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Der Energiewende-Thread

3.295 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Energie, Klimawandel, CO2 ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der Energiewende-Thread

06.05.2026 um 13:50
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Nö, die Frage ist beantwortet. Geht nicht. Zumindest nicht ohne Import.
Naja Nö und das bis 2040 ist ja gewagt ;)
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Müsste man also versechsfachen. Und der Biospritanteil bei den Autos soll ja auch noch verdoppelt werden. Stichwort E20.
Der Aufwand wäre mir und sicher vielen Anderen bewusst, Frau Reiche als Energieministerin hat da wohl irgendwas verschlafen oder unbeachtet gelassen....


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06.05.2026 um 14:09
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Der Aufwand wäre mir und sicher vielen Anderen bewusst, Frau Reiche als Energieministerin hat da wohl irgendwas verschlafen oder unbeachtet gelassen....
Es würde wahrscheinlich sogar gehen, wenn man überall dort, wo es geht, auf Wärmepumpen setzen würde. Dann könnte man den Gasverbrauch der Verbraucher die zwingend Gas brauchen soweit reduzieren, dass man auch den Biogasanteil hinbekommt. Wenn man das Problem massiv verkleinert, ist es einfacher lösbar....

Aber genau das versucht Madame Reiche ja zu verhindern.


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06.05.2026 um 14:20
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Das stimmt, wobei offen wäre, ob soviel Bioanteile realistisch zu produzieren sind.

Ich sehe schon alle Felder voll mit Pflanzen für Biogasanlagen.
Und genau da wird es eben unrealistisch. Die Biomethanmengen werden nicht reichen und es wird zur Knappheit kommen. Und wenn die Nachfrage auf Märkten das Angebot stark übersteigt passieren im Regelfall perverse und verbraucher*innenunfreundliche Dinge.
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Einen Plan auf ein Land zu bauen das im Krieg ist, was kann da schon schiefgehen.
Es gibt ja auch noch Biogaspotentiale in anderen osteuropäischen Staaten. Aber ja, das ganze ist ein riesen Unsinn.
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Tja, die liebe Frau Reiche hofft ja darauf, dass wir das Zeug aus der Ukraine bekommen können.
Ich denke eher sie versucht irgendwie ihre Zeit rumzubringen und den Mineralöl- und Gaskonzernen schöne Geschenke zu machen um dann später auch ein paar schöne Geschenke zu erhalten.
Zu wessen Kosten das gehen wird müssen wir glaube nicht diskutieren.


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06.05.2026 um 14:33
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Bei Gas ist es das Selbe, es sei denn die Regierung will verpflichtend dann noch Messeinrichtungen bei jedem Verbraucher an den Mann bringen....
Die bräuchte man nur bei Leuten, die ihre eigene Biogasanlage haben!


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08.05.2026 um 10:36
Zitat von alhambraalhambra schrieb am 30.04.2026:Klimaneutral ist aber schon richtig. Kernenergie liegt beim CO2 pro kWh etwa auf dem Level wie Windenergie oder Wasserkraft und ist ein wenig besser als PV. Das ist soweit alles wissenschaftlich fundiert.
Ist das wirklich so? Inklusive der vor- und nachgelagerten Prozesse? Die Gewinnung und Anreicherung von Uran, der Bau der Anlagen, die Entsorgung der Anlagen und des Brennstoffes. Tatsächlich findet man sehr unterschiedliche Werte dazu (von kleiner 4 bis über 100 CO2-Äquivalenten pro Kilowattstunde). Aber OK, das ist eher ein Nebenaspekt, die echten Probleme liegen woanders.
Zitat von bettmanbettman schrieb:Die Biomethanmengen werden nicht reichen
Und zwar nicht mal im Ansatz. Das ist genau so eine sinnlose "Pseudotechnologieoffenheit" wie bei E-Fuels für Pkw und Lkw. Auch Wasserstoff aus Strom ist da keine Lösung.


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08.05.2026 um 12:12
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Ist das wirklich so? Inklusive der vor- und nachgelagerten Prozesse?
Ja, tatsächlich. Wobei die Schwankungsbreite der Angaben sehr groß ist. Aber der wahrscheinlichste Wert liegt auf Höhe der Windenergie.


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08.05.2026 um 12:26
@alhambra
Auf jeden Fall können wir uns darauf einigen, dass es weit besser als das Verbrennen fossiler Energieträger ist. Der CO2-Aspekt spricht nicht gegen AKWs im Rahmen einer Energiewende. Wobei mich die Beispielrechnungen schon interessieren würden. AKWs erzeugen mit recht wenig Material - sowohl Brennstoff als auch Material für das Kraftwerk - sehr viel Strom. Das kann schon für eine sehr gute CO2-Bilanz sprechen.

Als Exkurs zu den PV-Modulen: Der entscheidende Faktor ist, mit welchem Strommix diese produziert werden. Das erklärt (weitgehend) den Unterschied zu Windkraftanlagen.


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08.05.2026 um 12:48
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Als Exkurs zu den PV-Modulen: Der entscheidende Faktor ist, mit welchem Strommix diese produziert werden. Das erklärt (weitgehend) den Unterschied zu Windkraftanlagen.
Das ist richtig. Zur Zeit kommen die im wesentlichen aus China. Und China erreicht jetzt gerade den Punkt an dem der Strommix sauberer wird. Von daher wird auch Strom aus PV bald sauberer werden. Wobei man da schon auf sehr hohem Niveau jammert. PV Strom liegt ja heute schon sehr gut.
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Der CO2-Aspekt spricht nicht gegen AKWs im Rahmen einer Energiewende
Genau, bei AKW sprechen 1000 Gründe dagegen sowas einzusetzen, aber CO2 gehört nicht dazu.
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Wobei mich die Beispielrechnungen schon interessieren würden
Die Zahlen habe ich aus dem IPCC Bericht. Da kannst dir auch anschauen wie die die Zahlen zusammengebaut haben. Würde hier glaube ich den Rahmen sprengen.
Zitat von azazeelazazeel schrieb:AKWs erzeugen mit recht wenig Material - sowohl Brennstoff als auch Material für das Kraftwerk - sehr viel Strom. Das kann schon für eine sehr gute CO2-Bilanz sprechen.
Genau das ist der springende Punkt. Also, von "wenig" Material kann man nicht wirklich sprechen, wenn man sieht was man für so n AKW an Beton und Stahl braucht. Aber die enorme Strommenge macht es eben.

Die Probleme bei AKW sind mehr die Kosten, die Risiken und die Endlagerung.


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08.05.2026 um 13:11
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Die Probleme bei AKW sind mehr die Kosten, die Risiken und die Endlagerung.
Nicht zu vergessen: Es kann nur eine Übergangslösung sein. Vernünftig erschließbare Uranvorkommen sind endlich. Wir reden hier eher von Jahrzehnten. Danach ist die ganze Technologie (uranbasiert) tot. Alles, was wir da an Geld reinstecken, ist absehbar verloren.
Bei Wind, Solar, Stromtransport und -speicherung können wir uns für die nächsten Jahrtausende austoben. Da ist der limitierende Faktor nur die Frage des Recyclings. Da ist jeder Euro eine Investition.


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08.05.2026 um 20:07
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Nicht zu vergessen: Es kann nur eine Übergangslösung sein. Vernünftig erschließbare Uranvorkommen sind endlich. Wir reden hier eher von Jahrzehnten. Danach ist die ganze Technologie (uranbasiert) tot. Alles, was wir da an Geld reinstecken, ist absehbar verloren.
Ja, je nach Studie könnte schon in 50 Jahren ende sein. Sprich: für AKW die heute gebaut werden ist noch nicht mal über die gesamte Lebensdauer die Uranversorgung gesichert.

Apropos Neubau:

Dieses Jahr ist Baubeginn für ein neues AKW in Polen. 3 Westinghouse Ap-1000 sollen es werden. 3750 MW in Summe. Aber wozu mit Traditionen brechen. Pünktlich zum Baubeginn wird die Fertigstellung um 3 Jahre verschoben. 2036 Solls jetzt sein.

Und weil Kernenergie ja so billig ist, kommt 1/3 der Bausumme aus Steuergeldern. 42 Mrd sind angesagt... schau ma mal wieviel es wirklich werden.


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08.05.2026 um 21:43
Das ganze ist halt sehr sehr komplex und nicht einfach berechenbar. Es spielen sehr viele verschiedene Faktoren eine Rolle. Einige Faktoren sind schlichtweg nicht vorhersehbar und somit auch nicht wirklich belastbar. Einige andere dagegen schon.

Nehmen wir als konkretes Beispiel das geplante Kernkraftwerk in Polen mit drei AP1000-Blöcken und 3.750 MW installierter Leistung. Geplante Kosten: rund 50 Milliarden Euro.
Vergleicht man das naiv mit Windkraft, klingt Wind zunächst unschlagbar günstig. Moderne Großturbinen mit 6–8 MW kosten als schlüsselfertiges Projekt etwa 1,5–2,0 Mio. Euro pro MW. Für 3.750 MW wären das grob 6–7 Milliarden Euro – also fast achtmal billiger.
Aber dieser Vergleich ist unfair. Ein Kernkraftwerk läuft mit rund 90 % Kapazitätsfaktor, Onshore-Wind in Polen oder Deutschland kommt auf 28–32 %. Will man die gleiche Energiemenge erzeugen, braucht man etwa 11.000–12.000 MW Wind – also rund 1.600 Turbinen. Das kostet dann schon 19–25 Milliarden Euro, nur für die Anlagen selbst.
Und damit ist man noch nicht fertig. Denn Wind liefert dann Strom, wenn der Wind weht – nicht dann, wenn man ihn braucht. Speicher, Netzausbau und Backup-Kraftwerke für Dunkelflauten müssen ehrlich mitgerechnet werden. Tut man das, nähern sich die Systemkosten beider Technologien deutlich an.
Soweit also das „kompliziert aber vergleichbar". Jetzt zu den Argumenten, die wirklich klar gegen den AP1000 sprechen:
Erstens: die Bauzeit. Fertigstellung ist für 2036 geplant – das sind zehn Jahre, in denen Polen auf diesen Strom wartet, während gleichzeitig Zinsen auf 50 Milliarden laufen. Ein Windpark ist in 2–4 Jahren am Netz. Das AP1000-Projekt in den USA (Vogtle) hat als warnendes Beispiel gedient: geplant für 14 Milliarden Dollar, fertig für rund 35 Milliarden – und über zehn Jahre Bauzeit.
Zweitens: das Kostenüberschreitungsrisiko. Bei westlichen Kernkraftwerksprojekten sind Kostenexplosionen eher die Regel als die Ausnahme. Hinkley Point C in England: von 18 auf inzwischen ~40 Milliarden Pfund. Die 50 Milliarden in Polen könnten am Ende gut und gerne 80–100 Milliarden werden. Das Geld könnte also tatsächlich zum großen Teil „für die Füße" sein – und käme viel zu spät.
Drittens: die Uranabhängigkeit. Ja, Uran ist eine endliche Ressource. Mit bekannten Reserven reicht es bei aktuellem Verbrauch noch etwa 130–150 Jahre – also kein akutes Problem, aber ein langfristiges. Brisanter ist die Geopolitik: rund 40 % des weltweiten Urans kommen aus Kasachstan und Russland. Polen würde sich also von einer Energieabhängigkeit in die nächste begeben.
Auf der anderen Seite hat Kernkraft einen echten Vorteil, den man nicht wegdiskutieren sollte: planbare, CO₂-freie Grundlast, 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr, über 60–80 Jahre. Das hat einen volkswirtschaftlichen Wert, den reine Preisvergleiche nicht abbilden.
Mein persönliches Fazit: Die stärksten Argumente gegen dieses konkrete Projekt sind Zeit und finanzielles Risiko – nicht primär die Uranverfügbarkeit. Wer 2024 ein KKW baut, das 2036 fertig sein soll und möglicherweise 100 Milliarden kostet, sollte diese Fragen sehr ernsthaft beantworten können.

Unter dem Gesichtspunkt der Sicherheit und dem aktuellen Modewort "Resillienz" ist ein so großes Kernkraftwerk selbstverständlich ein totales No go.

Dezentral ist in dieser Hinsicht unschlagbar viel besser.


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08.05.2026 um 21:59
Zitat von ForesterForester schrieb:sollte: planbare, CO₂-freie Grundlast, 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr, über 60–80 Jahre. Das hat einen volkswirtschaftlichen Wert, den reine Preisvergleiche nicht abbilden.
An der Stelle muss ich widersprechen. Es gibt keine technische Anforderung zu Grundlast. Dementsprechend kann sie auch keinen Wert haben. Grundlast ist nur Marketing-Schönsprech für „verdammte Scheisse, das Kraftwerk ist nicht regelbar und muss daher 24/7 durchlaufen „

Die einzige Anforderung ist es immer soviel Strom zu erzeugen wie benötigt wird. Thats it. Grundlast ist nur ein Versuch einen Nachteil als Vorteil zu verkaufen.

Man kann sich ja in Frankreich anschauen wie toll das mit Grundlast und erneuerbaren Energien funktioniert.


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08.05.2026 um 22:14
@alhambra
Auch da ist es wieder komplex. Im Grunde ist die Grundlastfähigkeit sogar ein Nachteil,.bzw kann definitiv einer sein.

Wir erinnern uns an Brokdorf. 🤔

Volle Leistung des AKW bei viel Wind bedeutet gezielte Abregelung der off shore Anlagen dort, also Nordsee, weil Brokdorf auch bei Sturm voll durchgelaufen ist.

Seit Brokdorf aus ist, läuft das viel besser.

Aber bei dem ganzen Thema spielt eben wie so oft auch viel Psychologie mit rein.

Das Versprechen von damals sitzt nämlich noch immer tief. In den 50er und 60er Jahren wurde Atomkraft als die Technologie der Zukunft verkauft – sauber, billig, nahezu unbegrenzt. Dieses Versprechen hat sich ins kollektive Gedächtnis eingebrannt, obwohl die Realität es längst widerlegt hat.
Dazu kommt: Ein Kraftwerk ist greifbar. Man sieht es, man kann es bewachen, man kann es ein- und ausschalten. Wind und Sonne dagegen sind wetterabhängig – das erzeugt bei vielen Menschen ein unterschwelliges Unbehagen, auch wenn es technisch längst beherrschbar ist.
Hinzu kommt politische Instrumentalisierung. Kernkraft ist für bestimmte Lager zum Symbol geworden – gegen die Grünen, gegen den Zeitgeist, gegen die Energiewende. Viele, die „Atom zurück" rufen, meinen im Grunde etwas ganz anderes.
Der Wunsch nach Versorgungssicherheit ist dabei durchaus rational – er wird nur falsch adressiert. Die Antwort darauf sind Speicher und intelligente Netze, nicht ein Kraftwerk, das bei Sturm einfach nicht abregeln kann.

Und genau dieser Systemwandel ist gerade in Arbeit und sollte auch ganz klar fortgeführt werden ohne wenn und aber.

Dieses Aus vom Aus vom Aus vom Aus wie beim Elektroauto braucht wirklich kein Mensch.


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09.05.2026 um 08:28
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Und weil Kernenergie ja so billig ist, kommt 1/3 der Bausumme aus Steuergeldern. 42 Mrd sind angesagt... schau ma mal wieviel es wirklich werden.
Das kann man sich echt nicht ausdenken:
- 42 Milliarden Euro Invest für 3.700 MW unflexible Leistung
- mindestens 10 Jahre Bauzeit
- die Kosten für Brennstoff- Beschaffung und Entsorgung
- das Risiko das mir die Kosten auf einem sehr kleinen Markt völlig wegschießen

Wenn ich das auf erneuerbare umrechne bekomme ich:
- für 12 Milliarden Euro: 22.000 MW Peak Solarleistung
- für 30 Millarden Euro: 80.000 MWh Kapazität Batteriespeicher
- einen wirtschaftlichen Aufschwung weil ich lokale Firmen für Jahre mit dem Aufbau beschäftige


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09.05.2026 um 09:07
Zitat von bettmanbettman schrieb:Wenn ich das auf erneuerbare umrechne bekomme ich:
- für 12 Milliarden Euro: 22.000 MW Peak Solarleistung
- für 30 Millarden Euro: 80.000 MWh Kapazität Batteriespeicher
- einen wirtschaftlichen Aufschwung weil ich lokale Firmen für Jahre mit dem Aufbau beschäftige
Ihr vergesst Plan B:

Russland baut uns AKWs... ist dann wieder lieb wg dem Geld und liefert 20 Jahre Gas.

Dann muss 1/3 unser Wählerschaft keine Heizung umbauen, irgendwas sanieren, Förderungen beantragen.

Und dann nach 20 Jahren: Egal...

Klingt doof.... aber trifft es im Kern


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09.05.2026 um 18:19
Zitat von ForesterForester schrieb:Vergleicht man das naiv mit Windkraft, klingt Wind zunächst unschlagbar günstig. Moderne Großturbinen mit 6–8 MW kosten als schlüsselfertiges Projekt etwa 1,5–2,0 Mio. Euro pro MW. Für 3.750 MW wären das grob 6–7 Milliarden Euro – also fast achtmal billiger.
Aber dieser Vergleich ist unfair. Ein Kernkraftwerk läuft mit rund 90 % Kapazitätsfaktor, Onshore-Wind in Polen oder Deutschland kommt auf 28–32 %. Will man die gleiche Energiemenge erzeugen, braucht man etwa 11.000–12.000 MW Wind – also rund 1.600 Turbinen. Das kostet dann schon 19–25 Milliarden Euro, nur für die Anlagen selbst.
Und damit ist man noch nicht fertig. Denn Wind liefert dann Strom, wenn der Wind weht – nicht dann, wenn man ihn braucht. Speicher, Netzausbau und Backup-Kraftwerke für Dunkelflauten müssen ehrlich mitgerechnet werden. Tut man das, nähern sich die Systemkosten beider Technologien deutlich an.
Soweit also das „kompliziert aber vergleichbar".
Aber einen Vorteil hat der Windpark gegenüber dem Kernkraftwerk. Er kann schon die erste Energie liefern, wenn die erste Anlage steht und am Netz hängt, das Kernkraftwerk erst, wenn es fertig ist. Dann hat man noch den Vorteil, dass bei vielen Turbinen einige wegen Wartungsarbeiten stillgelegt werden können ohne dass die Leistung zu sehr in die Knie geht. Bei Kernkraftwerken muss für Wartungsarbeiten oft das gesamte Kraftwerk abgeschaltet werden.


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09.05.2026 um 21:21
Also wenn man sich das so anschaut, gibt's vermutlich bald auch rechtliche Probleme für die deutsche Bundesregierung.

Ich meine zurecht.

Technisches, ökonomisches, ökologisches und rechtliches Verständnis ist bei unserer Regierung Fehlanzeige, also auch im Bereich Energie Wende.

Hier ist mal ein Beispiel.
Speicherbetreiber prüfen Klagen gegen Kraftwerksausschreibungen
Der Bund will Auktionen für den Bau neuer Kraftwerke abhalten. Batteriespeicher sollen dabei zunächst keine Rolle spielen. Nun stellen Unternehmen die Rechtmäßigkeit dieser Pläne infrage.
Quelle:

https://www.handelsblatt.com/unternehmen/energie/energie-speicherbetreiber-pruefen-klagen-gegen-kraftwerksausschreibungen/100220289.html

Warum nur muß ich in letzter Zeit oft an Ceaucescu denken?


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10.05.2026 um 10:12
Zitat von gagitschgagitsch schrieb am 06.05.2026:Ich sehe schon alle Felder voll mit Pflanzen für Biogasanlagen.
Das wird so nicht kommen. Die Regierung möchte jetzt einfach nur ein Problem nicht lösen. Man erzählt dem unbedarften Wahlvolk wieder das was sie hören wollen und machen nicht das, was notwendig wäre.

Ausbaden dürfen es dann wieder andere.


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11.05.2026 um 08:32
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:machen nicht das, was notwendig wäre.

Ausbaden dürfen es dann wieder andere.
Und täglich grüßt das Murmeltier.


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11.05.2026 um 13:04
Zitat von ForesterForester schrieb:Auf der anderen Seite hat Kernkraft einen echten Vorteil, den man nicht wegdiskutieren sollte: planbare, CO₂-freie Grundlast, 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr, über 60–80 Jahre. Das hat einen volkswirtschaftlichen Wert, den reine Preisvergleiche nicht abbilden.
Die Franzosen haben ja erst kürzlich gesehen, wie planbar das wirklich ist. Und "zu wenig Wasser in den Flüssen" oder zu warmes ist durchaus ein eher ansteigendes Problem. Dann sind Störfälle nicht planbar, die bei so einem großen Stromanbieter viel einschneidender sind als bei vielen kleinen. Ich wäre mit "Verlässlichkeit" hier eher vorsichtig.


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