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Ehepaar verschwunden - Polizei vermutet Verbrechen

177 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Polizei, Verschwunden, Verbrechen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Ehepaar verschwunden - Polizei vermutet Verbrechen

25.06.2015 um 21:49
Notwehr oder eiskalter Doppelmord? Die Einschätzungen der aktuellen Beweislage im Prozess vor der 1. Großen Strafkammer des Hanauer Landgerichts nach der Tötung des Ehepaares Harry und Sieglinde Klock in Maintal im Sommer des vergangenen Jahres gehen weit auseinander. Nach dem das Gericht unlängst erklärt hatte, dass auch eine Verurteilung deutlich unter der von der Staatsanwaltschaft Hanau angeklagten Vorwürfe Mord und Totschlag in Frage kommen könnte, wollen die Vertreter der Angehörigen jetzt neue Argumente für ihre Ansichten vortragen und diese mit weiteren Beweisanträgen untermauern.

Rechtsanwalt Michael Bauer hat die Strafkammer schriftlich aufgefordert, hinsichtlich der Verurteilung des 30-jährigen Angeklagten den Hinweis zu erteilen, dass auch er wie sein Vater wegen Mordes schuldig gesprochen werden könnte. Richter Dr. Peter Graßmück lehnte dies zwar ab, erklärte aber zugleich: „Ausschließen tun wir derzeit gar nichts“, könne es durchaus sein, dass im weiteren Verlauf der Beweisaufnahme noch der ein oder andere Hinweis seitens des Gerichts kommen werde. Nach dem Prozessauftakt am 18. März hat das Gericht inzwischen weitere Verhandlungstage bis in den August hinein angesetzt. Harry und Sieglinde Klock waren am 6. Juni 2014 auf einem ehemaligen Reiterhof nahe des Maintaler Stadtteils Dörnigheim getötet worden.


Rechtsanwalt Bauer geht davon aus, dass die Eheleute, anders als von den Angeklagten vorgetragen, heimtückisch und geplant umgebracht wurden. Demnach soll Harry Klock am 6. Juni allein auf das Gelände gekommen sein, um die Miete zu kassieren, dann mit einem Beilschlag auf den Kopf außer Gefecht und schließlich mit 17 Messerstichen umgebracht worden sein. Der 57-Jährige soll unbewaffnet gewesen sein und nicht mit einem Angriff gerechnet haben. Einen Kampf habe es demnach gar nicht gegeben: Dafür spreche, dass eine Nachbarin lediglich zwei Geräusche gehört habe, die wie Schüsse anmuteten, ansonsten aber nichts, obwohl sich bei einem Ortstermin in Maintal herausgestellt habe, dass von dort selbst Stimmen wahrnehmbar seien. „Die Tötung des Harry Klock ist leise abgelaufen, ebenso – bis auf die beiden Schüsse – die Tötung der Sieglinde Klock“, ist sich Bauer sicher. Die 57-Jährige sei bei der Ermordung ihres Ehemannes nicht anwesend gewesen und wurde demnach bei ihrem Eintreffen auf dem Gelände erschossen, bevor sie schreien konnte. Die Nebenkläger schließen zudem aus, dass der körperlich unterlegene 30-jährige Angeklagte dem offenbar stämmigen Harry Klock das Messer hätte abnehmen können. „Da es kein Kampfgeschehen gab, weil es keine einem Kampfgeschehen entsprechenden Geräusche gegeben hat, wurde die Getöteten nicht etwa in einem Kampf umgebracht, sondern als arglose Opfer in einen Hinterhalt gelockt und heimtückisch umgebracht“, resümierte Bauer.
http://www.vorsprung-online.de/index.php/main-kinzig-kreis/aktuelles-aus-dem-mkk/maintal/349-aktuelles/61117-getoetetes-ehepaar-klock-neue-argumente-fuer-mord.html


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Ehepaar verschwunden - Polizei vermutet Verbrechen

07.07.2015 um 23:10
Gegen den gemeinsam mit seiner Ehefrau im Juni 2014 in Maintal getöteten Harry Klock sind seit 1984 insgesamt 30 Strafanzeigen bei der Polizei eingegangen. Das erklärte ein Polizeibeamter im Prozess vor der 1. Großen Strafkammer im Landgericht Hanau. Auf der Anklagebank sitzen zwei 60 und 30 Jahre alte Männer, Vater und Sohn, die zugegeben haben, für den Tod des 57-jährigen und seiner Ehefrau verantwortlich zu sein, aber auf eine Art Notwehrsituation plädieren.
Ganzer Artikel:
http://www.vorsprung-online.de/index.php/main-kinzig-kreis/aktuelles-aus-dem-mkk/maintal/349-aktuelles/61785-totes-ehepaar-klock-angeklagter-in-jva-verletzt.html


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Ehepaar verschwunden - Polizei vermutet Verbrechen

22.07.2015 um 17:17
Prozess zieht sich hin
Von JOCHEN DIETZ
Beweis- und Befangenheitsanträge verzögern das Verfahren um ein getötetes Ehepaar auf dem ehemaligen Pferdehof zwischen Dörnigheim und dem Main.


Der Prozess am Hanauer Landgericht um die Tötung des damals 57-jährigen Ehepaars auf dem ehemaligen Pferdehof zwischen Dörnigheim und dem Main zieht sich zäh dahin. Zu immer neuen Beweisanträgen von Verteidigung und Nebenklage kam nun auch ein Befangenheitsantrag gegen den Vorsitzenden Richter Peter Graßmück. Nach der jüngsten Verhandlung am Montag folgten gestern Morgen weitere Beweisanträge. Eigentlich waren für Montag die Plädoyers vorgesehen gewesen.

Graßmück sieht dem Befangenheitsantrag gelassen entgegen. Er werde seine dienstliche Stellungnahme abgeben, seine beiden der Kammer beisitzenden Richterkollen würden dann unter Ausschluss seiner Person entscheiden. Oberstaatsanwalt Jürgen Heinze rechnet fest damit, dass der Antrag abgelehnt wird: „Keine Chance.“

Ein stattgegebener Befangenheitsantrag würde das Verfahren auf Null stellen, der Prozess müsste komplett neu aufgerollt sein. Das Gesetz lege derart hohe Maßstäbe an Befangenheitsanträge, dass sie in den seltensten Fällen durchgehen. Wie entschieden wird, wird erst zum Beginn des nächsten Verhandlungstages am 4. August verkündet.

Beweisanträge abgewiesen

Graßmück habe wichtige Zeugen nicht zugelassen und Beweisanträge abgewiesen, so der Vorwurf der Nebenklage. „Die Kammer hat von Anfang an auffällig ihre Sympathien zugunsten der Angeklagten verteilt“, sagt Anwalt Michael Bauer, der die Tochter der Getöteten als Nebenklägerin vertritt. „Wir wissen, dass ein Befangenheitsantrag ein stumpfes Schwert ist. Aber seine fehlerhafte Zurückweisung wäre ein weiterer Grund für eine Revision“, so Bauer gegenüber der FR.

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass da noch etwas Stichhaltiges kommt“, sagt Richter Graßmück auf Anfrage. Die Beweisanträge seien „sachfremd“ und für eine Aufhellung des Tathergangs letztlich unerheblich gewesen. Er rechne deshalb mit hoher Wahrscheinlichkeit damit, dass am Dienstag, 4. August, tatsächlich die Schlussvorträge gehalten und am Mittwoch, 5. August, ein Urteil verkündet werden kann.

Seit Mitte März läuft nun das Verfahren, Heinze hat inzwischen den Überblick über die Zahl der Verhandlungstage verloren. „Wir müssten beim 15. sein.“ Mietstreitigkeiten sollen am Mittag jenes verhängnisvollen 6. Juni vergangenen Jahres auf der ehemaligen „Main-River-Ranch“ so eskaliert sein, dass die Angeklagten, der heute 60-jährige Vater und sein 30-jähriger Sohn, die 57-jährigen Eheleute töteten: der Sohn den Ehemann mit 17 Messerstichen, der Vater die Ehefrau anschließend mit zwei Pistolenschüssen. Sie waren Untermieter des Ehepaares und hausten auf dem heruntergekommenen Grundstück.

Angeklagten schweigen

Die zentrale Frage: Wurden sie hinterrücks ermordet, wie es die Nebenklage sieht, oder war es Notwehr? Die Angeklagten räumen die Tat ein, schweigen aber nach wie vor im Verfahren. Lediglich der Sohn hatte zu Beginn eine 400-seitige schriftliche Einlassung verlesen lassen, in der er eine Notwehrlage darstellte. Der Prozess verliert sich mangels Augenzeugen seitdem zusehends im Klein-Klein. Immer wieder neue Zeugen, die gar nichts oder nur flüchtig mit Tätern oder Opfern, geschweige mit dem Tatgeschehen zu tun hatten.

Eine Zeugin, die von zwei Knallgeräuschen berichtete, wurde bereits mehrfach von der Kammer gehört. Was hat sie an dem Mittag gehört, als sie auf einer Liege auf dem Nachbar-Pferdehof lag? Geschrei? Hundegebell? Was kann wer wo wann überhaupt gehört haben? Alles ungeklärt. Ankläger Heinze: „Der Prozess ist inzwischen ein Hin-und-Her wie im Tennis: Wir stehen alle am Netz und würden das Spiel gerne abpfeifen. Die Sachverhalte sind geklärt. Ich hoffe inständig, dass wir am 4. August endlich plädieren können.“
http://www.fr-online.de/hanau-und-main-kinzig/maintal-prozess-zieht-sich-hin,1472866,31278202.html


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Ehepaar verschwunden - Polizei vermutet Verbrechen

04.08.2015 um 14:18
Prozess am Landgericht Hanau

Lebenslange Haft nach Tod von Maintaler Ehepaar gefordert

03.08.2015

In Hanau wird aktuell eine unfassbare Tat verhandelt. Nach einem Streit sollen zwei Männer ihre Vermieter brutal ermordet haben. Einem Angeklagten droht nun eine lebenslange Haftstrafe.

Hanau.
Im Prozess um die Tötung eines Ehepaares in Maintal (Main-Kinzig-Kreis) hat die Staatsanwaltschaft für einen der Angeklagten eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes gefordert. Der ebenfalls angeklagte Sohn des 61-Jährigen soll demnach wegen Totschlags siebeneinhalb Jahre in Haft. Den beiden wird vorgeworfen, ein Vermieter-Ehepaar im Streit um Mietrückstände im Juni 2014 getötet zu haben. Der Staatsanwaltschaft zufolge tötete der 30 Jahre alte Sohn den Mann mit 17 Messerstichen, der Vater erschoss die Ehefrau. Die weiteren Plädoyers sollen an diesem Dienstag gesprochen werden.

«Wer 17 Mal auf einen Menschen in dessen Körper immer und immer wieder einsticht, der will nur eines - seinen Tod», sagte der Staatsanwalt am Montag vor dem Landgericht Hanau. Selbst wenn ihn der Vermieter zuvor am Hals gepackt habe, wofür es keine objektiven Anhaltspunkte gebe, rechtfertige dies nicht den Messereinsatz. Die Angeklagten hatten zu Prozessbeginn Notwehr geltend gemacht. Sie hätten nur auf Gewalt und Attacken des Ehepaars reagiert.

Die Angeklagten sollen zudem, um die Spuren zu verwischen, ihre Opfer in einer Grube unter Jauche und Dung vergraben haben. Die Leichen waren erst nach mehreren Monaten gefunden worden.
http://www.fnp.de/rhein-main/Lebenslange-Haft-nach-Tod-von-Maintaler-Ehepaar-gefordert;art801,1523865


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Ehepaar verschwunden - Polizei vermutet Verbrechen

04.08.2015 um 14:33
Ein Artikel von der Frankfurter Allgemeine Zeitung. Beschreibt den Prozess ganz gut.
Zum hierher kopieren mit 3 Seiten zu lange, deshalb poste ich jetzt nur den Link: http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/getoetetes-ehepaar-aus-maintal-die-opfer-und-ihr-richter-13733222.html


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Ehepaar verschwunden - Polizei vermutet Verbrechen

04.08.2015 um 22:08
Prozess in Hanau

Getötetes Ehepaar in Maintal: Verteidigung fordert Freispruch

04.08.2015

Ein Ehepaar in Maintal wurde getötet. Vor Gericht berufen sich ein Vater und sein Sohn auf Notwehr. Die Anklage spricht dagegen von Mord und Totschlag. Nun muss das Gericht darüber entscheiden.

Hanau.
Im Prozess um ein getötetes Ehepaar in Maintal (Main-Kinzig-Kreis) hat die Verteidigung Freisprüche für die beiden Angeklagten gefordert. Die Anwälte sahen am Dienstag vor dem Landgericht Hanau bei den beiden - Vater und Sohn - Mord beziehungsweise Totschlag als nicht erwiesen an. Den Angeklagten wird vorgeworfen, ein Ehepaar im Streit um Mietrückstände im Juni 2014 getötet zu haben. Sie waren Untermieter auf dem ehemaligen Reiterhof, den die späteren Opfer gepachtet hatten.

Der Staatsanwaltschaft zufolge soll der 61 Jahre alte Vater die 57-jährige Ehefrau erschossen und der 30 Jahre alte Sohn den ebenfalls 57 Jahre alten Mann mit 17 Messerstichen getötet haben. Die Anklage hatte für den 61-Jährigen eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes gefordert und für den Sohn siebeneinhalb Jahre wegen Totschlags.

Der Prozess gegen den Vater und seinen Sohn hatte im März begonnen. Die beiden räumten ein, das Paar getötet zu haben, beriefen sich allerdings auf Notwehr. Der 30-Jährige soll vom Mann des Vermieter-Paares mit einem Messer bedroht worden sein. Sein Vater griff nach Darstellung der Verteidigung in den Kampf ein. Die Frau des Vermieterpaares habe seinen Sohn mit einem Beil attackiert, als der Vater auch von den Hunden des Paares angegriffen wurde, habe er die Schüsse abgefeuert.

Aus Angst, dass ihnen niemand diesen Tatablauf glaube, hätten die beiden nicht die Polizei gerufen, sondern die Spuren zu verwischen versucht, hatten sie während des Prozesses erklärt. Die Leichen wurden rund vier Monate nach der Tat unter einem Misthaufen gefunden.

Oberstaatsanwalt Jürgen Heinze hatte am Montag dagegen von einem Verdeckungsmord gesprochen. Der 61-jährige Angeklagte habe die Frau erschossen, nachdem sein Sohn ihren Ehemann zuvor mit 17 Messerstichen umgebracht habe.

Das Gericht hatte sich im Mai bei einem Ortstermin sogar selbst ein Bild vom Tatort gemacht. Die beiden Angeklagten waren dabei, schwiegen aber.

«Ich hatte Angst um mein Leben», sagte der 30-jährige Angeklagte in seinem Schlusswort vor Gericht. Reue empfinde er keine, weil die Gewalt des Ehepaares der Auslöser gewesen sei. Sein Vater verzichtete auf letzte Worte vor der Urteilsverkündung.
http://www.fnp.de/rhein-main/Prozess-um-totes-Ehepaar-Verteidigung-fordert-Freispruch;art1491,1525433

Maintower hat heute auch darüber berichtet, und mit der Tochter der Ermordeten gesprochen.
Einfach zum Video: "Doppelmord vor Gericht" scrollen.
Hier der Link: http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?rubrik=3142&xtmc=maintower&xtcr=1
Unter der Themenübersicht.


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Ehepaar verschwunden - Polizei vermutet Verbrechen

05.08.2015 um 15:00
Prozess in Hanau
Getötetes Ehepaar in Maintal: Gericht spricht Angeklagte frei


05.08.2015

In Maintal wurde im Juni vergangenen Jahres ein Ehepaar getötet. Die beiden Angeklagten beriefen sich auf Notwehr. Am Mittwoch fiel das Urteil für den 61 Jahre alten Mann und seinen 30-jährigen Sohn.

Hanau.
Im Prozess um ein getötetes Ehepaar in Maintal (Main-Kinzig-Kreis) hat das Landgericht Hanau am Mittwoch die beiden Angeklagten freigesprochen. Einem 61 Jahre alten Mann und seinem 30-jährigen Sohn waren Mord beziehungsweise Totschlag vorgeworfen worden. Die beiden hatten zwar eingeräumt, das Vermieter-Paar im Juni 2014 getötet zu haben, beriefen sich aber auf Notwehr.

Der Tat soll ein handfester Streit um Mietschulden vorausgegangen sein. Die beiden 57 Jahre alten Eheleute waren mit Messerstichen und Pistolenschüssen getötet worden. Die Leichen wurden nach langer Suche unter einem Misthaufen auf einem früheren Reiterhof in Maintal gefunden.
http://www.fnp.de/rhein-main/Getoetetes-Ehepaar-in-Maintal-Gericht-spricht-Angeklagte-frei;art801,1526904

Da dauert es wohl nicht lange mit der Revision seitens der Nebenklage/Staatsanwaltschaft.


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Ehepaar verschwunden - Polizei vermutet Verbrechen

05.08.2015 um 15:59
Zitat von Blue_Eyes_Blue_Eyes_ schrieb:Gericht spricht Angeklagte frei
Unglaublich!
Da würde mich die Begründung interessieren!


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Ehepaar verschwunden - Polizei vermutet Verbrechen

05.08.2015 um 16:10
@stefan33

Bin auch völlig geschockt, damit hab ich ehrlich gesagt nicht gerechnet.
Ich hab nur den Kopf geschüttelt als ich das gelesen habe...


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05.08.2015 um 16:17
Das kann doch nicht wahr sein ... Wo war denn da "Notwehr" von Nöten ?


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05.08.2015 um 16:19
@lepetitprince

Ich weiß es nicht. Darf man nun einen Menschen mit 17 Messerstichen niederstechen, die Frau erschießen ( die wohl dazu kam), und das geht als Notwehr durch? Mich entsetzt das wirklich.
Ich hoffe, die Nebenklage geht in Revision und haben dann Erfolg damit. Das kann doch nicht sein.. o.O


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Ehepaar verschwunden - Polizei vermutet Verbrechen

05.08.2015 um 16:31
@BlueLagoon
Eben... Notwehr sieht für mich anders aus und vor allem frage ich mich, wie man die Frau auch als eine "Bedrohung" eingestuft haben muss, um ihren Mord rechtfertigen zu können .... Da kann ein junger Mann sich doch bestimmt anders zur Wehr setzen, falls das überhaupt nötig gewesen wäre


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Ehepaar verschwunden - Polizei vermutet Verbrechen

05.08.2015 um 17:39
Der Artikel wurde aktualisiert:
Prozess in Hanau
Nach Doppelmord in Maintal: Gericht spricht Angeklagte frei


05.08.2015

Sensationsurteil: Ein Ehepaar in Maintal wurde mit Messerstichen und Pistolenschüssen getötet, doch das Gericht sieht darin Notwehr. Die beiden Angeklagten, ein Vater und sein Sohn, wurden freigesprochen. Wie kann das sein?


Hanau.
Rund ein Jahr nach dem gewaltsamen Tod eines Ehepaares in Maintal (Main-Kinzig-Kreis) hat das Landgericht die beiden Angeklagten freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte einem 61 Jahre alten Mann und seinem 30-jährigen Sohn Mord beziehungsweise Totschlag vorgeworfen. Die beiden hatten zwar eingeräumt, das Vermieter-Paar im Juni 2014 getötet zu haben, beriefen sich aber auf Notwehr. Die Version der beiden Männer sei nicht zu widerlegen gewesen, sagte der Vorsitzende Richter Peter Graßmück am Mittwoch. Im Zweifel müsse daher für die Angeklagten entschieden werden.

Unmittelbar nach dem Freispruch kam es zu Tumulten im Gerichtssaal, Angehörige der Opfer machten ihrem Unmut lautstark Luft. Die Urteilsbegründung musste unterbrochen und Polizeibeamte hinzugerufen werden, um die Situation zu beruhigen.

Der Tat auf einem früheren Reiterhof in Maintal soll ein handfester Streit um Mietschulden vorausgegangen sein. Der 30-Jährige hatte erklärt, dass er von dem 57-jährigen Vermieter mit einem Messer angegriffen worden sei. Er habe sich dann zur Wehr gesetzt und aus Angst um sein Leben immer wieder zugestochen. Insgesamt waren 17 Messerstiche an der Leiche gezählt worden. Das Gericht erkannte in diesem Fall auf Notwehr.

Dem 61-jährigen Vater gestanden die Richter Nothilfe zu. Er hatte nach Darstellung der Verteidigung in den Kampf eingegriffen. Die Frau des Vermieterpaares habe seinen Sohn mit einem Beil attackiert. Als der Vater auch von den Hunden des Paares angegriffen worden sei, habe er die Schüsse abgefeuert. Das Gericht ging in seiner Urteilsbegründung von einem tödlichen Schuss aus, der aus zwei Metern Entfernung abgefeuert worden sei.

Aus Angst, dass ihnen niemand diesen Tatablauf glaube, hätten sie die Leichen dann versteckt und Spuren verwischt, hatten die beiden Angeklagten im Prozess erklärt. Die Leichen waren erst nach langer Suche unter einem Misthaufen gefunden worden.

Der Haftbefehl gegen die Angeklagten wurde aufgehoben, sie kamen auf freien Fuß. Die Staatsanwaltschaft kündigte Revision gegen das Urteil an, nun wird sich der Bundesgerichtshof mit dem Fall befassen müssen.

Oberstaatsanwalt Jürgen Heinze war in seinem Plädoyer von einem Verdeckungsmord ausgegangen. Der 61-jährige Angeklagte habe die Frau erschossen, nachdem sein Sohn ihren Ehemann zuvor umgebracht habe. Er hatte eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes für den Vater und siebeneinhalb Jahre Haft wegen Totschlags für den Sohn gefordert. Die Nebenklagevertreter hatten für beide Angeklagte eine Verurteilung wegen gemeinschaftlichen Mordes verlangt. Die Verteidiger der beiden hatten auf Freispruch plädiert.
http://www.fnp.de/rhein-main/Nach-Doppelmord-in-Maintal-Gericht-spricht-Angeklagte-frei;art801,1526904

Die Staatsanwaltschaft geht in Revision. Ich hoffe, dass sie damit Erfolg haben werden.


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05.08.2015 um 18:12
entschuldigt bitte, aber ich frage mich als fremdländischer mensch, was hat deutschland für ein eigenartiges rechtssysten, dass so ein urteil möglich ist?


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05.08.2015 um 18:23
@vielefragen

Das frage ich mich seid heute mehr den je. Ich verstehe dieses Urteil nicht.
Eben haben sie bei Maintower über das Urteil berichtet. Es gab Tumulte. Die Tochter und der Sohn der getöteten waren außer sich vor Wut, Verzweiflung und Trauer. Alles auf einmal. Ich stelle nachher den Link zum Video hier ein, wenn man ihn online abrufen kann.


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Ehepaar verschwunden - Polizei vermutet Verbrechen

05.08.2015 um 18:47
euer mordbegrff kommt mir theoretischer vor, bei uns ist es vereinfacht gesagt, dass ein agierender zu irgeneinem zeitpunkt des geschehens das opfer habe töten wollen.
dass einer bei so vielen stichen sich nur wehren wollte, ohne das leben des andren zu zerstören, dass könnte dann keiner mehr erklären.


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Ehepaar verschwunden - Polizei vermutet Verbrechen

05.08.2015 um 20:53
Mir ist das Urteil auch unverständlich, besonders was den älteren Angeklagten angeht.

Dem Sohn gelingt es angeblich, dem Mann das Messer zu entwinden. Und beginnt daraufhin, auf den unbewaffneten Mann einzustechen. Wieso ist so etwas noch Notwehr, der Mann ist doch entwaffnet.

Die Frau sieht, dass der Sohn wie ein Verrückter mit einem Messer auf ihren Mann einsticht und will diesem (mit einem Beil bewaffnet) zur Hilfe kommen (also Nothilfe leisten).
Dafür wird sie von dem Vater erschossen, der wiederum seinem Sohn Nothilfe leistet.

Und dann werden Vater und Sohn freigesprochen, unglaublich.

Kann bzw. darf man einem Angreifer gegen seine sich verteidigenden Opfer überhaupt Nothilfe leisten?

Und vor allem hat das alles quasi lautlos stattgefunden, die Frau auf der Sonnenliege auf dem Nachbargrundstück hat außer den 2 Schüssen nix gehört.


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Ehepaar verschwunden - Polizei vermutet Verbrechen

05.08.2015 um 22:11
Hier der Bericht vom Maintower : http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?rubrik=3142&xtmc=maintower&xtcr=1
Einfach zum Video: "Freispruch im Doppelmord-Prozess" scrollen.


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Ehepaar verschwunden - Polizei vermutet Verbrechen

05.08.2015 um 22:17
Und seit wann treibt man Mietschulden mit einem Beil? Ich glaube das das Gericht zu Recht entschieden hat. Ich hätte meinem Kind geholfen wenn es zu solch einer Situation käme. Gott sei Dank kommen ja nicht alle gleich mit einem Axt wenn Sie Forderungen haben. Es ist für die Angehörigen der Opfer sehr schlimm. Aber bei aller Liebe die wollten mit dem Beil kein Kuchen schneiden oder? Ich freue mich für die beiden und glaube das es Notwehr war.


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Ehepaar verschwunden - Polizei vermutet Verbrechen

05.08.2015 um 22:20
Ich freue mich nicht wirklich, weil es für mich keine Notwehr war.
Und bei aller Liebe, wenn ich mitbekommen würde, dass gerade wie Verrückt auf meinen Freund eingestochen wird, würde ich mir auch ein Gegenstand zur Hilfe holen.
Hier geht es mal wieder nur um "Könnte". Und weil es so hätte sein "können", wurden sie freigesprochen. Halt wegen: Im Zweifel für die Angeklagten.
17 Messerstiche, Hallo? .

Lese mal bitte alle Artikel. Angeblich wurde dem Opfer das Messer entwendet, und dann wird trotzdem noch 17 mal auf ihn eingestochen? Verstehe ich nicht.
Ich verstehe alleine dieses Urteil nicht, und hoffe, dass die Revision Erfolg haben wird..


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