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Die Plaza Frau

7.767 Beiträge, Schlüsselwörter: Norwegen, Hotel, Unbekannte Tote, 1995, Oslo, Plaza, 2816

Die Plaza Frau

03.02.2020 um 16:36
@Hathora
dann wäre das Fehler der Etiketten - wenn sie es selbst war - ein Zufall, gut alles möglich.

oder sie hat es bewusst gemacht nur warum ?
in einem Kaufhaus ist so viel Kommen und Gehen, die Verkäuferinnen / Verkäufer hätten sich mit Sicherheit nicht mehr an sie erinnert oder wenn ja, dann weis man ja noch lange nicht, wo wie wohnte. Also wozu ? .

An Second-Hand oder Flohmarkt glaube ich nicht.
Sie hatte hochwertige Zahnfüllungen usw...da geht man selten in einen Second-Hand-Laden einkaufen oder kauft Kleidung oder Schuhe auf einem Flohmarkt.
noch dazu war sie klein und etwas kräftig, da muss man erst einmal etwas finden dass auch "passt".


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03.02.2020 um 17:13
@musikengel
musikengel schrieb:Sie hatte hochwertige Zahnfüllungen usw...da geht man selten in einen Second-Hand-Laden
Oh doch, ich stöbere gerne in 2handladen und sehe dort regelmässig Ladies aus der gehobenen Gesellschaft. Flohmarkt weniger, da hast Recht.
musikengel schrieb:in einem Kaufhaus ist so viel Kommen und Gehen, die Verkäuferinnen / Verkäufer hätten sich mit Sicherheit nicht mehr an sie erinnert oder wenn ja, dann weis man ja noch lange nicht, wo wie wohnte. Also wozu ? .
Ich dachte eher an Boutiquen. Sogar in Grossstädten (bin öfter in Wien) habe ich schon erlebt, wie Kundinnen ganz charmant mit dem Wiener Schmäh mit Namen begrüsst werden. Wenn so eine Dame ihre Sachen zu 2hand gibt, will sie vielleicht von der nächsten Besitzerin nicht ausfindig gemacht werden (warum auch immer) und trennt deshalb die Etiketten raus.


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03.02.2020 um 17:38
PrivateEye schrieb:Obwohl ein gleicher bzw ähnlicher Modus Operandi zumindestens bei gewissen Organisationen wiederrum unwahrscheinlich wäre, da diese doch auch mit der Zeit gehen sollten/müssten?
Die Methode ist tatsächlich nicht gerade up to date und normalerweise nicht zielführend. Allerdings wurde hier mMn der Tatort insziniert. Es war nur eine von mehreren Maßnahmen, die meiner Meinung nach ein Kapitaldelikt als Suizid tarnen sollte. Die Gesamtheit der getroffenen Maßnahmen erregt bei mir den Verdacht, dass der von mir angenommene Täter kein "Amateur" bzw. Ersttäter war. Auch die präparierte Waffe spricht dafür. Ob der mögliche Täter vlt. ein Vorgehen anwendete das er aus vergangener Zeit noch kannte, weil er vlt. schon länger nicht mehr für einen Dienst "aktiv" war, ob er sich vorher nach Methoden informierte un ggf. veraltete Methoden anwandte, wir wissen es natürlich nicht.
PrivateEye schrieb:Trotzdem fände ich es sehr auffällig, diese "Unauffälligkeiten". Warum nicht einfach jemanden komplett verschwinden lassen?! Sollte einem Nachrichtendienst, der einigermaßen kompetent ist, doch ohne Probleme möglich sein, oder nicht?
So einfach ist das oft nicht. Manchmal gehört die "Art und Weise" auch bewusst mit zum Plan. Eine gezielte Tötung im Rahmen von Geheimdienstarbeit ist komplexer, als eine Tötung im Bereich krimineller Milieus oder im privaten Bereich. Natürlich gibt es Methoden, die keine Spuren hinterlassen. Diese sind aber nicht immer anwendbar. Ein weiterer Faktor kann auch die Zeit sein, die für diese Operation zur Verfügung stand. Wenn es ad hoc und ohne große Planung vor sich ging, konnte diese Methode tatsächlich das probate Mittel der Wahl sein.
PrivateEye schrieb:Zudem in heutigen Zeiten gewiss auch die Möglichkeit besteht, jemanden "elektronisch zu löschen". Abgesehen von restlichen Formularen in Papierform, gäbe es dann tatsächlich keinerlei Beweise mehr für eine Existenz dieser Person. Noch einfacher sollte es dann mit einer ohnehin erfundenen und konstruierten Legendierung sein.
Dieses elektronische Löschen war in den 90´ern sicher nicht effizient. Es gab noch zu viel Papier. Ggf. wurde auch eine Legende konstruiert, welche dann den hinterbliebenen unterbreitet wurde. Das ist garnicht mal unwahrscheinlich, weil bis heute keine Vermisstenmeldung aufgetaucht ist.
Hathora schrieb:Ich sehe bei den Fällen keine gemeinsamen Hinweise auf geheimdienstliche Hintergründe. Es wäre um diese auch recht arm bestellt, wenn sie sich über jahrzehnte unliebsame Agenten oder Mitwisser wie auf vorliegenden Fällen entledigen. In der Regel verschwindet ein unliebsamer Agent plötzlich und auf Nimmerwiedersehen. Denn in diesem Fall gibt es keine Leiche - keine Nachforschungen - keine Rückschlüsse.
Ich persönlich stelle auch andere Möglichkeiten keinesfalles in Abrede. Es muß kein Dienst gewesen sein. Allerdings ist die Vorgehensweise der von Menschen aus dem "Dunstkreis" dieser "Institutionen" schon sehr ähnlich. Ich sehe da auch einige Indizien wie z.B. die Zimmertür. Sollte sie tatsächlich so manipuliert worden sein, wie es der Sicherheitsmann angegeben hat, wäre das ein handfester Hinweis auf einen "geschulten" Mörder.

Was das Motiv der Tat angeht, können wir nur gänzlich im Dunkeln tappen. Ohne zu wissen, wer das Opfer überhaupt war, kann man da keine belastbaren Rückschlüsse auf das Motiv ziehen. Derweil nehme ich nicht unbedingt an, dass JF selbst "dienstlich" dort war. Es wird aber wahrscheinlich um ein Treffen gegangen sein. Denn Urlaub hat sie höchstwahrscheinlich nicht mit einer Tarnidentität gemacht. Eine Prostituierte war sie mutmaßlich auch nicht. Also könnte es naheliegender Weise um Informationen/Material gegangen sein. Und das ist nunmal auch ein Bereich, der durch Dienste beackert wird.
PrivateEye schrieb:Ein einfacher Autounfall, wo alles, zufällig, ausbrennt, wäre auch unaufälliger gewesen.
Aber eben nicht immer durchführbar. Schau Dir z.B. mal die bekannten Fälle gezielter Tötungen an. Da verbrennt kaum jemand im Auto und/oder verschwindet spurlos. Es geht in erster Linie darum, entweder polizeiliche Ermittlungen zu verhindern oder behindern bzw. z.B. durch einen "Subunternehmer" die Hintergründe und Männer abzuschatten. Einen großen Aufwand und Mühe bertreiben Auftragsmörder in der Regel nicht. Wie ein Turnierpferd, welches nur so hoch springt, wie es muß.
musikengel schrieb:Wenn hier wirklich Profis am Werk gewesen wären, sind sie ein hohes Risiko eingegangen JF so "unversehrt" zurückgelassen zu haben.
Ein Risiko gehen Dienste bei gezielten Tötungen in fast allen Fällen ein. Oft genug ging das ja auch schief. Sonst würden ja auch kaum Fälle bekannt geworden sein. Profis sind a) nicht unfehlbar und b) ist ein großer Aufwand auch manchmal garnicht gewünscht oder überhaupt möglich.


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03.02.2020 um 19:04
@Slaterator
Slaterator schrieb:Es wird aber wahrscheinlich um ein Treffen gegangen sein. Denn Urlaub hat sie höchstwahrscheinlich nicht mit einer Tarnidentität gemacht.
Das erachte ich als sicher.
Slaterator schrieb:Also könnte es naheliegender Weise um Informationen/Material gegangen sein. Und das ist nunmal auch ein Bereich, der durch Dienste beackert wird.
Ja, information/Material - in diesem Bereich sind wir uns einig. Aber nicht nur Dienste arbeiten mit Infos. Es gibt soviel Sparten, in denen Infomaterial weitergereicht wird. Alleine in Industrie, Wirtschaft, Forschung gibt es ein weites Feld für Spionage. Die Verbrechensbekämpfung ist oft auf Infomaterial angewiesen. Das passiert sehr oft auch länderübergreifend.


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03.02.2020 um 19:07
Procrastinator schrieb:Ich find's auch merkwürdig. Vielleicht würde eine Petition o.ä. helfen?
Glaube ich nicht, wenn schon die scheinbaren Angehörigen/Verwandten damit nicht durchkommen.
Procrastinator schrieb:Und auf die Tatsache, dass bei allen dreien die Etiketten entfernt wurde, würde ich nicht all zu großen Wert legen, da die Unterschiede, soweit ich das sehe, einfach überwiegen.
Das stimmt allerdings. Wie die Etiketten wegkamen, da gibt es ja viele Möglichkeiten. Aber es besteht eben auch die Möglichkeit, dass alle 3 dies selbst taten. Wobei natürlich auch hier der Grund nicht bekannt ist. Die Verschleierung der Identität scheint sich aber im Gesamtrahmen hervorzuheben, muss es aber nicht sein. Zumal heutzutage auch Textilproben alleine für eine Markenzurechnung ausreichend sein.
musikengel schrieb:DNA von JF ist ja vorhanden. Eine Aufklärung ihrer Identität wäre also locker machbar. - Wenn sie jemand als vermisst gemeldet hätte -.
Was eben von einer Gegen-DNA abhängt.
Hathora schrieb:Es ist ja auch nicht sicher, ob die Täter die Etiketten entfernt haben.
Siehe oben meine Gedanken dazu. Aber auch der Gedanke, das potentielle Täter ehemalige Mitarbeiter eventueller Dienste sind, kann Sinn machen. Als Freelancer verdienen sie vielleicht besser, ebenso könnten sie auch, aus welchen Gründen auch immer, aus den offiziellen Diensten entlassen worden sein. Weltweit gibt es durchaus einen Markt für Exmilitärs, ehemalige Polizisten usw.
Slaterator schrieb:Die Methode ist tatsächlich nicht gerade up to date und normalerweise nicht zielführend. Allerdings wurde hier mMn der Tatort insziniert. Es war nur eine von mehreren Maßnahmen, die meiner Meinung nach ein Kapitaldelikt als Suizid tarnen sollte. Die Gesamtheit der getroffenen Maßnahmen erregt bei mir den Verdacht, dass der von mir angenommene Täter kein "Amateur" bzw. Ersttäter war. Auch die präparierte Waffe spricht dafür. Ob der mögliche Täter vlt. ein Vorgehen anwendete das er aus vergangener Zeit noch kannte, weil er vlt. schon länger nicht mehr für einen Dienst "aktiv" war, ob er sich vorher nach Methoden informierte un ggf. veraltete Methoden anwandte, wir wissen es
Möglich ist es, auch wenn es natürlich eine Verkettung diverser Umstände sein könnte, in allen Fällen. Trotzdem ist es immer noch irritierend, das scheinbar alle 3 Sorge tragen wollten, das niemand wusste, wer sie wirklich waren.
Slaterator schrieb:Dieses elektronische Löschen war in den 90´ern sicher nicht effizient. Es gab noch zu viel Papier. Ggf. wurde auch eine Legende konstruiert, welche dann den hinterbliebenen unterbreitet wurde. Das ist garnicht mal unwahrscheinlich, weil bis heute keine Vermisstenmeldung aufgetaucht ist.
Letzendlich gibt es auch heute immer noch "etwas Papier", aber vieles ist auch schon ausgeprägt elektronisch und damit gewiss (leichter) machbar.
Slaterator schrieb:Aber eben nicht immer durchführbar. Schau Dir z.B. mal die bekannten Fälle gezielter Tötungen an.
Die teils sogar (mehr oder weniger) offen stattfanden, siehe Bin Laden & Co. Was aber auch ein anderes Kaliber ist. Oder die Spekulationen über entsprechende Aufträge russischer Dienste in Europa.







Nur mal rein nebenbei und völlig fiktiv, besonders auf die Plaza-Frau:

Ich habe mal, muss in den 80ern gewesen sein, einen 2teiligen Thriller gesehen. Den Namen weiß ich leider nicht mehr, glaube aber, das Robert Mitchum mitspielte und irgendwie das Wort Rose im Titel war. Hab den Film auch nie wieder gesehen.

Jedenfalls ging es darum, das ein hoher Bediensteter eines Dienstes Kinder aus Waisenheimen holte, immer 2, so wie Zwillinge oder eben Brüder/Schwestern. Diese wurden dann entsprechend von Kindesbeinen an ausgebildet und indoktriniert. Da sie auch keine weiteren Verwandten oder Bezugspersonen hatten, gab es auch niemanden der sie vermissen konnte bzw an den sie gebunden waren, außer dem Leiter der Sache, der auch als eine Art Vaterfigur fungierte.

Wie gesagt, ist nur eine Geschichte, aber die Quintessenz des ganzen hat schon was.

Was meint ihr, ob so etwas theoretisch wie praktisch, möglich wäre? Eine andere Form des ganzen, die sogenannten Kindersoldaten, sind ja in Afrika auch leider traurige Realität.


LG
Eye


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Die Plaza Frau

03.02.2020 um 20:04
Hathora schrieb:Ja, information/Material - in diesem Bereich sind wir uns einig. Aber nicht nur Dienste arbeiten mit Infos. Es gibt soviel Sparten, in denen Infomaterial weitergereicht wird. Alleine in Industrie, Wirtschaft, Forschung gibt es ein weites Feld für Spionage. Die Verbrechensbekämpfung ist oft auf Infomaterial angewiesen. Das passiert sehr oft auch länderübergreifend.
Wenn wir von einem Kapitaldelikt ausgehen, muß es einen Täter geben, der aufgrund von Information/Material tötet. Die Art und Weise der Inszinierung, Waffe usw. legt für mich nahe, nach einem Profi zu suchen. Welche Profis töten wegen Information/Material Menschen ? Wäre es etwas privates oder geschäftliches gegangen, zweifle ich an einem professionellen Täter. Bei Diensten ist das anders. Dort liegen Motive für gezielte Tötungen zumeist im Bereich der Information/Material. Dann folgt die Gefahrenabwehr durch die Handlungen/Funktion des Opfers. Deshalb sehe ich da den Zusammenhang mit "Diensten". Zudem fällt auch auf, wie schnell und ineffektiv die Polizeiarbeit erfolgte. Auffällig schnell stand "Suizid" als Ergebnis fest, viele Aspekte wurden mMn nur unzureichend oder sogar garnicht beachtet. Auch ein Hinweis darauf, dass hier mehr im Spiel war, als z.B. ein eifersüchtiger Ehemann. Diese Dinge sind bei Morden mit Dienstbeteiligung oft zu beobachten.
PrivateEye schrieb:Aber auch der Gedanke, das potentielle Täter ehemalige Mitarbeiter eventueller Dienste sind, kann Sinn machen. Als Freelancer verdienen sie vielleicht besser, ebenso könnten sie auch, aus welchen Gründen auch immer, aus den offiziellen Diensten entlassen worden sein. Weltweit gibt es durchaus einen Markt für Exmilitärs, ehemalige Polizisten usw.
Ja absolut.
PrivateEye schrieb:Möglich ist es, auch wenn es natürlich eine Verkettung diverser Umstände sein könnte, in allen Fällen. Trotzdem ist es immer noch irritierend, das scheinbar alle 3 Sorge tragen wollten, das niemand wusste, wer sie wirklich waren.
Das ist das wohl auffälligtse Kennzeichen. Tarnidentitäten sind im "zevilen" Bereich nicht die Normalität. In einem Hotel unter falschem Namen einzuchecken ist ohne Papiere auch schwierig.
PrivateEye schrieb:Jedenfalls ging es darum, das ein hoher Bediensteter eines Dienstes Kinder aus Waisenheimen holte, immer 2, so wie Zwillinge oder eben Brüder/Schwestern. Diese wurden dann entsprechend von Kindesbeinen an ausgebildet und indoktriniert. Da sie auch keine weiteren Verwandten oder Bezugspersonen hatten, gab es auch niemanden der sie vermissen konnte bzw an den sie gebunden waren, außer dem Leiter der Sache, der auch als eine Art Vaterfigur fungierte.
Sowas hat es sogar im RL gegeben. Meistens in Diktaturen. Auch in der ehem. DDR soll es etwas in der Art gegeben haben. Aber es fehlen da noch Beweise. Zumindest kenne ich keine.


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Die Plaza Frau

03.02.2020 um 20:33
Slaterator schrieb:Sowas hat es sogar im RL gegeben. Meistens in Diktaturen. Auch in der ehem. DDR soll es etwas in der Art gegeben haben. Aber es fehlen da noch Beweise. Zumindest kenne ich keine.
Einige meinten ja, das sie evtl. aus der ehemaligen DDR stamme. Gab sogar ein Foto mit einer Person, die ihr zumindestens ähnlich sah. Das ergab sich wohl auch in Hinsicht auf eine mögliche Rückverfolgung der Taucheruhr bzw der Möglichkeit, dass sie selbst ausgebildete Taucherin sein könnte deswegen.

Allerdings würde eine solche Konstellation durchaus gut zutreffen können auf einen ehemaligen Dienst bzw. Netzwerke ehemaliger MA desselbigen.


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Die Plaza Frau

03.02.2020 um 20:45
PrivateEye schrieb:Einige meinten ja, das sie evtl. aus der ehemaligen DDR stamme. Gab sogar ein Foto mit einer Person, die ihr zumindestens ähnlich sah. Das ergab sich wohl auch in Hinsicht auf eine mögliche Rückverfolgung der Taucheruhr bzw der Möglichkeit, dass sie selbst ausgebildete Taucherin sein könnte deswegen.
Das stimmt. Bislang konnte dieser Verdacht auch trotz sehr intensiver Recherche nicht untermauert werden. Einige die sich "sicher" waren verschwanden, als sie jedwede Form von Belegen oder weiterführenden Indizien vorweisen sollten. Es blieb leider dadurch nur bei einer (wenn teilw. auch sehr glaubhaft vorgebrachten) unbelegten Spekulation.
PrivateEye schrieb:Allerdings würde eine solche Konstellation durchaus gut zutreffen können auf einen ehemaligen Dienst bzw. Netzwerke ehemaliger MA desselbigen.
Ja, kommt in Frage. Wie gesagt, die Handschrift des Täters zeigt deutlich in professionelle, wenn auch nicht perfekte oder besonders Typische Richtung.


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03.02.2020 um 20:55
Slaterator schrieb:Das stimmt. Bislang konnte dieser Verdacht auch trotz sehr intensiver Recherche nicht untermauert werden. Einige die sich "sicher" waren verschwanden, als sie jedwede Form von Belegen oder weiterführenden Indizien vorweisen sollten. Es blieb leider dadurch nur bei einer (wenn teilw. auch sehr glaubhaft vorgebrachten) unbelegten Spekulation.
Trotzdem ein interessanter Gedankengang und Pfad. Könnte man diesen weiter verfolgen.
Slaterator schrieb:Ja, kommt in Frage. Wie gesagt, die Handschrift des Täters zeigt deutlich in professionelle, wenn auch nicht perfekte oder besonders Typische Richtung.
Oder etwas aus der Übung bzw nicht mehr ganz up-to-date?


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Die Plaza Frau

03.02.2020 um 21:04
PrivateEye schrieb:Trotzdem ein interessanter Gedankengang und Pfad. Könnte man diesen weiter verfolgen.
Das geschieht derweil noch. Es gibt einige, die in diese Richtung recherchieren. Bislang gibt es aber keine nennenswerten Ergebnisse. Natürlich gestaltet sich das auch in dieser Konstellation sehr schwierig. Der Fall ist lang her, Ansätze schwammig, Umstände widerig. Vlt. gibt es irgendwann etwas brauchbares. Doch noch ist eben nichts handfestes dabei herumgekommen. Aber es gab auch andere vielversprechende Spuren, die man darüber nicht aus den Augen verlieren sollte. Für ich ist z.B. dieser merkwürdige und anonym gehaltene Gast F. eine Schlüsselfigur.
PrivateEye schrieb:Oder etwas aus der Übung bzw nicht mehr ganz up-to-date?
Exakt.


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Die Plaza Frau

03.02.2020 um 21:15
Slaterator schrieb:Für ich ist z.B. dieser merkwürdige und anonym gehaltene Gast F. eine Schlüsselfigur.
Damit steht und fällt eine ganze Menge. Je nach Motivation desselbigen. Aber auch hier kommt man ohne klare Fakten nicht weiter.


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Die Plaza Frau

08.02.2020 um 01:43
@PrivateEye
@alle

Kurz noch mal zu den Fallzusammenhängen...
ich würde eher den sogenannten „Kambo-Mann“ zu JF und Isdal- Frau zählen, wenn man in Richtung Geheimdienst und Auffindeland Norwegen spekuliert inklusive anderer Auffälligkeiten. Der Fall lief hier 2017 unter „Spur zu einem unbekannten Toten in Norwegen führt evtl nach Deutschland“ oder so ähnlich. Kann gerade nicht verlinken.

Die 3 Leuts wurden auch hier im Thread schon in Zusammenhang gebracht, spekulativ bzw. auch weniger spekulativ. Von eben so jemand „Verschwundenen“ letzteres.
Fand ich damals recht interessant.


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Die Plaza Frau

08.02.2020 um 16:19
Diskussion: Spur eines unbekannten Toten in Norwegen führt evtl. nach Deutschland

Hier der Link zum Kambomann, falls jemand nachlesen möchte.


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Die Plaza Frau

09.02.2020 um 12:59
@IamSherlocked
@eldec

Danke für die Info und den Link, werde ich mir mal anschauen. :Y: (Lasst euch nicht wegwedeln bei dem angesagten Sturm heute und morgen...)


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Die Plaza Frau

10.02.2020 um 15:08
PrivateEye schrieb am 03.02.2020:Allerdings würde eine solche Konstellation durchaus gut zutreffen können auf einen ehemaligen Dienst bzw. Netzwerke ehemaliger MA desselbigen.
Kennt ihr diesen Film? Es gibt ihn auch auf youtube zu sehen.


Wikipedia: Der_Staat_gegen_Fritz_Bauer

Youtube: DER STAAT GEGEN FRITZ BAUER | Trailer [HD]

Nach 1945 war es so, dass im Prinzip alte Nazis hätten gegen sich ermitteln müssen. Haben Sie natürlich nicht getan.

Youtube: FRITZ BAUER: Gespräche, Interviews und Reden aus den Fernseharchiven

Nach 1989 ist es so, dass die alten Seilschaften gegen sich emitteln müssten. Werden Sie das tun?

PS: Der Typ beeindruckt mich.


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Die Plaza Frau

10.02.2020 um 15:29
@Adelaide1948

Ich denke mal "Bauernopfer" gab es gewiss.

In vielen Fällen kam es auch zu Verurteilungen, die aber oft nach kurzer Zeit wieder ausgesetzt wurden, also die entsprechenden Haftstrafen.

Und man sollte auch bedenken, das viele Positionen (besonders in der damaligen BRD) von ehemaligen mit ehemaligen besetzt wurden, teilweise auch mit Wissen und Duldung der Besatzungsmächte. Besonders die USA, hier die CIA, machten sich diese eben auch zu Nutze, gerade im aufkommenden kalten Krieg.

Wikipedia: Stay-behind-Organisation

Wikipedia: Organisation_Gehlen

Daraus ging auch der BND hervor.

Diese alte Führungsriegen dürften wohl noch bis in die 70er oder 80er präsent gewesen sein.

Was die ehemalige DDR betrifft: Spätestens mit der Wiedervereinigung gab es jede Menge ausgebildeter Militärs, Polizisten etc, die entweder nicht mehr tragbar für den Staatsdienst waren oder dies von sich aus ablehnten. Ob und wie weit es da vielleicht auch Abfindungen etc gab, kann man sicher viel spekulieren.

Aber ein Teil derer ist sicher in die Privatwirtschaft gegangen, mit mehr oder weniger Erfolg. Das es dort Netzwerke gab (oder gibt) scheint sicher sehr wahrscheinlich, schon zur Eigenunterstützung etc. In anderen Staaten des Warschauer Paktes wird es zudem ähnlich gelaufen sein und ab einer gewissen Ebene, dürften sich die (ehemaligen) Mitarbeiter sicherlich auch persönlich kennen. Eine mögliche Zusammenarbeit usw. auch auf "internationaler Ebene" könnte damit ebenfalls wahrscheinlich sein.

Auch ist seit den 90ern das Gewerbe der PMCs (Private Military Contractors) weltweit rasant gestiegen. Entsprechende "Fachleute" jedweger Coleur dürften weltweit gesucht und gehandelt worden sein, entsprechende Fremdsprachenkenntnisse vorausgesetzt, was aber sicher kein Thema sein sollte.

Wikipedia: Privates_Sicherheits-_und_Militärunternehmen


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Die Plaza Frau

11.02.2020 um 00:26
PrivateEye schrieb:Diese alte Führungsriegen dürften wohl noch bis in die 70er oder 80er präsent gewesen sein.
Alles richtig. Wichtig ist zudem auch zu wissen, dass es mit der Pensionierung dieser "Ehemaligen" nicht vorbei war. Auch die nachwachsende Generation war zuvor sorgsam ausgewählt und gefördert worden, oftmals wurden die entspr. Positionen mit einstellungskonformen Persönlichkeiten nachbesetzt. Noch bis tief in die 80´er Jahre war die CIA bemüht, aufkommende Talente aus Politik, bei Staatsorganen und in der Wirtschaft anzuwerben. Nicht als Agenten des Geheimdienstes, sondern vielmehr als Teil von Seilschaften, die amerikanische Interessen wirkungsvoll umsetzten und kurze Entscheidungswege zwischen USA und Europa ermöglichten, ohne den offiziellen diplomatisch/politischen "Umweg" mit unklarem Ausgang in Anspruch zu nehmen.
PrivateEye schrieb:Was die ehemalige DDR betrifft: Spätestens mit der Wiedervereinigung gab es jede Menge ausgebildeter Militärs, Polizisten etc, die entweder nicht mehr tragbar für den Staatsdienst waren oder dies von sich aus ablehnten. Ob und wie weit es da vielleicht auch Abfindungen etc gab, kann man sicher viel spekulieren.
Seitens der in Auflösung befindlichen DDR wurden keine Abfindungen gezahlt, dafür gibt es glaubhafte Aussagen und wohl auch Belege, dass ehem. Stasioffiziere mit mutmaßlich brisantem Wissen zumindest geheimdienstlich abgeschöpft wurden. Um Zungen zu lockern und/oder auch Schweigen zu erkaufen, soll der BND teilweise sogar sechsstellige Summen aufgebracht haben. Das aquirierte Wissen wurde sogleich als geheime VS gestempelt und ist es bis heute. Darüber hinaus wurden auch besonders brisante Akten aus den Stasiarchiven gesichert und sind bis heute nicht zugänglich.
PrivateEye schrieb:Aber ein Teil derer ist sicher in die Privatwirtschaft gegangen, mit mehr oder weniger Erfolg. Das es dort Netzwerke gab (oder gibt) scheint sicher sehr wahrscheinlich, schon zur Eigenunterstützung etc. In anderen Staaten des Warschauer Paktes wird es zudem ähnlich gelaufen sein und ab einer gewissen Ebene, dürften sich die (ehemaligen) Mitarbeiter sicherlich auch persönlich kennen. Eine mögliche Zusammenarbeit usw. auch auf "internationaler Ebene" könnte damit ebenfalls wahrscheinlich sein.
Davon ist auszugehen. Dennoch gibt es im Bereich der ehem. DDR-Staatsbediensteten auch eine erklägliche Anzahl ehem. Führungskräfte, die nicht das "Glück" hatten, finanziell abgesichert und von Strafverfolgung verschont einen sonnigen Ruhestand zu genießen. Manche nahmen sich ihr Leben, andere endeten frustriert und desillusioniert als Sozialhilfeempfänger in der Bedeutungslosigkeit. Wieder andere Ex-Agenten entschieden sich zu reden und bezahlten dafür möglicherweise mit ihrem Leben. Eckhardt Nickol ist so ein Fall.


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Die Plaza Frau

11.02.2020 um 13:49
@Slaterator
Womit wir wieder da wären, dass es durchaus genug Leute mit eindeutigem Fachwissen gibt, die sich und dieses aber nicht mehr in Staatsdienste stellen, sondern gewinnbringend anderweitig veräußern.

Wäre es denkbar, das auch eine private Firma o.ä. sich damit ähnlicher Strukturen und Organisation nicht nur bedient, sondern gegebenfalls auch selbst "vermittelt" oder "ausbildet"? Wobei diese Art gewiss nicht bei einer IHK auftauchen dürfte.

Und könnte, besonders unsere Plaza-Frau, mit so etwas zu tun gehabt haben?

Aus einem Staatsdienst kann man ja regulär austreten. Wäre dies aber auch bei einer solchen privaten Organisation gegeben?!

LG
Eye


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Die Plaza Frau

11.02.2020 um 14:54
die Frage ist aber..ist denen allen ein Menschenleben (so ein junger Mensch) dann - sorry - "scheiß egal " ?
sie war noch jung, hatte das Leben noch vor sich, ahnte wahrscheinlich überhaupt nicht was auf sie zukam .die letzten Tage..
na ich denke die Antwort kenne ich schon. Gefühle und Skrupel sind denen Fremdwörter. Und die leben auch ganz locker mit so einer Schuld weiter. , dass muss man erst einmal können.
schrecklicher Gedanke.


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Die Plaza Frau

11.02.2020 um 15:08
musikengel schrieb:Und die leben auch ganz locker mit so einer Schuld weiter. , dass muss man erst einmal können.
schrecklicher Gedanke.
Nach eintsprechender Ausbildung und Konditionierung ist das eher ein normaler Gedanke, leider.


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