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Die Plaza Frau

6.378 Beiträge, Schlüsselwörter: Norwegen, Unbekannte Tote, 1995, Oslo

Die Plaza Frau

04.03.2019 um 23:24
@l_autre
Danke für deine Bemühungen.


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Die Plaza Frau

05.03.2019 um 09:41
Mich beschäftigen immer noch die Telefonnummern, die J.F. versucht hat, zu erreichen.
Darüber wurde hier schon viel spekuliert u.a. auch von @Hathora:
Hathora schrieb am 27.02.2019:J.F. kannte also die Belgiennummer, verwendete sie für alle drei Telefonnummern. Das war kein Zufallstreffer, denn sie behauptete auch, sie käme aus Belgien. Das passt also zusammen. Die Ortsvorwahl 68 für Ath und 4 für Lüttich kann sie nicht frei erfunden haben, denn diese Nummern ergeben mit der 32 einen Sinn. Noch deutlicher wird es dann mit der Ortsvorwahl für Jemeppe. Auch diese Nummer passt zu den anderen und ergibt Sinn. Das wären insgesamt viel zu viele Zufallstreffer, wenn sie die Nummern erfunden hätte. Das waren Nummern, die sie im Kopf hatte. Dazu kommt, dass die Nummern nicht wild verteilt in Belgien anzutreffen sind, sondern auf Orte in einem beengten Gebiet. Diese Ortschaften befinden sich alle in der Wallonie.
Meine spontanen Gedanken dazu: Wir wissen ja nicht, ob die beiden Telefonnummern nicht sogar damals für kurze Zeit in Betrieb waren. Evtl. Geheimnummern. Sie hat nur niemanden erreicht.
Oder es kam eine automatische Ansage, dass derjenige nicht zu erreichen ist.
Geheimnummern hatten doch nur Menschen des "Öffentlichen Interesses", oder?

Ich kann mich erinnern, dass es in den 90ziger Jahren zwei große Skandale in Belgien gab.
In Lüttich, in der Wallonie, ging es um jahrelange Bestechungen (Schmiergelder) der Sozialisten. In der auch andere Länder (u.a. Italien und Luxemburg), Banken und die Nato eine Rolle spielten und ich meine auch, dass es deswegen mehrere Morde gab.
Der andere Skandal war in dieser Zeit die "Hormonmafia". Involviert waren Schlachter / Schlachthöfe, Tierärzte und Viehändler.
Wenn ich mehr Zeit habe, werde ich mich nochmal genau informieren.
Aber es könnte sein, dass J.F. mehr darüber gewußt hat, als es den korrupten Politikern oder der Hormonmafia recht war!?
Eventuell hat sie versucht, jemanden zu erpressen und hatte ein Verhältnis (meiner Lieblingsvermutung ;-)) mit einem der Politiker.
Ich denke, dass Mr.F. eine wichtige Rolle spielt.


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05.03.2019 um 10:20
@l_autre
super danke, also auch in der Print-Ausgabe veröffentlicht. !!


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05.03.2019 um 17:12
Hathora schrieb am 27.02.2019:J.F. kannte also die Belgiennummer, verwendete sie für alle drei Telefonnummern. Das war kein Zufallstreffer, denn sie behauptete auch, sie käme aus Belgien. Das passt also zusammen. Die Ortsvorwahl 68 für Ath und 4 für Lüttich kann sie nicht frei erfunden haben, denn diese Nummern ergeben mit der 32 einen Sinn. Noch deutlicher wird es dann mit der Ortsvorwahl für Jemeppe. Auch diese Nummer passt zu den anderen und ergibt Sinn. Das wären insgesamt viel zu viele Zufallstreffer, wenn sie die Nummern erfunden hätte.
Gut "Altbekanntes" (hier die von JF angegebenen Tel.nr.) wieder mal in neuen Gedankengängen hervorzustreichen und so wie Du betonst dass ...Das wären insgesamt viel zu viele Zufallstreffer, wenn sie die Nummern erfunden hätte... Sieht wirklich so aus als ob sie diese nicht erst an der Hotel Rezeption erfunden hätte.
Aber deshalb braucht sie nicht unbedingt persönlich diesen Kontakt zu Belgien gehabt zu haben...
obschon sie vor Ankunft in Oslo auch möglicherweise ab Belgien startete
Slaterator schrieb am 28.02.2019:Nicht zwingend. Nehmen wir an, sie bekam die Nummern durch ihren "Kontakt", als Notfallnummer oder auch einfach um ihre Ankunft anzuzeigen, dann hat sie keinen persönlichen Bezug zu Belgien, außer eben durch diesen Kontakt.
wie @Slaterator mutmasst sie bekam diese Angaben womöglich mit auf den Weg nach Oslo von ihrem "Coach, Impresario , dem Drahtzieher ihrer mysteriösen Reise, ihrem ...;)" um mal ein paar mögliche Hintermänner/-frauen-Namensbegriffe zu nennen.
Lighthouse60 schrieb am 27.02.2019:Wenn JF im Sinne der Verschleierung ihrer Identität bewusst falsche Nummern gewählt hat, hat sie mit einer späteren Auswertung der Daten gerechnet. Das setzt aber ein gewisses Verständnis für diese Technik voraus. Wenn ihr dieser Sachstand nicht bekannt war, stellt sich die Frage, warum sie einen Teilnehmer wählte, der nach Auskunft der belgischen Telekom nicht existierte ?
Deine Recherche ist wieder einmal faszinierend und tiefschürfend. Regt zu weiterem Nachdenken an.
Alles was mit JF und ihrem Tod zusammenhängt ist komplex. Offensichtlich ist sie ja Deutsche oder deutschen Ursprungs. Dass sie Belgien und eine wallonische Wohn Adresse samt Be Tel Nr. angibt wäre insofern zu verstehen dass sie von Deutschland weglenken will. Dass sie jetzt auch noch "versucht" einen belgischen Tel. Abonnenten zu erreichen, keine 15km entfernt von Verlaine vervielfältigt die möglichen Szenarios. War die Legendierung ihr persönliches Produkt oder jenes ihres Auftraggebers? Hatte sie die Tel.Nr irgendwo aufgeschrieben? Gehörten alle beiden Nummern von Anfang an zusammen oder erfuhr sie die von ihr im Zimmer gewählte Nummer (Nr. in der Einzahl weil es sich ja offensichtlich nur um eine Nummer handelte) erst kurz vor der Aufenthaltsverlängerung?
Lighthouse60 schrieb am 27.02.2019:Denkbar, aber schwer nachzuweisen. Die auf Belgien bezogenen Daten könnten auch im Zusammenhang mit der Lieferung einer illegalen Waffe stehen. Solche Geschäfte werden selten Face to Face sondern über Kuriere abgewickelt, die zur Vermeidung der Rückverfolgung bewusst gefälschte Adressen verwenden.
Lighthouse60 schrieb:... Wer eine scheinbar existierende aber tote Rufnummer angibt, will Vertrauen schaffen. Naive Menschen werden das so annehmen.
Hätte JF Hilfe oder seelischen Beistand benötigt, wäre die Liste der gewählten Rufnummern sicherlich noch länger gewesen. Sie gab aber nach zwei erfolglosen Anrufen auf.
Dieser Gedanke ist gar nicht schlecht, trotzdem werden wir leider kaum eine Antwort darauf finden. Warum versuchte sie nur 2 Nummern anzurufen? Sollte sie wirklich nach Hilfe Ausschau gehalten haben. Wurde sie evtll bei den Anrufen gestört? Wir wissen nicht wann genau sie die Anrufversuche tätigte.

Ich gehe davon aus, sollte die bei JF vorgefundene FN HP Waffe effektiv ihr gehört haben (nachdem sie diese z.B. im Milieu erstanden hätte), dass dann nach abgeschlossenem Handel keine spätere (direkte) Kontakt Möglichkeit mehr bestanden hätte. So wie @Lighthouse60 dies erklärt hat.
Natürlich bin ich da nicht Experte. Ich tendiere sowieso anzunehmen dass entweder jmd anderes diese Waffe mit ins Plaza brachte oder dass JF sie von einer anonymen Kontaktperson in Oslo übergeben bekam (samt Auftrag).
Lighthouse60 schrieb am 02.03.2019:Wenn JF diese Rufnummer also nicht zur persönlichen Verschleierung ihrer Identität verwendete, stellt sich die Frage, wer und warum wurde ihr eine nicht vergebene Rufnummer als vermeintliche Kontaktnummer übergeben ?
eine weitere Frage an welcher wir uns die Zähne ausbeissen können...
Lighthouse60 schrieb am 02.03.2019:Fraglich ist, ob die Ermittlung zeitnah erfolgte.
Frage überhaupt ist wie intensiv wurde bei Belgacom (von Juni-Dez.1995) durch Kripos nach diesen beiden Nummern geforscht?
Lighthouse60 schrieb am 02.03.2019:Liegt eine Rufnummer mehrere Monate im Alterungspool und greift die im Datenschutz vorgeschriebene Löschfrist, ist der alte Anschlussinhaber für den Telefonanbieter in der Datenbank nicht mehr sichtbar.
im Archiv bleibt der alte Inhaber dennoch registriert. So wie Du dies im nachfolgenden Post verdeutlichst.
Lighthouse60 schrieb am 02.03.2019:In Belgien werden überwiegend Rufnummern mit einer festen Länge verwendet. Daher ist der Rufnummernvorrat beschränkt. In Ballungsräumen ist deshalb von einer zügigen Neuvergabe auszugehen. Ich gehe davon aus, dass die von JF benutzte Rufnummer irgendwann einmal vergeben war. Hier könnte sich eine Spur ergeben. Es ist für mich ein Rätsel, warum es bis heute nicht gelungen ist, den ursprünglichen Anschlussinhaber zu ermitteln. Die alten Telefonbücher befinden sich im Staatsarchiv in Brüssel…..
Normalerweise sollten sich ebenfalls alle alten belgischen Telefon Bücher in der belgischen National Bibliothek befinden. Wäre im Grunde genommen ein Leichtes dort nachzuschauen. Wenn die Nummer keine Geheimnummer war.
Lighthouse60 schrieb am 02.03.2019:JF verwendete also eine Rufnummer, die nicht vergeben war. Möglichweise hielt sie die Null (Null mit Schrägstrich) für eine acht (oder umgekehrt) und wiederholte den Wahlvorgang – vermutlich ebenfalls ohne Erfolg.
Deshalb meine Frage woher hatte sie diese Nummer? Seit wann, für welchen Gebrauch und in welchem Zusammenhang. Von daher wäre es sicher wertvoll nachzuschauen ob diese beiden Nummern je vergeben waren.
Musikengel schrieb am 02.03.2019:und dann wird ihr Bild in vielen Ländern und vielen Zeitungen veröffentlicht, und die Familie erkennt sie nicht ?...
das kann nicht sein....
Danke an @l_autre die info zur Print Ausgabe der Bild vom 15.03.18 eingestellt zu haben.
Sollte JF aus der ehemaligen DDR stammen wäre es schon verständlicher dass sich auch heute nach fast 24 Jahren niemand meldet und angibt JF aus Oslo wieder zu erkennen. Bedenken wir dass es 1990 Vermisstenfälle in den neuen Bundesländern gab welche nie aufgeklärt wurden. Um nur diese beide zu nennen: C.H. 1990 verschwand spurlos, hinterliess 2 kleine Kinder, tauchte bis heute nicht wieder auf,
dann Ines H. verschwand ebenfalls 1990 kurz nach der Wende spurlos. Natürlich lief es bei JF anders rum. Eine Tote in Oslo, womöglich aus der ehemaligen DDR stammend wo scheinbar niemand sie vermisst.

Anfänglich war die Osloer Polizei sicherlich daran interessiert herauszufinden was wirklich mit dieser JF los war, wer sie war und woher sie kam und was sie in Oslo wollte. Anscheinend wurde ja bei der Suche nach der ID der Isdal Frau der norwegische Geheimdienst eingeschaltet. Gut möglich dass dies auch beim Fall der Plaza Frau getan wurde, da man ja ursprünglich ebenfalls Spionage bei JF in Betracht zog
Musikengel schrieb:ist jemand der sich in Dunstkreisen bewegt, so raffiniert sich in so einem Nobel-Hotel zu bewegen ? dafür hat sie eigentlich zu viele Fehler gemacht
Oft kann man hier lesen dass JF viele Fehler bei ihrer Legendierung gemacht hätte. Sehe ich nicht so.
Der einzige Fehler welcher sie machte ist mMn der dass sie es nicht vermochte sich aus der Plaza Falle zu befreien und dort elendig im Alter von +- 25 Jahren zu Tode kam. Stelle ich die wenigen uns hier bekannten Details ihrer 1995 Oslo/Plaza Geschichte in einen möglichen DDR Kontext dann dürfte man verstehen dass der anfängliche Ermittlungs Enthusiasmus bei Kripos nach einigen Monaten zum Erlahmen kam.
Bussi007 schrieb:Ich kann mich erinnern, dass es in den 90ziger Jahren zwei große Skandale in Belgien gab.
da brauchst Du Dir die Mühe nicht zu machen lange zu suchen, hatte @VanDusen hier am 20.05 verlinkt
VanDusen schrieb am 20.05.2018:Für Kenner und Liebhaber handfester Skandale ist Belgien so etwas wie ein üppiges Buffet, das fortwährend neu beschickt wird. Zur fraglichen Zeit boten sich besonders zwei Skandale an.
https://www.focus.de/politik/ausland/belgien-von-skandal-zu-skandal_aid_177773.html


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Die Plaza Frau

05.03.2019 um 18:47
J.Hypolite schrieb:Bedenken wir dass es 1990 Vermisstenfälle in den neuen Bundesländern gab welche nie aufgeklärt
Es gab ein paar Besonderheiten durch die Wende:

Altgediente Polizisten in führenden Positionen & erfahrene Mordermittler wurden ab 1990 aus unterschiedlichen Gründen pensioniert. Viel Wissen und Erfahrung sind abgeflossen.

Es gab eine seltsame Zeit der Rechtsunsicherheit ..., bundesdeutsches Recht war scheinbar noch nicht und ostdeutsches Recht nicht gültig. Es siegte oft Dreistigkeit, durch Verjährung wurde manches rechtmäßiger Besitz.

Es war eine Zeit offener Rechnungen: Die Einen dachten, jetzt könnten sie offen reden und sie hätten das Recht auf der Seite (Hatten sie auch.). Andere versuchten sie mehr oder weniger gekonnt daran zu hindern. Zu oft erfolgreich.

Es fanden 2 Amnestien statt, bei denen leider auch mal "falsche" Leute entlassen wurden.

usw. usf.
J.Hypolite schrieb:Um nur diese beide zu nennen: C.H. 1990 verschwand spurlos, hinterliess 2 kleine Kinder, tauchte bis heute nicht wieder auf,
dann Ines H. verschwand ebenfalls 1990 kurz nach der Wende spurlos.
Ja, es sind so einige Menschen beklemmend, spurlos verschwunden und nie wieder aufgetaucht. Familien wurden zerstört.
J.Hypolite schrieb:Eine Tote in Oslo, womöglich aus der ehemaligen DDR stammend wo scheinbar niemand sie vermisst.
Ein Bekannter sagte mal zum Verlauf einer Ermittlung: "Wo du hinfasst: Scheisse." Was da gefunden wurde ... Einmal das Strafgesetzbuch rauf und wieder runter. Ich denke mal, sollte die Identität der Plaza-Frau feststehen, wird es richtig lustig für das Umfeld. Wäre es kein Problem, so hätte man die Identität nicht kunstvoll verschleiern müssen.
J.Hypolite schrieb:Anscheinend wurde ja bei der Suche nach der ID der Isdal Frau der norwegische Geheimdienst eingeschaltet. Gut möglich dass dies auch beim Fall der Plaza Frau getan wurde, da man ja ursprünglich ebenfalls Spionage bei JF in Betracht zog
Mal ganz spekulativ: Was sollte die alten Spione daran hindern, ihre alten Netzwerke zu nutzen, um Informationen zu gewinnen?

Mal angenommen, irgendein alter Waffenhersteller betreibt noch immer militärische Spionage, um technisch "up to date" zu sein und er lässt die Erkenntnisse dann in seine Konstruktionen einfließen.
Die alten Vertriebswege sind auch noch da ..., meinetwegen zur See. Musst halt "unter dem Radar arbeiten." Na ja.

Lass die Plaza-Frau mal in soetwas drinnengehangen haben.
Ich bin sicher die Typen schaffen es, den Mord als arbeitsplatzsicherndes Maßnahme zu verkaufen und die Zuhörer nehem es zähneknirschend und schweigend zur Kenntnis.
J.Hypolite schrieb:Bussi007 schrieb:
Ich kann mich erinnern, dass es in den 90ziger Jahren zwei große Skandale in Belgien gab.
da brauchst Du Dir die Mühe nicht zu machen lange zu suchen, hatte @VanDusen hier am 20.05 verlinkt
Ich weiß immer nicht, soll ich vor Entsetzen tot umfallen, den Glauben verlieren ... Oder einfach weiterleben. ;-)


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05.03.2019 um 19:10
J.Hypolite schrieb:Um nur diese beide zu nennen: C.H. 1990 verschwand spurlos, hinterliess 2 kleine Kinder, tauchte bis heute nicht wieder auf,
dann Ines H. verschwand ebenfalls 1990 kurz nach der Wende spurlos.
Es wurde ein völlig anderes Familienrecht wirksam, die Frauen erhielten nun erstmalis Unterhalt, wie ihre westdeutschen Geschlechtsgenossinen. Sie hatten es auch bitter nötig, denn sie waren die Ersten, die ihre Arbeit verloren. Es kam der "Satz vom Ernährer" aus der Mottenkiste.

Aber um den Unterhalt zu sparen, die Mutter ihrer Kinder töten? Eher schon um Beruftätigkeit des Vaters beim MdI zu verschleiern oder Abfindungszahlungen.


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Die Plaza Frau

05.03.2019 um 22:24
l_autre schrieb:Altgediente Polizisten in führenden Positionen & erfahrene Mordermittler wurden ab 1990 aus unterschiedlichen Gründen pensioniert. Viel Wissen und Erfahrung sind abgeflossen.

Es gab eine seltsame Zeit der Rechtsunsicherheit ..., bundesdeutsches Recht war scheinbar noch nicht und ostdeutsches Recht nicht gültig. Es siegte oft Dreistigkeit, durch Verjährung wurde manches rechtmäßiger Besitz.
Bei egal welchem Umbruch, Konkurs, Stillstand ob dies auf Firmen- oder Landes Ebene geschieht, geht viel wissen und Know How verloren, nicht nur das, da gehen ganze Infrastrukturen, Maschinenparks und soziale Gefüge welche bis dahin sehr gut funktionierten bachab und sind für immer verloren.
Was den "Zusammenbruch" der ehemaligen DDR angeht kann ich Deine Erklärungen gut nachvollziehen (Rechtsunsicherheit, Dreistigkeiten, Amnestie für fast alle...vor allem die berühmte Pandora Büchse in diesem Falle verschlossen halten) auch wenn ich diese ganze Atmosphäre nur aus den Büchern kenne.

"Normale" Vermisstenfälle, Tötungsdelikte, Vergewaltigungen wurden in der DDR professionell nachgegangen, Täter ermittelt und verurteilt. Ab und zu auch nicht. Nur die von mir oben zitierten ungeklärten weiblichen Vermisstenfälle waren mir aufgefallen weil sie derart kurz nach der "Wende" geschahen. Und die beiden Frauen bis heute spurlos verschwunden sind. Und dies ohne ersichtlichem Grund.
l_autre schrieb:Ich weiß immer nicht, soll ich vor Entsetzen tot umfallen, den Glauben verlieren ... Oder einfach weiterleben. ;-)
Ich versuche das was Du offensichtlich ausdrücken willst in der Alltagssprache wiederzugeben: Du bist der Meinung dass JF nichts aber auch gar nichts mit diesen Skandale in Belgien zu tun hatte.
Genau deshalb war sie nicht im Plaza unter belgischer Fahne. Das sehe ich eben so. Damit hat JF fast mit Sicherheit nichts zu tun gehabt. Ihre Biographie ist eine ganz andere.
Sollte sich der DDR Hintergrund in den kommenden Wochen erhärten lassen könnten wir sozusagen einen "Etappensieg" feiern. Meine persönliche Meinung.


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Die Plaza Frau

06.03.2019 um 10:17
J.Hypolite schrieb:Du bist der Meinung dass JF nichts aber auch gar nichts mit diesen Skandale in Belgien zu tun hatte.
Genau deshalb war sie nicht im Plaza unter belgischer Fahne. Das sehe ich eben so.
Es war ein missglückter Witz.

Fast glaube ich, die Spur nach Belgien ist die Rache an Personen, die sich den Hintermännern verweigert haben. Sie wurden mit in den Dreck hineingezogen.


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Die Plaza Frau

06.03.2019 um 13:24
J.Hypolite schrieb:"Normale" Vermisstenfälle, Tötungsdelikte, Vergewaltigungen wurden in der DDR professionell nachgegangen, Täter ermittelt und verurteilt. Ab und zu auch nicht.
Ja. Es gab die Mordkommission der Polizei und die Kriminaler der Stasi. Letztere nahm der Polizei die Fälle weg, wenn sie sehr aufsehenerregend waren, wenn gegen eigene Leute ermittelt wurde oder vertuscht werden sollte. Die Leute der Stasi sollte nicht nur aufklären, sondern auch vertuschen.

https://www.tagesspiegel.de/themen/reportage/kriminalitaet-in-der-ddr-geheimsache-mord-wie-die-stasi-verbrechen-vertusch...

Es gab nach der Wende auch noch das Problem, dass Akten vernichtet wurden ind diese rekonstuiert werden mussten.

https://www.tagesspiegel.de/berlin/auf-der-suche-nach-den-moerdern-und-totschlaegern/141496.html

Hier geht es zwar im sexuellen Missbrauch, aber so lief es.

https://www.moz.de/nachrichten/brandenburg/artikel-ansicht/dg/0/1/1625273/
Umfangreich wird in der Studie zudem dargestellt, wie das Ministerium für Staatssicherheit Vergehen der eigenen Mitarbeiter vertuschte. Akten belegen, wie Familien aufgesucht und dazu gedrängt wurden, von einer Anzeige abzusehen.


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Die Plaza Frau

10.03.2019 um 11:26
müsste JF Erfahrung im Umgang mit Waffen gehabt haben um sich mit dieser Waffe umzubringen ?
oder ist das auch für einen Laien problemlos möglich diese Waffe zu bedienen, vor allem wenn man sie vorher nicht kannte, keinerlei Schießübungen damit gemacht hat.


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10.03.2019 um 14:34
Musikengel schrieb:müsste JF Erfahrung im Umgang mit Waffen gehabt haben um sich mit dieser Waffe umzubringen ?
Kennst du eine Pistole, kennst du alle. Was die Bedienung anbelangt, so entspricht die Browning HP der Norm; wer schon mal eine Pistole in der Hand hatte oder jemandem aufmerksam beim Umgang mit einer Pistole zugesehen hat, kann auch damit umgehen.

Allein aufgrund des seltsamen Griffs, mit dem sie die Waffe hielt, glaube ich nicht, dass JF eine erfahrene Schützin war. Erfahrenen Schützen ist der korrekte Griff derart tief in die Hirnwindungen eingebrannt, dass sie niemals auf die Idee kämen, eine Pistole falsch herum zu halten. Auch der Testschuss spricht meines Erachtens dafür, dass JF kaum Erfahrung mit Schusswaffen hatte. Wie ich bereits schrieb, sind solche Testschüsse nichts Ungewöhnliches – bei Suizidenten in den USA, die gerade zum ersten und letzten Mal in einem Waffengeschäft waren.


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10.03.2019 um 18:01
Musikengel schrieb am 04.03.2019:sollte JF eine Taucherin gewesen sein (die Uhr nicht nur ein Schmuckstück gewesen) hätte sie auch gut von einer Tauchbasis / Tauchshop / Tauchverein erkannt werden können.
Seltsam dass das auch nicht passiert ist.
Wenn die Basis im Ausland war, nicht unbedingt. Viele waren damals mal ein oder zwei Jahre so unterwegs, bissl Geld verdienen, was von der Welt sehen und so.
Lighthouse60 schrieb am 03.03.2019:Heute läuft sehr viel über das Dark-Net und Kurierdienste. In den 90er wurden die Geschäfte häufig über Kontaktpersonen oder telefonisch abgewickelt.
Dark-Net ja. Kurierdienst eher weniger. Hinterlässt Spuren etc. Guter Vergleich ist die Besorgung der Tatwaffe des Münchner Amoklaufs.

Aber irgendwen muss man schon kennen.
Lighthouse60 schrieb am 03.03.2019:Die Übergabe Geld gegen Waffe fand vielleicht an einer Raststäte o.ä. statt.
Wahrscheinlich sehr gängige Praxis. Auch um eben Spuren über das Umfeld zu verwischen.
TatzFatal schrieb am 04.03.2019:Heutzutage würde sich ein kleiner Pflegedienst sehr gut zur Tarnung eignen. Man guckt das man nicht zu groß wird, hat wenige Pflegekräfte und kann dies mit Fachkräftemangel bestens begründen. Ansonsten kann man seinen Geschäften nachgehen.
Viele, die untergetaucht sind, finanzieren sich auch über Banküberfälle etc, so von Zeit zu Zeit.


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10.03.2019 um 19:26
VanDusen schrieb:Allein aufgrund des seltsamen Griffs, mit dem sie die Waffe hielt, glaube ich nicht, dass JF eine erfahrene Schützin war. Erfahrenen Schützen ist der korrekte Griff derart tief in die Hirnwindungen eingebrannt, dass sie niemals auf die Idee kämen, eine Pistole falsch herum zu halten
geht also in Fleisch und Blut über so wie links , rechts schauen, beim Autofahren...
selbst wenn ein anderer fährt, macht man es automatisch mit...

danke für die gute Info, dass leuchtet mir gut ein.


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Die Plaza Frau

10.03.2019 um 19:36
https://www.vg.no/spesial/2017/plaza/
0d02cf764bfe9c92 kommoden

Weiß jemand, was das für ein Teil mit dem diagonalen, roten Strich unter dem Spiegel ist?

Das hat sie sich scheinbar hingestellt und angesehen, während sie (mit links) Cola getrunken hat.

88445e6300b9ba9a kommoden

Hier ist das Teil von der Seite zu sehen.

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Mich erinnert das an einen Ausweis. Was ist es wirklich?


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Die Plaza Frau

10.03.2019 um 20:10
l_autre schrieb am 06.03.2019:Es gab nach der Wende auch noch das Problem, dass Akten vernichtet wurden ind diese rekonstuiert werden mussten.
Danke für Deine zusätzlichen Informationen. Viele sehr geheime Dokumente (Auslandspionage) so viel ich weiss fielen dem Schredder zum Opfer oder wurden im Kaminfeuer in den ersten Tagen nach dem Mauerfall verbrannt. Einiges wurde und wird immer noch in mühsamer Puzzle-Kleinarbeit wieder zusammengefügt.
l_autre schrieb am 06.03.2019:Hier geht es zwar im sexuellen Missbrauch, aber so lief es.

https://www.moz.de/nachrichten/brandenburg/artikel-ansicht/dg/0/1/1625273/
Umfangreich wird in der Studie zudem dargestellt, wie das Ministerium für Staatssicherheit Vergehen der eigenen Mitarbeiter vertuschte. Akten belegen, wie Familien aufgesucht und dazu gedrängt wurden, von einer Anzeige abzusehen.
Kann ich mir vorstellen wenn es sich um höhere Kaderleute oder deren Kinder ging.
l_autre schrieb:Weiß jemand, was das für ein Teil mit dem diagonalen, roten Strich unter dem Spiegel ist?

Das hat sie sich scheinbar hingestellt und angesehen, während sie (mit links) Cola getrunken hat.
Gut möglich dass sie das angeschaut hat und dabei dachte "wäre ich jetzt Raucherin würde dieses Verbot mein Wohlbefinden einschränken." ;)
Interessant übrigens wie die Lichtverhältnisse bei den Photoaufnahmen Winkel die Farben verändern


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Die Plaza Frau

10.03.2019 um 20:15
l_autre schrieb:Weiß jemand, was das für ein Teil mit dem diagonalen, roten Strich unter dem Spiegel ist?
Einfach ein "Nicht rauchen"-Schild?


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Die Plaza Frau

10.03.2019 um 21:36
@J.Hypolite
@Mantrailer
Danke. Siehste mal, wer raucht ist im Vorteil.
J.Hypolite schrieb:Viele sehr geheime Dokumente (Auslandspionage) so viel ich weiss fielen dem Schredder zum Opfer oder wurden im Kaminfeuer in den ersten Tagen nach dem Mauerfall verbrannt. Einiges wurde und wird immer noch in mühsamer Puzzle-Kleinarbeit wieder zusammengefügt.
Es kommt noch etwas hinzu: Ein kleiner Teil der Staatssicherheit hat sich in der Wendezeit Krimineller bedient, um Menschen im Schach zu halten. Die eigenen Leute des MdI wollten nicht auf das protestierende Volk losgehen.

Im Gegenzug waren Akten der Kriminellen weg, die Typen hatten ein Alibi und eine Zukunft ... und einen neuen Arbeitgeber.

Das war nur ein kurzer, böser Spuk von wenigen Monaten und ist vielleicht noch ein Grund, warum viele Kriminalfälle der Wendezeit nicht gelöst werden konnten.


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Die Plaza Frau

11.03.2019 um 10:47
so weit ich es erkennen kann sind in allen Unterwäsche / Dessous Oberteilen, Bügel drin. Die würden bei einer Fluggastkontrolle am Flughafen mit Sicherheit Alarm auslösen, wenn sie die in der Travelite-Tasche als Handgepäck mitgenommen hätte. Außerdem ist es völlig unlogisch, BHs und Oberteile mit Häkchen und feine Strumpfhosen / Unterhemdchen aus hochempfindlichen Material miteinander / zusammen in eine Tasche zu stecken. Die Häkchen könnten an den Strümpfen hängen bleiben und schöne Löcher verursachen.

zu der weisen Unterwäsche habe ich nur die Vermutung dass sie vielleicht während ihrer Anreise oder Aufenthaltes irgendwo in einem großen Kaufhaus shoppen war und ihr diese weise Wäsche einfach gefallen hat und sie sie gekauft hat. Passend zu Teilen, die sie evtl. zu Hause besessen hat. Deswegen fehlten die passenden Unterteile.

Was trug sie denn an Oberkleidung beim Einchecken im Hotel einen Rock oder eine Hose ?

und wenn sie Wert darauf gelegt hätte, nicht anhand der Etiketten der Kleidung identifiziert werden zu können, hätte sie niemals einen Rene Lezard Blaser kaufen dürfen, bei dem man das Herstelleretikett nicht entfernen kann ohne den Blazer zu zerstören.

Ich meine mich erinnern zu können, dass es diese Blazer schon Anfang der 80er gegeben hat, und ich glaube die wurden bei Karstadt oder damals noch Hertie verkauft. So extrem teuer war dieser Blazer dann aber damals nicht.


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Die Plaza Frau

11.03.2019 um 13:50
ich korrigiere...wenn ich die Preise sehe, doch gehobene Preisklasse der Rene Lezard Blazer.


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Die Plaza Frau

11.03.2019 um 17:41
@Musikengel

Der Blazer ist natürlich interessant, da hast du absolut Recht.

https://www.anleihen-finder.de/wp-content/uploads/2012/12/R.-Lezard-Rating-Summary-2013-08-28.pdf

Das eigene Sortiment der RENÉ LEZARD Mode GmbH umfasst derzeit Damenoberbekleidung (ca. 60,3 % des Umsatzes), Herrenbekleidung (ca. 36,3 % des Umsatzes) und Accessoires (ca. 3,4 % des Umsatzes)

Zielgruppe der RENÉ LEZARD Mode GmbH sind Männer und Frauen mittlerer bis hoher Einkommensgruppen in der Altersklasse von 35 bis 50 Jahre, die einen hohen Anspruch an Qualität und Stil haben.

Neben den saisonal wechselnden modischen Produkten für Damen und Herren existieren jeweils ganzjährige, nur gelegentlich leicht modifizierte Produkte für den Geschäftsbereich.
Ist 24 Jahre alt. Macht sich auf dem Anmeldeschein 3 Jahre jünger, also 21 Jahre alt und trägt Kleidung einer konservativen Geschäftsfrau, so ab 35 Jahren.
Frau mit Geld, gutsituiert.

Einen Damenblazer bekommst du ab 299,- Euro aufwärts. Jetzt geh ich ein wenig hyperventilieren. ;-)

Die Berichtsgesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2011/2012 ca. 79 % ihres Umsatzes in Deutschland und ca. 21 % im Ausland mit Schwerpunkten in Russland, Österreich, der Schweiz und den USA.
Vermutlich hat sie in Deutschland eingekauft, das scheint mir dem Prozentsatz nach am wahrscheinlichsten.
Die Abnehmer der RENÉ-LEZARD-Kollektionen im Wholesale-Bereich sind hauptsächlich Damen- und Herrenausstatter
im gehobenen Fachhandel.
Sollte es möglich sein, Verkäuferinnen von 1995 mit dem Bild von JF zu befragen? Die kennen ihre Kundinnen, deren Vorlieben und sie haben oft deren Maße.

...

Klatsch 2018. Was macht VG eigentlich mit dem Fall „Jennifer Fergate“?

https://www.reddit.com/r/UnresolvedMysteries/comments/6evqa7/in_1995_jennifer_fergate_was_found_dead_in_her/

[–]WhoSirMe 1 year ago

A friend of my mom works for VG and is actually in the team that are making a documentary on it now!
VG arbeitet an einer Dokumentation.


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