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Der ungesühnte Mord an Vebronia Tabbo

103 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Altenstadt, Tabbo
SCMP77
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Der ungesühnte Mord an Vebronia Tabbo

26.02.2016 um 21:08
Ich frage mich was hier noch diskutiert werden soll.

Aus der Zurückweisung der Dienstaufsichts-Beschwerde geht hervor, dass solche Beschuldigungen von Seiten des Gerichts gegen die Familie, Brüder und den Ehemann des Opfers nicht aus der ausführlichen schriftlichen Urteilsbegründung hervorgeht. Das muss man erstmal als Fakt ansehen.Sollte in der mündlichen Urteilverlesung so etwas gesagt worden sein, wäre das eine Behauptung ohne wirkliche Grundlage, sie müsste daher als nicht relevant angesehen werden. Es mag durchaus sein, dass der Vorsitzende hier einer Schwäche unterlegen war und eine persönliche Annahme behauptet hat, die aber offensichtlich durch die Fakten nicht gesichert ist.

Wenn das auch alles so sicher gewesen wäre, warum ist dann anschließend nicht der Ehemann zumindest wegen Körperverletzung angeklagt worden?

Es scheint auf der Hand zu liegen, auch das lässt sich wohl nicht beweisen und damit hätte es niemals in die Urteilsverkündung hereingehört.. Ob es Bestand dieser war, ist strittig und nicht aufgeklärt worden.


Wir können hier nicht besser urteilen als das Gericht und das will von der angeblichen Beschuldigungen heute nichts mehr wissen, denn dazu haben wir schon im entferntesten nicht die.notwendigen Informationen, die Diskussion halte ich daher für sinnlos.


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Ingrid1
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Der ungesühnte Mord an Vebronia Tabbo

26.02.2016 um 21:17
@claude1991

Ich habe alle FNP Artikel seit der Freilassung Deines Mannes gelesen, aber die von Dir zitierten Textpassagen nicht gefunden. War der Artikel eventuell in einer anderen Zeitung? Oder könntest Du vielleicht nochmal in Deinen Unterlagen schauen?

Die FNP schreibt am 10.3.2015
Den Grund nannte der Vorsitzende Richter der ersten Großen Strafkammer, Peter Graßmück: „Es besteht kein hinreichender Tatverdacht mehr, dass nur die beiden Brüder den Tod der 47-Jährigen aus Altenstadt herbeigeführt haben. Wir haben DNA-Spuren von drei Personen. Zwei von ihnen sind bekannt. Die Dritte nicht.“

Die Freilassung der beiden beschuldigten Brüder sei für das Gericht am Freitag aber aus einem anderen Grund zwingend erforderlich geworden: An diesem Tag sei das im Lauf des Verfahrens angeordnete Gutachten der Rechtsmedizin zur Todesursache der Altenstädterin bei Gericht eingegangen. Mit ihm soll geklärt werden, ob das Strangulieren, das dem Erschlagen mit dem Holzknüppel im Wald vorausgegangen war, möglicherweise die alleinige Todesursache sein konnte. Das Gutachten kommt nicht zu dem Ergebnis, dass der Tod bereits zweifelsfrei durch das Würgen erfolgt sei.


Die Nerven verloren?

Es könnte aber sein, dass Vebronia Tabbo durch das Würgen bereits so schwer verletzt war, dass ihr Weiterleben kaum noch wahrscheinlich gewesen wäre. Wenn aber nicht auszuschließen ist, dass die Todesursache schon durch das Strangulieren belegt worden sei, dann wären die beiden Brüder nicht mehr ursächlich für deren Tod – sondern hätten die sterbende Frau nur noch in den Wald gefahren. Als sie dort beim Ablegen im Todeskampf noch einmal gezuckt habe, könnte dann einer der beiden Brüder möglicherweise die Nerven verloren und mit einem Holzknüppel zugeschlagen haben.

Da die Frau zu diesem Zeitpunkt aber schon tot gewesen sein könnte, es also keine gesicherte und vor allem unumstößliche Beweise für die Herbeiführung des Todes durch die beiden Brüder gibt, mussten sie aus der Untersuchungshaft entlassen werden.

„Das Gericht muss nicht nur zulasten der Beschuldigten ermitteln, sondern auch zu ihren Gunsten. Wir müssen also zu jedem Zeitpunkt der Verhandlung prüfen, ob noch hinreichender Tatverdacht besteht, oder ob nicht eventuell bereits erste Zweifel an der Täterschaft aufgetreten sind“, erklärt Richter Graßmück. Im letzteren Fall müssen die Angeklagten aus der Untersuchungshaft entlassen werden.
http://www.fnp.de/lokales/wetterau/Ernste-Zweifel-am-Tatverdacht;art677,1301404


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26.02.2016 um 21:23
@Ingrid1

Leider hab ich mehrer Textpassagen aus mehreren Artikeln in eine Word Dateie gefügt und kann somit nicht nachvollziehen welcher es war nur das die FNP war.


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Der ungesühnte Mord an Vebronia Tabbo

26.02.2016 um 21:32
Ist das der Artikel?

http://ndp.fnp.de/lokales/wetterau/Mysterioese-Hautschuppen;art677,1184123


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Der ungesühnte Mord an Vebronia Tabbo

26.02.2016 um 21:45
@Cerberus_

@Ingrid1

Jap glaub schon


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26.02.2016 um 21:48
@claude1991
Bitte. Gerngeschehen.


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Ingrid1
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Der ungesühnte Mord an Vebronia Tabbo

27.02.2016 um 00:20
@Cerberus_

Ja, das ist der Artikel, den Claude1991 zitiert hat. Danke Dir! Aber der Artikel ist vom 20.12.2014. Aus der Haft entlassen wurden die Brüder im März 2015 aufgrund eines rechtsmedizinischen Urteils.

Die Begründung von Richter Graßmück lautete:
Ingrid1 schrieb:Es besteht kein hinreichender Tatverdacht mehr, dass nur die beiden Brüder den Tod der 47-Jährigen aus Altenstadt herbeigeführt haben. Wir haben DNA-Spuren von drei Personen. Zwei von ihnen sind bekannt. Die Dritte nicht.
@SCMP77
SCMP77 schrieb:Wir können hier nicht besser urteilen als das Gericht und das will von der angeblichen Beschuldigungen heute nichts mehr wissen, denn dazu haben wir schon im entferntesten nicht die.notwendigen Informationen, die Diskussion halte ich daher für sinnlos.
Das ist bei jedem Fall so, der hier diskutiert wird: Die Infos fehlen.

Aber in diesem Fall fehlt eben auch 'Der dritte Mann'. S.o.


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Der ungesühnte Mord an Vebronia Tabbo

27.02.2016 um 02:56
@Ingrid1
Ingrid1 schrieb:ber der Artikel ist vom 20.12.2014. Aus der Haft entlassen wurden die Brüder im März 2015 aufgrund eines rechtsmedizinischen Urteils.
*schulterzuck* Ich habe lediglich den Artikel aus Neugier gesucht. Mehr nicht.


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Der ungesühnte Mord an Vebronia Tabbo

27.02.2016 um 04:01
Danke @Ignisphaero. Ich hatte auch einiges durchsucht und gelesen. Habe aber diesen Artikel nicht gefunden.


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Der ungesühnte Mord an Vebronia Tabbo

27.02.2016 um 04:04
@Feelee
Ich habe die Überschrift nebst dem ersten Satz in eine Suchmaschine meiner Wahl eingegeben und es war gleich der zweite Link ;)

Nach nochmaligem durchlesen..es ist der gepostete Abschnitt und es steht auch noch ein bisschen mehr drin. Es ist also der richtige Artikel.


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Der ungesühnte Mord an Vebronia Tabbo

27.02.2016 um 04:08
@Ignisphareo
Dann war ich für die Eingabe wohl zu blond. ;-)

Da wir nun die Brüder ja ausreichend besprochen haben, fände ich schon recht interessant zu überlegen, wer ansonsten die Tat verübt hätte können. War sie ein Zufallsopfer oder hatte der Täter sie schon länger im Visier?


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Ingrid1
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Der ungesühnte Mord an Vebronia Tabbo

27.02.2016 um 09:58
@Cerberus_

Ich habe mich wahrscheinlich missverständlich ausgedrückt. Danke nochmals, dass Du den Artikel gefunden hast. Was ich gemeint habe, war, dass dieser Sachverhalt offensichtlich nicht zu der Freilassung der seinerzeit Tatverdächtigen geführt hat, denn sonst wären die Herren ja schon viel früher freigelassen worden.

Ich hatte nur nach Artikeln ab März 2015 geschaut, denn ich hatte claude1991 so verstanden, dass der von ihr in dem Artikel erwähnte Sachverhalt zu der Freilassung geführt hat. War aber anders.


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Der ungesühnte Mord an Vebronia Tabbo

28.02.2016 um 10:23
Die Familie habe letztere gewählt. Juristisch sei sie nicht zu belangen, moralisch aber bleibe ihr Handeln verwerflich. „Deshalb bleibt auch das Blut Ihrer Schwiegermutter an Ihren Händen kleben“, sprach der Staatsanwalt am Ende seines Plädoyers den Angeklagten direkt an. Für ihn sei es aber kein Freispruch erster Klasse und auch keiner zweiter Klasse, sondern ein Freispruch, der nach seinen Maßstäben ganz tief unten in der Rangliste anzusiedeln sei.
Für mich ist Freispruch nicht gleich Freispruch

Der Freispruch ist der Abschluss eines Strafverfahrens, wenn dem Angeklagten die vorgeworfene Tat nicht nachgewiesen werden kann oder wenn die vorgeworfene Tat nicht strafbar ist oder andere Rechtsgründe einem Schuldspruch entgegenstehen.
Quelle: Wikipedia: Freispruch

Freispruch muss nicht gleich Unschuldig bedeuten
Weiter fragt der Richter, wieso man sich nicht Gedanken macht, wie eine DNA-Spur des Angeklagten an die Schuhe der Toten käme, statt stundenlang darüber zu rätseln, ob diese für eine Verhaftung und Anklage ausreiche.

Fraglich ist auch die Interpretation eines Satzes durch den Angeklagten, den seine Freundin vier Monate nach der Tat ihn gerichtet hatte: „Die Entscheidung der Lebensversicherung auf Auszahlung des Geldes für den Tod meiner Mutter entscheidet sich erst in ein paar Wochen, wenn nämlich die Polizei die Todesursache bekannt gibt. Dann erfahren wir auch, ob alles umsonst war“.

Der Angeklagte, der in argen Finanznöten war und seine Pizzeria deswegen auch schließen wollte, behauptete, dass die Äußerung seiner Freundin dahin ausgelegt werden müsse, dass die Arbeit mit der Antragstellung auf Auszahlung der Lebensversicherung dann umsonst gewesen wäre.

Auch die mitgeschnittenen Überredungsversuche des 29-Jährigen, seine Fahrer sollten gegenüber der Polizei sich auf keinen Fall auf irgendeine Uhrzeit am Tattag festlegen lassen, spricht nicht gerade für den Angeklagten. Der Prozess wird am kommenden Dienstag, 16. Dezember, am Hanauer Landgericht fortgesetzt.
Dann hat sich also doch alles "gelohnt" , wenn es zu einem Freispruch kam, wie auch immer ?


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Ingrid1
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Der ungesühnte Mord an Vebronia Tabbo

28.02.2016 um 11:42
@bellady

Danke Dir für den Hinweis. Das ist wirklich interessant.

Für mich ist es nach wie vor unerklärlich, warum die Familie nicht alles tut, um den Mörder der Muter/Ehefrau/Schwiegermutter zu finden.


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Der ungesühnte Mord an Vebronia Tabbo

01.03.2016 um 19:32
Wenn ihr mir die Kosten dafür zahlt, gerne.

Es liegt nicht in meiner Hand ich hab während des Prozess über 10.000€ gezahlt um einen neuen Anwalt zu beauftragen und das hat nix gebracht...

Keiner hat eine Ahnung davon mit was für kosten man da zu rechnen hat. Der Fall war laut den Ermittlern schon einer der kostenaufwenfigstem in Deutschland, da geben die von alleine bestimmt nicht wieder Untersuchungen in Auftrag.


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Der ungesühnte Mord an Vebronia Tabbo

01.03.2016 um 19:39
@bellady

Lies dir doch auch mal andere Artikeln durch z.b. Darüber wie schnell hsutschuppen übertragbar sind und sich bewegen. Außerdem müssen 5000-6000 tausend hsutschuppen gefunden werden um über einen direkten Kontakt reden zu können.

Insgesamt wurden an meiner Mutter nur 200 Spuren gefunden, deshalb geht man davon aus das der oder die Täter Handschuhe trugen.

Niemand hier ist microbiologe und kann Aussagen dazu treffen, keiner hat die Sachverständigen gehört die stundenlang ausgesagt haben.

Wäre dieser Fall doch so eindeutig wie manche hier denken dann hätte er zu keinem Freispruch geführt.

Und das am Ende Eingeständnis vom Gericht wurde nicht auf spaß verfasst. Nichts aus der Presse ist im schriftlichen Urteil zu finden. Aus gutem Grund, denn nichts ist zu wiederlegen durch Gutachten.

Alles nur mögliche Szenarien vom Staatsanwalt.

Das verwechselt manch so einer.


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Ingrid1
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Der ungesühnte Mord an Vebronia Tabbo

02.03.2016 um 00:14
@claude1991

Wie bitte? Ihr habt keine Prozesskostenhilfe bekommen? Das ist ja unglaublich. Das kann ich natürlich verstehen, dass Dir finanziell die Puste ausgeht, wenn Du als Studentin 10.000 Euro Anwaltskosten am Hals hast.


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02.03.2016 um 08:17
@Ingrid1

es gibt keine pkh im strafverfahren. weder für angeklagte, noch für zeugen. ausnahme ist das adhäsionsverfahren.


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SCMP77
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Der ungesühnte Mord an Vebronia Tabbo

02.03.2016 um 08:33
Ingrid1 schrieb:Für mich ist es nach wie vor unerklärlich, warum die Familie nicht alles tut, um den Mörder der Muter/Ehefrau/Schwiegermutter zu finden.
Ich würde mal ganz gern von Dir hören, was eine Privatperson da tun könnte.

Nur als Beispiel:
Wir wisse, es sind unbekannte DNA-Spuren gefunden worden, ob sie tatrelevant sind, wissen wir nicht. Also was meinst Du könnte die Familie zu Aufklärung dieser Spur beitragen?

Wie sollen die Familie vorgehen?

Ich glaube, dass man durch Fernsehserien leider eine komplett falsche Vorstellung von der Realität hat.

Selbst der Staat kommt in solchen Fällen nicht weiter, weil er Rechte Dritter zu schützen hat. Massen-DNA-Tests sind nur auf freiwilliger Basis möglich. Hat aber - wenn der Staat dazu aufgerufen hat - öfter schon den Täter identifiziert, auch wenn der Täter nicht den Test hat durchführen lassen. Wobei bei letzterem (Erkennung durch verwandtschaftliche Ähnlichkeiten der DNA) das BVerfG hier auch wieder ein Riegel vor dieser Möglichkeit vorgeschoben hat. Nur für Altfälle war das noch möglich.


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02.03.2016 um 11:08
claude1991 schrieb:Niemand hier ist microbiologe und kann Aussagen dazu treffen, keiner hat die Sachverständigen gehört die stundenlang ausgesagt haben.
Deshalb können wir Außenstehende auch nur nach dem, was in der Presse geschrieben wurde , gehen.
Manche Täter blockieren ihre Überführung nicht durch Untersuchungen von microbiologen , sondern durch z.B. "wasserdichte Alibis". Da wäre ich schon neugierig auf die Ausführungen des Gutachters ...

In diese Szenarien des Nichtfinden des/der Täter werden dann auch die Versicherungsgesellschaften hineingezogen. Sie müssen auszahlen, kommen dem aber "unter Vorbehalt" nach , wie wir aus einem anderen Fall hier bei Allmy mitbekommen haben ....


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