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Starship (SpaceX) aktueller Stand

340 Beiträge, Schlüsselwörter: Spacex, Starship, BFR

Starship (SpaceX) aktueller Stand

04.06.2020 um 12:50
Roesti
schrieb:
Einige meinten das man damit wohl die Nutzlast simulieren will bei den Tanktests. Könnte also sein das SN4 desswegen explodiert ist, weil man zum ersten mal eine reale Nutzlast draufgesetzt hat. Reine Spekulation meinerseits.
Nein hat man nicht.. Noch testet man damit die Nutzlast...zumal die doch bei der Oberstufe intern transportiert werden soll..

Vielleicht sollte erstmal eines heile bleiben bevor man die Nutzlast testet..


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04.06.2020 um 14:52
Fedaykin
schrieb:
Vielleicht sollte erstmal eines heile bleiben
Also ich denke nicht, dass das zum gegenwärtigen Entwicklungszeitpunkt ein wichtiges Ziel für SpaceX ist.
Die Dinger werden reihenweise und auch parallel produziert, gerade weil man sie an ihre Grenzen bringen will. In jeder Hinsicht. Bis sie hops gehen.
Von Prototyp zu Prototyp werden langsam weitere technische Komponenten integriert, was Elektronik und IT anbelangt.
Die ersten Prototypen waren also sozusagen wortwörtlich "burner" und schlugen auch finanziell nicht groß zu Buche.

Abgesehen davon wird es dereinst eine ganze Flotte von Starships geben: Für Personentransport, Cargo, kombiniert etc.
Das Design der Raumschiffe ist auch noch nicht abgeschlossen.

Ich glaube aber auch, dass SpaceX ein, zwei Jahre hinter dem bisherigen Plan liegen wird, insbesondere was Marsflüge anbetrifft. Andererseits ist es gerade paradoxerweise beim Marsprojekt so, dass jedes verlorene Jahr ein gewonnenes Jahr ist - und zwar, was die Treibstoff- und Antriebsentwicklung ist.

Ich habe am vergangenen WE beim Live-Stream im Interview einer verantwortlichen Entwicklerin für Antrieb bei SpaceX aufgeschnappt, dass das derzeitige Gemisch flüssiger Sauerstoff/Methan bereits überarbeitet wird und es bald "Neuigkeiten" geben wird, die auch für den Antrieb von Starship zur Anwendung kämen.

Was das wohl sein wird? Das hätte dann nämlich auch Auswirkungen auf die Reisezeit zum Mars und würde diese verkürzen. Und könnte SpaceX damit vielleicht sogar den Hohmann Transfer Orbit teilweise "umgehen" und den Mars direkter anpeilen?


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04.06.2020 um 16:20
Fedaykin
schrieb:
Nein hat man nicht.. Noch testet man damit die Nutzlast
das ist ja im Prinzip genau was ich geschrieben hab... Und ich glaub das diese Rollen auf jedenfall auf SN4 montiert waren bei der Explosion


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05.06.2020 um 10:33
Spitzberger
schrieb:
Also ich denke nicht, dass das zum gegenwärtigen Entwicklungszeitpunkt ein wichtiges Ziel für SpaceX ist.
Die Dinger werden reihenweise und auch parallel produziert, gerade weil man sie an ihre Grenzen bringen will. In jeder Hinsicht. Bis sie hops gehen.
Doch.. das wichtigste Ziel ist das die Dinger überhaupt mal die Test regelmäßig überstehen. Das waren alles keine Zerstörungstest, und da scheinbar das Grundkonzept ein paar Fehler aufweist. .bzgl Materialstärke etc wird das auch nur bedingt besser wenn man es nicht ändert. Wer weiß welche Daten SN5 bis 7 haben... Space X ist ja sehr knauserig mit Daten.
Spitzberger
schrieb:
Von Prototyp zu Prototyp werden langsam weitere technische Komponenten integriert, was Elektronik und IT anbelangt.
IT ist ziemlich Belanglos bei Raketen... und es ist nicht wichtig die Installation zu verlegen solange das Gebäude regelmäßig zusammenstürzt.
Spitzberger
schrieb:
Die ersten Prototypen waren also sozusagen wortwörtlich "burner" und schlugen auch finanziell nicht groß zu Buche.
Du hast Zahlen? Immer her damit. Und nein angekündigt wurden sie nicht als "Burner" Sollen wir ein paar Seiten zurück was Musk so sagt darüber? Es ist übrigens lustig eine Rakete mit "Trial and Error" Prinzip zu bauen...
Spitzberger
schrieb:
Abgesehen davon wird es dereinst eine ganze Flotte von Starships geben: Für Personentransport, Cargo, kombiniert etc.
Das Design der Raumschiffe ist auch noch nicht abgeschlossen.
Nein. .wird es nicht.. ich vermute eher das Starship bald verworfen wird... und man was anderes anfängt. War bei Space X schon früher so.. Ansonsten einfach mal die Physik hinter der Raumfahrt etwas vertiefen. Dann weiß man sehr Gut wo Starship seine Grenzen hat. Die Zahlen die sie sich für LEO, GEO und Tranferorbits wünschen sind ziemlich unrealistisch ausser die Starships können aus Alufolie gebaut werden.
Spitzberger
schrieb:
Ich glaube aber auch, dass SpaceX ein, zwei Jahre hinter dem bisherigen Plan liegen wird, insbesondere was Marsflüge anbetrifft. Andererseits ist es gerade paradoxerweise beim Marsprojekt so, dass jedes verlorene Jahr ein gewonnenes Jahr ist - und zwar, was die Treibstoff- und Antriebsentwicklung ist.
Nix für Ungut schon die "Crew Dragon" lag 4 Jahr hinter dem Plan..

Von Mars und co braucht man nicht zu reden. und äh nein... so läuft das nicht mit Treibstoff und co...
Spitzberger
schrieb:
Ich habe am vergangenen WE beim Live-Stream im Interview einer verantwortlichen Entwicklerin für Antrieb bei SpaceX aufgeschnappt, dass das derzeitige Gemisch flüssiger Sauerstoff/Methan bereits überarbeitet wird und es bald "Neuigkeiten" geben wird, die auch für den Antrieb von Starship zur Anwendung kämen.
Und? Chemische Treibstoffe sind Begrenzt bzw Limitiert mit ihrem Maximum. Methan wurde nur aus Logistischen Gründen gewählt.. aber das ganze MArsprojekt ist sowieso sehr sehr weit Entfernt..

Naja gut du glaubst halt Musk die Worte so wie sie fallen. Ansonsten mal seine Ankündigungen mit der Realität vergleichen. Auch er kann die Physik nich betuppen.
Spitzberger
schrieb:
Was das wohl sein wird? Das hätte dann nämlich auch Auswirkungen auf die Reisezeit zum Mars und würde diese verkürzen. Und könnte SpaceX damit vielleicht sogar den Hohmann Transfer Orbit teilweise "umgehen" und den Mars direkter anpeilen?
Nope... Raketengrundgleichung macht Freude..


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05.06.2020 um 20:54
Spitzberger
schrieb:
Also ich denke nicht, dass das zum gegenwärtigen Entwicklungszeitpunkt ein wichtiges Ziel für SpaceX ist.Die Dinger werden reihenweise und auch parallel produziert, gerade weil man sie an ihre Grenzen bringen will. In jeder Hinsicht. Bis sie hops gehen.Von Prototyp zu Prototyp werden langsam weitere technische Komponenten integriert, was Elektronik und IT anbelangt.Die ersten Prototypen waren also sozusagen wortwörtlich "burner" und schlugen auch finanziell nicht groß zu Buche.
Also so ganz nachvollziehbar ist deine Aussage nicht. Bei der Konstruktion eine einzelnen Bauteils, einer Baugruppe, einer kompletten Sektion oder aber eines Endproduktes, werden doch schon bei der Konstruktion die jeweiligen Belastungsgrenzen durch den Statiker bzw Konstrukteur definiert. Diese jeweils definierten Belastungsgrenzen werden errechnet und es wird eine Sicherheitszahl einberechnet. Nun werden bei einem "Burner" so wie du es nennst, oder besser gesagt Bruchzelle klar definiert welche Erkenntnisse aus diesem "Burner" erzielt werden sollen. Gab es das bei deinen "Burnern"? Sprich der Konstrukteur definiert was mit der jeweiligen "Bruchzelle" oder dem jeweiligen "Burner" getestet werden soll.

So da gibt es dann Möglichkeiten die berechneten Werte am Bauteil zu testen, wie z.B. (Beispiele)

Langzeittest, man simuliert mehrere Zyklen und deren Auswirkung auf das Material.

oder aber man belastet die jeweiligen Bauteile, Sektionen, oder die fertige Bruchzelle mit dem errechneten Belastungsgrenzen und erhöht diese Belastung weiter bis die errechnete Belastungsgrenze plus Sicherheitszahl überschritten wird.

(nur so als Beispiele)

Welche Ziele wurden denn bei den von dir sogenannten "burner" definiert? Und man kann doch auch nicht erzählen, ein "burner" oder eine Bruchzelle würden nicht "finanziell zu buche" schlagen.

Auch ist es ja eher so, das ein "burner", eine Bruchzelle oder ähnliches eher mehr "Elektronik" an "bord" hat, so was wie DMS, MMS und CO, um genau die vom Konstrukteur oder für die Zertifizierung notwendigen Daten zu erhalten.


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05.06.2020 um 21:05
Spitzberger
schrieb:
Die Dinger werden reihenweise und auch parallel produziert, gerade weil man sie an ihre Grenzen bringen will
Also eigentlich definiert und errechnet man ja erst die Belastungsgrenzen, versieht diese mit einer Sicherheitszahl, errechnet und konstruiert darauf basierend das Bauteil, baut dann darauf basierend eine Bruchzelle, eine "Testteil", Prüfstück, welche man dann entsprechend prüft und "belastet".


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05.06.2020 um 22:18
Danke für die gute Erklärung


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06.06.2020 um 01:06
Berlinandi
schrieb:
Bei der Konstruktion eine einzelnen Bauteils, einer Baugruppe, einer kompletten Sektion oder aber eines Endproduktes, werden doch schon bei der Konstruktion die jeweiligen Belastungsgrenzen durch den Statiker bzw Konstrukteur definiert. Diese jeweils definierten Belastungsgrenzen werden errechnet und es wird eine Sicherheitszahl einberechnet. Nun werden bei einem "Burner" so wie du es nennst, oder besser gesagt Bruchzelle klar definiert welche Erkenntnisse aus diesem "Burner" erzielt werden sollen. Gab es das bei deinen "Burnern"? Sprich der Konstrukteur definiert was mit der jeweiligen "Bruchzelle" oder dem jeweiligen "Burner" getestet werden soll.
Es wird nicht zwingend die Konstruktion allein für sich, sondern die verwendeten Fertigungsverfahren und deren Qualität getestet. Und die Schwachstelle der Konstruktion stellt nicht, wie Fedaykin es suggeriert, die Materialstärke der Stahllegierung, sondern die Qualität Schweißnähte dar. Beim ersten Prototypen (handgeschweißtes Mock-Up) hat man noch das für die zu erwartenden Belastungen völlig ungeeignete MAG Schweißverfahren verwendet.
Ab SN1 ist man auf das weiterentwickele WIG-Verfahren TIP-TIG umgestiegen.
Mit SN2 hat man die für Orbitalflüge geforderte Druckbelastung in Höhe von 6 Bar überschritten (bis 7,1 hat man getestet). Mittelfristiges Ziel sind 8.5 Bar, sodass der von der NASA geforderte Sicherheitsfaktor (1.6) für die Zertifizierung für bemannte Raumflüge erfüllt wird. Hierfür hat man die Schweißparameter sowie die Umgebungsbedingungen (Temperatur, Abschirmung vor Wind und Feuchtigkeit, Staubfreiheit) von Prototyp zu Prototyp sukzessive optimiert. Beim SN4 hat man bis 7.5 Bar getestet.

https://www.space.com/starship-prototype-sn4-cryo-pressure-test.html

Generell ist man zur Zeit eher damit beschäftigt die gesamten Fertigungsabläufe auf die Bedingungen einer Kleinserien-Fertigung einzustellen und prüft dabei wie sich die Steigerung der Produktionsgeschwindigkeit u.a. durch Automatisierung von Tätigkeiten auf die Fertigungsqualiät bei den einzelnen Prozessen auswirkt.

Bei neuerlichen Tests fokussierte man sich auf die Funktionalität der Triebwerkskomponenten.
Die Ursache für den Verlust des letzten Prototypen lautete scheinbar wie folgt:
In Musk’s statement, “quick disconnect” (QD) refers to an umbilical port that connects a launch vehicle to GSE, enabling the loading and offloading of propellant and fluids, clamping down the rocket, and providing a wired telemetry and communications link for ground controllers. QDs must perform all those tasks while also being able to rapidly release and disconnect, allowing the rocket to lift off while still protecting its sensitive ports for ease of reuse.
In theory, Starship’s quick-disconnect umbilical panel is even more complex, as it will have to simultaneously enable the ship to be fueled and controlled while sitting on top of a Super Heavy booster and permit in-orbit docking and refueling. Given that Starships are currently being tested independently on spartan launch mounts, it’s unclear if the current generation of prototypes has been outfitted with advanced QD panels. More likely, Musk was referring to a test of a less advanced QD panel similar to the rough version used on Starhopper last year, and SpaceX simply wanted to test its ability to disconnect and reconnect to Starship on command.
https://www.teslarati.com/spacex-starship-explosion-explained-elon-musk/

Bei Spacex befindet übrigens eine Anlage/Vorrichtung für das Planieren der Schweißnähte für das Starship in Entwicklung, welche deren Festigkeit noch weiter erhöhen soll.


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06.06.2020 um 01:55
Berlinandi
schrieb:
Und man kann doch auch nicht erzählen, ein "burner" oder eine Bruchzelle würden nicht "finanziell zu buche" schlagen.
Was ich meinte und uebrigens auch schrieb, ist dass sie nicht "besonders " zu buche schlagen.
Soll heissen, dass eine ganze Reihe verdampfter Prototypen das Projekt Starship in keinster Weise kompromettieren wird.

Oft wird in Bezug auf Elon Musk ja dargestellt, dass "alles was er in die Hand nimmt" wirtschaftlicher Unfug sei.
Dabei schreibt er beim Falcon9 (Satelliten) tiefschwarze Zahlen und auch der Tesla laeuft gewinnbringend vom Band.
Alles deutet nun darauf hin, dass auch die Dragon fuer SpaceX finanziell ein Erfolg wird.

SpaceX ueberlaesst nichts dem Zufall, und auch wenn ein paar Burner den Nachthimmel erleuchten, ist es durchaus nicht so dass in Boca Chica Dilettanten ihr Unwesen treiben. Ab und an wird das ja gerne genuesslich in den Raum gestellt; )


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06.06.2020 um 04:47
Ravegard
schrieb:
Und die Schwachstelle der Konstruktion stellt nicht, wie Fedaykin es suggeriert, die Materialstärke der Stahllegierung, sondern die Qualität Schweißnähte dar.
Ich habe nicht Fedaykin zitiert, sondern @Spitzberger.
Ravegard
schrieb:
Es wird nicht zwingend die Konstruktion allein für sich, sondern die verwendeten Fertigungsverfahren und deren Qualität getestet. Und die Schwachstelle der Konstruktion stellt nicht, wie Fedaykin es suggeriert, die Materialstärke der Stahllegierung, sondern die Qualität Schweißnähte dar
Bei der Konstruktion von Bauteilen oder Baugruppen, legt der Konstrukteur die jeweiligen Fertigungsverfahren fest. Und auch bei einem Mock-Up oder Prototypen muss jeweils definiert werden, wozu dieses jeweilige Mock-up oder der jeweilige Prototyp dienen soll.
Auch stellt ein Mock-up in der Luft- und Raumfahrt ja lediglich ein Vorführmodell dar, nicht unbedingt einen Prototypen dar. Auf ein Mock-up bekommt man mit unter nicht mal einen CS.

"Beim ersten Prototypen (handgeschweißtes Mock-Up) hat man noch das für die zu erwartenden Belastungen völlig ungeeignete MAG Schweißverfahren verwendet."

Naja, zwischen einem Mock-up und einem Prototypen in der Luft- und Raumfahrt besteht ja ein kleiner Unterschied, auch wenn die Unterschiede zwischen Mock-up und Prototyp fliesend sein kann. Aber so wie du das darstellst, nutzte man für das Mock up im vorneherein ein "ungeeignetes" Fertigungsverfahren, also so nicht ganz nachvollziehbar.
Ravegard
schrieb:
Mit SN2 hat man die für Orbitalflüge geforderte Druckbelastung in Höhe von 6 Bar überschritten (bis 7,1 hat man getestet). Mittelfristiges Ziel sind 8.5 Bar, sodass der von der NASA geforderte Sicherheitsfaktor (1.6) für die Zertifizierung für bemannte Raumflüge erfüllt wird. Hierfür hat man die Schweißparameter sowie die Umgebungsbedingungen (Temperatur, Abschirmung vor Wind und Feuchtigkeit, Staubfreiheit) von Prototyp zu Prototyp sukzessive optimiert. Beim SN4 hat man bis 7.5 Bar getestet.
Ja, bei "Bruchzellen" werden je Bruchzelle die Ziele definiert, dann die Prüfverfahren welche genutzt werden um diese Prüfzelle zu prüfen.


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06.06.2020 um 04:54
Ravegard
schrieb:
Generell ist man zur Zeit eher damit beschäftigt die gesamten Fertigungsabläufe auf die Bedingungen einer Kleinserien-Fertigung einzustellen und prüft dabei wie sich die Steigerung der Produktionsgeschwindigkeit u.a. durch Automatisierung von Tätigkeiten auf die Fertigungsqualiät bei den einzelnen Prozessen auswirkt.
Ja, und nun? Ja trotzdem müssen doch die jetzigen Fertigungsprozesse zumindest durch einen CSler zertifiziert sein. Sprich die Fertigungs- und Bauunterlagen als auch der Prozess als solches muss ja zertifiziert sein.


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06.06.2020 um 04:57
Spitzberger
schrieb:
Was ich meinte und uebrigens auch schrieb, ist dass sie nicht "besonders " zu buche schlagen.Soll heissen, dass eine ganze Reihe verdampfter Prototypen das Projekt Starship in keinster Weise kompromettieren wird.
Nö, du hast das hier geschrieben:
Spitzberger
schrieb:
Die ersten Prototypen waren also sozusagen wortwörtlich "burner" und schlugen auch finanziell nicht groß zu Buche.


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06.06.2020 um 07:09
Der Grund für die SN4 Explosion ist mittlerweile bekannt. Es soll wohl die Verbindungsleitung vom Starship für Treibstoff und Elektrik/Kommunikation schuld gewesen sein. Genauer ausgedrückt der Koppler zwischen Tank und Leitung. Anscheinend wurde beim static fire test auch die Funktion des Abkoppelns vor dem Start getestet. Nach dem Test wurde die Verbindung wiederhergestellt um die Tanks zu entleeren. Dabei soll wohl die Verbindung undicht , und Methan ausgetreten sein welches sich dann entzündete.

Da SN5+6 schon beinahe in den Startlöchern stehen ist für den 8.6 und die folgenden Tagen bereits wieder eine Strassen und Luftraumsperre über BocaChica kommuniziert werden. Es geht also schlag auf schlag weiter.
Auch wurde kürzlich verkündet das für das Projekt Starlink und die Entwicklung bzw den Bau vom Starship weitere 570 Millionen US-Dollar von Investoren bereitgestellt worden sind. Die Finanzierung dürfte also für die nächste Zeit gesichert sein.


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06.06.2020 um 11:40
Ravegard
schrieb:
wie Fedaykin es suggeriert, die Materialstärke der Stahllegierung, sondern die Qualität Schweißnähte dar. Beim ersten Prototypen (handgeschweißtes Mock-Up) hat man noch das für die zu erwartenden Belastungen völlig ungeeignete MAG Schweißverfahren verwendet.
A
Sicher bei ersten war es die Schweißnaht.. aber die Konstruktion hat eben generell Probleme. Sie muss durch den Innendruck Stabilisiert werden.. wie die erste Atlas.
Spitzberger
schrieb:
Dabei schreibt er beim Falcon9 (Satelliten) tiefschwarze Zahlen und auch der Tesla laeuft gewinnbringend vom Band.
Alles deutet nun darauf hin, dass auch die Dragon fuer SpaceX finanziell ein Erfolg wird.
Äh wie kommst du zu diesen Aussagen? Space X hat keine Bilanzen veröffentlicht.. Teslas hatte 2019 so gerade den Break Even Point

Die Einnahmen von Space X sind in erster Linie Staatliche Fördergelder für verschiedene Projekte....
Spitzberger
schrieb:
SpaceX ueberlaesst nichts dem Zufall, und auch wenn ein paar Burner den Nachthimmel erleuchten, ist es durchaus nicht so dass in Boca Chica Dilettanten ihr Unwesen treiben. Ab und an wird das ja gerne genuesslich in den Raum gestellt; )
Äh doch die Vergangenheit zeigte doch öfters Versuch und Irrtum. Deswegen auch die enormen Zeitversätze zwischen Ankündigung und Umsetzung.
Spitzberger
schrieb:
ist es durchaus nicht so dass in Boca Chica Dilettanten ihr Unwesen treiben. Ab und an wird das ja gerne genuesslich in den Raum gestellt; )
Diletantanten... es fällt halt die diskrepanz auf zwischen Ankündigung und Realisation

was zb bei der Crew Dragon auch keiner erwähnt hat. Es sind HÜ Solarzellen dran.. die die Lebensdauer senken.. was im schlechtesten Fall unter dem Zeitraum der Geplanten Mission liegt usw.
Ravegard
schrieb:
Generell ist man zur Zeit eher damit beschäftigt die gesamten Fertigungsabläufe auf die Bedingungen einer Kleinserien-Fertigung einzustellen und prüft dabei wie sich die Steigerung der Produktionsgeschwindigkeit u.a. durch Automatisierung von Tätigkeiten auf die Fertigungsqualiät bei den einzelnen Prozessen auswirkt.
Etwas sehr verfrüht.. meiner Meinung nach, das das ganze Konzept überhaupt erstmal seine Tauglichkeit beweisen muss.
Roesti
schrieb:
Genauer ausgedrückt der Koppler zwischen Tank und Leitung. Anscheinend wurde beim static fire test auch die Funktion des Abkoppelns vor dem Start getestet. Nach dem Test wurde die Verbindung wiederhergestellt um die Tanks zu entleeren. Dabei soll wohl die Verbindung undicht , und Methan ausgetreten sein welches sich dann entzündete
Roesti
schrieb:
Auch wurde kürzlich verkündet das für das Projekt Starlink und die Entwicklung bzw den Bau vom Starship weitere 570 Millionen US-Dollar von Investoren bereitgestellt worden sind. Die Finanzierung dürfte also für die nächste Zeit gesichert sein.
Mmh 570 Mio.. wie kennen die Laufenden Kosten nicht die dem Gegenüberstehen..

Generell bleibe ich Skeptisch gegenüber dem Konzept Starship.... und da bin ich noch nicht mal bei "Nutzlast"

Denn die Nutzlastzahlen die PRopagiert wurden basierten auf unrealistischen Gewichtsenkungen...


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06.06.2020 um 12:39
Fedaykin
schrieb:
Mmh 570 Mio.. wie kennen die Laufenden Kosten nicht die dem Gegenüberstehen..
Das soll wohl die Finanzierung für 1 Jahr darstellen...
Fedaykin
schrieb:
Generell bleibe ich Skeptisch gegenüber dem Konzept Starship.... und da bin ich noch nicht mal bei "Nutzlast"

Denn die Nutzlastzahlen die PRopagiert wurden basierten auf unrealistischen Gewichtsenkungen...
Ich auch! Dennoch, ich geniesse es bei der Entwicklung und dem Bau zusehen zu können.
Fedaykin
schrieb:
was zb bei der Crew Dragon auch keiner erwähnt hat. Es sind HÜ Solarzellen dran.. die die Lebensdauer senken..
Das wurde schon erwähnt. Nur halt nicht vor der grossen Masse. Es geht in den Missionszielen der Demo2 Mission unter anderem darum die Lebensdauer der Panels zu testen. Ich geh auch davon aus das hier ggf noch nachgelegt werden kann (sofern die Zertifizierung das zulässt)

https://spaceflightnow.com/2020/05/12/dragon-solar-array-concerns-driving-duration-of-first-crewed-test-flight/
Fedaykin
schrieb:
Sicher bei ersten war es die Schweißnaht.. aber die Konstruktion hat eben generell Probleme. Sie muss durch den Innendruck Stabilisiert werden.. wie die erste Atlas.
Jede Rakete hat generell solche Probleme. Grade weil es ja darum geht das Gewicht so weit als möglich zu senken. No Part is the best Part. Fortschritt ist im Bereich der Strukturstabilität ja mittlerweile zu erkennen.
Fedaykin
schrieb:
Etwas sehr verfrüht.. meiner Meinung nach, das das ganze Konzept überhaupt erstmal seine Tauglichkeit beweisen muss.
Da bin ich auch etwas überrascht von der Pace die an den Tag gelegt wird. Noch bevor SN4 getestet wurde, sind bereits 5, 6 + 7 im Bau. Für mich etwas komisch, denn es muss ja bei Problemen (und mein Gott die hatten und haben sie :D ) reagiert werden können. Hier scheinen die Uhren bei SpaceX wohl etwas anders zu ticken als bei anderen Launch providern.

Ansage und Realität liegen bei SpaceX ja bekannterweise etwas auseinander. Nicht nur bei der Zeitangabe. Allerdings, Erfolge sind schon zu verbuchen. Mittlerweile liegt der Rekord einer Boosterwiederverwendung und Landung bei 5 Starts (geplant sind 10) für die Falcon9.


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06.06.2020 um 13:38
Roesti
schrieb:
Da bin ich auch etwas überrascht von der Pace die an den Tag gelegt wird. Noch bevor SN4 getestet wurde, sind bereits 5, 6 + 7 im Bau. Für mich etwas komisch, denn es muss ja bei Problemen (und mein Gott die hatten und haben sie :D ) reagiert werden können. Hier scheinen die Uhren bei SpaceX wohl etwas anders zu ticken als bei anderen Launch providern.
Die Frage ist eher was sind die Kosten für so einen Prototypen, scheinbar nicht hoch genug, wenn 20 Prototypen von SpaceX das Kosten was z.B. ein Prototyp von New Glenn kosten, dann kann man da schon ein wenig vorarbeiten und mehr testen. Die Treibstoffkosten hat Musk für das gesamte System mal mit $900,000 benannt, davon hat Starship etwa 1/4 also kostet zumindest der Treibstoff $225,000 für jede Explosion ;) Als Preis für den Stahl hat er mal $3 pro kg benannt, was bei 120t $360,000 bis 180t $540,000 wären, da wäre wir bei jedem Schiff was hops geht bei $585,000 bis $765,000 Minimum. Das dürfte bei der New Glenn schon allein die Nutzlastverkleidung kosten.


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06.06.2020 um 14:56
Ravegard
schrieb:
Bei Spacex befindet übrigens eine Anlage/Vorrichtung für das Planieren der Schweißnähte für das Starship in Entwicklung, welche deren Festigkeit noch weiter erhöhen soll.
Das würde mich jetzt mal interessieren, wie du das meinst. Nur mal so zum Verständnis für mich. Wenn man zwei Metallbauteile miteinander verschweißt, wird das Schweißgut eine höhere Festigkeit aufweisen, als die gefügten Bauteile. Auch wird man an der Schweißnaht an den gefügten Bauteilen eine Gefügeveränderung haben. Wenn man diese ja nun "planiert" kann man durchaus eine Festigkeitserhöhung haben. Jedoch, wenn du sagst:

"sondern die Qualität Schweißnähte dar"

dann ist das doch etwas was einen Aufhorchen lassen muss. Eine Schweißnaht als solches versagt eher, wenn das Schweißgut falsch gewählt ist, die Schweißung nicht vernünftig vorbereitet ist, Lunker in der Naht vorhanden sind und so weiter. Bei einer Überbeanspruchung des Bauteils, wird das Bauteil eher vor oder hinter der Schweißnaht (welche ja eine höhere Festigkeit aufweist) versagen.


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06.06.2020 um 14:57
taren
schrieb:
Als Preis für den Stahl hat er mal $3 pro kg benannt
Das ist doch echt nicht ernst gemeint, oder?


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06.06.2020 um 15:25
Roesti
schrieb:
Jede Rakete hat generell solche Probleme. Grade weil es ja darum geht das Gewicht so weit als möglich zu senken. No Part is the best Part. Fortschritt ist im Bereich der Strukturstabilität ja mittlerweile zu erkennen.
Wenn man jetzt wirklich davon ausgeht, das die Schweißnaht versagt hat ("sondern die Qualität Schweißnähte dar"), ist das kein generelles Problem einer Rakete, sondern ein Problem vom Schweißprozess. Hierbei hätte dann definitiv der jeweilige Prozessingenieur versagt, da entweder das Schweißgut falsch ausgewählt wurde oder die Schweißung als solches falsch ausgeführt wurde. Eine Schweißnaht als solches, hat immer eine höhere Festigkeit wie die jeweils gefügten Bauteile.


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06.06.2020 um 15:58
Ravegard
schrieb:
Mit SN2 hat man die für Orbitalflüge geforderte Druckbelastung in Höhe von 6 Bar überschritten (bis 7,1 hat man getestet). Mittelfristiges Ziel sind 8.5 Bar, sodass der von der NASA geforderte Sicherheitsfaktor (1.6) für die Zertifizierung für bemannte Raumflüge erfüllt wird.
Verstehe ich irgendwie nicht, man fordert 6bar Ok, nachvollziehbar. Aber wie können dann bei einer Sicherheitszahl von 1,6 bei geforderten 6bar auf einmal 8,5bar sein. Oder doch eher eine Sicherheitszahl von 1,4?


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