bettman
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Der Energiewende-Thread
gestern um 13:36Wärmepumpen können zum Beispiel auch die Vorwärmung sehr effizient übernehmen.Marfrank schrieb am 14.07.2026:In wie weit können Großwärmepumpen industrielle Prozesswärme liefern?
Ich hatte es Anfang des Jahres mit einem Industrieprozess zu tun, der 110 Grad heißes Heizwasser benötigt hat, welches zu einem großen Teil im Produkt geblieben ist.
Alter Prozess:
- 12 Grad kaltes Wasser wird auf 110 Grad mittels Gaskessel erhitzt.
- Je erwärmten Kubikmeter Wasser werden etwas über 21 kg CO2 in die Atmosphäre geschossen
Neuer Prozess:
- der Betrieb bekommt Wärmepumpe + PV-Anlage
- 12 Grad kaltes Wasser wird auf 50-70 Grad mittels Propanwärmepumpe erwärmt (abhängig von Außentemperatur, PV-Strom-Verfügbarkeit und Strompreis)
- Das restliche Temperaturdelta wird vorläufig weiterhin mittels Gas erhitzt. Überschüssiger PV Strom wird mittels Heizstab zur Nacherhitzung genutzt.
- weniger als 9 kg CO2 Ausstoß bei gleichbleibenden Energiekosten, die für den Kubikmeter Prozesswasser anfallen. Gleichzeitig ist die Autarkie (und damit auch Resilienz des Betriebes gegen Energiepreisschwankungen) gestiegen.
