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Schwere Fälle von Kindesmissbrauch in Münster

788 Beiträge, Schlüsselwörter: Kindesmissbrauch Münster

Schwere Fälle von Kindesmissbrauch in Münster

26.06.2020 um 12:27
brownie1970 schrieb:Es gibt also etliche Situationen, die man sich nicht vorstellen mag oder kann -
sie finden dennoch statt.
Nicht alles ist rechtskonform, selbst dann nicht, wenn Beamte agieren.
Das tut mir leid. Leider sind es häufig nahestehende Menschen, die einem das meiste Leid zufügen.

Trotzdem muss die Durchsuchung nicht rechtswidrig gewesen sein. Da es "in derselben Nacht" gewesen ist und sich wohl um eine schwere Straftat gehandelt hat, könnte "Gefahr im Verzug" bestanden haben. Dann wird die richterliche Genehmigung nachgeholt.

http://www.gesetze-im-internet.de/stpo/__104.html


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Schwere Fälle von Kindesmissbrauch in Münster

26.06.2020 um 12:30
brownie1970 schrieb:Es gibt also etliche Situationen, die man sich nicht vorstellen mag oder kann -
sie finden dennoch statt.
Nicht alles ist rechtskonform, selbst dann nicht, wenn Beamte agieren.
Es ist schon so, dass die Ermittlungsbeamten in aller Regel auf die Einhaltung strafprozessualer Regeln achten, weil sie andenfalls zu befürchten haben, dass ihnen die falsch erhobenen Beweise spätestens in der öffentlichen Verhandlung um die Ohren fliegen.
monstra schrieb:Trotzdem muss die Durchsuchung nicht rechtswidrig gewesen sein. Da es "in derselben Nacht" gewesen ist und sich wohl um eine schwere Straftat gehandelt hat, könnte "Gefahr im Verzug" bestanden haben. Dann wird die richterliche Genehmigung nachgeholt.
Das Fehlen von "Einwänden" kann durchaus als Einveständnis zur Durchsuchung gewertet werden.


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Schwere Fälle von Kindesmissbrauch in Münster

26.06.2020 um 12:40
monstra schrieb:Trotzdem muss die Durchsuchung nicht rechtswidrig gewesen sein. Da es "in derselben Nacht" gewesen ist und sich wohl um eine schwere Straftat gehandelt hat, könnte "Gefahr im Verzug" bestanden haben. Dann wird die richterliche Genehmigung nachgeholt.
Nein, der Täter war ja bereits verhaftet.
Es gab auch später nichts dergleichen.
Die haben "das einfach mal gemacht".

Ich meine, mich hat es nicht gejuckt in dem Moment - ich hatte nichts zu verbergen.

Aber es war nicht rechtens.
RinTin schrieb:Das Fehlen von "Einwänden" kann durchaus als Einveständnis zur Durchsuchung gewertet werden.
So war es wohl. :-)

Unfreundlich wurde ICH dann erst, als ich "mal erzählen sollte" -
man mich dazu ermuntern wollte mit folgenden Worten "Das ist doch auch besser für ihre Akte".
Da bin ich dann ausgeflippt: "Meine Akte?? Welche Akte? Ich hab noch nie 'nen Apfel geklaut. Ich bin Opfer und habe Hilfe gerufen."
(ich wurde noch pampiger, will nun aber nicht abschweifen.)


Wie auch immer... ich wollte nur sagen:
Manches Mal wird auch einfach gehandelt und dann erst rechtlich abgesegnet (oder auch verschleiert).


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Schwere Fälle von Kindesmissbrauch in Münster

26.06.2020 um 13:01
brownie1970 schrieb:Unfreundlich wurde ICH dann erst, als ich "mal erzählen sollte" -
man mich dazu ermuntern wollte mit folgenden Worten "Das ist doch auch besser für ihre Akte"
Ich will nicht verhehlen, dass die Polizei häufig immer dann eher "robust" handelt, wenn sie sicher ist, auf der richtigen Spur zu sein. Und damit nicht immer 100%ig korrekt. Besonders wenn sie überzeugt, dass man was "ausgefressen" hat.

SpoilerFrüher war ich häufig mit dem Auto nachts unterwegs und hatte alkoholisierte Beifahrer. Ich war nüchtern. Wenn ich von einer Polizeikontrolle angehalten wurde und das Fenster runterkurbelte ("früher" eben), kam natürlich Dank dem Besoffenen auf dem Beifahrersitz ein Schwall Alkoholdampf aus meinem Auto. Wenn ich auf die Frage "Wann haben Sie was getrunken?" mit "Das letzte Mal vor 3 Jahren." antwortete, dann wurden die Beamten recht schnell unfreundlich und versuchten mich einzuschüchtern. Weil sie sich verar...t vorkamen. Und sehr schnell wieder freundlich, wenn das Messgerät 0,0 Promille anzeigte. Natürlich hat der Job auch was mit Macht zu tun. Und das provoziert entsprechendes Verhalten.

Es wird nun ziemlich OT hier. Ausgangspunkt war ja die Durchsuchung in Belgien - was für den Fall auch eher eine nebensächliche Frage war. Es wurden ja eine ganze Reihe von Möglichkeiten genannt, wie grenzüberschreitend ermittelt werden kann.


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Schwere Fälle von Kindesmissbrauch in Münster

26.06.2020 um 13:06
monstra schrieb:Es wurden ja eine ganze Reihe von Möglichkeiten genannt, wie grenzüberschreitend ermittelt werden kann.
Genau deswegen kam ich mit einem Beispiel.

Jedoch finde ich es auch nur halb so wichtig, wie das in dem Fall hier in Belgien stattfinden konnte.
Es wurde ein Objekt durchsucht, derjenige hatte anscheinend kein Problem, dass dies stattfand und gut is'.
Auch, wenn das einige hier in Frage stellten...


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Schwere Fälle von Kindesmissbrauch in Münster

27.06.2020 um 16:25
Da es in der Landespolitik noch offene Fragen zum Missbrauchsfall von Münster gibt, findet am Dienstag trotz Sommerpause eine gemeinsame Sondersitzung der Ausschüsse für Inneres, Justiz und Familie statt.

Die Parteien der Opposition sehen noch Unklarheiten bei Fragen „zu früheren Ermittlungen gegen den Hauptverdächtigen, der Arbeit der Staatsanwaltschaft und des Jugendamts."
Zu einer ungewöhnlichen Sondersitzung soll es nach dem Missbrauchsfall Münster kommende Woche im Landtag kommen: Die drei Ausschüsse für Inneres, Justiz und Familie sollen trotz Sommerpause und gemeinsam tagen. Ein entsprechender Antrag wurde von den Fraktionen von SPD und Grünen gestellt. Die Sitzung wurde für kommenden Dienstag (9.00 Uhr) angesetzt.
https://www.ksta.de/panorama/wegen-offener-fragen-sondersitzung-im-landtag-zu-muensteraner-missbrauchskomplex-36923094


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Schwere Fälle von Kindesmissbrauch in Münster

30.06.2020 um 20:58
Drei weitere Tatverdächtige wurden heute morgen festgenommen und es gibt Hinweise auf ein siebentes Opfer.

https://www.tagesschau.de/regional/nordrheinwestfalen/missbrauch-muenster-101.html

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Missbrauch-Muenster-Weitere-Festnahmen-in-Hannover,kindesmissbrauch346.html


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Schwere Fälle von Kindesmissbrauch in Münster

01.07.2020 um 07:44
Na, immerhin sieht es ganz danach aus, dass sich einiges tut.

Vielleicht kommt dadurch grundsätzlich "mehr ins Rollen", als es bisher oftmals den Anschein hatte.
Ich könnte mir vorstellen, dass so einige Täter (in diesem Kreis, aber auch anderen) gerade mächtig nervös sind.

Ich persönlich bin schon lange davon überzeugt, dass solche Art von Verbrechen
schon immer,
überall und duch jede soziale Schicht,
und in unvorstellbarem Maße
(sowie unvorstellbaren Massen) stattfanden.

Bei allem Verständnis, was die Differenzierung "Pädokrimineller" und "Pädophiler" betrifft -> Kinder müssen stärkeren Schutz erfahren.


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Schwere Fälle von Kindesmissbrauch in Münster

01.07.2020 um 08:34
Bei dem Polizeieinsatz am Dienstagmorgen waren 180 Polizisten in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hessen im Einsatz. Die drei festgenommenen Männer stammen aus Aachen und Hannover.
Den tatverdächtigen Männern ist man durch die Zeugenaussagen des zehnjährigen Jungen und durch Videoaufnahmen auf die Spur gekommen.
Insgesamt gibt es in dem Fall jetzt 21 Tatverdächtige, wovon sich zehn in Untersuchungshaft befinden.
Bei den am Dienstagmorgen festgenommenen Beschuldigten handelt es sich nach einer Meldung der Polizei Münster um einen 26-jährigen Mann aus Aachen und zwei 29- und 49-jährige Männer aus Hannover. Der Aachener war durch die Aussagen des zehnjährigen Hauptopfers aus Münster und auf Grundlage von ausgewertetem Videomaterial in den Fokus der Ermittler gerückt. Er soll den Jungen in der Gartenlaube in Münster sowie in Winterberg und Dresden schwer sexuell missbraucht haben. Der 29-Jährige aus Hannover wurde bei seinen Eltern im Großraum Frankfurt festgenommen, er soll mit dem mutmaßlichen Hauptbeschuldigter Adrian V. aus Münster und dessen Stiefsohn gemeinsam in den Urlaub gefahren sein, um dem Kind dort sexuelle Gewalt anzutun.

Der 49-Jährige aus Hannover soll sich mehrmals mit dem Hauptverdächtigen Adrian V. getroffen und mindestens einmal dessen Stiefsohn schwer missbraucht zu haben.

Ein 36-Jähriger aus Langenhagen und ein 52-Jähriger aus Norderstedt sollen den Hauptbeschuldigten und dessen Sohn auf einem Campingplatz in Niedersachsen getroffen haben. Ein 34-Jähriger aus Heiligenhaus bei Velbert hatte ebenfalls Kontakt zu dem Münsteraner
Süddeutsche


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Schwere Fälle von Kindesmissbrauch in Münster

01.07.2020 um 13:50
Kreuzbergerin schrieb:Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hessen
Kreuzbergerin schrieb:Aachen und Hannover
Interessant was für weite Kreise der Fall, auch über NRW hinaus zieht. Da dürfen wir wohl gespannt sein ob weitere Männer durch Videoaufnahmen enttarnt werden. Vielleicht hab A.V. durch das anbieten sexueller Dienstleistungen ja auch Profit aus der Sache geschlagen.


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Schwere Fälle von Kindesmissbrauch in Münster

01.07.2020 um 14:47
@Augenknecht
Das hat er definitiv. In einem Artikel, wurde hier verlinkt, wurde gesagt, dass er den Jungen unter anderem auch gegen Geld angeboten hat.


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Schwere Fälle von Kindesmissbrauch in Münster

01.07.2020 um 14:57
@BoboKGB
Du bist mir zuvorgekommen, man kann eigentlich immer davon ausgehen, dass Kinder nicht aus purer Nächstenliebe an die Pädophilen Kumpels verliehen werden, genauso wie dass der TV im wesentlichen Streaming von Kinderpornos für Geld angeboten hat und die ganze Bitcoin Nummer nur Spielerei war.


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Schwere Fälle von Kindesmissbrauch in Münster

04.07.2020 um 15:24
Ein sehr spannendes Interview zur Therapie von pädosexuellen Straftätern:

https://m.westfalen-blatt.de/OWL/Kreis-Lippe/Luegde/4229421-Wie-lange-sind-Taeter-gefaehrlich-Was-und-wann-bereuen-sie-A...


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Schwere Fälle von Kindesmissbrauch in Münster

gestern um 14:38
Einer der Männer, der am 30.06. festgenommen wurde, hat die ihm vorgeworfene Tat gestanden.
Es handelt sich um einen 52-jährigen Mann aus Norderstedt, der den zehnjährigen Jungen mindestens einmal schwer sexuell mißbraucht haben soll.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Münster soll die Tat in der Wohnung der Mutter des Hauptverdächtigen aus Aachen stattgefunden haben. Der 52-Jährige soll sich mit seinem Wohnmobil auf einem Campingplatz in Niedersachsen aufgehalten haben. Auch dort soll ein Junge missbraucht worden sein. Der Norderstedter soll in engem Kontakt zu den anderen festgenommenen Männern gestanden haben. Unklar ist, inwieweit er an Übergriffen auf weitere Kinder beteiligt war. Das Wohnmobil des 52-Jährigen wurde sichergestellt.

Nach Informationen von NDR Schleswig-Holstein war der Mann mehrere Jahre lang Trainer im Jugendbereich von Eintracht Norderstedt, ist dies aber seit einiger Zeit nicht mehr. Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass es auch in Norderstedt zu Übergriffen auf Kinder gekommen ist.
https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Kindesmissbrauch-in-Muenster-Norderstedter-gesteht,missbrauch2086.html


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