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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

1.345 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Gronauer, Ursula Jahn

Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

14.04.2018 um 00:39
Unwahrscheinlich wäre die bessere Formulierung


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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

14.04.2018 um 00:58
@südtiroler
südtiroler schrieb:Es geht immerhin um ein Menschenleben.
Da hast Du völlig recht - das sollte man natürlich dabei nie vergessen.

Es ist nur so, dass manchmal das Spekulative doch arg seltsame Blüten treibt. Und dass da hin und wieder der eine oder andere Beteiligte phasenweise nicht ganz ernst bleibt, kann man schon nachvollziehen.

Natürlich - um mal wieder etwas Seriöses zu sagen - liegt das in gewisser Weise an der grundsätzlichen Beschränkung unserer Diskussion: Dass man in den Bahnen dessen bleiben muss, was die (in unserem Fall ja recht spärlichen) Quellen vorzeichnen. Und außerdem die allgemeinen Kategorien von Wahrscheinlichkeit und Lebenserfahrung.

Und das gilt leider auch dann, wenn die reale Lösung des Falles (sollten wir sie denn je erfahren) zutage bringt, dass sie eben gegen das eine oder das andere dieser beiden Gebote - oder auch gegen beide - gröblichst verstößt.

Denn ohne Weiteres kann es z.B. ein, dass uns XY irgendein eminent wichtiges Detail dieses Falles verschwiegen hat. Oder dass die Polizei sich geirrt hat und es doch der Ehemann war. Oder dass der zusteigende Anhalter, aus dem Hinterhalt zuschlagende Mörder oder was auch immer eine weibliche Person war.

Die Sache ist nur die: Sinnvoll diskutieren kann man über eine solche These eigentlich nicht. Man kann sie allenfalls als vage Möglichkeit in den Raum stellen - aber im Falle des Ehemannes gelangt man über die (fraglos nicht sehr originelle) Feststellung: "Er hätte ja ein Motiv gehabt" schlechterdings nicht hinaus. Und damit kommt man nicht sehr weit - weil er eben im XY-Film nicht in Erscheinung tritt. Ebenso wie irgendeine auch nur entfernt tatverdächtige Frau.

Denn was den eine Frau als potentielle Täterin angeht: Natürlich ist da die Wahrscheinlichkeit auch nicht annähernd 50/50, wie der Kollege bemerkte - sie ist selbstverständlich erheblich geringer. Denn Wahrscheinlichkeit bemisst sich ja nicht nach dem Anteil von Männern und Frauen an der Gesamtbevölkerung, sondern vielmehr nach ihrer Verteilung anhand vergleichbarer Kriminalfälle. Und da ist eben der männliche Sexual- bzw. Raubmörder ein weitaus verbreiteteres Phänomen - mit solch unbestreitbarem Übergewicht, dass man sich konkrete Bezifferungen wohl ersparen kann.


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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

14.04.2018 um 01:22
hotspur schrieb:Da hast Du völlig recht - das sollte man natürlich dabei nicht vergessen.

Es ist nur so, dass manchmal das Spekulative doch arg seltsame Blüten treibt. Und dass da hin und wieder der eine oder andere Beteiligte phasenweise nicht ganz ernst bleibt, kann man schon nachvollziehen.

Natürlich - um mal wieder etwas Seriöses zu sagen - liegt das in gewisser Weise an der grundsätzlichen Beschränkung unserer Diskussion: Dass man in den Bahnen dessen bleiben muss, was die (in unserem Fall ja recht spärlichen) Quellen vorzeichnen. Und außerdem die allgemeinen Kategorien von Wahrscheinlichkeit und Lebenserfahrung.

Und das gilt leider auch dann, wenn die reale Lösung des Falles (sollten wir sie denn je erfahren) zutage bringt, dass sie eben gegen das eine oder das andere dieser beiden Gebote - oder auch gegen beide -grob verstößt.

Denn ohne Weiteres kann es z.B. ein, dass uns XY irgendein eminent wichtiges Detail dieses Falles verschwiegen hat. Oder dass die Polizei sich geirrt hat und es doch der Ehemann war. Oder dass der zusteigende Anhalter, aus dem Hinterhalt zuschlagende Mörder oder was auch immer eine weibliche Person war.

Die Sache ist nur die: Sinnvoll diskutieren kann man über eine solche These eigentlich nicht. Man kann sie allenfalls als vage Möglichkeit in den Raum stellen - aber im Falle des Ehemannes gelangt man über die (fraglos nicht sehr originelle) Feststellung "Er hätte ja ein Motiv gehabt" schlechterdings nicht hinaus. Und damit kommt man nicht sehr weit - weil er eben im XY-Film nicht in Erscheinung tritt. Ebenso wie irgendeine entfernt tatverdächtige Frau.

Den was den eine Frau als potentielle Taterin angeht: Natürlich ist da die Wahrscheinlichkeit auch nicht annähernd 50/50, wie der Kollege bemerkte - sie ist selbstverständlich erheblich geringer. Denn Wahrscheinlichkeit bemisst sich ja nicht nach dem Anteil von Männern und Frauen an der Gesamtbevölkerung, sondern vielmehr nach ihrer Verteilung anhand vergleichbarer Kriminalfälle. Und da ist eben der männliche Sexual- bzw. Raubmörder ein weitaus verbreiteteres Phänomen - mit solch unbestreitbarem Übergewicht, dass man sich konkrete Bezifferungen wohl ersparen kann.
@hotspur ich gebe dir Recht, bezüglich der Überzahl an männlichen/weiblichen möglichen Tätern.

Ich glaube, wir sind hier alle jetzt alle verschieden Szenarien durchgegangen und kommen nicht mehr weiter.
Irgendwann sind Anhand der vorhandenen Informationen alle Möglichkeiten gedanklich abgespielt worden.

Man kommt einfach nicht weiter.

Daher war das mein letzer Beitrag in diesem Fall, falls nichts mehr brauchbares kommt... von Seiten der Behörden.

Alle hier haben sehr gute Beiträge abgegeben.. Aber wenn man es realistisch nimmt, werden wir anhand der Infos nicht weiter kommen
(alle Möglichkeiten durchgekaut)

Ich bin dann mal weg und schaue mich bei den anderen Fällen um.

Möchte aber noch sagen, dass jeder von euch wirklich verdammt gute Beiträge eingebracht hat, oft plausibel, ab und zu nicht so, genauso wie bei mir auch.

Ich warte jetzt einfach mal ab, was die Zukunft bringt. Glaube alles wurde gesagt.

Danke euch allen.


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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

14.04.2018 um 01:29
Nightrider64 schrieb:Manfred auf der Rückreise aus einem Italienurlaub besuchte U.J um ihr beim Umzug zu helfen. So wurde es dargestellt im Filmbeitrag.
Ja das ist richtig. Frau Jahn war verheiratet, und lebte sicher schon einige Zeit in Lörrach. Da überrascht es schon, dass Manfred ausgerechnet nach seinem Italienurlaub bei Frau Jahn vorbei schaut. Ob jemand bei einer fernen Bekanntschaft einfach mal beim Umzug mit anpackt, da bin ich mir nicht so sicher. Irgendwie scheint diese Bekanntschaft aus frühern Tagen als Frau Jahn noch in Krefeld wohnte nie verstummt zu sein. Im Schwarzwald zu übernachten scheint Frau Jahn gerade gelegen zu kommen. Also ich schliesse nicht aus, dass man einen gemeinsamen Urlaub in Italien verbracht hat. Selbst wenn Manfred alleine in Italien Verweilte, wäre ein mitnehmen eines Brennerautobahn Prospektes nichts ausser gewöhnliches.

Der Ermittler in Emden verwundert sich über den Fund des Prospektes. Sagt aber auch, da werden sich die Kollegen in Lörrach welche den Fall bearbeiten freuen. Mehr wissen wir nicht. Wie du nun zu dieser Überzeugung gelangst ergibt sich nicht.
Nightrider64 schrieb:a) Er wurde sicherlich genau danach gefragt und hat dies offensichtlich verneint. Es gibt auch keinen Grund das zu bestreiten, wenn er die Prospekte mitgebracht hätte um sie Uschi zeigen zu wollen.
Aber falls sie richtig ist, hat hoffentlich der Manfred die Zahnbürst nicht vergessen zu erwähnen.
Nightrider64 schrieb:Der Wagen war nach Spurenlage offenbar am Brenner, wo ja auch die Schecks eingelöst wurden.
Welche Spurenlage weist daraufhin, das der Fiat am Brenner oben war? Nur weil ein Autobahn Prospekt vom Brenner gefunden wurde, heisst das doch nicht dass der Fiat auch dort war.


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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

14.04.2018 um 02:10
@schluesselbund
Jetzt kommen wieder Mutmaßungen, für die es nicht die geringsten Anhaltspunkte gibt.

Sicherlich spielt es eine Rolle welche Form von Beziehung zwischen Ursula und Manfred bestand.
Aber das ist von untergeordneter Rolle.

Es kann ein alter Schulfreund sein, ein Buddelkastenfreund oder ein schwuler Kumpel.
Genauso gut könnte es ihr Liebhaber gewesen sein.
Vielleicht ein alter Freund, der immer schon scharf auf Uschi war.

Die Ermittler werden das schon herausgefunden haben.
Auch was da im Hotel im Schwarzwald zwischen den beiden abgelaufen ist, wird bekannt sein.
Ob das alles 1974 so genau dargestellt wurde, wenn der Sachverhalt bereits geklärt war und sich daraus kein Tatverdacht ergab?

Da könnte sich natürlich auch ein Motiv ergeben daraus.
Aber neben einem Motiv braucht man auch Spuren die einen Verdacht begründen.
schluesselbund schrieb:Nightrider64 schrieb:
Der Wagen war nach Spurenlage offenbar am Brenner, wo ja auch die Schecks eingelöst wurden.
Welche Spurenlage weist daraufhin, das der Fiat am Brenner oben war? Nur weil ein Autobahn Prospekt vom Brenner gefunden wurde, heisst das doch nicht dass der Fiat auch dort war.
Na hab ich doch erklärt.
Die Prospekte im Wagen machen es nicht unwahrscheinlich, das der Wagen dort war, wo auch die Schecks eingelöst wurden. Am Brenner.
Es sei denn es gibt einen anderen Grund dafür. Aber solch ein Grund scheint den Ermittlern nicht bekannt geworden zu sein.

Es gibt eine Spur nach Emden eine nach Wien und eben zwei zum Brennerpass


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Kerika
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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

14.04.2018 um 02:39
hotspur schrieb:Denn was den eine Frau als potentielle Täterin angeht: Natürlich ist da die Wahrscheinlichkeit auch nicht annähernd 50/50, wie der Kollege bemerkte - sie ist selbstverständlich erheblich geringer. Denn Wahrscheinlichkeit bemisst sich ja nicht nach dem Anteil von Männern und Frauen an der Gesamtbevölkerung, sondern vielmehr nach ihrer Verteilung anhand vergleichbarer Kriminalfälle. Und da ist eben der männliche Sexual- bzw. Raubmörder ein weitaus verbreiteteres Phänomen - mit solch unbestreitbarem Übergewicht, dass man sich konkrete Bezifferungen wohl ersparen kann.
Würde aber als Tatbeteiligte funktionieren.... ich weiß, meine These des "Mörderpäarchens" ist auch nicht 100% schlüssig, aber.... eben auch...., warum nicht? Schon allein die Tatsache, dass das scheinbar ( nach dem, was wir wissen, XY usw. ) , keine Sexualstraftat war,.... es somit evtl. nur um Geld ging? Wenn wir Manfred und den Nochehemann ausklammern ( Beziehungstat), und auch den "Gronauer" ( den ich persönlich als eine wie auch immer entstandene Zufallsbekanntschaft ohne böse Absichten, halte) außen vor lassen, dann ist das Szenario, dass UJ auf ein geldgeiles/abgebranntes Päarchen als Anhalter stieß, doch gar nicht so abwegig.

Soviel ich weiß ( okay, einiges aus DDR-Presse, ich bin in der DDR aufgewachsen), waren so Konstellationen bei anderen Straftaten ( Banküberfälle, Raubüberfälle...), gar nicht mal so unüblich in der Zeit.


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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

14.04.2018 um 03:10
@Kerika

Na gut, die Sexualtat können wir nicht ausschließen. Dass das Opfer nicht unbekleidet war, ist kein Gegenbeweis. Denn die genaue Sachlage kennen wir nicht - XY macht dazu keine konkreten Angaben. Grundsätzlich können bei Sexualdelikten alle Stadien der Entkleidung vorliegen - vom lediglich hochgeschobenen Kleid, entfernter Unterwäsche bis hin zu einem vollständig ausgezogenen Opfer. Auch der versuchte Übergriff, der dann aufgrund des Widerstand des Opfers zur handgreiflichen Auseinandersetzung mit Todesfolge führte, wäre ja in weiteren Sinne als Sexualdelikt einzustufen - auch wenn es faktisch zu keiner nachgewiesenen Vergewaltigung o.ä. gekommen ist.

Raubmord ist selbstverständlich ebenso möglich. Im Thread war verschiedentlich zu lesen, dass dies anzuzweifeln sei, weil nicht alle Schmuckstücke Ursula Jahns verschwunden seien.Tatsächlich ist
lediglich von der Armbanduhr die Rede - aber vielleicht ja auch nur deswegen, weil das Armband ersetzt und somit der Wiederkennungswert höher eingestuft wurde. Zumindest ist der Aufzählung der
vermissten persönlichen Gegenstände ein "zum Beispiel" vorangestellt - so dass sie betreffenden Angaben keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Was einen Raubmord demgemäß nicht ausschließt.

Die Fragezeichen würde ich persönlich in bezug auf das Morderpärchen setzen. Gab es da wirklich vergleichbare, konkret benennbare Fälle dieser Art in dem in Rede stehenden Zeitraum - sei es in der DDR oder andernorts ? Das würde mich interessieren.


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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

14.04.2018 um 08:14
Ich möchte hier nur kurz zur Causa Gronauer Stellung nehmen. Wer den Gronauer in Verbindung mit Autodiebstählen oder gar Mord bringt, der befindet sich klar auf dem Holzweg. Der Gronauer ist grundsätzlich ein ganz solider Typ, wohnt im Grossraum Wien (etwas ausserhalb wegen der Mietpreise, wo genau tut hier nichts zur Sache), und geht gerne auch mal aus. Wer jetzt denkt, dass der Gronauer dabei bei Frauen nicht ankommt, der irrt. Dass da bisher wenig (aber hallo: nichts war es wahrlich nicht, kam nicht Doris mit ihm mit und man hat sich zumindest geküsst, bevor sie, wie sie es nannte "unsagbare" Kopfschmerzen bekam) rüberkam liegt eher daran, dass der Gronauer natürlich nicht jede nimmt. Ein Gronauer erobert auch nicht, ein Gronauer lässt sich erobern. Dies vorausgeschickt, ist zum Fall folgendes zu sagen:

1.
Der Gronauer fährt natürlich auch mal mit Kumpels weg. Man geht am Abend in die Kneipe, nimmt das eine oder andere Getränk zu sich. Die Kumpels wollen ins Bett. Der Abend wäre zu Ende. Nicht so für einen Gronauer, der bleibt nämlich (alleine, aber da ist er sich sicher, nicht allzulang) in der Bar und bestellt noch einen Drink, der hier übrigens ganz ausgezeichnet schmeckt. Der Gronauer fühlt sich wohl. Dafür hat er auch hart geschuftet. Gewichte gestämmt, abgenommen und wann immer es ging in der Sonne gebräunt. Heute ist sein Abend! Das spürt er. Tatsächlich da sitzt eine Frau an der Bar. Schaut bisschen abwesend, sieht unglücklich aus.. Ein Fall für den Gronauer. Er merkt, sie ist betrunken, lässt sicher auf ein Gespräch, naja eigentlich lallt Uschi mehr, ein. An sich hört der Gronauer auch mehr zu. Das kann der Gronauer, der weiss, dass das den Frauen wichtig ist. Er erfährt viel über Uschis Ehe, ihren fiesen Mann und, das der Job als Lehrerin übel sei. Der Gronauer stimmt zu, wird dabei als "echt nett'" gelobt , weil er endlich mal ein Mann sei, der eben "nicht nur mit einer Frau in die Kiste steigen will" . Nunja trotzdem bekommt der Gronauer noch eine Telefonnummer, "falls er mal in der Gegend" sei, solle er ruhig anrufen. Es könne sein, dass die Mutter dran gehe. Der Gronauer beabsichtigt weder in die Gegend zu fahren, noch da anzurufen. Wenn er es sich recht überlegt, ist Uschi auch gar nicht sein Fall, was jetzt ehrlich nichts damit zu tun hat, dass sie doch noch irgendwas von einen Kind gefaselt hat. Der Gronauer geht zum Zelt, kippt noch ein Bier und schläft ein. Am nächsten Morgen berichtet er seinen Kumpels von einer aufregenden Nacht, die hinter ihm liege.

2.
Wenige Monate später sitzt der Gronauer im 2. Bezirk in Wien mit Melanie in der "Hörbar". Melanie ist richtig sauer, weil Tom mit ihr Schluss gemacht hat. Nicht nur das: er ist jetzt "ohne scheiss" mit Anja zusammen. Ausgerechnet mit dieser arroganten Kuh. Der Gronauer hat sich nur allzu gerne dazu bereit erklärt, sich das alles anzuhören und sich mal mit Martinis "so richtig wegzuschiessen", wie Mel (er darf sie so nennen) es nennt. Es läuft ganz gut. Man erzählt sich schon ganz intimere Dinge. Bis, ja bis dieser Typ dazu kam, als er sich mal erleichtern musste. Das Ende vom Lied ist, dass Mel mit dem nach Hause geht "toll wir wohnen in der selben Richtung" , er aber "ruhig noch bleiben" könne. Das macht der Gronauer auch. Der dreht jetzt auf. Drei Frustbiere später kommt der Gronauer nach Hause. Er schenkt sich nochmal ein. Beim Griff nach den Zigaretten in seiner Jackentasche entdeckt er einen zerknautschten Zettel. Hm so übel war die Tusse im Urlaub gar nicht. Klar jetzt an sich nicht seine Kragenweite, aber zum Zeitvertreib, warum nicht? Jetzt ist doch eh egal. Scheissegal, der Gronauer wählt ....der Rest ist Legion.

3.
Freitag Abend. Der Gronauer bleibt heute mal daheim. Abgedreht der Fall in xy. Naja , wer sich mit den falschen Männern einlässt. Aber geiler Hobel vom Manfred, das wäre auch was für ihn. Ha, ha die Kleine hat ja fast was von seiner Uschi. Der Gronauer nimmt einen tiefen Schluck Bier als er den Ede etwas unglaubliches sagen hört. Der Gronauer verschluckt sich und wird bleich .... .Der Gronauer schaltet aus, denkt lange nach und beschliesst, dass er sich in nichts reinziehen lässt ...

Ich hoffe ich konnte den Gronauer damit entlasten


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Kerika
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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

14.04.2018 um 16:41
@mattschwarz

Danke! Dieses Szenario kann ich mir sehr gut vorstellen. Ich bin ja nur rein intuitiv von seiner Unschuld überzeugt (gewesen), nun ist meine Intuition auch mit gut nachvollziehbaren "Fakten" gefüttert.


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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

14.04.2018 um 19:13
@mattschwarz
Ja so spielt das Leben manchmal. Alles genau so denkbar.
Hast Du gut erzählt die fiktive Geschichte.

Vielleicht wird dann einigen hier klarer, das es sich beim Gronauer nicht unbedingt um einen mysteriösen Mittäter oder Mitwisser handeln muß, sondern wahrscheinlich um einen x beliebigen Bekannten, den die 28 jährige attraktive Lehrerin halt irgendwann und irgendwo, unter ganz normalen Umständen kennen gelernt haben wird.

Genauso wie Du, erkläre ich mir die Tatsache, das der Mann sich nach dem Fahndungsaufruf nicht gemeldet hat.

Ich halte es zwar für am wahrscheinlichsten das dieser gar nicht mitbekommen hat, das er als Zeuge gesucht wird, aber wenn doch, so ist eine Reaktion, wie in Deinem Szenario eben auch relativ normal.
Der Mann, dem klar ist, das er zur Aufklärung der Tat nicht das Geringste beitragen kann, bleibt lieber anonym, bevor er da noch in so einen mysteriösen Mordfall hinein gezogen wird.

Hätte ich vielleicht genauso gehandelt? Durchaus denkbar.
Man lässt sich ja ungerne in ein Kapitalverbrechen hinein ziehen, wenn man zu dessen Aufklärung nichts Entscheidendes beitragen kann und das Opfer vielleicht auch nur ganz flüchtig kannte, wie @mattschwarz es ja anschaulich in seinem Szenario beschrieben hat.


Noch ein Punkt: Zum Zeitpunkt als der Filmbeitrag produziert wurde, spielten ja mehrere in der Vermisstenzeit der U.J. eingegangene mysteriöse Anrufe eine Rolle.
Die mysteriösesten, bei denen Manfred Ursulas Stimme erkannt haben will und die Einzelheiten über die Vorkommnisse ( welche auch immer) im Schwarzwald wiedergaben, haben sich ja noch vor Ausstrahlung der Sendung erklärt, durch Scherzanrufe einer Bekannten.

Vielleicht hätte man dem Anruf des der Mutter unbekannten Mannes, vor diesem Hintergrund gar nicht so in den Fokus des Beitrages gestellt, hätte man dies beim beim Dreh schon gewusst.


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14.04.2018 um 20:53
Nightrider64 schrieb:Vielleicht hätte man dem Anruf des der Mutter unbekannten Mannes, vor diesem Hintergrund gar nicht so in den Fokus des Beitrages gestellt, hätte man dies beim beim Dreh schon gewusst.
Sehr richtig. Da war nur schon gedreht und mit der Sendezeit abgestimmt. Ein Herausschneiden war kaum mehr möglich. Ausserdem verleiht der Gronauer der Geschichte den gewissen Drive. Da wohl niemand so gnadenlos dumm sein kann, sich als bislang völlig unbekannterTatbeteiligter durch einen völlig sinnfreien Anruf nachhaltig in den Focus von Ermittlungen zu bringen, scheidet unser Freund Gronauer sowohl als Dieb als auch als Mörder definitiv aus.


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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

15.04.2018 um 06:19
mattschwarz schrieb:Da wohl niemand so gnadenlos dumm sein kann, sich als bislang völlig unbekannterTatbeteiligter durch einen völlig sinnfreien Anruf nachhaltig in den Focus von Ermittlungen zu bringen, scheidet unser Freund Gronauer sowohl als Dieb als auch als Mörder definitiv aus.
Wenn mit dem Anruf suggeriert werden sollte, dass Frau Jahn kurz vor dem Anruf noch gelebt hat, so handelt es sich beim "Gronauer" sehr wohl um einen Tatbeteiligten.
Ob der "Gronauer" tatbeteiligt war können wir letztendlich, trotz unterhaltsamer Gedankenspiele, nicht sagen.
Von "definitiv ausscheiden" kann also nicht die Rede sein.
Auch mal ein Gedankenspiel:
Wenn man mit einbezieht, dass es weitere, zumindest zunächst mysteriöse Anrufe gab, kann sich auch ein anderes Bild ergeben.
Dann können die Anrufe durchaus als falsche Spuren gedacht gewesen sein.
Dummerweise wollte die Kripo dann aber wohlmöglich Fangschaltungen einrichten lassen, was "Manfred" aber derart ungelegen kam, dass eine Bekannte "Manfreds" als Verursacherin herhalten musste.
Wie muss man sich das Zustandekommen dieser Anrufe generell vorstellen?
Hatte die Bekannte hellseherische Fähigkeiten, oder woher kannte sie die Geschehnisse im Hotel? Rief sie mit verstellter Stimme an? Und was war da die Motivation?


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Mord an Ursula Jahn 1974, XY-FF "Gronauer"

15.04.2018 um 07:20
kodama schrieb:Wenn mit dem Anruf suggeriert werden sollte, dass Frau Jahn kurz vor dem Anruf noch gelebt hat

Da gebe ich Dir recht. Ja, wenn dies suggeriert werden sollte. Dann stellt sich die Frage, warum dies suggeriert werden sollte. Dummerweise fällt mir hierzu auch gleich ein Motiv ein. Der Täter hat ab dieser Zeit ein felsenfestes Alibi, z.b. einen nachgewiesenen Auslandsaufenthalt. Daran schliesst sich die Frage an, warum dann in der Nacht angerufen wurde. Blöd, auch hier fallen mir zwei Möglichkeiten ein: der nächtliche Anruf fällt definitiv besonders auf, was er dann ja auch unbedingt sollte. Oder der Anruf erfolgte eben aus dem alibigebenden Ausland mit anderer Zeitzone. Dein Beitrag gefällt mir nicht, weil er meinen Gronauer wieder in den Focus rückt. Aber ich muss zugeben, dass Dein Gedanke durchaus bemerkenswert ist. Ich rudere da mal zurück.


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15.04.2018 um 20:05
An alle Foristen eine Frage zur Zinkwanne: Handelte es sich dabei um eine Badewanne oder ein sonstiges Behältnis?


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15.04.2018 um 20:25
südtiroler schrieb:Frage zur Zinkwanne:
Das ist so eine "Bütt", die hast du bestimmt mal gesehen! Die sind oval und haben zwei Henkel an den Längsseiten und ein Kindchen kann drin sitzen.

Hier ein sehr typisches Bild:

https://i.ebayimg.com/00/s/MzJYMzI=/z/s3EAAOSwKtlZlfGM/$_72.JPG

Und ja, wenn man da einen erwachsenen Menschen drunter legt, muss man ihn ziemlich falten, oder er .. "steht über". Auch wenn das böse klingt.


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15.04.2018 um 21:31
@Nala-Nyna
Ach so eine Wanne war das. Hatten wir auch eine Zuhause. Wurde für diverse Vorgänge des Alltages verwendet, war also ein praktisches Behältnis. Danke für den Hinweis. Eine erwachsene Person war unter einer solchen Wanne aber schwerlich unter zu bekommen. Sollte der Mörder von U.J. die Wanne tatsächlich "zufällig" im Waldstück gefunden haben, könnte es ja auch sein, dass mit der Wanne vorher was anderes entsorgt wurde. Oder der Mörder führte die Wanne mit (Klein-LKW, Kombi). So oder so muss es der Täter sehr eilig gehabt haben, sonst hätte er wohl die Leiche vergraben.


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15.04.2018 um 21:33
... wurde die Wanne nicht auch künstlerisch verschwommen ganz zu Beginn des XY Films gezeigt? Oder irre ich mich da jetzt?


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15.04.2018 um 21:36
So eine Wanne könnte man auch gut benutzen um Sachen darin zu transportieren, bei einem Umzug z.B.
Ich glaub in diesem Fall nicht an Zufälle.


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15.04.2018 um 21:36
@südtiroler
südtiroler schrieb:Oder der Mörder führte die Wanne mit
Das denke ich nicht, denn die obligatorische Frage "Wer kann Hinweise zur Herkunft der Zinkwanne geben" blieb aus.

@Nala-Nyna
Nala-Nyna schrieb:wurde die Wanne nicht auch künstlerisch verschwommen ganz zu Beginn des XY Films gezeigt?
Ja stimmt. Ich hatte eigentlich eine Wanne in Badewannengröße im Kopf, aber es war tatsächlich so ein kleines Ding.


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15.04.2018 um 21:44
nephilimfield schrieb: Ich hatte eigentlich eine Wanne in Badewannengröße im Kopf, aber es war tatsächlich so ein kleines Ding.
Ich habe in den späten 70er Teile meiner Kindheit in sowas verbracht. Sommers, im Garten, mit kaltem Wasser befüllt ein Hochgenuss! Das waren noch Zeiten!


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