@alhambra Auch da ist es wieder komplex. Im Grunde ist die Grundlastfähigkeit sogar ein Nachteil,.bzw kann definitiv einer sein.
Wir erinnern uns an Brokdorf. 🤔
Volle Leistung des AKW bei viel Wind bedeutet gezielte Abregelung der off shore Anlagen dort, also Nordsee, weil Brokdorf auch bei Sturm voll durchgelaufen ist.
Seit Brokdorf aus ist, läuft das viel besser.
Aber bei dem ganzen Thema spielt eben wie so oft auch viel Psychologie mit rein.
Das Versprechen von damals sitzt nämlich noch immer tief. In den 50er und 60er Jahren wurde Atomkraft als die Technologie der Zukunft verkauft – sauber, billig, nahezu unbegrenzt. Dieses Versprechen hat sich ins kollektive Gedächtnis eingebrannt, obwohl die Realität es längst widerlegt hat.
Dazu kommt: Ein Kraftwerk ist greifbar. Man sieht es, man kann es bewachen, man kann es ein- und ausschalten. Wind und Sonne dagegen sind wetterabhängig – das erzeugt bei vielen Menschen ein unterschwelliges Unbehagen, auch wenn es technisch längst beherrschbar ist.
Hinzu kommt politische Instrumentalisierung. Kernkraft ist für bestimmte Lager zum Symbol geworden – gegen die Grünen, gegen den Zeitgeist, gegen die Energiewende. Viele, die „Atom zurück" rufen, meinen im Grunde etwas ganz anderes.
Der Wunsch nach Versorgungssicherheit ist dabei durchaus rational – er wird nur falsch adressiert. Die Antwort darauf sind Speicher und intelligente Netze, nicht ein Kraftwerk, das bei Sturm einfach nicht abregeln kann.
Und genau dieser Systemwandel ist gerade in Arbeit und sollte auch ganz klar fortgeführt werden ohne wenn und aber.
Dieses Aus vom Aus vom Aus vom Aus wie beim Elektroauto braucht wirklich kein Mensch.