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Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt

580 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Cold Case, Ermittlungen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt

Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt

18.03.2026 um 08:20
Sexualmord aus April 1986 bei Aktenzeichen XY: Polizei Berlin geht mit Fall Renate Pollaczek erneut an die Öffentlichkeit

Die Polizei Berlin geht mit einem Sexualmord aus dem April 1986 erneut an die Öffentlichkeit. Wie das ZDF mitteilt, wird in der heutigen Ausgabe von "Aktenzeichen XY" (ZDF, 20.15 Uhr) der Mordfall Renate Pollaczek filmisch aufgearbeitet. Dabei wird auch ein Phantombild des mutmaßlichen Täters gezeigt, der zwischen 20 und 25 Jahre alt gewesen sein und damals vermutlich Bodybuilding betrieben haben soll.

Der Sender schildert den Fall für sein Nachrichtenportal wie folgt:
Tatort war die "Schultheiß-Baude", eine Kiez-Kneipe in der Galvanistraße in Berlin-Charlottenburg. Das Lokal hatte rund um die Uhr geöffnet und wurde fast ausschließlich von Einheimischen und Anwohnern besucht. Touristen verirrten sich selten dorthin.

Am 10. April 1986 übernahm Renate Pollaczeck die Nachtschicht. Am nächsten Morgen, um kurz nach 5 Uhr, verließ ein Stammgast das Lokal - und begegnete dabei einem Fremden, den er noch nie gesehen hatte.
Wer der Mann war, ist bis heute unklar. Er wird als 20 bis 25 Jahre alt, etwa 172 bis 175 Zentimeter groß und sehr muskulös beschrieben.
Fest steht, dass Renate Pollaczek den Betreiber der Kneipe nicht wie vereinbart telefonisch geweckt hatte. Deswegen eilte der 39-Jährige gegen 7.30 Uhr zur „Schultheiß-Baude“. Er fand seine Mitarbeiterin in der Küchennische. Renate Pollaczek lag auf dem Boden, ein mehrfach gewundenes und verknotetes Geschirrtuch um den Hals. Sie war tot. Der Wirt rief die Polizei.

Die „Auffindesituation“ habe darauf schließen lassen, dass die Kellnerin vergewaltigt worden sei, sagt Staatsanwalt Pietzsch. Die Obduktion am selben Tag bestätigte den Verdacht. Der Mörder hatte aus der Kneipe auch die Kasse mitgehen lassen. „Geschätzt 150 D-Mark“, sagt Pietzsch.
Quelle: Berliner Kurier

In den Ermittlungen hatte die Polizei insgesamt sechs Tatverdächtige im Blick. Sie konnten aber alle als Täter ausgeschlossen werden.
2023 wurden die Akten des Mordfalls wieder herausgeholt. Mit neuesten wissenschaftlichen Methoden konnte ein eindeutig zu einem einzigen Menschen zuzuordnendes Profil der damals sichergestellten DNA vom Sperma erstellt werden. „Wir haben jetzt das Profil, aber es ist nicht in der Datenbank“, sagt Pietzsch.

Sicher ist, dass der Mann, dem das Sperma zuzuordnen ist, auch die beiden Zigaretten der Marke Camel geraucht hat. Eine Kippe lag neben der Leiche der Kellnerin, die andere im Aschenbecher neben dem Bier.
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Quelle: ZDF
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Quelle: ZDF
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Quelle: Berliner Kurier


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19.03.2026 um 16:50
Prozess um Mord an Hochschullehrer: Düsseldorfer Richter stellen Verurteilung im Fall Heinz-Erich Lennertz in Aussicht

Vor dem Düsseldorfer Landgericht wird derzeit der Mord an dem 49-jährigen Hochschullehrer Heinz-Erich Lennertz in Hilden bei Düsseldorf verhandelt. Der Psychologie-Professor wurde mutmaßlich am Abend des 6. April 1984 in seinem Haus von einem bislang unbekannten Täter mit 24 Messerstichen in Rücken, Nacken und den rechten Brustbereich getötet. Im Februar begann nun der Prozess gegen einen damals 21-jährigen Italiener. Die DNA des Mannes, der seinerzeit als Prostituierter tätig war, stimmt mit Spuren an der Leiche und auf einem Tuch im Schlafzimmer überein. Die Zuordnung konnte erst bei einer neuen Untersuchung der Asservate getroffen werden. Vor Gericht bestreitet der Angeklagte über seine Verteidigerin die Tat. Sie wies darauf hin, dass an der Leiche DNA von vier verschiedenen Männern gefunden wurde. Dennoch hat das Gericht einer DPA-Meldung zufolge nun die Einschätzung abgegeben, dass es "eher unwahrscheinlich" sei, dass ein anderer die Tat begangen habe. Der habe seine Fingerabdruck- und DNA-Spuren am Tatort "tatzeitnah" hinterlassen und die Tat einem Zeugen zufolge später eingeräumt.

Laut Anklage soll sich die Tat einem Bericht der Rheinischen Post zufolge wie folgt abgespielt haben:
„Der Angeklagte soll sich am Abend des 6. April 1984 gemeinsam mit dem Geschädigten in dessen Wohnhaus in Hilden aufgehalten haben“, heißt es vom Landgericht Düsseldorf. Später am Abend soll der Geschädigte auf einem Bett in seinem Schlafzimmer gelegen haben. Der Angeklagte, dem bewusst gewesen sein soll, dass der Psychologe arglos war, soll dies ausgenutzt und von hinten mit einem Messer mehrfach auf den Geschädigten eingestochen haben, um ihn tödlich zu verletzen. Dieser starb noch am Tatort. In der Wohnung fand die Polizei die Reste einer gemeinsamen Mahlzeit und leere Flaschen. Die drei Kinder des verwitweten, alleinerziehenden Vaters waren damals in den Osterferien bei Verwandten.
Der Verdächtige sei am am 5. November 2025 in Italien festgenommen und danach nach Deutschland ausgeliefert worden.
Wie es heißt, war es ein am Tatort gefundener Fingerabdruck, der die Ermittler jetzt auf die Spur des Italieners gebracht hat. [Vorsitzende Richterin] Vera Drees: „Heute ist die Technik viel weiter als 1984. Die Spuren, die man damals am Tatort gefunden und archiviert hat, sind inzwischen digitalisiert worden.“ Und so werden solche Spuren von einer speziellen Einheit, die „Cold Cases“ bearbeitet, nach und nach durch die Datenbanken gejagt, in der Hoffnung, einen Treffer zu landen. In diesem Fall sei man erfolgreich gewesen. Der Fingerabdruck sei ein erster, wenn wohl auch nicht vollständiger Treffer gewesen. Der nun Angeklagte sei vorher bereits polizeilich in Erscheinung getreten, daher gab es Fingerabdrücke von ihm in der Datenbank. Um ganz sicherzugehen, sei danach ein Speicheltest durchgeführt worden, der einen DNA-Treffer, also einen erfolgreichen Abgleich von Erbinformationen, brachte.
Das Gericht versucht laut DPA derzeit noch, einen weiteren Verdächtigen als möglichen Täter auszuschließen.
[So] ordnete der Richter die Entnahme einer Speichelprobe bei einem 62-jährigen Mann aus Bottrop an. Der gab die Probe nach anfänglicher Weigerung in einem Nebenraum des Gerichts ab. Eine Zeugin behauptet, der Mann aus Bottrop habe ihrem Bruder die Tat ebenfalls gestanden. Das Ergebnis soll in wenigen Tagen vorliegen.



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24.03.2026 um 23:15
Zitat von 1899Ost1899Ost schrieb am 19.03.2026:Prozess um Mord an Hochschullehrer: Düsseldorfer Richter stellen Verurteilung im Fall Heinz-Erich Lennertz in Aussicht

Vor dem Düsseldorfer Landgericht wird derzeit der Mord an dem 49-jährigen Hochschullehrer Heinz-Erich Lennertz in Hilden bei Düsseldorf verhandelt. Der Psychologie-Professor wurde mutmaßlich am Abend des 6. April 1984 in seinem Haus von einem bislang unbekannten Täter mit 24 Messerstichen in Rücken, Nacken und den rechten Brustbereich getötet. Im Februar begann nun der Prozess gegen einen damals 21-jährigen Italiener. Die DNA des Mannes, der seinerzeit als Prostituierter tätig war, stimmt mit Spuren an der Leiche und auf einem Tuch im Schlafzimmer überein. Die Zuordnung konnte erst bei einer neuen Untersuchung der Asservate getroffen werden. Vor Gericht bestreitet der Angeklagte über seine Verteidigerin die Tat. Sie wies darauf hin, dass an der Leiche DNA von vier verschiedenen Männern gefunden wurde. Dennoch hat das Gericht einer DPA-Meldung zufolge nun die Einschätzung abgegeben, dass es "eher unwahrscheinlich" sei, dass ein anderer die Tat begangen habe. Der habe seine Fingerabdruck- und DNA-Spuren am Tatort "tatzeitnah" hinterlassen und die Tat einem Zeugen zufolge später eingeräumt.

[...] Der Verdächtige sei am am 5. November 2025 in Italien festgenommen und danach nach Deutschland ausgeliefert worden.

[...] Das Gericht versucht laut DPA derzeit noch, einen weiteren Verdächtigen als möglichen Täter auszuschließen. [...]
Laut Rheinischer Post erbrachte der Abgleich mit der DNA des weiteren Verdächtigen durch das Landeskriminalamt keinen Treffer.
Bis zum nächsten Prozesstag sollen Staatsanwaltschaft und Verteidigung mögliche weitere Beweisanträge eingereicht haben, wie die Kammer am Dienstag verkündete. Damit könnte das Urteil auch bereits im April fallen.



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26.03.2026 um 18:45
Zitat von 1899Ost1899Ost schrieb am 03.02.2026:Wattenbeker Gehege bei Neumünster im Fokus: LKA Schleswig-Holstein sucht wieder nach vermisstem Horst Georg Linnemann

Neue Entwicklungen im Vermisstenfall Horst Georg Linnemann: Wie das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein in einer Pressemitteilung bekanntgibt, hat eine Cold Case Unit die Ermittlungen 2024 wieder aufgenommen. Auf Basis dieser Analysen, auch unter Zuhilfenahme modernster kriminaltechnischer Methoden und neuer Zeugenbefragungen, wird nun wieder nach dem damals 28-Jährigen gesucht. Seit heute durchsucht die Cold Case Unit gemeinsam mit unterstützenden Kräften der Landespolizei das Wattenbeker Gehege, ein Waldgebiet nördlich von Neumünster, nach dem Leichnam des Mannes.
Zitat von 1899Ost1899Ost schrieb am 06.02.2026:Die Suche im Wattenbeker Gehege hat nicht zum Auffinden von Horst Georg Linnemann gefunden. Das hat das LKA Schleswig-Holstein mitgeteilt.

Laut Bild verdächtigt die Polizei einen früheren Komplizen und vermutet Rache wegen einer belastenden Aussage in einer Diebstahlsache als Motiv.
Die Cold Case Unit ist bei einer weiteren Suche nach dem vermissten Horst Georg Linnemann auf Knochen gestoßen. Das haben die Staatsanwaltschaft Kiel und das LKA Schleswig-Holstein in einer Pressemitteilung bekanntgegeben. Der Ursprung der Knochen konnte aber "nicht zweifelsfrei" festgestellt werden und werde nun durch die Rechtsmedizin geklärt. Dem Bericht zufolge gab es zuvor einen Hinweis auf die Waldstelle im Brachenfelder Gehölz bei Neumünster. In der Folge fanden Grabungen mit Unterstützung des Kampfmittelräumdienstes und der Spurensicherung der Polizeidirektion Kiel statt.


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31.03.2026 um 23:48
Bei Einreise nach Deutschland festgenommen: Dritter Tatverdächtiger im Fall Ricardo Corvo sitzt in Untersuchungshaft

Im Fall des im Januar 2010 getöteten 43-jährigen Ricardo Corvo hat die Ermittlungsgruppe Cold Case der Polizei Köln offenbar einen Erfolg verzeichnet: Wie Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Pressemitteilung schreiben, wurde ein mittlerweile 60-jähriger Tatverdächtiger am vergangenen Samstag bei der Einreise von Österreich nach Deutschland durch die Bundespolizeiinspektion Passau kontrolliert und auf Grundlage eines Untersuchungshaftbefehls des Amtsgerichts Köln festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, vor über 16 Jahren an dem Totschlag beteiligt gewesen zu sein.

Der Kölner Stadt-Anzeiger schilderte den Fall in einem Bericht vor zwei Jahren wie folgt:
Am 15. Januar 2010 hatten nachmittags Passanten die Leiche des gebürtigen Italieners Ricardo Corvo von den Füßen bis zur Hüfte in einer blauen Mülltüte verpackt neben einer Leitplanke an der A59 im Leverkusener Stadtteil Rheindorf gefunden. Bei der Obduktion hatte sich herausgestellt, dass das Opfer durch mehrere Schläge gegen den Kopf gestorben war.

Die Polizei veröffentlichte Fotos von dem stark tätowierten Mann, weshalb sie ihn schnell identifizieren konnte. Zudem war man über einen Abgleich der Fingerabdrücke mit der Datenbank des Bundeskriminalamts auf Corvo gekommen. [...]

Trotzdem konnten die Beamtinnen und Beamten den Fall nicht aufklären. Der Tod von Ricardo Corvo aus Köln-Kalk wurde zu einem sogenannten „Cold Case“. [...]

Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ vor 14 Jahren berichtete, hatte sich das Opfer in Kalk wohl einige Feinde gemacht. „Ricardo Corvo konnte nett und freundlich sein, aber er war kein Engel“, hatte damals ein Bekannter der Redaktion gesagt. Corvo lebte in einer ruhigen Seitenstraße in einem kleinen Appartement. Davor war er wohl bei einem Landsmann zur Untermiete untergekommen. „Er hat halt bei mir ein paar Tage gewohnt. Was er sonst so gemacht hat, interessiert mich nicht“, hatte der gesagt. Der Landsmann hatte angegeben, dass Corvo zuvor mit einem Messer auf einen Mann losgegangen sein soll: „Das Opfer hat überlebt, lag aber danach im Krankenhaus.“

Corvo war in Sizilien geboren, dort hatte er wohl schon im Gefängnis gesessen. „Mehrfach soll er mit Rauben, Körperverletzungen und Erpressung aufgefallen sein“, berichtete der „Kölner Stadt-Anzeiger“.
Laut Pressemitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft wurde der Fall 2022 durch die Ermittlungsgruppe Cold Cases neu aufgerollt. Durch erneute kriminaltechnische Untersuchungen konnten DNA-Spuren an der Leiche drei Männern zugeordnet werden. Ein 45-jähriger Tatverdächtiger wurde im August 2024 in den Niederlanden festgenommen, aber später wieder entlassen, da die Voraussetzungen für die Untersuchungshaft nicht mehr vorlagen. Ein weiterer damals 54-jähriger Tatverdächtiger, nach dem mit internationalem Haftbefehl gesucht worden war, war zwischenzeitlich gestorben. Nun erfolgte am Samstag die Festnahme des dritten Mannes. Die weiteren Ermittlungen zu den Hintergründen sowie dem genauen Tatort dauern demnach noch an.

RC
Quelle: Express


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01.04.2026 um 21:18
Zitat von 1899Ost1899Ost schrieb am 15.02.2025:Die Polizei Bielefeld geht mit neuen Ermittlungsansätzen im Fall eines tödlichen Raubüberfalls aus dem Jahr 1994 an die Öffentlichkeit.
Zitat von LackyLuke77LackyLuke77 schrieb am 21.11.2025:Der Prozess ist mit einem Freispruch zu Ende gegangen.
Zum Mordfall Heinz-Georg Strohmidel gibt es nun auch einen Podcast von Licht ins Dunkel

https://www.podcast.de/episode/702464187/heinz-georg-strohmidel-der-fall-110

Es geht in dieser Episode um die Tat und die ersten Ermittlungen


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08.04.2026 um 10:15
Zitat von 1899Ost1899Ost schrieb am 11.03.2024:Im Mordfall Edip Saraç in Würzburg-Zellerau hat es über 25 Jahre nach der Tat zwei Festnahmen gegeben.

Am 5. Januar 1999 gegen 19 Uhr wurde der 55-jährige Wirt des "Deutsch-Türkischen Kulturvereins" in seinem Lokal in der Weißenburgstraße erschossen. Der Täter, den Zeugen als einen 1,70 Meter großen und stämmigen Mann mit Motorrad-Unterziehhaube beschrieben, setzte fünf Schüsse ab und flüchtete anschließend mit dem Motorrad. Im Anschluss gab es in Würzburg einige Gerüchte über den Täter. Vom rechtsterroristischen NSU war die Rede, von einem tödlichen Streit zwischen Vater und Sohn oder von einem Auftragskiller der türkischen Mafia in Ludwigsburg. Derartige Spekulationen erhärteten sich allerdings nicht. Eine Verbindung zum NSU schließen die Ermittler aus.

Nun berichten das Polizeipräsidium Unterfranken und die Staatsanwaltschaft Würzburg von neuen Hinweisen und zwei Festnahmen: [...]

Laut Bayrischem Rundfunk hat die Polizei vergangene Woche insgesamt vier Objekte in Zusammenhang mit dem Cold Case nach Beweismitteln durchsucht. Darunter befand sich unter anderem das Grundstück eines Zeugen im Würzburger Stadtteil Sanderau.
Zitat von LackyLuke77LackyLuke77 schrieb am 17.07.2025:Der Fall wird heute juristisch zumindest vorläufig abgeschlossen werden, denn am LG Würzburg wird das Urteil erwartet.
Zitat von LackyLuke77LackyLuke77 schrieb am 17.07.2025:Update: Beide Angeklagte zu lebenslanger Haft verurteilt
Die beiden Urteile wegen Mordes an Edip Saraç haben auch einer Revision vor dem Bundesgerichtshof standgehalten. Das meldet die Mainpost.
Am 5. Januar 1999 erschoss ein maskierter Mann in einer Würzburger Kneipe den Wirt Edip Saraç. 27 Jahre später hat jetzt der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe das Urteil des Landgerichts Würzburg bestätigt: Ein heute 67 Jahre alter Geldverleiher als Auftraggeber und sein 50-jähriger Sohn, der Schütze in dem Mordfall war, bleiben lebenslänglich in Haft.

Die Sprecherin des Landgerichts, Martina Pfister-Luz, bestätigt die Entscheidung des BGH. Das Urteil gegen die zwei Beschuldigten ist rechtskräftig und dürfte damit tatsächlich „lebenslänglich“ bedeuten: Denn das Würzburger Gericht hatte nach siebenmonatiger Verhandlung im Juli 2025 für beide zusätzlich „die besondere Schwere der Schuld“ festgestellt. Damit ist eine Entlassung nach 15 Jahren Haft nahezu ausgeschlossen. Sie wird erst Jahre später geprüft.



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10.04.2026 um 14:45
Zitat von 1899Ost1899Ost schrieb am 03.02.2026:Wattenbeker Gehege bei Neumünster im Fokus: LKA Schleswig-Holstein sucht wieder nach vermisstem Horst Georg Linnemann

Neue Entwicklungen im Vermisstenfall Horst Georg Linnemann: Wie das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein in einer Pressemitteilung bekanntgibt, hat eine Cold Case Unit die Ermittlungen 2024 wieder aufgenommen. Auf Basis dieser Analysen, auch unter Zuhilfenahme modernster kriminaltechnischer Methoden und neuer Zeugenbefragungen, wird nun wieder nach dem damals 28-Jährigen gesucht. Seit heute durchsucht die Cold Case Unit gemeinsam mit unterstützenden Kräften der Landespolizei das Wattenbeker Gehege, ein Waldgebiet nördlich von Neumünster, nach dem Leichnam des Mannes.
Zitat von 1899Ost1899Ost schrieb am 06.02.2026:Die Suche im Wattenbeker Gehege hat nicht zum Auffinden von Horst Georg Linnemann gefunden. Das hat das LKA Schleswig-Holstein mitgeteilt. [...]

Laut Bild verdächtigt die Polizei einen früheren Komplizen und vermutet Rache wegen einer belastenden Aussage in einer Diebstahlsache als Motiv.
Zitat von 1899Ost1899Ost schrieb am 26.03.2026:Die Cold Case Unit ist bei einer weiteren Suche nach dem vermissten Horst Georg Linnemann auf Knochen gestoßen. Das haben die Staatsanwaltschaft Kiel und das LKA Schleswig-Holstein in einer Pressemitteilung bekanntgegeben. Der Ursprung der Knochen konnte aber "nicht zweifelsfrei" festgestellt werden und werde nun durch die Rechtsmedizin geklärt.
Die im Brachenfelder Gehölz gefundenen Knochen bringen im Fall Horst Georg Linnemann keinen Durchbruch. Laut Pressemitteilung von Staatsanwaltschaft Kiel und LKA Schleswig-Holstein stammen sie ausnahmslos von Tieren. Die weiteren Ermittlungen dauern demnach an.


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13.04.2026 um 20:15
Zitat von 1899Ost1899Ost schrieb am 19.03.2026:Prozess um Mord an Hochschullehrer: Düsseldorfer Richter stellen Verurteilung im Fall Heinz-Erich Lennertz in Aussicht

Vor dem Düsseldorfer Landgericht wird derzeit der Mord an dem 49-jährigen Hochschullehrer Heinz-Erich Lennertz in Hilden bei Düsseldorf verhandelt. Der Psychologie-Professor wurde mutmaßlich am Abend des 6. April 1984 in seinem Haus von einem bislang unbekannten Täter mit 24 Messerstichen in Rücken, Nacken und den rechten Brustbereich getötet. Im Februar begann nun der Prozess gegen einen damals 21-jährigen Italiener. Die DNA des Mannes, der seinerzeit als Prostituierter tätig war, stimmt mit Spuren an der Leiche und auf einem Tuch im Schlafzimmer überein. Die Zuordnung konnte erst bei einer neuen Untersuchung der Asservate getroffen werden. Vor Gericht bestreitet der Angeklagte über seine Verteidigerin die Tat. Sie wies darauf hin, dass an der Leiche DNA von vier verschiedenen Männern gefunden wurde. Dennoch hat das Gericht einer DPA-Meldung zufolge nun die Einschätzung abgegeben, dass es "eher unwahrscheinlich" sei, dass ein anderer die Tat begangen habe. Der habe seine Fingerabdruck- und DNA-Spuren am Tatort "tatzeitnah" hinterlassen und die Tat einem Zeugen zufolge später eingeräumt.
Zitat von 1899Ost1899Ost schrieb am 24.03.2026:Laut Rheinischer Post erbrachte der Abgleich mit der DNA des weiteren Verdächtigen durch das Landeskriminalamt keinen Treffer.
Im Fall Heinz-Erich Lennertz ist das Verfahren gegen den 63-jährigen Tatverdächtigen eingestellt worden. Das berichtet der WDR aus dem Düsseldorfer Landgericht. Das Gericht sieht es demnach nicht als erwiesen an, dass das Mordmerkmal der Heimtücke erfüllt ist. Damit wäre nur eine Verurteilung wegen Totschlags infrage gekommen. Dieser wäre jedoch bereits seit über zwei Jahrzehnten verjährt. Daher wurde der Haftbefehl nun aufgehoben.
Der Staatsanwalt will das Urteil anfechten. "Ich habe lebenslange Haft wegen Mordes gefordert", betonte er auf dem Gerichtsflur. Er ist weiterhin davon überzeugt, dass der Angeklagte den Professor damals heimtückisch getötet habe. Die Verteidigerin des Italieners erklärte auf Nachfrage, "ich hätte einen Freispruch für richtig gehalten".



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15.04.2026 um 19:00
Anhaltermord an Angelika Steudle vor genau 40 Jahren: Zeitung berichtet über neue Erkenntnisse in den Ermittlungen

Im Fall der im April 1986 getöteten 17-jährigen Anhalterin Angelika Steudle wird offenbar wieder ermittelt. "Nach Informationen unserer Zeitung gibt es durchaus neue Erkenntnisse. So dürften offenbar nicht alle Zeugen korrekte Angaben gemacht haben", schreiben die Stuttgarter Nachrichten heute anlässlich des 40. Jahrestag des Verbrechens. Der zuständigen Cold-Case-Ermittlerin, die namentlich nicht genannt werden möchte, zufolge wird auch zu dem Tatfahrzeug wieder ermittelt. Laut der Zeitung gibt es darüber hinaus noch eine offene Spur in die Richtung, dass der helle Mercedes-Benz, in den ein Zeuge in Ludwigsburg eine blonde junge Frau steigen sieht, doch der Baureihe 123 entstammte.

Die Stuttgarter Nachrichten schildern den Fall wie folgt:
Alles hat mit Liebeskummer begonnen. Die 17-jährige Angelika S. aus Aalen-Unterkochen ist im April 1986 vermutlich in einem psychischen Ausnahmezustand, weil sich ihr aus demselben Ort stammender Freund am Wochenende von ihr getrennt hatte. Er ist auch räumlich weit weg. In Calw im Nordschwarzwald, 124 Kilometer entfernt, arbeitet er als Fernmeldehandwerker bei der Bundeswehr. Während eines Besuchs bei einer Freundin beschließt die 17-Jährige am 14. April 1986, einem Montagabend, spontan nach Calw zu fahren. Ohne Geld, als Tramperin. Die junge Frau, die ihre Lehre als Damenschneiderin abgebrochen hat und ohne Beschäftigung ist, lässt sich nicht aufhalten. Die besorgte Freundin verständigt die Eltern, und die erstatten sofort Vermisstenanzeige bei der Polizei.

Ein Autofahrer bringt Angelika S. von Aalen zu einer Tankstelle nach Essingen an der B 29 wenige Kilometer westlich von Aalen. Es ist 20 Uhr, und ihm fällt der labile Zustand der jungen Frau auf. Er bietet ihr Hilfe, sogar Geld für eine Bahnfahrt an, doch sie lehnt ab. Er gibt ihr seine Visitenkarte, damit sie anruft, wenn es ihr schlechter gehen sollte. Diese Visitenkarte wird später bei ihrer Leiche gefunden. Die Polizei rekonstruiert eine weitere Fahrt nach Schwäbisch Gmünd. Von dort nimmt sie ein Autofahrer nach Schorndorf (Rems-Murr-Kreis) mit. „Ich hätte sie vielleicht besser zur Polizei bringen sollen“, sagt der Mann 25 Jahre später in einer Fernsehsendung. Sie sei erschöpft gewesen, auf dem Autositz eingeschlafen. Offenbar unter Medikamenteneinfluss. Und doch geht es weiter. Nach Fellbach. Und dann nach Bad Cannstatt.

Der letzte bekannte Chauffeur ist ein Ludwigsburger Audi-80-Fahrer, der sie gegen 21.30 Uhr von der Wilhelma in die Barockstadt bringt. Eigentlich nicht logisch: Ludwigsburg liegt in entgegengesetzter Richtung. Ein Umweg. Aber vielleicht ist alles egal, vielleicht gibt es von dort bessere Mitfahrgelegenheiten. Es heißt, dass sie in der Friedrich-Ebert-Straße aussteigt, sich kurz in einer Gaststätte aufhält und dann zur Bärenwiese geht. Es ist kalt, es hat weniger als drei Grad. Fatal: Die Bärenwiese gilt als Straßenstrich, und womöglich ist es ein Freier, der glaubt, eine vermeintliche Prostituierte mitzunehmen. Gegen 22 Uhr sieht ein Zeuge eine junge blonde Frau in einen hellen Mercedes einsteigen.

Eigentlich müsste die Fahrt über die A 81 zur B 295 über Renningen und Weil der Stadt führen. Doch der Wagen steuert den Umweg in Richtung Magstadt an, ins Hölzertal, vorbei am Hölzersee, „wo sich nachts die Jugend traf und man noch baden konnte“, wie sich ein Zeitzeuge erinnert. Wer auch immer Angelika S. mitgenommen hat – er kannte offenbar einen kleinen, engen Waldweg, nach rechts, der schräg in Richtung Seebrücklesweg zurückführt. Und den man geradeaus wieder verlassen kann, indem man rechtwinklig zur Hölzertalstraße abbiegt.

Also ein Mann, der sich sowohl im Milieu der Ludwigsburger Bärenwiese als auch im Hölzertal auskennt? Am 15. April 1986, gegen 16 Uhr, findet ein Spaziergänger eine Tote am Wegesrand. In der Brust drei tödliche Messerstiche. Die Leiche ist bekleidet mit Hose und Strickpulli, aber die Unterwäsche liegt abseits. Angelika S. ist das Opfer eines Sexualverbrechens, ihr Tod ein Verdeckungsmord. Das Tatmesser mit mindestens elf Zentimeter Klingenlänge, einseitig geschliffen, fehlt. Der Täter, so ein Polizeisprecher damals, „weiß, wie man ein Menschenleben schnell und präzise auslöscht“.
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Quelle: Polizei Baden-Württemberg


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16.04.2026 um 08:45
Zitat von 1899Ost1899Ost schrieb am 26.09.2024:Mord an US-Touristin in Koblenz 1994: Neue Spur im Fall Amy Lopez – Mögliche Täter-DNA isoliert
Zitat von 1899Ost1899Ost schrieb am 13.09.2025:Mordfall Amy Lopez bei Aktenzeichen XY – Neue Fallanalyse deutet auf jungen Mann aus der Region als Täter

Der Mord an der US-Touristin Amy Lopez in Koblenz im September 1994 wird in der kommenden Ausgabe von Aktenzeichen XY am Mittwoch, 17. September als Filmfall vorgestellt. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf eine ZDF-Mitteilung.

In der Mitteilung sei auch von einer neuen Fallanalyse die Rede, die auf einen jungen Mann aus der Region als Täter hindeute.
Zitat von 1899Ost1899Ost schrieb am 24.02.2026:Möglicher Durchbruch im Fall Amy Lopez: Staatsanwaltschaft Koblenz bestätigt Festnahme eines 81-Jährigen wegen Mordes

Im Fall der 1994 in Koblenz getöteten Amy Lopez hat die Staatsanwaltschaft Koblenz soeben eine Festnahme bestätigt.
Zitat von 1899Ost1899Ost schrieb am 01.03.2026:Tatverdächtiger war bereits wegen versuchtem Sexualdelikt in Haft: Freiwillige DNA-Abgabe bringt Treffer im Fall Amy Lopez

Die Staatsanwaltschaft Koblenz und die Polizeidirektion Koblenz haben am Mittwochnachmittag bei einer Pressekonferenz mehr Hintergründe zu der am Montag erfolgten Festnahme im Fall Amy Lopez bekanntgegeben. Der Leitende Oberstaatsanwalt Mario Mannweiler führte dabei aus, dass die Beweislage gegen den mittlerweile 81-jährigen Mann "recht verdichtet" sei. Sie gründe sich zu einem großen Teil, aber nicht nur, auf einer Übereinstimmung der DNA des Tatverdächtigen mit jener, die bei der erneuten forensischen Untersuchung der Kleidung des Opfers auf der Innenseite des Hosenbundes der Jeans festgestellt werden konnte. Eine weitere Spur auf dem Oberschenkel des Opfers deute zumindest zusätzlich auf den Tatverdächtigen hin.
Gut zwei Monate nach der Verhaftung des 81-Jährigen im Fall Amy Lopez hat sich der Tatverdacht gegen den Mann weiter erhärtet. Das hat der Leitende Oberstaatsanwalt Mario Mannweiler der Rhein-Zeitung bestätigt. Demnach werden derzeit noch Restermittlungen geführt, die aber auf die Abschlussentscheidung der Staatsanwaltschaft hinsichtlich einer Anklageerheung keinen Einfluss haben würden. Diese Entscheidung soll in den kommenden zwei bis vier Wochen fallen. Der Tatverdächtige sitzt dem Bericht zufolge in der JVA Wittlich mit angegliedertem Justizkrankenhaus.


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16.04.2026 um 19:32
Zum Mordfall Heinz-Georg Strohmidel Beitrag von darkstar69 (Seite 28)

gibt es nun die zweite Episode des Podcasts zum Ermittlungsstand.


https://www.podcast.de/episode/702804493/heinz-georg-strohmidel-der-ermittlungsstand-111

Es gibt weiterhin keinen verurteilten Täter. Es ist schwierig, wie ermittelt werden kann.
Was bräuchte es dazu?


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20.04.2026 um 17:32
Zitat von Cleo13Cleo13 schrieb am 23.11.2023:In Kempten im Allgäu ist in der Nacht vom 4. auf den 5.7.1981 Sonja Hurler verschwunden, eine 13jährige Gymnasiastin. Offenbar war sie mit ihrer Mutter und dem Stiefvater auf einem Stadtfest. Nach einem Streit wollte sie allein zum leerstehenden Haus ihrer Großmutter, um dort zu übernachten - sie kam aber nie an. Drei Monate später hat jemand sie tot unter einem Feldstadel gefunden.
Zitat von 1899Ost1899Ost schrieb am 15.12.2023:Die DNA-Reihenuntersuchung im Fall Sonja Hurler ist angelaufen. Die Rücklaufzahlen sind zufriedenstellend.
Zitat von antheanthe schrieb am 16.11.2025:Es gab leider keinen Treffer bei den ca 300 ausgewerteten DNA-Vergleichsproben.
Zitat von seliseli schrieb am 16.01.2026:Der Mord an der damals 12 jährigen Marion Baier im Jahr 1973 wird wieder aufgerollt
Zitat von 1899Ost1899Ost schrieb am 21.01.2026:In den Fällen Sonja Hurler und Marion Baier ergab die jeweilige erneute kriminaltechnische Untersuchung sichergestellter Asservate eine Übereinstimmung von DNA-Spuren. Der sogenannte Spur-Spur-Treffer wurde festgestellt, nachdem die Kriminalpolizei Fürth einen auf der Bluse Marions sichergestellten Spurenträger in die polizeiliche DNA-Analysedatei eingestellt hatte. Dies berichtete die Süddeutsche Zeitung heute.
Nach dem DNA-Fund auf der Bluse Marion Baiers überprüft die Polizei Fürth laut Augsburger Allgemeiner und SAT.1 nun nochmal über 200 Männer aus dem sozialen Umfeld der 12-Jährigen. Die Männer wurden zu einer DNA-Abgabe eingeladen. Nach bisher 80 Abgleichen gibt es noch keinen Treffer.


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20.04.2026 um 22:40
Kölner Prostituiertenmord aus dem September 1992: Fall Jana Kyselova wird im Mai erneut bei Aktenzeichen XY ausgestrahlt

Aktenzeichen XY befasst sich in ihrer Ausgabe am 6. Mai erneut mit dem Mordfall Jana Kyselova aus dem September 1992. Das geht aus einem Bericht des Stern über Markus Weber, den Leiter der Kölner Ermittlungsgruppe Cold Cases, hervor. Der Fall wurde bereits in der Ausgabe am 4. Dezember 1992 als Studiofall behandelt. Im Februar 2022 war der Mord bereits bei der Vorstellung der damals neuen Ermittlungsgruppe Thema, berichtete der Express.
Jana Kyselova (21) arbeitete als Prostituierte in einem Appartement in der Kyffhäuserstraße. Am 8. September 1992 wurde sie in ihrem Appartement erstochen. [...] In diesem Fall sollen seinerzeit gesicherte Spuren mit Blick auf die Gewinnung einer Täter-DNA überprüft werden.
Der Täter wurde mutmaßlich beim Verlassen der Wohnung gesehen und als 30 bis 40 Jahre alt sowie muskulös beschrieben. Ein Phantombild wurde bereits 1992 gezeigt. In der Tatwohnung hinterließ der Täter zwei Kleidungsstücke, die darauf hindeuten, dass er Angehöriger der Bundeswehr war.

Jana K Phantom
Quelle: Aktenzeichen XY


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Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt

24.04.2026 um 11:03
Zitat von 1899Ost1899Ost schrieb am 18.02.2026:Polizei startet neue Öffentlichkeitsfahndung: Fall unbekannter Frauenleiche im Godelheimer See bei Höxter weiter ungeklärt

Die Polizei Bielefeld geht erneut mit dem Fall der unbekannten Frauenleiche im Godelheimer See bei Höxter aus Mai 2001 an die Öffentlichkeit. Dazu wurden nun Fotos der Paketschnur aus Polypropylen, mit der die Tote umschnürt war, veröffentlicht. Die Schnur selbst stammt aus Massenproduktion.

[...]Anhand der DNA der Toten konnten seinerzeit zumindest vage Aussagen über das Aussehen der jungen Frau gemacht werden.
Im Fall der unbekannten Frauenleiche aus dem Godelheimer See bei Höxter hat die Polizei Bielefeld einen Ermittlungserfolg erzielen können. Wie Markus Mertens, Leiter der Ermittlungsgruppe Cold Case, in einer Pressemitteilung bekanntgab, wurde die Tote mittels DNA-Abgleich als Martina Sch. aus Hannover identifiziert und der Fall als Suizid gewertet. Die damals 25-Jährige verschwand 1988. In Folge des Zeugenaufrufs im Februar erinnerte sich nun eine damalige Schülerin der Krankengymnastikschule der Weserbergland-Klinken Höxter an das Verschwinden ihrer Mitschülerin.
Da die Kripo Hannover einen ähnlich gelagerten Altfall in Niedersachsen bearbeitete, war unter anderem dem Bruder der vermissten Frau bereits vor einiger Zeit eine Vergleichsspeichelprobe entnommen worden. Das DNA-Profil stellten die Ermittler aus Hannover den Bielefelder Kollegen zur Verfügung.

"Bereits bei der ersten Inaugenscheinnahme der beiden DNA-Meldebögen fielen deutliche Ähnlichkeiten auf", erinnert sich Kommissar Mertens. "Aus diesem Grund haben wir ein Institut für forensische Molekulargenetik mit der Erstellung eines Gutachtens beauftragt. Auf der Grundlage dieser Untersuchung steht nun fest, dass die Abgleichsperson und die bislang unbekannte weibliche Leiche aus dem Godelheimer See Geschwister sind."
Sch. verschwand am 28. September 1988 aus ihrer Wohngemeinschaft in Höxter und hinterließ eine kurze Notiz, die heute als Abschiedsbrief bewertet wird. Nach Prüfung des Vermisstenfalls und Rücksprache mit Kontaktpersonen der Vermissten gehen die Ermittler mittlerweile von einem Suizid aus.
Auch die festgestellte "Fesselung" im Bereich der Beine spricht nicht gegen diese These. Das benutzte Paketband könnte zur Anbringung eines beschwerenden Gegenstandes im Kniebereich oder zur Einschränkung der eigenen Bewegungsfreiheit bei einem "Ins-Wasser-Gehen" eingesetzt worden sein.



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Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt

24.04.2026 um 11:09
Zitat von 1899Ost1899Ost schrieb:Im Fall der unbekannten Frauenleiche aus dem Godelheimer See bei Höxter hat die Polizei Bielefeld einen Ermittlungserfolg erzielen können. Wie Markus Mertens, Leiter der Ermittlungsgruppe Cold Case, in einer Pressemitteilung bekanntgab, wurde die Tote mittels DNA-Abgleich als Martina Sch. aus Hannover identifiziert und der Fall als Suizid gewertet. Die damals 25-Jährige verschwand 1988. In Folge des Zeugenaufrufs im Februar erinnerte sich nun eine damalige Schülerin der Krankengymnastikschule der Weserbergland-Klinken Höxter an das Verschwinden ihrer Mitschülerin.
Krass! Ich hatte von dem Fall beim LiD-Podcast gehört und fand ihn ziemlich gruselig, weil der Ermittler dort beschrieben hat, wie jemand die Leiche von einer kleinen Halbinsel aus in diesem Baggersee, der heute und zum Zeitpunkt als die Leiche gefunden wurd, viel größer als damals ist, verbracht haben könnte.
Schön, dass er geklärt ist. Und so traurig ein Suizid auch ist, ist mir das irgendwie "lieber", als wenn die junge Frau ermordet worden wäre.


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24.04.2026 um 11:40
@Grillage
@1899Ost

Hab es auch gerade gesehen.
Ich muss sagen, dass diese auch wieder ein Fall ist, bei dem es im Nachhinein (ja, da ist gut reden...) überraschend ist, warum dieser Fall erst zu spät geklärt wird. Ich dachte immer, dass in solchen Fällen immer alte Vermisstenfälle abgeglichen werden. Noch dazu aus der Region. Da hätte man doch vorher einen möglichen Zusammenhang erkennen können.


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24.04.2026 um 11:43
Auch ich habe mich gewundert, weshalb ein Vermisstenfall aus Höxter bei einem Leichenfund in Höxter und einem Abgleich der DNA in der Vermisstendatenbank und DAT über Jahre hinweg nicht zu einem Erfolg führten. Wie kommen solche Zusammenhänge wohl zustande, dass sie nicht zu einer Klärung beitragen bzw die Ermittlungen unterstützen?

https://www1.wdr.de/freizeit/true-crime/cold-case-hoexter-frauenleiche-godelheimer-see-100.html


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24.04.2026 um 18:41
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:Auch ich habe mich gewundert, weshalb ein Vermisstenfall aus Höxter bei einem Leichenfund in Höxter und einem Abgleich der DNA in der Vermisstendatenbank und DAT über Jahre hinweg nicht zu einem Erfolg führten. Wie kommen solche Zusammenhänge wohl zustande, dass sie nicht zu einer Klärung beitragen bzw die Ermittlungen unterstützen?

https://www1.wdr.de/freizeit/true-crime/cold-case-hoexter-frauenleiche-godelheimer-see-100.html
Die Folge 109 des Podcasts "Licht in Dunkle" beschäftigt sich mit diesem Fall.


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25.04.2026 um 15:02
Zitat von Gast_01Gast_01 schrieb:
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:Auch ich habe mich gewundert, weshalb ein Vermisstenfall aus Höxter bei einem Leichenfund in Höxter und einem Abgleich der DNA in der Vermisstendatenbank und DAT über Jahre hinweg nicht zu einem Erfolg führten. Wie kommen solche Zusammenhänge wohl zustande, dass sie nicht zu einer Klärung beitragen bzw die Ermittlungen unterstützen?

https://www1.wdr.de/freizeit/true-crime/cold-case-hoexter-frauenleiche-godelheimer-see-100.html
Die Folge 109 des Podcasts "Licht in Dunkle" beschäftigt sich mit diesem Fall.
Geklärt; Identifizierungs-Thread von unbekannten Toten (Seite 22) (Beitrag von Hexe40)


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