Mauro schrieb:Ich empfinde es nach wie vor als äußerst ungewöhnlich, dass ein Ehemann seiner vorübergehenden Geliebten, nach dem Verschwinden seiner Ehefrau, angeblich bis ins Detail, den Mord an seiner Ehefrau gesteht.
Von dem aber ein Teil zumindest der Phantasie entspringt. Warum? Genau das zeigt doch, dass die Geliebte mehr hören wollte. Und hier haben wir eben ein Problem, was ist Phantasie, was ist Realität, das kann man nicht mehr unterscheiden.
Es gibt in dem Fall schon einige Punkte, welche aufhorchen lassen.
Das Frau Dorland eine neue Whg. bezogen hat, bewirkt nicht, dass man einen Suizid ausschließen kann, bzw. die Wahrscheinlichkeit dafür geringer wird, eher im Gegenteil. Eine Umgebungsänderung bewirkt auch einen höheren psychischen Druck, man muss sich in einer neuen Umgebung einfinden, man wird von Nachbarn beäugt, man ist deutlich stärker auf sich allein gestellt, etc.. Gerade wenn man dort noch nicht sattelfest ist, besteht eine höhere psychische Belastung.
Auch dürfte die Trennung von ihrem Ehegatten auch noch ein Thema für sie gewesen sein, dass den Druck ebenfalls erhöht. Dass sie diese Trennung nicht wirklich verarbeitet und abgeschlossen hatte, zeigt ja, dass sie bei ihm in der Nacht vor dem Verschwinden übernachtet hatte.
Dann gab es nach dem BGH in der Vergangenheit schonmal ein "Verschwinden". Ich persönlich glaube kaum, dass es sich um einen ganz normalen Urlaub gehandelt hat, wo sie vorher entsprechende Vorkehrungen getroffen hat. Wenn das der BGH als wichtig darstellt, dann steckte da vermutlich mehr dahinter.
Dann zeigt die Einnahme von Antidepressiva ist auch ein ganz deutliches Zeichen dafür, dass sie mit der damaligen Situation einfach nicht klar kam, und daher psychische Probleme hatte.
Das in allem kann durchaus zu Kurzschlussreaktionen führen, das dürfte man hier nicht mehr mit ausreichender Sicherheit ausschließen können.
Auf der anderen Seite gibt es nur ein Geständnis, was zumindest zu Teilen falsch ist und unter dubiosen Umständen zustande kam.