Marfrank schrieb am 30.05.2026:Wenn das mit der künstlichen Intelligenz so toll ist, warum haben dann reine Fracht- und Postflugzeuge immer noch Piloten an Bord, die Wuppertaler Schwebebahn noch immer einen menschlichen Fahrer und auch Postdrohnen kaum Verbreitung?
Verstehe den Sinn / Subtext der Frage nicht ganz.
Ehe ich aber auch nur anders geschrieben das wiederhole, was
@Jimtonic geschriebe hat, verweise ich einfach auf den Post (über diesem hier) von (mutmaßlich) ihm bzw. dem User.
Ergänzen würde ich spitzbübisch zu den Worten oben:
Sei je nachdem welcher Arbeit du nachgehst froh drum, dass der Stand der Technik nicht in allen Bereichen so wertig und / oder fortgeschritten ist. Es ist leicht als gerade nicht Betroffener eines Jobsegments bzw. als Rentner/Pensionär (nicht mehr betroffen im Sinne von KI kann einen nicht wegrationalisieren da man nicht mehr arbeitet) hämisch zu fragen warum KI bei X Y oder Z noch nicht so weit ist. Aber das sind auch bis dato aktive Arbeitsplätze.
Wir werden als Gesellschaften in moderneren Staaten das potenzielle Problem haben, dass in mutmaßlich kurzer Zeit immer mehr Fortschritte aufeinanderfolgen und Robotik nebst "KI"/LLM immer mehr Stellen quantitativ in Frage stellen und verringern wird. Wahlweise werden mit bestehendem Personal plus Technik Effizienzen gesteigert, dass quasi ein Mehrbedarf an Personal nicht mehr notwendig erscheint (gerade da lukrativ wo eh schon bei Personalkosten geknausert bzw. gespart wurde und mehr Last auf weniger Schultern verteilt wurde), ergo nicht mehr eingestellt wird und ein Personalpool stagniert da man mit dem gleichen Pool mehr schafft.
Oder es wird mit Technik ein Teil vom Personalpool obsolet, dass sogar in Summe Stellen abgebaut werden und mehr Menschen vermutlich dauerhaft keine feste Stelle mehr finden werden. Es werden, wenn die Regulierung nicht stabil genug sein wird, vermutlich mittelfristig mehr Menschen relativ ersatzlos arbeitslos, als neue Stellen durch die Technik entstehen oder durch andere Bereiche zahlenmäßig kompensiert werden können. Anders umschrieben werden vermutlich mehr Menschen arbeitslos als zeitnah umschulen oder anderweitig aufgefangen werden können. Es wird Bereiche geben die wegrationalisiert werden könnten wo wir aber dennoch Menschen in der Interaktion bevorzugen, z.B. in der Gastronomie (ein menschlicher Koch kann vmtl. besser abschmecken als ein Roboter, auch wenn dieser im Job assistieren möge, eine menschliche Servicekraft kommt ggf. anders rüber als ein Roboter). Aber ansonsten werden vmtl. doch viele Bereiche und auch Teile im Handwerk ersetzbar durch Maschinen.
Ein "das kommt eh nicht" sollte man sich an der Stelle verkneifen; wir dachten vor 25 Jahren auch nicht, dass wir schon ca. 10-15 Jahre später alle in einer ziemlich vernetzten Welt mit kleinen Supercomputern in der Tasche rumrennen mit denen wir nicht mehr nur kommunizieren, sondern parallel Bilder und Videos fertigen und sonstige Medien- und Datenverarbeitung vornehmen können. Ehe ich in den 90ern mit den ersten W95/W98 PCs groß wurde habe ich noch mit der Schreibmaschine hantiert. Denkbar ist, dass in 5 bis maximal 20 Jahren Robotik so vorangeschritten und verbreitet ist, dass diese im Kundenbereich und in Läden sichtbar sind oder Arbeiten in der Öffentlichkeit entrichten, ggf. sogar im Privatbesitz sind. Ob das so kommt ist für mich keine Frage mehr, höchstens wann genau.
Es wird auf jeden Fall spannend, auch wie Gesellschaften damit umgehen könnten, mit ihrer steigenden Irrelevanz umzugehen. Es wird aber auf jeden Fall etwas sein, das man erleben wird. Ausser man ist halt kurz vorm Tod oder hat zeitnah einen Unfall/schwere Krankheit. Aber ich wage zu behaupten, dass sehr viele Menschen auch hier im Forum noch mutmaßlich mindestens 1-3 Jahrzehnte leben werden (hoffen wa mal), es also erleben werden.
Hoffe, manche sind auf manche möglichen radikalen Verwerfungen oder Änderungen mental oder anderweitig vorbereitet und im Idealfall auch relativ zukunftssicher aufgestellt - sofern das jobtechnisch überhaupt möglich ist. Klar, wer bald in Rente geht hat weniger Sorgen. Wer bald die Schule verlässt oder kürzlich verlassen hat, muss sich hier im Schnitt aber ganz andere Fragestellungen zu Gemüte führen.