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Der Energiewende-Thread

3.470 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Energie, Klimawandel, CO2 ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der Energiewende-Thread

07.07.2026 um 22:24
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:kW sind Starkstrom und gefährlich....
Das halten die Leitungen nicht aus und zum Abregeln müssen wir digitalisieren und das kostet und dauert und überhaupt brauchen wir die Kapazität für teure Gaswerke.
Alles nicht so einfach hier bei der Lobby.


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Der Energiewende-Thread

08.07.2026 um 07:24
Zitat von hiddenhidden schrieb:Das halten die Leitungen nicht aus und zum Abregeln müssen wir digitalisieren und das kostet und dauert und überhaupt brauchen wir die Kapazität für teure Gaswerke.
und vor allem brauchen wir eine Lösung die zu 150% funktioniert. Sonst fangen wir gar nicht erst an. Z.b. Smart Meter, die alle ne eigene SIM Karte samt der dazugehörigen Kosten brauchen, weil man sowas ja auf gar keinen Fall auf den eh vorhandenen Internetanschluss des Kunden klemmen kann.


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Der Energiewende-Thread

08.07.2026 um 08:09
Eigentlich brauchen wir was wie GSM R eben GSM E.

Dann überweisen wir einem Konsortium, 5 MRD, dafür dass es als GMBH die Haftung übernimmt, dass das auch alles funktioniert.

Ist das Satire ???

Nein... Polizeifunk ist mit digitaler Datenübertragung super toll. Oft kein Empfang, teuer und langsam.

Andere nehmen normale Handynetze und VPN.... aber ja zu Sylvester kann das Handynetz voll sein... so haben wir ein geregeltes Netz mit toller Verantwortung und öfter kein Netz, weil zu wenig Funkmasten gebaut wurden, weil es teuer ist und ein Nichtbau ja keine direkte Verantwortung ist.


https://www.heise.de/news/Der-digitale-Behoerden-Funk-sucht-nach-seiner-Zukunft-2839315.html

Aber das wird schon.... 2005 sollte es laufen...


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Der Energiewende-Thread

08.07.2026 um 14:23
Zitat von alhambraalhambra schrieb:und vor allem brauchen wir eine Lösung die zu 150% funktioniert. Sonst fangen wir gar nicht erst an. Z.b. Smart Meter, die alle ne eigene SIM Karte samt der dazugehörigen Kosten brauchen, weil man sowas ja auf gar keinen Fall auf den eh vorhandenen Internetanschluss des Kunden klemmen kann.
Man könnte es so schön einfach haben als deutscher, als Reiseweltmeister 🤷

Einfach mal eben schauen wie die anderen das so machen und siehe da........kein Problem - in anderen Ländern.

Man muss ja nicht jedesmal das Rad neu erfinden.

Der Vergleich des Rollout zeigt ein deutliches Gefälle: Italien liegt bei rund 98 %, Spanien bei rund 99 %, Schweden nahezu bei 100 % und Frankreich bei rund 90 % Durchdringung, während Deutschland Ende 2025 gerade einmal 5,5 % erreicht hat (ca. 3 Mio. von 56,5 Mio. Zählpunkten) [1]. Schweden und Dänemark hatten ihre Rollouts bereits 2021 abgeschlossen [2]. Der EU-27-Durchschnitt (plus Norwegen/Schweiz/UK) lag Ende 2024 bei ca. 63 % mit über 195 Mio. verbauten Geräten [1].
Der eigentliche Unterschied liegt nicht bei "SIM-Karte ja/nein", sondern bei der Netzarchitektur:

Frankreich (Linky/Enedis): Der Zähler selbst hat keine SIM-Karte. Kommunikation erfolgt per G3-PLC (Power Line Communication) über die vorhandenen Stromkabel bis zum Konzentrator in der nächsten Trafostation – dort sitzt die einzige Mobilfunkverbindung (GPRS) für ca. 50 Zähler gebündelt. Erreichte Zuverlässigkeit: über 99 % Erfolgsquote [3][4]. Rollout von 35 Mio. Zählern in 6 Jahren (2015–2021) [3].

Italien/Spanien: Ähnliches Prinzip – Narrowband-PLC vom Zähler zur Trafostation, von dort gebündelt per Mobilfunk weiter ins Backend (Spanien: PRIME-Standard).

UK (SMETS2/DCC): Hier sitzt die Mobilfunk- bzw. Funkverbindung direkt im Zähler, dafür ist das System bewusst simpel gehalten. Ergebnis: Installation im Schnitt alle 30 Sekunden ein Gerät [5].
Deutschland (iMSys): Jeder Anschluss bekommt ein eigenes Smart Meter Gateway mit eigener Mobilfunk-SIM (LTE/GPRS) und BSI-zertifiziertem Sicherheitsmodul – kein geteilter Konzentrator wie in Frankreich, sondern ein deutlich aufwendigeres Sicherheits- und Kommunikationskonzept pro Haushalt [6][7].

Fazit: Die Vorreiterländer sparen sich entweder die Einzel-SIM pro Haushalt durch das PLC-Konzentrator-Modell (FR/IT/ES) oder verzichten auf ein eigenes Gateway-Sicherheitsmodul wie in Deutschland (UK). Deutschland hat sich für den technisch anspruchsvollsten und teuersten Weg entschieden – mit entsprechenden Folgen für Tempo und Kosten des Rollouts.
Quellen:
[1] iwr.de – Eon installiert eine Million Smart Meter – Deutschland hinkt beim Rollout in Europa weit hinterher (18.03.2026): https://www.iwr.de/news/eon-installiert-eine-million-smart-meter-deutschland-hinkt-beim-rollout-in-europa-weit-hinterher-news39576
[2] wechselpilot.com – Smart-Meter-Rollout 2026: Aktueller Stand: https://www.wechselpilot.com/magazin/smart-meter-rollout-2026/
[3] Eclipse IoT Day ERDF-Präsentation, G3-PLC/Linky: https://wiki.eclipse.org/images/f/f9/Eclipse_IOT_Day_ERDF.pdf
[4] Renewable Energy World – France's 'AMI 1.5': The Linky meter sets global standards: https://www.renewableenergyworld.com/power-grid/smart-grids/frances-ami-1-5-the-linky-meter-sets-global-standards/
[5] Handelsblatt Live – Das Problem mit Smart Metern: Warum Deutschland die Energiewende selbst ausbremst: https://live.handelsblatt.com/das-problem-mit-smart-metern-warum-deutschland-die-energiewende-selbst-ausbremst/
[6] Octopus Energy DE – Smart Meter in Deutschland – Rollout, Probleme & Lösungen: https://octopusenergy.de/politische-forderungen/smart-meter
[7] Wikipedia – Intelligentes Messsystem: Wikipedia: Intelligentes Messsystem


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Der Energiewende-Thread

08.07.2026 um 14:59
Zitat von ForesterForester schrieb:UK). Deutschland hat sich für den technisch anspruchsvollsten und teuersten Weg entschieden – mit entsprechenden Folgen für Tempo und Kosten des Rollouts.
Quellen:
Und dem Ergebnis, das keiner so ein Zähler will, weil man die Mehrkosten nur selten einspielen kann


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08.07.2026 um 16:22
Warum eigentlich keine Datenübertragung vom Smartmeter über einen vorhandenen Festnetzanschluss?


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08.07.2026 um 21:41
Zitat von MarfrankMarfrank schrieb:Warum eigentlich keine Datenübertragung vom Smartmeter über einen vorhandenen Festnetzanschluss?
wahrscheinlich weil das zu einfach wäre.


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08.07.2026 um 21:44
Und noch eine verrückte Idee. Wir können die Kohlekraftwerke CO2 neutral weiterbetreiben. In dem wir in ihnen keine Kohle sondern Eisen verbrennen...

Man verbrennt also Eisen zu Rost, das nimmt man dann wieder raus und macht draus mit erneuerbaren Energien wieder Eisen.

https://www.golem.de/news/eisen-statt-wasserstoff-eisenpulver-koennte-zum-relevanten-energiespeicher-werden-2607-210627.html


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08.07.2026 um 22:24
Zitat von MarfrankMarfrank schrieb:Warum eigentlich keine Datenübertragung vom Smartmeter über einen vorhandenen Festnetzanschluss?
Mein Stromzähler ist im Keller, mein Telefonanschluss im 2. Stock. Soll ich da 50 Meter Kabel durchs Treppenhaus legen?

„Festnetzanschluss“ gibt es heute nicht mehr. Was es gibt sind Internetanschlüsse. Längst nicht jeder Haushalt hat einen mehr, vielen reicht auch einfach ein Handy.

Aber selbst wenn: Entweder du überträgst dann die Daten als „Telefongespräch“, dann bist du heute bei VoIP. Der Smartmeter müsste also ein VoIP-Client mit passenden Zugangsdaten für deinen Anschluss sein. Oder du überträgst die Daten per Internet, dann brauchst du für den Smartmeter ein Lan-Kabel oder WLAN inkl passender Zugangsdaten für dein privates Netzwerk. Und der Anbieter muss hoffen, dass du keine Firewall dazwischen hast, DHCP im Netz an ist, und dein Router 24/7 durchläuft.

Für einen Stromanbieter sind das viel zu viele Unbekannte. Und er muss am Ende dafür geradestehen und Support leisten, wenn es nicht funktioniert. Dagegen ist die Lösung „Simkarte in jeder Smartmeter“ simpel, skalierfähig und der Endkunde muss nichts weiter haben oder machen.


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09.07.2026 um 00:05
Zitat von JokerClzJokerClz schrieb:Mein Stromzähler ist im Keller, mein Telefonanschluss im 2. Stock. Soll ich da 50 Meter Kabel durchs Treppenhaus legen?
Ich dachte an WLAN.
Zitat von JokerClzJokerClz schrieb:Und der Anbieter muss hoffen, dass du keine Firewall dazwischen hast, DHCP im Netz an ist, und dein Router 24/7 durchläuft.
Es reicht doch für die Gebührenabrechnung aus, den Zählerstand einmal pro Monat abzulesen. Da müssen doch nicht ständig Daten fließen!


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09.07.2026 um 07:17
Zitat von MarfrankMarfrank schrieb:Es reicht doch für die Gebührenabrechnung aus, den Zählerstand einmal pro Monat abzulesen. Da müssen doch nicht ständig Daten fließen!
Doch, genau darum geht es ja. Smart Meter übertragen den Verbrauch alle 15 min.


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09.07.2026 um 11:58
https://www.enexis.nl/nieuws/2026/07/deel-van-het-stroomnet-afgeschakeld-in-tilburg (am Besten auf Deutsch übersetzen)

In Tilburg, NL, gab es vergangenen Sonntag eine Strom-Abschaltung.
War zwar aufgrund eines Messfehlers, trotzdem denke ich daß auch solche Szenarien als realistisch angesehen werden sollten.


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09.07.2026 um 13:56
Warum muss denn der Verbrauch alle 15 Minuten übertragen werden? Da kann doch nur so ein blöder Algorithmus Lebensgewohnheiten interpretieren!


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09.07.2026 um 14:19
Zitat von MarfrankMarfrank schrieb:Da kann doch nur so ein blöder Algorithmus Lebensgewohnheiten interpretieren!
Ist ja vielleicht auch nicht ungewollt. Man weiß doch, Daten sind wertvoll.


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09.07.2026 um 14:22
@JokerClz
Der Einwand mit Firewall/DHCP/Router-Verfügbarkeit ist absolut berechtigt und der Grund warum ich auch noch keinen Smartmeter habe. Genau deshalb verlassen sich die Vorreiterländer gar nicht erst auf das Heimnetz oder eine SIM im Zähler selbst, wie ich ja bereits erklärt habe.

Frankreichs Linky-System macht es so: Der Zähler kommuniziert per PLC (Power Line Communication) über die ganz normale Stromleitung – die Daten "reiten" quasi auf dem Stromkabel mit, das ohnehin vom Keller bis zum Trafo führt. Kein Internetanschluss, kein WLAN, keine Zugangsdaten, keine Abhängigkeit vom Kundenrouter nötig. Am anderen Ende, in der nächsten Trafostation, sitzt ein Konzentrator, der die PLC-Signale von ca. 50 Zählern im Viertel bündelt und diese eine Verbindung dann per Mobilfunk (GPRS) weiterreicht. Die SIM-Karte steckt also nicht im Zähler, sondern zentral im Konzentrator – 1 SIM für 50 Haushalte statt 50 SIMs.
Das löst genau das Problem, das du beschreibst: Es gibt keine 50 Meter Kabel durchs Treppenhaus, keinen VoIP-Client im Zähler und keine Abhängigkeit davon, ob der Kunde überhaupt Internet hat, seinen Router 24/7 laufen lässt oder eine Firewall dazwischen hat.

Die Übertragung nutzt die Stromleitung, die ohnehin vorhanden ist – technisch simpel und für den Kunden komplett transparent. Erreichte Zuverlässigkeit dabei: über 99 % Erfolgsquote bei der täglichen Datenübertragung.
Deutschland hat sich stattdessen für ein Modell mit eigenem Smart Meter Gateway plus eigener SIM pro Haushalt entschieden – technisch die aufwendigste und teuerste Variante aller hier verglichenen Länder, aber eben auch die, die am wenigsten von der PLC-Bündelung profitiert.

Quelle zur Linky-PLC-Architektur: https://www.renewableenergyworld.com/power-grid/smart-grids/frances-ami-1-5-the-linky-meter-sets-global-standards/


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09.07.2026 um 14:28
Könnte man vielleicht nicht die Internetprotokolle so modifizieren, dass Zähler- und andere Messdaten leichter übertragen werden können. Warum hat man so was überhaupt nicht vorgesehen? Man hat ja über analoge Telefonnetze auch schon Messdaten übertragen! Böten die Übertragungsprotokolle über Telefonnetze keinen Platz mehr für Telemetrie?

Im Übrigen: kann der Kunde beim Smartmeter das Abfrageintervall einstellen? Wenn ja, in welchen Bereich?


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Der Energiewende-Thread

09.07.2026 um 18:01
Der Smart Meter, den sie mir hier andrehen wollten, sollte über PLC laufen.
Hab ich als Funkamateur dankend abgelehnt, weil die Dinger dermaßen Elektrosmog erzeugen das ein Funk-/ Radioempfang nahezu unmöglich wird- nur noch Rauschen und Brummen!


:mlp:


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Der Energiewende-Thread

09.07.2026 um 18:43
Aus diesen Grund propagiere ich die Möglichkeit einer Übertragung über das öffentliche Fernsprechnetz. Im Übrigen: welche Frequenz nutzt die PLC-Übertragung? Bei geeigneter Frequenz und schmalbandiger Übertragung müsste man doch Störungen weitgehend ausschließen können.


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Der Energiewende-Thread

09.07.2026 um 22:55
@Syndrom
@Marfrank
Das reale Problem, das ihr ansprecht ist absolut berechtigt – gestörter Langwellen-/Mittelwellenempfang in der Nähe von PLC-Zählern ist dokumentiert und kein Hirngespinst.
Nur bei der Ursache und der Lösung würde ich widersprechen: Die Annahme "bei geeigneter Frequenz und Schmalband ließe sich das vermeiden" geht davon aus, dass aktuelle Systeme breitbandig oder ungeeignet gewählt seien. Das stimmt aber nicht – Smart-Meter-PLC (G3-PLC, PRIME) läuft in Europa bereits im CENELEC-A-Band, 9–95 kHz, per EN 50065 exklusiv für Energieversorger reserviert, mit vielen schmalen OFDM-Subträgern. Das ist also längst Schmalband und eine eigens dafür vorgesehene Frequenz.

Das Problem liegt woanders: Die stromführenden Leitungen im Haus sind nicht abgeschirmt und wirken bei diesen Frequenzen ungewollt wie Antennen. Genau in diesem Bereich (9–500 kHz) liegen auch Langwellenrundfunk und Funknavigationsbaken – deshalb kommt es zu Störungen, unabhängig davon, wie schmal der einzelne Kanal ist. Man kann also nicht "noch schmalbandiger" oder "noch geeigneter" wählen, um das zu lösen, solange man überhaupt PLC über ungeschirmte Netzleitungen nutzt. Das ist ein strukturelles Problem des Übertragungsmediums, kein Frequenzwahl-Fehler.

Zum Alternativvorschlag mit dem öffentlichen Fernsprechnetz: Das gibt es in Deutschland technisch nicht mehr. Die Telekom hat die All-IP-Migration (analoges Netz → VoIP) bereits um 2018–2022 abgeschlossen. Ein Zähler-Modem bräuchte heute also eine VoIP-Verbindung – und VoIP-Codecs komprimieren verlustbehaftet, was genau die Signalfeinheiten zerstört, auf die ein klassisches Analogmodem angewiesen ist (deshalb gibt es für Fax den eigenen Standard T.38, um dieses Problem zu umgehen). Die Idee ist also nicht unpraktisch, sondern an der Netzinfrastruktur von vor über zehn Jahren gescheitert.

Kurz: Das Störungsproblem ist real, aber es liegt am Übertragungsmedium (ungeschirmte Stromleitung), nicht an einer falschen Frequenzwahl – und die vorgeschlagene Alternative existiert leider nicht mehr.

Quellen:
ÖVSV Wiki – CENELEC-A-Band, FCC-Band bei G3-PLC: https://wiki.oevsv.at/wiki/Smart_Meter
4S4 Metering – G3-PLC Frequenzbänder international: https://4s4metering.bg/en/technologies/g3-plc/
Rundfunkforum – Diskussion Smart Meter und Radiostörungen: https://www.rundfunkforum.de/viewtopic.php?t=28995

Funktionieren tut das ganze aber ja trotzdem......in den Nachbarländern.


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Der Energiewende-Thread

10.07.2026 um 02:00
Zitat von MarfrankMarfrank schrieb:Könnte man vielleicht nicht die Internetprotokolle so modifizieren, dass Zähler- und andere Messdaten leichter übertragen werden können. Warum hat man so was überhaupt nicht vorgesehen? Man hat ja über analoge Telefonnetze auch schon Messdaten übertragen! Böten die Übertragungsprotokolle über Telefonnetze keinen Platz mehr für Telemetrie?
Was möchtest du denn da vereinfachen? Du hast eine Übertragung von dir zum Stromanbieter über ein öffentliches Netz. Da dein Internetanbieter nicht dein Stromanbieter ist, brauchst du eine „Empfängeradresse“, sowas wie früher eine Telefonnummer.

Damit der Empfänger weiss, von wem die Daten kommen, braucht es eine „Absendeadresse“, auch um eine „Empfangsbestätigung“ zuzustellen.

Da du an deinem Internetanschluss nicht nur ein Gerät betreiben willst, benötigst du einen „Verteiler“ für Datenpakete und eine Adressierungsmöglichkeit hinter deinem Anschluss.

Und schwups, bist du bei TCP/IP, wo IPs die „Empfänger“- und „Absenderadressen darstellen, und dein Router ist der „Verteiler“ .

Das ist schon das einfachste Konzept, mit dem so eine Aufgabe umsetzbar ist.

Und zu „Übertragungsprotokolle über Telefonnetze“: so etwas gibt es nicht mehr. Es gibt Datennetzwerke, über die auch Telefonie übertragen werden kann. Neben allen möglichen anderen Daten, auch Messdaten.

Auf die von mir angesprochenen Grundprobleme bist du aber gar nicht eingegangen. Schon allein, dass Stromzähler und Internetanschluss häufig durch viele Mauern und Stockwerke getrennt sind, verhindert eine breite Nutzung. WLAN hilft dir dabei überhaupt nicht, spätestens bei der dritten Stahlbetonwand ist Schluss. Und dass sich ein Stromanbieter nicht mit der Netzwerkinfrastruktur bei Privatkunden rumschlagen will, trägt ebenso dazu bei, dass unabhängige Lösungen wie Mobilfunk oder PLC genutzt werden.


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