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Death Valley Germans/Familie im Urlaub verschollen

154 Beiträge, Schlüsselwörter: Dresden, Death Valley, Cornelia Meyer, Egbert Rimkus

Death Valley Germans/Familie im Urlaub verschollen

16.03.2016 um 15:40
Ich war erst letztes Jahr wieder dort und wer mit 2 kleinen Kindern und einem ungeeigneten Auto dort die geteerten Strassen verlässt ist absolut dämlich und handelt unverantwortlich.
Dummheit tötet.
Schade, aber nicht zu ändern.


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20.06.2017 um 09:37
@misfit durch zufall bin ich auf diese seite gestossen . Ich kenne die mutter des 10 jährigen jungen. Im vorfeld gab es sorgerecht Streitereien. Der vater hat den jungen einfach mitgenommen ohne zu sagen wohin. Keiner glaubt an das verschwinden. Man vermutet das sie einfach abgetaucht sind. Extreme schulden hat der kindesvater noch hinterlassen. Bekannt war auch, dass er Freunde in Amerika hatte. Die verzweiflung der Mutter kann man nicht beschreiben.


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20.06.2017 um 14:51
@Dresden2017
Das ist ja furchtbar für die Mutter des 10-jährigen. Dann war sie wohl bis 2009 im Ungewissen, was mit ihrem Sohn passiert ist?

Wie geht es der Mutter heute? Das kann man ja fast nicht überwinden. Gerne auch per PN, falls zu privat.


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20.06.2017 um 22:10
@Dresden2017

Weißt du warum die Mutter nicht sofort Anzeige erstattet hat als der Vater den Jungen mitgenommen hat ohne ihr zu sagen wohin? Vermisst gemeldet wurden alle offenbar erst nachdem sie nicht wie geplant aus dem Urlaub zurück kamen.


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20.06.2017 um 23:20
Nun habe ich mich auch in diesen traurigen Fall eingelesen.

Was ich jetzt aber nicht verstehe ist, was @Dresden2017 schreibt. Warum glaubt niemand an das Verschwinden des Mannes und seines Sohnes, sondern daran, dass sie sich abgesetzt haben, wenn doch Knochen der toten Personen gefunden wurden?


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21.06.2017 um 07:23
@Lärchen
@misfit
Dresden 2017 ist im Moment das Schreibrecht entzogen. Ich nehme an, er muss der Verwaltung erst nachweisen, dass er wirklich die Mutter des Sohnes kennt.


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21.06.2017 um 08:46
Masine schrieb: Warum glaubt niemand an das Verschwinden des Mannes und seines Sohnes, sondern daran, dass sie sich abgesetzt haben, wenn doch Knochen der toten Personen gefunden wurden?
Die Knochen wurden ja erst nach 13 Jahren gefunden. siehe http://www.spiegel.de/panorama/tod-im-death-valley-vermisste-dresdner-nach-13-jahren-gefunden-a-661285.html

In diesen 13 Jahren dachte die Mutter, dass der Vater sich mit dem Kind abgesetzt hatte. Nachdem die Knochen gefunden wurde, war der Fall wohl klar.


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21.06.2017 um 11:25
@FräuleinTong
Ich danke dir fürs Aufklären. Dann ist mir alles klar. Schrecklich für die Mutter, wenn sie so viele Jahre dachte, dass ihr Sohn noch lebt, wenn auch, indem er ihr entzogen wurde.


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23.06.2017 um 23:54
Habe diese tragische Geschichte vor ein paar Tagen entdeckt. Hier ist wirklich einiges zusammen gekommen an Übermut und nachvollziehbaren Fehlentscheidungen, die letztendlich zum Tod der Gruppe geführt hat.

Ich denke @Dresden2017 will sich nur wichtig machen. Als 2009 die Überreste gefunden wurden, gibt es viele Medien die zeitnah berichteten und somit hatte die Ungewissheit für die Angehörigen da schon ein Ende. Außerdem hatte Egbert die Mutter noch aus Las Vegas per Fax um Geld gebeten. Die 13 Jahre dazwischen möchte man sich aber lieber nicht vorstellen. Hier noch ein berührender Bericht von der Großmutter des kleinen Max aus der Zeit:

http://www.bild.de/regional/dresden/bringt-eine-locke-ihres-enkels-die-traurige-gewissheit-10479468.bild.html.

Ergänzend zu dem wirklich detailierten Bericht von Tom Mahood (eingangs verlinkt), gibt es noch einen begleitenden Text, in dem sich der Author die Mühe gemacht hat die Strecken und Zeiten genau zu dokumentieren und die immer dramtischer werdenden Entscheidungen von Egbert und Cornelia nachzuvollziehen. Hier gibt es auch eine gut annotierte Karte, sowie ein Google Earth File mit dem man den Weg sehr gut nachfahren kann.

https://medium.com/@this.and.that/the-hunt-for-the-death-valley-germans-companion-reading-79a7836d7c55

Wenn man sich die Fotos von den Strassen ansieht muss man schon sagen, das die beiden extrem fahrlässig gehandelt haben. Zumal sie zwei Kinder dabei hatten! Ich finde schon die Abzweigung von der asphaltierten Bad Water Road auf die geschotterte West Side Road bedenklich. Richtig übel wird es allerdings auf der Warm Springs Road nach dem Camp (wo wahrscheinlich Conny die letzte Nachricht hinterließ). Tom Mahood beschreibt sehr glaubhaft, wie sie sich wohl trotz aller wachsenden Bedenken durch Zeitdruck, mangelndem Geld, einer tragisch ungenauen Karte und Abenteuerlust letztendlich mit vielen kleinen Entscheidungen in ihr Verderben begeben haben.

Ausschlaggebend war natürlich die Entscheidung nach der Erkenntnis das Mengle Pass für sie auf keinen Fall passierbar sein würde, nicht einfach auf direktem Wege umzukehren. Wahrscheinlich sah es auf der Karte nach einer Abkürzung aus. Bis hierhin hätte alles noch nur einen verlorenen Tag gekostet. Selbst nach dem Verlust des Wagens war ihr Schicksal auch noch nicht besiegelt. An der Prospektor Hütte gibt es eine Quelle. Hier hätten sie evtl. ein paar Tage überleben können. Die Wanderung nach Süden, mit einem vierjährigen ist wirklich blanker Wahnsinn, auch wenn man natürlich eine gewisse Logik darin erkennen mag.

Ich habe die letzten paar Tage sehr viel Zeit in Gedanken bei den vieren verbracht und bin dabei noch auf ein Bild gestoßen das sonst nirgendwo erwähnt wird. Als Teil dieser Kunst-Installation findet sich ein Bild das vermutlich das Innere des Wagens zeigt nachdem er verlassen wurde http://daisypatton.com/galleries/the-missing-tourists-or-disappearance-in-death-valley-installation/

Beim Anblick des Kindersitzes ist mir einfach das Herz gebrochen.


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24.06.2017 um 09:58
@VanillaSkye
Ich finde ein solches Bild nicht. Ist der Link richtig? Ich meine eine gesehen zu haben wo alles zugemüllt war mit bierdosen und solche kram.


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24.06.2017 um 10:18
@ninano
Ist das 5. Bild. In dieser Gallerie kann man es auch sehen als Bild 7:

http://lang.sbsun.com/socal/gallery2/?folder=news/072206_vanished


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25.06.2017 um 00:38
@VanillaSkye

Danke für die links, sehr interessant, besonders der, in dem die Routen nochmals dargestellt werden


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25.06.2017 um 01:26
Die Karten bzw. Streckendarstellung ist prima dargestellt. Habe nun auch noch mal mit Hilfe des Wörterbuchs den vermuteten Werdegang der Familie gelesen. Das ist wirklich unvorstellbar. Irgendeiner der Vier war ja gewiss der Erste, der starb. Also ich meine damit, dass höchstwahrscheinlich nicht alle gleichzeitig ohnmächtig wurden oder starben und das geht über meine gefühlsmäßige Grenze hinaus.

Irgendwer schrieb weiter vorn, dass manche Ostdeutsche damals nach der Wende manchmal vielleicht zu naiv an solche Touren herangegangen sind. Stimmt insofern ein wenig, daß man sich die Ausmaße einer Wüste oder eines Death Valleys nicht wirklich vorstellen konnte. Man hatte von so was bis dato nur gelesen und die Abenteuerlust war groß. Allerdings waren viele Leute bis zur Wende schon mit dem Trabbi am Balaton oder trampten mit schwerem Zelt durch Bulgarien etc. Was wiederum westdeutsche Leute den Kopf schütteln ließ.

Allerdings kenne ich genug Leute, die nach Deutschlands Einigkeit abenteuerliche Urlaube gemacht haben, inklusive mich selber und wir sind alle wieder gut nach Hause gekommen. Ich kenne auch keinen ähnlich gelagerten Todesfall eines "Ossis".
Es hat wohl eher mit gesundem Verstand zu tun und Verantwortungsgefühl, wenn Kinder dabei sind und das hat den beiden Elternteilen damals gefehlt. Da war eine extreme Risikobereitschaft gepaart mit Unkenntnis. Wer nur mit Van solche Touren unternimmt, hat sich nicht genug kundig gemacht vorher. Wer für den Notfall eines ungeplanten Stopps nicht genügend Getränke mitnimmt, ebenfalls. Auch nicht zu ahnen, dass es sehr unwegsam werden kann und stattdessen nach einer banalen Karte zu fahren war in der Tat naiv. Anders ist das alles nicht erklärbar.

Wenn Erwachsene für sich selbst so riskante Entscheidungen treffen, ist das ihre Sache. Aber mit Kindern, never! Ich schwanke zwischen
40 % Wut und 60 % Mitleid was beide Erwachsene angeht. Den Kindern gegenüber empfinde ich Schmerz und tiefes Mitgefühl.


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25.06.2017 um 03:28
Zeit und Geldnot gepaart mit schlechtem Urteilsvermögen. Da führt ein schnurgerader Highway durchs Tal des Todes und die verzetteln sich trotz Zeitdruck irgendwo in der Pampa. Wenn sie unter Zeitdruck waren, warum sind sie nicht einfach auf dem Highway geblieben, dass ist garantiert das schnellste oder man verzichtet eben auf das Death Valley und fährt ohne Umwege zurück nach LA und macht sich dann dort noch ein oder zwei schöne Tage zum Abschluss. Das ist aber auch typisch Deutsch, da wird die Urlaubsplanung durchgezogen ohne Rücksicht auf Verluste.


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25.06.2017 um 14:44
Hier auch mal ein paar Impressionen der Orte von Youtube.

West Side Road (hier sind sie zuerst vom highway ins Tal gefahren):
Youtube: Death Valley westside road

Die Gegend ist zwar extrem einsam, aber die Straße sieht noch nicht allzu bedrohlich aus. Wahrscheinlich war es früh Morgens, sie hatten die Klimaanlage an. Das schaffte schonmal falsche Sicherheit.

Auf halber strecke der wesentlich schlechteren Warm Springs Road dann das verlassene Camp, wo sie sich ins Logbuch eingetragen haben:

Youtube: Exploring the Warm Springs Mining Camp in Death Valley

Hier gibt es definitiv Wasser, aber sonst nichts!

Hier der komplette restliche Weg vom Camp ins Butte Valley (gefahren in der anderen Richtung als die Touristen).

Die Strasse hier ist schon extrem abenteuerlich für einen Minivan. Ich vermute aber mal das Egbert es immer noch spannend fand und jetzt waren sie ja auch schon so weit gefahren (etwa 3 Stunden).

Youtube: Death Valley Jan 2012 Butte Valley to Warm Springs

Angekommen in Butte Valley hier die drei Hütten, die es auch schon 1996 gab. Das Video ist relativ neu, deswegen ist unklar wie es dort vor 20 Jahren aussah. Allerdings gab es auch damals dort Wasser und evtl. auch ein paar Notvorräte die dort Ranger oder andere hinterlegt haben.

Youtube: The Hidden Cabins of Butte Valley

Hier Mengel Pass, den sie geplant hatten zu überqueren:

Youtube: VW Baja Bug and Westy on Mengel Pass in Death Valley, CA

Es war ihnen bestimmt schnell klar, das sie hier nicht durchkommen würden. Eigentlich würde ich erwartem das sie hier dann auch realisieren sollten das ihre Touristen Karte nicht besonders gut war.

Wenn man sich die aktuelle Karte ansieht, ist die alledings auch nur bedingt besser. Mengel Pass und Warm Springs Road sind beide nur gestrichelt. Und Warm Springs hatten sie ja geschafft.

https://www.nps.gov/deva/planyourvisit/maps.htm

Hier haben sie dann die tragische Entscheidung getroffen anstatt auf direktem Weg wieder zurück zu fahren die Route durch den Anvil Canyon Wash zu nehmen. Die 'Strasse' war schon zwei Jahre zuvor für Autos gesperrt worden. Aber wie klar war das zu der Zeit beschildert? Bis zum Eingang des Canyons sieht sie sogar noch etwas besser aus als der Weg den sie gekommen sind und in Theorie ist der Weg ein paar Meilen kürzer. Heute ist an der Kreuzung eine offensichtliche Strassensperrung, 1996 gab es wahrscheinlich maximal ein Schild.

Eigentlich hätten sie zu dieser Zeit schon besorgt sein müssen. Haben die Kinder gequengelt? War das Wasser schon alle? Warum wählten sie die unbekannte Strasse die nur marginal kürzer ist? Nach der ersten Kurve an der Willow Spring sieht man vor allem das es keine Strasse ist sondern nur ein ausgespühltes Flussbet. Hier war wahrscheinlich der letzte Moment noch gefahrlos umzudrehen. Sobald man in das sandige Flussbett einfährt kann man nicht mehr wirklich anhalten ohne Angst haben zu müssen das aich die Räder in den Sand graben. Da muss man schon Adrenalin Junkie sein um sich das mit dem Auto und den Kindern im schlepptau anzutun. Ungefähr vier Meilen im Canyon hat der Fahrer eine Kurve falsch eingeschätzt und hat den Plymouth in den tiefen Sand gefahren, die Hinterräder waren zu dem Zeitpunkt schon platt (was man bei dem verrückten Schlingern aber nicht unbedingt sofort bemerkt).

Richtig bitter ist eigentlich wenn man sich die Position des Wagens auf Google Maps anschaut waren sie nur drei Meilen südlich von der Quelle im Warm Spring Camp. Aber natürlich konnte es ihnen nicht klar sein und man hätte den Berg überqueren müssen.

Nach all diesen offensichtlich schlechten Entscheidungen, hätten sie eigentlich zur Vernunft kommen müssen. Warum dann noch die Idee zu Fuss nach Süden zu der Militärbasis, wo doch schon klar sein musste das man der Karte nicht mehr vertrauen kann?

Egbert hatte am Bottle Bush noch ein Bier getrunken. Alkohol und die Hitze sind nicht die besten Berater. Was mich umreibt, hatten sie zu diesem Zeitpunkt eigentlich realisiert das es akkut um ihr Überleben ging? Ich denke eher nein, sonst hätten sie zumindest erst einmal die Kinder bei der Cabin in Sicherheit gebracht. Dort hätte man bestimmt ein paar Tage ohne Hilfe überleben können.

Mit dem Aufbruch nach Süden war ihr Schicksal unnötig besiegelt und es folgten wahrscheinlich unvorstellbare Stunden blanken Horrors. Die Unbedarftheit der Erwachsenen macht mich wütend, das Schicksal der Kinder unendlich traurig.


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25.06.2017 um 15:36
@Cyenita
Cyenita schrieb:Das ist aber auch typisch Deutsch, da wird die Urlaubsplanung durchgezogen ohne Rücksicht auf Verluste.
Nach allem, was ich hier gelesen habe befürchte ich, dass sie vor Reiseantritt überhaupt keine solide Urlaubsplanung gemacht hatten; weder hinsichtlich der Finanzen noch hinsichtlich der Route und der Entfernungen. Ich gehe davon aus, dass sie nur mehr oder weniger spontan (und abhängig vom wohl immer knapper werdenden Budget) unterwegs waren.

Zum Finanzproblem: Für mich deutet die Darstellung, dass sie sich noch Geld aus D schicken lassen wollten (u.a. auch von seine Ex-Frau) darauf hin, dass sie nicht über Kreditkarten verfügten. Auch das ist für mich ein Hinweis auf eine nur unzureichende Vorbereitung des USA-Urlaubs. Für eine USA-Reise gehört eine Kreditkarte zur Grundausstattung.

Zur Routenplanung: Ich habe drei Jahre in den USA gearbeitet. Nach vorheriger Beratung durch den ADAC in D hatte ich mir für alle längeren Urlaubsreisen in den USA vom AAA (amerik. Automobilklub) sogenannte Triptik Travel Planers zusammenstellen lassen. Außerdem bekam man dort zusätzliches hervorragendes  Karten- und Informationsmaterial. Das hatte nicht die Welt gekostet und war m.W. für ADAC-Mitglieder sogar kostenlos.


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25.06.2017 um 15:57
@Seefahrer
Wir haben Verwandtschaft in den USA und ich war schon öfter dort. Wir können uns zum Teil die Entfernungen nicht Vorstellungen und auch nicht die Fahrzeiten. Unsere Familie lebt dort in Texas und Louisiana. Wir sind mal von Austin nach El Paso gefahren, 900 km mit dem Wohnmobil. Meine Mutter hat regelrecht Angst bekommen denn uns sind fast keine anderen Autos entgegen gekommen oder in unsere Richtung gefahren nur Rund um die Städte war etwas mehr Verkehr. Am Tag vor unserer Reise hatte es einen Sandsturm gegeben und Teile der Fahrspur waren von Sand bedeckt. Wir haben um die Mittagszeit des zweiten Tages ein Restaurant gesucht, wir haben ein paar Mal bei Restaurants Schildern angehalten aber die waren alle verlassen. Das war wirklich gruselig. Wir waren echt froh, als wir in El Paso ankamen.


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28.06.2017 um 23:22
Viel Neues wird über diesen tragischen Fall ja nicht mehr ans Licht kommen. Mit ein bisschen Recherche habe ich aber noch ein paar neuere Dinge ausgegraben.

Zu einem, ist die Abzweigung im Butte Valley, die die Familie genommen hat, weil sie fälschlicherweise dachte diese sei eine Abkürzung zurück zur Bad Water Road, mittlerweile deutlich abgesperrt.

striped57

Das Bild stammt von einer Gruppe Wanderer die Butte Valley und Anvil Canyon im Frühjahr 2010 besuchten. Hier gibt es noch ein paar mehr Impressionen:

http://www.panamintcity.com/panamint/stripedbutte.html

Ausserdem gibt es noch einen interessanten, zweiteiligen Artikel der zum 20-jährigen Jahrestags des Verschwindens der Familie letztes Jahr in der Pahrump Valley Times erschienen ist:

Teil 1:
http://pvtimes.com/news/twentieth-anniversary-one-death-valley-s-baffling-mysteries

Teil 2:
http://pvtimes.com/community/interest-continues-20-year-death-valley-mystery

Der Artikel ist definitv lesenwert und macht noch einmal deutlich, wie gefährlich dieser Ort ist, wenn man ihn nicht respektiert. Ein Park Ranger wird zitiert mit den Worten, 'Dieses Tal ist 99% Wildnis. Jetzt mal ehrlich, wo der Asphalt endet, solltest Du anhalten.' Man hört ja immer wieder solche Geschichten, und es soll in letzter Zeit sogar schlimmer geworden sein, laut Zeitungsberichten, weil sich unbedarfte Touristen einfach auf ihre Navis verlassen, die sie dann in die Wüste irreführen, lokal auch 'Death-by-GPS' genannt. Hier eine ähnlich tragische Geschichte aus 2009:

'Death by GPS' in desert
http://www.sacbee.com/entertainment/living/travel/article2573180.html (Archiv-Version vom 25.06.2017)

Zum letzten Mysterium dieses Vorfalls werden wir wohl auch nicht mehr erfahren, dem letztendlichem Schicksal der Kinder. Tom Mahood geht davon aus, das die beiden Jungen ihre Eltern überlebt haben und eventuell versucht haben über eine andere Route zum Auto zurückzukehren. Hauptsächlich, weil er persönlich keinen Hinweis auf die Kinder an der Fundstelle der Eltern gesehen hat, und der Sheriff später nur Vage Angaben zu ihrem Fundort machen wollte und sich in Widersprüche verstrickte. Offiziell ist der Fall wohl auch nicht geschlossen, da für die Kinder keine stimmigen DNA Beweise vorgebracht werden konnten. Die meisten anderen Stimmen gehen davon aus das die Kinder zuerst starben und vielleicht sogar noch von Egbert und Conny begraben wurden, was ein unvorstellbar schmerzlicher Gedanke ist.

Ich denke, das letztere ist das wahrscheinlichere Szenario. Kleinkinder können Hitze wesentlich schlechter kompensieren als Erwachsene, aufgrund der geringeren Hautoberfläche durch die geschwitzt wird. Ab 42 Grad Körpertemperatur beginnt der Organismus zu versagen. Am 24. Juli, dem Tag an dem sie vermutlich nach Süden aufbrachen waren es in der Mittagshitze 51 Grad Celsius! Der kleine Max wird nicht in der Lage gewesen sein dieser Todeshitze lange stand zu halten. Man kann nur hoffen, das sie nicht zu lange gelitten haben.


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Lemniskate
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Death Valley Germans/Familie im Urlaub verschollen

29.06.2017 um 00:10
@VanillaSkye
was mich an dem Fall neben der Story, gewundert hab waren...Die Fotos. 
Das es keine mit ihnen zusammen gab, ok, aber was sind das für olle Dinger cornelia's Bild scheint aus den 70ern.
Dann fehlt mir auch n Foto von ihrem Sohn Max.
Ebenfalls fand ich seltsam das noch lange nach Georg Weber gesucht wurde dem Sohn von Egbert Rimkus.
oder was hab ich da durcheinander bekommen?
Bist du da durchgestiegen?

Wer ist hier welcher junge?
mgt
1.bild


EgbertRimkus-MaxMeyer
EgbertRimkus-MaxMeyer
iCh hab das so verstanden das Max IHR Sohn ist 

http://www.doenetwork.org/cases/2076dmca.html
diese Bilder haben Verwirrung gebracht, jedenfalls bei mir.
1996 gab's schonen wesentlich bessere Bildqualität, man hat ja noch nach den Kinder gesucht...und dennoch kamen keine neuen Fotos dazu.
fand ich merkwürdig.


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Death Valley Germans/Familie im Urlaub verschollen

30.06.2017 um 01:24
@Lemniskate

Das was man bei Medienberichten immer im Hinterkopf haben sollte, das sie wahrscheinlich nicht 100% die Fakten beschreiben, da sie auf Zeugenaussagen o.ä. beruhen, und manchmal nur oberflächlich recherchiert wurden und dann Namen, Zahlen und Daten durcheinander geworfen werden.

Ein Großteil der öffentlich bekannten Fakten wurden über die 13 Jahre zwischen Verschwinden und Auffinden hauptsächlich von zwei Individuen zusammengetragen. Zum einen Emmett Harder, einem Death Valley Original, Prospektor und lokalem Geschichtensammler. Zum anderen Dick Hasselman, einem pensioniertem Dozenten. Hasselman hatte im Zuge seiner Nachforschungen auch die Verwandten der beiden in Deutschland kontaktiert, und aus diesen Quellen einige Bilder, Dokumente aber hauptsächlich Informationen über die Lebensumstände und Charakter der Beiden vor der Reise. Diese Fotos sind dann an die Presse gelangt. Die besseren Journalisten haben, wie oben bei der Gallerie von der San Bernadino County Sun, ihre Quellen auch angegeben.

Öffentlich und weit verbreitet sind genau diese Bilder die Du verlinkt hast. Sie zeigen Egbert mit seinem Sohn Georg (zu verschiedenen Zeitpunkten). Von Cornelia gibt es einfach zu finden auch nur dieses altbackene Bild. Von ihrem Sohn Max eigentlich keins. Es gibt viele Hinweise auf wesentlich mehr Bilder die es mal online gegeben haben soll, vor allem von Mitgliedern des ersten Suchtrupps, die sie wohl leichtfertig hochgeladen haben, und dann aber aus Pietät oder auf Bitten der Behörden wieder entfernt haben.

Cornelias Brieftasche
walletandpassport

Cornelia wurde wohl über eine Bahncard identifiziert von der auch ein ein Bild existieren soll, (ich kann es aber nicht mehr finden). Man sieht die ledierte Karte aber etwas herausragen. Der pinke Fetzen ist wohl der Zettel den Tom Mahood erwähnt, den er sich nicht getraut hat zu entfalten. Was darauf stand ist, soweit ich weiss, nicht öffentlich bekannt.

Notizzettel
brunnen

Eigentlich scheint ja alles geklärt an diesem Fall. Aber irgendetwas daran bringt mich immer wieder zum Nachdenken. Also habe ich mich nochmal durch Web Caches und Archive gewühlt und je mehr man wühlt desto merkwürdiger erscheinen mir einige der Dinge die zum Vorschein kommen.

Hier ein Bild das angeblich Cornelia und den kleinen Max zeigen soll:
connymax

Die Authentizität kann ich nicht verifizieren. Ist von einem anonymen Benutzer 2010 im PanamintValley.com Forum gepostet worden, der vorgab Kontakt zu Harder oder Haselmann zu haben. Das Bild scheint mir aber plausibel und wirkt irgendwie gespenstisch auf mich. Sie wirkt eher traurig und der Kleine so lebensfroh. Laut Geburtsdatum muss er nicht ganz vier gewesen sein als er starb, so viel Zeit kann seit dieser Aufnahme nicht vergangen sein.

Das es keine gemeinsamen Bilder von Cornelia und Egebert gab, liegt wohl daran das sie sich vor ihrer Reise wohl erst seit ein paar Wochen(!) kannten und sie diese erste gemeinsame Reise sehr spontan und ungeplant antraten, ihre Angehörigen also wahrscheinlich keine Bilder von ihnen gemeinsam hatten. Diese Bilder würde man wohl nur auf den belichteten Filmen finden die im Minivan gefunden wurden. Die hatten Harder und Haselmann auch gesehen, aber wahrscheinlich aus Pietät nicht weitergegeben. Was im Sinne der Anghörigen wohl auch das Beste ist.

Etwas Abstrus fand ich zuerst die Theorien die in der Zeit vor dem Auffinden die Runde machten, das Egbert seinen Sohn und Cornelia und Max entführt haben soll. Es gibt allerdings ein MDR interview mit Bärbel P. (Cornelia's Mutter) in der Sendung 'Dabei ab Zwei' in der sie sagt das Cornelia ohne ihr Bescheid zu sagen in die USA geflogen sei, und sie erst davon mitbekommen hatte, als sie und ihr Mann selbst aus dem Urlaub zurückkehrten. Ich vermute mal das Cornelias Mutter neu geheiratet hatte, da Gerd Meyer sich bei Tom und Lee bedankt und als Cornelias Vater unterschreibt. Wahrscheinlich derselbe Gerd Meyer, der auch diese Suchseite geschaltet hatte, die ein weiteres Bild von Cornelia enthält:

https://web.archive.org/web/20130510053929/http://www.gemestu.de/Conny/

Egbert hatte wohl auch Georgs Mutter nichts von der Reise erzählt, die sich angeblich zu dieser Zeit im Urlaub in Rumänien befand.
Nimmt man diese Umstände zusammen (wenn sie denn so zutreffen), kann man schon eher nachvollziehen, das lange Zeit von einem Abtauchen ausgegangen wurde. Es gibt auch eine Fotomontage von Georg die ihn zeigt wie er aussehen könnte wenn er älter geworden wäre.

Woran sich alle Berichte die ich finden konnte aber decken, ist das sie Egbert als einen Draufgänger bezeichnen, der sich oft selbst überschätzte, der eine Faszination für Technik (manchmal auch Forschungsanlagen) gehabt haben soll, und nicht besonders gut Englisch sprach. In diesem Zusammenhang wird oft Georgs Mutter zitiert. Wenn dies so zutreffend ist, muss es schrecklich für Georgs Mutter gewesen sein, und zeichnet ein ziemlich verantwortungsloses Bild von Egbert.

Hier ein Ausschnitt aus der vermutlichen Touristen-Karte (1996er Ausgabe)
dv1996

Im Anvil Spring Canyon ist keine Strasse eingezeichnet. Aber Mengle Pass ist ebenso gestrichelt wie die Warm Springs Road (die sie ja gemeistert hatten). Den Hinweis zu den 'experienced 4-wheel drivers' hatte Egebert eventuell nicht korrekt verstanden.

Ein letztes Puzzlestück, das mehrere Male in Foren von Death Valley und Off-Road Fans erwähnt wird ist der 'Wilderness Act'. Durch dieses Gesetz wurden wohl über die Zeit mehr und mehr alte Strassen und Pfade in Nationalparks für Autos gesperrt (blieben aber weiterhin öffentlich zugänglich.), genauso wie die Strasse in den Anvil Canyon Wash. Es gibt eine Gruppe von besonders Freiheitsliebenden Amerikanern, die diese Sperrung als eine Beschneidung ihrer Recht ansehen und sich oft durch Vandalimus (z.b. dem Entfernen von Schildern und Strassensperren) wehren. Ich habe hierzu eine ganze Reihe von Belegen gefunden. Die Anvil Canyon Road war schon 1994 gesperrt worden. Berichte darüber ob es zu der Zeit als die Vier dort waren Schilder oder Sperren (wie die die jetzt dort stehen) aufgestellt waren sind nicht eindeutig. Es gibt Aussagen von Ortskundigen die meinten das die Schilder lange Zeit immer wieder Vandalismus zum Opfer gefallen sind. Sollte Egebert durch die entwendeten Warnungen in das sandige Flusbett eingefahren sein, würde aus dieser tragischen Geschichte doch noch ein Kriminalfall.

Auch nach über zwanzig Jahren wirft diese Geschichte immer noch Rätsel und Fragen auf. Viel der Berichterstattung läd schwere Schuld auf Egbert, und die Handlungen sind auf jeden Fall unverantwortlich gewesen. Aber wieviel Mitschuld tragen eine nachlässige Karte, fehlende Aufklärung über Gefahren um Death Valley und eventuell übereifrige Freiheitsfreaks?

Ich glaube viel mehr werde ich nicht ausbuddeln können, aber vielleicht hat ja noch wer von Euch etwas gefunden? Den MDR Bericht zum Beispiel fände ich schon sehr interessant.


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