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Der Energiewende-Thread

3.450 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Energie, Klimawandel, CO2 ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der Energiewende-Thread

21.06.2026 um 21:32
Zitat von bettmanbettman schrieb:Die zentrale Warmwasserbereitung eines Mehrparteienhauses muss aber aus trinkwasserhygienischen Gründen zwingend mit > 60 Grad erfolgen.
blöde Legionellen.

Die letzten Neubauprojekte hier in der Gegend waren alle Wärmepumpe/Gas Hybride. Wobei die Häuser alle im Bereich unter 20kwh/m2a lagen. Aber so wie ich das sehe, machen die auch Warmwasser mit der Wärempumpe und die Gasheizung springt nur bei extremen Wetter rein.


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22.06.2026 um 06:42
@alhambra
Wenn man neu baut finde ich es auch nicht ganz so problematisch.
Da sollte man halt nicht mit zentraler Warmwasserbereitung bauen. Hier bieten sich, wenn man das Warmwasser über die zentrale Heizung machen will, Wohnungsstationen an. Da kann man ohne hygienische Bedenken 45 Grad fahren. Fürs Warmwasser reicht es, für die Fußbodenheizung erst recht.


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22.06.2026 um 07:59
Du meinst das:
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:Der lange Vorteil war dass die Bausubstanz , welche für 300kwh/m²a sorgte im Nehrstöckigem Reihenbau auf 100kwh/m²a kam..
Im Neubau aber kaum zu halten, da die PV auf dem Dach nixhtbei fach teilbar ist, wenn das Dach überhaupt genutzt werden darf (Gemeinschaftseigentum) oder bei Vermietung gar kein Mehrwert besteht, außer Bürokratismus.
Zitat von bettmanbettman schrieb:Für Gaskessel hatte das einen Wirkungsgradverlust von 1-2 % zur Folge (Brennwerteffekt kann nicht voll ausgenutzt werden
Es zählt aber der Nutzungsgradverlust.

In meinem EFH 1000 von 2500L / Jahr

Un dem MFH in dem ich nach Dämmung gewohnt habe auch ca 1/3 ( Einrohrheizung)


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Der Energiewende-Thread

22.06.2026 um 09:57
Zitat von bettmanbettman schrieb:Hier bieten sich, wenn man das Warmwasser über die zentrale Heizung machen will, Wohnungsstationen an. Da kann man ohne hygienische Bedenken 45 Grad fahren. Fürs Warmwasser reicht es, für die Fußbodenheizung erst recht.
Stimmt... wenn man statt 60 Grad Warmwasser 55 Grad Heizwasser zirkulieren lässt spart das enorm...


EFH: PV + Akku + DLE bzw Kleinboiler

Technische Effizenz schlecht, aber Gesamteffizenz und Kosten gut


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22.06.2026 um 10:00
Zitat von ForesterForester schrieb:@abbacbbc
Kannst du uns bitte erklären, was ein Unwetter mit vollgelaufenen Kellern und herabgefallenen Ästen mit Resillienz und Eigenbrunnen zu tun haben?
Weil die Probleme beim Helfen oder Umrüstungen auf die neuen Wetterlagen extrem viel mehr kosten in städtischen Bereichen.


Bei Lagen mit wenig Beebauung sind viel mehr Sickerflächen vorhanden. Auch Baumaßnahmen erzeugen keinen Overhead. Das zusätzliche Rohr wird daneben gelegt und muss nicht zwischen Hauptstraße U Bahn Tunnel und Büchereiarchiv eingebaut werden....

Ach nee... Geld ist nicht da, also bleibt es beim Bestandsschutz a la " Keller laufen öfter voll"

Aber frage ruhig nach Zusammenhängen


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22.06.2026 um 15:55
Zitat von MarfrankMarfrank schrieb:Bei Flaute stehen die Rotoren. Da kann man auch ein Windkraftwerk am leichtesten mit Drohnen angreifen!
Und lustigerweise tritt auch in diesem Fall keine Radioaktivität aus. Und der Angreifer erwischt mit einem Angriff eben nur ein Windrad und einige wenige MW und nicht GW.
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Das sollte auch bei Wind funktionieren und trifft direkt den Generator, das teuerste Einzelteil.
Das noch immer um viele Größenordnungen billiger ist, als wenn ein AKW beschädigt wird.
Zitat von MarfrankMarfrank schrieb:Eine Anlage, die aus 20 Reaktoren mit je 50 MW-Leistung besteht, könnte doch durchaus schwankenden Lastbedarf ausgleichen.
Es wäre halt noch teurer. Großanlagen sind im Preis-Leistungsverhältnis eigentlich immer viel besser.


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22.06.2026 um 16:09
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Das sollte auch bei Wind funktionieren und trifft direkt den Generator, das teuerste Einzelteil.
Wenn aber angenommen 500 Drohnen ankommen - momemtan eine nicht ungewöhnliche Anzahl - wäre ein Offshore-Windpark vor Borkum weg.
Das wäre nicht wenig und auch sehr aufwändig.
Solarparks könnten schon beim Abwurf oder Abstreuen von 1000en Stahlkugeln nicht mehr nutzbar sein.


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22.06.2026 um 16:19
Zitat von hiddenhidden schrieb:Wenn aber angenommen 500 Drohnen ankommen - momemtan eine nicht ungewöhnliche Anzahl - wäre ein Offshore-Windpark vor Borkum weg.
Stimmt.
Das bedeutet ein erfolgreicher Angriff (eine Drohne, die trifft) pro 15 MW (offshore) oder vielleicht 5 MW auf dem Land.
Beschieße ich erfolgreich ein AKW, sind mehrere GW weg. Plus die Gefahr durch Strahlung, die ggf. sogar einen Wiederaufbau unmöglich macht oder zumindest erschwert. Sicherlich ist ein AKW schwerer kritisch zu beschädigen, als ein Windrad. Aber in Summe ist ein AKW (wenn dem Angreifer die Folgen egal sind) ein kritisches Ziel und ein Windrad ist es nicht.

Ein Umspannwerk ist dagegen viel lohnender - aber auch AKWs brauchen Umspannwerke. Das hat also nichts mit der Frage AKW <-> Windrad zu tun.


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22.06.2026 um 16:31
Ein Umspannwerk in Freiluftbauweise kann man schon mit "Lametta" lahmlegen (gleiches gilt auch für Elektrozäune aller Art). Aber: warum gab es nicht im 2. Weltkrieg auf die Stadt Ludwigsburg, in deren Norden schon damals ein bedeutendes Umspannwerk lag, zahlreiche schwere Luftangriffe?


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22.06.2026 um 22:36
@Marfrank

Das mit den Kleinreaktoren klingt erst mal sinnig.
Aber scheinbar entsteht auf die erhaltene Energie wesentlich mehr radioaktiver Abfall.

Ich kenne mich nicht aus in dem Thema, habe aber das mal aufgeschnappt:

https://www.scinexx.de/news/energie/atomkraft-kleinreaktoren-verschaerfen-entsorgungsproblem/


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23.06.2026 um 12:10
Zitat von bettmanbettman schrieb:Da sollte man halt nicht mit zentraler Warmwasserbereitung bauen
Auch da gibt es doch Möglichkeiten. Das Kaltwasser wird durch eine dünne Leitung durch den Heißkessel geführt und dadurch erst erwärmt. Die Dinger heißen wohl "Hygienekessel".


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23.06.2026 um 22:19
Zitat von KurzschlussfunKurzschlussfun schrieb:Das mit den Kleinreaktoren klingt erst mal sinnig.
Aber scheinbar entsteht auf die erhaltene Energie wesentlich mehr radioaktiver Abfall.
Brauchen die nicht auch Kühlung?
Ist grad wieder Problem:
Abschaltung und Drosselung von Atomkraftwerken in Frankreich und der Schweiz. Angesichts der extremen Temperaturen fuhr der staatliche Stromkonzern EDF das Kernkraftwerk Golfech im Süden des Landes in der Nacht zu Dienstag herunter. Für drei weitere Kraftwerke kündigte EDF ebenfalls Einschränkungen des Betriebs an. Auch in der Schweiz werden Atomkraftwerke gedrosselt:
Quelle: https://www.t-online.de/finanzen/energie/id_101309514/strompreise-ueber-600-euro-preise-kratzen-wegen-hitze-in-europa-an-rekord.html


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24.06.2026 um 01:18
Bei Clusterreaktoren ist es möglich, einzelne Reaktoren abzuschalten. Vielleicht ist dies wirtschaftlicher als einen großen Reaktor mit verminderter Leistung zu betreiben.


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24.06.2026 um 07:48
Nein


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25.06.2026 um 15:53
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:Nein
Recht kurz, aber inhaltlich korrekt.

@Marfrank
Solche Cluster können ggf. Vorteile in der Redundanz/Ausfallsicherheit haben. Aber so etwas ist immer teurer. Das wird auch nicht durch Kostenvorteile durch Gleichteile aufgewogen.

Diese Minireaktoren haben eigentlich nur einen sinnvollen Anwendungszweck: Viel Strom in abgelegenen Gebieten. Ist an sich super, aber dann habe ich auch eine kaum noch kontrollierbare Verteilung hoch problematischer Substanzen überall auf der Welt. Es gibt einen Grund, warum solche Reaktoren nur in sehr eingeschränkten Anwendungsfällen (militärisch z.B.) verwendet werden.


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25.06.2026 um 20:27
Oh, Frankreich muss mal wieder wegen der Hitze AKW abschalten.
Die am Donnerstag vom Netz genommenen Reaktoren stehen im Kernkraftwerk Nogent-sur-Seine an der Seine nördlich von Paris und im Kraftwerk Bugey an der Rhone nahe Lyon im Südosten des Landes. Beide Abschaltungen wurden durch steigende Wassertemperaturen in den Flüssen ausgelöst. EDF ist gesetzlich verpflichtet, diese zu überwachen, um zu verhindern, dass zu warmes Kühlwasser Ökosysteme in den Flüssen schädigt.
Quelle: https://de.euronews.com/2026/06/25/frankreich-schaltet-atomreaktoren-wegen-hitze-ab

Und dabei werden die Fans doch nicht müde, zu betonen wie Grundlastfähig die doch angeblich sind....


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26.06.2026 um 14:42
@alhambra
The same procedure as every year 🫣

Der Artikel ist aber auch noch aus anderer Sicht sehr gut.

1. Steht dort auch die extreme Warnung vor der extremen Hitze und den neuen allzeit Rekorden (die in Frankreich wirklich sehr sehr heftig ausfallen) und der Hinweis auf Todesopfer.

2. Hat Frankreich und Deutschland und alle anderen Ländern mit dem Ausfall kein Problem offenbar.

Warum?

Es gibt aktuell mehr als genug Solar und Windstrom.

In meiner App Stromgedacht die ich schonmal verlinkt habe, ist heute alles supergrün, zumindest von 11:00 Uhr bis 16:00 Uhr.

Es gibt also derzeit mehr als genug Strom aus erneuerbaren Energien.

Falls es jemand interessiert?
Hier die App von Transnet BW:

https://play.google.com/store/apps/details?id=de.transnetbw.stromgedacht

In Deutschland jedenfalls wird kein einziges Atomkraft herunter gefahren werden wegen der extremen Hitzewelle und das ist meiner Meinung nach auch gut so.


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26.06.2026 um 14:51
Ich glaube aber, dass es an mehr Tagen im Jahr Dunkelflaute gibt, als das thermische Kraftwerke wegen Flusswasserüberhitzung vom Netz genommen werden müssen.


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26.06.2026 um 15:24
Zitat von MarfrankMarfrank schrieb:Ich glaube aber, dass es an mehr Tagen im Jahr Dunkelflaute gibt, als das thermische Kraftwerke wegen Flusswasserüberhitzung vom Netz genommen werden müssen.
Ich glaube Dunkelflaute und Frankreichs AKWs... das nimmt sich von der Tagen her nicht viel. Und jenseits vom Glauben kann ich das sogar peilen, auf irgendwas zwischen 10-30 Tagen pro Jahr.


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Der Energiewende-Thread

27.06.2026 um 16:50
Zitat von paxitopaxito schrieb:das nimmt sich von der Tagen her nicht viel.
Mag aktuell so sein, aber bei zunehmenden Temperaturen schätzt man, dass es mehr Tage werden.
Wegen der Hitzewelle drosselte EDF zudem die Produktion von zwei weiteren Reaktoren. Die 57 französischen Atomkraftwerke sind alle an Flüssen oder am Meer gebaut, um das Wasser zum Kühlen der Reaktoren zu nutzen.

Bei Hitzeperioden kommt es regelmäßig vor, dass einige Reaktoren heruntergefahren werden, um die Gewässer zu schützen. Bislang macht dies lediglich 0,3 Prozent der Produktion aus. Experten schätzen, dass die Ausfälle infolge von Hitzewellen, die durch den Klimawandel verstärkt werden, bis 2035 auf 1,4 Prozent der Gesamtproduktion steigen könnten.
Quelle: https://www.lessentiel.lu/de/story/wassertemperaturen-hitzewelle-setzt-europas-atomkraftwerken-zu-103590431

Allerdings hat auch die Wasserkraft damit ihre Grenzen:
Genau das ist in diesem Winter ausgeblieben. Nach Monaten mit ungewöhnlich wenig Niederschlag und geringen Schneemengen geraten die Wasserreserven unter Druck. Die Folge: sinkende Exportmengen, steigende Strompreise und wachsende Sorge vor einer angespannten Versorgungslage.
Stauseen bleiben deutlich unter dem Soll

Besonders sichtbar wird das in den Bergen Südnorwegens, wie Bloomberg in einer Reportage berichtet. Dort, wo im Winter normalerweise meterhoch Schnee liegt, bieten sich in diesem Jahr vielerorts kahle Hänge.

Auch am Vatndalsstaudamm zeigt sich das Problem: Das große Reservoir ist auf die Schneeschmelze im Frühjahr angewiesen, um sich zu füllen und Strom zu erzeugen. Nach dem trockensten Winter seit Jahrzehnten liegt der Wasserstand jedoch deutlich niedriger als üblich. Energieunternehmen reagieren bereits und begrenzen den Wasserabfluss.

Der Hydrologe Sverre Eikeland, der den Energieversorger A Energi berät, bringt das Problem gegenüber Bloomberg auf den Punkt: Weniger Schnee bedeute auch weniger Energie, die in Form von Wasser für die Stromproduktion gespeichert sei.
Quelle: https://www.nordisch.info/norwegen/zu-wenig-schnee-zu-wenig-strom-norwegen-geht-die-kraft-aus/

Unseren Alpenländern wird das wahrscheinlich auch nicht erspart werden.
Im vergangenen Jahr ging beim Verbund die Stromerzeugung aus Wasserkraft um mehr als ein Fünftel zurück. Im Geschäftsjahr 2025 verzeichnete der Energiekonzern wegen einer schlechteren Wasserführung und negativer Effekte durch die staatliche Gewinnabschöpfung Gewinneinbußen um 21 Prozent, wie das Unternehmen Mitte März mitteilte. Der Ausblick blieb verhalten.
Laufkraftwerke besonders betroffen

Auch der niederösterreichische Energieversorger EVN beobachtete einen Rückgang – allerdings regional unterschiedlich. Manche Laufkraftwerke in Niederösterreich hätten im vergangenen Jahr nur 50 Prozent geliefert, andere 90 Prozent – mehr dazu in noe.ORF.at. Für den Vorstandssprecher des Netzbetreibers Austrian Power Grid (APG), Gerhard Christiner, sind die Laufwasserkraftwerke der „Sockel der österreichischen Stromerzeugung“. Werde die Stromerzeugung etwa in manchen Wintermonaten weniger, habe Österreich kaum Möglichkeiten, das auszugleichen, so Christiner gegenüber ORF.at.
Quelle: https://orf.at/stories/3426871/

Thema SMR:
Den Verfechtern von SMR sei gesagt, dass je nach Schätzung von 300 bis 1500 solcher Anlagen gebaut werden müssten mit all den typischen Konsequenzen, die wir beim Aufbau von Windkraftanlagen erleben. Oder glaubt hier wirklich jemand, dass man die SMR einfach so durchwinkt und sie zügig und innerhalb ganz weniger Jahre errichtet werden? Das Thema Endlagerung und Versorgungssicherheit ignoriere ich mal, wie es die Verfechter ja auch gerne vormachen.


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