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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

1.215 Beiträge, Schlüsselwörter: Leiche, Dessau

Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

11.02.2017 um 13:56
JamesRockford schrieb:Die brutalen Gewaltfälle werden ganz augenscheinlich streng beobachtet und kommentiert. 
der entscheidende Punkt dürfte sein, dass China sich keiner politischen Rücksichtnahme in Deutschland verpflichtet sieht und daher "frei nach Schnauze" kommentieren kann.
Dass zumindest der Fall aus diesem Thread von der chinesischen Botschaft sehr genau beobachtet wird, das ist mir aus erster Hand bekannt.
Comtesse schrieb:kann mich jedenfalls nicht erinnern, wann das letzte Mal ungekehrt ein/e Deutsche/r Opfer eines brutalen Verbrechens in China wurde.
der letzte spektakuläre Fall war der hier:
http://www.stern.de/panorama/stern-crime/china--deutscher-gefaengnisinsasse-vor-hinrichtung-3467120.html
Allerdings waren dort sowohl Täter wie Opfer Deutsche, die Sache spielte sich nur auf chinesischem Boden ab, daher zählt das vielleicht nicht?
Während der olympischen Spiele wurde ein Tourist Opfer eines Messerangriffs durch einen Einheimischen, aber soweit ich erinnere, war das Opfer US-Amerikaner?
Der einzige "richtig" vergleichbare Fall, der mir bekannt wäre, ist der Mord an der Familie Pfrang im Jahr 2000:
http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/mercedes-manager-mit-seiner-familie-ermordet/133644.html


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

11.02.2017 um 15:51
Danke @otternase , den Fall kannte ich gar nicht. Wie man hieran sehen kann, wurden alle vier Täter zum Tod verurteilt und hingerichtet, obwohl die Angehörigen der Opfer und die Bundesregierung dies ausdrücklich versuchten zu verhindern. Ich bin nicht sicher, ob die chinesische Regierung unser Urteil hier widerspruchslos hinnehmen wird.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

11.02.2017 um 16:24
@Comtesse
1) ja, insbesondere für die Eltern dürfte die Strafe, sogar wenn das volle Strafmass im Jugendrecht ausgeschöpft wird, als nachträgliche Verhöhnung des Opfers und der Angehörigen empfunden werden. Ich hoffe, ihr Anwalt hat sie schon vorsichtig auf diesen Schock vorbereitet....

2) Besonders bemerkenswert im Fall Pfrang fand ich etwas anderes:
die chinesische Regierung hat damals sofort und ohne Zögern deutsche Ermittler zur Beobachtung der Ermittlungen und des Verfahrens eingeladen und in die Ermittlungen eingebunden! Es hätte dem Land Sachsen Anhalt sehr gut angestanden, ebenso in diesem Fall zu agieren, und spätestens nach Entdeckung der Leiche chinesische Ermittler zur Beobachtung und Unterstützung der Ermittlungen einzuladen!
Einmal aus dem Grund, dass damals ja auch im Raume stand eine Beziehungstat unter Chinesen, wäre dem wirklich so gewesen, hätten chinesische Ermittler sehr wertvolle Unterstützung liefern können.
Aber noch mehr aufgrund der diversen Ermittlungspannen und -versäumnisse. Ich unterstelle keine vorsätzlichen Versäumnisse, ich denke, die Polizei in Dessau hat ihr Bestes getan (zumindest fast alle Beamte, für ein bis zwei möchte ich die Hand nicht ins Feuer legen, aber auch nicht das Gegenteil unterstellen), aber ich leite daran doch ab, dass die Polizei Dessau mit dem Fall überfordert war, was angesichts der Sparerei des Landes, aber auch angesichts dessen, dass das doch eine kleine Dienststelle mit fast dörflichem Charakter ist, wo das typische Aufgabengebiet nicht in der Aufklärung von Mordfällen besteht, niemanden erstaunen darf.
Ich bin mir sicher, dass China auf eine solche Einladung hin Topleute geschickt hätte, deren Beratung der Polizei sehr geholfen hätte! Wobei diese Hilfe natürlich auch und vielleicht noch besser gegeben gewesen wäre, wenn die Polizei Dessau sofort Spezialisten aus anderen deutschen Dienststellen angefordert hätte!
Wichtiger jedoch: die Gerüchte um Einflussnahme, Vertuschung, Gemauschel wäre nie aufgekommen! Mit Offenheit gegenüber externen, gerade auch Ermittlern aus dem Heimatland des Opfers hätte die Polizei beweisen können, dass sie gute Arbeit leistet und wäre nicht in den Geruch der Korruption geraten!
Gerade im Nachgang des "ewigen Falles" Oury Jalloh hätte ich von der Polizei in Dessau und dem Land Sachsen Anhalt erwartet, zumindest diese Lehre gezogen zu haben, dass externe Ermittler einer Sache immer gut tun!


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

11.02.2017 um 16:53
@otternase
Da der Sohn einer Kollegin Tatverdächtiger ist, fehlte scheinbar die Motivation, mehr als nötig offizielle Ermittler von außerhalb ins Boot zu holen. Die Mutter war ja sogar anfangs in die Ermittlungen involviert, der Sohn wurde erst Tage später verhört, man traute sich nicht, ihn zu verärgern. Das alles spricht für mich eine deutliche Sprache, man traute sich hier augenscheinlich nicht, von Beginn an konsequent zu ermitteln. Das soll nicht heißen, dass man versucht hat, es zu vertuschen. Aber vielleicht hoffte man einfach doch zunächst, dass es jemand anders war, weil man es der Kollegin wünschte, dass es nicht so ist.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

13.02.2017 um 16:48
Hallo,

ich poste mal ein aktuellen Artikel aus der BILD zum Thema Ermittlungspannen. Nichts wirklcih neues, allerdings mit aktuellen Fotos beider Tvs ohne Balken(!):
http://www.bild.de/regional/leipzig/mord/mordopfer-wurde-durch-meine-kueche-geschleift-50313622.bild.html


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

13.02.2017 um 20:34
Mordprozess Yangjie Li Mutter und Stiefvater des Angeklagten weiter krankgeschrieben – Quelle: http://www.mz-web.de/25723130 ©2017

Dass Mutter und der Stiefvater des männlichen Angeklagten sich haben krankschreiben lassen, ist nichts Neues.

Ausgesprochen bemerkenswert finde ich jedoch, dass nun sogar ehemalige Kollegen sich in einem Brief an den Innenminister des Landes Sachsen-Anhalt gewandt haben und eine amstärztliche Untersuchung der beiden angeregt haben!
Allerdings wächst der Druck aus den Reihen der Polizei. Einer der Gründe scheint zu sein, dass die beiden attestierten Polizisten während der Ausfallzeiten volle Dienstbezüge erhalten. Vor diesem Hintergrund haben Dessauer Beamte in einem Schreiben vor Wochen eine entsprechende Entscheidung von Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) angeregt. Ihrer Meinung nach sollte veranlasst werden, dass die Eltern des Angeklagten Sebastian F. von Polizeiärzten grundsätzlich auf ihre Diensttauglichkeit untersucht werden. Geschehen ist in dieser Sache aber offenbar noch nichts.
Auch Hanno Schulz, Landesvorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter äußerte sich zu dem Fall:
Dennoch fühlten sich viele Polizisten in Dessau-Roßlau immer noch in die falsche Ecke gestellt, so Hanno Schulz, Landesvorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter. Über die vielen Mutmaßungen im Zuge der Mordermittlungen sagt der langjährige Ermittler: „Es gab und gibt keinen Filz in Dessau.“ Revierleiter Jörg S. jedenfalls habe keinen detaillierten Einblick in die Ermittlungen einer Mordkommission besessen. Und auch die Mutter von Sebastian F. sei keinesfalls in der Position gewesen, um Ermittlungen erschweren zu können.
Gleichzeitig räumt Schulz aber ein, dass die beiden Beamten genügend Anlässe für Spekulationen geboten haben. Nicht erst seit dem Mordfall, so Schulz. Dass dem Angeklagten Sebastian F. ein gewisser Hang zu unkontrollierten Handlungen anhaftet, sei unter Ermittlern seit Jahren bekannt gewesen. „Psychisch auffällig“ sei eine freundliche Umschreibung seines Verhaltens gewesen.
Herr Schulz dürfte da sich nur am Rande auf die öffentliche Presse, mehr jedoch auf Gespräche mit den Polizisten in Dessau stützen. Wenn er dann von "Nicht erst seit dem Mordfall" spricht, deutet das darauf hin, dass auch vorher in der Dienststelle nicht alles ideal gelaufen ist...

Man möge mich korrigieren, wenn ich das falsch einschätze, aber dass sich Polizisten in der Sache (ehemaliger) Kollegen öffentlich so positionieren, scheint mir ein eher ziemlich ungewöhnlicher Vorgang!


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

13.02.2017 um 20:58
Sowohl die Mutter Ramona S. als auch Jörg S., der Stiefvater des Angeklagten Sebastian F., sind nach MZ-Informationen schon seit fast einem dreiviertel Jahr krankgeschrieben. Nichts deutet momentan daraufhin, dass sich daran in absehbarer Zeit etwas ändert.

Quelle: http://www.mz-web.de/25723130 ©2017

Ich weiß nicht, wie das bei Beamten geregelt ist. Normale Angestellte bekommen nach 6 Wochen Arbeitsunfähigkeit lediglich noch Krankengeld, sofern sie gesetzlich versichert sind. Privat Versicherte müssen diesen Fall extra versichern.

Nach einem dreiviertel Jahr noch volle Bezüge? Den Unmut der Kollegen kann ich verstehen. Zumal hier ein Ehepaar offenbar zeitgleich ausfiel und über den selben Zeitraum als arbeitsunfähig gilt.

Ein Dreivierteljahr bedeutet, dass sie ab Juni 2016 arbeitsunfähig geschrieben waren. 

Im August wurde die Nebentätigkeit untersagt. Anfang Juni waren die beiden bereits krankgeschrieben, was sie nicht davon abhielt, das Gartenlokal zu eröffnen: 

Nebentätigkeit mit Krankenschein schade Ansehen der Polizei Das Oberverwaltungsgericht bestätigte nun, „dass es dem Ansehen der Verwaltung abträglich sein könne und daher dienstliche Interessen beeinträchtige, wenn eine längerfristig krank geschriebene Beamtin eine Gaststätte betreibe“. 

(...)

Die Gartenkneipe war am 3. Juni wiedereröffnet worden. Innenminister Holger Stahlknecht hatte das als „fatales Signal“ kritisiert. Der Dessauer Polizeichef Jörg S. wurde drei Tage später vom Dienst suspendiert, Ramona S. kurz darauf. Beide waren am Tag der Eröffnung der Dessauer Gartenkneipe krank geschrieben.
Quelle: http://www.mz-web.de/24599758 ©2017 

http://www.mz-web.de/dessau-rosslau/fall-yangjie-li-uebernimmt-jetzt-oma-des-tatverdaechtigen-das-lokal--freundschaft---...


  


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

13.02.2017 um 22:21
Die vollen Dienstbezüge regeln sich nach Zeit bzw. wie lang der Beamte oder Bedienstete schon der Behörde angehört. Es kann bis zu einem Jahr sein. Dann erfolgt eine amtsärztliche Untersuchung und evtl. Reha! 


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

13.02.2017 um 22:26
Es hat damit zu tun, dass ich eine gewisse Treuepflicht meinem Dienstherrn gegenüber habe und dem gegenüber hat der Dienstherr mir gegenüber eine Fürsorgepflicht!


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

13.02.2017 um 22:54
Bei der Polizei gibt es noch eine Besonderheit. Wir müssen unterscheiden von arbeitsunfähig und polizeiunfähig.

Jedenfalls in diesem Beamtenstatus oder Dienstverhältnis ist es nicht einfach mit krankgeschrieben getan.

Interessant zu wissen ist in welchem Dienstgrad sich der Stiefvater und die Mutter befinden: Höherer oder gehobener Dienst? Es gibt Länder verschiedene Dienstvorschriften; insbesondere für den Kriminaldienst.

Aber hat uns das zu interessieren?
TV sind das Pärchen! 


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

13.02.2017 um 22:58
@Hahnundhenne

Verstehe. Also etwas vollkommen anderes, als jeder normale Angestellte in seinem Berufsleben erlebt, der auch seine Pflicht erfüllen muss. 

Dem Ehepaar wurde das Betreiben des Gartenlokals untersagt. Daraufhin wurde die Großmutter als Betreiberin eingesetzt. Es würde mich interessieren, ob überprüft wurde, dass die langzeitig krankgeschriebenen ursprünglichen Betreiber NICHT in diesem Lokal gearbeitet haben, weil die Großmutter den Laden alleine oder mit Hilfskräften geschmissen hat.

Ich habe in meinem Freundeskreis sehr viele Polizisten. Keiner von denen hätte noch die Kraft, in seiner Freizeit eine Kneipe zu betreiben, oder einen anderen Nebenjob auszuüben. Die können sich vor Überstunden überhaupt nicht mehr retten.  

In dem hier vorliegenden Fall wurden beide Eltern/Stiefeltern vom Dienst suspendiert. Der Stiefvater wurde versetzt. Beide beziehen noch die vollen Bezüge.

Ich kann sehr gut verstehen, dass die Kollegen das nicht so wirklich gut finden.
otternase schrieb:Gleichzeitig räumt Schulz aber ein, dass die beiden Beamten genügend Anlässe für Spekulationen geboten haben. Nicht erst seit dem Mordfall, so Schulz. Dass dem Angeklagten Sebastian F. ein gewisser Hang zu unkontrollierten Handlungen anhaftet, sei unter Ermittlern seit Jahren bekannt gewesen. „Psychisch auffällig“ sei eine freundliche Umschreibung seines Verhaltens gewesen.
Ein gewisser Hang zu unkontrollierten Handlungen sei den Ermittlern seit Jahren bekannt. Psychisch auffällig, sei eine freundliche Umschreibung seines Verhaltens gewesen.

Nee, nee, die seit Jahren unkontrollierten und mit einem Schulterzucken hingenommenen Handlungen haben zu einem grausigen Tod geführt. Im Grunde genommen hätte da mal jemand viel früher mit der Faust auf den Tisch hauen müssen. 

Seit Jahre bekannte unkontrollierte Handlungen des Angeklagten, Eltern, die im Nullkommanix eine Wohnung räumen und putzen, Eltern, die Polizisten sind, den Sohnemann bitten, sich bei der Polizei zu melden, weil jeder Polizist Angst vor seinem unkontrollierten Handeln hat, Eltern/Polizisten, die sich krank melden, und nebenbei eine Kneipe aufmachen. Das hört sich schon ein wenig nach Bananenrepublik an. 
Hahnundhenne schrieb:Aber hat uns das zu interessieren?TV sind das Pärchen! 
Naja, wenn unkontrollierte Handlungen den Ermittlern seit Jahren bekannt ist, sich keiner der Kollegen an den Angeklagten rangetraut hat, dann empfinde ich das schon als einen wichtigen Aspekt.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

13.02.2017 um 23:25
Aspekte hin oder her!

Zu handeln hat das Innenministerium!
Handeln kann das IM nur, wenn genug vorliegt. Wir wissen nicht, was dort bekannt ist und was auf niedriger Ebene vor sich geht. Sicher, jetzt wissen wir, dass ein Mord geschehen ist.
Aber es entzieht sich unseres Wissens völlig, was von oberster Stelle geplant war und angenommen der Mord ist dazwischen gekommen. Es kann gut möglich sein, dass der Verdacht sorgfältig bearbeitet wurde und trauriger Weise eben nicht zum Tragen kam.
(Hinterher ist mancher schlauer!)
Es steht uns nicht zu ständig das Handeln der Polizei und die sonstigen Behörden zu rügen. Sondern so bitter die ganze Situation auch ist werden die Ermittlungsbehörden unter schwierigen Bedingungen mit dem erkennenden Gericht den Prozess führen!


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

13.02.2017 um 23:48
@Hahnundhenne
Da möchte ich gleich zweimal zustimmen:

1) "der Polizei" sollte man nichts unterstellen! Wenn es Fehlverhalten gegeben haben sollte, so durch Einzelpersonen. Das Problem ist nur, wenn das nicht aufgeklärt wird, müssen viele andere integre Beamte darunter leiden!
2) ja, das Innenministerium ist gefragt. Gerade der Satzteil "nicht nur nach dem Mordfall" sollte Anlass geben, eine interne Untersuchung auch und gerade der Vorgänge in den Vorjahren in Bezug auf den Angeklagten durch externe Ermittler anzustoßen, Stahlknecht sollte Aufklärung zur Landes- und Chefsache erklären

Und auch zum dritten Punkt von oben stimme ich eigentlich zu: mit den TVen, dem Fall hat das eigentlich wenig zu tun. Bzw. hätte wenig damit zu tun, wenn die Zeugen nicht durch ihr Verhalten, nämlich mittels Attest um eine Zeugenaussage herumkommen zu wollen, selbst eine Verknüpfung herstellen würden. Sie zerren damit eigentlich völlig unnötig die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit im negativen Sinne auf sich. Einfach kurz vor Gericht erscheinen und unter Verweis auf das Verwandtschaftsverhältnis das Recht in Anspruch nehmen, nicht auszusagen, dann wäre die Sache in fünf Minuten vorbei gewesen, aber so zieht es Kreise und die Gerüchteküche brodelt immer lauter, bösartiger und vermutlich auch ausdauernder


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

14.02.2017 um 00:10
Prozessual können sich die Eltern, StV und Mutter, so verhalten, wie sie sich verhalten.
Dass sie sich in größte Gewissensnöte befinden, daran denkt wohl keiner? Eben! Ganz schwierig die Situation.
Sie schwanken in ihrem Verhalten: Zeugnisverweigerungsrecht nutzen oder Aussagen. Das müssen sie alleine unter sich ausmachen. Da steckt keine Bösartigkeit dahinter! Sondern eher Hilflosigkeit. 


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

14.02.2017 um 00:24
@Hahnundhenne
Wäre das der Hintergrund, so würde es ja bedeuten, dass sie das Attest nutzen, um sich vor dieser Entscheidung zu drücken. Das wäre dann ein Missbrauch der Krankschreibung!
Das würde ich nicht so ohne weiteres unterstellen wollen. 

Zumal mir aus zuverlässiger Quelle bekannt ist, dass zumindest der Stiefvater durch diese Geschichte gesundheitlich sehr mitgenommen ist, es sich bei ihm sicher nicht um ein Gefälligkeitsattest handelt.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

14.02.2017 um 06:28
Ich würde gerne noch mal einen ganz anderen Aspekt aufgreifen wollen, bezogen auf das "Geständnis" der Angeklagten:
sie sagte aus, dass sie nach der Vergewaltigung mit dem Opfer gesprochen habe. Dabei saß das Opfer nach ihrer Darstellung am Tatort auf einem Sofa.
Wörtliches Zitat:
„Sie saß mit angewinkelten Beinen vor der Couch. – Quelle: http://mobil.mz-web.de/25559884 ©2017

Mich würde nun diese Couch interessieren:
- warum stand in der leeren Wohnung eine Couch? Hat der  Vormieter die dort stehengelassen oder hat der Täter diese tatvorbereitend dorthin gebracht (weil eine Vergewaltigung auf dem harten Fußboden so unbequem ist)?
- als die Polizei den Tatort erstmals besichtigte, haben die Ermittler da eine Couch vorgefunden?
- wenn ja, wurden darauf Spuren von Täter und Opfer gefunden? Es war in der Verhandlung von diversen Spuren die Rede, aber nicht von solchen auf einer Couch, dabei sollte doch gerade eine Couch schwer zu reinigen und daher ein guter Spurenträger sein
- wenn nein, wo ist diese Couch verblieben? Wer hat wann und wie diese vom Tatort weggeschafft? War sie eventuell Teil des Umzugsgutes? Und existiert sie noch, zB in der neuen Wohnung der Täter? Oder wurde sie entsorgt? Durch wen?


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

14.02.2017 um 22:55
otternase schrieb:Ich würde gerne noch mal einen ganz anderen Aspekt aufgreifen wollen, bezogen auf das "Geständnis" der Angeklagten:sie sagte aus, dass sie nach der Vergewaltigung mit dem Opfer gesprochen habe. Dabei saß das Opfer nach ihrer Darstellung am Tatort auf einem Sofa. Wörtliches Zitat:„Sie saß mit angewinkelten Beinen vor der Couch.
Für mich passt diese Aussage in das Lügenkonstrukt der Angeklagten. Bei der Tat war sie angeblich nicht dabei, weil sie bei den Kindern war. Nach der Tat hat sie sich mit der vergewaltigten Frau unterhalten. Worüber eigentlich? Während der Tat wurden ihr büschelweise Haare ausgerissen, obwohl sie nach eigenen Angaben gar nicht anwesend war.

Das Sofa kennt auch niemand. Wie soll man sich auch eine leerstehende Wohnung vorstellen, in der noch ein einziges Sofa steht. Und vor diesem Sofa hat das Opfer mit angewinkelten Beinen nach der Tat gesessen?

Hier redet sich jemand heraus. War bei der Tat nicht dabei. Hat nachher noch mit dem Opfer gesprochen. 

Und wenn tatsächlich jemand das Sofa extra für diese Tat in die Wohnung geschleppt hätte, weil ihm die geplante Vergewaltigung auf dem Boden zu unbequem gewesen wäre, dann hätte das Sofa danach entsorgt werden müssen. 

Und da stellt sich wieder die Frage, von wem?  


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

15.02.2017 um 10:30
JamesRockford schrieb:Nach der Tat hat sie sich mit der vergewaltigten Frau unterhalten. Worüber eigentlich?
gemäß Ihrer Aussage auf Veranlassung des männlichen Angeklagten:

„Er wollte später, dass ich Frau Li frage, ob sie Krankheiten hat, ob sie allein lebt und ob jemand die Polizei rufen würde. Ich sollte dafür einen Google-Übersetzer benutzen.“ – Quelle: http://www.mz-web.de/25559884 ©2017

Was mich daran weiterhin irritiert: das Opfer war zu diesem Zeitpunkt bei Bewusstsein, konnte sich unterhalten, konnte halbaufrecht sitzen.
Und dann ist das Opfer ohne weitere Einwirkung später in der Wohnung einfach gestorben?
Falls die Aussage der Angeklagten stimmt, so muss man doch wohl davon ausgehen, dass nach dem hier geschilderten Vorfall dem Opfer weitere Verletzungen zugefügt wurden, es war ja da die Rede davon, dass das Gesicht bis zur Unkenntlichkeit zerstört war! Das kann ja zu diesem Zeitpunkt noch nicht der Fall gewesen sein!
Alles sprechen wir dann eigentlich von zwei "unabhängigen" Straftaten, einmal der Vergewaltigung und dann einem Mord und nicht von einer Tötung im Rahmen der Vergewaltigung!

Und dann würde das doch noch eine Chance zur Verifizierung bzw. Falsifizierung ihrer Aussage bieten: Google Translator speichert alle Anfragen. Durch Überprüfung könnte man herausfinden, ob und wann entsprechende Übersetzungsanfragen vom Smartphone der Angeklagten gestellt wurden!


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

15.02.2017 um 12:06
@otternase
otternase schrieb:Und dann würde das doch noch eine Chance zur Verifizierung bzw. Falsifizierung ihrer Aussage bieten: Google Translator speichert alle Anfragen. Durch Überprüfung könnte man herausfinden, ob und wann entsprechende Übersetzungsanfragen vom Smartphone der Angeklagten gestellt wurden!
Gut zu wissen! Ich hoffe sehr, dass das geschehen ist.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

17.02.2017 um 08:24
Xenia hat mit Yangie Li gesprochen? Mit Google Übersetzer? Aber die Chinesin lebte doch hier in Dessau, konnte Sie kein deutsch??


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