Foxie123 schrieb:Ich meinte nicht, dass eine fremde Frau inga entführt hat um sie in ihre Familie aufzunehmen. Ich meinte Fälle in denen Frauen als Mittäterinnen halfen - ggf weitere - Opfer zu entführen. Dabei muss die Frau nicht komplett fremd sein, wenn Inga kein Zufallsopfer war.
Ich habe es so verstanden, trotzdem wird sich auch unter diesen Voraussetzungen die Fallzahl nicht signifikant erhöhen. Es verhält sich hier ähnlich, wie mit dem "weißer Bus" Mythos. Gefühlt scheint es immer wieder solche Fälle zu geben, aber in Wirklichkeit sehen die Fallzahlen dazu ganz anders aus.
Kurz ein Wort zum weißen Bus Mythos, der vor allem in der Grundschule umhergeht. Viele Eltern werden diesen aus den einzelnen WA-Gruppen kennen, in denen mindestens einmal pro Jahr, selbst das dürfte noch untertrieben sein, berichtet wird, dass man sich vorsehen soll, weil ein Kind von einem Fremden aus einem weißen Fahrzeug heraus angesprochen wurde. Verfolgt man dann diese Nachrichten bis zu ihrem Ursprung zurück, so stellt sich dann in 99% der Fälle heraus, dass es dieses Kind in der Klasse oder der betreffenden Schule eigentlich nie gegeben hat, sondern vielmehr eine Mutter oder Vater wiederum aus einem anderen sozialen Medium eine Meldung aufgegriffen hat und diese dann auch auf sein Kind und Schule reflektierte. Soweit kurz mal off-topic.
Foxie123 schrieb:Solange nichts sicher ist, ist (leider) alles möglich.
In dieser Beziehung gebe ich dir vollkommen recht, insbesondere im Fall von Inga, die gefühlt innerhalb weniger Sekunden ungesehen aus ihrem Lebensraum verschwand. Trotzdem sehe ich diese Theorie mit einer Frau als Täterin oder Beihelferin eher im hinteren Bereich der Wahrscheinlichkeiten.
Bundesferkel schrieb:Ich füge noch an: Jagdunfall.
Inga könnte tatsächlich in den Wald gelaufen sein und sich dort zu weit entfernt haben von der Familie.
Bundesferkel schrieb:Befindet sich ein Jäger am Ansitz, wird er in dieser Nacht nicht der einzige gewesen sein.
Auch hier sehe ich die Wahrscheinlichkeit im hinteren Bereich. Ich denke schon, dass man als Jäger recht gut zwischen einer Person, auch wenn es ein kleines Kind sein mag, und einem Tier unterscheiden kann. Es ist ja nicht so, dass man innerhalb von ein paar Sekunden den Abzug betätigt, sondern durchaus das ins Auge gefasste Tier über einen gewissen Zeitraum beobachtet.
Die Hochsitze sind in der Regel so gebaut, dass sie einen freien Raum, sei es nun ein Feld oder ein teilgerodetes Gebiet, überblicken. Natürlich können die Tiere trotzdem sich zwischen den Bäumen bewegen, was aber dann auch eine längere Beobachtungsphase mit sich bringt, um ein freies Schussfeld zu erlangen.
Ein Wort auch noch zum Jagdrevier. Auch wenn sich das Waldgebiet über eine sehr große Fläche erstreckt, so glaube ich doch, dass das Gebiet rund um das Diakoniewerk nur eine Pacht darstellt. Sicherlich kann diese noch mit einem zweiten Jäger geteilt sein, trotzdem wird man untereinander wissen, wann denn der jeweilige Jagdberechtigte im Revier zugegen ist, schon alleine um sich nicht selbst ins Gehege zu bekommen.