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Pascal Zimmer (5) - Seit 2001 vermisst!

1.078 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Kind, Ungeklärt ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Pascal Zimmer (5) - Seit 2001 vermisst!

12.12.2021 um 20:50
Gibt es da zu der jüngsten Sache schon etwas Neues? Hat der Kerl da was damit zutun oder war das nur eine Notlüge oder Ausrede? Man hört da jetzt gar nix mehr von


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Pascal Zimmer (5) - Seit 2001 vermisst!

13.12.2021 um 18:48
Könnte es sein, dass Pascal noch lebt?


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Pascal Zimmer (5) - Seit 2001 vermisst!

13.12.2021 um 19:45
Zitat von fuxiafuxia schrieb:Könnte es sein, dass Pascal noch lebt?
Man würde es sich wünschen, aber was für ein Szenario könnte es da geben? Dass ihn damals jemand "entführt" (in guter Absicht!) und als eigenes Kind behalten hat? Aber ich würde doch denken, dass ein fünfjähriger Junge schon große genug ist, um sich später an die Zeit "davor" noch zu erinnern.

Ich persönlich kann mich an einige Begebenheiten erinnern, die deutlich vor meinem fünften Geburtstag liegen. Da würde ein noch lebender Pascal doch heute ins Grübeln kommen, wenn er Erinnerungen hat, die mit seinen jetzigen "Eltern" nicht in Einklang zu bringen sind.


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Pascal Zimmer (5) - Seit 2001 vermisst!

13.12.2021 um 23:27
Das Szenario könnte sowohl "positiv" wie auch negativ sein..
Ein entführtes Kind kann Aufgrund vieler Faktoren sein altes Leben vergessen..
Beispielsweise ist es auch möglich, dass ein Entführer seinem Opfer eine andere Erinnerung "einpflanzt".

Mit 4 Jahren sind meine Eltern umgezogen und meine Erinnerungen an die ersten Lebensjahre sind bei mir nur sehr Bruchstückhaft.
Ich erinnere mich an nur wenige Begebenheiten.
Ab 4 Jahre in der neuen Umgebung sind sie alle da.


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Pascal Zimmer (5) - Seit 2001 vermisst!

14.12.2021 um 00:32
@DarkSouth1234

Die letzten Infos, die hier im Saarland die Runde gemacht haben, war, dass laut Polizei nach diversen Untersuchungen nichts an der Geschichte dran ist.
Der Punk hatte wohl schon vor Jahren einmal seinen Bruder bezichtigt, diese Auasage aber später zurück gezogen, mit der Begründung, dass er sich an seinem Bruder rächen wollte.


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Pascal Zimmer (5) - Seit 2001 vermisst!

14.12.2021 um 22:55
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Aber ich würde doch denken, dass ein fünfjähriger Junge schon große genug ist, um sich später an die Zeit "davor" noch zu erinnern.

Ich persönlich kann mich an einige Begebenheiten erinnern, die deutlich vor meinem fünften Geburtstag liegen. Da würde ein noch lebender Pascal doch heute ins Grübeln kommen, wenn er Erinnerungen hat, die mit seinen jetzigen "Eltern" nicht in Einklang zu bringen sind.
Wie hier auch schon geschrieben wurde kann durch Gehirnwäsche schon vieles manipuliert werden.
Ich erinnere mich auch an einiges was früh in meiner Kindheit passiert ist, dennoch kann ich mir gut vorstellen, dass diese Erinnerungen variieren können je nachdem was einem auch in der Kindheit passiert ist. Vielleicht werden gewisse Dinge auch einfach abgespalten und man erinnert sich entweder gar nicht oder wie in einer Art Traum daran.
Es gibt ja bspw. auch Traumapatienten, die erst nach einer speziellen Therapie dahinter kommen, warum sie sich so fühlen wie sie es tun.
So könnte es auch bei entführten Personen sein.

Aber ich glaube da nicht dran ehrlich gesagt. Warum sollte man einen Jungen aus einem sozial schwachen Stadtteil entführen und ihn dann weiter großziehen? Ich kann mir das in Deutschland zumindest nicht ohne Weiteres vorstellen.
Es sei dem das eigene Kind stirbt warum auch immer und die Identität wird dann angenommen, aber das klingt doch zu sehr nach einem Roman- oder Filmstoff.


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Pascal Zimmer (5) - Seit 2001 vermisst!

15.12.2021 um 07:49
Zitat von HerbstkindHerbstkind schrieb:Warum sollte man einen Jungen aus einem sozial schwachen Stadtteil entführen und ihn dann weiter großziehen? Ich kann mir das in Deutschland zumindest nicht ohne Weiteres vorstellen.
Es sei dem das eigene Kind stirbt warum auch immer und die Identität wird dann angenommen, aber das klingt doch zu sehr nach einem Roman- oder Filmstoff.
Nein, wirklich vorstellen kann ich mir sowas auch nicht. Das müsste ja eine Familie sein, die auch ihr ganzes Lebensumfeld verändert, denn sonst würde ja jemand fragen, woher denn dieser Junge kommt, der da plötzlich lebt. Mal ganz abgesehen von den Papieren, die man spätestens braucht, wenn das Kind ins schulpflichtige Alter kommt. Und auch abgesehen von den Fotos von Pascal, die ja überall in den Medien waren - da hätte ihn sicher jemand erkannt.

Sowas ginge nur, wenn man auch gleichzeitig irgendwohin auswandert, aber auch dann werden Papiere verlangt usw.


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Pascal Zimmer (5) - Seit 2001 vermisst!

15.12.2021 um 09:15
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Nein, wirklich vorstellen kann ich mir sowas auch nicht. Das müsste ja eine Familie sein, die auch ihr ganzes Lebensumfeld verändert, denn sonst würde ja jemand fragen, woher denn dieser Junge kommt, der da plötzlich lebt. Mal ganz abgesehen von den Papieren, die man spätestens braucht, wenn das Kind ins schulpflichtige Alter kommt. Und auch abgesehen von den Fotos von Pascal, die ja überall in den Medien waren - da hätte ihn sicher jemand erkannt.

Sowas ginge nur, wenn man auch gleichzeitig irgendwohin auswandert, aber auch dann werden Papiere verlangt usw.
Richtig, das würde dem Umfeld auffallen und das Kind irgendwann registriert sein für Schule etc.

Da müsste auch eine Menge kriminelle Energie und gewisse Kontakte von Nöten sein um das in Deutschland durchzubekommen.

Ich meine Pascal war fünf Jahre alt, würde man sowas nicht eher bei einem Baby in Kauf nehmen?
Und das Kind austauschen wäre ja auch nicht so einfach, da müsste Pascal ja von langer Hand ausgespäht worden sein damit er auch vom Aussehen her einigermaßen passt.

Außer jemand hat einen krankhaften Drang ein Kind aus ärmeren Verhältnissen zu retten und ihm ein "Besseres Zuhause" geben kann ich mir nicht vorstellen dass ein Kind gerade aus sozial schwachen Verhältnissen gekidnappt wird.
Man erwartet da vielleicht viel Arbeit (Zähne und allgemein der Körper schlechten Zustand, mangelnde motorische und sprachliche Zustände). Da würde ich ja erwarten dass ein Kind aus der Mittel- oder Oberschicht eher die Erwartungen trifft.

Nochmal kurz zu diesem Satz:
Und auch abgesehen von den Fotos von Pascal, die ja überall in den Medien waren - da hätte ihn sicher jemand erkannt.
Ich denke prinzipiell auch so, dennoch wird die mediale Präsenz glaube ich etwas überschätzt. Im Saarland dürfte das wohl zutreffen, es war ja ein riesiger Skandal und da zum Glück sowas im Saarland nicht allzu oft passiert wohl ziemlich einmalig.
Aber über die Grenzen hinweg würde ich mal behaupten ist dem nicht so bzw. lässt das Interesse irgendwann eben mal nach. Pascal könnte ja theoretisch erst einmal irgendwo gefangen gehalten worden sein bevor er wieder in "Freiheit" durfte und da kann er ja schon gewachsen sein, die Haare könnten verändert worden sein etc.
Zudem interessiert es auch einfach nicht jeden, leider.
Deswegen gebe Ich mittlerweile ehrlich gesagt nicht mehr so viel auf "den muss man doch wahrnehmen und sehen können wenn er irgendwo anders lebt".


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Pascal Zimmer (5) - Seit 2001 vermisst!

15.12.2021 um 16:19
Zitat von HerbstkindHerbstkind schrieb:Im Saarland dürfte das wohl zutreffen, es war ja ein riesiger Skandal und da zum Glück sowas im Saarland nicht allzu oft passiert wohl ziemlich einmalig.
Aber über die Grenzen hinweg würde ich mal behaupten ist dem nicht so bzw. lässt das Interesse irgendwann eben mal nach.
Ja, das stimmt. Ich hatte auch eher an eine Familie gedacht, die ihn schon vorher kannte und in der Nähe lebte - ihn sozusagen aus Mitleid "aufgenommen" hat. Aber in D. ist es sicher aufgrund der Bürokratie kaum machbar, ein Kind zu verheimlichen.

Und im Ausland, da hast du Recht, wird man den Fall nicht so wahrgenommen haben.


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Pascal Zimmer (5) - Seit 2001 vermisst!

15.12.2021 um 16:30
Zitat von fuxiafuxia schrieb:Könnte es sein, dass Pascal noch lebt?
Ich halte das für sehr unwahrscheinlich. Mich würde wirklich mal interessieren, wie viele vermisste/verschwundene Kinder wieder lebendig aufgetaucht sind. Laut Polizei werden die meisten Kinder in kurzer Zeit gefunden bzw. sind "ausgerissen" und wieder nach Hause gekommen. Aber die Zahl derer, die verschwunden bleiben ist immer noch sehr hoch. Was ist wohl aus den allen geworden?


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Pascal Zimmer (5) - Seit 2001 vermisst!

02.01.2022 um 22:33
Zitat von DarkSouth1234DarkSouth1234 schrieb am 12.12.2021:Gibt es da zu der jüngsten Sache schon etwas Neues? Hat der Kerl da was damit zutun oder war das nur eine Notlüge oder Ausrede? Man hört da jetzt gar nix mehr von
Ganz ehrlich? Das ist eine reine Schutzbehauptung von diesen asozialen Menschen gewesen den armen Teufel im Suff umgebracht zu haben. Da wird leider nichts dran sein an deren Geschwafel. Denke auch nicht, dass die Ermittler das wirklich glauben oder ernsthaft in Erwägung zogen, dass der Bruder mit dem Mord an Pascal etwas zu tun hatte. Das ist ein ziemlich asoziales Gesindel und leider auch das gleiche soziale Milieu wie die Leute, die damals vor Gericht standen. Da muss man wirklich zweifeln bei solch einem Pack.


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Pascal Zimmer (5) - Seit 2001 vermisst!

12.01.2022 um 11:03
Hallo, ich habe mich hier gerade registriert; der Fall Pascal beschäftigt und erschüttert mich nun auch schon seit 20 Jahren und da ich in letzter Zeit krankheitsbedingt viel zuhause bin, hatte ich mich wieder etwas mehr damit beschäftigt und mich gründlich eingelesen und die verfügbaren Dokumentationen geschaut. Den ganzen Thread hier habe ich noch nicht durch, das werde ich aber noch nachholen.

Ich hoffe, es ist in Ordnung, wenn ich hier meine Gedanken und Überlegungen niederschreibe. Es ist einfach furchtbar, dass ein kleines Kind einfach so verschwindet und es keine Spuren gibt. Ich werde bei meinen folgenden Ausführungen auch komplett alles außer Acht lassen, was mit der Tosa-Klause zusammenhängt.

Vor kurzem habe ich zufällig eine andere Dokumentation gesehen und dies ließ mich dann wieder an Pascal denken. Es ging darin um Jürgen Bartsch, auch bekannt als der „Kirmesmörder“ - ein deutscher pädosexueller Serienmörder (Wikipedia). Er beschrieb in der Doku, wie er wie unter Zwang in der Gegend herumfuhr und nach potenziellen Opfern Ausschau hielt. Natürlich kann er mit Pascal nichts zu tun haben, da er 1976 gestorben ist.

Aber ein ähnlich veranlagter Täter könnte entsprechend am 30.09.2001 gezielt auf die Kirmes nach Burbach gekommen sein und nach kleinen Jungen ohne Begleitung Ausschau gehalten haben. Er könnte mit Pascal Kontakt aufgenommen haben, wohl eher außerhalb der eigentlichen Kirmes, auf dem Parkplatz oder wo auch immer Pascal sein Fahrrad hat stehen lassen. Der Täter könnte ihn überredet haben, ihn zu begleiten. Es müsste in diesem Fall alles recht schnell gegangen sein, vielleicht hatte er Pascal angeboten, ihn nach Hause zu bringen oder aus anderen Gründen das Fahrrad in das Auto geladen – vorausgesetzt, das Fahrzeug war groß genug. Dies könnte einem kleinen Jungen auch noch eine Art von Sicherheit gegeben haben: „Mir passiert schon nichts, der fährt mich ja nach Hause!“.

Das Fahrrad wurde nie gefunden und auch von Pascal fehlt jede Spur. Hierfür wäre eine Erklärung, dass sich beide auf einem privaten Grundstück befinden. Wenn man anhand dieser Mutmaßungen nun ein Täterprofil erstellen würde, würde dies vielleicht so aussehen: Männlich, 25 – 35 Jahre alt (in 2001), fuhr damals einen Kombi oder ein vergleichbares Fahrzeug, lebte im Umkreis von rund 100 km von Saarbrücken in einem Haus mit einem angrenzenden Grundstück und lebt auch noch heute dort. Wenn es sich um einen Täter aus Frankreich handelt, so müsste er wahrscheinlich auch deutsch sprechen, was auf eine Grenznähe des Grundstücks deuten würde. Es könnte sich um einen kleinen gewerblichen oder landwirtschaftlichen Betrieb handeln; eine Gärtnerei, etwas mit Möbel oder so. Heute wäre er vermutlich alleinstehend, 45 – 55 Jahre alt und hätte keine oder nur sehr wenig Mitarbeiter auf dem Gelände.

Wenn ich noch mal den Vergleich zu Jürgen Bartsch ziehe, so suchte dieser sich ja immer wieder neue Opfer. Soweit ich weiß, gibt es aber außer Pascal im Saarland keine weiteren Jungs in seinem Alter, die vermisst werden – oder täusche ich mich hier? Es wäre also nicht von einem Serientäter auszugehen. Pascal wäre somit sein erstes und einziges Opfer. Das sind nur Spekulationen, aber möglichweiser war dem Täter bei der Entführung noch nicht so ganz klar, wohin es führen würde – zum Tod von Pascal. Vielleicht wollte er ihn erst eine Weile bei sich „behalten“, wie es auch mit Natascha Kampusch geschehen ist.

Ich weiß, das bringt einem auch nicht weiter; ich habe nur oft das Gefühl, dass man hier auch mal einen anderen Blickwinkel braucht. Ich gehe auch davon aus, dass die Polizei 2001 in der Richtung eines Einzeltäters ermittelt hat. Nur ohne Beweise, Indizien oder verlässliche Zeugenaussagen hatte man natürlich auch nichts, womit man hätte arbeiten können. Unterm Strich halte ich es aber durchaus für eine Möglichkeit, dass Pascal seinen späteren Mörder tatsächlich auf der Kirmes getroffen hat.


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Pascal Zimmer (5) - Seit 2001 vermisst!

12.01.2022 um 17:21
Noch zum Thema ,,Punk-Opa / Nalbach“

Es ist schon bemerkenswert, was man mit den Worten „Pascal“ hier im Saarland so auslösen kann.
Da redet irgendein, offensichtlich dem Alkohol und Suchtmitteln nicht abgeneigter, Zwerg irgendetwas und jeder glaubt dies sofort.
Dieses Phänomen, dass man fragwürdigen Personen zu früh zu viel Aufmerksamkeit bietet und dies auch gleich als Fakten durch die Presse jagt hat in diesem Fall aber durchaus Tradition.
Wobei doch nach nun 20 Jahren auch dem letzten so langsam bewusst werden sollte, dass weder die Schilderungen eines geistig eingeschränkten Kindes, noch die Märchen einer ebenso geistig eingeschränkten Frau, noch die Schilderungen von suchtbehafteten Zeugen, noch die Schilderungen von zweifelhaften in Selbstdarstellung verkrampften Informanten in diesem Fall je irgendetwas zur Lösung beigetragen haben. Ganz im Gegenteil; außer dass durch die Verfolgung dieser Geschichten wertvolle Zeit verstrichen ist, hat man ganz einfach nichts. Bis vielleicht auf eine Märchensammlung, bestehend aus sehr kuriosen und in sich komplett unschlüssigen Geschichten.

Es ist durchaus faszinierend aber auch erschreckend zugleich, wie sich immer wieder an die alte Geschichte geklammert wird.
Immer wieder die Tosa, immer wieder die Alkoholiker und immer wieder die Obdachlosen. Kaum denken Leute mal in eine andere Richtung kommt wieder jemand mit der Tosa und diesen Personen und versucht vehement irgendwelche obskuren Beweise dafür zu bringen.
Böse Zungen hier im Saarland behaupten mittlerweile, dass irgendjemand gezielt immer wieder die Tosa-Geschichte schürt um vom wahren Hergang abzulenken.
Doch gerade diese kleine Auffälligkeit veranlasst so einige Leute erst recht noch intensiver an der Wahrheitsfindung zu arbeiten.

Denn es ist schon erstaunlich, dass immer wieder suchterkrankte Rentner, geistig eingeschränkte Minderjährige oder deren Verwandschaft und verzweifelte Obdachlose ohne festen Wohnsitz als Zeugen vorgeführt wurden. Personen, welche sehr großes persönliches Leid und Probleme haben und obendrein noch sehr leicht zu beeinflussen sind. Viele dieser Personen haben auch recht erfolgreich für mehr Verwirrung gesorgt als zur zielführenden Aufklärung beigetragen.
Dass diesen Personen dann auch immer wieder und immer noch die Beteiligung am perfekten Verbrechen zugetraut wird ist wirklich faszinierend.



Nun aber zum Beitrag von @BlueAnthem

Es hat wirklich Freude gemacht mal wieder einen solch ausführlichen Ansatz in eine andere Richtung lesen zu dürfen. Einen Ansatz außer die ewigen Tosa-Geschichten.
Du beschreibst ein Szenario, welches auch wir (2 andere stärker Interessierte + ich) schon erörtert hatten.
Denn es gibt einige Möglichkeiten, an welche man hier denken musste.
Die Möglichkeiten einer Entführung aber auch eines Unfalls wurden viel zu früh verworfen. Gerade zu dem Unfall-Szenario gab es zu exakt dieser Zeit 2 sehr realistische Möglichkeiten im Umkreis von 400 Metern für ein neugieriges Kind zu verunfallen und gänzlich zu verschwinden. Diese zeitliche und örtliche Konstellation, welche exakt in dem Zeitfenster des Verschwindens vorlag ist schon eine Überlegung wert.
Eine Entführung, wie von dir geschildert, ist auf der einen Seite zwar wegen des Treibens an diesem Tage etwas riskant, andererseits aber auch gerade wegen des Trubels denkbar. Wenn man sich dann noch ins Gedächtnis ruft, welch ein Risiko derart gelagerte Menschen bereit sind einzugehen, stellt sich ein solches Entführungs-Szenario als durchaus möglich dar.
Auch die von dir beschriebene Grenznähe ist in dem Fall des Verschwindens ein Parameter, welcher von den meisten Menschen gekonnt ignoriert wird.
Die Leute, die aus der Region hier kommen und sich etwas mit dem Untergrund befassen, wissen, dass die Region Saarland, Frankreich, Luxemburg, Belgien eine recht spezielle Region ist.
Zum Thema keine sonstigen verschwundenen Kinder, möchte ich auf die Fälle in den Jahren zuvor verweisen. Hier gab es im Bereich Burbach und SB-West durchaus Vorkommnisse und Auffälligkeiten. Zugegebenermaßen ziemlich schwierig zu recherchieren, doch nicht unmöglich.
Das Fahrrad wäre in diesem Falle das wichtigste Stück überhaupt. Auch heute noch wäre dies ein sehr wertvoller Fund.
Auch der Ansatz mit dem Grundstück in der Nähe gefällt mir. Denn hier gab es zu 2 Grundstücken als auch zu einem Waldgebiet Hinweise, welche erst sehr spät kamen. Da hatte man sich aber schon so auf die Tosa-Geschichte gestürzt, dass da nicht weiter in diese Richtung ermittelt wurde.
Weil die beiden Zeugen etwas später plötzlich umgefallen sind, konnte man diese auch nicht mehr weiter dazu befragen. Gut, dass deren erste Aussagen aber dokumentiert wurden und die beiden sich noch jemand anderem anvertraut hatten. So lässt sich hier doch noch weiter recherchieren.

Hoffe auf einen weiterhin so dynamischen Austausch hier und qualitative Gedanken in andere Richtungen.


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Pascal Zimmer (5) - Seit 2001 vermisst!

12.01.2022 um 21:16
@Saarlorlux2020
Ich finde es auch wichtig, dass unterschiedliche Szenarien diskutiert werden, zumindest auf Pro und Contra abgeklopft werden. Die Tosa Theorie wurde ja bereits behandelt und gehört natürlich dazu, wurde ja auch schon oft diskutiert.
Ich geh jetzt mal auf das vorhin genannte Szenario Entführung ein.
Ich kenn die Gegend auch ein bisschen und würde (wie sicher viele) aus dem Bauch erstmal sagen, schwierig. Hauptstraße, Wohnblocks, viel Verkehr und die grösste Kirmes des Saarlandes in der Nähe. Da schafft es niemand, ein Kind mit Fahrrad unbemerkt zu entführen.
Stimmt, es wäre Risiko, das spricht dagegen.
Andererseits zeigen die Fälle wie der von Georgine Krüger oder Stefan Lamprecht, dass sowas durchaus in einer Grosstadt passieren kann. Dazu kommt, dass in der Region Saar-Lor-Lux ja nicht zum ersten Mal Kinder von dubiosen Gestalten angesprochen wurden. Klar passiert das auch woanders, aber durch die vielen Grenzen (Saarland, Rheinland-Pfalz, Luxemburg, Frankreich, Belgien - alles in ner Stunde erreichbar - ob Saarbrücken, Metz, Trier, Luxembourg, ForbachEsch/Alzette oder Arlon in Belgien) ist man schneller durch zwei Staaten und diverse Bundesländer/Kantone und Co durch, als in vielen anderen Regionen.
Andererseits halte ich es aber für wahrscheinlicher, dass - wenn wir denn dieses Szenario diskutieren- etwas in der näheren Umgebung vorgefallen ist, also in Burbach und Umgebung. Auf jeden Fall denk ich, dass es Menschen gibt, die wissen oder ahnen, was genau war.
Ob diese (evtl existierenden) Leute aus Angst, Unlust oder sonst einem Grund schweigen, weiss ich nicht.
Ein wichtiger Punkt ist sicher das Fahrrad, das ist nämlich auch nicht mal eben so zu entsorgen.
Und falls sich etwas in einer Wohnung abgespielt haben sollte, könnten Nachbarn irgendwas an Merkwürdigkeiten mitbekommen haben, das sind doch fast alles Wohnblocks dort. Mit Hinterhöfen voller Müllcontainer und Co auf die jeder gucken kann. Wenn da einer ein Fahrrad reinwirft, kann aus x Fenstern wer zugucken.
Was ist in Sachen Kirmesbesuch genau gesichert?


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Pascal Zimmer (5) - Seit 2001 vermisst!

12.01.2022 um 22:09
Zitat von BlueAnthemBlueAnthem schrieb:Aber ein ähnlich veranlagter Täter könnte entsprechend am 30.09.2001 gezielt auf die Kirmes nach Burbach gekommen sein und nach kleinen Jungen ohne Begleitung Ausschau gehalten haben. Er könnte mit Pascal Kontakt aufgenommen haben,
Daran habe ich auch schon gedacht, aber ich dachte auch an Folgendes:
Zitat von BlueAnthemBlueAnthem schrieb:Wenn ich noch mal den Vergleich zu Jürgen Bartsch ziehe, so suchte dieser sich ja immer wieder neue Opfer. Soweit ich weiß, gibt es aber außer Pascal im Saarland keine weiteren Jungs in seinem Alter, die vermisst werden – oder täusche ich mich hier? Es wäre also nicht von einem Serientäter auszugehen. Pascal wäre somit sein erstes und einziges Opfer. Das sind nur Spekulationen, aber möglichweiser war dem Täter bei der Entführung noch nicht so ganz klar, wohin es führen würde – zum Tod von Pascal.
Wenn man an Jürgen Bartsch anlehnt und auch bspw. die ganzen Fälle von Jungs in Berlin die in den 90er Jahre verschwunden sind bzw. ermordet wurden kann man sagen eine solche Serie gibt es nicht.
Vielleicht weil der Täter kurz nach der Tat verstarb, vielleicht verschaffte ihm die Tat nicht das was er wollte... egal wie aber es muss ja einen Grund geben warum es nur bei Pascal blieb.

Naja es ist halt einfach ein Netz aus unglaublichen Geschichten und Verhältnissen die die Gäste der Tosa-Klause umgibt. Deshalb wird man da wohl immer noch dran hängen bleiben bis der Fall mal geklärt ist.

Die Sache ist halt auch ziemlich einmalig im Saarland, ein solches Negativ-Spektakel gab es im Saarland so kaum. Ich glaube, das war auch so mit ein Grund, weshalb die Verhandlung so lief wie sie es tat. Es musste ein Schuldiger gefunden werden.

Aber zu einer möglichen Entführung: ich glaube ich stelle mir das auch zu komplex vor. Der Täter kann das Kind einfach wohin gelockt haben wo er es überwältigen oder betäuben konnte und dann ins Auto verfrachten. Um das Fahrrad muss man sich auch keine großen Gedanken machen: er kann es einfach irgendwo stehen lassen und jemand klaut es. Oder er wirft es irgendwo in ein Gewässer, wobei ich ersteres eher für möglich halte.


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Pascal Zimmer (5) - Seit 2001 vermisst!

13.01.2022 um 00:00
Zitat von abberlineabberline schrieb:Ich kenn die Gegend auch ein bisschen und würde (wie sicher viele) aus dem Bauch erstmal sagen, schwierig. Hauptstraße, Wohnblocks, viel Verkehr und die grösste Kirmes des Saarlandes in der Nähe. Da schafft es niemand, ein Kind mit Fahrrad unbemerkt zu entführen.
Am unauffälligsten sind immer Dinge, die genau vor den Augen aller Leute passieren. Der Täter musste sich nur das Vertrauen seines Opfers sicher sein können und so etwas kann auch sehr schnell gehen. Von dem Moment an sehen alle nur einen kleinen jungen mit seinem großen Bruder oder seinem Onkel. Selbst wenn hier nun jemand aus Pascals Umfeld die beiden gesehen und angesprochen hätte, hätte der Täter immer noch darauf hinweisen können, dass der Junge ganz allein unterwegs ist und er ihm helfen wollte. Man darf sich den Täter nicht als Monster aus dem Sumpf vorstellen, Jürgen Bartsch zum Beispiel war gerade mal 18 und sah auch später noch sehr gut aus. Für den kleinen Pascal mit einem labilen Vater und einer älteren Halbschwester könnte ein charismatischer Mann, der Sorge und Interesse für ihn zeigte, durchaus etwas Positives gewesen sein, dem er schnell sein Vertrauen schenkte. Den Kleinen und das Fahrrad in das Auto zu verfrachten könnte ganz natürlich und ohne Aufsehen passiert sein. Natürlich würde ich dennoch davon ausgehen, dass der mögliche Entführer sich nicht lange mit dem Jungen sehen hat lassen. Vielleicht hatte er auch die geplante Entführung davon abhängig gemacht, wie unauffällig der Prozess des Kennenlernens von statten ging.

In dem Zusammenhang muss ich auch noch mal an die Reportage „Das Horrorhaus von Höxter“ denken, in der ein Zeuge sagte, er habe das Paar zusammen mit einer sehr schwach und krank wirkenden Frau auf der Straße gesehen – ihren späteren Mördern. Er dachte aber: „Oh, das ist aber nett, dass die sich um diese kranke Frau kümmern!“. Man denkt in solchen Situationen einfach auch an nichts Schlimmes. Erst wenn man weiß, was für grauenvolle Dinge passiert sind fragen alle, wie konnte da niemand was mitbekommen haben.
Zitat von HerbstkindHerbstkind schrieb:Vielleicht weil der Täter kurz nach der Tat verstarb, vielleicht verschaffte ihm die Tat nicht das was er wollte... egal wie aber es muss ja einen Grund geben warum es nur bei Pascal blieb.
Jürgen Bartsch hatte eine stark sadistische Veranlagung, es ging ihm darum, die Jungen langsam zu Tode zu quälen und so wie man es leider immer wieder mitbekommt, besteht bei vielen Täter aus diesem Bereich der Reiz auch darin, ihre Opfer zu erniedrigen. Das trifft aber nicht auf jeden Pädophilen zu. Ich bin hier jetzt auch nicht der Fachmann, aber viele Pädophile wollen ihren Opfern eigentlich gar nichts ‚Böses“, die Kinder sind ja das Ideal, das sie begehren. Vielleicht ging der mögliche Entführer davon aus, er könnte mit Pascal „zusammen sein“, gerade wenn dieser anfangs auch Vertrauen und Sympathie zeigte. Natürlich konnte das nicht gutgehen und – wie ich nur weiter vermuten kann – kam es zum Tod des Jungen. Das kann für den Entführer auch ein gewaltiger Schock gewesen sein und er lebt heute noch mit dieser Schuld und Reue. Wenn ich noch mal meine Theorie mit dem Grundstück aufgreife, so würde der Täter immer noch mit Pascal und der Schuld an seinem Tod zusammen sein, was ihn auch davon abhielt, sich neue Opfer zu suchen.

Das sind natürlich absolute Spekulationen, aber man darf sich die Täter nicht nur als grobschlächtige Monster vorstellen, die den Jungen mit Gewalt in ein dunkles Loch gezerrt haben. Ohne jemanden in Schutz nehmen zu wollen, aber vielleicht steht irgendwo jeden Morgen jemand auf und wird jeden Tag aufs Neue von seiner Schuld und vielleicht auch seinem empfundenen Verlust übermannt. Wir alle haben keine Ahnung von den Abgründen mit denen sich viele Menschen täglich quälen, denen wir flüchtig begegnen.


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13.01.2022 um 22:49
@BlueAnthem
Natürlich kann man die einzelne Motivation dahinter nur schwer nachvollziehen. Ich schrieb ja auch, er bekam vielleicht nicht das was er erhoffte oder noch eher wie Du schreibst, er bekam davon einen Schock. Prinzipiell ist sicher alles möglich.

Da ja hier gerne angemerkt wird, dass man sich zu schnell auf die Tosa-Klause eingeschossen hat: man darf dabei aber nicht vergessen, dass die Halbschwester ein erzwungenes Geständnis abgelegt hatte weil sie dem Druck in den Verhören nicht mehr standgehalten hatte. Die Verkettung all dieser äußerst unglücklichen Umstände drückt in meinen Augen die pure Verzweiflung der Ermittler aus.


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Pascal Zimmer (5) - Seit 2001 vermisst!

14.01.2022 um 00:20
Zitat von HerbstkindHerbstkind schrieb:Natürlich kann man die einzelne Motivation dahinter nur schwer nachvollziehen. Ich schrieb ja auch, er bekam vielleicht nicht das was er erhoffte oder noch eher wie Du schreibst, er bekam davon einen Schock. Prinzipiell ist sicher alles möglich.
Ja, wir können hier nur spekulieren. Ich gehe davon aus, der Täter hatte Pascal nicht ausgesucht, um ihn zu töten. Wäre das seine primäre Motivation, hätte es in den folgenden Jahren ähnliche Taten oder die Versuche dazu gegeben.

Für mich klingt die Version mit einem Einzeltäter aber wahrscheinlicher als die offizielle Tosa-Theorie. Ich kann das auch noch mal ausführen, wenn Interesse besteht. Der Täter könnte auch aus dem näheren Umfeld gestammt haben, es wurden ja viele Leute befragt, wenn auch nicht alle. Eine Leiche in der Stadt verschwinden zu lassen ist aber nicht so einfach. Hätte man sie irgendwo im Wald vergraben, wäre inzwischen doch etwas aufgetaucht. Verbrennen geht wohl recht gut, aber wenn man nur einen kleinen feuerbetriebenen Holzofen in der Wohnung hat, dauert das eine Weile. Mülltonne glaube ich eher auch nicht, ich gehe davon aus, dass Müll immer noch von Mitarbeitern grob gesichtet wird – wahrscheinlich genau aus dem Grund. Und auf einer Baustelle einbetonieren? Da kann ich auch nur mutmaßen, aber ich würde davon ausgehen, bevor irgendwo Beton eingegossen wird, wird die Stelle noch mal wenigsten grob in Augenschein genommen.

Deswegen vermute ich, dass Pascals Leiche und eventuell auch das Fahrrad auf einem privaten Grundstück mit wenig Besuchern versteckt sind. Ich denke auch nicht, dass der Täter bereits gestorben ist, sonst wäre spätestens bei der Räumung etwas ans Licht gekommen.

Die Frustration der Polizei kann man schon nachvollziehen – wenn das natürlich auch die folgenden Fehler bei der Ermittlung auf keinen Fall entschuldigen. Es schien schlichtweg keine Hinweise auf ein Verbrechen gegeben zu haben. Niemand hatte etwas Verdächtiges gesehen. Deswegen gehe ich davon aus, dass das, was an diesem Tag in Burbach passierte, sehr schnell ging und kaum auch Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte. Ein Täter, der gezielt auf die Kirmes gekommen war, um nach einem Opfer Ausschau zu halten würde in der Menge erst mal keine Aufmerksamkeit erregen. Wäre ihm dann Pascal aufgefallen, hätte er den Kleinen beobachten können, um sicherzugehen, dass dieser tatsächlich allein ist. Als Pascal dann das Kirmesgelände verlies folgte er ihm und sprach ihn an.

Hier wäre es dann am schnellsten und unauffälligsten gegangen, wenn sich Täter und Opfer doch schon kannten. Vielleicht tatsächlich aus der Tosa-Klause, in der Pascal vor seinem Verschwinden hin und wieder mal mit oder bei seinem Vater war. „Hey, Du bist doch der Kleine vom Karl-Heinz? Was machsten hier allein? Komm, ich bring Dich heim!“. Aber auch ein völlig Fremder hätte ihn ansprechen können. Pascal hatte wohl kein Geld bei sich, wenn er dann vor Ständen stand, an denen er sich nichts kaufen konnte (ich muss gestehen, MIR ging es als kleiner Junge so), wäre das dem Täter, der ihn beobachtete, aufgefallen und er hätte eine Kleinigkeit kaufen können. Als Pascal dann ging, hätte er ihm dann auf dem Weg ansprechen können: „Hey Kleiner, magst Du gebrannte Mandeln? Die hab ich noch übrig!“. Und dann: „Magst noch mehr? Ich hab noch welche im Auto!“

Ich war da zum Glück schon 16, aber auch mich hatte mal ein völlig Fremder angesprochen. Und das im Vatikan (!), den ich damals bei einer Kurzreise nach Rom mit meiner Schwester besuchte. Sie war kurz auf Toilette und ich wartete mitten in der großen, öffentlichen Vorhalle. Ich kann mich noch grob an den Mann erinnern, und wenn ich damals auch unbedarft und sicher etwas naiv war (es gab ja noch kein Internet), so empfand ich die Situation direkt als sehr unangenehm. Er fragte mich auf Englisch, was ich hier mache, woher ich käme und ob ich nicht einen Tee mit ihm trinken wollte. Zum Glück kam meine Schwester dann bald zurück und er verschwand dann natürlich sehr schnell. Das nur so am Rande: Kinder / Jugendliche werden in der Öffentlichkeit von irgendwelchen mehr oder weniger dubiosen Männern angesprochen.


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Pascal Zimmer (5) - Seit 2001 vermisst!

14.01.2022 um 00:37
Zitat von BlueAnthemBlueAnthem schrieb:Eine Leiche in der Stadt verschwinden zu lassen ist aber nicht so einfach. Hätte man sie irgendwo im Wald vergraben, wäre inzwischen doch etwas aufgetaucht.
Man glaubt es nicht aber in saarbrücken selbst gibt es viel und weitläufige Waldgebiete (SB ist halt einfach nicht mit Großstädten wie Berlin, Köln oder Stuttgart zu vergleichen).
Aber man ist halt auch wie hier öfter gesagt durch die gute Autobahnverbindung schnell in einem anderen Land/in einer anderen Richtung. Wenn es da keine konkreten Anhaltspunkte gibt wird's echt schon schwer.
Zitat von BlueAnthemBlueAnthem schrieb:Die Frustration der Polizei kann man schon nachvollziehen – wenn das natürlich auch die folgenden Fehler bei der Ermittlung auf keinen Fall entschuldigen.
Natürlich, ich will mit meinen Beiträgen auch die Polizeiarbeit nicht verurteilen. So ein Fall ist nun mal einmalig hier und der Druck auf die Beamten war enorm.
Ein guter Bekannter ist Polizist und er sagt so oft dass einem trotz augenscheinlich klarem Tatbestand die Hände gebunden sind - fast egal um was dabei geht.
Und dann geht es hier um ein verschwundenes Kind - sowieso ein hochbrisantes Thema.
Zitat von BlueAnthemBlueAnthem schrieb:Das nur so am Rande: Kinder / Jugendliche werden in der Öffentlichkeit von irgendwelchen mehr oder weniger dubiosen Männern angesprochen.
Ja davon kann ich auch einiges berichten.
Ich war früher mit meiner damalig besten Freundin in unserer Stadt unterwegs, wir waren dabei im Alter zwischen 12-14 Jahren und man glaubt nicht wie viele Männer an uns vorbei führen und hüpfen oder uns etwas Sexistisches aus dem Fenster zuriefen. Wir waren damals nicht aufgetackelt, in knappen Sachen etc. unterwegs. Das waren teilweise schon echt ältere Männer und wir fanden das damals schon echt widerlich, heutzutage eckelt es mich noch mehr an wenn ich jetzt wieder daran zurück denke. Unsere Stadt ist auch nicht groß und das war echt jedes Mal der Fall wenn wir an der Straße vorbei liefen.
Also gab es schon immer mehrere die eher kindliche Typen irgendwie anziehend fanden.


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Pascal Zimmer (5) - Seit 2001 vermisst!

14.01.2022 um 00:55
Zitat von HerbstkindHerbstkind schrieb:Man glaubt es nicht aber in saarbrücken selbst gibt es viel und weitläufige Waldgebiete (SB ist halt einfach nicht mit Großstädten wie Berlin, Köln oder Stuttgart zu vergleichen).
Aber man ist halt auch wie hier öfter gesagt durch die gute Autobahnverbindung schnell in einem anderen Land/in einer anderen Richtung. Wenn es da keine konkreten Anhaltspunkte gibt wird's echt schon schwer.
Ja, keine Ahnung, wie gut nun tatsächlich Wald geeignet ist, um eine Leiche verschwinden zu lassen. Ich höre nur immer wieder in den Nachrichten, dass Pilzsammler oder Hundebesitzer bei Ausflügen Leichenteile finden. Da habe ich sogar einen Artikel gefunden, aber noch nicht ganz gelesen:

https://www.tag24.de/justiz/mord/pilzsammler-leichenfund-waelder-deutschland-mordfaelle-nuernberg-1637084

Ich habe tatsächlich auch noch mal kurz gegoogelt, wie es in den Müllverbrennungsanlagen abläuft – und da wird tatsächlich doch nichts großartig gesichtet. In den Fällen, in denen die Polizei Leichenteile auf Deponien suchten / fanden, hatten sie vorab einen Hinweis darauf. Aber die Mülldeponien selbst hatten das nicht auf dem Schirm.

Nach wie vor gehe ich aber immer noch von einem Fremden als Täter aus. Wenn Pascal von einem Bekannten getötet wurde, so nicht mit Vorsatz. Auch wenn dann jemand die Leiche verschwinden lässt, mit so einer Schuld zu leben ist nicht einfach. Da muss man schon sehr abgebrüht sein, gerade bei den vielen Befragungen und dem Medienrummel. Da hätte anderen Leuten aus dem Umfeld Veränderungen auffallen müssen.


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