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Kunstraub in Dresden

891 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Gold, 2019, Schloss ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kunstraub in Dresden

27.11.2019 um 16:35
Zitat von SchnullySchnully schrieb:Vielleicht einfach als Ausfallsicherheit. Falls der Weg zum zweiten Fluchtwagen nicht funktioniert (Verfolgung Polizei, Tiefgarage soll ja eine Baustelle gewesen sein). Dann können alle 4 zusammen fliehen. Sozusagen Plan B.
Auf der Straße VOR der Tiefgarage ist eine Baustelle. Da wird gerade ein Abwasserhauptsammler saniert. In dem Bericht ist ein Foto, wo man die Häuser bei der Tiefgarage sieht.
https://pieschen-aktuell.de/2018/koetzschenbroder-strasse-sanierung-des-abwasserkanals-dauert-bis-ende-2019/


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27.11.2019 um 16:39
https://pieschen-aktuell.de/2019/soko-epaulette-ausgebrannter-audi-a6-avant-war-das-fluchtauto-der-juwelendiebe/
Dabei wird es auch um die Frage gehen, wie die Täter in die eigentlich verschlossene Tiefgarage gelangen konnten. Medienberichten zufolge soll das Fluchtauto in der Tiefgarage auf dem für den Hausmeister reservierten Stellplatz geparkt und dann in Brand gesetzt worden sein. Im Laufe des Tages haben Polizisten zudem mit Hilfe eines Spürhundes versucht, die Fluchtrichtung der Täter nach Verlassen der Tiefgarage zu ermitteln.
Die Täter haben das Fluchtauto Medienberichten zufolge auf dem Parkplatz geparkt, der für den Hausmeister reserviert ist.
Die Tiefgarage ist eigentlich normalerweise verschlossen, so dass unklar ist wie die Täter in die Tiefgarage gelangen konnten.


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Kunstraub in Dresden

27.11.2019 um 18:33
Im Radio hat vorhin ein Polizeisprecher bestätigt, dass die vier Täter auf Videoaufnahmen zu sehen sind.


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27.11.2019 um 18:37
@Illi
Hast du einen Link?


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27.11.2019 um 18:38
@Illi
Oh, das ist gut! Hoffentlich können sie dadurch ein paar mehr Anhaltspunkte gewinnen.


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27.11.2019 um 18:53
Letztendlich hat sich- trotz "guter Planung" der Täter und dem frühzeitigen Versagen des Vitrinen-Glases die Angelschnur am wirksamsten erwiesen, mit der die Exponate befestigt waren. Erstaunlich! Von 100 Exponaten wurden nur 11 ganz und wenige mehr teilweise gestohlen. Eine simple Schere hat ihnen gefehlt. So viel Aufwand für eine Beute, die sich sicher größer erhofft hatten.


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27.11.2019 um 18:55
Leider kein Link, es kam bei Radio PSR in den Nachrichten ... der Polizeisprecher war im Interview zu hören. Weiß nicht ob es darüber auch schriftlich etwas gibt.


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27.11.2019 um 18:57
Ich hab außerdem gelesen... wenn ich wüsste wo... dass die reinen Materialkosten.., also wenn die Diebe die Steine rausbrechen und umschleifen (Verlust 10-15% Material) und verkaufen, trotzdem einen Wert im zweistelligen Millionenbeteich erbeutet haben 🤔


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27.11.2019 um 19:00
Hier der Link über das Videomaterial und die Schmuckstücke...

https://www.mdr.de/sachsen/dresden/dresden-radebeul/gruenes-gewoelbe-dresden-ermittlungen-juwelendiebstahl-tag-drei-100.html (Archiv-Version vom 27.11.2019)


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27.11.2019 um 19:21
https://www.ndr.de/ndrkultur/sendungen/journal/Stefan-Koldehoff-ueber-Einbruch-im-Gruenen-Gewoelbe,journal2208.html

Materialwert im zweistelligen Millionenbereich...


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27.11.2019 um 19:38
Mich würde ja interessieren, ob für die Diebe da Sachen mit noch wesentlich mehr Materialwert zu holen gewesen wären.
Falls nicht, wäre es ja wenig überraschend, dass sie so zielstrebig gerade auf diese Vitrine losgegangen sind.


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27.11.2019 um 20:08
Hier noch mal ein sehr detaillierter Bericht:
https://www.mdr.de/sachsen/dresden/dresden-radebeul/hintergrund-einbruch-gruenes-gewoelbe-dresden-100.html (Archiv-Version vom 27.11.2019)
u.a. dieses:
Die Sicherheitsmitarbeiter haben auf den Videoaufzeichnungen auch ein Fluchtauto gesehen, das vor dem Residenzschloss gewartet haben soll. Weil es morgens kurz nach 5 Uhr noch dunkel war, konnten sie nicht viel erkennen, erklärte die Polizei.



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Kunstraub in Dresden

27.11.2019 um 20:50
Zitat von KreuzbergerinKreuzbergerin schrieb:Die Tiefgarage ist eigentlich normalerweise verschlossen, so dass unklar ist wie die Täter in die Tiefgarage gelangen konnten.
Auch das weist meines Erachtens zumindest auf einen ortsansässigen Planer hin. Ich glaube ja gerne, dass professionelle Juwelendiebe das Museum an sich haargenau ausbaldowern würden, aber die Sache mit dem Verteilerkasten und der "normalerweise verschlossenen" Tiefgarage ist einfach zu viel Lokalkolorit.


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Kunstraub in Dresden

27.11.2019 um 21:06
Zitat von VanDusenVanDusen schrieb:Auch das weist meines Erachtens zumindest auf einen ortsansässigen Planer hin. Ich glaube ja gerne, dass professionelle Juwelendiebe das Museum an sich haargenau ausbaldowern würden, aber die Sache mit dem Verteilerkasten und der "normalerweise verschlossenen" Tiefgarage ist einfach zu viel Lokalkolorit.
Oder man durchbricht die Schranke/das Tor der Tiefgarage mit dem Fluchtauto und steigt in das zweite Fluchtfahrzeug auf dem daneben liegenden öffentlichem (gebührenpflichtigen) Parkplatz. (Oder spaziert zur Straßenbahnhaltestelle und verduftet.)
Jeder erwartet jetzt, dass in der Tiefgarage ein Fluchtauto steht... Und wieder etwas Zeit gewonnen.


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Kunstraub in Dresden

27.11.2019 um 21:27
Zitat von TritonusTritonus schrieb:Also hatten die Diebe 5 Minuten um die Scheiben aufzuhacken, den Schmuck zu entfernen, einzupacken, zurückzulaufen, sich nacheinander durch das enge Gitter zu zwängen, ins Auto zu steigen und außer Sichtweite zu fahren. Das ist ein hartes Programm, da hast du keine Zeit, die Steine einzeln rauszufummeln und vielleicht noch runtergefallene aufzusammeln. Da greifst du einfach nur ab, was zu kriegen ist.
Deswegen meine ich ja, es sind keine Kunstkenner. Für jemanden, dem der künstlerische Wert wichtig ist, wäre es absolut notwendig, die Schmuckgarnituren komplett mitzunehmen. Dann klaut man meinetwegen "nur" eine und nicht mehrere, die eine aber vollständig.
Zitat von StreuGutStreuGut schrieb:Ich denke schon, weil das steht auf jeder Internetpräsenz drauf und auf jedem Flyer. Das betrifft nahezu sämtliche Museen in Dresden
Du gehst davon aus, dass die Bande sich für Kunst und Museen interessiert (über die Frage, was man dort stehlen kann, hinaus), sich damit auskennt, sich im Vorfeld darüber informiert hat, was wem gehört, und Wissen darüber vorhanden ist, dass die staatlichen Museen unterfinanziert sind. Sollte es sich um Personen handeln, die einfach nur möglichst viel Geld machen wollen, nicht besonders kulturinteressiert sind (vielleicht ein Vorurteil von mir, dass solche Einbrecherbanden sich im Leben eher mit anderen Dingen befassen...), und möglicherweise vielleicht auch eine ausländische Bande (fehlende Sprachkenntnisse, fehlendes Wissen über die Organisationsformen der Museen hier), schließe ich persönlich solches Wissen eher aus. Da zählt nur ein simples "Oh, Diamanten = $$$, Sicherung überwindbar, also plündern".
Zitat von digi1digi1 schrieb:Ich werde das Gefühl nicht los, das Loch diente nur der Nach-Außen-Verbringung des Diebesgutes, die Täter waren im Gebäude und haben sich auch nach der Tat noch dort versteckt.
Wie sollen sie nach der Tat dann da wieder rausgekommen sein? Da war dann doch überall Polizei und seitdem ist das Gebäude auch abgeriegelt.
Zitat von VanDusenVanDusen schrieb:Die Hersteller werben immer damit, wie lange solches Glas stumpfer Gewalteinwirkung (wie durch einen Vorschlaghammer) standhält. Kein Wunder, denn dafür ist es konzipiert. Spitzer Gewalteinwirkung, wie mit der Spitze einer Axt oder einem Vorschlaghammer mit aufgeschweißtem Dorn, hält es dagegen wesentlich weniger gut stand. Das weiß jeder Hallodri und das müsste eigentlich auch ein Museumsdirektor wissen.
Museumsdirektoren sind keine Sicherheitsexperten, sondern meistens Kunst- oder Geschichtswissenschaftler mit Fachgebiet auf dem Bereich der Dinge, die dort im Haus ausgestellt werden. Oder manchmal auch Museologen, wo allerdings im Studium auch eher geschichtliche Kenntnisse und das publikumswirksame und spannende Präsentieren von Dingen eine Rolle spielen, und eher nicht die Organisation und Sicherung des Gebäudes. Dafür holt man sich externe Experten ins Haus, vertraut auf Firmen in dem Bereich - und verlässt sich dann mangels eigenen Fachwissens darauf. Traurig, wenn das schief geht.
Zitat von BadehoseBadehose schrieb:Übrigens sagte Museumsdirektor Syndram gestern in der PK ausdrücklich, dass nicht die höchstmögliche Schutzklasse (was auch immer das sein mag) verwendet worden sei, da man immer eine Abwägung aus vielen verschiedenen Elementen machen müsse.
Es geht darum, dass man ab einer bestimmten Glasdicke nicht mehr gut durchsehen kann, was bei einer Vitrine nicht viel Sinn ergibt.
Zitat von muskelbibermuskelbiber schrieb:Mich würde ja interessieren, ob für die Diebe da Sachen mit noch wesentlich mehr Materialwert zu holen gewesen wären. Falls nicht, wäre es ja wenig überraschend, dass sie so zielstrebig gerade auf diese Vitrine losgegangen sind.
In dem Museum gibt es u.a. auch Gemälde, Zeichnungen (zB von Caspar David Friedrich, Dürer und Rembrandt), historische Münzen, Ziergegenstände aus Porzellan o.ä., historische Kleidung und Waffen (Schwerter, Dolche). Das kann man im Gegensatz zum Schmuck allerdings alles nicht gewinnbringend auseinandernehmen, sondern könnte es höchstens am Stück verkaufen - aber damit wäre natürlich nachvollziehbar, woher es stammt.


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Kunstraub in Dresden

27.11.2019 um 22:21
Zitat von AloceriaAloceria schrieb:Wie sollen sie nach der Tat dann da wieder rausgekommen sein? Da war dann doch überall Polizei und seitdem ist das Gebäude auch abgeriegelt.
Mich macht das stutzig, weil im Anfang der Berichterstattung auch von einem Fluchtgang die Rede war.


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Kunstraub in Dresden

27.11.2019 um 22:38
Zitat von digi1digi1 schrieb:Ich werde das Gefühl nicht los, das Loch diente nur der Nach-Außen-Verbringung des Diebesgutes, die Täter waren im Gebäude und haben sich auch nach der Tat noch dort versteckt.
Nur für die Beute hätte wiederum eine kleinere Öffnung gereicht, die hätte man wahrscheinlich einfach durch das Gitter herausgeben können.
Das mit dem unterirdischen Gang ist inzwischen dementiert worden:
https://www.tag24.de/nachrichten/dresden-einbruch-gruenes-gewoelbe-1299407


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Kunstraub in Dresden

27.11.2019 um 22:41
Hier gibt es eine Übersicht über die gestohlenen Stücke:
https://www.skd.museum/presse/2019/einbruch-im-juwelenzimmer-am-25112019/ (Archiv-Version vom 27.11.2019)

Das hier ist die "Diamantrosen-Garnitur", als Beispiel will ich darauf mal genauer eingehen:

csm Gesamtaufnahme Diamantrosengarnitur

- 1 Zierde für den Hut, mit 4 Verbindungsstücken
- 1 Epaulette (Zierde für die Schulter) - laut Museum "Teilstück vorhanden", also gewaltsam rausgerissen und dabei wohl das Oberteil abgerissen (das ist auf dem Bild das Teil links oben)
- 1 Diamantrose
- 2 Orden - 1 gestohlen
- je 10 Westen- und Jackenknöpfe - einige Jackenknöpfe gestohlen
- 1 Degen mit Scheide
- 2 Hosenschnallen
- 2 Schuhschnallen

Also von Kopf bis Fuß geschmückt... Davon haben die Diebe nur das gestohlen, was ich hier kursiv gestellt habe.

Und bei den anderen 2 Garnituren sieht es genauso aus: unvollständig, teilweise zerrissen. In einem Fall wurde sogar ein Diamantencollier zerrissen.

Da ist null künstlerischer Sachverstand hinter. Da ging es wohl wirklich nur um den Materialwert. Daher befürchte ich, sind die geraubten Stücke vermutlich jetzt schon zerlegt worden.


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Kunstraub in Dresden

27.11.2019 um 22:51
Gleich kommt im Ersten bei Maischberger Heide Rezepa Zabel bzgl. des Kunstraubes.


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Kunstraub in Dresden

27.11.2019 um 23:34
Vielen Dank für den Link @Aloceria, sehr informative Übersicht.

Ich hatte bislang gehofft, dass es sich um einen Auftrags-Diebstahl handelt und die Stücke zwar in einem privaten Tresor verschwinden, aber wenigstens erhalten bleiben und nicht zerstört werden.
Das denke ich nun nicht mehr, nachdem ich mir die Übersicht der gestohlenen Gegenstände angeschaut habe. Offensichtlich haben sich die Täter ziemlich wahllos aus diesen Vitrinen bedient, ohne auf eine zumindest teilweise Vollständigkeit zu achten. Mehr nach dem Motto: "alles was wir in der Kürze der Zeit schnappen können". Z.B. die Epaulette ist sogar beim Raub durch Gewalt höchstwahrscheinlich schon beschädigt worden ("Teilstück vorhanden"). Wahrscheinlich kam es ihnen doch nur nur auf die Brillianten bzw. den Materialwert an.
Das ist doppelt furchtbar.


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