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Leichenfund in Wiesbaden Naurod

142 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wald, Leiche, Hessen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Leichenfund in Wiesbaden Naurod

02.12.2020 um 13:05
@Silverwind
es hieß nur 35 m in der Nähe eines Waldweges. Ob das ein "großer" Waldweg war, wo viele Jogger oder ähnliches (Spaziergänger, Leute mit Hunden usw.) unterwegs waren steht da nicht...

fällt mir gerade beim Schreiben ein..wenn das ein Weg war, wo viele Leute mit Hunden unterwegs gewesen wären, hätten doch diese Hunde evtl. auch schon viel früher die Leiche aufspüren können...bei dem Geruchssinn den Hunde haben...das wäre denen doch nicht entgangen....

das war wohl eher nicht der Fall...

also dürfte es sich um einen weniger "frequentieren" Waldweg gehandelt haben...
Zitat von SilverwindSilverwind schrieb:Ich bin im vergleichbaren Alter und habe auf dem Kopf (überwiegend) braune Haare, mein Bart ist aber größtenteils bereits weiß.
finde ich klasse, dass Du das so offen schreibst.


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Leichenfund in Wiesbaden Naurod

25.03.2021 um 15:24
Ich jetzt mal in den Wäldern dort unterwegs und habe ein Foto eines der weniger frequentierten Wege die vom Hauptweg abzweigen gemacht. Da erkennt man fast keinen Weg, aber da ist bzw. war einer. Auf Google ist der sogar eingezeichnet. Und so sehen dort viele der Wege abseits des geschotterten Hauptwegs aus.

Naurod01Original anzeigen (4,3 MB)

Wobei mir absolut unklar ist, wieso ein Jogger einen solchen Weg nutzen sollte. Na gut, vielleicht stand er ja auf richtig krasse Trail-Läufe.


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Leichenfund in Wiesbaden Naurod

25.03.2021 um 18:04
@Silverwind
danke für die Eindrücke.

Mir kam auch noch eine andere Idee. Evtl. stammte der Mann gar nicht von hier, war nur zu Besuch.
Und wurde von jemand anderem unter einem 'Vorwand " zum Joggen mitgenommen und dann getötet..

deswegen wird dieser Mann auch hier in der "Region" nicht vermisst.


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Leichenfund in Wiesbaden Naurod

22.07.2022 um 14:43
Wenn doch der Schädel gefunden wurde, wäre es doch noch eine Möglichkeit eine Gesichtsrekonstruktion durchzuführen oder ?
als bessere Alternative zu der veröffentlichten Zeichnung.

Damit dann an auflagenstarke Medien gehen.....


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Leichenfund in Wiesbaden Naurod

14.01.2026 um 13:50
In der (relativen) Nähe des Fundortes gibt es eigentlich nur einen Wald-Parkplatz. Und auf dem hat man kein abgestelltes Fahrzeug gefunden. Auch auf den weiter entfernten Parkplätzen, die von einem trainierten Jogger durchaus in Erreichbarer Entfernung gelegen hätten, stand kein herrenloses Fahrzeug über längere Zeiträume herum.

Das größte Hindernis für die Identifizierung ist die Ungewissheit darüber, wie lange der Leichnam dort bereits lag. Die Schätzung der Polizei beläuft sich auf mindestens zwei Jahre, doch die fortgeschrittene Skelettierung erlaubt keinen präzisen Rückschluss; es könnten ebenso gut Jahrzehnte sein. Fraglich ist auch, wie lange moderne Funktionsmaterialien den Elementen und den zersetzenden Einflüssen der Verwesung standhalten, bevor sie unkenntlich werden. Möglicherweise könnte man über den Verkaufszeitram in dem Nike diese Kleidung angeboten hat ungefähre Zeiträume eingrenzen, aber ob sich die Ermittlungsbehören die Mühe machen das zu ermitteln bei einer unbekannten Leiche, weiß ich jedoch nicht. Jedenfalls habe ich dazu nichts weiter gelesen, das scheint also weiterhin unbekannt zu sein.

Ich habe auf YouTube ein (Zeitraffer-)Video eines Radfahrers gefunden, welches an dem Fundort vorbeiführt. Ab etwa 1:20 in dem Video ist der Hauptweg dort zu sehen. Von diesem Weg führen nach rechts kleine, fast überwucherte Waldwege ab, die eigentlich nicht mehr genutzt werden. Die sind daher auch kaum zu erkennen. Um zur Fundstelle zu gelangen, müsste man einem dieser Pfade folgen.
Hier:
Waldweg im Video


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Leichenfund in Wiesbaden Naurod

14.01.2026 um 14:11
Der zitierte Beitrag von musikengel wurde gelöscht. Begründung: Antwort auf gelöschten Beitrag
Dort im Wald bei Naurod gibt es auch ein Tagungshaus (exisitiert schon seit einigen Jahrzehnten), das Wilhelm-Kempf-Haus, das nicht nur von Großgruppen gebucht wird. Wenn der unbekannte Mann mit jemand anderem dort ein Doppelzimmer belegt hatte, und diese andere Person am nächsten Tag (nach seinem Ableben) das Zimmer ausgecheckt hat, oder er selbst nach dem Auschecken noch Joggen gegangen ist, würde keiner nach ihm suchen, evtl wurde ja auch sein von ihm selbst geparktes Auto gestohlen.

Was mich dann trotzdem wundert, ist, dass er von niemandem vermisst wird, aber in einem anderen Fall wurde ein Familienvater über 20 Jahre vermisst, aber durch Schlamperei der Polizei (nahm den Vermisstenfall nicht ernst) konnte erst durch XY seiner Leiche seine Identität zugeordnet werden: Helmut Peters


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Leichenfund in Wiesbaden Naurod

14.01.2026 um 16:34
@musikengel
Der zitierte Beitrag von musikengel wurde gelöscht. Begründung: Folgebeitrag
Aus meiner Sicht nihct unbedingt. Denn ich würde unterscheiden zwischen dem Umstand, dass ein Verschwinden auffällt und eine vermisstenanzeige aufgeben. Ich denke, dass in irgendeiner Weise das Verschwinden des Mannes schon aufgefallen sein dürfte. Um beim Szenario Tagungshotel zu bleiben. Ja, da dürfte aufgefallen sein, dass der Mann verschwunden ist. Aber ob dann jemand dies der Polizei meldet, steht für mich auf einem anderen Blatt und ist zweifelhaft. Gerade wenn das Hotel vllt im Vorfeld bezahlt wurde (was auch schon vor einigen Jahren üblich war), glaube ich nihct, dass hier jemand etwas melden würde.


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Leichenfund in Wiesbaden Naurod

15.01.2026 um 09:20
Hier hatte ein User mittels KI aus dem polizeilichen Phantombild ein richtig gutes (KI-)Bild gemacht. Kann das nochmal jemand posten bitte? Das wurde aus unbekannten Gründen gelöscht. Dabei könnte so ein Bild sehr hilfreich bei der Identifizierung des unbekannten Toten sein.


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Leichenfund in Wiesbaden Naurod

16.01.2026 um 14:03
zunächst einmal denke ich, dass der unbekannte nicht unbedingt ein Jogger gewesen sein muss, das Outfit sieht aber insgesamt schon eher nach einer sportlichen Aktivität aus. Muss nicht sein, aber von der Tendenz.

Die Frage nach den fehlenden Schlüsseln ist natürlich berechtigt. Wenn ich keine Schlüssel dabei habe, muss ich ja irgendwie anders Zugang zu meiner Unterkunft haben. Da gibt es drei Möglichkeiten:

- der Schlüssel ist irgendwo an der Wohnung versteckt (zum Beispiel unter der Fussmatte)
- ich wohne mit jemanden zusammen, der mich dann reinlässt
- ich wohne in einem Hotel, Seniorenheim, Heim, etc, wo mich jemand reinlässt


Bei variante 2 müsste mich jemand vermissen. Deshalb schließe ich das von der Tendenz eher aus.
Variante 1 wäre natürlich möglich. Hier wäre nur natürlich auch irgendwann das Verschwinden aufgefallen.
Bei Variante 3 kommt es drauf an.
Bei einem Seniorenheim fällt es auch auf, auch in einem Heim, betreuten Wohnen.
Aber was ist mit einem (billigem) Hotel oder Pension. Natürlich fällt es auf, nur wäre die Frage, was dann geschieht. Räumen die dann einfach nur das Zimmer nach einer bestimmten Zeit oder kontaktieren die Betreiber die Polizei? Ich bin mir ehrlich gesagt unsicher.
Mag vllt ein Klischee in meinem Kopf sein, aber ich könnte mir vorstellen, dass die günstige Absteige das Zimmer ausräumt und gerade wenn vllt Vorkasse geleistet wurde, die Sachen in den Keller räumt, ein paar Tage/ Wochen Aufbewahrt und dann dies Sache auf sich beruhen lässt. Ob dann alle zur Polizei gehen halte ich für zweifelhaft. Vllt denke einige, dass das Zimmer dann gesperrt wird und man nicht vermieten darf für einige Zeit. Dann doch lieber nicht groß aufhebens machen.

Von daher halte ich es für gut möglich, dass der Unbekannte von außerhalb kam und in einem Hotel/ Pension übernachtete. Das Wegbleiben ist dann sicher aufgefallen, aber vllt nicht bei der Polizei angekommen. wenn der Unbekannte dann noch aus dem Ausland kam, kann es gut sein, dass der Vermisstenfall bisher nicht zugeordnet wurde.

Noch eine Idee in diesem Zusammenhang: Wiesbaden ist aufgrund der russischen Vergangenheit traditionell auch für russische Touristen interessant. Seit 2019 ist nun viel passiert und ich vermute, dass die behördliche Zusammenarbeit in grenzübergreifenden Vermisstenfällen zum erliegen gekommen ist.


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Leichenfund in Wiesbaden Naurod

16.01.2026 um 22:24
https://www.bild.de/news/inland/knochen-raetsel-aus-dresdner-heide-nach-18-monaten-geloest-696a890bc87cac06762963aa

Es wurde nun ein Fall eines unbekannten Toten geklärt und das Szenario könnte ich mir hier wue geschrieben auch vorstellen. Ein Mann aus den Niederlanden ist nach Deutschland gefahren und wurde auch in den Niederlanden in der Folge vermisst. Er wurde in Deutschland ohne Papiere gefunden. Der Zusammenhang zwischen Fund und Vermisstenfall wurde erst 18 Monate später hergestellt.

Das sagt mir, dass die Zusammenarbeit nicht unbedingt so eng ist, dass per se alle unbekannten Toten mit Vermisstenfällen aus dem Ausland abgeglichen werden. "Unser " unbekannter Toter könnte auch aus dem Ausland stammen und ein Zusammenhang bislang mit nicht hergestellt worden sein.


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Leichenfund in Wiesbaden Naurod

16.01.2026 um 23:52
Zitat von vorsichtfallevorsichtfalle schrieb:Ein Mann aus den Niederlanden ist nach Deutschland gefahren und wurde auch in den Niederlanden in der Folge vermisst. Er wurde in Deutschland ohne Papiere gefunden. Der Zusammenhang zwischen Fund und Vermisstenfall wurde erst 18 Monate später hergestellt.
Danke @vorsichtfalle für den Hinweis.

Im Fall der Unbekannten Toten in den Dünen bei Wassenaar in Holland konnte ja durch einen Hinweis auch erst kürzlich Eva-Maria Pommer aus Bottrop identifiziert werden. Dort hat die Niederländische Coldcase Affairs Foundation maßgeblich an der Aufklärung mitgearbeitet. Auf deren Homepage sind noch viele ungeklärte Vermisstenfälle aufgeführt.


https://www.coldcasezaken.nl/blog/2753595_onderbelichte-rol-stichting-coldcasezaken


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Leichenfund in Wiesbaden Naurod

17.01.2026 um 09:41
@HolzaugeSHK
Ja,dieser Fall kam mir auch in den Sinn. Ich denke bei einer wirklich guten Zusammenarbeit wäre die Zuordnung früher erfolgt. Und das war schon ein Nachbarland. Nun stellen wir uns vor der unbekannte Tote kommt aus Russland. Und wird dort solar vermisst. Ich befürchte ein Abgleich wird es da nicht geben.
Und einmal weiter gedacht: angenommen der unbekannte Tote war ein russischer Tourist und ist in einer Pension in Wiesbaden abgestiegen. Plötzlich taucht der nicht mehr auf. Ich wage zu bezweifeln ob da der Pensionsinhaber zur Polizei rennt. Der wird sich vllt wundern warum der Gast Gepäck zurückgelassen hat, aber womöglich den Vorgang schnell abschreiben und gut ist.
Und währenddessen wird der Mann womöglich in Russland vermisst und die deutschen Behörden erfahren das nie.


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Leichenfund in Wiesbaden Naurod

06.03.2026 um 14:28
Ich würde mich nicht darauf festlegen wollen, dass es sich zwingend um einen Touristen aus Russland gehandelt haben muss. Zwar ist dies durchaus denkbar – zumal ein Abgleich mit Vermisstenanzeigen auch sieben Jahre nach dem Leichenfund keine Treffer erbracht hat –, doch es gibt gewichtige Argumente gegen diese Theorie.

Auffällig ist vor allem, dass der Mann keinerlei Gegenstände bei sich trug, die eine Identifizierung ermöglicht hätten: weder Ausweisdokumente noch Geldbeutel, Handy oder eine Uhr. Auch ein Fitness-Tracker fehlte, obwohl sich diese Geräte seit ihrer Markteinführung um 2012 gerade unter Joggern stark verbreitet haben. Zudem führte er weder Schlüssel noch markante, leicht identifizierbare Laufschuhe mit sich.

In einer Pressemitteilung der Polizei wurde einst ein Phantombild gezeigt. Mittels KI kann man heute ein "richtiges" Foto daraus machen, vielleicht gelingt die Identifizierung so besser:

Gemini Generated Image m9zb2cm9zb2cm9zbOriginal anzeigen (1,9 MB)

Also insbesondere die Bekleidung läßt für mich keinen anderen Schluß zu, als dass es sich um einen Jogger gehandelt hat. Nur haben die üblicherweise wenigstens einen Schlüßel oder sowas dabei. Wobei ja leider auch etwas unklar ist, wie lange der Mann dort schon lag. Es könnten Jahre sein.


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Leichenfund in Wiesbaden Naurod

08.03.2026 um 15:16
Zitat von SilverwindSilverwind schrieb:Also insbesondere die Bekleidung läßt für mich keinen anderen Schluß zu, als dass es sich um einen Jogger gehandelt hat. Nur haben die üblicherweise wenigstens einen Schlüßel oder sowas dabei. Wobei ja leider auch etwas unklar ist, wie lange der Mann dort schon lag. Es könnten Jahre sein.
Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass er ursprünglich nicht alleine war. Also mit einer 2. Person unterwegs gewesen ist.
So wäre auch denkbar, dass er also in einem Auto zum Kellerskopf mitgenommen wurde.
Seinen Haustürschlüssel bräuchte er dann nicht wenn die Person die ihn mitgenommen hatte vielleicht mit ihm zusammen gewohnt hat.
Dann bräuchte er weder Schlüssel noch Geldbeutel. Einen Ausweis dürften viele Personen wenn sie joggen nicht dabei haben.
Meist hat man den ja im Portemonaie.
Das könnte auch erklären warum er nichts zu trinken dabei hatte.

Er dürfte aber auch einen weniger beliebten Weg gelaufen sein, da er so lange nicht gefunden wurde.

Das große Rätsel ist aber warum wurde er nirgends vermisst ? Selbst wenn er schon älter gewesen wäre (nicht mehr berufstätig) , vermisste ihn kein Nachbar ? o.ä.
Wäre nur noch der Gedanke, dass diese besagte 2. Person eine Ausrede hatte wo ihr "Partner" abgeblieben ist.

Konnte man denn bei der Obduktion nicht herausfinden wie alt der Mann denn ungefähr gewesen ist ?


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Leichenfund in Wiesbaden Naurod

08.03.2026 um 16:00
Zitat von musikengelmusikengel schrieb:Das große Rätsel ist aber warum wurde er nirgends vermisst ? Selbst wenn er schon älter gewesen wäre (nicht mehr berufstätig) , vermisste ihn kein Nachbar ? o.ä.
Wäre nur noch der Gedanke, dass diese besagte 2. Person eine Ausrede hatte wo ihr "Partner" abgeblieben ist.
Ich würde bei dem ganzen Thema "vermisst werden" differenzieren:

Zunächst ist zu unterscheiden zwischen vermisst werden und einer offiziellen Vermisstenmeldung.
Der Mann kann durchaus durch Nachbarn vermisst werden im Sinne " den habe ich schon lange nicht mehr gesehen ", das bedeutet aber vermutlich noch lange nicht, dass man zur Polizei geht. Ehrlich gesagt: ich würde vermutlich auch nicht zur Polizei gehen, wenn ich meinen Nachbarn plötzlich nicht mehr sehen würde. Ich wohne jedoch in der Stadt. Aber dennoch glaube ich, dass gerade Nicht- Verwandte unbedingt eine offizielle Vermisstenanzeige aufgeben.

Des weiteren könnte es auch durchaus sein, dass der Mann offiziell vermisst wird. Gerade durch eine Fälle hier bei Allmystery.de habe ich gelernt, dass der europäische Austausch längst nicht so gut ist, wie ich dachte.


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Leichenfund in Wiesbaden Naurod

09.03.2026 um 10:26
Zitat von musikengelmusikengel schrieb:Er dürfte aber auch einen weniger beliebten Weg gelaufen sein, da er so lange nicht gefunden wurde.
Laut der polizeilichen Pressemitteilung wurde der Leichnam etwa 35 Meter abseits eines Waldwegs gefunden. In einem weitgehend unbewirtschafteten Wald entspricht diese Distanz bereits einer erheblichen Strecke.

Die örtlichen Gegebenheiten sind dabei wichtig: Durch das Gebiet verläuft ein gut ausgebauter, geschotterter Hauptwaldweg. Auf diesen dürfte sich die polizeiliche Angabe beziehen. Von diesem Hauptweg zweigten früher zahlreiche kleinere Nebenwege in den Wald ab. Diese werden jedoch seit Jahren nicht mehr gepflegt und sind entsprechend stark verwittert.

Ein Beispielbild eines solchen Nebenwegs wurde weiter oben im Thread gezeigt. Dort ist kaum noch erkennbar, dass es sich ursprünglich um einen Weg gehandelt hat. Auf Google Maps sind diese alten Wege allerdings weiterhin eingezeichnet, was ein falsches Bild über ihren tatsächlichen Zustand vermitteln kann.

Wer einen dieser überwucherten Nebenwege betritt, befindet sich sehr schnell – deutlich früher als erst nach 35 Metern – in dichtem, kaum zugänglichem Gelände, in dem der ursprüngliche Wegverlauf praktisch nicht mehr erkennbar ist. Es handelt sich zudem nicht um einen lichten Laubwald mit freier Sicht in alle Richtungen, sondern um stark bewachsene Flächen mit Büschen und Gestrüpp, die das Vorankommen erheblich erschweren.

Es ist gut möglich, dass diese Wege vor vielen Jahren noch besser begehbar und etwa für Jogger geeignet waren. Nach dem heutigen Zustand sind sie dafür jedoch seit längerer Zeit praktisch nicht mehr nutzbar.
Zitat von musikengelmusikengel schrieb:Konnte man denn bei der Obduktion nicht herausfinden wie alt der Mann denn ungefähr gewesen ist?
Ursprünglich haben die ermittelnden Behörden mal bekannt gegeben, dass er zwischen 30 und 50 Jahre alt gewesen sein könnte. In späteren Mitteilungen findet sich diese Angabe jedoch nicht mehr. Vermutlich läßt der stark skeletierte Zustand keine zuverläßige Eingenzung des Alters mehr zu.


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Leichenfund in Wiesbaden Naurod

09.03.2026 um 12:20
Zitat von SilverwindSilverwind schrieb:Auffällig ist vor allem, dass der Mann keinerlei Gegenstände bei sich trug, die eine Identifizierung ermöglicht hätten: weder Ausweisdokumente noch Geldbeutel, Handy oder eine Uhr. Auch ein Fitness-Tracker fehlte, obwohl sich diese Geräte seit ihrer Markteinführung um 2012 gerade unter Joggern stark verbreitet haben. Zudem führte er weder Schlüssel noch markante, leicht identifizierbare Laufschuhe mit sich.
Nun ja, das spricht für mich dafür, dass keine natürliche Todesursache vorlag. Ihr schreibt schon alle richtig: Wer in den Wald geht und dort an Erschöpfung oder Ähnlichem verstirbt, der hat eben zumindestens Schlüssel und/oder Handy, Kleingeld, Fitnesstracker... dabei. Wird jemand aber dort von dritter Hand getötet oder dorthin verbracht, würde der Täter doch alles mitnehmen, was einen Anhaltspunkt auf die Identität geben würde. Und selbst nach zweimaligem Lesen des Threads habe ich nicht gefunden, dass ein Verbrechen inzwischen ausgeschlossen würde.
Zitat von MarliPubMarliPub schrieb am 04.12.2019:Wie die Saarbrücker Zeitung berichtet, habe neben der Leiche auch ein Personalausweis gelegen – offenbar gehört der einer Frau aus Finnland. Ob der Ausweis aber auch tatsächlich der gefundenen Person gehört hat, ist noch unklar.
Interessant - aus zwei Gründen!
Zum Einen ist ein Ausweis nun nichts, was einem einfach aus der Tasche fällt, eben, weil man ihn in der Regel nicht einfach in seiner Tasche aufbewahrt. Kleingeld, Schlüssel, Ohrring, Talisman... aber doch kein Ausweis. Der steckt in der Regel in der Brieftasche. Auch wenn der Verstorbene männlich ist, kann der finnische Ausweis einer Frau ein Indiz sein.

Zum Anderen finde ich als Finnlandliebhaberin aber auch, dass der Mann, insbesondere auf dem von @Silverwind dankenswerterweise eingestellten KI Foto, ziemlich typisch finnisch aussieht. Die mittel- bis dunkelblonden Haare, die recht kantigen Gesichtszüge mit eher hohen Wangenknochen... (Würde aber auch ins angrenzende Baltikum passen. Oder einfach nur Zufall sein.)

Dazu kommt, dass Finnen eine etwas anderen Haltung zu "alleine im Wald" haben als die meisten Leute in Deutschland. Grade die Sommerhütten liegen wirklich im absoluten Nichts und dass man von da aus in eine Flora wandert, die für uns als halber Urwald gelten würde, ist nichts besonderes. Auch in die Pilze oder zum Beerensammeln geht man dort ins gefühlte "Nichts".

Ich habe mal mitten in Lappland vom Auto aus auf einer Landstraße, die durch dichten Wald ging, einen Radfahrer bei Regen gesehen, der da fuhr, als sei das nichts besonderes. Ich hätte mir da alleine wahrscheinlich in die Hosen gemacht: Weit und breit kein Haus und kein Mensch. Wenn einem da plötzlich ein Elch gegenüber stünde...
Zitat von LichtgestähltLichtgestählt schrieb am 30.11.2020:Was die Ermittler jetzt noch tun könnten, wäre eine Isotopenanalyse. Dazu wären Zähne, Knochen, Haare und Nägel des unbekannten Toten hilfreich.
Ich nehme ohnehin an, dass als erstes die Kleidung untersucht wurde. Zu Beispiel, in welcher Sprache die Etiketten beschriftet waren (Zu den Kleidern gibt es gar keine Hinweise, oder habe ich da etwas verpasst?). Oder in welchen Ketten die Modelle vertrieben wurden.
Eine Isotopenanalyse würde definitiv Licht ins Dunkel bringen. Wie gesagt, bisher habe ich nur gelesen, dass keine Spuren eines Verbrechens am Skelett nachgewiesen werden konnten (was ja bei mehreren Todesarten unter Fremdeinwirkung möglich ist). Die Möglichkeit eines Verbrechens ist aber noch nicht vom Tisch, oder?


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Leichenfund in Wiesbaden Naurod

09.03.2026 um 12:48
Falls sich jemand fragt, ob es möglich wäre, den Mann bereits verstorben nach Wiesbaden zu verbringen, wenn man in Helsinki startet: Ja, das geht.

Als kleines, sehr unwahrscheinliches Gedankenspiel:

Natürlich würde man dazu alle Fähren ausschließen. Aber man kann es auf dem reinen (!) Landweg schaffen: Über Nordfinnland nach Nordschweden, von dort über Brücken nach Dänemark und von da nach Deutschland. An den innereuropäischen Grenzen wird in der Regel nicht kontrolliert und an den Brückenmautstellen auch nicht.

Die freundliche KI hat mal durchgerechnet, dass bei täglichen 8-10 Stunden am Steuer 4-5 Tage dazu nötig wären.

Im Sommer wohl unmöglich. Und auch im Winter fährt man ja nicht im gekühlten Wagen.

Insofern: Faktisch nicht auszuschließen aber (gegeben der Annahme, dass der Verstorbene Finne sei und man ihn von dort nach Deutschland verbracht habe) unfassbar unwahrscheinlich. Zumal es in Finnland, wie gesagt, unendlich mehr Wald gibt als hier. Der Mann "muss", sollte er möglicherweise Finne gewesen sein, lebend nach Deutschland gekommen sein.


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Leichenfund in Wiesbaden Naurod

09.03.2026 um 13:38
Vorsicht: Der Bericht in der Saarbrücker Zeitung über einen Leichenfund im Wald, bei dem sich ein finnischer Ausweis fand, bezog sich seinerzeit auf einen anderen Leichenfund in der Nähe von Trier (Rheinland-Pfalz) und eben nicht auf den Leichenfund in der Nähe von Wiesbaden (Hessen).

Was an dem Leichenfund im Wald bei Wiesbaden ein wenig verwundert, ist dass es keinerlei Informationen gibt, ob weitere Maßnahmen zur Identifizierung unternommen wurden. Möglicherweise macht man das aus Zeit- und Kostengründen nicht, solange nicht sicher feststeht, dass der Tote einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Eine Todesursache konnte aufgrund des stark skeletierten Zustandes nicht mehr festgestellt werden. Da bleibt also alles denkbar.

Bislang ist weder eine Isotopenanalyse des Knochenmaterials bekannt geworden noch eine genauere Beschreibung der aufgefundenen Kleidung. Das T-Shirt und die Shorts dürften vermutlich Massenware von Nike sein; deren Rückverfolgung wird kaum möglich sein.

Anders sieht es bei den Schuhen aus. Gerade Läufer verwenden häufig spezifische Laufschuhmodelle, die nur relativ kurze Produktzyklen haben. Ein bestimmtes Modell ist meist nur eine Saison oder etwa ein Jahr regulär im Handel, bevor es durch den Nachfolger ersetzt wird. Restbestände sind danach oft noch ein oder zwei Jahre erhältlich, verschwinden dann aber ebenfalls vom Markt.

Deshalb könnten die Schuhe durchaus einen Ansatzpunkt liefern, um den Zeitraum einzugrenzen, in dem der Verstorbene noch gelebt hat. Einige Modelle oder Farbvarianten sind zudem regional begrenzt erhältlich oder nur über bestimmte Händler verfügbar. Die genaue Identifikation des konkreten Modells dürfte für Ermittler keinen großen Aufwand bedeuten und könnte zumindest eine grobe zeitliche Eingrenzung ermöglichen.

Ich gehe außerdem davon aus, dass ein odontologischer Abgleich bereits versucht wurde. Ohne einen passenden Vermisstenfall zum Vergleich führt das allerdings häufig zu keinem Ergebnis. Sollten hingegen Zahnimplantate vorhanden sein, ließen sich diese über Serien- oder Chargennummern in vielen Fällen relativ eindeutig zuordnen.

Auffällig ist aus meiner Sicht, dass zu den bislang durchgeführten Identifizierungsmaßnahmen öffentlich kaum etwas bekannt geworden ist.


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Leichenfund in Wiesbaden Naurod

09.03.2026 um 13:54
Zitat von SilverwindSilverwind schrieb:Vorsicht: Der Bericht in der Saarbrücker Zeitung über einen Leichenfund im Wald, bei dem sich ein finnischer Ausweis fand, bezog sich seinerzeit auf einen anderen Leichenfund in der Nähe von Trier (Rheinland-Pfalz) und eben nicht auf den Leichenfund in der Nähe von Wiesbaden (Hessen).
Oh, gut dass du das klar stellst, das war für mich irgendwie nicht ersichtlich. Tut mir leid. Also alles wieder auf Anfang.
Zitat von SilverwindSilverwind schrieb:Auffällig ist aus meiner Sicht, dass zu den bislang durchgeführten Identifizierungsmaßnahmen öffentlich kaum etwas bekannt geworden ist.
Da hast du recht, in den meisten Fällen wird grade über die Herkunft der Kleidung, den Produktionszeitraum und ähnliche Informationen schnell etwas bekannt gegeben. Hier weiß man wirklich gar nichts...


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