Der Energiewende-Thread
18.02.2026 um 09:30Und dazu kommt ja noch, das man Arbeitsplätze schaffen und Geld verdienen könnte in dem man Produkte herstellt, die für den Klimaschutz gebraucht werden.
Auch im CO2 Steuergeschäft gibt es 50 shades of grey - ich frage mich wenn dem Staat (ho ho ho) der Klimaschutzs sooo wichtig ist, warum werden alle Projekte/Produkte/Dienstleistungen aus dieser Sparte besteuert?alhambra schrieb:können wir es uns leisten keinen Klimaschutz zu machen?
Hier gilt: es ist ein Zusatzgeschäft der weitere wirtschaftliche Basis und Finanzen braucht..die sollen woher kommen wenn man vorher die Wirtschaft kaputt macht?alhambra schrieb:Und dazu kommt ja noch, das man Arbeitsplätze schaffen und Geld verdienen könnte in dem man Produkte herstellt, die für den Klimaschutz gebraucht werden.
In absoluten Zahlen vielleicht... nutzt man aber in so einem Vergleich nicht, weil das 0 Aussagekraft hat.ApexOne schrieb:Lächerlich: bis jetzt ca.500Mrd. in die Energiewende gesteckt, man hat immer noch Stromhöchstpreise..
Alleine die 100 größten Unternehmen haben letztes Jahr einen Gewinn von über 100mrd Euro gemacht. Und da kann man nichts davon in zukünftige Geschäftsfelder investieren?ApexOne schrieb:Hier gilt: es ist ein Zusatzgeschäft der weitere wirtschaftliche Basis und Finanzen braucht..die sollen woher kommen wenn man vorher die Wirtschaft kaputt macht?
Wenig, das ist nix. Das brauchen die um ihre dauernd steigenden Kosten in Deutschland abzudecken...zB die GKV Erhöhung beeinflusst die Personalkostenalhambra schrieb:Alleine die 100 größten Unternehmen haben letztes Jahr einen Gewinn von über 100mrd Euro gemacht.
Was ist der ROI? Siehe oben - mMn muss ein Unternehmen in DE mindestens 8% Kapitalrendite erwirtschaften um das nächste Jahr zu überleben.alhambra schrieb:Und da kann man nichts davon in zukünftige Geschäftsfelder investieren?
Ja das ist so, außer du wolltest erstmal decarbonisieren und die teureren Produkte über Finanzhilfen in günstigere verwandeln, welche man zB als Zukunftskredit mit Rückzahlung 2050 der nächsten Generation aufbürdet.kuno7 schrieb:Bei dir klingt es für mich nach „entweder mehr Klimaschutz und Verteuerung oder weniger Klimaschutz und mehr Wohlstand“.
Aber is das denn wirklich so?
Mhhh das klingt so, als wenn man zB für das Bauen von PV Modulen grünen Strom braucht.Forester schrieb:@alhambra 👍
Und auch Produkte die für die Bewältigung der Folgen benötigt werden die durch den Klimawandel benötigt werden weltweit.
Küstenschutz, Deichbau, Bau von Hochwasser Schutzwänden, mobile und stationäre Kühlräume für schwache Personen die bei Hitzewellen wie die Fliegen sterben, Amphibienfahrzeuge, Entwicklung und Forschung an Hitze-resistenten Pflanzen und Bäumen, Hochleistungswasserpumpen, endlich mal eine bessere Kühltechnik als den uralten Kompressor, industriell massenhaft herstellbar.
Vielleicht auch ein paar Produkte für Länder die gerne etwas für die Energiewende bei sich tun möchten. Sowas soll's ja auch geben...
Also komplett emissionsfreie Technik in allen Bereichen.
Ich denke es gibt da unendlich viele Marktlücken und Forschungsgebiete.
Soweit ich mich erinnern kann waren wir doch male das Land der Dichter und Denker sowie Erfinder.
Lets go!
Und das beste daran: Die hier angesprochenen Produkte braucht man sogar, wenn man nicht an den menschengemachten Klimawandel glaubt und /oder einem der Klimaschutz (warum auch immer) zu teuer
Führende Akteure im europäischen Deichbau (Wasserbau-Spezialisten):Quelle: Google KI
Boskalis (Niederlande): Ein weltweit führender Akteur im Küstenschutz. Boskalis entwirft, konstruiert und wartet harte Küstenschutzanlagen wie Deiche und Dämme sowie weiche Lösungen wie Strandaufspülungen.
Van Oord (Niederlande): Spezialisiert auf Küstenschutz, Landgewinnung und Wasserbauprojekte, einschließlich der Stabilisierung von Küsten durch Wellenbrecher und Buhnen.
Jan De Nul Group (Belgien): Führend in Baggerarbeiten und Wasserbau, oft tätig im Küstenschutz und der Errichtung von Uferschutzanlagen.
DEME Group (Belgien): Ebenfalls ein Hauptakteur im Bereich Wasserbau, der maritime Infrastruktur und Küstenschutzprojekte realisiert.
van den Herik (Niederlande): Spezialisiert auf Baggerarbeiten, Uferschutz und Deichbauprojekte.
Klar:alhambra schrieb:Alleine die 100 größten Unternehmen haben letztes Jahr einen Gewinn von über 100mrd Euro gemacht. Und da kann man nichts davon in zukünftige Geschäftsfelder investieren?

Und der Grund dafür is der Klimaschutz? Das solltes du dann aber mal aufzeigen.abbacbbc schrieb:Rot Stellenabbau oder BASF neues Zentrum in China.
Siemens Healtheneer 250 Mio Zentrum.
Infineon... nö baut nicht. North Volt war ja auch nicht.
Also die Unternehmen werden investieren, aber nicht in Deutschland.
Der Grund ist fehlende Transformationswille gepaart mit fehlenden Zielen.kuno7 schrieb am 18.02.2026:Und der Grund dafür is der Klimaschutz? Das solltes du dann aber mal aufzeigen.
"Künftig können neben der Wärmepumpe, Fernwärme, hybriden Heizungsmodellen und Biomasseheizung weiterhin auch Gas- und Ölheizungen eingebaut werden."Quelle: https://www.gmx.net/magazine/politik/inland/union-spd-kippen-65-prozent-regel-heizungen-41936096
Allerdings müssen Gas- und Ölheizungen mit einem wachsenden Anteil klimafreundlicher Kraftstoffe betrieben werden, der 2029 bei 10 Prozent liegen soll. Das können Biomethan oder synthetische Kraftstoffe sein, die aus unterschiedlichen Ausgangsstoffen hergestellt werden können.
Und der Grund für die Abwanderungen bzw. Nichtinvestitionen, die du oben aufführtest, is jetz dass wir 2029 auf 10% senken oder das wir nich gleich auf Null runter gehen, denn das wäre ja eigentlich offen gezeigtwer "Transformationswille"?abbacbbc schrieb:Und das setzt sich fort
Was machen wir also im Neubau mit 65% Quote EEGs... Wir senken das auf 2029 10%
Wer entwickelt denn hier Wärmepumpen mit hohen Lohnkosten und passender Bürokratie, wenn es doch wieder für 3 Jahre ausreicht die alte Gasheizung rauszuholen ???kuno7 schrieb:Und der Grund für die Abwanderungen bzw. Nichtinvestitionen, die du oben aufführtest, is jetz dass wir 2029 auf 10% senken oder das wir nich gleich auf Null runter gehen, denn das wäre ja eigentlich offen gezeigtwer "Transformationswille"?
Wenn ein Unternehmen neue Wärmepumpen entwickelt, dann doch sicher nich nur für den deutschen Markt. Ob die dann auch in Deutschland gebaut werden, selbst wenn sie hier verkauft werden sollen, is dann ja noch mal ne ganz andere Frage.abbacbbc schrieb:Wer entwickelt denn hier Wärmepumpen mit hohen Lohnkosten und passender Bürokratie, wenn es doch wieder für 3 Jahre ausreicht die alte Gasheizung rauszuholen ???
Is doch das gleiche Ding. Die deutschen Autohersteller produzieren doch größtenteils fürs Ausland. Würden die Chinesen noch genauso VW, Audi, BMW oder Daimler kaufen, wie vor 10 Jahren, dann ginge es denen doch blendend. Is aber nich so.abbacbbc schrieb:Wer soll hier E Only effizent entwickeln, wenn der Verbrenner doch wieder reicht oder nicht... oder doch... oder nicht.... in ungereden Jahren ja in geraden nicht.
Das ist ja der Grund warum wir alle Zukinftsmärkte verpassen. Und dann jammern wir wieder rum, warum die Wirtschaft lahmt. Wie schiessen uns immer mehr ins Abseits und applaudieren der CDU dafür noch....abbacbbc schrieb:Wir rudern in EU und D zurück, um mehr Zeit zu haben, den anderen zuzuschauen.
Es ist wie auf einem riesigen Kreuzfahrtschiff auf hoher See ohne Kompass und ohne Navigation. Keinen klaren Kurs, niemand weiß wohin, keine Visionen, nichts, aber es geht Vollgas vorwärts, bzw zurück.abbacbbc schrieb:Der Grund ist fehlende Transformationswille gepaart mit fehlenden Zielen.
Weder muten wir uns was zu noch haben wir ein "Ziel" wohin wir wollen
Und das setzt sich fort
Das haben "die" geklärt:Forester schrieb:Kann mir irgendjemand erklären wie wir mit der Ölheizung mit synthetischen Brennstoffen unsere Wirtschaft wieder ankurbeln?
Lieferanten werden verpflichtet, anteilig klimafreundliche Gase und klimafreundliches Heizöl in den Verkehr zu bringen, insbesondere Biomethan, Wasserstoff und seine Derivate, synthetisches Methan und Bioöl - diese Quote soll 2028 mit einem Prozent starten.Quelle: s.O.
Biomethan ist ein flexibler, grundlastfähiger Energieträger, der genutzt werden kann, wenn Sonne und Wind temporär ausfallen. Es kann zur Stabilisierung des Stromnetzes, als grüne Prozesswärme in der Industrie, im Wärmemarkt oder als sofort verfügbarer Ersatz für fossiles Erdgas eingesetzt werden – klimafreundlich und speicherbar. Derzeit sind im Jahr 2025 in Deutschland etwa 250 an das Erdgasnetz angeschlossene Biomethananlagen in Betrieb. Dort werden jährlich rund 10 Terawattstunden (TWh) Biomethan produziert. Dies entspricht etwa einem Prozent des gesamten Gasverbrauchs in Deutschland.Quelle: https://www.bdew.de/energie/gas-wasserstoff-biogas/biogas-biomethan/
Für den Import von Wasserstoff aus Übersee oder weiter entfernten Regionen kommen alternative Transportmethoden zum Einsatz:Quelle: Qwen VL 308 KI
Flüssiger Wasserstoff (LH₂): Wasserstoff kann unter extrem niedrigen Temperaturen (ca. -253 °C) flüssig gemacht werden, was die Transportkapazität erhöht. Dieser Weg ist jedoch kostspielig und technisch anspruchsvoll
4.
Wasserstoffträger (z. B. Ammoniak, Methanol): Wasserstoff kann chemisch gebunden in Form von Ammoniak (NH₃), Methanol oder LOHCs (Liquid Organic Hydrogen Carriers) transportiert werden. Diese werden oft per Schiff transportiert, da die bestehende Tanker-Infrastruktur genutzt werden kann
4
8.
Synthetischer Erdgas (SNG): In einigen Fällen kann Wasserstoff in synthetisches Erdgas umgewandelt werden, das dann über bestehende Erdgasleitungen transportiert wird. Dies birgt jedoch Risiken, da es die Repurposing-Pläne für Erdgasleitungen verzögern könnte
.
Die Umwandlung von Wasserstoff in Ammoniak erfolgt über das Haber-Bosch-Verfahren, das unter hohem Druck und bei hoher Temperatur stattfindet. Der Energiebedarf ist erheblich – hier die wichtigsten Zahlen:
Energiebedarf pro Tonne Ammoniak
ca. 27–33 MWh elektrische Energie (je nach Effizienz und Technologie)
Zusätzlich ca. 10–15 GJ thermische Energie (z. B. für die Reaktorheizung)
Inklusive Wasserstoffproduktion (z. B. via Elektrolyse):
Für 1 Tonne Ammoniak werden etwa 180–200 kWh elektrische Energie benötigt, wenn der Wasserstoff aus erneuerbarem Strom stammt .
Nö....Forester schrieb:Der Entwurf der Bundesregierung ist somit vollständig als unrealistisches und nicht umsetzbares Märchen entlarvt innerhalb von 10 Minuten.
Ist eigentlich krass oder? Man will einen Prozess mit 400-600% Wirkungsgrad durch einen mit 50% Wirkungsgrad ersetzen.Forester schrieb:Im übrigen reden wir hier über synthetischen Wasserstoff der aus sehr viel Strom hergestellt werden muss. Den Strom dafür und für synthetisches Methan kann man mindestens mit dem Faktor 4 effizienter direkt über die Wärmepumpe verheizen.
Ubd das ist meine Befürchtung eben im Gegenteil:alhambra schrieb:Wer dem auf den Leim geht wird sich bald verwundert die Augen reiben, wenn seine Gasrechnung sieht.
abbacbbc schrieb:Der Grund ist fehlende Transformationswille gepaart mit fehlenden Zielen.
Weder muten wir uns was zu noch haben wir ein "Ziel" wohin wir wollen