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Mordfall Madeleine Witteck (23) aus Gelsenkirchen(2014)

1.242 Beiträge, Schlüsselwörter: Vermisst, Ungelöst, Gelsenkirchen, Kapitalverbrechen

Mordfall Madeleine Witteck (23) aus Gelsenkirchen(2014)

26.02.2014 um 12:40
da er es aber alles nur tat, um seine Tochter zu sehen, ist er für andere Menschen nicht gefährlich. das unterscheidet seine Tat sehr wohl von iinem, der sich wahllos ein Opfer sucht. Sicherheitsverwahrung - nein


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26.02.2014 um 12:42
Da steht weiterging die Ermittlungen wegen Missbrauch im Raum


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Mordfall Madeleine Witteck (23) aus Gelsenkirchen(2014)

26.02.2014 um 12:43
@lawine

Aber er würde immer eine potentielle Gefahr darstellen für die Tochter von Madeleine, um die es ihm ja eigentlich bei der Tat ging, und evtl. auch für seine Frau. Von daher sehe ich schon Sinn in der anschließenden Sicherheitsverwahrung - oder ist seine kleine Tochter nicht schützenswert? Bei Feststellung der besonderen Schwere der Schuld, die ja überhaupt erst die anschließende Sicherheitsverwahrung ermöglicht, geht es ja nicht um Allgemeingefährlichkeit sondern die Art der Tatausführung, egal ob es eine Beziehungstat war oder nicht. Wer garantiert, dass diese Mensch in der nächsten Beziehung nicht wieder zum Täter wird, wenn er rauskommt?


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Vernazza2013
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Mordfall Madeleine Witteck (23) aus Gelsenkirchen(2014)

27.02.2014 um 08:30
Gedenken an Madeleine W. - sie könnte noch leben!

Mitte Februar wurde die 23-jährige Madeleine W. aus Gelsenkirchen, Mutter einer 2-jährigen Tochter von ihrem Stiefvater und Vergewaltiger bestialisch ermordet und in einem Erdloch verscharrt. Dieses grausame Verbrechen nahm die Gelsenkirchener Ortsgruppe des Frauenverbands Courage zum Anlass, vor der Montagsdemo eine Mahnwache zu organisieren. Was besondere Empörung hervorrief war die Tatsache, dass der brutale Mörder, der auch Erzeuger der Tochter ist, 1 Jahr frei herumlaufen konnte, nachdem Madeleine ihn wegen sexuellem Missbrauch anzeigte und ins Frauenhaus flüchten musste. Courage betonte, dass nicht nur in Indien oder Pakistan, sondern auch hier brutale sexistische Gewalt gegen Frauen ein gesellschaftliches Problem ist. Es wurde besserer Schutz für die Frauen und härtere Bestrafung und Verfolgung dieser Täter gefordert.

Auch in Essen wird der Fall am 8. März, dem internationalen Frauentag, eine wichtige Rolle spielen. Nähere Informationen dazu gibt es hier:

http://www.lokalkompass.de/essen-sued/politik/made...

Auf der Homepage des Wahlbündnisses „AUF Gelsenkirchen“ sind einige Informationen dazu zusammengetragen, die ich hier dokumentieren möchte:

Am 11. 02. wird Madeleine W. als vermisst gemeldet. Sie holte immer ihre 2-jährige Tochter vom Kindergarten ab, was sie an diesem Tag aber nicht machte.
Am 18.02. wurde Madeleine W. im Schrebergarten des Kleingartenvereins Essen-Borbeck gefunden. Von den Tätern gefesselt, geknebelt und in ein Loch im Kleingarten ihres Stiefvaters geworfen, dann einbetoniert. "Wir wissen nicht, ob sie bei lebendigem Leib vergraben wurde." sagte die Oberstaatsanwältin. Unter Mordverdacht stehen ihr Halbbruder und ihr Stiefvater. Denn Fakt ist: Vor über einem Jahr bereits hat sich Madeleine W. ein Herz gefasst. Sie ist zur Polizei gegangen und hat schwere Vorwürfe gegen Günter O. erhoben. Mehrfach soll der Stiefvater sie missbraucht haben.

Fakt ist: Der 47-Jährige ist der Vater der zweijährigen Tochter seiner Stieftochter. Dies hat ein Vaterschaftstest zweifelsfrei ergeben. Fakt ist zudem: Es existiert ein Gutachten, das der Staatsanwaltschaft vorliegt und das die protokollierten Aussagen des Vergewaltigungs-Opfers für absolut glaubwürdig hält.

Dennoch sind die Behörden bis zu dem Tag, als Madeleine von ihrem neuen Lebensgefährten als vermisst gemeldet worden war, offenbar weitgehend untätig geblieben. Dafür gibt es offenbar eine Erklärung. Doch die scheint nicht für die Öffentlichkeit zu taugen. „Es hat sachliche Gründe gegeben, warum keine weiteren Maßnahmen ergriffen worden sind“, sagt Oberstaatsanwältin Jürgens schlicht. Mehr sagt sie nicht. Auch nicht dazu, über welchen Zeitraum Madeleine W. von ihrem Stiefvater missbraucht worden sein soll. „Da sage ich nichts zu.“ Madeleine hat Hilfe gesucht, doch sie bekam nur vorübergehend Schutz vor ihrem Peiniger – in einem Frauenhaus.

Das Jugendamt Gelsenkirchen kümmerte sich auf Initiative von Madeleines Mutter seit Oktober um Madeleine und ihr Kind. Jugendamtsmitarbeiter halfen, ihre neue Wohnung zu renovieren, sahen sechs Stunden wöchentlich nach dem Rechten. „Dabei machte das Kind einen stets guten Eindruck“, berichtet Jugendamtsmitarbeiter Wissmann. Madeleine war nach seinen Informationen „eine liebevolle Mutter. Aus unserer Sicht gab es nichts zu bemängeln.“ Damals, im Herbst, so Wissmann, „sind uns die Missbrauchsvorwürfe noch nicht bekannt gewesen.“ Von diesen erfuhren die Jugendamtsmitarbeiter nach seinen Angaben erst im Laufe der Betreuung. Das kleine Mädchen, das seine Mutter zuletzt am Morgen des 11. Februar sah, ist das zweite Opfer dieser Familientragödie. Eine Pflegefamilie kümmert sich um die Halbwaise.

Zeugen sagen aus, dass Günter O. (der Stiefvater und unter Mordverdacht stehende), seine Stieftochter „scheiße behandelt“ hat. Vieles sei ihr verboten worden. Günter O. sei rechtsradikal und Waffenfanatiker, hat Kontakt zu den Borbecker Bandidos.

http://www.lokalkompass.de/essen-nord/politik/gedenken-an-madeleine-w-sie-koennte-noch-leben-d405646.html


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Vernazza2013
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27.02.2014 um 08:36
Mordverdächtiger Kärntner gibt Rätsel auf
Nach Festnahme eines gebürtigen Kärntners, der in Deutschland seine Stieftochter missbraucht und getötet haben soll, rollt man die Vergangenheit des Mannes auf.


Tiefe Betroffenheit schwingt mit, wenn an sich abgebrühte Ermittler oder Sprecher der Staatsanwaltschaft über den Mord an Madeleine Witteck berichten. So grausam war die Tat. Wie berichtet, ist ein gebürtiger Kärntner verdächtig, seine Stieftochter jahre- oder jahrzehntelang missbraucht und schließlich getötet zu haben. Die Leiche der 23-Jährigen fand man - mit Beton übergossen - in Essen. Im Schrebergarten des 47-Jährigen. Mitte vergangener Woche wurde der Mann festgenommen.

"Er ist nach wie vor in Untersuchungshaft", bestätigt Rainer Keck, Sprecher der Staatsanwaltschaft Essen. "Noch ist nicht geklärt, ob die junge Frau noch am Leben war, als sie mit Beton übergossen wurde. Die Obduktion soll das klären." In drei oder vier Wochen sei mit einem Ergebnis zu rechnen.
Bankraub in Österreich
Nicht nur der Hergang des Verbrechens gibt Rätsel auf, sondern auch die Vergangenheit des Tatverdächtigen. Denn der Mann soll einst in Österreich einen Bankraub verübt haben, ehe er nach Sachsen ausgewandert ist. "Wir sind auch erst dabei, die Details zu klären", sagt Johannes Schäfers, der Leiter der Pressestelle der Polizei in Gelsenkirchen, deren Mordkommission den Fall klären soll. Es sei "alles noch ein bisschen diffus", erklärt Jürgens, "es werden jetzt auch noch weitere Zeugen befragt. Und die kriminaltechnischen Untersuchungen laufen".
Zum Bankraub sagt der Polizei-Sprecher, das Verbrechen habe sich in den 1980er-Jahren zugetragen. Der Täter sei dann nach Deutschland geflüchtet und dort festgenommen worden. Erst nach dem Verbüßen einer Haftstrafe in Österreich sei der Kärntner nach Sachsen ausgewandert.
Dort soll der Mann seine Stieftochter schon seit deren Pubertät missbraucht haben. Laut deutschen Medien belegt ein Vaterschaftstest, dass er ein zweijähriges Kind mit dem Mordopfer hat.

http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/chronik/3560158/mordverdaechtiger-gibt-raetsel.story


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ramisha
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27.02.2014 um 09:07
@Vernazza2013
Vernazza2013 schrieb:Dort soll der Mann seine Stieftochter schon seit deren Pubertät missbraucht haben.
Woher weiß man das jetzt auf einmal?


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ramisha
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Mordfall Madeleine Witteck (23) aus Gelsenkirchen(2014)

27.02.2014 um 09:21
@diegraefin
Comtesse schrieb:Aber er würde immer eine potentielle Gefahr darstellen für die Tochter von Madeleine, um die es ihm ja eigentlich bei der Tat ging, und evtl. auch für seine Frau. Von daher sehe ich schon Sinn in der anschließenden Sicherheitsverwahrung ...
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Im Gegensatz zur Freiheitsstrafe knüpft die Sicherungsverwahrung einzig an die Gefährlichkeit des Straftäters für die Allgemeinheit an.
(lt. Wiki)

So sehr auch mir die Sicherheit von Großmutter und Enkelin am Herzen liegt -
ich fürchte, eine Sicherheitsverwahrung wird es wegen evtl. Gefahr nach
Entlassung des G.O. für die beiden nicht geben.

Andererseits ist es noch verfrüht, darüber zu diskutieren; der/die Täter ist/sind
noch garnicht verurteilt. Das und das Strafmaß sollte man abwarten und manchmal
regelt das Leben selbst auch so einiges.


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Mordfall Madeleine Witteck (23) aus Gelsenkirchen(2014)

27.02.2014 um 10:59
ramisha schrieb:Woher weiß man das jetzt auf einmal?
Wahrscheinlich hat Madeleine ihm das in ihrer Missbrauchsanzeige, die gegen ihn läuft, so vorgeworfen.
ramisha schrieb:Im Gegensatz zur Freiheitsstrafe knüpft die Sicherungsverwahrung einzig an die Gefährlichkeit des Straftäters für die Allgemeinheit an.
Danke für den Auszug. Jetzt ist natürlich die Frage, was die juristische Definition für "die Allgemeinheit" ist. Dieser Mann ist ein Beziehungstäter, also wären alle Frauen + deren Kinder , die zukünftig eine Beziehung mit ihm eingehen sollten, gefährdet bei ihm, wenn sie sich z.B. trennen wollen bzw. die Kinder müssten Missbrauch befürchten. Das betrifft ja nicht nur Frauen, die er jetzt schon kennt, sondern alle Frauen, die er nach einer Haftentlassung neu kennenlernen würde. Und die gehören somit ja vorher auch noch zur "Allgemeinheit". Man kann ihm nach einer Haftentlassung ja nicht verbieten, eine neue Beziehung einzugehen... Von daher würde ich in dem Fall sagen, ja, zumindest für die weibliche Allgemeinheit ist dieser Mann immer eine Gefahr.


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27.02.2014 um 11:23
Immerhin kommt ja auch die "besondere Schwere der Schuld" bei dieser Art Mord in Betracht. Dass diese festgestellt wird, kann ich mir gut vorstellen.

Das bedeutet, dass das Vollstreckungsgericht nach 15 Jahren Haft entscheidet, ob und wie lange der Verurteilte noch in Haft bleiben muss. Im Prinzip wäre dann auch nach 15 Jahren eine Entlassung möglich, aber meistens werden es eher 20 bis 25.


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Mordfall Madeleine Witteck (23) aus Gelsenkirchen(2014)

27.02.2014 um 12:39
@Jolande
Das bedeutet, dass das Vollstreckungsgericht NICHT nach 15 Jahren Haft entscheidet, ob und wie lange der Verurteilte noch in Haft bleiben muss, sondern frühestens nach 25 Jahren. Die 25 Jahre der lebenslänglichen freiheitsstrafe sind vollständig abzusitzen bei Anerkennung auf die besondere Schwere der Schuld.


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27.02.2014 um 20:12
Sie zeigt ihren Peiniger an , ein Gutachten stuft sie als absolut glaubwürdig ein aber die Behörden unternehmen nichts. Da frag ich mich ganz erlich welche Sachlichen Gründe geben kann nichts zu unternehmen. Da fehlt mir jedliches Verständnis .


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Mordfall Madeleine Witteck (23) aus Gelsenkirchen(2014)

06.03.2014 um 15:33
Ihr Halb-Bruder lockte sie in die Todes-Falle

Madeleine († 23) wurde geschlagen, gefesselt und dann vermutlich lebendig begraben! Grausige Details aus den Ermittlungen.
http://www.bild.de/bild-plus/regional/ruhrgebiet/prozesse/halb-bruder-lockte-sie-in-todesfalle-34950208,view=conversionT...


Leider ist dies so ein Artikel, den man nur lesen kann, wenn man bezahlt, der formhalber habe ich den Link trotzdem eingestellt.

Die Ermittlungen scheinen konkreter zu werden... ich denke man wird dann die Tage auch in anderen Medien wieder was darüber lesen.


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Mordfall Madeleine Witteck (23) aus Gelsenkirchen(2014)

06.03.2014 um 15:43
@obskur
Ganz davon abgesehen, daß ich die neue Mode der Medien als Frechheit empfinde, daß man sich anmelden, oder sogar bezahlen soll, weiß ich nicht, ob dieser Artikel wirklich Neues bringt, die Gerichtsmedizin hat sicher schon festgestellt, ob die junge Frau noch gelebt hat, als sie vergraben wurde.
Für mich persönlich ist das Schweigen der Polizei zu diesem Aspekt ein Zeichen dafür, daß es tatschlich so war, man möchte nur die Volksseele nicht hochkochen, indem man durch eine Bestätigung die Vorstellung dessen wach werden läßt, was Madeleine bis zu ihrem Tod erdulden mußte.


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06.03.2014 um 15:57
@seli
Ja da hast du Recht... das ist auch ein Detail, was man nicht zwingend öffentlich machen muss.

Die Überschrift heißt, der Halbbruder hat sie in eine Falle gelockt, deshalb denke ich, dass einer der beiden vielleicht ausgesagt hat.


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Mordfall Madeleine Witteck (23) aus Gelsenkirchen(2014)

06.03.2014 um 16:04
obskur schrieb:Die Überschrift heißt, der Halbbruder hat sie in eine Falle gelockt, deshalb denke ich, dass einer der beiden vielleicht ausgesagt hat.
Das könnten die aber auch aus den Handydaten geschlussfolgert haben, wenn der Kontakt unmittelbar vor dem Treffen telefonisch durch den Bruder hergestellt worden ist. Aber vielleicht wurde der ja genau wie Madeleine vom Vater getäuscht und wusste nicht, was der Vater vor hat? Und danach hat er dann aus Angst vor dem dominanten Patriarchen gekuscht, wie dessen Frau auch. Verkorkste Familien sind das, die ebenso verkorkste Kinder hervorbringen.


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Mordfall Madeleine Witteck (23) aus Gelsenkirchen(2014)

06.03.2014 um 16:17
@diegraefin
Ja das stimmt... es kann auch andere Gründe haben, Zeugen haben ausgesagt ect. auf jeden Fall kommen die Ermittlungen voran.

Dass der Vater ein Unmensch ist hat sich ja deutlich heraus kristallisiert, mich würde eher die Rolle des Bruders interessieren, ist er auch so ein Unmensch oder eben, wie du auch andeutest ein Mitläufer, der extrem unter der Dominanz des Vaters litt.


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Mordfall Madeleine Witteck (23) aus Gelsenkirchen(2014)

06.03.2014 um 16:27
Wie in einigen Berichten gesagt wurde das der Halbbruder als Aufpasser fungierte für Madeleine. Also denke ich das ihm ein falsches Rollenbild vorgelebt und vermittelt wurde. Und er eher seinen Vater als Vorbild hatte


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Vernazza2013
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Mordfall Madeleine Witteck (23) aus Gelsenkirchen(2014)

08.03.2014 um 15:25
Madeleines Halbbruder bestreitet Beteiligung an Ermordung

Madeleine W. (23) aus Gelsenkirchen wurde im Februar in Essen brutal ermordet. Der 21-jährige Halbbruder habe die junge Mutter zum Schrebergarten des Stiefvaters in Dellwig gebracht, so seine beiden Verteidiger. Von dem Verbrechen will er laut seinen Anwälten aber nichts gewusst haben.

Die 23-jährige Madeleine W. wurde geknebelt und gefesselt in ein Erdloch im Schrebergarten ihres Stiefvaters in Dellwig geworfen und unter mehreren Schichten Erde und Beton begraben. So fanden die Ermittler die junge Mutter am 18. Februar. Ob Madeleine lebendig begraben wurde, untersucht aktuell die Rechtsmedizin. Seit rund zwei Wochen sitzen in dem Fall Madeleines Stiefvater Günther O. (47) und Halbbruder Daniel (21) in Untersuchungshaft. Gegen sie wird wegen Mordes ermittelt. Die Anwälte des 21-Jährigen, Verena Metzmacher und Hans Reinhardt, berichten nun von dem Fall.

Demnach bestreite der Halbbruder an dem Mord beteiligt gewesen zu sein. Er habe Madeleine am 11. Februar – dem Tag an dem die 23-Jährige ihr zweijährige Tochter morgens in den Kindergarten brachte und anschließend zunächst spurlos verschwand – am Hauptbahnhof in Gelsenkirchen mit dem Auto abgeholt. „Madeleine habe keinen panischen Eindruck gemacht“, gibt Metzmacher, Pflichtverteidigerin aus Gelsenkirchen, die Angaben ihres Mandanten wieder. Die 23-Jährige hätte jederzeit aus dem Wagen aussteigen können, so die Anwältin.

Der Stiefvater sei dann dazugekommen, so Reinhardt, und gemeinsam sei man zu dem Schrebergarten des Stiefvaters in der Kleingartenanlage „Hesselbach 1+2“ gefahren. Dort habe der 47-Jährige den Halbbruder unter dem Vorwand, er solle die leibliche Mutter von Madeleine zu einer gemeinsamen Aussprache holen, weggeschickt, erklärt Reinhardt, der Marler Wahlverteidiger des 21-Jährigen.

Dass dieses Treffen offenbar tödlich für Madeleine endete, davon habe der Halbbruder laut seiner beiden Verteidiger nichts geahnt. „Er wusste, dass sie Streit hatten“, erklärt Reinhard: „Sein Anliegen war es, dass Frieden in der Familie herrscht.“ Und Metzmacher sagt: „Er fühlte sich als Onkel dem zweijährigen Kind verpflichtet.“

Angespannte Familiensituation
Die Situation ist für Außenstehende nur schwer vorstellbar. Madeleine hatte vor rund einem Jahr ihren Stiefvater wegen sexuellen Missbrauchs angezeigt, war vor ihm in ein Frauenhaus geflüchtet. Ob die anderen Familienmitglieder vom möglichen jahrelangen Missbrauch an Madeleine gewusst haben, ist unklar. Offen bleibt bislang auch, warum sie nichts gegen den Stiefvater unternommen haben, sollte er sich an Madeleine vergangen haben.

Die Familiensituation sei sehr angespannt gewesen, erklärt Reinhardt. Günther O. habe die Familie mit strenger Hand geführt. Metzmacher bezeichnet den Stiefvater als „Patriarchen“, er habe innerhalb der Familie alle Strippen in der Hand gehabt, alle Familienmitglieder seien auf ihn angewiesen gewesen, auch finanziell. Demgegenüber habe der 21-Jährige, der bis zur Untersuchungshaft in einer Fördermaßnahme der Stadt Essen war, eine „Reifeverzögerung“, so Reinhardt, er weise kindliche Züge auf. In der JVA dürften ihn nur seine Anwälte besuchen, Kontakt zur leiblichen Mutter gebe es nicht.

http://www.derwesten.de/staedte/essen/madeleines-halbbruder-bestreitet-beteiligung-an-ermordung-id9093597.html


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08.03.2014 um 16:54
Ich kann mir gut vorstellen, dass es so gewesen sein könnte. Da sollte der Halbbruder aber irgendwie beweisen können, dass er tatsächlich den Garten verlassen hat.


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