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Jean-Marc Reiser: Mögl. Serienmörder im Elsass? Studentin vermisst

214 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Vermisst, Elsass, Sophie Le Tan, Strasbourg, Jean-marc Reiser
Rick_Blaine
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Jean-Marc Reiser: Mögl. Serienmörder im Elsass? Studentin vermisst

07.05.2019 um 07:34
Blues666 schrieb:Vor allem die Frage, wie denn Blut auf die Säge gekommen sein soll (sic!). Eine Antwort lässt sich vermutlich finden, aber ob sie glaubhaft ist...
Genau. Freilich kann man immer sagen: "Als Sophie mich kurz besucht hatte und Nasenbluten hatte, da lag zufällig noch die Säge bei mir im Bad, die ich letztens zum Fällen eines kleinen Weihnachtsbaums in den Vogesen benutzt hatte, und noch nicht wieder weggeräumt hatte. Als ich sie dann in den Keller gebracht habe, habe ich den Blutstropfen gar nicht bemerkt. ..."

Nur, wie glaubwürdig das dann mit all den anderen Indizien wäre... :D

Und danke, ja, im Gegensatz zu einem anderen thread, haben hier wohl alle Beteiligten gesunden Menschenverstand. Und das ist etwas, was man nicht unterschätzen sollte. Und sie wollen sich nicht unbedingt profilieren. Es macht Spass hier über diesen an sich sehr traurigen Fall zu diskutieren.


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Jean-Marc Reiser: Mögl. Serienmörder im Elsass? Studentin vermisst

07.05.2019 um 15:20
Rick_Blaine schrieb:"Als Sophie mich kurz besucht hatte und Nasenbluten hatte
Mal eine Frage an alle die sich auskennen. Blut wurde ja an verschiedenen Orten und Kleidung gefunden.
Kann man eigendlich feststellen , wie viel Blut nötig ist um die unterschiedlichen gesicherten Blutflecken von S. zu erzeugen
und daraus ableiten ob sie "zu viel" Blut verloren hatte um zu überleben , oder ist das nur so ein CSI - Märchen?
@Rick_Blaine
Danke an deine sehr verständlichen Erklärungen die auch ein Laie versteht


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Jean-Marc Reiser: Mögl. Serienmörder im Elsass? Studentin vermisst

08.05.2019 um 03:29
itfc schrieb:Kann man eigendlich feststellen , wie viel Blut nötig ist um die unterschiedlichen gesicherten Blutflecken von S. zu erzeugen
und daraus ableiten ob sie "zu viel" Blut verloren hatte um zu überleben , oder ist das nur so ein CSI - Märchen?
Das ist kompliziert. Der durchschnittliche Mensch hat etwa 5-6 l Blut. Ein Verlust von mehr als einem Liter kann tödlich sein, viel mehr als 1l wird tödlich sein.

Aber hier ist das Problem, dass man nicht nachweisen können wird, wieviel Blut die Spuren hinterlassen hat. Das Bad, in dem die Spuren gefunden wurden, wurde ja gereinigt. Wieviel Blut dabei entfernt wurde, wieviel vielleicht von Anfang an in den Abfluss lief wird man kaum noch feststellen können.

Es wird von einer relativ grossen Blutlache gesprochen, deren Spuren man mit Luminol sichtbar machen konnte. Aber so etwas kann täuschen. Wer einmal eine Kopfplatzwunde gesehen oder behandelt hat (habe ich als Rettungssanitäter im Studium oft gemacht) der weiss, das kann absolut dramatisch aussehen, ist es aber am Ende nicht.

Hier wird es wohl darauf ankommen, wo genau die Blutspuren gesichtet wurden: auf welchem Untergrund, in der Nähe von Abflüssen, wurde Blut mit Wasser vermischt, etc. Da ist vorstellbar, dass Forensiker eine Meinung haben, und wenn sie der Meinung sind, dass die vorhandenen Spuren mindestens 2 Liter Blut benötigen würden, dann wäre eine Vermutung naheliegend, dass dieser Blutverlust tödlich gewesen wäre, wenn die Person überhaupt noch am Leben gewesen wäre. Aber ob ein solches Bild beweiskräftig wäre, eine Tötung nachzuweisen, ist fraglich.


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Jean-Marc Reiser: Mögl. Serienmörder im Elsass? Studentin vermisst

08.05.2019 um 15:55
Ist es denn nicht so, dass wenn ein TV oder Angeklagter "auspackt", ihm mildernde Umstände in Aussicht gestellt werden? Oder eine Strafmilderung eintritt, wenn er kooperiert? Wie realistisch wäre das? (Wahrscheinlich lese oder sehe ich zu viele Krimis)☺
Könnte sich doch für Reiser auszahlen? Bei guter Führung verkürzt sich die Knastzeit noch einmal. Wäre doch ein Superdeal für ihn? Und er könnte wieder sein "gewohntes Leben" aufnehmen. Was wir alle natürlich nicht hoffen.


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Jean-Marc Reiser: Mögl. Serienmörder im Elsass? Studentin vermisst

09.05.2019 um 02:42
Nein, das ist eher etwas für's Fernsehen. Für einfältige Verbrecher, die im Fernsehen den Polizisten jeden Unsinn glauben, wenn die sagen "wenn Du jetzt redest, dann können wir beim Richter ein gutes Wort für Dich einlegen." Das ist in der Realität Quatsch, obwohl auch in der Realität wohl immer mal Leute darauf hereinfallen.

Besonders schwierig wird es sowohl in Deutschland als auch in Frankreich bei Mord, weil das Strafmass per Gesetz genau festgelegt ist und das Gericht keinen Rahmen hat, in dem es sich bewegen kann. In Deutschland bestimmt das Gesetz lebenslänglich, in Frankreich 30 Jahre.

Es gibt schuldmindernde Dinge, aber das ist etwas anderes als eine einfache Kooperation mit den Ermittlern oder ein Geständnis.

Bei anderen Straftatbeständen, wenn das Gericht mehr Spielraum hat, kann es anders sein. Wenn man durch ein Geständnis einem Vergewaltigungsopfer erspart, vor Gericht aussagen zu müssen, kann das z.B. das Gericht dazu bringen, den Strafrahmen eben nicht bis zum Maximum auszuschöpfen. Nur bei Mord gibt es keinen Rahmen.

Derzeit sieht es einfach nicht gut aus für Reiser. Schweigen ist aus seiner Sicht das Beste. Sollte es zu einer Verurteilung kommen, wird die Untersuchungshaft höchstwahrscheinlich auf die Strafe angerechnet, er hat sozusagen nichts zu verlieren.


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Jean-Marc Reiser: Mögl. Serienmörder im Elsass? Studentin vermisst

09.05.2019 um 18:24
@Rick_Blaine

Sowohl in Deutschland (und Frankreich?) wird von dem Gericht doch meines Wissens nach bestimmt, welche Mindestdauer der Verurteilte im Gefängnis wegen Mordes bleiben muss, bis eine Entlassung auf Bewährung möglich ist. Gäbe es denn da nicht etwas "Verhandlungsspielraum", für Reiser, etwa indem er verspricht, die Ermittler zur Leiche seines Opfers zu führen, damit die Angehörigen mit dem Fall abschließen können?


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Jean-Marc Reiser: Mögl. Serienmörder im Elsass? Studentin vermisst

10.05.2019 um 07:48
Nein, bei Mord ist diese Mindestverbüssung festgelegt, in beiden Staaten inwischen durch Gesetz, so in Deutschland im neuen § 57a StGB. Vorher wurde allerdings das gleiche Ergebnis durch die Rechtsprechung festgesetzt.

Das Gericht kann in Deutschland allerdings die Mindesthaftdauer höher festsetzen, was in der Regel durch Erkennung der "besonderen Schwere der Schuld" geschieht und keine feste Grenze bietet. Praxis sind da ca 23 Jahre. In Frankreich gibt es bei bestimmten Tatmerkmalen eine höhere Frist per Gesetz, z.B. wenn das Opfer ein Kind unter 15 Jahren ist und die Tat besonders barbarisch ausgeübt wurde, kann die Mindestverbüssung auf bis zu 30 Jahre festgesetzt werden.

In Frankreich kann die Mindestverbüssung in Ausnahmefällen vom Gericht reduziert werden, normalerweise aber nur nach einer bestimmten Haftdauer und nicht von Anfang an.

In unserem Fall hier muss Reiser also mit einer Mindesthaftdauer von 15 Jahren rechnen, allerdings, wenn er auch noch wegen einem anderen Straftatbestand verurteilt würde, sogar mit 22 Jahren (z.B. wenn das Gericht noch eine Vergewaltigung nachweisen kann usw. ) und, wie schon erwähnt, wenn es einen geplanten Mord nachweisen kann, mit mindestens 18 bis 22. Das entspricht in etwa der deutschen "besonderen Schwere der Schuld."

Ob es nun in der Praxis einen gewissen deal nach amerikanischem Muster geben könnte, der in Frankreich ebenso inoffiziell wie in den USA wäre, weiss ich Mangels Praxiserfahrung in Frankreich nicht. Das wäre in etwa so denkbar: wenn Reiser die Tat zugibt und den Ort offenbart, an dem er Sophies Leiche abgelegt hat, verzichte ich als Anklagevertreter darauf, ihn wegen "assassinat" anzuklagen und klage ihn nur wegen "meurtre" und keiner anderen Straftat an. Dann würde die gesetzliche Mindesthaftdauer von 18 oder gar 22 Jahren auf 15 sinken. In den USA wäre so ein deal durchaus möglich und würde dem Täter immerhin in diesem Beispiel bis zu 7 Jahre Haft ersparen.

So etwas ist natürlich ein sehr schwieriges Pokerspiel: Setze ich als Beschuldigter darauf, dass die Anklage mir die Tat gar nicht beweisen kann, komme ich nach der Untersuchungshaft frei. Gebe ich die Tat zu, sitze ich garantiert mindestens 15 Jahre. Gebe ich es nicht zu und werde verurteilt sind es eventuell 22 Jahre. Das ist eine schwierige Entscheidung.

Aber wie gesagt, das würde voraussetzen, dass es in Frankreich überhaupt usus ist, so einen deal zu erwägen und wäre erst einmal ganz von der Staatsanwaltschaft abhängig.

Alternativ dazu könnte Reiser folgendes überlegen: in Frankreich kann das Strafvollstreckungsgericht die Mindestdauer nach Ablauf einer langen Zeit reduzieren, wenn der Täter eine ganz besonders gelungene Rehabilitierung aufzeigen kann. Er könnte nun argumentieren, dass er die Tat zugegeben und Sophies Leiche aufgezeigt hat, sei der erste Schritt zu dieser Rehabilitierung gewesen. Aber er müsste das dann jetzt tun und wüsste nicht ob in 10, 12 oder wieviel Jahren auch immer, ein Gericht das dann genauso sehen wird. Daher wird er das höchstens dann versuchen, wenn er recht gewiss sein muss, sowieso verurteilt zu werden.

Das sind so die Momente, an welchen selbst der beste und ehrlichste Strafverteidiger dem Mandanten sagen muss: es ist alles in Gottes Hand und Du allein musst die Entscheidung treffen. Ich hatte heute so einen Fall selbst, wo ich dem Mandanten sagen musste: "Entweder Du gestehst heute und wirst mindestens ein Jahr absitzen oder riskierst ein Verfahren und am Ende kommen bis zu 8 Jahre heraus. Die Entscheidung kann ich Dir nicht abnehmen."

In den langen Tagen in der Untersuchungshaft hat Reiser sicherlich viel zum Nachdenken. Und das alles ist freilich überschattet von der Frage, ob er die Tat wirklich begangen hat. Das wissen wir natürlich noch nicht.


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Jean-Marc Reiser: Mögl. Serienmörder im Elsass? Studentin vermisst

14.05.2019 um 06:25
In letzter Zeit ist eine beunruhigende Welle von schlechten Nachrichten über Polizei und Gendarmerie in Nordfrankreich hereingebrochen - aber leider gibt es keine neuen Nachrichten über Sophie le Tan.

Im Grossraum Paris wurden gleich mehrere Leichen von bisher verschwundenen Frauen gefunden, alle anscheinend ohne eine Verbindung untereinander. So wurde in der Nähe von Paris die Leiche einer jungen Studentin aus der Seine gefischt. Sie war seit Januar verschwunden.

Nicht weit davon wurde eine weitere Frauenleiche in einem Koffer in der Oise treibend gefunden. Auch dieser Fundort ist nicht weit von Paris entfernt. Die Frau konnte inzwischen als eine 53jährige Amerikanerin identifiziert werden, so die Kriminalpolizei von Versailles, aber der Zustand der Leiche soll sehr gut sein, was nahelegt, dass die Frau erst vor sehr kurzer Zeit getötet wurde.

In Bourges, in Zentralfrankreich wurde die Leiche einer älteren Frau in einem abbruchreifen Haus entdeckt. Hier dagegen ist der Zustand der Leiche so schlecht, dass man noch nicht einmal die Todesursache feststellen kann. Auch hier konnte die Leiche noch nicht identifiziert werden, aber man geht davon aus, dass sie mindestens zwei Jahre in dem Haus gelegen hat.
Die Polizei von Bourges hat allerdings eine Vermutung, um wen es sich handeln könnte.

In Nordfrankreich, in Lothringen, wiederum wurde die Leiche einer 33jährigen Mutter gefunden. In diesem Fall wurde auch ein Tatverdächtiger festgenommen, der den Mord gestanden haben soll. Er hat die Frau erwürgt, es handelt sich vermutlich um eine Beziehungstat.

Schliesslich wurde im Departement Val-de-Marne die Leiche einer 23jährigen im Kofferraum ihres PKWs aufgefunden. Die junge Frau wurde seit ein paar Tagen vermisst. Auch hier ermittelt die zuständige Kriminalpolizei von Paris.

Das sind nur die Meldungen, die ich ganz zufällig beim Blick in die Nachrichtenseiten gefunden habe. Als Vater von jungen Studentinnen erschrecken mich solche Meldungen sehr, zumal meine Tochter eventuell ein Jahr in Paris studieren möchte. :(

Nichts Neues also von Reiser und Sophie.


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Jean-Marc Reiser: Mögl. Serienmörder im Elsass? Studentin vermisst

14.05.2019 um 15:43
Täusche ich mich oder ist es tatsächlich so, dass derzeit besonders viele Frauen zu Tode kommen, umgebracht werden oder einfach verschwinden?

Vermutlich hängt es mit dem Internet-Zeitalter zusammen: Man erfährt Dinge von Hintertupfingen, die früher nicht einmal das Lokalblatt für erwähnenswert hielt. Frauen wurden auch schon in früheren Zeiten umgebracht. Dennoch wundere ich mich über die Häufigkeit solcher Fälle. Gerade Beziehungstaten haben mMn stark zugenommen. Welch Phänomen.

Um wieder auf Reiser zurückzukommen: Er ist ohne Zweifel gefährlich und dass er in den Fall Sophie involviert ist, steht für mich ausser Frage. Versuche, solche Taten zu begreifen, führen zu nichts. Noch ist er nur der Tat verdächtigt, aber die Schlinge wird sich zuziehen.


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Jean-Marc Reiser: Mögl. Serienmörder im Elsass? Studentin vermisst

14.05.2019 um 18:11
@sommerday

Grundsätzlich ist es so, dass es heute bedeutend weniger Gewaltverbrechen gibt als noch vor 50 Jahren. Und das obwohl Morde als solche etwa bei der Obduktion heute sehr viel zuverlässiger erkannt werden als früher. Auch Kinder leben heute deutlich sicherer. Was man auch nicht unterschätzen darf, die Polizei ist heute in puncto Beziehungstaten viel sensibilisierter als früher, damals wurde z.B. Gewalt in der Ehe kaum verfolgt bzw. war nicht strafbar (z.B. konnte ein Ehemann seine Frau legal vergewaltigen).


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Jean-Marc Reiser: Mögl. Serienmörder im Elsass? Studentin vermisst

14.05.2019 um 21:34
On apprend notamment que du sang de Sophie Le Tan a été détecté sur une paire de chaussures saisie chez le suspect. En outre, une deuxième expertise a permis de déterminer la présence d’une trace d’ADN de la présumée victime sur le revêtement de sol de l’appartement. Ce même ADN a également été retrouvé sur une veste saisie chez Jean-Marc R., au niveau des poignets de l’habit
https://www.laminute.info/2019/05/13/disparition-de-sophie-le-tan-des-indices-accablants-retrouves-chez-le-suspect


Grobe Übersetzung:
Wir erfahren insbesondere, dass Sophie Le Tan's Blut an den beschlagnahmten Schuhen entdeckt wurde. Darüber hinaus wurde bei einer zweiten Untersuchung festgestellt, dass sich auf dem Bodenbelag der Wohnung eine DNA-Spur des mutmaßlichen Opfers befand. Dieselbe DNA wurde auch an einer beschlagnahmten Jacke im Bereich der Handgelenke gefunden.


Die Indizien häufen sich und mMn besteht kein Zweifel mehr, daß Sophie le Tan ermordet wurde und JMR dafür verantwortlich ist.


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Jean-Marc Reiser: Mögl. Serienmörder im Elsass? Studentin vermisst

15.05.2019 um 06:46
Es war ein paar Jahre lang u.a. mein Job, Kriminalstatistiken zu erstellen bzw. die Rohdaten dafür zusammenzustellen, und daher weiss ich, dass das berühmte Wort "traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast" sehr viel Wahres enthält. Ich bin immer vorsichtig mit den "früher-später" Vergleichen. Aber ich denke, wir können uns darauf einigen, dass es noch immer viel zu viele Morde/Tötungsdelikte gibt.

@Hercule-Poirot

Vorverurteilungen gegenüber bin ich immer sehr skeptisch, aber in diesem Fall hier lehne ich mich ebenfalls aus dem Fenster und sage: wenn ich Geschworener oder Richter wäre und man würde mir diesen Fall mit den bekannten Indizen bringen, und keiner nennenswerten Entkräftung durch die Verteidigung (die natürlich im echten Fall noch kommen kann), dann würde ich auch sagen: alles spricht für eine Tat Reisers.

Aber wie gesagt, noch steht keine Verhandlung an.


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16.05.2019 um 21:03
Les enquêteurs de la police judiciaire de Strasbourg suspendent leurs recherches sur le terrain pour tenter de retrouver Sophie Le Tan, selon les informations de France Bleu Alsace, mercredi 15 mai. Jusqu'à maintenant, la police judiciaire recherchait toujours le corps de cette étudiante de 20 ans, disparue depuis le 7 septembre 2018.
https://www.francetvinfo.fr/economie/emploi/metiers/droit-et-justice/affaire-sophie-le-tan-les-enqueteurs-suspendent-les...

Übersetzung:
Die Ermittler der Kriminalpolizei Strasbourg setzen nach Informationen von Radio France Bleu Alsace (lokaler Radiosender) vom 15. Mai die Suche nach Sophie Le Tan aus. Bis jetzt suchte die Kriminalpolizei immer noch nach der Leiche dieser 20-jährigen Studentin, die am 7. September 2018 verschwand.


Das war mir gar nicht bewusst, daß immer noch von offizieller Seite nach ihr gesucht wurde. Falls es dazu Meldungen gab wurden sie zumindest nicht an die grosse Glocke gehängt. Es werden aber sicher nicht hunderte von Beamten durch die Wälder gestreift sein, das wäre bestimmt irgendwann aufgefallen.
Die Familie von Sophie ist von dieser Nachricht natürlich nicht begeistert.


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Jean-Marc Reiser: Mögl. Serienmörder im Elsass? Studentin vermisst

17.05.2019 um 04:35
Hercule-Poirot schrieb:Das war mir gar nicht bewusst, daß immer noch von offizieller Seite nach ihr gesucht wurde. Falls es dazu Meldungen gab wurden sie zumindest nicht an die grosse Glocke gehängt. Es werden aber sicher nicht hunderte von Beamten durch die Wälder gestreift sein, das wäre bestimmt irgendwann aufgefallen.
Das ist richtig, zumal es ja eine kleine, aber aktive Gruppe von Freiwilligen gibt, die immer noch öffentlich suchen und auch eine fb Seite betreiben, auf der sie immer wieder berichten. Diese hätte bestimmt von grossen polizeilichen Suchaktionen berichtet.

Es ist leider so, dass man wohl keinerlei Anhaltspunkte hat, die eine solche Suchaktion rechtfertigen würden. Ich habe früher schon mal ein statement der thüringischen Polizei verlinkt, dass man in unwegsamem Gelände mit einer ganzen Hundertschaft gerade mal einen Quadratkilometer am Tag schafft.

In unserem Fall gibt es wohl Handydaten, die zeigen dass Reiser am Tattag in den Vogesen unterwegs war: diese sind noch weit unwegsamer, als was man in Thüringen damals vorfand. Dazu kommt noch das riesige Gebiet entlang des Rheines mit seinen unzähligen Tümpeln, Seen usw. Im Moment steht die Polizei vor dem Problem, dass Sophies Leiche eine Nadel in einem riesigen Heuhaufen wäre, aber die Polizei nicht einmal weiss, welcher von mehreren riesigen Heuhaufen der richtige ist.

Angesichts der Personalnot derzeit - Gendarmerie und Polizei schieben derzeit einen bisher nie gehabten Berg von Überstunden vor sich her, u.a. wegen den Gelbwesten Proteste und der weiterhin hohen Terrorgefahr - bleiben einfach keine Kräfte übrig, um auf Glück zu suchen.

Es ist zu befürchten, dass Sophie wohl nie gefunden werden wird.

Dass nun offiziell die Polizei die Suche beendet bedeutet in erster Linie eine message an die Staatsanwaltschaft: wir werden wohl keine weiteren Beweise mehr finden. Seht mal zu, ob ihr mit dem, was wir haben, Anklage erheben könnt.


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