Stine87 schrieb:Siehe meine o. g. Antwort an Frankkp, da steht es ausführlich drin.
Du meinst also Frankreich, hättste aber auch gleich sagen können.
Stine87 schrieb:Der Ausstoß von Treibhausgasen ist nach wie vor ein Vielfaches von anderen Ländern, die ähnliche Grundvoraussetzungen haben.
Frankreich hatte im Jahr 2000 einen CO2 Ausstoß von etwa 50-60g/kWh bei der Stromproduktion, Deutschland bei über 500g/kWh, also mal eben das 10-fache. Außerdem hat Deutschland nen deutlich höheren Exportüberschuss als Frankreich und in Frankreich isses auch im Schnitt milder im Winter, was zu weniger Heizlast führt.
Hier von "ähnlichen Grundvoraussetzungen" zu sprechen is schon gewagt.
Ähnliches gilt auch für Länder wie Österreich, Schweiz, Norwegen, Schweden oder Spanien. Auch die hatten 2000 deutlich andere Grundvoraussetzungen als Deutschland, eher bessere.
Stine87 schrieb:Deinen ganzen Ausführungen kann man letzten Endes runterbrechen auf die Feststellung, dass Frankreich im Stromsektor den gewünschten Zielen einer Energiewende am nächsten kommt: Grundlastfähige Stromversorgung gekoppelt mit einem vorbildlichen geringen Schadstoffausstoß, dazu auch noch halbwegs bezahlbar.
Als Zugabe noch eine Landschaft, die noch nicht weitgehend durch Industrieanlagen verunstaltet ist.
Mehr braucht es nicht. Zudem ist deren Stromversorgung auch noch so leistungsfähig, dass bei Strommangellagen in Deutschland der Südwesten noch mit versorgt wird.
Allerdings is Frankreichs Kraftwerkspark sehr in die Jahre gekommen, deren Betreiber EDF is allerdings hoch verschuldet, eben weil deren Kraftwerke zu den (vom Staat festgelegten) Strompreisen nich wirtschaftlich betrieben werden können. Frankreich müsste aber eher viele neue AKW bauen, um die teilweise uralten Meiler zu ersetzen, wofür die aber eigentlich kein Geld haben.
Man kann Frankreich aber auch ohnehin im Punkt Kernkraft nich mit Deutschland vergleichen, 60 oder 80% Kernkraft wären hier politisch nich vermittelbar, selbst wenn es besser wäre, was es nicht is.
kuno