Kriminalfälle
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt

596 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Cold Case, Ermittlungen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt

Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt

28.04.2026 um 07:10
Zitat von LackyLuke77LackyLuke77 schrieb am 14.05.2024:Anfang des Jahres hatte die Polizei Dortmund die Ermittlungsgruppe "Cold Case" vorgestellt, die 42 ungeklärte Mordfälle neu aufrollt, darunter der Mordfall Marc Gutte. Der elfjährige Junge wurde 1986 in einem Maisfeld getötet. [...]

Die "Bild" hat heute einen interessanten Artikel zu dem seit über 37 Jahre ungelösten Mordfall veröffentlicht, in dem auf die neuen Ermittlungsansätze eingegangen wird. Die Ermittler setzen ihre Hoffnung, den Fall noch klären zu können, dabei vor allem in moderne Methoden...
Die Ermittlungen im Fall Marc Gutte liegen einem Bericht des Hellweger Anzeiger zufolge derzeit wieder auf Eis. Demnach ist nicht eindeutig, ob die mit neuen kriminaltechnischen Möglichkeiten an den Asservaten gefundene DNA-Spur tatsächlich vom Täter stammt oder anderweitig auf die Kleidung des Jungen gelangt war. Damit fehle die rechtliche Grundlage für einen systematischen Abgleich mit den in der Ermittlungsakte erwähnten Personen. In den DNA-Datenbanken habe es indes keinen Treffer gegeben. Die Untersuchung der Asservate sei abgeschlossen und brachte keine weitere Spur.


melden

Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt

28.04.2026 um 13:00
Grundstücksdurchsuchungen im Wetteraukreis zunächst erfolglos: Polizei Mittelhessen rollt Vermisstenfall Azime Sisek neu auf

Die Polizei Mittelhessen ermittelt erneut im Fall der vor über 30 Jahren verschwundenen Azime Sisek. Das geht aus einer gemeinsamen Mitteilung der Staatsanwaltschaft Gießen und des Polizeipräsidiums Mittelhessen hervor. Demnach wurden in den vergangenen zwei Wochen zwei Grundstücke in den Ortschaften Limeshain und Ortenberg im Wetteraukreis nach dem Leichnam der 23-Jährigen durchsucht. Ermittlungen zufolge hat sich Sisek kurz vor ihrem Verschwinden im September 1993 an den beiden Wohnanschriften aufgehalten, wobei die derzeitigen Eigentümer nicht unter Verdacht stehen. Die Suche sei aber nicht erfolgreich gewesen. Dennoch sollen die Ermittlungen, insbesondere durch Zeugenvernehmungen, unvermindert fortgeführt werden.
Die am 10.10.1969 geborene Vermisste reiste Anfang August 1993 aus ihrer Heimat Türkei aufgrund eines Heiratsversprechens zu einem Landsmann nach Deutschland. Am 10.09.1993 sandte sie einen Brief an ihre Familie. Hierbei handelt es sich um das letzte Lebenszeichen von Azime Sisek.

Frau Sisek wurde im September 1995 von Angehörigen als vermisst gemeldet. Schon damals ergab sich mit Blick auf die Gesamtumstände - insbesondere angesichts einer Vielzahl sich widersprechender Angaben mehrerer befragter Personen - der Verdacht, dass die Vermisste Opfer eines Gewaltverbrechens geworden ist.

Trotz intensiver Ermittlungen konnte das Schicksal der Vermissten in der Folgezeit nicht aufgeklärt werden, sodass das Verfahren 1998 von der Staatsanwaltschaft Gießen eingestellt wurde.
20260415 VMS SISEK.jpg
Quelle: Polizeipräsidium Mittelhessen


melden

Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt

04.05.2026 um 18:15
Neue Hinweise deuten auf berufliches Umfeld und gegen Zufallstat: Tötung von Lahrer Assistenzart Dr. Bernhard Benz neu aufgerollt

In dem seit über zwei Jahrzehnten ungeklärten Tötungsdelikt an Dr. Bernhard Benz hat die Kriminalpolizei Offenburg die Ermittlungen wieder aufgenommen. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor. Anlass zu den neuen Ermittlungen gaben demnach verschiedene neue Hinweise aus dem damaligen beruflichen Umfeld des 39-Jährigen, der als Assistenzart im Herzklinikum in Lahr im Schwarzwald tätig war. Die Hinweise rückten das berufliche Umfeld von Benz erneut in den Fokus. Weitere neue Hinweise aus der Bevölkerung führten außerdem dazu, dass die Polizei von einer Vorbeziehung zwischen Täter und Opfer und einer im Verlauf einer Begegnung eskalierenden Auseinandersetzung ausgeht. Aus kriminaltechnischer Sicht ermöglicht die erneute Fallanalyse eine weiterführende Untersuchung bereits vorhandener Spuren unter Einsatz aktueller kriminaltechnischer Methoden, wobei Analysen von DNA-Spuren aktuell noch laufen. Der Fall wird am kommenden Mittwoch, 20.15 Uhr bei Aktenzeichen XY im ZDF filmisch aufgearbeitet.

Die Kriminalpolizei Offenburg fasst die Tat und die bisherigen Ermittlungen in dem Fall in der Pressemitteilung wie folgt zusammen:
Am Abend des 21. Januar 2000 verließ der 39-jährige Assistenzarzt Dr. Bernhard Benz gegen 19:30 Uhr seinen Arbeitsplatz im Herzklinikum in Lahr. Der Familienvater, der von Kollegen als engagiert und zielstrebig beschrieben wurde, beabsichtigte, vom nahegelegenen Bahnhof aus die Heimreise anzutreten. Dazu kam es nicht.

Gegen 20:15 Uhr wurde Dr. Benz von Passantinnen leblos auf einem Grünstreifen im Bereich der Römerstraße aufgefunden. Die rechtsmedizinischen Untersuchungen ergaben, dass er infolge massiver Gewalteinwirkung im Halsbereich verstorben war.

Umfangreiche Ermittlungen ohne abschließendes Ergebnis Die unmittelbar nach der Tat eingeleiteten Ermittlungen wurden seinerzeit mit hohem personellem Aufwand geführt. Es wurde eine Sonderkommission eingerichtet, zahlreiche Zeugen vernommen und über 500 Spuren ausgewertet.

Bereits damals ergaben sich Hinweise darauf, dass der Auffindeort nicht mit dem eigentlichen Tatort identisch ist. Eine Zeugin berichtete von einem lautstarken Streit zwischen zwei Männern auf einem Parkplatz in Bahnhofsnähe zur mutmaßlichen Tatzeit. Dieser könnte mit der Tat in Zusammenhang stehen.

Bis heute sind zudem persönliche Gegenstände des Opfers, darunter eine auffällige Jacke sowie seine Geldbörse und Ausweispapiere, nicht aufgefunden worden.
Dr.Benz.jpg
Quelle: Polizeipräsidium Offenburg

Benz Karte
Karte via OpenStreetMap: Herzklinik (blau), Ohrenzeugin hört Streit (orange), Fundort (rot)


melden

Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt

04.05.2026 um 19:00
Kölner Prostituierte vor mehr als 30 Jahren getötet: Kölner Polizei stellt Fall Bianca Blersch alias "Yvonne" bei Aktenzeichen XY vor

Die Cold-Case-Einheit der Polizei Köln wird am Mittwoch, 20.15 Uhr bei Aktenzeichen XY im ZDF erneut ein über 30 Jahre altes Tötungsdelikt vorstellen. Laut Pressemitteilung geht es um die am 4. Juli 1992 erstochen in ihrer Wohnung im Belgischen Viertel aufgefundene 48-jährige Bianca Blersch.
Die Frau, die im Milieu unter dem Namen "Yvonne" bekannt war, arbeitete als Prostituierte in einem Apartment über dem Spielclub "Picadilly" in der Brabanter Straße.

Die Obduktion ergab, dass sie bereits mindestens einen Tag zuvor getötet worden war. Da die Wohnung der 48-Jährigen durchwühlt war, gehen die Ermittler nach wie vor von einem Raubmord aus. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es sich bei dem Mörder um ihren letzten Kunden handelt.



melden

Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt

08.05.2026 um 07:53
Beitrag von MaLe8 (Seite 25)

In diesem Fall gibt es insofern Neuigkeiten, als dass sich der Verdacht gegen den Verdächtigen erhärtet hat und er in UHaft genommen wurde.

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/stuttgart/cold-case-40-jahre-deggingen-schwendi-100.html


Weiß denn jemand um welchen Fall es sich handelt?


1x zitiertmelden

Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt

08.05.2026 um 15:29
Zitat von vorsichtfallevorsichtfalle schrieb:Weiß denn jemand um welchen Fall es sich handelt?
Leider nein, würde mich aber auch interessieren.

Bei dem Opfer soll es sich um eine zum Tatzeitpunkt 31 Jahre alte, wohnsitzlose Küchenhilfe handeln.
Hintergrund des Einsatzes war der Mord an einer 31-jährigen Frau in Deggingen im Februar 1985. Damals erregte der Fall ein hohes Maß an öffentlichem Interesse, unter anderem veröffentlichte die lokale Presse ein Lichtbild der Getöteten. Die Polizei teilte 1985 mit, dass die ledige und wohnsitzlose Küchenhilfe am 10. März 1985 im Gewann Winterhalde neben einem Waldweg am Albtrauf bei Deggingen nackt und an den Beinen mit einem Büstenhalter gefesselt von Spaziergängerinnen aufgefunden wurde.
Ermittlungen nach Tötungsdelikt im Jahr 1985 Polizei durchsucht Wohnanwesen in Schwendi - Nachtragsmeldung (Polizeipräsidium Ulm)

Was Hoffnung macht: Bislang hat die Bild noch nicht über die Festnahme berichtet; vielleicht arbeiten die Scherken von Axel Springer unter Hochdruck daran die Identität der Frau herauszufinden.


melden

Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt

12.05.2026 um 13:00
Zitat von vorsichtfallevorsichtfalle schrieb am 21.01.2021:Ich meine dass hier der Fall Sabine Back noch nicht thematisiert wurde. Das 13jährige Mädchen verschwand 1993 und wurde in der Jauchegrube eines Aussiedlerhofes gefunden. Es gab im Anschluss diverse Verdächtige und auch einen Prozess, der aber mit einem Freispruch endete. Nun gibt es eine neue Entwicklung. Durchsucht wurde ein Aussiedlerhof und es gibt wohl eine Festnahme. Unklar ob es der gleiche Hof ist, aber der Verdacht liegt nahe. Leider gibt es keinen freien Artikel, sondern nur welche hinter Paywall.
Zitat von 1899Ost1899Ost schrieb am 22.12.2023:Im Fall Sabine Back gibt es Neuigkeiten: Das Oberlandesgericht Bamberg lässt eine Anklage wegen Mordes gegen den zur Tatzeit im Dezember 1993 17 Jahre alten Mann zu. Schon im Dezember 2021 hatte die Staatsanwaltschaft Würzburg auf Basis einer DNA-Spur an der Kleidung des getöteten Mädchens Anklage wegen Mordes gegen einen 45-jährigen Tatverdächtigen erhoben. Diese Anklage lehnte das Landgericht Würzburg ab. Die Beweise ließen aus Sicht des Gerichts keine sichere Rekonstruktion eines Tathergangs zu.
Im Fall Sabine Back beginnt am Montag, 18. Mai ein zweiter Prozess gegen den nun 49-jährigen Verdächtigen. Die Deutsche Presse-Agentur berichtet.
Vom kommenden Montag (18. Mai) an steht ein seit Jahren verdächtiger Mann erneut vor dem Landgericht Würzburg.

Im vergangenen Herbst hatte der Bundesgerichtshof das Mordurteil gegen den 49-Jährigen - sechseinhalb Jahre Jugendstrafe - vom Dezember 2024 aufgehoben. Daher wird der Fall nun abermals vor dem Landgericht verhandelt, wenn auch vor einer anderen Kammer.

Für den Prozess sind nach Gerichtsangaben 26 Verhandlungstermine bis Ende Oktober anberaumt. Da der angeklagte Deutsche zur Tatzeit 17 Jahre alt und damit Jugendlicher war, findet das Verfahren unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.



melden

Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt

12.05.2026 um 13:19
@1899Ost
Danke für das Update!

Warum ist das eigentlich so, dass Verhandlungen nicht öffentlich stattfinden, obwohl der Tatverdächtige längst erwachsen ist?

Wie ist die Begründung (Rechtslage) dazu?

Kannst du evtl. helfen? @Rick_Blaine


1x zitiertmelden

Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt

12.05.2026 um 16:22
@Ziegenpetra
Der Angeklagte war zur Tatzeit 17 Jahre alt und damit kann kein Erwachsenenstrafrecht angewandt werden. Im Jugendstrafrecht gelten andere Regeln. Es ist dabei egal, wie alt der Angeklagte jetzt ist. Relevant ist das Alter zum Tatzeitpunkt.


2x zitiertmelden

Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt

12.05.2026 um 16:28
Zitat von AllgoriaAllgoria schrieb:Im Jugendstrafrecht gelten andere Regeln. Es ist dabei egal, wie alt der Angeklagte jetzt ist. Relevant ist das Alter zum Tatzeitpunkt.
Kommt der Angeklagte bei einer Verurteilung dann eigentlich auch in eine Jugendstrafanstalt?


1x zitiertmelden

Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt

12.05.2026 um 17:45
Zitat von AllgoriaAllgoria schrieb:Der Angeklagte war zur Tatzeit 17 Jahre alt und damit kann kein Erwachsenenstrafrecht angewandt werden. Im Jugendstrafrecht gelten andere Regeln.
@Allgoria

Das alles ist mir klar.
Aber, worauf ich hinaus möchte, ist, aus welchem Grund es nicht öffentlich ist, Jugendstrafrecht hin oder her.
Jetzt ist er erwachsen.

Sprich: Wieso wird das Jugendstrafrecht mit allen Facetten (in diesem Fall die Nichtöffentlichkeit) angewandt?
Was ist das für ein Gesetz?
Aus welcher Zeit?

Danke im Voraus für deine Hilfe.


1x zitiertmelden

Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt

12.05.2026 um 19:12
Zitat von ZiegenpetraZiegenpetra schrieb:Sprich: Wieso wird das Jugendstrafrecht mit allen Facetten (in diesem Fall die Nichtöffentlichkeit) angewandt?
Was ist das für ein Gesetz?
Aus welcher Zeit?
Hier das Gesetz:
Strafgesetzbuch - § 2 - Zeitliche Geltung

(1) Die Strafe und ihre Nebenfolgen bestimmen sich nach dem Gesetz, das zur Zeit der Tat gilt.

https://dejure.org/gesetze/StGB/2.html
Zitat von 1cast1cast schrieb:Kommt der Angeklagte bei einer Verurteilung dann eigentlich auch in eine Jugendstrafanstalt?
In Jugendstrafanstalten sitzen jugendliche bzw. heranwachsende Straftäter nur bis zum 24. Lebensjahr ein.


melden

Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt

12.05.2026 um 19:28
@emz


Ich glaube @Ziegenpetra geht es insbesondere um die Nichtöffenlichkeit. Das Täter die damals Jjugendlich waren nach Jugendrecht verurteilt werden, ist einleuchtend. Warum anscheinend pauschal nicht öffentlich verhandelt wird nicht. Bei Jugendlichen natürlich schon, bei inzwischen Erwachsenen erstmal nicht


1x zitiertmelden

Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt

12.05.2026 um 19:44
@emz
@Ziegenpetra
@vorsichtfalle

Ob es Sinn macht, die prozessualen Vorschriften über Nichtöffentlichkeit der Verhandlung bei Jugendlichen auf eine Person anzuwenden , die zur Tatzeit Jugendlicher, zur Verhandlungszeit aber Erwachsener ist, sollte man vielleicht überdenken. Ich weiß nicht, ob es da Reformerwägungen gibt.


Ich nehme aber an, ein Argument gegen eine Änderung könnte sein, dass der Täter daraus, dass man ihn nicht tatzeitnah überführt und geeigneten erzieherischen Strafen zugeführt hat, keinen Nachteil erlangen soll. Hätte man ihn damals erwischt, wäre nicht öffenlich verhandelt worden, ggf hätte kaum jemand etwas über ihn erfahren, er hätte seine Zeit im Jugendarrest zugebracht und die Strafe wäre glaube ich auch mit Absitzen nach 10 Jahren oder so getilgt worden.

Die Öffentlichkeit aufgrund der einem die Tat sozial auch nach Tilgung "anhängen" kann, wäre dagegen dann schon erheblicher Nachteil,obwohl die Tat keinen größeren Unwert hat, nur weil man ihn später dran kriegt (jedenfalls wenn man Selbstbelastungsfreiheit/Nemo tenetur-Grundsatz wertungsmäßig einbezieht, ist ihm nicht vorzuwerfen, dass man die Tat erst jetzt aufklärt).

Ist ein juristisch-argumentiver Erklärungsversuch, rechtspolitisch kann man gern auch anderer Ansicht sein.


1x zitiertmelden

Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt

12.05.2026 um 23:49
Zitat von vorsichtfallevorsichtfalle schrieb:Das Täter die damals Jjugendlich waren nach Jugendrecht verurteilt werden, ist einleuchtend. Warum anscheinend pauschal nicht öffentlich verhandelt wird nicht. Bei Jugendlichen natürlich schon, bei inzwischen Erwachsenen erstmal nicht
Ganz genauso. Danke dafür.
Zitat von abgelenktabgelenkt schrieb:Ich weiß nicht, ob es da Reformerwägungen gibt.
Ah, okay. Auch dir vielen Dank.

Mein Gedanke dahinter war, wie @vorsichtfalle schon richtig vermutet hat, dass natürlich das Strafmaß entsprechend dem Alter verhängt werden sollte; mir aber unverständlich ist, dass, obwohl viele Jahre vergangen sind, und der ehemals Jugendliche nun erwachsen und entsprechend "weiterentwickelt" ist, die Verhandlung trotzdem nichtöffentlich ist.


melden

Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt

13.05.2026 um 02:59
Zitat von ZiegenpetraZiegenpetra schrieb:Warum ist das eigentlich so, dass Verhandlungen nicht öffentlich stattfinden, obwohl der Tatverdächtige längst erwachsen ist?

Wie ist die Begründung (Rechtslage) dazu?

Kannst du evtl. helfen? @Rick_Blaine
Das ist oben schon dargelegt worden. Das Jugendgerichtsgesetz sieht das so vor § 48.
Das ist die ganz simple Erklärung, niemand hat sich anscheinend bisher Gedanken gemacht, dass es tatsächlich etwas merkwürdig erscheint, einem Erwachsenen den Schutz des Jugendverfahrens zu gewähren. Ich sage mal: Bequemlichkeit. @abgelenkt hat sich oben die Mühe gemacht, einen juristischen Erklärungsversuch zu liefern.

Es gibt dazu Literatur, (z.B. Wickern im Kommentar zum GVG) aber ich mache mir die Mühe jetzt nicht, das nachzulesen, sondern denke es gilt der Grundsatz: haben wir schon immer so gemacht, machen wir weiter so. (§1 des deutschen Verwaltungsrechts :D )


melden

Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt

13.05.2026 um 03:14
Vielleicht noch zur Ergänzung: es wurde schon viel geschrieben zur allgemeinen Frage von Jugend- und Erwachsenenstrafrecht und der Zeit dazwischen (Heranwachsende) und der BGH hat sich regelmässig für den Vorrang des Jugendstrafrechts in Grenzfällen ausgesprochen (z.B. bei Taten in Zusammenhang, die mal als Jugendlicher, mal als Erwachsener verübt wurden) so dass jemand, der sich evtl. Gedanken macht, vielleicht davon ausgeht, dass der BGH und die ihm folgende Meinung dann auch zum Verfahren sagen wird, dass hier dem JGG zu folgen ist.


1x zitiertmelden

Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt

13.05.2026 um 14:27
Zitat von Rick_BlaineRick_Blaine schrieb:so dass jemand, der sich evtl. Gedanken macht, vielleicht davon ausgeht, dass der BGH und die ihm folgende Meinung dann auch zum Verfahren sagen wird, dass hier dem JGG zu folgen ist.
Es soll ja auch Richter geben, die sich wie Sieger fühlen, wenn der BGH ihr Urteil nicht aufhebt und somit das eigene Urteil bestehen bleibt. Und umgekehrt, es als Niederlage empfinden, wenn der BGH das Urteil aufhebt.


melden

Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt

um 11:10
Zitat von 1899Ost1899Ost schrieb am 08.10.2024:Fahndungskampagne "Identify Me" ausgeweitet: Interpol rollt drei weitere Fälle von Frauenleichen in Deutschland auf

Die internationale Fahndungskampagne "Identify Me" wird deutlich ausgeweitet. Nachdem Belgien, Deutschland und die Niederlande im Mai 2023 mit insgesamt 22 Fällen bislang nicht identifizierter Frauenleichen an die Öffentlichkeit gegangen waren, haben sich nun mit Frankreich (sechs Fälle), Italien (fünf Fälle) und Spanien (sieben Fälle) drei weitere Länder dem von Interpol geleiteten Vorhaben angeschlossen.

Unter den nun insgesamt 45 Fällen sind auch drei weitere in Deutschland gefundene Tote:

Mädchen aus dem Main

Am 31.07.2001 gegen 14:50 Uhr trieb im Main in Höhe von Frankfurt-Nied die verpackte und durch einen Sonnenschirmständer beschwerte Leiche eines 13 bis 16 Jahre alten Mädchens im Wasser. Eingewickelt war der Körper in einen bräunlichen Bettbezug mit Leopardenmuster und ein Frotteebetttuch. Die Beine des Mädchens waren angewinkelt und an die Brust gepresst, die Arme eng am Körper angelegt. In dieser Hockstellung wurde der Leichnam des Mädchens mit bis zu 10 cm breiten Textilbändern umwickelt und verknotet. Der verpackte Leichnam war mit einem weißen Textilband zusammengeschnürt und mit einem violett gestreiften Band an einen Sonnenschirmständer gebunden. Bei diesen Textilbändern handelt es sich um sogenannte Nalas.
In diesem grausamen Fall der "Identify Me"-Kampagne hat es laut Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main und des Hessischen Landeskriminalamtes einen Durchbruch gegeben. Demnach wurde die junge Frau als eine 16-Jährige mit pakistanischem Hintergrund identifiziert. Im Rahmen der Kampagne habe es mehrere Hinweise auf sie gegeben. In der Folge hat das LKA nun den Vater des Mädchens, einen 67-jährigen deutschen Staatsangehörigen, der in Pakistan geboren wurde, festgenommen. Der Beschuldigte wurde noch am selben Tag der Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Frankfurt am Main vorgeführt, die sodann Untersuchungshaft wegen des Verdachts des Mordes anordnete. Dem Mann wird vorgeworfen, seine Tochter zwischen dem 28. und 31. Juli 2001 in der damaligen Familienwohnung in Offenbach mit Schlägen misshandelt und getötet zu haben.


melden

Ähnliche Diskussionen
Themen
Beiträge
Letzte Antwort
Kriminalfälle: Mordfall Heike Kötting | Dortmund | 1991
Kriminalfälle, 100 Beiträge, am 14.03.2026 von LackyLuke77
ThoFra am 18.01.2024, Seite: 1 2 3 4 5
100
am 14.03.2026 »
Kriminalfälle: Mordfall Bernhard Benz (2000)
Kriminalfälle, 261 Beiträge, am 13.05.2026 von Freundlich
kittyka am 06.05.2026, Seite: 1 2 3 4 ... 11 12 13 14
261
am 13.05.2026 »
Kriminalfälle: Ungeklärter Mordfall in Fulda 1983 an Gabriele Schmidt (5 Jahre alt)
Kriminalfälle, 2.578 Beiträge, am 12.01.2026 von baracuda1
Griswold am 25.10.2016, Seite: 1 2 3 4 ... 129 130 131 132
2.578
am 12.01.2026 »
Kriminalfälle: Cold Case: Der Mord an Cornelia Pfau | Freiburg im Breisgau | 1990
Kriminalfälle, 127 Beiträge, am 09.05.2026 von darkstar69
ThoFra am 03.01.2024, Seite: 1 2 3 4 5 6 7
127
am 09.05.2026 »
Kriminalfälle: Cold Case: Claudia Lade | Schwerin | 1991 - Mord nach Discobesuch
Kriminalfälle, 14 Beiträge, am 23.04.2026 von HolzaugeSHK
ninano am 14.01.2024
14
am 23.04.2026 »