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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

1.215 Beiträge, Schlüsselwörter: Leiche, Dessau

Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

26.01.2017 um 08:54
@Eichhörnchen
Das Zeugnisverweigerungsrecht steht ihr vollumfänglich zu.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

30.01.2017 um 18:27
Prozess Yangjie Li Sebastian F. hat Polizisten als „Idioten“ beschimpft – Quelle: http://www.mz-web.de/25642388 ©2017

abseits von dem in der Überschrift beschriebenem Vorgang, siehe:
Bei einer Wohnungsdurchsuchung habe F. die Polizeibeamten und den Staatsanwalt verbal attackiert und als „Idioten“, „Dackel“ sowie „Kackfressen“ beschimpft. „Er ist auf Deutsch gesagt ausgetickt“, so der Beamte Ingolf W. vor Gericht.
gibt es einige böse Details zu den Ermittlungen, so zB. dass der Fundort vor Abschluss der Spurensicherung für die Öffentlichkeit freigegeben wurde:
Kriminalrat Thomas E., der die Ermittlungen geleitet hat, sagte aus, dass in der Nähe des Fundorts der Leiche früher Blutspuren hätten entdeckt werden können.

Er und ein Kollege hätten bei der Kontrolle des zugehörigen Hauses das Fenster aber nicht geöffnet und die Spuren an einem Baugerüst nicht gefunden, „weil draußen Leute Blumen niedergelegt haben und Presse da war". Das habe sich später „als Fehler“ erwiesen.
oder eine heutzutage und angesichts sicherlich sechsstelliger Kosten dieser Ermittlungen etwas fragwürdige Begründung für die anfänglich unzureichende Sicherung von Videomaterial, welches der Zeuge regelrecht der Polizei aufdrängen musste:
Dort haben die Ermittler laut E. allerdings nicht sofort das gesamte Video-Material gesichert: Weil dafür die technischen Kapazitäten bei der Polizei fehlten.

„Wir haben bei uns auch nicht tausend Speicher mit einem Terrabyte", so E. Deshalb hätten die Beamten zunächst nur Material vom Tag des Verschwindens Yangjie Lis gesichert.
und eine offenbar schlecht geplante Befragung:
Die Polizei hatte nach dem Fund der Leiche Yangjie Lis zwar 147 Anwohner in einer ersten Welle befragt, allerdings nicht systematisch. Bei dem Angeklagten Sebastian F. etwa hätten Beamte auch mal „geklopft“, ihn jedoch nicht angetroffen, so der Ermittlungsleiter.
Wie es in den Kommentaren auf der MZ Seite geschieht, könnte man sehr bösartig absichtliche Verschleierung zu Gunsten eines Kollegensohnes unterstellen, bösartig grobe Unfähigkeit der Polizei, aber ich glaube, die wahre Erklärung ist die auch im Text angeführte:
Bereitschaftspolizisten standen dafür nicht zur Verfügung, weil sie das Landespokalfinale im Fußball zwischen dem Halleschen FC und dem FC Magdeburg absichern mussten.
Die Polizei in Sachsen Anhalt ist so massiv kaputtgespart worden, dass bei dem kleinsten, normalen Ereignis schon alle Reserven bis zum Anschlag ausgelastet sind. Mir tun die Polizisten leid, die unter solchen Bedingungen arbeiten müssen... Und in Anbetracht dessen war ihre Arbeit in diesem Fall keineswegs so schlecht...


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

30.01.2017 um 20:12
Ja, als Außenstehender, Laie, Nicht-Betroffener & Nicht-Polizist kann man nur mit offenem Mund staunend daneben stehen. Ich sehe es so wie Du, @otternase. Und: nicht nur die Polizei in Sachsen-Anhalt ist dermaßen kaputt gespart. Ich denke sehr wohl, dass kann man uneingeschränkt auf die ganze Republik potenzieren. Ich bin privat recht eng mit einem Kriminalkomissar befreundet und ich wage zu behaupten, dass es in Bayern bzgl. Auslastung und vor allem Belastung der Polizei nicht wesentlich besser ausschaut. Da ist in den vergangenen Jahren dermaßen viel falsch gelaufen in staatlichen Planungen und Sparmaßnahmen! Das müssen insbesondere das verbliebene Personal bei der Polizei, aber schlussendlich wir alle nun büßen. Die angestrebte und auch schon ansatzweise realisierte personelle Aufstockung der Polizei wird so schnell nicht spürbar greifen - leider. Hinzu kommen natürlich - insbesondere in eher kleineren, persönlicheren Zuständigkeitsbereichen wie in diesem Fall Dessau - mit Sicherheit persönliche Hemmungen, auf einen "Kollegensohn" als TV sofort zuzugehen. Ich denke sogar, das ist menschlich und den Beamten, auch im Hinblick auf die Belastungen insgesamt, gar nicht vorzuwerfen. Vorwerfen kann man schon das nachträgliche Verhalten der staatlichen Zuständigkeit nach Feststellung des offensichtlichen Täters. Und nicht nur der staatlichen Stellen: zur Gartenlokal-Eröffnungsparty müssen ja auch Gäste gekommen sein...


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

31.01.2017 um 13:00
Mordfall Yangjie Li Kriminalbeamter zeichnet Psychogramm von Sebastian F. – Quelle: http://www.mz-web.de/25649758 ©2017

ein paar Infos zum Verhalten der Angeklagten bei Erstvernahme und Festnahme:
Nach seinen Eindrücken trat Sebastian F. den Vernehmern gegenüber zunächst arrogant und selbstsicher auf. Er tischte selbstbewusst eine Version auf, nach der es mit der chinesischen Studentin zu einvernehmlichem Sex gekommen sei. Daran hielt sich auch seine damalige Lebensgefährtin Xenia I. Sie sei jedoch sehr unsicher gewesen und habe extrem kurz auf Fragen geantwortet, so der Kriminalbeamte.
Nachdem sich die damals erst 20 und 21 Jahre alten Dessauer in Widersprüche verwickelten, wurden sie in Untersuchungshaft genommen. Darauf reagierten sie völlig gegensätzlich. Der Mann brach dem Beamten im Zeugenstand zufolge in Tränen aus und verlangte, seine Mutter zu sprechen. Die Frau sank völlig in sich zusammen und bat, von weiteren Fragen zunächst abzusehen.
meiner Ansicht nach jetzt nicht so besonders interessante neue Informationen. Mich würde ja mal mehr die Rekonstruktion des unmittelbaren Nachtatverhaltens interessieren. ZB. die 49 zum Teil sehr langen Telefonate zwischen dem Angeklagten und seiner Mutter zwischen Tat und Festnahme, welche eigentlich schon vor 14 Tagen thematisiert werden sollten, wo dann jedoch die Angeklagte durch ihr "Geständnis" den Plan umwarf.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

31.01.2017 um 13:15
noch zum gestrigen Verhandlungstag die Meldung vom MDR:

http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/dessau/reportage-dessau-weitere-ermittlungspannen-100.html

Interessant und erschreckend finde ich diesen Absatz:
Der Polizeibeamte schildert, dass mal geklingelt, mal ein Schreiben im Briefkasten hinterlassen worden sei. Auf Nachfrage eines Anwaltes, warum in einer Mordermittlung nicht rigoroser auf eine Befragung gedrängt wurde, entgegnet er, dass jeder Polizist in Dessau gewusst habe, um wen es sich handelte. Dass es jemand sei, der einem die Tür zuschlägt, der schnell rabiat und aggressiv wird. "Das bringt mit dem nichts", lautet sein lapidarer Kommentar. So kam eine erste Zeugenanhörung tatsächlich erst zehn Tage nach dem Fund der toten Chinesin zustande. Vermittelt durch die Mutter, die auch bei der Polizei arbeitet.
wieviel Resignation spricht aus solchen Worten, dass man einen notorischen Kriminellen gar nicht erst aufsucht, weil "das bringt mit dem nichts", statt den "erst recht" in die Mangel zu nehmen?

Und die Mutter wird auch immer wieder Thema der Verhandlung:
So kommt am heutigen 13. Verhandlungstag auch die Rolle der Mutter zur Sprache. Sie gehörte der Mord-Ermittlungsgruppe an. Als sie erfahren habe, wo die tote Chinesin gefunden wurde, habe sie überhaupt keine Reaktion gezeigt, sagt der Ermittlungsleiter. Das sei ihm im Gespräch mit einem Kollegen auch merkwürdig vorgekommen.

Ohnehin dürfte die Verquickung von privaten und dienstlichen Befindlichkeiten großen Raum bei dem Verfahren einnehmen. Ein weiteres Beispiel liefert ein als Zeuge geladener Kriminalkommissar: Demnach sei die Mutter im Besitz des Wohnungsschlüssels des angeklagtes Paares gewesen. Mit diesem Schlüssel wurde auch die Wohnungstür geöffnet, um die Räume zu durchsuchen.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

31.01.2017 um 13:26
otternase schrieb:wieviel Resignation spricht aus solchen Worten, dass man einen notorischen Kriminellen gar nicht erst aufsucht, weil "das bringt mit dem nichts", statt den "erst recht" in die Mangel zu nehmen?
Auch wenn es nichts mit diesem Fall zu tun hat, aber ein Freund von mir ist Dienststellenleiter bei der Polizei
in einer Kleinstadt in NRW. Diese "Resignation" ist hier allgegenwärtig. Was glaubt Ihr wieviele Straftaten
einfach nicht verfolgt werden, oder wo Akten mal eben so im "Archiv" verschwinden.
Eigentlich ist es unvorstellbar was da manchmal, und immer häufiger, in den Reihen von Polizei und Behörden passiert.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

31.01.2017 um 14:35
Update in der MZ

Mordfall Yangjie Li Sebastian F. soll seinen Sohn in Wassertonne getaucht haben – Quelle: http://www.mz-web.de/25649758 ©2017

Aussage einer Nachbarin:
So soll er seinen dreijährigen Sohn im Sommer 2015 überaus hart bestraft haben, beispielsweise indem er den Kopf in eine Wassertonne drückte oder ihn tagelang in ein Zimmer einsperrte. Das gesamte Haus stank nach Urin, erinnerte sich die Zeugin. ihrer Meinung war das ein klarer Fall für das Jugendamt. Es gab aber keine Reaktion seitens der Behörde, so die 50-Jährige.
das ist natürlich auch interessant in Hinblick auf den ungeklärten Tod des (ungewollten) Babys...

Und es wäre ausgesprochen interessant zu hören, was das Jugendamt dazu sagen möchte (oder lieber nichts sagen möchte...)


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

31.01.2017 um 16:20
In diesem Zusammenhang sollte man sich auch das hier immer mal wieder ins Gedächtnis rufen:

http://www.mz-web.de/dessau-rosslau/mordprozess-yangjie-li-verhandlung-gestoppt--xenia-i--bricht-in-traenen-aus-25597018
...
Zuvor hatte Xenia I. am Montag weitere Details zur Beziehung mit dem ebenfalls angeklagten Sebastian F. geschildert. Demnach sollen die Probleme schon im Sommer 2014 begonnen haben. Nach einem ersten Übergriff habe sich die Gewalt und der sexuelle Missbrauch immer weiter gesteigert. ...
Eichhörnchen schrieb am 23.01.2017:...
Xenia I. hatte einen Sohn mit in die Beziehung gebracht, im August 2014 wurde der gemeinsame Sohn geboren. Später wurde sie erneut schwanger, wovon sie bis zur Geburt des dritten Sohnes im Juni 2015 nichts mitbekommen haben will.

„Aus Angst habe ich die Anzeichen ignoriert.“ Es sei eine Sturzgeburt im Garten gewesen, danach habe Sebastian F. kaum mit ihr gesprochen. „Er hat mir vorher immer wieder gesagt, dass er kein drittes Kind haben will.“ Das Kind starb im Herbst 2015.
...
Im Sommer 2014 gibt es Probleme, die Freundin ist hochschwanger bzw. hat gerade entbunden und steht daher dem Angeklagten nicht vollumfänglich zur Befriedigung seiner Lust zur Verfügung, also wendet er offenbar Gewalt an, um zu bekommen, was er will.
Daraus folgend wird die Angeklagte sofort wieder schwanger. Das Kind wird unter widrigen Umständen ausgetragen und entbunden - keinerlei ärztliche oder sonstige Begleitung - und zwar wahrscheinlich in dem Garten, von dem bei der heutigen Zeugin die Rede ist.
Leider ist dieses jüngste Kind gestorben, unter verdächtigen Umständen. Man bekommt langsam den Eindruck, dass es nicht selbstverständlich ist, dass die anderen beiden Kinder überlebt haben, bei diesem Vater bzw. Stiefvater.

Um was für einen Garten handelt es sich überhaupt? Hatten die beiden einen eigenen Schrebergarten? Oder nutzten sie den Garten der Mutter, in der gleichen Kolonie, wo die Eltern dann die Kneipe eröffnet haben?
Kann man eigentlich in einem Kleingartenverein nicht mitbekommen, dass in einem der Gärten ein Kind geboren wird bzw. geboren wurde, da ist doch der Klatsch und Tratsch über die Gartennachbarn bestimmt in voller Blüte.

Und auch hier mal wieder ein Jugendamt, das sich tot stellt, wenn Informationen von aufmerksamen Nachbarn kommen.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

31.01.2017 um 16:35
Hallo, ist hier auch jemand dabei, der den oder die Angeklagte kennt? Oder mehr über diese Personen und ihr Leben weiß?
Das mit dem Garten würde mich auch mal interessieren, wo das sein soll, denn in der Regel sind solche Sparten ja immer sehr hellhörig. Es sollen ja auch ständig gewalttaten gegen xenia i. dort statt gefunden haben. Haben da alle weggesehen oder ist der Garten so abgelegen?
Und der Tod des kleinen Babys der dann einfach unter den Tisch fallen gelassen wurde erschreckt mich auch. Wird es daraus wohl noch antworten geben ? Zumal dessau ja eigentlich ein Dorf ist, es wird sicher jemanden geben , der die wirklich kennt ?!


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

03.02.2017 um 09:00
@eldec @0NLINE89

der Garten spielt auch noch eine Rolle bei der ersten Vergewaltigung der Cindy H., die soll auch in einer Gartensparte stattgefunden haben. Ob das immer der gleiche Kleingarten war und wem er gehört, insbesondere, ob dieser in der Sparte "Freundschaft" (wie das Lokal) sich befindet, ist mir allerdings nicht bekannt.
Bedenken sollte man jedoch, dass in Dessau und Umgebung ein großer Leerstand von Kleingärten existiert, obwohl schon mehrere Anlagen komplett abgebrochen wurden.
Zu DDR Zeit waren Kleingärten sehr beliebt, daher gab es eine sehr große Zahl solcher Anlagen, jetzt sind viele Menschen weggezogen, die Alten weggestorben und die Jungen haben weniger Interesse an sowas. Bei Leerständen von bis zu 50% ist es gut denkbar, dass an Tagen, die nicht so sehr zum Aufenthalt im Garten einladen, trotz der Hellhörigkeit und Nähe in einer solchen, niemand da ist, der was mitbekommt.
Speziell zur Anlage "Freundschaft" ist aber auch noch folgendes zu sagen: dort haben gesammelt viele "Lokalgrößen" aus der Politik und Wirtschaft (nicht nur, aber eben konzentriert) ihre Gärten, das hat in Dessau so ein wenig die Funktion, die anderswo Tennisclubs oder Golfclubs haben. Das hat jedoch zur Folge, dass diese Anlage recht "voll" ist, daher glaube ich nicht, dass die aufgeführten Ereignisse in dieser Anlage stattgefunden haben, das wäre doch aufgefallen und würde spätestens jetzt thematisiert werden.
Abseits davon wohnten die Angeklagten damals in Köthen, ich würde also mal annehmen, dass die Geburt in einem Garten in Köthen stattgefunden hat.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

03.02.2017 um 09:10
Mordfall Yangjie Li Ermittler machen Hörtests und untersuchen Mülltonnen – Quelle: http://www.mz-web.de/25666710 ©2017

Nach dem "Geständnis" der Xenia I. wurden wieder Ermittlungen aufgenommen, um ihre Aussagen auf einen möglichen Wahrheitsgehalt zu prüfen:
Kurz darauf hat die Polizei nach MZ-Informationen alle Mülltonnen aus dem Tathaus in der Dessauer Johannisstraße 7 abgeholt. Der Hauptangeklagte Sebastian F. soll Yangjie Li nach der Tat, so schilderte es Xenia I., in einer Mülltonne in das Hinterhaus transportiert haben. Ob die Mülltonnen bereits zuvor untersucht worden waren, dazu wollten Polizei und Landgericht keine Angaben machen.
...
Die Aussage von Xenia I. hat nach MZ-Informationen dazu geführt, dass die Ermittlungsgruppe noch einmal zusammengerufen wurde. So sollen Beamte in dem Haus auch Hörtests durchgeführt haben. Damit soll überprüft werden, von wo im Haus Kinderschreie zu hören gewesen sein könnten. Die Angeklagte hatte vor Gericht ausgesagt, dass sie während der Tat die meiste Zeit bei ihren beiden Kindern gewesen sei, die über der Tatwohnung zurück gelassen worden waren.
...
Im Zuge der neuen Ermittlungen wurden auch noch einmal Zeugen befragt. Darunter ein Mann, der im Hinterhaus nach eigenen Aussagen täglich die Bauarbeiten zur Sanierung der dortigen Wohnungen überwacht hatte und Anfang Juni 2016 ins Erdgeschoss einzog. Aus dem dortigen Fenster soll Sebastian F. den Körper von Yangjie Li nach draußen gebracht und unter einer Konifere versteckt haben.
Zur Befragung der Eltern des Angeklagten gibt es folgende Infos:
Offen bleibt derzeit, ob ein Amtsarzt die Mutter des Angeklagten, eine Polizistin in Dessau, untersucht. Das hatte die Nebenklage angeregt, nachdem die Zeugin mit einem neuen Attest weiterhin nicht vernehmungsfähig ist. „Mit der Anregung der Nebenkläger, ein amtsärztliches Attest einzuholen, wird sich die Kammer nach ihrem Ermessen und zu gegebener Zeit auseinandersetzen“, erklärte Gerichtssprecher Frank Straube.

Wann sie erneut als Zeugin geladen wird, stehe derzeit noch nicht fest. Klar ist allerdings der Termin für den Stiefvater, dem ehemaligen Leiter des Dessau-Roßlauer Polizeireviers: Er ist für den 28. Februar geladen. Ebenso wie die Mutter kann er vor Gericht die Aussage verweigern.
Erstmal jedoch gibt es eine Pause in den Verhandlungen, der nächste Termin ist der 20. Februar.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

03.02.2017 um 09:23
@otternase
Vielen dank für das einstellen der Zeitungsberichte!

Da darf man ja auf das Ergebnis gespannt sein, wie diese Hörtests ausfallen!

Es ist mir nicht verständlich warum die Mutter des Tv so ein Gezeter veranstaltet. 
Oder kann da jemand eine Taktik oder gar Sinn darin erkennen? 


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

03.02.2017 um 09:54
eingefügt wurde in den oben besprochenen Artikel nun noch ein Absatz zur Stellungnahme des Jugendamtes in dieser Sache:
Das Jugendamt der Stadt Dessau-Roßlaus hat bestätigt, dass es zu Xenia I. und Sebastian F. und dem Umgang mit ihren Kindern mehrere Meldungen gegeben hat.

„Diesen Meldungen wurde nachgegangen“, sagt Stadtsprecher Carsten Sauer. „Ein Hinweis, dass ein Kind kopfüber in eine Regentonne gehalten wurde, war aber nicht darunter.“

Über die Aktion mit der Regentonne hatte am Dienstag eine Zeugin berichtet, die Gartennachbarin des Ex-Paares war. Sie berichtete, dass Sebastian F. seinen dreijährigen Stiefsohn misshandelt haben soll, auch indem er das Kind tagelang ins Zimmer eingesperrt habe. Das Jugendamt habe sie über die Ereignisse informiert, aber keine konkrete Reaktion festgestellt.

„Das Jugendamt geht jeder Meldung über Kindeswohlgefährdung nach, egal von wem und in welcher Form sie den Mitarbeitern bekannt wird“, erklärt Sauer.

„Eine Rückmeldung an die Meldenden kann das Jugendamt aus Gründen des Datenschutzes nicht geben.“ Er bestätigte allerdings, dass die junge Familie in der Vergangenheit auch Hilfen zur Erziehung erhalten hatte.
– Quelle: http://www.mz-web.de/25666710 ©2017


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

03.02.2017 um 11:49
Eichhörnchen schrieb:Es ist mir nicht verständlich warum die Mutter des Tv so ein Gezeter veranstaltet. 
Oder kann da jemand eine Taktik oder gar Sinn darin erkennen? 
Die wird schlichtweg überfordert mit der ganzen Situation sein.


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

03.02.2017 um 13:22
@otternase

Vielen Dank für deine zusätzlichen Informationen, besonders über die Gartensituation. Dass die Angeklagten vorher in Köthen gewohnt haben, hatte ich vergessen.

Wenn die Zeugin von dem "dreijährigen Sohn" spricht, muss es sich um den Stiefsohn des Angeklagten gehandelt haben, der damals 3 Jahre alt war und heute entsprechend älter ist. Der zweite Sohn ist ja jetzt erst 2 und wird im August 2017 erst 3.
Also wird sich das ganze eventuell in Köthen zugetragen haben, da hast du Recht. Vielleicht auch eine Erklärung dafür, dass das Jugendamt Dessau-Roßlau davon nichts weiß.
Habe eben mal kurz Wikipedia bemüht und gesehen, dass Köthen die Kreisstadt des Kreises Anhalt-Bitterfeld ist, Dessau-Roßlau eine an den Landkreis angrenzende kreisfreie Stadt. Es ist also zu vermuten, dass der Kreis Anhalt-Bitterfeld in Köthen ein eigenes Jugendamt hat. Vielleicht wurde der Vorfall dort gemeldet.


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03.02.2017 um 14:53
@otternase

Vielen Dank für das Einstellen der Textpassagen und Links. 

Kann man in dem Fall von kollektiver Resignation sprechen? Polizisten, die sich als Kackfressen und Idioten bezeichnen lassen müssen. Polizisten, die mal an der Tür klingeln oder was in den Briefkasten werfen, weil jeder Polizist weiß, um wen es sich handelt, und dass 'das mit dem keinen Sinn hat'? Ein mittlerweile 20-jähriges Paar mit bereits jeweils einem Kind bekommt dann noch ein drittes Kind. Inwieweit kümmern sich eigentlich Jugendämter um jugendliche Eltern hinsichtlich deren Zukunft? Mit 16 ein Kind zu bekommen, ist sicherlich schwierig, aber letztlich auch kein Beinbruch, wenn die erforderliche Hilfestellung vorhanden ist und auch angenommen wird. Da sind sowohl die Eltern als auch Behörden in der Pflicht.

Ein Kind wird mit dem Kopf unter Wasser getaucht, ein anderes wird über lange Zeiträume eingesperrt. Die Nachbarin meldet es dem Jugendamt. Nix passiert!

Da leben zwei tickende Zeitbomben in einer Kleinstadt, und keiner macht was, weil jeder Angst vor denen hat? 

Es ist mir durchaus bewusst, wie sehr bei der Polizei eingespart wird ohne Ende. Ich halte das für einen fatalen Fehler, der weitreichende Folgen für uns alle haben wird. Ich weiß, dass Polizisten angespuckt und aufs übelste beschimpft werden (dürfen). Ich frage mich halt, wieso das so ist. 

Man stelle sich mal vor, in den USA würde jemand bei einer Wohnungsdurchsuchung zu einem Polizisten 'Kackfresse' sagen.    


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Mord an Yangjie Li in Dessau-Roßlau

03.02.2017 um 15:04
Danke @james Rockford. Du sprichst mir so sehr aus der Seele.


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03.02.2017 um 15:19
JamesRockford schrieb:Da sind sowohl die Eltern als auch Behörden in der Pflicht.
Die haben sich doch gekümmert. Xenia I. war mit dem ältesten Kind in einer Mutter-Kind-Einrichtung, bevor sie dann Sebastian F. kennenlernte und vermutlich erst nach ihrer Volljährigkeit mit ihm zusammenzog. Die beiden haben Hilfe zur Erziehung erhalten, dass heisst, das Jugendamt war involviert. Da die Kinder jetzt bei ihrer Mutter sind, gehe ich davon aus, dass es da eine entsprechende  Bindung gab und sie sich schon vorher mit gekümmert hat.
JamesRockford schrieb:Man stelle sich mal vor, in den USA würde jemand bei einer Wohnungsdurchsuchung zu einem Polizisten 'Kackfresse' sagen.    
Was dann, wird er gleich erschossen? Hier ist das auch ne Beleidigung, die in der Regel strafrechtliche Konsequenzen hat. Das lässt kein Beamter auf sich sitzen. Es kann allerhöchstens sein, dass man bereits die Erfahrung hatte, dass er auf Ladungen reagiert und man dann den für alle Beteiligten sichersten Weg gewählt hat.


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03.02.2017 um 16:30
Trine schrieb:Die haben sich doch gekümmert. Xenia I. war mit dem ältesten Kind in einer Mutter-Kind-Einrichtung, bevor sie dann Sebastian F. kennenlernte und vermutlich erst nach ihrer Volljährigkeit mit ihm zusammenzog. Die beiden haben Hilfe zur Erziehung erhalten, dass heisst, das Jugendamt war involviert. Da die Kinder jetzt bei ihrer Mutter sind, gehe ich davon aus, dass es da eine entsprechende  Bindung gab und sie sich schon vorher mit gekümmert hat.
@Trine

Genau darauf wollte ich ja heraus. Xenia war mit dem ältesten Kind in einer Mutter-Kind-Einrichtung. Beide Elternteile haben so-genannte Hilfe zur Erziehung erhalten. Das Ergenis kann sich eigentlich nicht sehen lassen, wenn die Kinder auf entsetzliche Weise bestraft werden.  

Ich würde von Eltern erwarten, dass sie ihren Kindern beibringen, wie Leben geht. Dazu gehört, Verantwortung zu übernehmen. Verantwortung für Kinder, die man ungefragt in die Welt gesetzt hat, und die man begleiten muss auf derem Weg ins Leben. 

Und wenn die (Groß)Eltern das nicht schaffen, dann sind die Behörden in der Pflicht. Die Hilfe kann sich nicht auf ein Bett und einen Schrank, Essen und finanzielle Hilfe begrenzen. 

Wenn das unsere Antworten an jugendliche Eltern sind, dann können wir glaub' ich einpacken.
Trine schrieb:JamesRockford schrieb:Man stelle sich mal vor, in den USA würde jemand bei einer Wohnungsdurchsuchung zu einem Polizisten 'Kackfresse' sagen.    


Was dann, wird er gleich erschossen?
Ich finde, dass es zwischen sich ins Gesicht spucken lassen zu müssen und jemanden abzuknallen eine ozeanische Weite gibt. Mir geht es um Respekt. 
Letzte Woche ging es abends in einer Talkrunde um Polizeigewalt. http://www.focus.de/kultur/kino_tv/focus-fernsehclub/tv-kolumne-maischberger-wie-die-polizei-unter-personalmangel-und-re...
Da haben betroffene Polizisten die ungeheuerlichsten Dinge aus ihrem Berufsalltag erzählt. Verniedlicht wurden diese Darstellungen durch einen Bundesrichter, der meinte, dass das doch auch anderen Berufsgruppen so geht. 

Das ist für mich keine Antwort. 

Wenn, wie hier in diesem Fall, Polizisten resignieren, dann stelle ich mir die Frage, ob ich diese Form von Anarchie mag. Eine Antwort kann ich mir sehr schnell geben.

Gesellschaft bedeutet Verantwortung zu übernehmen und Respekt zu haben. Dazu müssen Grenzen gesetzt werden. 

Man muss sich einfach mal vorstellen, was diese beiden Angeklagten angerichtet haben: Eine junge Studentin wurde auf bestialische Weise ermordet, vorher gab es eventuelle Vergewaltigungen, Brandstiftungen, Körperverletzungen, zwei Kleinkinder, die das vielleicht auch nicht so einfach wegstecken, was sie erlebt haben, ein Säugling, der tödlich verunfallt ist. Und jedes Mal, bis auf den Mord an Yangiie Li kommen sie mit einem hellblauen Auge davon.  



  


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03.02.2017 um 18:45
@JamesRockford
@Trine

Die Resignation der Polizisten war wohl nicht allein auf das Verhalten des TV zurück zu führen. Sondern auch.......
Denkt mal etwas nach.....! Womit prahlte er, wenn von ihm Gepeinigte ihm nicht gefügig waren?? Das ist auf Seiten des Threads zu lesen! Die Polizisten waren evtl. zu hoheitsgläubig.

Alles, die Ermittlungen sind schon recht fragwürdig geführt worden.

Hoffentlich wird die Gerichtsverhandlung bald intensiver und straff gehandhabt. In dieser Sache ist das mehr als notwendig.
Irgendwie erscheint mir der gerichtliche Verlauf viel zu rücksichtsvoll!!
Personalmangel darf keine Ausrede sein. Niemals!! In welcher Republik leben wir??!!


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