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Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt

545 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Cold Case, Ermittlungen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt

Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt

18.03.2026 um 08:20
Sexualmord aus April 1986 bei Aktenzeichen XY: Polizei Berlin geht mit Fall Renate Pollaczek erneut an die Öffentlichkeit

Die Polizei Berlin geht mit einem Sexualmord aus dem April 1986 erneut an die Öffentlichkeit. Wie das ZDF mitteilt, wird in der heutigen Ausgabe von "Aktenzeichen XY" (ZDF, 20.15 Uhr) der Mordfall Renate Pollaczek filmisch aufgearbeitet. Dabei wird auch ein Phantombild des mutmaßlichen Täters gezeigt, der zwischen 20 und 25 Jahre alt gewesen sein und damals vermutlich Bodybuilding betrieben haben soll.

Der Sender schildert den Fall für sein Nachrichtenportal wie folgt:
Tatort war die "Schultheiß-Baude", eine Kiez-Kneipe in der Galvanistraße in Berlin-Charlottenburg. Das Lokal hatte rund um die Uhr geöffnet und wurde fast ausschließlich von Einheimischen und Anwohnern besucht. Touristen verirrten sich selten dorthin.

Am 10. April 1986 übernahm Renate Pollaczeck die Nachtschicht. Am nächsten Morgen, um kurz nach 5 Uhr, verließ ein Stammgast das Lokal - und begegnete dabei einem Fremden, den er noch nie gesehen hatte.
Wer der Mann war, ist bis heute unklar. Er wird als 20 bis 25 Jahre alt, etwa 172 bis 175 Zentimeter groß und sehr muskulös beschrieben.
Fest steht, dass Renate Pollaczek den Betreiber der Kneipe nicht wie vereinbart telefonisch geweckt hatte. Deswegen eilte der 39-Jährige gegen 7.30 Uhr zur „Schultheiß-Baude“. Er fand seine Mitarbeiterin in der Küchennische. Renate Pollaczek lag auf dem Boden, ein mehrfach gewundenes und verknotetes Geschirrtuch um den Hals. Sie war tot. Der Wirt rief die Polizei.

Die „Auffindesituation“ habe darauf schließen lassen, dass die Kellnerin vergewaltigt worden sei, sagt Staatsanwalt Pietzsch. Die Obduktion am selben Tag bestätigte den Verdacht. Der Mörder hatte aus der Kneipe auch die Kasse mitgehen lassen. „Geschätzt 150 D-Mark“, sagt Pietzsch.
Quelle: Berliner Kurier

In den Ermittlungen hatte die Polizei insgesamt sechs Tatverdächtige im Blick. Sie konnten aber alle als Täter ausgeschlossen werden.
2023 wurden die Akten des Mordfalls wieder herausgeholt. Mit neuesten wissenschaftlichen Methoden konnte ein eindeutig zu einem einzigen Menschen zuzuordnendes Profil der damals sichergestellten DNA vom Sperma erstellt werden. „Wir haben jetzt das Profil, aber es ist nicht in der Datenbank“, sagt Pietzsch.

Sicher ist, dass der Mann, dem das Sperma zuzuordnen ist, auch die beiden Zigaretten der Marke Camel geraucht hat. Eine Kippe lag neben der Leiche der Kellnerin, die andere im Aschenbecher neben dem Bier.
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Quelle: ZDF
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Quelle: ZDF
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Quelle: Berliner Kurier


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Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt

19.03.2026 um 16:50
Prozess um Mord an Hochschullehrer: Düsseldorfer Richter stellen Verurteilung im Fall Heinz-Erich Lennertz in Aussicht

Vor dem Düsseldorfer Landgericht wird derzeit der Mord an dem 49-jährigen Hochschullehrer Heinz-Erich Lennertz in Hilden bei Düsseldorf verhandelt. Der Psychologie-Professor wurde mutmaßlich am Abend des 6. April 1984 in seinem Haus von einem bislang unbekannten Täter mit 24 Messerstichen in Rücken, Nacken und den rechten Brustbereich getötet. Im Februar begann nun der Prozess gegen einen damals 21-jährigen Italiener. Die DNA des Mannes, der seinerzeit als Prostituierter tätig war, stimmt mit Spuren an der Leiche und auf einem Tuch im Schlafzimmer überein. Die Zuordnung konnte erst bei einer neuen Untersuchung der Asservate getroffen werden. Vor Gericht bestreitet der Angeklagte über seine Verteidigerin die Tat. Sie wies darauf hin, dass an der Leiche DNA von vier verschiedenen Männern gefunden wurde. Dennoch hat das Gericht einer DPA-Meldung zufolge nun die Einschätzung abgegeben, dass es "eher unwahrscheinlich" sei, dass ein anderer die Tat begangen habe. Der habe seine Fingerabdruck- und DNA-Spuren am Tatort "tatzeitnah" hinterlassen und die Tat einem Zeugen zufolge später eingeräumt.

Laut Anklage soll sich die Tat einem Bericht der Rheinischen Post zufolge wie folgt abgespielt haben:
„Der Angeklagte soll sich am Abend des 6. April 1984 gemeinsam mit dem Geschädigten in dessen Wohnhaus in Hilden aufgehalten haben“, heißt es vom Landgericht Düsseldorf. Später am Abend soll der Geschädigte auf einem Bett in seinem Schlafzimmer gelegen haben. Der Angeklagte, dem bewusst gewesen sein soll, dass der Psychologe arglos war, soll dies ausgenutzt und von hinten mit einem Messer mehrfach auf den Geschädigten eingestochen haben, um ihn tödlich zu verletzen. Dieser starb noch am Tatort. In der Wohnung fand die Polizei die Reste einer gemeinsamen Mahlzeit und leere Flaschen. Die drei Kinder des verwitweten, alleinerziehenden Vaters waren damals in den Osterferien bei Verwandten.
Der Verdächtige sei am am 5. November 2025 in Italien festgenommen und danach nach Deutschland ausgeliefert worden.
Wie es heißt, war es ein am Tatort gefundener Fingerabdruck, der die Ermittler jetzt auf die Spur des Italieners gebracht hat. [Vorsitzende Richterin] Vera Drees: „Heute ist die Technik viel weiter als 1984. Die Spuren, die man damals am Tatort gefunden und archiviert hat, sind inzwischen digitalisiert worden.“ Und so werden solche Spuren von einer speziellen Einheit, die „Cold Cases“ bearbeitet, nach und nach durch die Datenbanken gejagt, in der Hoffnung, einen Treffer zu landen. In diesem Fall sei man erfolgreich gewesen. Der Fingerabdruck sei ein erster, wenn wohl auch nicht vollständiger Treffer gewesen. Der nun Angeklagte sei vorher bereits polizeilich in Erscheinung getreten, daher gab es Fingerabdrücke von ihm in der Datenbank. Um ganz sicherzugehen, sei danach ein Speicheltest durchgeführt worden, der einen DNA-Treffer, also einen erfolgreichen Abgleich von Erbinformationen, brachte.
Das Gericht versucht laut DPA derzeit noch, einen weiteren Verdächtigen als möglichen Täter auszuschließen.
[So] ordnete der Richter die Entnahme einer Speichelprobe bei einem 62-jährigen Mann aus Bottrop an. Der gab die Probe nach anfänglicher Weigerung in einem Nebenraum des Gerichts ab. Eine Zeugin behauptet, der Mann aus Bottrop habe ihrem Bruder die Tat ebenfalls gestanden. Das Ergebnis soll in wenigen Tagen vorliegen.



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24.03.2026 um 23:15
Zitat von 1899Ost1899Ost schrieb am 19.03.2026:Prozess um Mord an Hochschullehrer: Düsseldorfer Richter stellen Verurteilung im Fall Heinz-Erich Lennertz in Aussicht

Vor dem Düsseldorfer Landgericht wird derzeit der Mord an dem 49-jährigen Hochschullehrer Heinz-Erich Lennertz in Hilden bei Düsseldorf verhandelt. Der Psychologie-Professor wurde mutmaßlich am Abend des 6. April 1984 in seinem Haus von einem bislang unbekannten Täter mit 24 Messerstichen in Rücken, Nacken und den rechten Brustbereich getötet. Im Februar begann nun der Prozess gegen einen damals 21-jährigen Italiener. Die DNA des Mannes, der seinerzeit als Prostituierter tätig war, stimmt mit Spuren an der Leiche und auf einem Tuch im Schlafzimmer überein. Die Zuordnung konnte erst bei einer neuen Untersuchung der Asservate getroffen werden. Vor Gericht bestreitet der Angeklagte über seine Verteidigerin die Tat. Sie wies darauf hin, dass an der Leiche DNA von vier verschiedenen Männern gefunden wurde. Dennoch hat das Gericht einer DPA-Meldung zufolge nun die Einschätzung abgegeben, dass es "eher unwahrscheinlich" sei, dass ein anderer die Tat begangen habe. Der habe seine Fingerabdruck- und DNA-Spuren am Tatort "tatzeitnah" hinterlassen und die Tat einem Zeugen zufolge später eingeräumt.

[...] Der Verdächtige sei am am 5. November 2025 in Italien festgenommen und danach nach Deutschland ausgeliefert worden.

[...] Das Gericht versucht laut DPA derzeit noch, einen weiteren Verdächtigen als möglichen Täter auszuschließen. [...]
Laut Rheinischer Post erbrachte der Abgleich mit der DNA des weiteren Verdächtigen durch das Landeskriminalamt keinen Treffer.
Bis zum nächsten Prozesstag sollen Staatsanwaltschaft und Verteidigung mögliche weitere Beweisanträge eingereicht haben, wie die Kammer am Dienstag verkündete. Damit könnte das Urteil auch bereits im April fallen.



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26.03.2026 um 18:45
Zitat von 1899Ost1899Ost schrieb am 03.02.2026:Wattenbeker Gehege bei Neumünster im Fokus: LKA Schleswig-Holstein sucht wieder nach vermisstem Horst Georg Linnemann

Neue Entwicklungen im Vermisstenfall Horst Georg Linnemann: Wie das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein in einer Pressemitteilung bekanntgibt, hat eine Cold Case Unit die Ermittlungen 2024 wieder aufgenommen. Auf Basis dieser Analysen, auch unter Zuhilfenahme modernster kriminaltechnischer Methoden und neuer Zeugenbefragungen, wird nun wieder nach dem damals 28-Jährigen gesucht. Seit heute durchsucht die Cold Case Unit gemeinsam mit unterstützenden Kräften der Landespolizei das Wattenbeker Gehege, ein Waldgebiet nördlich von Neumünster, nach dem Leichnam des Mannes.
Zitat von 1899Ost1899Ost schrieb am 06.02.2026:Die Suche im Wattenbeker Gehege hat nicht zum Auffinden von Horst Georg Linnemann gefunden. Das hat das LKA Schleswig-Holstein mitgeteilt.

Laut Bild verdächtigt die Polizei einen früheren Komplizen und vermutet Rache wegen einer belastenden Aussage in einer Diebstahlsache als Motiv.
Die Cold Case Unit ist bei einer weiteren Suche nach dem vermissten Horst Georg Linnemann auf Knochen gestoßen. Das haben die Staatsanwaltschaft Kiel und das LKA Schleswig-Holstein in einer Pressemitteilung bekanntgegeben. Der Ursprung der Knochen konnte aber "nicht zweifelsfrei" festgestellt werden und werde nun durch die Rechtsmedizin geklärt. Dem Bericht zufolge gab es zuvor einen Hinweis auf die Waldstelle im Brachenfelder Gehölz bei Neumünster. In der Folge fanden Grabungen mit Unterstützung des Kampfmittelräumdienstes und der Spurensicherung der Polizeidirektion Kiel statt.


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31.03.2026 um 23:48
Bei Einreise nach Deutschland festgenommen: Dritter Tatverdächtiger im Fall Ricardo Corvo sitzt in Untersuchungshaft

Im Fall des im Januar 2010 getöteten 43-jährigen Ricardo Corvo hat die Ermittlungsgruppe Cold Case der Polizei Köln offenbar einen Erfolg verzeichnet: Wie Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Pressemitteilung schreiben, wurde ein mittlerweile 60-jähriger Tatverdächtiger am vergangenen Samstag bei der Einreise von Österreich nach Deutschland durch die Bundespolizeiinspektion Passau kontrolliert und auf Grundlage eines Untersuchungshaftbefehls des Amtsgerichts Köln festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, vor über 16 Jahren an dem Totschlag beteiligt gewesen zu sein.

Der Kölner Stadt-Anzeiger schilderte den Fall in einem Bericht vor zwei Jahren wie folgt:
Am 15. Januar 2010 hatten nachmittags Passanten die Leiche des gebürtigen Italieners Ricardo Corvo von den Füßen bis zur Hüfte in einer blauen Mülltüte verpackt neben einer Leitplanke an der A59 im Leverkusener Stadtteil Rheindorf gefunden. Bei der Obduktion hatte sich herausgestellt, dass das Opfer durch mehrere Schläge gegen den Kopf gestorben war.

Die Polizei veröffentlichte Fotos von dem stark tätowierten Mann, weshalb sie ihn schnell identifizieren konnte. Zudem war man über einen Abgleich der Fingerabdrücke mit der Datenbank des Bundeskriminalamts auf Corvo gekommen. [...]

Trotzdem konnten die Beamtinnen und Beamten den Fall nicht aufklären. Der Tod von Ricardo Corvo aus Köln-Kalk wurde zu einem sogenannten „Cold Case“. [...]

Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ vor 14 Jahren berichtete, hatte sich das Opfer in Kalk wohl einige Feinde gemacht. „Ricardo Corvo konnte nett und freundlich sein, aber er war kein Engel“, hatte damals ein Bekannter der Redaktion gesagt. Corvo lebte in einer ruhigen Seitenstraße in einem kleinen Appartement. Davor war er wohl bei einem Landsmann zur Untermiete untergekommen. „Er hat halt bei mir ein paar Tage gewohnt. Was er sonst so gemacht hat, interessiert mich nicht“, hatte der gesagt. Der Landsmann hatte angegeben, dass Corvo zuvor mit einem Messer auf einen Mann losgegangen sein soll: „Das Opfer hat überlebt, lag aber danach im Krankenhaus.“

Corvo war in Sizilien geboren, dort hatte er wohl schon im Gefängnis gesessen. „Mehrfach soll er mit Rauben, Körperverletzungen und Erpressung aufgefallen sein“, berichtete der „Kölner Stadt-Anzeiger“.
Laut Pressemitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft wurde der Fall 2022 durch die Ermittlungsgruppe Cold Cases neu aufgerollt. Durch erneute kriminaltechnische Untersuchungen konnten DNA-Spuren an der Leiche drei Männern zugeordnet werden. Ein 45-jähriger Tatverdächtiger wurde im August 2024 in den Niederlanden festgenommen, aber später wieder entlassen, da die Voraussetzungen für die Untersuchungshaft nicht mehr vorlagen. Ein weiterer damals 54-jähriger Tatverdächtiger, nach dem mit internationalem Haftbefehl gesucht worden war, war zwischenzeitlich gestorben. Nun erfolgte am Samstag die Festnahme des dritten Mannes. Die weiteren Ermittlungen zu den Hintergründen sowie dem genauen Tatort dauern demnach noch an.

RC
Quelle: Express


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01.04.2026 um 21:18
Zitat von 1899Ost1899Ost schrieb am 15.02.2025:Die Polizei Bielefeld geht mit neuen Ermittlungsansätzen im Fall eines tödlichen Raubüberfalls aus dem Jahr 1994 an die Öffentlichkeit.
Zitat von LackyLuke77LackyLuke77 schrieb am 21.11.2025:Der Prozess ist mit einem Freispruch zu Ende gegangen.
Zum Mordfall Heinz-Georg Strohmidel gibt es nun auch einen Podcast von Licht ins Dunkel

https://www.podcast.de/episode/702464187/heinz-georg-strohmidel-der-fall-110

Es geht in dieser Episode um die Tat und die ersten Ermittlungen


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um 10:15
Zitat von 1899Ost1899Ost schrieb am 11.03.2024:Im Mordfall Edip Saraç in Würzburg-Zellerau hat es über 25 Jahre nach der Tat zwei Festnahmen gegeben.

Am 5. Januar 1999 gegen 19 Uhr wurde der 55-jährige Wirt des "Deutsch-Türkischen Kulturvereins" in seinem Lokal in der Weißenburgstraße erschossen. Der Täter, den Zeugen als einen 1,70 Meter großen und stämmigen Mann mit Motorrad-Unterziehhaube beschrieben, setzte fünf Schüsse ab und flüchtete anschließend mit dem Motorrad. Im Anschluss gab es in Würzburg einige Gerüchte über den Täter. Vom rechtsterroristischen NSU war die Rede, von einem tödlichen Streit zwischen Vater und Sohn oder von einem Auftragskiller der türkischen Mafia in Ludwigsburg. Derartige Spekulationen erhärteten sich allerdings nicht. Eine Verbindung zum NSU schließen die Ermittler aus.

Nun berichten das Polizeipräsidium Unterfranken und die Staatsanwaltschaft Würzburg von neuen Hinweisen und zwei Festnahmen: [...]

Laut Bayrischem Rundfunk hat die Polizei vergangene Woche insgesamt vier Objekte in Zusammenhang mit dem Cold Case nach Beweismitteln durchsucht. Darunter befand sich unter anderem das Grundstück eines Zeugen im Würzburger Stadtteil Sanderau.
Zitat von LackyLuke77LackyLuke77 schrieb am 17.07.2025:Der Fall wird heute juristisch zumindest vorläufig abgeschlossen werden, denn am LG Würzburg wird das Urteil erwartet.
Zitat von LackyLuke77LackyLuke77 schrieb am 17.07.2025:Update: Beide Angeklagte zu lebenslanger Haft verurteilt
Die beiden Urteile wegen Mordes an Edip Saraç haben auch einer Revision vor dem Bundesgerichtshof standgehalten. Das meldet die Mainpost.
Am 5. Januar 1999 erschoss ein maskierter Mann in einer Würzburger Kneipe den Wirt Edip Saraç. 27 Jahre später hat jetzt der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe das Urteil des Landgerichts Würzburg bestätigt: Ein heute 67 Jahre alter Geldverleiher als Auftraggeber und sein 50-jähriger Sohn, der Schütze in dem Mordfall war, bleiben lebenslänglich in Haft.

Die Sprecherin des Landgerichts, Martina Pfister-Luz, bestätigt die Entscheidung des BGH. Das Urteil gegen die zwei Beschuldigten ist rechtskräftig und dürfte damit tatsächlich „lebenslänglich“ bedeuten: Denn das Würzburger Gericht hatte nach siebenmonatiger Verhandlung im Juli 2025 für beide zusätzlich „die besondere Schwere der Schuld“ festgestellt. Damit ist eine Entlassung nach 15 Jahren Haft nahezu ausgeschlossen. Sie wird erst Jahre später geprüft.



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