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Der Energiewende-Thread

2.514 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Energie, Klimawandel, CO2 ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der Energiewende-Thread

18.12.2025 um 16:08
@Forester
Dann frage ich mich aber warum die Industrie so gegen das Verbrenner-Aus wettert. Kleinwagen soll es nur noch in Elektro geben, weil Verbrenner zu teuer sind. Bei den Mittelklasse und Oberklassen-Fahrzeugen ist die Kostenparität eigentlich jetzt schon gegeben. Der neue IX3 von BMW hat sogar mehr Reichweite als der gleich motorisierte Verbrenner. (und ist billiger)

Wenn wir also in 2026 offensichtlich den Punkt erreichen an denen Elektroautos überlegen sind, was ist dann bitte das Problem mit 2035?


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18.12.2025 um 16:23
@alhambra
Deine Frage ist berechtigt. Ich habe die Vermutung, dass es die Plugin Hybride und im Sportwagen Bereich (AMG,Porsche etc) vielleicht Einzelfälle gibt, wo sich noch gutes Geld verdienen lässt und vielleicht würde jeder Hersteller im höher preisigen Bereich gerne die längst abgeschriebene Technik weiter verkaufen,.nebenher.

Ansonsten ist das aus meiner Sicht alles irgendwie ein Kasperletheater und/oder eben Unfähigkeit sich klar zu positionieren und einmal getroffene Entscheidungen auch durchzuziehen, auch gegen gewisse vereinzelte Wiederstände (VDA).

Wenn man sich die Welt anschaut, gibt es kaum noch Länder wo es nicht eine klare Tendenz gibt.

Auch das immer wiederkehrende Argument mit der """ Infrastruktur""" kann man beruhigt in den Bereich der Gschichtn aus'm Paulaner Gartn ansiedeln.


Screenshot 2025-12-18-16-12-55-217 com.a


Screenshot 2025-12-18-16-13-25-471 com.a

Quelle:

https://www.heise.de/news/Ladeinfrastruktur-2025-Geringeres-Wachstum-und-mehr-Leistung-an-Schnellladern-11116482.html#google_vignette

Auch wenn es vereinzelt noch Gegenden gibt, wo die Dichte der Ladepunkte etwas geringer ist, ist das Thema Aufbau Ladeinfrastruktur voll im Plan und faktisch kein Problem mehr, zumal die Bilder nur die öffentlichen Ladepunkte zeigen.

Private Ladeinfrastruktur ist noch viel viel besser.


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07.01.2026 um 23:21
Frohes neues Jahr 🥂🎉 und ich melde mich leider direkt mit sehr sehr schlechten News zum neuen Jahr.

Deutschland verfehlt massiv die Klimaziele und das -oh Wunder - im Bereich Gebäude und Verkehr.

Unterm Strich dürfte das im doppelten Sinne sehr sehr teuer werden.
Deutschland drohen offenbar bis zu 34 Milliarden Euro Klimastrafen
Die CO₂-Emissionen sind in Deutschland 2025 laut einer Studie nur um 1,5 Prozent gesunken – halb so viel wie 2024. Für die Bundesregierung könnte das teuer werden.
und weiter......
Im Verkehr erhöhten sich die Emissionen um 1,4 Prozent auf 145 Millionen Tonnen, weil mehr Benzin und Diesel abgesetzt wurde. Es ist bereits das fünfte Mal in Folge, dass der Sektor zu viel ausstößt. Der Anteil von E-Autos an Neuzulassungen stieg zwar auf knapp 20 Prozent (545.000 Fahrzeuge), doch das Tempo reicht nicht. Beide Bereiche zusammen stießen somit im vergangenen Jahr 42 Millionen Tonnen CO₂ zu viel aus.
Quelle:
https://www.spiegel.de/wissenschaft/klima-politik-deutschland-drohen-34-milliarden-euro-strafen-a-87aa3d67-0c90-49ee-a4a5-51501a11ec96

Ich vermute und befürchte, dass wir als Lösung versuchen werden die sehr hohen Strafen durch Gesetzesänderungen und Verschiebungen abzumildern. (Brief an die EU)

Begründung:

Die Wirtschaft hat Vorrang.

Diese Begründung ist aber in sich komplett falsch und irreführend, da die Wirtschaft darauf angewiesen ist, dass es nicht zu einer weiteren Klimakatastrophe kommt und die Volkswirtschaft sogar noch mehr

Da ja einigen die schwarze Regierung nicht rechts genug zu sein scheint und man eher noch mehr rechts wählen möchte, verschlimmert man das Problem zusätzlich und erbringt der Energiewende somit einen Bärendienst.


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Der Energiewende-Thread

08.01.2026 um 07:35
Guten Morgen zusammen,
dann auch mal von mir ein frohes neues Jahr.

Für die Deutsche Energiewende in der Gesamtheit sehe ich leider ebenso schwarz. Es geht einfach viel zu langsam und wird aufgrund diverser Regularien und Verzögerungen (man möchte den politisch Verantwortlichen in Berlin schon Vorsatz vorwerfen) auch nicht schneller gehen.

Aber wir können ja zum neuen Jahr auch mal auf ein paar positive Ergebnisse schauen:
Denn der internationale Trend geht deutlich in die andere Richtung:
Die immer wieder zitierten CO2-Ausstöße der chinesischen Kohlekraftwerke sind seit März 2024 auch in absoluten Zahlen rückläufig (trotz immer noch steigendem Energiehunger). Es scheint als hätten wir dort den Peak überschritten oder sind gerade dabei (was ja auch für die zweite Hälfte der 20er Jahre prophezeit war).
Weltweit wurden weiterhin massiv PV-Anlagen errichtet. Aktuell erleben wir außerdem eine weitere Welle, in deren Rahmen massiv Stromspeicher errichtet werden. Die Gewinnung von Strom aus fossilen Energieträgern wird aus wirtschaftlicher Sicht dagegen mittelfristig keine Chance mehr haben.


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Der Energiewende-Thread

08.01.2026 um 07:51
Zitat von BettmanBettman schrieb:Für die Deutsche Energiewende in der Gesamtheit sehe ich leider ebenso schwarz. Es geht einfach viel zu langsam und wird aufgrund diverser Regularien und Verzögerungen (man möchte den politisch Verantwortlichen in Berlin schon Vorsatz vorwerfen) auch nicht schneller gehen.
Also ich sehe da nicht ganz so schwarz. Letztes Jahr sind 4,6GW Windkraftanlagen dazugekommen. Das sind aber aufgrund der hohen Projektlaufzeiten die, die 2022 genehmigt wurden. Habeck hat dann die Bremsen aus den Genehmigungsprozessen ausgebaut. Deswegen wurden 2023 7,7GW, 2024 14GW und (weil die aktuelle Regierung die Bremsen nicht nicht wieder eingebaut hat) ich glaube 2025 sogar noch deutlich mehr. (finde die Zahl gerade nicht wieder)

Auch die aktuelle Regierung kann also nicht verhindern, das die nächsten drei Jahre ein Ausbaurekord nach dem nächsten kommt. Oder sie macht den Trump und zieht Genehmigungen zurück, was ich mir aber auch nicht vorstellen kann.
Zitat von BettmanBettman schrieb:Es scheint als hätten wir dort den Peak überschritten oder sind gerade dabei
Gibt für China noch keine finalen Zahlen für 2025, aber sieht so aus als läge der Co2 Ausstoß mehr oder weniger exakt auf dem Wert von 2024. Vielleicht 100 Mt drüber oder drunter. Also ja, die Chinesen gehen gerade durch den Peak.

Und sie sprengen immer neue Rekorde. So haben sie vor ein paar Tagen eine Offshore PV Anlage mit 1GW in Betrieb genommen. 2,3 Mio Module auf 3000 schwimmenden Plattformen im Meer.
Zitat von BettmanBettman schrieb:Aktuell erleben wir außerdem eine weitere Welle, in deren Rahmen massiv Stromspeicher errichtet werden.
Das ist eigentlich gerade das ganz große Problem unserer Energiewende. Die Investoren stehen Schlange, mittlerweile sind 500GW an Batteriespeichern angefragt. Aber die Netzbetreiber kommen einfach nicht ausm Quark.

Da müsste die Politik mal ansetzen und die Verfahren beschleunigen, das geht einfach viel zu langsam. Da habe ich bei der aktuellen Frau Minister aber wenig Hoffnung.


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08.01.2026 um 11:25
Zitat von BettmanBettman schrieb:Die immer wieder zitierten CO2-Ausstöße der chinesischen Kohlekraftwerke sind seit März 2024 auch in absoluten Zahlen rückläufig (trotz immer noch steigendem Energiehunger).
Das kann ja gar nich sein, denn jeder weiß ja, dass die Chinesen jeden Tag ein neues Kohlekraftwerk bauen und somit deren CO2 Ausstoß ständig steigt und nich sinkt!!! [/ironie]

mfg
kuno


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09.01.2026 um 14:36
Was passiert wenn Trump seinen Venezuela Plan umsetzt und die Welt mit günstigem Erdöl flutet ???

Dann wird selbst bei Preisparität kein Fortschritt durch sich verteuerndes Öl ausbrechen


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Der Energiewende-Thread

09.01.2026 um 15:19
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:Was passiert wenn Trump seinen Venezuela Plan umsetzt und die Welt mit günstigem Erdöl flutet ???
nach besten Wissen:

Wir sind jetzt bei nem Ölpreis von um die 60$. Dafür lohnt es sich schon nicht mehr neue Bohrlöcher zu setzen. Dazu müsste man nen Preis von um die 70$ haben. Auf der anderen Seite gibt es Schätzungen das ab unter 55$ einige Bohrlöcher nicht mehr rentabel sind. Die werden dann stillgelegt werden müssen.

D.h. am Preis wird sich nicht viel bewegen. Was Trump zusätzlich auf den Markt schmeißt, das verdrängt andere Bohrungen. Und wenn eine Bohrung einmal für mehrere Monate außer Betrieb war, dann kann man die nicht mehr ohne weiteres in Betrieb nehmen. Die ist dann also mit großer Wahrscheinlichkeit für immer raus.


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09.01.2026 um 15:30
@abbacbbc
Ich sehe diesen Punkt eigentlich als sehr starkes Argument pro Energiewende und pro Ausbau erneuerbarer.

Selbst wenn der Preis für Rohöl deutlich fällt ist das immer nur eine Momentaufnahme und kann sich jederzeit ändern.

Außerdem ist es sehr unklug sich abhängig vom Import zu machen.

1. Können die Preise jederzeit explosionsartig steigen.

2. Kann es jederzeit zu Lieferproblemen kommen.

3. Ist es moralisch und volkswirtschaftlich unklug bzw schlecht, sich in die Abhängigkeit andere Staaten zu begeben. Selbst wenn der Erdöl Lieferant eine stabile Demokratie hat, gute Bezahlung seiner Menschen garantiert, niemand ausbeutet, keine anderen Länder angreift oder ähnliches - es kann sich jederzeit auch ändern und durch Wahlen, Putsch etc. komplett ins Gegenteil umschlagen.

Gerade aktuell hört man in gefühlt jedem zweiten Satz das Wort """ resilient " " ".

Einen Großteil seiner Energie zu importieren in Form von Gas, Kohle und Erdöl ist der beste Weg NICHT resilient zu sein.

Von daher sollte man sich auch nicht über eventuell sehr preisgünstiges ÖL oder sonst was freuen.

Außerdem ist die Entscheidung sich von fossilen zu verabschieden schon längst gefallen, weltweit.

Von daher gibt es aus meiner Sicht kein zurück mehr, auch nicht bei einem extrem niedrigen Ölpreis.

Um Gegenteil beschleicht mich grundsätzlich bei günstigen Erdöl Preisen immer der Verdacht das da Taktik dahinter steckt, um die Stimmung anti Fossil über den Preis zu drehen.

Und ja, selbst der überzeugteste Fan der erneuerbaren Energien kommt bei Spritpreisen unter 1,50 der Liter oder Heizöl Preisen unter 90 Cent der Liter ins Grübeln, rein preislich.

Macht aber aus meiner bescheidenen Sicht einfach kein Sinn, da jede und jeder sonst auch Geld für das bessere ausgibt. Sonst würden ja alle nur den billigsten Dacia fahren und nie im Restaurant essen gehen sowie alle nur das billigste Handy unter hundert Euro kaufen und ausschließlich Urlaub auf Balkonien machen.

Jeder weiß, dass dies nicht der Fall ist und im Gegenteil sehr sehr viel Geld für alles mögliche ausgegeben wird.


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09.01.2026 um 16:04
Zitat von ForesterForester schrieb:Um Gegenteil beschleicht mich grundsätzlich bei günstigen Erdöl Preisen immer der Verdacht das da Taktik dahinter steckt, um die Stimmung anti Fossil über den Preis zu drehen.

Und ja, selbst der überzeugteste Fan der erneuerbaren Energien kommt bei Spritpreisen unter 1,50 der Liter oder Heizöl Preisen unter 90 Cent der Liter ins Grübeln, rein preislich
Du meinst so Taktik wie "Wieso nehmen wir nicht 50ü Dollar je Barrel, warten 1 Jahr, Weltwirtschaft liegt brach und wir verkaufen nichts mehr ??"

Ja wieso machen "die das nicht einfach" ??


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Der Energiewende-Thread

10.01.2026 um 08:44
Zitat von alhambraalhambra schrieb:So haben sie vor ein paar Tagen eine Offshore PV Anlage mit 1GW in Betrieb genommen. 2,3 Mio Module auf 3000 schwimmenden Plattformen im Meer.
Ich weiß immer nicht so richtig was ich von Offshore PV-Anlagen halten soll.
Salzwasser ist sehr korrosiv, das Meer immer in Bewegung und die Anlage für Bau, Wartung und Instandhaltung schwer erreichbar.
Und im Gegensatz zur Windkraft (die ja Offshore zusätzlich ertragsmäßig mehr Sinn macht als Onshore) gibt es halt an Land noch viele freie Flächen zur Installation von PV-Anlagen. Und da rede ich nicht von landwirtschaftlich genutzten Flächen, sondern von Randstreifen von Autobahnen und Schnellstraßen oder von Flächen mit schlechten und wenig Ertrag versprechenden Böden. Oder einfach auch von ungenutzten Dächern. Auch wenn es da sehr schwer ist auf Menge zu kommen.


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10.01.2026 um 09:30
@Bettman
Ich gebe dir grundsätzlich recht. Off shore PV hat halt in warmen Gegenden mehr Ertrag,.weil das Wasser kühlt und zusätzlich gut reflektiert.

Die Korrosion durch Salzwasser dürfte allerdings problematisch sein.

Was du sagst stimmt aber auch in Deutschland und Europa. So ein Solarpark auf der.grunen Wiese und nebenan tausende Quadratmeter unverschattete Dächer tun mir hin und wieder weh, wenn ich das sehe.

Beispiel bei mir um die Ecke:

Hinter einem von hunderten neuen Trafos, die ja wie Pilze aus dem Boden schießen,.ein kleiner Solarpark, höchstens 20 KWp.

Morgens früh im Winter voll im Schatten.

Nebenan viele große Industrie Dächer, ohne PV und komplett ohne Schatten.

Kann aber manchmal auch ein Statik Problem sein.


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10.01.2026 um 09:47
Zitat von BettmanBettman schrieb:(die ja Offshore zusätzlich ertragsmäßig mehr Sinn macht als Onshore)
Also Salzwasserkorrosion ist natürlich ein Thema. Mal sehen was die Chinesen da jetzt für Erfahrungen machen.

Der Clou beim Ertrag ist aber, das sich das mit den Windparks ergänzt. In der Regel ist es so, dass die PV dann am meisten produziert, wenn Wind am wenigsten produziert. So gleichen sie Schwankungen aus und können die Stromleitungen besser ausnutzen.


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10.01.2026 um 10:22
Zitat von ForesterForester schrieb:Kann aber manchmal auch ein Statik Problem sein.
Bei Trafostationen könnte ich mir durchaus auch ein regulatorisches, also vom Gesetzgeber verursachtes, Problem sein.

Wir hatten das Thema vor einigen Jahren (müsste so kurz vor Corona gewesen sein) bei Gasdruckregelstationen. Da dort kontinuierlich Gas entspannt wird, müssen die Stationen ganzjährig geheizt werden. Also kommt überall eine kleine Therme rein und die hält die Armaturen in der Station frostfrei.
Die Idee war auf und um die Stationen ein wenig Solarthermie (< 20 Module) zu packen und dank der solarthermischen Wärme weniger Gasverbrauch zu haben. Die Wärme von bis zu 20 Modulen hätten wir in allen Stationen das ganze Jahr komplett wegbekommen. Die Amortisationszeit für die Installation der Module lag zwischen 8 und 12 Jahren (vor allem wegen der niedrigen Gaspreise die Netzbetreiber haben).
Für den Netzbetreiber, der ja nur eine Konzession für den Betrieb des Netzes hat und aller 4 (ich bin mir nicht sicher ob es 4 oder 5 Jahre sind) Jahre die NNEs berechnet, ist das leider nicht darstellbar. Da ist jede Investition die eine längere Investitionszeit hat verbranntest Geld. Also wird schön weiter Gas verbrannt und den Kunden auf die Netznutzungsentgelte gepackt.


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Der Energiewende-Thread

10.01.2026 um 11:59
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Der Clou beim Ertrag ist aber, das sich das mit den Windparks ergänzt.
Leider auch nur tagsüber. Also ich freue mich natürlich wenn sich Investor*innen finden um Offshore PV-Anlagen zu errichten und das Ganze irgendwie aufgeht. Und es ist natürlich auch praktisch wenn man auf der gleichen Fläche mit beiden Techniken Energie "ernten" kann.
Ich checke nur nicht warum und wie es aufgeht (also rein wirtschaftlich) :D

Offshore PV-Parks hören sich für mich immer ein bisschen nach einer Fantasie an, die von Leuten mit viel Visionen und ohne Praxisbezug ausgedacht werden. Also die eher ihr Geld damit verdienen bunte Bilder und viele Grafiken von ihren Ideen zu präsentieren und dann wie die Heuschrecken weiter ziehen wenn es floppt oder eine tiefergehende Betrachtung zeigt dass es Unsinn ist.
Also fällt quasi in eine Kategorie mit Wasserstoff statt Erdgas in den Gasnetzen, dezentrale Mini-Kernkraftwerke und wirtschaftliche Wiederaufbereitung von Kernbrennstäben.
Oder halt Flugtaxis.
Alles technische realisierbar, aber einen sozial verträglichen Preis kann ich mir da nicht vorstellen.


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10.01.2026 um 13:42
Der akkudoktor hat vor kurzem ein Video veröffentlicht, welches mit einigen Stammtischparolen zum Thema Energiewende aufräumt bzw. Ihnen den Wind aus den Segeln nimmt. Vor allem einige Infos zum Thema Europäisches Stromnetz waren mir in der Form auch noch nicht bekannt.

Falls jemand reinschauen möchte:

Youtube: Was unser Stromnetz wirklich stabil macht – erklärt von Tim Meyer
Was unser Stromnetz wirklich stabil macht – erklärt von Tim Meyer
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10.01.2026 um 17:23
Zitat von ForesterForester schrieb:@abbacbbc
Ich sehe diesen Punkt eigentlich als sehr starkes Argument pro Energiewende und pro Ausbau erneuerbarer.

Selbst wenn der Preis für Rohöl deutlich fällt ist das immer nur eine Momentaufnahme und kann sich jederzeit ändern.

Außerdem ist es sehr unklug sich abhängig vom Import zu machen.

1. Können die Preise jederzeit explosionsartig steigen.

2. Kann es jederzeit zu Lieferproblemen kommen.

3. Ist es moralisch und volkswirtschaftlich unklug bzw schlecht, sich in die Abhängigkeit andere Staaten zu begeben. Selbst wenn der Erdöl Lieferant eine stabile Demokratie hat, gute Bezahlung seiner Menschen garantiert, niemand ausbeutet, keine anderen Länder angreift oder ähnliches - es kann sich jederzeit auch ändern und durch Wahlen, Putsch etc. komplett ins Gegenteil umschlagen.
Und hierzu nochmal:

Beim Pferdefuhrwerk bin ich dabei.... 1-3 ist da komplett abgedeckt.

Beim E Auto, wie es aktuell gebaut wird. Kannst du mir da mal 1-3 erklären, wenn wir China nicht als nicht vertrauenswürdig einschätzen.

Wie sieht die Recylingquote von LI Akkus aus und deren Preis ??

Ich will das nicht verteufeln, aber wenn wir 1-3 hoch ansetzen sind wir imho bei Braunkohle und Uran im schnellen Brüter. Aktuell....

Meintest du das mit "im eigenen Land", denn PV Module bauen wir kaum noch.

Ich weiß doof:

Was mir fehlt: Die Vision am Ende, welche solche tollen Eigenschaften erfüllt.

Beim E Auto .... tippe ich dass wir bei richtigem Recyling, wieder so teure Autos bauen, dass eben Individualmobilität den Bach runter geht.

Ist ja nicht schlimm: aber man sollte es vorher sagen bevor jemand das verwechselt


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Der Energiewende-Thread

10.01.2026 um 17:57
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:Meintest du das mit "im eigenen Land", denn PV Module bauen wir kaum noch.
Stimmt, aber die Module die bereits installiert sind, bleiben auch installiert. Also schlimmstenfalls könnte man nicht weiter ausbauen. Das ist eine wesentlich schwächere Erpressung als "ab morgen gibts kein Öl mehr", oder "ab morgen gibts keine seltenen Erden mehr"
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:Wie sieht die Recylingquote von LI Akkus aus und deren Preis ??
Li Akkus lassen sich zu >95% recyceln und das passiert auch. Gibt mehrere Anlagen dafür in Deutschland. Preis weiß ich nicht, dürfte aber kaum schlimmer sein als Lithium und andere Materialen zu fördern. Zumindest gibt es hier die Perspektive zu recyceln. Was beim Sprit ja leider nicht ist.

Theoretisch: wenn alle Autos elektrisch sind, sind wir auch beim Material nicht mehr erpressbar, weil es dann eine Kreislaufwirtschaft gibt. Zugegeben: so perfekt wird die Welt natürlich nie werden. Das Erpressungspotential reduziert sich trotzdem mit jedem Akku der im Land ist, sofern wir irgendwann lernen die Akkus auch selber zu bauen.
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:Beim E Auto .... tippe ich dass wir bei richtigem Recyling, wieder so teure Autos bauen, dass eben Individualmobilität den Bach runter geht.
Wie gesagt, keine Ahnung was Recycling kostet. Da die Förderung von Lithium aufwendig ist, kann rescycling eigentlich nicht viel teurer sein.


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10.01.2026 um 18:42
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:Beim E Auto, wie es aktuell gebaut wird. Kannst du mir da mal 1-3 erklären, wenn wir China nicht als nicht vertrauenswürdig einschätzen.
Du hast natürlich recht, dass die E Auto Herstellung auf vielen zu gelieferten Teilen basiert und wir da (leider) auch von Importen abhängig sind.

Insbesondere (leider) auch bei den Akkus und vielen elektronischen Bauteilen wie zum Beispiel auch Chips und seltene Erden. Da hätten wir viel früher selbst aktiv sein müssen.

Jetzt meine Erklärung warum meine Argumentation oben trotzdem richtig ist und somit das E Auto politisch, volkswirtschaftlich und moralisch weit überlegen ist, bzw die Energiewende weiter beschleunigt werden sollte:

1. Für die PKW Produktion sind wir leider grundsätzlich auf Importe angewiesen. Auch für Verbrenner. Was beim E Auto der Akku ist, wäre bei. Verbrenner zum Beispiel der Kat. Ist also kein wirkliches Argument.

2. Alle Elektroautos die produziert sind, bleiben auch bei uns und können nicht von heute auf morgen still gelegt werden, wenn wir dank der Energiewende unseren eigenen Strom - und ganze wichtig - dezentral - produzieren.

Beim Sprit kann der Import jederzeit gestoppt werden und dann stehen alle Autos (Verbrenner)

3. Dieser Punkt geht an @alhambra .
Die verbauten Rohstoffe werden fast hundert prozentig recycelt. Somit sinkt die Abhängigkeit vom Import in dem Bereich kontinuierlich.

Punkt 3. ist somit neutral. Also kein Vorteil, oder Nachteil Weder pro noch kontra Energiewende.

Mir ist aber schon klar, dass es einige Theorien gibt, die behaupten, dass wir uns mit den erneuerbaren Energien und der Verkehrswende etc komplett von China abhängig machen.

Diese Argumentation ist aber nachweislich falsch und muss vehement korrigiert werden.

Nur weil im Akku Lithium ist und um Elektromotor Neodym etc. ist das zwar nicht im Inland hergestellt, aber eben auch in allen möglichen Geräten verbaut. Vom Katalysator über SmartWatch bis Handy und auch in Fensterheber Motor eines jeden Verbrenners stecken überall diese Rohstoffe drin.

Das ist somit ganz klar falsch gedacht wenn man deshalb die Energie Wende bremsen will.

Das gleiche sehe ich bei Windkraft Anlagen.

Ja, da werden Bäume gefällt (und danach wieder aufgeforstet) Aber wenn wir Kohle verfeuern und mit Gas heizen sowie mit Erdöl fahren wird es nachweislich immer wärmer. So warm, dass irgendwann gar keine Bäume mehr wachsen.

Im übrigen wird bei der Aufforstung nach dem Bau eines Wind-Parks immer auch darauf geachtet möglichst resiliente Baumsorten zu pflanzen, die nicht bei der nächsten Trockenperiode sterben.

Von daher kann ich auch da keine Nachteil erkennen.


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