Inga Gehricke - Fünfjährige in Stendal vermisst
26.06.2020 um 23:08Aber das steht in dem Text:JamesRockford schrieb:Ich lese da nicht heraus, dass die Post unverschlossen abgegeben werden muss,
Ausgehende Post ist immer unverschlossen abzugeben.
Aber das steht in dem Text:JamesRockford schrieb:Ich lese da nicht heraus, dass die Post unverschlossen abgegeben werden muss,
Ausgehende Post ist immer unverschlossen abzugeben.
Sorry, da war ich zu schnell. Der Inhalt müsste also bekannt sein, sofern er gelesen wurde, und man nicht nur in den Umschlag reingeschaut hat.Kreuzbergerin schrieb:Aber das steht in dem Text:
Ausgehende Post ist immer unverschlossen abzugeben.
https://jva-schwaebisch-hall.justiz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Service/Briefe (Archiv-Version vom 22.09.2020)
Das ist eine gute Frage.JamesRockford schrieb:Der Inhalt müsste also bekannt sein, sofern er gelesen wurde, und man nicht nur in den Umschlag reingeschaut hat.
Genau, die Briefe dürfen nicht einfach grundlos gelesen werden, die Abgabe geöffneter Briefumschläge ermöglicht, diese schnell auf Inhalte wie z.B Geldscheine kontrollieren zu können.Kreuzbergerin schrieb:Auch wenn der Brief unverschlossen sein muss, heißt das ja nicht, dass er gelesen wird oder dass er gelesen werden darf.
Vielleicht braucht es dazu noch besonderer Anhaltspunkte, dass das Briefgeheimnis außer Kraft tritt?
Das frage ich mich auch gerade. Wäre ein Verein für Irgendwas ein so unverfänglicher Adressat, dass man sich den Brief nicht durchliest? Würde man aber einen anderen Brief des Strafgefangenen, adressiert an Max Mustermann durchlesen?Kreuzbergerin schrieb:Das ist eine gute Frage.
Auch wenn der Brief unverschlossen sein muss, heißt das ja nicht, dass er gelesen wird oder dass er gelesen werden darf.
Vielleicht braucht es dazu noch besonderer Anhaltspunkte, dass das Briefgeheimnis außer Kraft tritt?
Geldscheine? Wo sollen die herkommen?equinoxx schrieb:Genau, die Briefe dürfen nicht einfach grundlos gelesen werden, die Abgabe geöffneter Briefumschläge ermöglicht, diese schnell auf Inhalte wie z.B Geldscheine kontrollieren zu können.
Vielleicht von dort, wo auch andere reglementierte bzw. unerlaubte Dinge herkommen können, die im Gefängnis kursieren, wie etwa Drogen. Man kann nicht immer wissen woher, aber im Prinzip lässt sich ja vieles in und aus dem Knast schmuggeln.JamesRockford schrieb:Geldscheine? Wo sollen die herkommen?
Verstehe. Ich kenn' mich da glücklicherweise nicht so gut aus. :-)equinoxx schrieb:Vielleicht von dort, wo auch andere reglementierte bzw. unerlaubte Dinge herkommen können, die im Gefängnis kursieren, wie etwa Drogen. Man kann nicht immer wissen woher, aber im Prinzip lässt sich ja vieles in und aus dem Knast schmuggeln.
Besser ist das ;)JamesRockford schrieb:Verstehe. Ich kenn' mich da glücklicherweise nicht so gut aus. :-)
Irgendwie glaube ich das fast nicht.JamesRockford schrieb:Aber es ist uns ja gar nicht bekannt, ob der Inhalt des Briefes gelesen wurde.
Das war auch meine Vermutung. Der Adressat war unverfänglich. Sehr böse gedacht, könnte man eine verklausulierte Botschaft auf diesem Wege nach draußen bringen.equinoxx schrieb:JamesRockford schrieb:
Aber es ist uns ja gar nicht bekannt, ob der Inhalt des Briefes gelesen wurde.
Irgendwie glaube ich das fast nicht.
Schließlich ist ein Brief an eine Suchteinrichtung, also eine gemeinhin als seriös betrachtete offizielle Stelle, ziemlich unverfänglich.
Das ist ja so in etwa, als würde man einer Behörde schreiben und in solchen Fällen vermutet man wohl eher keine illegalen Inhalte/Anliegen.
Das ist durchaus vorstellbar.Kuno426 schrieb:Vielleicht war der Brief als solcher das Zeichen: Sitze im Knast und kann deswegen nicht... zum Treffen erscheinen / Besorgungen erledigen / auf dem Handy erreichbar sein / E-Mails beantworten / mich an Unternehmungen beteiligen. So ein "Achtung" - keine unverschlüsselte Kontaktaufnahme, s. Absender "JVA"!
Das hatte ich weiter oben überlesen, sorry.JamesRockford schrieb:Das war auch meine Vermutung. Der Adressat war unverfänglich. Sehr böse gedacht, könnte man eine verklausulierte Botschaft auf diesem Wege nach draußen bringen.
Finde ich nachvollziehbar.Kuno426 schrieb:Vielleicht war der Brief als solcher das Zeichen: Sitze im Knast und kann deswegen nicht... zum Treffen erscheinen / Besorgungen erledigen / auf dem Handy erreichbar sein / E-Mails beantworten / mich an Unternehmungen beteiligen. So ein "Achtung" - keine unverschlüsselte Kontaktaufnahme, s. Absender "JVA"!
In der Regel ist es so, dass U-Haft Briefe gelesen werden wegen zB Tatgeschehen, Zeugenbeeinflussung, Verdunkelungsgefahr etc. Nach Verurteilung wird normalerweise nicht mehr mitgelesenJamesRockford schrieb:Aber es ist uns ja gar nicht bekannt, ob der Inhalt des Briefes gelesen wurde.
Irgendwie glaube ich das fast nicht.
Jedenfalls wurde er bestimmt nicht kopiert und archiviert. C.B. mag ja auch sehr "zwischen den Zeilen" geschrieben haben. "wende ich mich mit meinem Anliegen gerade an Sie, da mir Ihre verständisvolle, unterstützende Einstellungen noch aus der Zeit Ihres früheren Beschäftigungsverhältnisses in bleibender Erinnerung geblieben ist ... könnte eine zügige Überwindung der nach meiner Entlassung zu befürchtenden, prekären wirtschaftlichen Lage, sicherlich sehr zu einer beruhigenden Entaktualisierung meiner Gedankenwelt beitragen"equinoxx schrieb:Irgendwie glaube ich das fast nicht.
Und war er zu dieser Zeit in U-Haft oder schon verurteilt?VoodooMissy schrieb:In der Regel ist es so, dass U-Haft Briefe gelesen werden wegen zB Tatgeschehen, Zeugenbeeinflussung, Verdunkelungsgefahr etc. Nach Verurteilung wird normalerweise nicht mehr mitgelesen
Das kann ich mir auch nicht vorstellen, dass der Brief irgendwie so verdächtig war, dass er archiviert wurde. Eher wirkte das Ganze nach außen vielleicht sogar nach Läuterung: Ein Krimineller mit Psycho-Problemen, der eine Suchteinrichtung um Hilfe bittet.OpLibelle schrieb:falls wurde er bestimmt nicht kopiert und archiviert. C.B. mag ja auch sehr "zwischen den Zeilen" geschrieben haben. "wende ich mich mit meinem Anliegen gerade an Sie, da mir Ihre verständisvolle, unterstützende Einstellungen noch aus der Zeit Ihres früheren Beschäftigungsverhältnisses in bleibender Erinnerung geblieben ist ... könnte eine zügige Überwindung der nach meiner Entlassung zu befürchtenden, prekären wirtschaftlichen Lage, sicherlich sehr zu einer beruhigenden Entaktualisierung meiner Gedankenwelt beitragen"
... was jemand mit umfangreicher Erfahrung mit Strafgerichten ja schon aus taktischen Gründen gerne mal schreibt, wenn es um so Fragen wie vorzeitige Entlassung und dergl. gehtequinoxx schrieb:Eher wirkte das Ganze nach außen vielleicht sogar nach Läuterung: Ein Krimineller mit Psycho-Problemen, der eine Suchteinrichtung um Hilfe bittet.
Der Brief war 2019, wann genau wissen wir nicht. Seit wann sitzt er? Ich habe da den Überblick verloren :|equinoxx schrieb:Und war er zu dieser Zeit in U-Haft oder schon verurteilt?
Der Thread ist einfach zu umfangreich, um Wiederholungen völlig zu vermeiden :)Andante schrieb:Ich wiederhole mich ja ungern, aber genau das habe ich schon anno dunnemals geschrieben
Ich auch :DVoodooMissy schrieb:Der Brief war 2019, wann genau wissen wir nicht. Seit wann sitzt er? Ich habe da den Überblick verloren :|