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Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt

595 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Cold Case, Ermittlungen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt

Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt

25.04.2026 um 17:09
@Gast_01
Weshalb aber die DAT und die Vermisstendatenbank den Ermittlern nicht helfen konnte, um eine unbekannte Leiche in Höxter als eine Vermisste in Höxter zu identifizieren, ist damit noch nicht geklärt. Das war ja meine Irritation.


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Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt

25.04.2026 um 17:34
@darkstar69
Ich teile Deine Irritation. Einhundert Kilometer von Bielefeld nach Braunschweig reichen, um den Abgleich von vermissten Personen mit der unbekannten Toten zu unterlassen. Ist die Landesgrenze NRW/Niedersachsen in unserem föderalen Wahn vielleicht auch ein Faktor?


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Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt

25.04.2026 um 21:50
Da hat die Polizei wohl wieder mal alles falsch gemacht. Dabei hätte man das über die Datenbank doch so einfach lösen können, wenn man der Kritik so mancher User glaubt :troll:

Hier schildert die Polizei, wie sie den Fall lösen konnte:

https://bielefeld.polizei.nrw/presse/cold-case-ermittlungserfolg-mordkommission-seestern-identitaet-der-unbekannten-toten-aus-dem-godelheimer-see-bei-hoexter-aus-dem-jahr-2001-geklaert-0
Polizei Bielefeld

In dieser Sache hatten sich die Ermittler im Februar 2026 gezielt an die Öffentlichkeit gewandt. Bislang waren insgesamt sieben Hinweise eingegangen. Nun erinnerte sich eine damalige Schülerin der Krankengymnastikschule der Weserbergland-Klinken Höxter an das Verschwinden einer Mitschülerin im Jahr 1988. Sie nahm Kontakt zu einer Polizeidienststelle in Hannover auf, die die Kripo in Bielefeld verständigte.

Da die Kripo Hannover einen ähnlich gelagerten Altfall in Niedersachsen bearbeitete, war unter anderem dem Bruder der vermissten Frau bereits vor einiger Zeit eine Vergleichsspeichelprobe entnommen worden. Das DNA-Profil stellten die Ermittler aus Hannover den Bielefelder Kollegen zur Verfügung.

"Bereits bei der ersten Inaugenscheinnahme der beiden DNA-Meldebögen fielen deutliche Ähnlichkeiten auf", erinnert sich Kommissar Mertens. "Aus diesem Grund haben wir ein Institut für forensische Molekulargenetik mit der Erstellung eines Gutachtens beauftragt. Auf der Grundlage dieser Untersuchung steht nun fest, dass die Abgleichsperson und die bislang unbekannte weibliche Leiche aus dem Godelheimer See Geschwister sind."

Martina Sch., die seit 37 Jahren als vermisst galt, war tatsächlich 170 cm groß, hatte blaue Augen, mittelblonde Haare und einen hellen Hauttyp. Exakt diese Parameter hatten die durch die Ermittlungsgruppe Cold Case veranlassten, erweiterten molekulargenetischen Untersuchungen ergeben.

Die 25-Jährige verschwand am 28.09.1988 aus ihrer Wohngemeinschaft in Höxter und hinterließ eine kurze Notiz, die heute als Abschiedsbrief bewertet wird. Nach sorgfältiger Prüfung des Vermisstenfalls und Rücksprache mit Kontaktpersonen der Vermissten gehen die Ermittler nun nicht mehr von einem Verbrechen, sondern von einem Suizid aus.

Auch die festgestellte "Fesselung" im Bereich der Beine spricht nicht gegen diese These. Das benutzte Paketband könnte zur Anbringung eines beschwerenden Gegenstandes im Kniebereich oder zur Einschränkung der eigenen Bewegungsfreiheit bei einem "Ins-Wasser-Gehen" eingesetzt worden sein.

Zur Arbeit der Ermittler der Cold Case Einheit zählt ebenso, die Angehörigen über Ermittlungsschritte oder den Abschluss der Ermittlungen persönlich zu informieren. In den Gesprächen mit den Hinterbliebenen erleben die Beamten bei geklärten Altfällen neben der Betroffenheit häufig auch eine Erleichterung. Auch wenn diese Termine sehr emotional geprägt sein können, sehen es die Kriminalbeamten als wichtige Aufgabe an, den vertrauten Personen der Verstorbenen Gewissheit schenken zu können.



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Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt

25.04.2026 um 22:04
Zitat von emzemz schrieb:Da hat die Polizei wohl wieder mal alles falsch gemacht. Dabei hätte man das über die Datenbank doch so einfach lösen können, wenn man der Kritik so mancher User glaubt :troll:
Das hat doch @Gast_01 hier schon geschrieben und aufgeklärt.


Beitrag von Gast_01 (Seite 28)


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25.04.2026 um 23:25
Zitat von Hexe40Hexe40 schrieb:Das hat doch @Gast_01 hier schon geschrieben und aufgeklärt.
Ich sehe nicht, dass @Gast_01 da irgendwas geschrieben oder erklärt hat?!
Da die Kripo Hannover einen ähnlich gelagerten Altfall in Niedersachsen bearbeitete, war unter anderem dem Bruder der vermissten Frau bereits vor einiger Zeit eine Vergleichsspeichelprobe entnommen worden. Das DNA-Profil stellten die Ermittler aus Hannover den Bielefelder Kollegen zur Verfügung.
Ich hatte erst nicht verstanden, wie dies gemeint war. Aber ich verstehe es mittlerweile so, dass die Kripo Hannover ebenfalls einen Cod Case bearbeitet hat, in dem die Identitätd er Toten ungeklärt war und die Ermittler vermutet hatten, das es sich dabei um Martina Sch. handeln könnte, weshalb sie deren Bruder um die DNA-Probe gebeten hatten. Das Ergebnis war negativ.

Ich vermute mal, dass die DNA des Bruders nicht einfach in die DNA-Datenbank eingestellt werden darf, weil er ja eben kein vermisster ist. Insofern konnte eine automatische Abfrage mit den DNA-Daten der Leiche aus dem Höxteraner See hier kein Ergebnis bringen.
Die Daten wurden vielmehr von den Hannoveraner Ermittlern "zur Verfügung gestellt". Das kling für mich, wie ein "händigscher" Prozess. Also ein Ermittler aus Hannover muss auf den Fall aus Höxter aufmerksam werden, sich an seinen eigenen Fall erinnern und die Verbindung ziehen. Sich dann in Höxter melden und die DNA- Ergebnisse schicken.
Es lässt sich eben nicht alles einfach soweit automatisieren, dass automatisch drei rote Alarmlampen leuchten, wenn ein Treffer - und sei es nur ein Teiltreffer (da der Bruder) - mit der Datenbank erzielt wird.


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Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt

25.04.2026 um 23:37
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Ich sehe nicht, dass @Gast_01 da irgendwas geschrieben oder erklärt hat?!
Da die Kripo Hannover einen ähnlich gelagerten Altfall in Niedersachsen bearbeitete, war unter anderem dem Bruder der vermissten Frau bereits vor einiger Zeit eine Vergleichsspeichelprobe entnommen worden. Das DNA-Profil stellten die Ermittler aus Hannover den Bielefelder Kollegen zur Verfügung.
Nein, hat er das nicht?
Zitat von Gast_01Gast_01 schrieb:
Zitat von Gast_01Gast_01 schrieb:
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:Auch ich habe mich gewundert, weshalb ein Vermisstenfall aus Höxter bei einem Leichenfund in Höxter und einem Abgleich der DNA in der Vermisstendatenbank und DAT über Jahre hinweg nicht zu einem Erfolg führten. Wie kommen solche Zusammenhänge wohl zustande, dass sie nicht zu einer Klärung beitragen bzw die Ermittlungen unterstützen?

https://www1.wdr.de/freizeit/true-crime/cold-case-hoexter-frauenleiche-godelheimer-see-100.html
Die Folge 109 des Podcasts "Licht in Dunkle" beschäftigt sich mit diesem Fall.
Geklärt; Identifizierungs-Thread von unbekannten Toten (Seite 22) (Beitrag von Hexe40)



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26.04.2026 um 02:58
Zitat von emzemz schrieb:Da hat die Polizei wohl wieder mal alles falsch gemacht. Dabei hätte man das über die Datenbank doch so einfach lösen können, wenn man der Kritik so mancher User glaubt :troll:
Ich fragte mich, wie es kommen konnte, dass trotz der oben beschriebenen Abgleiche in den Datenbanken, zB der Vermisstendatenbank, das Opfer nicht identifiziert werden und die Polizei somit nicht in ihrer Arbeit unterstützt werden konnte.


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Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt

26.04.2026 um 11:05
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:Ich fragte mich, wie es kommen konnte, dass trotz der oben beschriebenen Abgleiche in den Datenbanken, zB der Vermisstendatenbank, das Opfer nicht identifiziert werden und die Polizei somit nicht in ihrer Arbeit unterstützt werden konnte.
Dass ein Abklären über die Datenbanken nicht möglich war, das ist hier erklärt:
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Ich vermute mal, dass die DNA des Bruders nicht einfach in die DNA-Datenbank eingestellt werden darf, weil er ja eben kein vermisster ist. Insofern konnte eine automatische Abfrage mit den DNA-Daten der Leiche aus dem Höxteraner See hier kein Ergebnis bringen.
Der Bruder der Vermissten war als Zeuge in einem anderen Fall erfasst worden. Und natürlich darf man dessen DNA-Profil nicht in eine Datenbank einpflegen, was ja auch gut und richtig ist. Der Vorwurf in Richtung Polizei ist damit also völlig daneben.
Zitat von Hexe40Hexe40 schrieb:Das hat doch @Gast_01 hier schon geschrieben und aufgeklärt.
Wenn ich einen ausführlichen Polizeibericht einstelle, hast du das nicht in dieser fast schon pampigen Weise zu kommentieren.
Der von dir zitierte Beitrag ersetzt keinesfalls den Polizeibericht.


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26.04.2026 um 13:07
@emz
Ja, es ist möglich, dass die DNA des Bruders nicht in der DAD war.
Aber welche Daten werden denn bei einer vermissten Person in die Vermisstendatenbanken eingegeben und verglichen? Ich meine, dass da keine DNA drin ist. Oder?

Ich hatte mich hier: Beitrag von darkstar69 (Seite 28)

auf diesen Artikel bezogen: https://www1.wdr.de/freizeit/true-crime/cold-case-hoexter-frauenleiche-godelheimer-see-100.html

Darin ist dieser Satz:
Ein Abgleich der DNA der Toten mit der DNA-Analyse-Datei und der Vermisstendatenbanken, auch über die Grenzen Europas hinaus, hat bisher keine Hinweise auf die Indentität geliefert.
Quelle: s.o.

Es wurden also nicht nur die DNA-Analyse-Datei abgeglichen, sondern auch die Vermisstendatenbanken.
Die dort eingegebenen Daten abseits der DNA müssten doch einen Abgleich möglich machen? Also Geschlecht, Größe, Augenfarbe, Haarfarbe, usw. Solche Daten hatte man ja von der unbekannten Leiche erhoben.

Ich weiß es gar nicht genau, aber die Vermisstendatenbanken sind Ländersache und müssen dann einzeln abgefragt werden? Aber in diesem Fall wäre es ja sogar der gleiche Landkreis bzw. die gleiche Region OWL inklusive der Zuständigkeit der Polizei Bielefeld gewesen und hätte daher keine Probleme machen dürfen. Wenn also die Polizei Bielefeld einen Abgleich einer gefundenen Leiche in der Vermisstendatenbank vornimmt, würde ich zunächst davon ausgehen, dass der Abgleich mit einer vermissten Person aus der gleichen Region bzw dem gleichen Landkreis einen Treffer bringt. Daher hatte ich mich gefragt, wie es kommt, dass eine solche Vermisstendatenbank die Polizei in ihren Ermittlungen nicht unterstützen konnte.

Zur DNA des Bruders. Ich weiß nicht, wie es hier konkret ist. Aber in den Fällen der vermissten Mädchen aus dem Cuxland hat man die DNA der Familien eingeholt und gespeichert, um Abgleiche vornehmen zu können. Ich gehe davon aus, dass diese in der DAD sind. Sonst würde es ja keinen Sinn machen?


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26.04.2026 um 13:57
@darkstar69

Besagter Bruder war Zeuge in einem anderen Fall. Diesen Fall kennen wir aber leider nicht.
Die DNA von Zeugen, wenn sie für den Fall nicht relevant sind, müssen wieder gelöscht werden.
So wie ich es verstehe, wurden im Höxteraner Fall nochmal aussagefähigere Analysen getätigt.
Warum die Ermittler dann zwischen beiden Fällen einen Bezug sahen, wird m.E. nicht weiter ausgeführt.
Wenn Angehörige einverstanden sind, darf anscheinend deren DNA in Suchdateien erfasst werden.


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26.04.2026 um 14:05
@emz
Meine Frage bezieht sich nicht auf den Fall aus Hannover oder die DAT. Ich spreche dabei von der Vermisstendatei.


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26.04.2026 um 14:44
Sieh man @darkstar69 meinst du vielleicht sowas hier?

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich dich richtig verstanden habe.. sieh es dir einfach mal an.



Identifizierungs-Thread von unbekannten Toten (Seite 18) (Beitrag von Hexe40)
Neun Identifizierungen dank DNA-Datenbank für Vermisste


5.02.2026
Die DNA-Datenbank für vermisste Personen hat im Jahr 2025 neunmal zur Identifizierung eines bislang unbekannten Leichnams oder zur Lokalisierung einer vermissten Person beigetragen. Das geht aus Zahlen hervor, die das Nationale Kriminalitäts- und Kriminologische Institut (INCC) am Mittwoch veröffentlicht hat.
[....]

Quelle: https://www.grenzecho.net/135860/artikel/2026-02-05/neun-identifizierungen-dank-dna-datenbank-fur-vermisste


Wie Ihr im Artikel lesen könnt, ist es bis jetzt nur bei ausländischen DNA - Datenbanken zu Übereinstimmungen gekommen.
Warten wir mal ab, wann bei uns ein Treffer gelandet wird



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26.04.2026 um 15:44
@Hexe40

Danke Dir!

Nein, ich meinte Daten in einer Vermisstendatenbank, die eben nicht DNA sind. Man gibt doch auch Daten ein, wie zB Größe oder Geschlecht und andere Merkmale. Diese müsste die Datenbank dann doch erfassen, abgleichen und finden? Das scheint aber ja nicht erfolgreich gewesen zu sein, trotz Abgleich.

Aber so wichtig ist es auch nicht.

In dem von Dir verlinkten Text ist aber interessant, dass dort in der Vermisstendatenbank tatsächlich die DNA von Angehörigen gespeichert und zum Abgleich herangezogen wird. Das wäre also, so meine Schlussfolgerung, auch in diesem Fall der Vermisstenmeldung aus Höxter möglich gewesen.
Und trifft dann wohl auch auf die vermissten Frauen im Cuxland zu.


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26.04.2026 um 16:05
@darkstar69

Reden wir vielleicht aneinander vorbei?
Ich bin nicht so ganz im Thema, deshalb frage ich:
War die junge Frau denn überhaupt vermisst gemeldet worden?
Wenn ja, von wem, weiß man das?


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26.04.2026 um 16:11
@darkstar69
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:In dem von Dir verlinkten Text ist aber interessant, dass dort in der Vermisstendatenbank tatsächlich die DNA von Angehörigen gespeichert und zum Abgleich herangezogen wird. Das wäre also, so meine Schlussfolgerung, auch in diesem Fall der Vermisstenmeldung aus Höxter möglich gewesen.
Und trifft dann wohl auch auf die vermissten Frauen im Cuxland zu.
Dann haben wir ja wenigstens etwas gefunden :-)

Hast Du bemerkt, dass in dem Artikel immer auch über Profile geschrieben wird?
Dort werden auch vermisste Personen bearbeitet und gespeichert, demnach sind sicherlich auch Größe, Gewicht, besondere Merkmale
etc dort hinterlegt.
Zumindest in meiner Vorstellungskraft.


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26.04.2026 um 16:18
@emz
Ich gehe zumindest davon aus, dass die damalige Person als vermisst gemeldet worden war.
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/12522/6261846
Es wird ja von Vermisstenfall gesprochen und in Hannover hat man diesen Fall ja auch aufgegriffen, demnach muss sie dort als vermisste Person bekannt gewesen sein?

@Hexe40
Ja, das finde ich sehr interessant.
Und wenn ich davon ausgehe, dass diese Merkmale von der vermissten Person in der Vermisstendatenbank sind, hätte ein Abgleich mit den Merkmalen der unbekannten Toten ja einen Treffer ergeben sollen?

Aber wie gesagt, so wichtig ist das dann auch nicht. Ich war nur darüber gestolpert, dass man trotz Vermisstendatenbankabgleich nicht erfolgreich war.


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26.04.2026 um 16:24
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:Aber wie gesagt, so wichtig ist das dann auch nicht. Ich war nur darüber gestolpert, dass man trotz Vermisstendatenbankabgleich nicht erfolgreich war.
Das war ich auch, aber es war ja ein Schnäppchen - 25 Jahr nach dem Fund hatten sie es doch geklärt :-)

Naja, lassen wir es gut sein..


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26.04.2026 um 16:29
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:Nein, ich meinte Daten in einer Vermisstendatenbank, die eben nicht DNA sind. Man gibt doch auch Daten ein, wie zB Größe oder Geschlecht und andere Merkmale. Diese müsste die Datenbank dann doch erfassen, abgleichen und finden? Das scheint aber ja nicht erfolgreich gewesen zu sein, trotz Abgleich.
Aber genau diese Merkmal hatte man 2001 doch eben nicht, sondern nur eine ungefähr errechnete Körpergröße und das Geschlecht, weil man ja nur die Beine und das Becken gefunden hatte und der Rest des Körpers fehlte. Damals war es noch nicht möglich, Merkmale wie Augen-, Haut- und Haarfarbe sowie Alter aus der DNA zu lesen. Und als es möglich war, war es lange Jahre in Deutschland nicht erlaubt und steht den Ermittlern deshalb erst seit 2020 überhaupt zur Verfügung.
Martina Sch., die seit 37 Jahren als vermisst galt, war tatsächlich 170 cm groß, hatte blaue Augen, mittelblonde Haare und einen hellen Hauttyp. Exakt diese Parameter hatten die durch die Ermittlungsgruppe Cold Case veranlassten, erweiterten molekulargenetischen Untersuchungen ergeben.
Ich gehe davon aus, dass der Fall von Martina Sch. schon damals, direkt nach ihrem Verschwinden 1988 als Suizid ohne gefundene Leiche eingestuft wurd (auch wenn sich das in der PM eher uneindeutig ließt) und dass man sich bei dem Fall der Leiche aus dem Höxteraner See ziemlich sicher war, dass es sich um ein Tötungsdelikt handelt, weil man diese Schnur um die Beine gefunden hatte, was nach einer Fesselung aussah (die sie ja wohl auch war, nur eben nicht durch eine andere Person). Und weil man nur wenige Teile der Leiche gefunden hatte, so dass es zumindest möglich war, dass ein Täter die Leiche zerteilt und die einzelnen Teile an verschiedenen Orten entsorgt bzw. versteckt hatte.
Da wäre dann schon mal eher ein Ausschlusskriterium bei einer Suche in der Datenbank.

Und dann kam noch der lange zeitliche Abstand zwischen dem Verschwinden von Martina Sch. und dem Fund der Leiche dazu. In dem Podcast wurde meine ich gesagt, dass die Gerichtsmediziner davon ausgingen, dass die Leiche mind. einige Monate im See gelegen hatte, vielleicht aber auch deutlich länger. Schließlich lagen 13 Jahre dazwischen.

Ich gehe davon aus, dass dies einer der Cold Cases ist, den die BAO ColdCases in NRW analysiert hat und bei dem sie potential für weitere Ermittlungen gesehen hat, eben weil heute die technische und juristische Möglichkeit der DBA-Phänotypisierung besteht. Das war ja genau die Aufgabe dieser Ermittler: zu schauen, in welchen Fällen es durch technischen Fortschritt und moderne Ermittlungsmethoden neue Ermittlungsansätze geben könnte.


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Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt

26.04.2026 um 17:09
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Aber genau diese Merkmal hatte man 2001 doch eben nicht, sondern nur eine ungefähr errechnete Körpergröße und das Geschlecht, weil man ja nur die Beine und das Becken gefunden hatte und der Rest des Körpers fehlte. Damals war es noch nicht möglich, Merkmale wie Augen-, Haut- und Haarfarbe sowie Alter aus der DNA zu lesen. Und als es möglich war, war es lange Jahre in Deutschland nicht erlaubt und steht den Ermittlern deshalb erst seit 2020 überhaupt zur Verfügung.
Ich sprach nicht von 2001. In dem verlinkten Artikel https://www1.wdr.de/freizeit/true-crime/cold-case-hoexter-frauenleiche-godelheimer-see-100.html
steht, dass ein Abgleich mit der Vermisstendatenbank erfolgte und "bisher" keinen Treffer brachte. Das war im Februar 2026.

Wie viele vermisste Frauen mit einer eingrenzbaren Größe, Augenfarbe und Haarfarbe gibt es denn in OWL, dass die Vermisstendatenbank diese nicht findet?

Egal. Die Vermisstendatenbank soll die Ermittler ja in ihrer Arbeit unterstützen. In diesem Fall hat das scheinbar nicht geklappt. Das war mir aufgefallen. Mehr nicht.


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26.04.2026 um 17:32
@darkstar69

Das wäre zwar schön gewesen, etwas mehr über die Arbeitsweise dieser Datenbank zu erfahren, aber ich habe auch nichts gefunden.


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