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Der Energiewende-Thread

3.045 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Energie, Klimawandel, CO2 ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der Energiewende-Thread

18.03.2026 um 17:03
Ist das so ???

Im Moment 3,9 x 2,059 letztes Tanken = 8 Eur auf 100km

Ist das teuer???

Mit dem Bus zahle ich 4,10 Eur auf 12 km ohne größerem Abo

Doof ist es trotzdem, aber wirklich teuer ??


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Der Energiewende-Thread

18.03.2026 um 17:12
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:Mit dem Bus zahle ich 4,10 Eur auf 12 km ohne größerem Abo
Wie viel fährst du so im Jahr? Hast du das mal mit Steuern, Versicherung und Wartung/Verschleiß gegen den Bus gerechnet? Ernst gemeinte Frage. Kann ja sein, dass du trotzdem günstiger fährst in deiner jetzigen Konstellation.


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Der Energiewende-Thread

18.03.2026 um 17:16
Zitat von CharlyPewPewCharlyPewPew schrieb:Ich bin schon durch mit rechnen. Ich fahre bedeutend günstiger. Auch wenn es sich nicht so anfühlt, weil mein fixer Stromabschlag einfach höher ist und meine Spritkosten vorher variabel und sichtbar zweckgebunden waren :D
Was mich halt wundert ist das die Leute zwar meckern, aber dann trotzdem zahlen. Das Thema "Wechsel zu Elektro" taucht so gut wie nirgends in den Medien auf.

Und gerade bei denen die Benziner fahren sollte das doch funktionieren. Die Dinger haben ja nun mal nen ordentlichen verbrauch. Auch wenn sicher gleich einer kommt und erzählt das er mit nem Schnapsglas Benzin nach Sizilien in Urlaub fährt.


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Der Energiewende-Thread

18.03.2026 um 17:20
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:Ist das so ???
In meiner Wahrnehmung schon, denn ich hab in den letzten 2Wochen von vielen ein Stöhnen gehört, wie teuer doch der Sprit geworden sei, aber noch nie, dass dieser so günstig sei, außer eben von dir. Kann zwar auch einfach daran liegen, dass ich halt mit den falschen Leuten rede, aber irgendwie zweifle ich daran. :)
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:Ist das teuer???
Zumindest teurer als noch vor 2Wochen.
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:Mit dem Bus zahle ich 4,10 Eur auf 12 km ohne größerem Abo
Ich zahle ca. 0,02€/km mit nem Deutschlandticket. Is halt individuell sehr verschieden.

mfg
kuno


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Der Energiewende-Thread

18.03.2026 um 17:43
Zitat von CharlyPewPewCharlyPewPew schrieb:Wie viel fährst du so im Jahr? Hast du das mal mit Steuern, Versicherung und Wartung/Verschleiß gegen den Bus gerechnet? Ernst gemeinte Frage. Kann ja sein, dass du trotzdem günstiger fährst in deiner jetzigen Konstellation
25tkm....Versicherung 290 Eur pro Jahr, Steuer ca250 Investition die letzten 3 Jahre bummeln 1000 Eur pro Jahr Wartung und Service

Den Bus kannst du nicht rechnen... Der fährt 12km in die nächste Stadt für 4,10.

Mein Arbeitsweg sind 45km in 38 min oder Busfahrt 2:30 hin und 13:00h zurück weil ich beim Rückweg strande.


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Der Energiewende-Thread

18.03.2026 um 17:46
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Was mich halt wundert ist das die Leute zwar meckern, aber dann trotzdem zahlen. Das Thema "Wechsel zu Elektro" taucht so gut wie nirgends in den Medien auf.
Das ist eben der Punkt:
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:In meiner Wahrnehmung schon, denn ich hab in den letzten 2Wochen von vielen ein Stöhnen gehört, wie teuer doch der Sprit geworden sei
Er ist teurer geworden und du hörst das !!

Das der Spritpreis zu teuer geworden ist, siehst du das auch ??

Wir hatten gestern eine Gemeindeveranstaltung. Die Gemeinde erstreckt sich für 70% der Teilnehmer auf 2000m

Fahrräder 0
Autos 10/10 Teilnehmern

--》" Sprit ist teuer geworden" fiel auch, aber da jeder mit dem Auto kam:

Sprit ist nicht zu teuer


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Der Energiewende-Thread

18.03.2026 um 17:57
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Und gerade bei denen die Benziner fahren sollte das doch funktionieren.
Aus meinem Umfeld kann ich dir sagen, dass viele ihre Kisten fahren bis sie auseinander fallen, weil das Geld auch oft nicht so locker sitzt. Bei einigen die sich neue/gebrauchte kaufen ist es immerhin schon ein Hybrid geworden. E Autos haben aber halt gegen die ganze Angstmacherei zu kämpfen.
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:Den Bus kannst du nicht rechnen... Der fährt 12km in die nächste Stadt für 4,10.

Mein Arbeitsweg sind 45km in 38 min oder Busfahrt 2:30 hin und 13:00h zurück weil ich beim Rückweg strande.
Ah ein Leidensgenosse :D
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:25tkm....Versicherung 290 Eur pro Jahr, Steuer ca250 Investition die letzten 3 Jahre bummeln 1000 Eur pro Jahr Wartung und Service
25t km im Jahr ist ne Hausnummer. Wenn man nicht zu Haus laden kann und man mit nem Kleinwagen auf der Distanz klar kommt (gehe ich bei 3,9L Verbrauch mal von aus), kann ich verstehen, dass der Vorteil vom E zumindest finanziell eher marginal ist.

Du hattest ja mal geschrieben, dass deine Schmerzgrenze bei 10€/100km liegt. Also knapp über 2,50€/L

Würdest du dann auch konsequent auf E wechseln wenn der Kraftstoff absehbar nicht günstiger als das wird?


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Der Energiewende-Thread

18.03.2026 um 18:59
Zitat von CharlyPewPewCharlyPewPew schrieb:Würdest du dann auch konsequent auf E wechseln wenn der Kraftstoff absehbar nicht günstiger wird?
Ich würde wieder ins "Optionen prüfen gehen" und rechnen und vergleichen...

Aktuell wären eine Säule 1000m von der Arbeit entfernt mit 55ct/ kWh dabei.

Je nach Spritpreis könnte ich reine Spritkosten damit 14-17 kwh/100km "finanzieren" und würde meine Ablauf ändern: morgens zum Tanken fahren... zur Arbeit gehen... nach 1-2 h zurückkommen und Auto zur Arbeit.

Aber klopf klopf.... Was braucht ein e Kleinwagen... 12kwh ?? Also reden wir von 1-2,5Eur/100km Ersparnis...

Bei 25tkm 250 bis 625Eur pro Jahr Ersparnis Steuer oben drauf könnte man an 1000 Eur kratzen.


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Der Energiewende-Thread

18.03.2026 um 20:23
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:Bei 25tkm 250 bis 625Eur pro Jahr Ersparnis Steuer oben drauf könnte man an 1000 Eur kratzen.
Danke für die Ausführungen. Darf ich noch fragen, was für ein Auto du fährst?


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Der Energiewende-Thread

18.03.2026 um 20:28
Fiat Punto 1.3 jtd.... 75 kleine PS bei 1.3l Hubraum.

Klima, E Fenster , 5 Türen und Radio... mehr brauche ich nicht. Für Navi klebe ich mein Handy in die Halterung.


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Der Energiewende-Thread

19.03.2026 um 00:45
Wäre es nicht besser, wenn man die Energiepolitik zur Ländersache erklären würde, also ob jedes Bundesland selbst entscheiden darf, ob man Kernkraftwerke erlaubt oder Solarstrom fördert?


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Der Energiewende-Thread

19.03.2026 um 07:38
@Marfrank
Kann man machen, dann müsste man aber auch jedes Bundesland zu einer eigenen Strompreiszone machen, damit auch jeder die die Konsequenzen seiner Entscheidungen selber tragen kann. Drüber hinaus sollte es dann auch keine Fördermittel vom Bund mehr geben und der Atommüll wird dann auch im eigenen Bundesland entsorgt. Dann kann von mir aus Ministerfressident Söder seine AKW bauen.


Apropos was sagen denn eigentlich die Energieversorger zu AKW? Das sind doch Leut die sich auskennen?
Das Wichtigste in Kürze
Atomstrom ist die teuerste Form der Stromerzeugung mit bis zu 49 Cent pro kWh.
Die Entsorgung radioaktiver Abfälle kostet bis 2100 voraussichtlich rund 170 Milliarden Euro.
Ein Neustart alter Atomkraftwerke ist technisch kaum möglich und wirtschaftlich nicht sinnvoll.
Neubauten sind teuer, dauern lange und behindern den Ausbau erneuerbarer Energien.
Quelle: https://www.enbw.com/unternehmen/themen/klimaschutz/kernkraft-kosten.html
Auch Small Modular Reactors (SMRs), kleinere und modular konzipierte Kernkraftwerke, sind immer wieder Teil der Diskussion. Doch ist die Technologie weder neu noch (energie)­wirtschaftlich derzeit attraktiv. Denn: Trotz jahrzehntelanger Forschung befinden sich die SMRs weiterhin im Entwicklungs­stadium. Weltweit sind nur wenige Reaktoren im Betrieb. Ihre Bauzeiten sind lang – wie bei größeren Kern­kraftwerken auch –, Verzögerungen und Kosten­steigerungen inklusive. Studien zeigen, dass die Strom­gestehungskosten für SMRs voraussichtlich zwischen 213 und 581 US-Dollar pro Megawattstunde betragen könnten. Damit scheiden die Reaktoren nach heutigem Stand als rentable Alternative aus.
Quelle: s.o.

Wie sieht denn RWE das?
Mit Blick auf die kritische Entwicklung in Großbritannien, Frankreich und anderen Ländern, wo Kraftwerke kurz vor Fertigstellung seien, rede man, so Guhl, von Gestehungskosten bei neuen Kernkraftwerken von 15 Cent/kWh bis 30 Cent/kWh. „Damit würde dieser Strom sich am hintersten Ende der Merit Order einreihen müssen.“ Guhl weiter: „Ein neues Kernkraftwerk in Deutschland zu bauen, wäre also zeitlich eine Herausforderung, und es ist wirtschaftlich auf jeden Fall eine Herausforderung.“
Quelle: https://www.vdi-nachrichten.com/technik/energie/rwe-chef-krebber-investitionen-in-kernkraftwerke-sind-harakiri/

Was bedeutet der Hinweis auf Merit Order? Das Prinzip bedeutet nicht nur, dass das teurerste Kraftwerk den Strompreis bestimmt, es bedeutet auch das es nur dann zum Zuge kommt, wenn billigere Kraftwerke nicht genug liefern können.

RWE hat also Angst das sie Strom aus neuen AKW dann entweder gar nicht verkaufen können, weil er zu teuer ist. Oder ihn mit massiven Verlust verkaufen müssen um ihn irgendwie loszuwerden.


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Der Energiewende-Thread

19.03.2026 um 07:52
Zitat von alhambraalhambra schrieb:RWE hat also Angst das sie Strom aus neuen AKW dann entweder gar nicht verkaufen können, weil er zu teuer ist. Oder ihn mit massiven Verlust verkaufen müssen um ihn irgendwie loszuwerden.
Aber eben auch nur weil deine Freunde unbedingt um jeden Preis die bestehenden, funktionstüchtigen Kraftwerke stilllegen mussten.
Hat ja nur vorher geheißen das Atomstrom sauber ist.

Wie komme ich auf die Idee daß das deine Freunde sind?
Liegt an deiner Denk- und Schreibweise.


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Der Energiewende-Thread

19.03.2026 um 08:20
Zitat von synandysynandy schrieb:Wie komme ich auf die Idee daß das deine Freunde sind?
Liegt an deiner Denk- und Schreibweise.
Bei der CDU habe ich keine Freunde....


Im übrigen könnt ihr ja mal mit Fakten kommen und das ganze Wiederlegen. Aber Fans der Kernenergie kommen ja meistens nicht über das Niveau von Bildschlagzeilen hinaus


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Der Energiewende-Thread

19.03.2026 um 09:36
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Im übrigen könnt ihr ja mal mit Fakten kommen und das ganze Wiederlegen. Aber Fans der Kernenergie kommen ja meistens nicht über das Niveau von Bildschlagzeilen hinaus
OK

Da Kosten eigentlich immer nur für AKW Neubauten genannt werden ist es nicht ganz so einfach.

https://www.nuklearforum.ch/de/news/studie-beibehaltung-der-kernkraft-haette-deutschland-332-milliarden-euro-weniger-gekostet-als/
https://www.tech-for-future.de/wordpress/wp-content/uploads/2022/05/Vollkosten-von-Stromerzeugern-in-Deutschland-2024_3-7-1.png
Grafik-Quelle: https://www.tech-for-future.de/kosten-kwh/

Werden aber wahrscheinlich auch wieder nur Fake-News sein... 🙄


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Der Energiewende-Thread

19.03.2026 um 10:07
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Aber Fans der Kernenergie kommen ja meistens nicht über das Niveau von Bildschlagzeilen hinaus
Und es geht denk ich nicht darum "Fan" zu sein.
Es geht, zumindest mir, um leistbare Energiesicherheit.
Ach, man darf in Zukunft bei EE natürlich auch nicht vergessen die Kosten für Speicher und notwendigen Netzausbau mitzurechnen.


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Der Energiewende-Thread

19.03.2026 um 10:11
Und zum "Niveau von Bildschlagzeilen".
Denkst du es ist besser wenn man einfach unbesehen das glaubt was von den achso "unabhängigen Eggsperten" behauptet wird.


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Der Energiewende-Thread

19.03.2026 um 10:38
Zitat von synandysynandy schrieb:Werden aber wahrscheinlich auch wieder nur Fake-News sein... 🙄
Hmmm..... Die studie vom norweger hat das fraunhofer schon betrachtet.

https://www.isi.fraunhofer.de/en/blog/2024/kritische-stellungnahme-kernkraft-deutschland-emblemsvag.html

Die punkte kurz zusammengefasst:
1. Kosten doppelt gezählt. Die studie zählt: kosten für erneuerbare + subventionen. Die subventionen sind aber bereits teil der kosten. Dadurch wirken EE künstlich teurer.

2. unfairer kostenvergleich: EE inklusie vieler kostenbestandteile
kernenergie ohne vergleichbare staatliche förderung.

Auch kernenergie wurde historisch stark subventioniert, die kosten fehlen aber im modell. Als folge erscheint kernenergie günstiger.

3. einnahmen werden ignoriert: die studie zählt kosten für wind und solar, berücksichtigt aber nicht die einnahmen aus verkauf. Das verzerrt die wirtschaftlichkeit.

4. Kosten von kernenergie werden zu optimistisch angenommen: baukosten, risiken und finanzierung von AKWs werden unterschätzt. Reale daten zeigen oft: massive kostensteigerungen, lange bauzeiten. Das deckt sich auch mit anderen studien.

Im kern sagt die fraunhofer analyse: die studie überschätzt systematisch die vorteile der kernenergie und unterschätzt die der erneuerbaren.

So nun zu deinen vollkosten.......

Über die 3cent/kwh müssen wir uns nicht unterhalten. Die sind geschichte.
die 5,3cent/kwh für einen AKW neubau sind da "interessanter". Das problem: es sind theoretische vollkosten. Sie gehen davon aus, dass das AKW planmäßig gebautwird, die lebensdauer 60jahre beträgt und es durchgehend läuft. Alle kosten (bau, betrieb, brennstoff, rückstellung für endlagerung, abzinsung) werden gleichmäßig auf die gesamte lebensmenge strom verteilt. Risikoaufschläge, bauverzögerungen oder finanzierungsschwierigkeiten werden hier nicht realistisch hochgerechnet, sondern idealisiert.

So nun gibt es auch werte der stromgestehungskosten bei Akw von bis zu 49ct/kwh.


Screenshot 2026-03-19 103704
https://www.enbw.com/unternehmen/themen/klimaschutz/kernkraft-kosten.html

Wie kommt das? AKWs (vor allem neubauten) haben in der praxis enorme kostenüberschreitungen, verzögerungen, zinsen, risiken. All das muss auf die erzeugten kwh gerechnet werden, was den strom teurer macht... real. Deine vollkosten zeigen, wie günstig strom über die lebensdauer eines perfekten AKWs wirklich sein könnten. Optimale planung, perfekte bauzeiten, maximale lebensdauer, stabile finanzierung, kein ausfall. In der realität sieht es aber anders aus.

Flamanville in frankreich zeigt die realität ganz gut.
Die ursprünglichen Planungen für den EPR-Reaktor sahen eine Bauzeit von nur fünf Jahren und Kosten zwischen 3,2 und 3,3 Milliarden Euro vor. Tatsächlich wurde 17 Jahre an dem Atomkraftwerk gebaut und die Kosten explodieren auf nun 23,7 Mrd. Euro.
Nach Angaben der Tageszeitung Le Figaro kritisiert der französische Rechnungshof die prognostizierte Rentabilität des Atomkraftwerks Flamanville. "Bei 2 Prozent ist das Programm nicht rentabel", so der Rechnungshof laut dem Figaro. Um eine Rendite von 4 Prozent zu erreichen, müsste der Verkaufspreis für den Atomstrom aber schon bei 12,2 Cent pro Kilowattstunde liegen.
auch schön. der erste monatelange stillstand steht auch schon fest.
Wegen vorhandener Herstellungsanomalien muss die Reaktorkuppel allerdings schon zum ersten Brennelementewechsel ausgetauscht werden. Ein mehrmonatiger Stillstand des Atomkraftwerks Flamanville ist die Folge.
Quelle: https://www.iwr.de/ticker/bauzeit-17-jahre-kosten-23-7-milliarden-euro-franzoesischer-rechnungshof-kritisiert-schlechte-rentabilitaet-des-atomkraftwerks-flamanville-artikel7200

:shrug:


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Der Energiewende-Thread

19.03.2026 um 11:05
@gastric
Ich finde deinen Post sehr gut, sehr ausführlich, glaubhaft und gut recherchiert und belegt.

Allen Aussagen kann ich vollkommen zustimmen.

Leider hält sich aber in großen Teilen der Bevölkerung immer noch das Märchen vom ach so günstigen Atomstrom.

Nahezu jeden Tag höre ich im Umfeld so Sätze wie:

"Hätten wir doch noch die billigen Atomkraftwerke..."

"Alles wäre besser und billiger...."

Diese (falsche) Meinung hält sich sehr hartnäckig.

Erst jetzt wieder gestern hat mir einer ausführlich erklärt, dass die Ladesäulen für Elektroautos mit Diesel betrieben werden.

Wortwörtlich:" die betreiben die Ladesäulen mit Dieselgeneratoren....". 😬😳

Selbstverständlich auch die Windräder..

Sicher hat jeder schonmal so einen Mist gehört, aber ich bin wirklich erschrocken und irritiert, dass sich diese Märchen so hartnäckig halten.

Aus der Ecke kommen ja nun auch die SMR Phantasien. Also kleine massenhaft hergestellte Reaktoren der vierten Generation.

Dazu gibt's natürlich zahlreiche verifizierbare Informationen.

Ergebnis: Es würde sogar noch teurer werden.

Diese Studie befasst sich ausführlich damit.
Durch die geringe elektrische Leistung sind bei SMR die Baukosten relativ betrachtet höher als bei großen Atomkraftwerken. Eine Produktionskostenrechnung unter Berücksichtigung von Skalen-, Massen- und Lerneffekten aus der Atomindustrie legt nahe, dass im Mittel 3000 SMR produziert werden müssten bevor sich der Einstieg in die SMR-Produktion lohnen würde.
Quelle:

https://www.base.bund.de/de/nukleare-sicherheit/kerntechnik/small-modular-reactors/small-modular-reactors_inhalt.html

Ich kann in der SMR Technologie ehrlich gesagt keine Vorteile erkennen, auch nicht mit viel Phantasie.

Es gibt schon einige Versuche und grundsätzlich würden diese Reaktoren auch laufen, aber eben mit den bekannten Nachteilen.

Teuer
Kompliziert
Atommüll
Risiko


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Der Energiewende-Thread

19.03.2026 um 12:44
Zitat von synandysynandy schrieb:Da Kosten eigentlich immer nur für AKW Neubauten genannt werden ist es nicht ganz so einfach.

https://www.nuklearforum.ch/de/news/studie-beibehaltung-der-kernkraft-haette-deutschland-332-milliarden-euro-weniger-gekostet-als/
https://www.tech-for-future.de/wordpress/wp-content/uploads/2022/05/Vollkosten-von-Stromerzeugern-in-Deutschland-2024_3-7-1.png
Grafik-Quelle: https://www.tech-for-future.de/kosten-kwh/

Werden aber wahrscheinlich auch wieder nur Fake-News sein... 🙄
Gut, zu der ersten Studie hat ja @gastric schon was geschrieben, der Prof konnte einfach nur nicht rechnen. Die Studie ist fehlerhaft.

Schauen wir uns den zweiten Link an:

Die KI hat mir das mal zusammengefasst:
Warum sind die 5,3 ct/kWh im Artikel unrealistisch?

Veraltete Quelle — Die IEA 2020 ging noch von deutlich niedrigeren Overnight-Kosten (ca. 4.000–6.000 USD/kW) und kürzeren Bauzeiten aus. Reale Projekte (Flamanville, Olkiluoto 3, Vogtle, Hinkley Point C) liegen inzwischen bei 9.000–14.000 €/kW (inkl. Finanzierung) und Bauzeiten von 10–18 Jahren.

Zu optimistische Annahmen — Der Artikel nimmt implizit hohe Auslastung (ca. 85 %) und niedrige Kapitalkosten an. Bei realistischen Zinsen (heute eher 6–8 % statt 5 %) und realen Baukosten explodieren die Kapitalkostenanteile.

Keine Systemkosten — Der Artikel betrachtet reine Kraftwerkskosten, nicht Systemintegration (Backup, Netzausbau, Speicher). Das ist bei Kernkraft weniger relevant, aber bei Wind/PV schon heute spürbar – umgekehrt würde Kernkraft in einem 80–90 % EE-System aber auch leiden.

Zusammengefasst: Der Artikel unterschätzt die Kosten neuer Kernkraftwerke massiv (realistisch eher 15–30+ ct/kWh je nach Szenario), während die Werte für bestehende AKW (Laufzeitverlängerung) durchaus plausibel im Bereich 3–6 ct/kWh liegen können. Die günstigsten Neubau-Optionen in Deutschland 2024/25 sind Onshore-Wind und PV-Freifläche (je nach Standort 4–9 ct/kWh), gefolgt von Offshore-Wind.
Endlagerkosten sind in deiner Studie z.b. auch nicht berücksichtig worden.


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