wind und Sonne lag der Börsenstrompreis demnach im Durchschnitt bei 153 Euro pro Megawattstunde (MWh). An einem durchschnittlichen Tag seien es dagegen nur 89 Euro pro MWh gewesen.
Und da haben wir es. Die erneuerbaren wirken deutlich senkend auf den Strompreis.
Danach kommt noch der Hinweis, das Batteriespeicher alleine nicht ausreichend sind das abzudecken und das es ohne Wasserstofffähige Gaskraftwerke nicht gehen wird. So weit so klar.
Wenn man aus solchen Studien eins ziehen kann dann das: Je schneller wir mit dem Netzausbau und dem Ausbau der erneuerbaren voranschreiten umso billiger wird die Energiewende. Wir müssen dann weniger Backup-Kraftwerke bauen und senken den Strompreis durch die erneuerbaren. Das ganze zögern, was wir jetzt von der Regierung sehen, dass man den Ausbau bremsen muss um Kosten zu sparen, das wird das genau Gegenteil erreichen. Nämlich steigende Kosten für alle.