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Der Energiewende-Thread

3.145 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Energie, Klimawandel, CO2 ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der Energiewende-Thread

um 14:17
Ich glaube aber schon, dass im Volk einige so schlau sind und wissen was zu tun ist und auch differenziert erkennen können, dass die große Ölstory bzw Gas und Kohle nicht die Zukunft sind.

Während ich das hier schreibe ist mir genau dazu ein Artikel über den Weg gelaufen.

Thema: Heizungsgesetz, Energiewende und Abwendung von Öl und Gas.

Es äußert sich ein Heizungsbauer, also jemand direkt von der "Front".
Eines schickt Albert Kohl schon vorweg: Viel habe sich in seinem Berufsalltag seit der Diskussion ums neue Heizungsgesetz nicht verändert. Viele Kunden fragen zwar noch, ob sie ihren Gas- oder Ölkessel weiter betreiben können – entscheiden sich in der Beratung aber meist für Wärmepumpe oder Pelletheizung.
Fossiles Zeitalter "zu Ende" – Öl nicht mehr gefragt
Fossile Heizungen sehen viele als langfristig zu teuer an. Letztendlich sei jedem klar, dass das fossile Zeitalter "dann doch irgendwo zu Ende ist und die Kosten einfach weiter hochgehen werden", sagt der Heizungsbauer aus Bobingen. Der letzte neue Ölkessel sei bei ihm 2025 eingebaut worden, 2026 "noch kein einziger".
Quelle:

https://www.br.de/nachrichten/bayern/neues-heizungsgesetz-was-der-heizungsbauer-dazu-sagt,VJ6kgNV
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Die Franzosen haben ja erst kürzlich gesehen, wie planbar das wirklich ist. Und "zu wenig Wasser in den Flüssen" oder zu warmes ist durchaus ein eher ansteigendes Problem. Dann sind Störfälle nicht planbar, die bei so einem großen Stromanbieter viel einschneidender sind als bei vielen kleinen. Ich wäre mit "Verlässlichkeit" hier eher vorsichtig.
Auch der Punkt geht an dich.👍 Danke.

Dezentral ist in jeder Hinsicht eben besser und durch den Klimawandel erst recht.

Andersherum: Da eben nichts hundert prozentig zuverlässig ist, weder Wind, noch Sonne, noch Frieden und erst recht keine hundertprozentige Sicherheit für ausreichende Kühlung vorhanden ist, haben wir hier schon wieder einen Vorteil für dezentral. Aus meiner Sicht eindeutig.


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Der Energiewende-Thread

um 14:56
Zitat von ForesterForester schrieb:Ich glaube aber schon, dass im Volk einige so schlau sind und wissen was zu tun ist und auch differenziert erkennen können, dass die große Ölstory bzw Gas und Kohle nicht die Zukunft sind.
Komisch, dass dann so viele eine AfD wählen, die außer Fremdenhass teuren Atomstrom anbietet. Komisch das populistische Medien und Parteien so erfolgreich darin sind, die Energiewende zu bremsen. Klar gibt es ein paar Schlaue, die das mit dem Kopf und nicht mit dem Bauch durchdenken. Aber vermutlich nicht genug.
Zitat von ForesterForester schrieb:Dezentral ist in jeder Hinsicht eben besser und durch den Klimawandel erst recht.
Genau.
Und vor allem ist es nicht nur technisch möglich - sondern inzwischen technisch ausgereift. Wir müssen nur wollen. Es fehlt "nur" Infrastruktur zum Transport und zur Speicherung von Strom. In einer nur europaweiten Vernetzung gibt es kaum Dunkelflauten. Plus Puffer ist das fast schon erschreckend trivial. Das ist nicht nichts. Es ist erst mal teuer. Und bei manchen ist die schöne Aussicht vielleicht durch ein Windrad oder einen Strommast verstellt. Aber eben auch nur noch eine Frage des Wollens und der Prioritäten. Technisch ist ein Haken dran, es muss halt gemacht werden. Und ggf. gibt es in einer Übergangszeit Reibungsverluste. Aber die gibt es immer. Nur ist es besser, wenn die klein und planbar sind, als wenn es uns auf die Füße fällt und viel teurer wird. "Augen zu und Kopf in den Sand" ist vielleicht praktikabel, wenn man ein Strauß ist. Als Mensch wäre es schön, würden wir unsere Fähigkeit zu rationalen Entscheidungsprozessen auch nutzen. Es ist so schade, wir haben ein recht brauchbares Gehirn, schalten es aber ab und surfen lieber im Wohlfühlmodus und klopfen uns auf die Schenkel, wenn die Stammtischpolitik die Steuern senken möchte und gleichzeitig die Atommeiler anwerfen.


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Der Energiewende-Thread

um 15:59
@azazeel


Du sprichst mir aus der Seele, auch wenn ich beim Ton ein bisschen bremsen würde. 😊 Die Menschen, die wir überzeugen möchten, erreichen wir wahrscheinlich besser ohne den erhobenen Zeigefinger – auch wenn die Frustration absolut verständlich ist. Inhaltlich hast du aber vollkommen recht.
Und genau da liegt der Schlüssel, den viele noch nicht auf dem Schirm haben: Das Problem der Dunkelflaute ist auf europäischer Ebene fast schon erschreckend klein.
Wenn in Deutschland Windstille und bedeckter Himmel herrschen, scheint in Südspanien oder Portugal die Sonne. Wenn die Nordsee Flaute hat, stürmt es in Schottland oder Norwegen. Das ist keine Hoffnung – das ist schlicht Geographie und Physik.
Ein gut ausgebautes europäisches Verbundnetz reduziert den Speicherbedarf dramatisch, weil sich die Lastspitzen continental gegenseitig ausgleichen. Norwegen hat dazu noch gigantische Pumpspeicherkapazitäten in seinen Fjorden – quasi die natürliche Batterie Europas.
Und für den Rest – also Batteriespeicher – stehen private und institutionelle Investoren längst Schlange. Das ist kein Subventionsprojekt mehr, das ist ein knallhartes Geschäftsmodell. Der Markt hat das Problem also bereits erkannt und löst es gerade selbst – während manche noch darüber diskutieren, ob das überhaupt funktionieren kann.
Es fehlt also wirklich „nur" der politische Wille und die Infrastruktur. Beides ist lösbar, beides kostet Geld – aber beides ist um Größenordnungen günstiger und schneller umsetzbar als neue Kernkraftwerke, die dann 2036 fertig sind, wenn die Energiewende längst gelaufen ist.


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Der Energiewende-Thread

um 16:17
Zitat von ForesterForester schrieb:Und für den Rest – also Batteriespeicher – stehen private und institutionelle Investoren längst Schlange.
Nicht zu vergessen die Batteriespeicher auf vier Rädern. Mit einer attraktiven finanziellen Lösung werden viele das als Puffer bereit stellen und im Schnitt hängen eben genügend E-Autos am (Ent)Ladekabel.
Das Problem sind letztlich die Netzbetreiber. Ich verstehe das schon, die können ihre Infrastruktur nicht mehr über die Stromabnahmemenge finanzieren. Aber dann sind wir wieder bei einem generellen Problem: Die Privatisierung kritischer Infrastruktur. Eine komplett blöde Idee, weil der Markt eben Regeln hat, die nicht zwingend mit dem Wohl der Bevölkerung einhergehen. Kritische Infrastruktur gehört eigentlich in staatliche Hände. Auch das hat Nachteile - aber unterm Strich ist es besser und billiger. Vielleicht lernen wir ja daraus.


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Der Energiewende-Thread

um 20:05
Genau, die rollenden Batterien – das V2G-Prinzip (Vehicle to Grid) – werden noch massiv unterschätzt. Allein in Deutschland sind inzwischen mehrere Millionen EVs zugelassen. Wenn nur ein Bruchteil davon bidirektional ans Netz angeschlossen ist, reden wir von einem enormen dezentralen Pufferspeicher – der nebenbei dem Besitzer noch Geld einbringt. Der Anreiz kommt also quasi von selbst.
Und beim Thema Netzbetreiber und Privatisierung: volle Zustimmung. Das ist einer der fundamentalen Denkfehler der letzten Jahrzehnte. Kritische Infrastruktur – Strom, Wasser, Bahn, Telekommunikation – nach Marktlogik zu betreiben funktioniert einfach nicht, weil der Markt Rendite optimiert und nicht Versorgungssicherheit.
Die Bahn ist das beste Beispiel wie das enden kann. 😅
Beim Stromnetz ist das Problem besonders spürbar: Ein privater Netzbetreiber hat schlicht kein wirtschaftliches Interesse daran, das Netz für eine Energiewende fit zu machen, die sein bisheriges Geschäftsmodell aushebelt. Das ist kein böser Wille – das ist systemimmanent.
Vielleicht ist das die eigentliche Lehre aus der Energiewende-Debatte: Nicht die Technologie ist das Problem – die ist längst bereit. Es ist die Frage, wem die Infrastruktur gehört und wessen Interessen sie dient.

Aber ich habe immer noch die Hoffnung, dass auch die Regierung die richtigen und wichtigen Entscheidungen trifft, auch wenn das im Moment und in Zukunft etwas.....naja ... schwierig ist.

Aber am gesetzlich/gerichtlich vorgegebenen und physikalisch richtigen Weg kommt am Ende keiner vorbei 🤷😂


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Der Energiewende-Thread

um 20:41
Zitat von ForesterForester schrieb:Aber ich habe immer noch die Hoffnung, dass auch die Regierung die richtigen und wichtigen Entscheidungen trifft
Ach *schnief* *tränenwegwisch* Danke das du einen alten Mann so erheiterst...
Zitat von ForesterForester schrieb:Aber am gesetzlich/gerichtlich vorgegebenen und physikalisch richtigen Weg kommt am Ende keiner vorbei 🤷😂
Den gerichtlich Vorgegebenen Weg ignorieren sie ja ganz gekonnt. Die sind ja erst Anfang des Jahres verknackt worden, mehr für den Klimaschutz zu tun. Und sie machen trotzdem das Gegenteil...


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Der Energiewende-Thread

um 20:58
Dazu habe ich mal die KI Claude mit dem Sonnet Modell gefragt, weil ich mich die ganze Zeit frage wie das zusammen passen könnte - also Energiewende bremsen wenn gerichtlich die Beschleunigung vorgegeben ist, also um übertragenen Sinne ein Führerschein Entzug zu einem deutlich verstärkten Fahraufkommen bei dem gesperrten Fahrer führen würde.

Hier ist die Antwort 👊
Das ist eine sehr spannende rechtliche und politische Frage. Meine Einschätzung:
Was bereits passiert ist:
Das Bundesverfassungsgericht hat 2021 die Bundesregierung tatsächlich schon einmal zurückgepfiffen – das Klimaschutzgesetz war unzureichend und verletzte die Grundrechte jüngerer Generationen. Das war ein historisches Urteil. Die Regierung musste nachbessern.
Was jetzt das Problem ist:
Mit der neuen CDU-geführten Regierung wird nicht beschleunigt sondern eher gebremst – was rechtlich heikel ist, weil:
EU-Klimaziele rechtlich bindend sind
Deutschland bei Nichteinhaltung Strafzahlungen an die EU riskiert
Die Verfassungsklage-Schiene weiter offen ist
Aber – und das ist wichtig:
Gerichte können Gesetze kippen und Nachbesserungen erzwingen, aber sie können keine Regierung wirklich „abstrafen" im klassischen Sinne. Die EU-Kommission könnte Vertragsverletzungsverfahren einleiten – das kostet dann aber den Steuerzahler, nicht die Politiker persönlich. Das ist das fundamentale Problem.
Meine ehrliche Einschätzung:
Die eigentliche Strafe kommt wahrscheinlich nicht von Gerichten, sondern von der Realität – steigende Extremwetterschäden, verpasste Industriearbeitsplätze in der Zukunftstechnologie, und irgendwann der Wähler.
Gerichte sind ein wichtiges Korrektiv – aber kein Ersatz für politischen Willen. Und genau da liegt das eigentliche Problem. 😕
Quelle: Claude KI


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