Was lernen wir aus der unflexiblen Energiepolitik von Ministerin Reiche?
Das wir ein unflexibles Netz haben, das an seine Grenzen stößt, die Fossil-Lobby unterstützt, "technologieoffen" boykotiert und die teuersten Strompreise in Europa generiert.

Aufgrund der hohen Temperaturen und einer einhergehenden Hitzeflaute (zu wenig Wind) steigen die Preise an der Strombörse und D muß Strom teuer importieren. Die französischen Atomkraftwerke konnten 9,8 Prozent weniger Strom als üblich produzieren. Abends, wenn die Sonne weg ist, gibt es aufgrund der Windflaute nur noch Kohle und Gas – und die sind eben teuer.
An der Strompreisbörse herrschte in dieser Woche Alarmstufe Rot. Am Mittwochabend kletterte der Strompreis in Deutschland abends auf rekordverdächtige 933 Euro pro Megawattstunde; in Belgien wurde der Allzeitrekord von 1.038 Euro/MWh geknackt. Ähnlich sah es auch in Dänemark, den Niederlanden und Großbritannien aus.

Wir haben eine gute Million Speicher in deutschen Kellern, die um 18 Uhr gut gefüllt sind und ihren Strom während solcher Engpässe ins Netz geben könnten. Das passiert aber nicht.
Dass das funktionieren kann, zeigen andere europäische Staaten, wie Norwegen oder Spanien. Auch sie erleben die Hitzewelle, in Spanien wurden am Dienstag schon 43,7 Grad Celsius gemessen. Doch der Strompreis bleibt stabiler – auch weil jeder Haushalt in dem Land einen Smart Meter besitzt und dieser den Heimspeicher netzdienlich steuert. Während das deutsche System mit 900 Euro/MWh unter Druck stand, zahlten die Spanier nur 150 Euro/MWh.
Quelle: https://www.t-online.de/finanzen/energie/id_101314616/strompreise-hitze-legt-deutsche-fehler-offen-system-kommt-an-grenzen-.html

Hitzewelle legt deutsche Fehler gnadenlos offen

Der Bundesverband Energiespeicher Systeme (BVES) hält die aktuelle Ausgestaltung des neuen Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätsgesetz (StromVKG) für europarechtswidrig, fordert fairen Wettbewerb und kündigt eine Beschwerde bei der EU-Kommission an.

Die Regeln sind zwar "technologieoffen" aber so auf Gaskraftwerke zugeschnitten, das Batteriespeicher das nicht erreichen sollen.
So gibt es Einschränkungen durch ein sinnloses "Pooling-Verbot" (Kleine Speicher dürfen Kräfte nicht bündeln) sowie eine Ungleichbehandlung bei "Resilienzregeln und Technologieoffenheit".

EU-Beschwerde gegen Kapazitätsgesetz: Speicherverband BVES fordert fairen Wettbewerb um Versorgungssicherheit

Nicht mit drin ist dazu noch die totale Verweigerung der Einspeisung und Beteiligung am Ausbau der maroden und angeblich überlasteten Netze.
Das was Fr. Reiche macht ist Sabotage an sicherer Energieversorgung und günstigen Preisen.