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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

1.215 Beiträge, Schlüsselwörter: Leiche, Dessau

Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

30.11.2016 um 14:14
Hammurapi schrieb:Die betreffende Schöffin dürfte doch gewusst haben, dass sie noch nicht vereidigt ist. Warum lässt sie denn zu, dass der Prozess gestartet wird, ohne darauf hinzuweisen? Das ist für mich mit Fahrlässigkeit kaum noch zu erklären.
@Hammurapi

Wieso muss die Schöffin darauf achten, dass sie vereidigt wird? Das ist eine Laienrichterin und wahrscheinlich nicht die reguläre Schöffin dieser Kammer, sonst wäre sie ja schon längst vereidigt. Wahrscheinlich eine Ersatzschöffin (für den Fall, dass einer der regulären Schöffen ausfällt während des Prozesses), wieso soll die sich mit diesen Sachen auskennen, wahrscheinlich hat sie vorher noch nie als Schöffin fungiert.
Das ist die Sache der Berufsrichter bzw. des Vorsitzenden, auf solche Dinge zu achten.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

30.11.2016 um 14:18
@phil77
phil77 schrieb:Der TV muss nicht die Tötung beabsichtigt haben, die Motive können unterschiedlich sein, es muss nicht mal aktives Handlen vorliegen (Unterlassen durch Körper ablegen). Es liegt hier eindeutig gemeinschaftlicher Mord vor.
Das ist ein Widerspruch in zwei Sätzen. Wenn der TV die Tötung nicht beabsichtigt hat, wie kann dann "eindeutig gemeinschaftlicher Mord" vorliegen? Wir wissen doch noch gar nicht, wer die Tötung vornahm und wie sie erfolgt ist. Insofern steht zu möglichen Mordmerkmalen noch absolut nichts fest. Damit natürlich auch noch nichts zu möglichen weiteren Revisionsgründen, da möchte ich die letzte Bemerkung zurückziehen.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

30.11.2016 um 14:22
@eldec

Schöffen werden ja nicht aus der Krabbelgruppe direkt in den Gerichtssaal gerufen. Nach ihrer Wahl werden sie geschult und auf das Schöffenamt vorbereitet. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Schöffe nicht weiss, dass er vor seinem ersten Einsatz vor Gericht vereidigt werden muss!


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

30.11.2016 um 14:29
@Hammurapi

Aus eigener Erfahrung kann ich dir versichern, dass das mit der Schulung usw. wenn überhaupt nur für reguläre Schöffen zutrifft. Ich wurde auch einmal als Ersatzschöffe eingeteilt. Das hieß, ich bekam ein Schreiben, dass ich Ersatzschöffe sei, am Anfang der Wahlperiode mit einem Merkblatt.
Dann 2 oder 3 Jahre gar nichts.
Dann plötzlich die Aufforderung, nächste Woche in Moabit zu einem Strafprozess als Ersatzschöffin zu erscheinen. Ich war völlig ahnungslos. Der Richter hat dann darauf geachtet, dass ich vor Beginn des Prozesses vereidigt wurde.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

30.11.2016 um 14:36
@eldec

Sowas darf ich gar nicht lesen. Es erschüttert mein Vertrauen in den Rechtstaat erheblich. Ein Schöffe darf doch nicht ungeschult in einen Strafprozess stolpern! Er trägt Verantwortung für die Schuldigsprechung und für das Strafmaß. Das darf doch kein Greenhorn ohne vorherige juristische Einweisung machen ... dürfen!


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

30.11.2016 um 15:09
auch wenn der Verhandlungstag Montag gegenstandslos geworden ist, so doch kurz der Hinweis auf die Darstellung der Erkenntnisse jenes Tages in der Presse:

Zweiter Prozesstag Videoaufnahmen zeigen Yangjie Li und die Angeklagte – Quelle: http://www.mz-web.de/25190040 ©2016

Interessant insbesondere eine nähere Erläuterung des Videomaterials:
Dabei hatte die Kamera der Bank gegenüber die Studentin beim Joggen am 11. Mai aufgezeichnet, Bilder des Antiquitätengeschäfts zeigten sie ebenfalls.
Auf einer Aufnahme ist laut Anklageschrift zu sehen, wie Xenia I. gegen 21.30 Uhr Yangjie Li vor dem Wohnhaus in der Johannisstraße abpasst, sie in eine Gespräch verwickelt und gestikuliert.
interessant auch, dass zumindest einzelne Beamten schon sehr früh an den nun TVen gedacht haben:
Schon am 13. Mai war ein paar Polizisten klar, wer in unmittelbarer Nähe wohnt. Es war der Tag, an dem die tote Yangjie Li nackt und missbraucht unter einer Konifere am Hinterhaus der Johannisstraße 7 in Dessau-Roßlau gefunden worden war.
Im Vorderhaus des Gebäudes wohnten Sebastian F. und Xenia I. Den jungen Mann kannte die Polizei in Dessau durch Ermittlungen zu Brandstiftungen. „An diesem Freitag dachte ich: Wie schafft er es bloß immer, sich am Ort einer Straftat zu befinden?“, erklärte ein Kriminalhauptkommissar der Polizeidirektion Ost am Montag vor dem Landgericht Dessau.
[...]
Er war am Tag des Leichenfundes in dem angrenzenden Hinterhaus. Gefunden hatten er und Kollegen aber nichts, das Vorderhaus wurde zunächst nicht untersucht. Die beiden Namen der jetzt Angeklagten hatte er aber am Klingelschild gesehen und es Kollegen erzählt. Auch dieser Beamte kannte Sebastian F. aus Erzählungen zu früheren Vernehmungen. „Seine Antworten sollen fragwürdig gewesen sein. Es ging Richtung Märchen, um sich herauszuwinden.“
Ob es da Pannen gab, wird nun nochmal Thema des Prozesses werden:
Ob es tatsächlich Pannen bei den Ermittlungen gab, soll noch einmal gesondert untersucht werden. Richterin Uda Schmidt kündigte an, dass es dafür einen eigenen Prozesstag geben wird.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

30.11.2016 um 15:15
@Hammurapi
"Das ist ein Widerspruch in zwei Sätzen. Wenn der TV die Tötung nicht beabsichtigt hat, wie kann dann "eindeutig gemeinschaftlicher Mord" vorliegen?"

Ganz einfach: bei Mord reicht der"bedingte Vorsatz". Dazu reicht es, dass der TV die schwerverletze Person zum Sterben abgelegt hat. Auch wenn sein Hauptmotiv die Vergewaltigung war sind vom Ende der Vergewaltigung bis Todeseintritt locker 3-4 Stunden vergangen.
Spätestens nach der Vergewaltigung war der gemeinsame Tatplan die Studentin sterben zu lassen, und das ist MORD (gemeinschaftlich vlt. mit unterschielichen Motiven, was keine Rolle spielt)!


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

30.11.2016 um 15:21
Und dann noch die Infos zum heutigen Prozesstag

Ermittler sagen aus Blutspuren in mutmaßlicher Tatwohnung bis an die Decke – Quelle: http://www.mz-web.de/25196556 ©2016

Es gibt offenbar am Tatort vielfältige Spuren, die auf ein sher brutales Vorgehen deuten, die aber irgendwie auch nahelegen, dass es entweder Ziel war, das Opfer besonders lange zu quälen oder aber es eine ungeplante und daher stümperhaft ausgeführte Tat war, beides könnte sich decken mit meiner oben aufgeführten Vermutung, dass die weibliche TV wesentlich Anteil daran hatte, dass es nicht nur zur Vergewaltigung, sondern auch zum Mord kam.
In der vermutlichen Tatwohnung des Falls Yangjie Li in der Johannisstraße 7 haben Ermittler des Landeskriminalamtes zahlreiche Blutspuren gefunden. Das haben Beamte nach der Panne mit der nicht vereidigten Schöffin und dem Neustart des Verfahrens am Mittwoch am Landgericht Dessau-Roßlau ausgesagt.
Die Wohnung - unter der des angeklagten Paares - sei fast leer gewesen. Die sichtbaren Spuren konzentrierten sich nach Angaben des Polizisten auf einen Raum, in dem auch noch ein Sofa und ein Stuhl standen. Dort soll die Tat geschehen sein.
„An jeder Wand wurden Spuren gefunden, teilweise bis unter die Decke“, sagte der Ermittler. Mit einem Luminoltest wurde Blut ebenso auf dem Boden des Raums, im Eingangsbereich zur Wohnung im Treppenhaus und im Erdgeschoss der Johannisstraße 7 gefunden.
Hingegen irritierend finde ich folgenden Fund:
Die Spuren lassen darauf schließen, dass das Blut vermutlich durch Wischen großflächig verteilt wurde. In der Wohnung des Paares wurden ein Wischmop und Lappen gesichert, an denen durch einen Luminoltest ebenfalls Blut gefunden wurde.
die Tatverdächtigen sind ja mit Hilfe des Stiefvaters vor Vernehmung und Untersuchung der Wohnung ausgezogen und haben dabei ihre Wohnung ausgeräumt und den Hausrat mit Anhänger weggeschafft. Warum sollen sie nun ausgerechnet blutverschmierte Utensilien dort hinterlassen haben? Handy und Teile der Bekleidung des Opfers haben sie ja so gut entsorgt, dass diese Dinge bis heute nicht aufgetaucht sind, aber einen blutverschmierten Wischmop haben sie einfach in ihrer Wohnung liegenlassen?


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

30.11.2016 um 15:23
@otternase
Der Mop war nicht blutverschmiert,
otternase schrieb:In der Wohnung des Paares wurden ein Wischmop und Lappen gesichert, an denen durch einen Luminoltest ebenfalls Blut gefunden wurde.
"Durch Luminol gefunden" bedeutet, da war sichtbar kein Blut dran. Sie haben wohl die Möglichkeiten von Luminol unterschätzt, dieses wieder sichtbar zu machen.

Was mich besonders erschüttert, dass das Opfer scheinbar sehr um sein Leben gekämpft hat. Sie hat sich so gewehrt, und doch hat es ihr nichts gebracht außer wahrscheinlich noch mehr Schläge und Qualen. :(


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

30.11.2016 um 19:19
@phil77

Das ist aber noch gar nicht klar. Wenn der TV davon ausging, dass Xenia I. das Opfer bereits getötet hatte und dann bei der Verbringung der Leiche half, ist seine Tatbeteiligung an der Tötung längst nicht erwiesen. Mordmerkmale damit schon gar nicht. Also steht hier noch nichts fest.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

30.11.2016 um 21:27
@Hammurapi
richtig, wobei man sich dann jedoch fragen muss, weshalb der männliche TV nicht entsprechend aussagt.

Aussageverweigerung kann ja viele Gründe haben, anfänglich mögen die TVen noch gehofft haben, dass die Polizei keine hinreichenden Beweismittel für eine Anklage findet, nur mit der DNA-Spur konnte ja erstmal die ursprüngliche Aussage eines einvernehmlichen Treffens nicht widerlegt werden, aber nun mit den Videoaufnahmen und mit Wischmop mit Blutspuren in ihrer Wohnung kann das nicht mehr Motiv sein.
An eine Solidarität zwischen den beiden TVen glaube ich nicht, falls einer der beiden sich einen wesentlichen Vorteil von einem Geständnis versprechen würde, dann würde der sicherlich aussagen, auch wenn der andere dadurch große Nachteile hätte.
Momentan geht die Anklage ja von der Hauptschuld, sowohl Planung, wie Vergewaltigung, wie Mord des männlichen TV aus. Wenn dem nicht so war, könnte er also durch eine wahrheitsgemäße Aussage sich einen wesentlichen Vorteil verschaffen.

Wenn es also wirklich so war, dass der Mord von Xenia und nicht von Sebastian begangen wurde (was ich eben auch für sehr gut möglich halte), dann muss man annehmen, dass es noch irgendein unbekanntes Element in dem Fall gibt, welches ihn dazu bewegt, weiterhin zu schweigen.
Denkbar, dass sie über Wissen verfügt, mit dem sie ihn erpressen kann, möglicherweise gibt es da noch andere, bislang unbekannte oder ungeklärte Vorfälle, insbesondere denke ich da an das gemeinsame Kind, welches mit "unbekannter Todesursache" vor etwa einem Jahr starb, aber auch möglich bislang gar nicht mit ihm in Verbindung gebrachte Vorfälle.
Denkbar aber auch, dass es bei Tatdurchführung oder Tatvertuschung einen dritten Beteiligten gab und beide Angeklagten diesen Dritten durch Schweigen schützen wollen, dass insbesondere der männliche TV sich zu dessen Gunsten zu "opfern" bereit ist.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

30.11.2016 um 23:49
@otternase

Interessant sind mehrere Details aus dem Video:

Zweiter Prozesstag Videoaufnahmen zeigen Yangjie Li und die Angeklagte – Quelle: http://www.mz-web.de/25190040 ©2016
Den jungen Mann [Sebastian F.] kannte die Polizei in Dessau durch Ermittlungen zu Brandstiftungen. „An diesem Freitag dachte ich: Wie schafft er es bloß immer, sich am Ort einer Straftat zu befinden?“, erklärte ein Kriminalhauptkommissar der Polizeidirektion Ost am Montag vor dem Landgericht Dessau.
Ich hoffe, dass auch die Todesursache des Kindes geklärt wird, so wie auch das Verhalten der angeblich ahnungslosen Eltern von Sebastian F. Dieser Fall stinkt zum Himmel!


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

30.11.2016 um 23:53
@JamesRockford
definitiv gibt es noch mehr als eine offene Frage, ich habe mal für mich folgende Liste von Dingen, die mir an der Anklagedarstellung unklar sind, zusammengestellt:

- warum haben die eingesetzten Suchhunde die Leiche nicht früher gewittert? Ein Mensch mag sie an der Stelle übersehen haben, aber eine frische Leiche gibt doch einen für einen Hund sehr deutlichen Geruchsabdruck ab. Die Laufstrecke wurde komplett mit Hunden abgesucht, da hätte ein Hund die Leiche aufspüren müssen. Wurde die Leiche vielleicht doch nicht in der Nacht des Mordes, sondern erst zwei Tage später aus dem Fenster geworfen und wenn ja, warum überhaupt und warum gerade dann?

- in den ersten Tagen kursierten Gerüchte, die beiden Tatverdächtigen seien Drogenkonsumenten (Crystal Meth). Wurden sie dahingehend medizinisch untersucht, gibt es weitere Hinweise darauf? Könnte die Tat unter Drogeneinfluss begangen worden sein?

- im Vorjahr starb das gemeinsame Kind der Tatverdächtigen unter unklaren Umständen. Dieser Fall sollte erneut untersucht werden, was ist dabei herausgekommen?

- bei vorangehenden Straftaten des Tatverdächtigen ist es nie zu einem solchen Maß an Brutalität dem Opfer gegenüber gekommen. Warum ist die gemeinsame Tat der beiden Tatverdächtigen so anders verlaufen als die Alleintaten des Tatverdächtigen zuvor? Welchen Anteil daran könnte die weibliche Tatverdächtige haben?

- die Tatausführung deutet darauf hin, dass das Opfer gezielt gequält wurde. Sadistische Züge des Tatverdächtigen sind jedoch nicht bekannt. Ein Mord zwecks Vertuschung hätte viel schneller und effektiver erfolgen können. Warum wurde das Opfer so gequält?

- die Tatnachbereitung deutet darauf hin, dass die Entsorgung der Leiche nicht vorausgeplant war, das könnte bedeuten, dass auch die Tötung nicht vorausgeplant war. Wann, von wem der Tatbeteiligten und warum wurde der Beschluss gefasst, das Opfer zu töten?

- indem die Täter das Opfer schwerverletzt stundenlang alleine liegengelassen haben, sind sie ein Risiko eingegangen, dass sich das Opfer doch irgendwie Dritten bemerkbar macht. Warum das?

- am 23.5 um 21Uhr30, also nach Auffinden der Leiche, am Tag der Festnahme der Tatverdächtigen, aber noch vor öffentlicher Bekanntgabe der Festnahme haben unbekannte Jugendliche am Fundort randaliert. War das einfach Vandalismus oder war das vielleicht ein mit Vandalismus kaschierter Versuch, Spuren zu beseitigen? Ist der Bekannten- und Freundeskreis der Tatverdächtigen mal mit der Zeugenbeschreibung abgeglichen worden? Vielleicht gab es Mitwisser oder sogar Mittäter!

- die nach dem Umzug der Tatverdächtigen bezogene Wohnung im Haus der Eltern in Meinsdorf wurde durchsucht. Aber wurden auch die übrigen dem Tatverdächtigen zugänglichen Bereiche durchsucht? Immerhin denkbar, dass die Tatverdächtigen nach Umzug den Eltern auch ohne deren Wissen Beweismittel, wie zB das fehlende Handy, in deren Wohnung untergeschoben haben, möglicherweise bis heute auch von den Eltern unentdeckt!

- oder gab es Mittäter oder Mitwisser, die die fehlenden Gegenstände entsorgt haben oder aber bis heute sicher aufbewahren?


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

01.12.2016 um 00:16
@otternase

Danke für die vielen Details, die in der Tat aufgeklärt werden müssen. Über diesen Fall bin ich total entsetzt.

Ich bin empört über ein Gartenlokal namens Freundschaft, welches die Eltern von Sebastian F. einen Tag nach der Trauerfeier einer von ihrem Spross ermordeten jungen Frau eröffnet haben.

Empört darüber, dass ihn die Ermittler wegen 'Brandstiftung' kannten, aber dann liest man in der MZ:
Der Tatverdächtige im Mordfall Yangjie Li soll in der Vergangenheit doch mit einschlägigen Delikten der Polizei aufgefallen sein. Gegen den heute 20-Jährigen soll es nach MZ-Informationen vor sieben Jahren ein Ermittlungsverfahren wegen des schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes gegeben haben. Er soll einen Jungen aus dem familiären Umfeld missbraucht haben. – Quelle: http://www.mz-web.de/24143876 ©2016
Unglaublich ist das alles.

Und weiter geht es in dem Artikel:
Noch in der vergangenen Woche hatte der Leitende Oberstaatsanwalt Folker Bittmann lediglich mitgeteilt, dass der dringend Tatverdächtige für die Polizei kein unbeschriebenes Blatt sei. Allerdings habe es sich nicht um einschlägige Delikte gehandelt. Nach MZ-Informationen soll der 20-Jährige in den vergangenen Jahren wegen einer ganzen Reihe von Delikten ins Visier der Polizei geraten sein. Neben dem schweren Sexualvergehen geht es unter anderem um Beleidigungen, Körperverletzungen, Diebstähle und Brandstiftungen. Nach Zeugenaussagen soll der junge Mann eine Neigung zu gewalttätigem Jähzorn haben.
– Quelle: http://www.mz-web.de/24143876 ©2016
Das sind also keine einschlägigen Delikte? Ich bin wirklich fassungslos. Die Rolle der Mutter und des Stiefvaters muss natürlich auch geklärt werden.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

01.12.2016 um 00:23
@JamesRockford
JamesRockford schrieb:Neben dem schweren Sexualvergehen geht es unter anderem um Beleidigungen, Körperverletzungen, Diebstähle und Brandstiftungen. Nach Zeugenaussagen soll der junge Mann eine Neigung zu gewalttätigem Jähzorn haben.
Wenn das nicht auf einen - seit langer Zeit - schwer gestörten Menschen hindeutet, was dann ?
Ich teile meine Empörung mit Dir in allen genannten Punkten.

Vielleicht konnte er mit Hilfe der (gehorsamen, hörigen) Mittäterin seine Neigung/seine Phantasien bei diesem Verbrechen richtig ausleben ?
Diese Tat kam jedenfalls nicht aus dem Nichts.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

01.12.2016 um 00:25
PS: mehr ein Detail am Rande, aber auch eine interessante Frage:

- am Tag nach der Festnahme der Tatverdächtigen, wenige Stunden nach Durchsickern der Namen wurden die Facebook-Accounts der beiden Tatverdächtigen bereinigt bzw. gelöscht. Die Tatverdächtigen dürften in Haft wohl kaum Internetzugang gehabt haben, um das zu veranlassen. Kontakt zu ihren Familien hatten die Tatverdächtigen erst wieder Tage später. Wer hatte also die Zugangsdaten, um die Accounts zu löschen und hat das dann gemacht?

und noch eine Frage, die nicht direkt mit der Tat in Zusammenhang steht, aber Aufschluss über die Tatverdächtigen und deren Natur geben könnte:

beide Tatverdächtigen haben jeweils ein Kind aus einer früheren Beziehung, es muss da also zwei Menschen geben, die jeweils einen Tatverdächtigen intimer kannten und Einblick in deren Handeln, Verhalten und Wesen geben könnten. Was können die beitragen?


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

01.12.2016 um 00:32
@JamesRockford
@Blondine
ich empöre mich mit euch. Sowas regt mich extrem auf und so wie es bisher gelaufen ist muss man befürchten, dass da einiges unter den Tisch gekehrt worden ist, darin endend, dass eine völlig unbeteiligte junge Frau auf grausamste Art und Weise sterben musste.
Wenn es denn lediglich nur sie war...

@otternase
gute Fragen, die hoffentlich beantwortet werden können.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

01.12.2016 um 00:42
Im Bericht des MDR gibt es weitere Informationen aus dem Prozess, die auch recht interessante Aufschlüsse geben:
Außerdem berichtete eine Polizistin über Spurensicherungsmaßnahmen in der Wohnung der Angeklagten. Laut ihrer Aussage wurde die Wohnung am 23. Mai von der Spurensicherung untersucht. Bei einer erneuten Durchsuchung am nächsten Tag habe die Polizistin jedoch sofort eine Feuerwehrhose und Stiefel mit Blutspuren entdeckt. Unklar blieb, warum die Kleidung am ersten Tag nicht entdeckt wurde.
Quelle: http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/dessau/dritter-prozesstag-dessau-mordfall-getoetete-chinesin100.html

Ausserdem steht dort noch, dass der Anwalt des Tatverdächtigen dem MDR gegenüber gesagt hat, "sein Mandant werde vor Gericht keinesfalls aussagen."


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

01.12.2016 um 00:51
@Blondine

Ja, es scheint sich hierbei um einen wahren Wonneproppen zu handeln. In solche Menschen möchte und kann ich mich nicht reinversetzen, aber ich verstehe diejenigen nicht, die alles unter den Teppich kehren. Das Bübchen fackelt ab und an mal etwas ab, schlägt jemanden zusammen, ist verbal aggressiv, klaut. Das Bübchen ist eigentlich ein ganz Lieber. Hat halt mal ein schweres Sexualvergehen gegeben, aber da war das Bübchen ja erst 13. Das Enkelkind stirbt unter ungeklärten Umständen. Eine junge Frau wird auf bestialische Weise ermordet. Dann wird halt einfach die Wohnung geräumt.

Nee, wenn man Kinder hat, muss man Verantwortung übernehmen, und diese Verantwortung kann nicht dahin gehen, dass man das arme Bübchen immer wieder rausboxt, sondern mal die Hintergründe abklopft und Lösungsansätze findet.

Aber nee, da wird die Wohnung ausgeräumt und anschließend ein Gartenlokal eröffnet.

Sorry, musste mal Dampf ablassen.

@Fyra

Man müsste mal schauen, was in den letzten Jahren in Dessau noch an Scheußlichkeiten passiert ist.


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01.12.2016 um 00:54
@otternase
otternase schrieb:Ein Mord zwecks Vertuschung hätte viel schneller und effektiver erfolgen können. Warum wurde das Opfer so gequält?
Die Frage ist: Wurde das Opfer wirklich gequält (wodurch, mit welchen Spuren belegt?) oder sind die brutal schweren Verletzungen ein Zeichen von sogenanntem Übertöten? Wenn die Tötung also z.B. eine Eskalation einer geplanten Vergewaltigung mit Beteiligung der Angeklagten war, dann aber aus dem Ruder lief, dann könnte bei dem vorliegenden Verletzungsmuster auch eine Tötung im Affekt möglich sein, durch wen von den beiden auch immer.


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