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Der Energiewende-Thread

3.540 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Energie, Klimawandel, CO2 ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der Energiewende-Thread

11.08.2026 um 13:21
@Marfrank
das ist eigentlich für jeden offensichtlich, nur für die Fans der Atomkraft irgendwie nicht.

Ein kleines AKW hat genau die gleichen Probleme wie ein großes. Nur das halt weniger Strom rauskommt auf den man die Kosten verteilen kann. Die Fans würden jetzt sagen: die Teile werden dann in Großserie gebaut werden, deshalb wird's billiger. Aber die Studienlage ist da relativ eindeutig: wenn man mit Serienfertigung die Teile nicht um mindestens Faktor 100 billiger bekommt, wird's nicht klappen.


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12.08.2026 um 02:15
Könnte man nicht große Atomkraftwerke in Serie bauen?


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12.08.2026 um 07:29
@Marfrank
Das ist das, was man bis jetzt versucht hat. Große Einsparungen gab es dabei nicht. Dafür zusätzliche Probleme. z.b. vor ein paar Jahren als die Hälfte der französischen AKW wegen eines Serienfehlers standen.


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12.08.2026 um 10:41
Zitat von MarfrankMarfrank schrieb:Warum sollen die eigentlich großen Reaktoren überlegen sein.
Weil man sie theoretisch dezentral betreiben kann und eine Serienfertigung zumindest nicht von vornherein ausgeschlossen ist. In der Realität funktionieren beide Annahmen für AKWs aber nicht.
Zitat von MarfrankMarfrank schrieb:Könnte man nicht große Atomkraftwerke in Serie bauen?
Theoretisch sicherlich, in der Realität nicht. Ewige Bauzeiten, unterschiedliche Genehmigungsverfahren usw. machen jedes AKW zu einem Unikat.

Ich verstehe nach wie vor nicht, warum Du an längst erledigten Thesen zur Kernkraft herumdoktorst. Kernkraft funktioniert und ist in bestimmten Grenzen beherrschbar. Aber gegenüber einer Vielzahl an Alternativen die mit Abstand schlechtere Lösung zur Stromgewinnung. AKWs lohnen sich nur (im Wortsinn), wenn man Kernwaffen bauen möchte. Oder in extremen Sondernutzungen wie U-Booten. Zur Stromgewinnung gibt es billigere, risikoärmere und verlässlichere Mittel.


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12.08.2026 um 10:57
Zitat von azazeelazazeel schrieb:AKWs lohnen sich nur (im Wortsinn), wenn man Kernwaffen bauen möchte.
Bitte was? Wie kommt man zu so einer These?
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Zur Stromgewinnung gibt es billigere, risikoärmere und verlässlichere Mittel.
Wie Wasserkraft? Schon mal vom Banqiao-Staudamm gehört?


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12.08.2026 um 11:30
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Wie Wasserkraft? Schon mal vom Banqiao-Staudamm gehört?
Ja wie Tschernobyl... ach ne nur sowjetisches Gerümpel, wie dein Staudamm...

Dann nehmen wir den guten GM Reaktor in Fukushima...

Auch doof ??? Blödes Schichtpersonal in ThreeMileIsland ??

Oder super deutsche Ingenieurskunst im Kugelhaufenreaktor Hamm ???

Ne ??? Politisch genehmigten reinwerfen von Atommüll:
In der dritten Phase der Versuchseinlagerung wurden die Gebinde mit schwachradioaktiven Abfällen über eine Salzböschung in die Einlagerungskammer abgekippt[26] und anschließend mit Salzhaufwerk bedeckt. Spätestens in dieser Phase wurde in Kauf genommen, dass Fässer schon beim Einlagern beschädigt werden. Auch die mittelradioaktiven Abfälle wurden in ihren Rollreifenfässern in die Lagerkammer fallen gelassen. Eine Rückholung eingelagerter Abfälle war ausdrücklich nicht vorgesehen.
Quelle: Wikipedia: Schachtanlage Asse

Aber gut , dass wir heute klüger sind:
Zur Vorbereitung der Stilllegung der Schachtanlage Asse II ist die Rückholung aller radioaktiven
Abfälle das gesetzlich geforderte Ziel. Bei sämtlichen Tätigkeiten und in allen Betriebsphasen hat
die Gewährleistung der Sicherheit für das Betriebspersonal und die Bevölkerung heutiger und
zukünftiger Generationen für die BGE die höchste Priorität
Quelle: https://www.bge.de/fileadmin/user_upload/Asse/Wesentliche_Unterlagen/Rueckholungsplanung/Der_Rueckholplan/2020-02-19_Rueckholplan_Rev00.pdf


Kostet nur 200 Mio im Jahr und vor 2033 fangen wir nicht an.....
Die laufenden Kosten für das Projekt Asse II der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) - die Stilllegung und Rückholung von rund 47.000 Kubikmetern schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus der Schachtanlage Asse II - beliefen sich im vergangenen Jahr auf rund 191,11 Millionen Euro.

........


Mitte April hatte die BGE öffentlich bekannt gegeben, dass sich der seit 2020 anvisierte Rückholbeginn im Jahr 2033 nicht mehr „darstellen“ lasse und ein neuer Termin noch nicht valide genannt werden könne.
Quelle: https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1187702


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12.08.2026 um 11:35
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:Ne ??? Politisch genehmigten reinwerfen von Atommüll:
Wir sollten die medizinische Nutzung verbieten!
Schmeißen die doch ihre Abfälle staatlich einfach weg.

Wenn ich in Gorleben am Zwischenlager vorbeikomme, dann stehen da seelenruhig Castorbehälter mit Atommüll der Kernenergie.
Wahnsinn, da passiert gar nichts.
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:Kostet nur 200 Mio im Jahr und vor 2033 fangen wir nicht an.....
So sind unsere Politiker, schaffen ein Problem, um dann vor solchen Problemen zu warnen...
Was hat das aber mit der Kernenergie zu tun?


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12.08.2026 um 12:16
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Wir sollten die medizinische Nutzung verbieten!
Schmeißen die doch ihre Abfälle staatlich einfach weg.
Ja genau !!

95% der AKW Abfälle incl sehr lang strahlenden Plutoniums vs 5% mit kurzer Halbwertszeit.

Aber du hast recht... am besten auch verbieten, denn eine Reihe falsch geplanter Staudämme diskreditiert Wasserkraft, genau wie ein Verlassenens Therapiegerät, die ganze Medizintechnik diskreditiert:
. Hunderte Menschen wurden teilweise schwer radioaktiv kontaminiert, vier Personen starben nachweislich binnen weniger Wochen und weitere Todesfälle werden mit dem Unfall in Verbindung gebracht. Teile der Stadt sind bis heute radioaktiv belastet. Der Unfall wurde aufgrund seines Ausmaßes an Kontamination durch die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) als bisher größter radiologischer Unfall weltweit eingestuft und auf der Internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse (INES) mit Stufe 5 (von 7) eingestuft.[1] Ähnliche Fälle wurden 1962 in Mexiko, 1978 in Algerien, 1983 in Mexiko und 2000 in Thailand registriert
Quelle:

Wikipedia: Goiânia-Unfall

.


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12.08.2026 um 12:28
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Bitte was? Wie kommt man zu so einer These?
Da gibt es doch unzählige Studien zu den Kosten der Kernkraft. Schon unzählige Male hier genannt. Dein Kommentar ist reine Ignoranz.
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Wie Wasserkraft?
Und Wind, und Sonne und Pufferspeicher. Auch das ist nur Ignoranz der Realität.

Mit Menschen, die in eigenen Realitäten leben, kann man nicht diskutieren. Echte Antworten auf alle Deine "Thesen" findest Du hier zuhauf. Aber darum geht es Dir ja nicht.


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12.08.2026 um 12:36
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:95% der AKW Abfälle incl sehr lang strahlenden Plutoniums vs 5% mit kurzer Halbwertszeit.
Gorleben ist komplett verstrahlt, das ist alles so gefährlich daher stehen die Castoren dort einfach in Lagerhallen rum.
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Da gibt es doch unzählige Studien zu den Kosten der Kernkraft.
Mir wäre neu, dass alle Staaten mit Kernenergie auch Atomwaffen besitzen und wie das die Kosten von Kernenergie verringern würde.
In Deutschland war Kernenergie so unwirtschaftlich, dass man eine eigene Brennelementesteuer erfinden konnte.
Wie viele Länder der Welt haben Atomwaffen und wie viele haben Kernenergie?
Für eine schnell schmutzige Bombe mag man ein AKW nutzen können, ansonsten werden Atommächte wohl eher auch ohne AKW angereichertes Material erzeugen.


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12.08.2026 um 16:41
In der dritten Phase der Versuchseinlagerung wurden die Gebinde mit schwachradioaktiven Abfällen über eine Salzböschung in die Einlagerungskammer abgekippt und anschließend mit Salzhaufwerk bedeckt. Spätestens in dieser Phase wurde in Kauf genommen, dass Fässer schon beim Einlagern beschädigt werden. Auch die mittelradioaktiven Abfälle wurden in ihren Rollreifenfässern in die Lagerkammer fallen gelassen. Eine Rückholung eingelagerter Abfälle war ausdrücklich nicht vorgesehen.
Quelle: Wikipedia: Schachtanlage Asse

Warum hätte man die nicht gestapelt einlagern gekonnt oder eine Schicht stehender Fässer, dann zugeschüttet?


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13.08.2026 um 00:52
Zitat von MarfrankMarfrank schrieb:Warum hätte man die nicht gestapelt einlagern gekonnt oder eine Schicht stehender Fässer, dann zugeschüttet?
Frag den Staat, Asse war eine staatliche Forschungsanlage und nun möchte man irgendwelche leicht kontaminierten Gummihandschuhe oder Abfälle aus der Zahnarztpraxis oder Röntgenanlage zum Weltuntergang hoch sterilisieren.
Während Asse einen fast Atomaren Untergang Deutschlands bedeutet, stehen in Gorleben seit gut 30 Jahren reale Brennelemente einfach so in einer Blechhalle rum ohne Weltuntergang, diese Brennelement könnten sogar noch aufgearbeitet werden und wieder in ein AKW gesteckt werden, um Strom zu produzieren.


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13.08.2026 um 02:27
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Blechhalle
50cm dicker Stahlbeton
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:reale Brennelemente
Von den über 100 behältern enthalten 5 Brennelemente, die man wieder aufarbeiten könnte. Der Rest ist in borsilikatglas eingeschmolzener müll, der zu nix zu gebrauchen ist.


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13.08.2026 um 09:57
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Bitte was? Wie kommt man zu so einer These?
Frag die USA und Israel, die gegen die zivile Nutzung der Kernkraft im Iran sind.
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Wahnsinn, da passiert gar nichts.
Solange man kein Endlager hat, wird sich da auch nichts wegbewegen. Warum auch.


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13.08.2026 um 10:39
Zitat von gastricgastric schrieb:5 Brennelemente, die man wieder aufarbeiten könnte.
Warum sollte man das tun? Die Rentabilität steht in keine guten Verhältnis.


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13.08.2026 um 10:51
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Warum sollte man das tun? Die Rentabilität steht in keine guten Verhältnis.
Frag das bitte @Röhrich .


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13.08.2026 um 11:14
Zitat von gastricgastric schrieb:Frag das bitte @Röhrich .
gern doch. Ich dachte zu erkennen, du teilst ggf die Auffassung der Aufarbeitung.
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:diese Brennelement könnten sogar noch aufgearbeitet werden und wieder in ein AKW gesteckt werden, um Strom zu produzieren.
Eine Aufarbeitung macht keine Sinn.

Aus 2 Gründen:
Es gibt bei uns keine AK mehr.
Es gibt keine Käufer für aufbereitete Brennelemente, da auf dem Markt neue Elemente günstiger zu haben sind.


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13.08.2026 um 11:23
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:gern doch. Ich dachte zu erkennen, du teilst ggf die Auffassung der Aufarbeitung.
Nee ich wollte ihm nur sagen, dass von dem ganzen bumms da nur ein Bruchteil überhaupt brennstäbe sind, die man aufbereiten könnte :D


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16.08.2026 um 16:21
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb am 12.08.2026:
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb am 12.08.2026:Kostet nur 200 Mio im Jahr und vor 2033 fangen wir nicht an.....
So sind unsere Politiker, schaffen ein Problem, um dann vor solchen Problemen zu warnen...
Was hat das aber mit der Kernenergie zu tun?
Genau, nix.
Machen wir einfach weiter so, die anderen machens auch so.
Zahlen die EVUs eigentlich die 200 Mio im Jahr für die Endlagerung?
Naja, eigentlich egal ob über die Stromkosten oder Stromsteuern, Hauptsache abzocken.
Das ganze kommt mir so sinnlos, aber nicht günstig vor.


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22.08.2026 um 09:28
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Wir haben heute Lösungen, welche den Klimawandel nicht aufhalten (aufgrund vergangener Emissionen), aber das Aussmass begrenzen. Umstieg auf EE, Wärmepumpe, Elektrizität und weniger Fleisch sorgen langfristig für die Rettung.
Ich hol das mal hier her @SvenLE
Man muss an der Stelle ein bissl weiter denken. Ja, wenn wir komplett auf EE umstellen lösen wir ein großen Teil der CO2 Problematik.
Aber: wenn das rechtzeitig passieren soll, müssten wir die Produktion von Lithium, Kupfer, Nickel, Kobalt hochschrauben. Und das hat seinen Preis.
Beispiel Lithium: wir bräuchten ein Vielfaches, produziert wird das hauptsächlich in Salzwüsten Sudamerikas unter enormen Wasserverbrauch.
Eine Vervielfachung bedeutet hier als dauerhafte Eingriffe in Süsswasserreserven die sich in Jahrtausenden aufgebaut haben. Nachhaltig ist daran nix.
Beispiel Nickel: produziert vor allem in Indonesien, eine Vervielfachung wird mit massiven Abholzungen des Regenwaldes und hochendemischer Gebiete einhergehen. Der Verlust an unwiederbringlicher Biodiversität ist kaum abzuschätzen. Zusätzlich werden heute bereits giftige Bergbauabfälle einfach ins Meer verklappt, das Problem steigt dann ebenfalls um ein Vielfaches.
Es ist und bleibt einfach zu kurz gedacht, dass man nur auf „sauberen“ Konsum umsteigen müsste. Das wird Probleme nur verlagern.


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