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Mord an Herbert K. von 1983

2.107 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Hamburg, Ungeklärt ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mord an Herbert K. von 1983

27.01.2026 um 17:28
Zitat von nonameboynonameboy schrieb:Ich vermute daher, dass es bei den Geldabbuchungen um Themen ging, die im Alten Land zu suchen sind.
Das nehme ich eher auch an. Mal gefühlsmäßig und spekulativ.

Bezüge von Herbert Kahrs zu Hamburg, mal abgesehen von seiner Arbeitsstelle, konnten nie nachgewiesen werden.


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Mord an Herbert K. von 1983

27.01.2026 um 23:19
Die neue Spur - Beobachtung des Zeugen im RTL-Betrag - macht den Fall nur noch rätselhafter. Wenn Herbert K. In dieser Lokalität (Bar, Spielhölle, Unterwelt-Treff?.) bereits so in Gefahr war, dass er einen fremden Mann, um Hilfe zu bittet, warum lassen ihn die Gangster dann noch gehen? Warum ist dann offenbar zuhause bei der Familie wieder alles normal und er will den Sohn sogar am Samstag mit in die Firma nehmen? Würde man nicht eher die Polizei kontaktieren oder zumindest jemand, dem man vertraut? Ich weiß natürlich nicht, wie glaubwürdig der Zeuge nach all den Jahren ist bzw. ob er vielleicht jemand anderen gesehen hat, der dem Mordopfer nur ähnlich sah. Die Beobachtung ergibt für mich daher keinen Sinn - wie so vieles in diesem Fall


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Mord an Herbert K. von 1983

28.01.2026 um 00:24
Zitat von InspektorWirzInspektorWirz schrieb:Ich weiß natürlich nicht, wie glaubwürdig der Zeuge nach all den Jahren ist bzw. ob er vielleicht jemand anderen gesehen hat, der dem Mordopfer nur ähnlich sah. Die Beobachtung ergibt für mich daher keinen Sinn - wie so vieles in diesem Fall
Ich schenke der Beobachtung des Zeugen insofern Glauben, als er ja selbst in heutiger Zeit noch Angst zu haben schien, als die Polizisten seine Angaben aufnehmen oder überprüfen wollten.

Man kann nämlich Überlegungen anstellen, warum der Zeuge doch wieder kalte Füße bekam. Nach so langer Zeit muss sich ja niemand mehr, außer natürlich den Mördern, vor Strafverfolgung fürchten, da alles andere verjährt sein dürfte.

Wenn sich ein Zeuge zunächst bei der Polizei meldet, und dann nicht mehr auf Rückfragen reagiert, ist das ja Immerhin ein Indiz dafür, dass die Täterschaft noch leben könnte, und dies dem Zeugen möglicherweise bekannt ist. Andere Gründe können natürlich auch vorliegen, aber ich halte doch eine Situation für denkbar, dass einerseits jemand sein Gewissen erleichtern wollte, dann aber doch "Manschetten" bekam.


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Mord an Herbert K. von 1983

28.01.2026 um 01:38
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Ich schenke der Beobachtung des Zeugen insofern Glauben, als er ja selbst in heutiger Zeit noch Angst zu haben schien, als die Polizisten seine Angaben aufnehmen oder überprüfen wollten.
Also ich habe mich jetzt mal durch den Bericht "gequält"
Auffällig ist, das die Cold Case Ermittler, gar nicht mehr so sicher scheinen, ob er denn am Vormittag in der Tankstelle war.
Zu dem Zeugen kann man gar nichts sagen, weil der wohl gar nichts weis.
Ist denn verifiziert, das er überhaupt ein Freund von Herbert war ?
Ist es gesichert, z.B. durch andere Zeugen, das sich K. vermehrt in Stade und dann in dieser Disko aufgehalten hat ?
Dabei wird im Beitrag ein Schwerpunkt auf Glücksspiel angedeutet.

Ich bin mir da noch nicht ganz so sicher, ob der Zeuge sich das nicht nur ausgedacht hat.
Wenn er denn noch heute solche Angst habe, wie im Filmbericht suggeriert, muss er ja auch wissen, wer dahinter steckt oder stecken könnte.

Wenn er denn die Begleiter nicht gekannt hat und auch nicht wusste, worum es eigentlich geht, hätte er das auch vor 40 Jahren schon so aussagen können mit dem Zettel als Hilferuf ?
Alles sehr merkwürdig.


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Mord an Herbert K. von 1983

28.01.2026 um 03:26
@Nightrider64
Ich bin auch gerade durch mit dem Filmbeitrag und für mich war dieser informativ.

Zu der Zeugenaussage:
Wenn Herr Kahrs schon an dem Freitag so sehr in Not geraten ist, dass er jemanden in der Lokalität einen Zettel mit "Hilfe Polizei" zukommen lies, dann passt folgenden absolut nicht ins Bild:
Zitat von InspektorWirzInspektorWirz schrieb:Wenn Herbert K. In dieser Lokalität (Bar, Spielhölle, Unterwelt-Treff?.) bereits so in Gefahr war, dass er einen fremden Mann, um Hilfe zu bittet, warum lassen ihn die Gangster dann noch gehen? Warum ist dann offenbar zuhause bei der Familie wieder alles normal und er will den Sohn sogar am Samstag mit in die Firma nehmen?
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:In der Schnittmenge von "solidem Familienvater mit beruflichen Erfolg" und "auswärts arbeitendem Mann mit Geldabhebungen und heimlichen Saloon-Besuchen" liegt der Schlüssel zum Fall.
Da kann ja keiner anderer Meinung sein :)
Selbst wenn es mir oder anderen auch, eine Zeugenaussage zu wenig ist, trotzdem bin ich davon überzeugt, dass er nicht seine ganze Freizeit auf dem Wasser verbrachte.

Alles sieht organisiert/geplant aus, die "funktionale" Verknotung seiner Fesselung und in diesem wehrlosen Zustand erfolgten Genickschuss, welcher einer Hinrichtung gleicht, kann man schon als außergewöhnlich ansehen.

Den Fundort fand ich interessant. Ich hatte diesen mehr zur Hauptstraße hin und in einer anderen Zufahrt eingezeichnet gehabt, aber wenn man sich die damaligen Verhältnisse ohne Golfplatz vor Augen hält, bin ich ganz bei der polizeilichen Einschätzung, dass dieses dortige Ablegen in den Revisionsschacht gezielt von den oder die Tätern vorgenommen wurde.

Was ich überhaupt nicht verstehe ist, dass die Leiche etwa 1 Stunde Fahrzeit auf der anderen Elbseite "entsorgt" wurde, da ich dazu tendiere, dass der Ursprung der "Geschichte" im Alten Land zu finden ist und er auch dort vermutlich auf die späteren Täter traf.
Dort gibt es unzählige Möglichkeiten, dafür hätte keiner den beschwerlichen Weg nach Holm durch die Hamburger Innenstadt nehmen müssen.

Als ich den Filmbeitrag sah, dachte ich vom Ablauf der Geschehnisse, an einen klischeehaften Gangster-Film, wo sie Leiche zum Schluss in ein "bodenloses" Loch auf Nimmerwiedersehen entsorgt wird.
Zitat von AnMAAnMA schrieb:Ich gehe ja davon aus, HK wurde kurz nach seiner Abfahrt von zu Hause abgefangen. Das war samstags nach 6 Uhr. Samstags um diese frühe Uhrzeit sind die Straßen noch leer. Optimal also für die Täter ihn unbeobachtet abzufangen.
Ich habe dieses immer als unwahrscheinlich erachtet, gegenwärtig bin ich da anderer Meinung. Ich glaube, mit oder ohne Tankstelle, im Umfeld seines Wohnortes wird jemand gewartet haben.

Bei der Tankstellenpächterin, welche sich sicher ist, Herr Kahrs am Samstag zwischen 8 und 8:30 Uhr bedient zu haben, da fehlt mir etwas Zusätzliches, was ihre Annahme unterstreicht/bestätigt.
(z.B: Sie arbeitet nur am Wochenende oder die Tankstelle öffnet Samstags erst um 8 Uhr usw. )

Es gab in der Vergangenheit Mitdenker, welche sich mit Morden im Kiez Milieu (Hamburg) auskennen wollen.
Ich kenne auch die Pinzner-Morde und andere Persönlichkeiten aus diesem Umfeld, welche angeschossen oder getötet wurden, leider weiß ich nicht, ob irgendjemand aus diesem Umfeld jemals so zu Tode kam (gefesselt mit Genickschuss), wie es bei Herbert Kahrs geschehen ist?

Vom Gefühl her, finde ich es selbst für St.Pauli. Verhältnisse der 80èr Jahre untypisch.

Herr Kahrs war ja keine Persönlichkeit des Rotlichmilieus, fuhr keine Porno-Karre, hatte mit seinem Filialleiterposten bei Aldi mit Sicherheit ein zeitintensiven Beruf und verdiente auch nicht überdurchschnittlich. Das kann alles noch Maskerade sein, aber der wichtigste Punkt ist, sein Geld wurde kontinuierlich immer weniger, was untypisch für "krumme Geschäfte" ist.
Wenn man Glückspiel und daraus entstehende Schulden in Betracht zieht, dann ist seine in meine Augen äußerst ungewöhnliche Tötung nicht im Einklang zu bringen, da Herr Kahrs noch ein Restgeld besaß und auch festen Lohn bezog, zudem wäre es "unwirtschaftliche" jemanden zu Töten, von welchem man eventuell noch Geld zu erwarten hat.
Das macht keinen Sinn!

Nur, was macht Sinn?


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Mord an Herbert K. von 1983

28.01.2026 um 17:33
Zitat von Sven1213Sven1213 schrieb:Alles sieht organisiert/geplant aus, die "funktionale" Verknotung seiner Fesselung und in diesem wehrlosen Zustand erfolgten Genickschuss, welcher einer Hinrichtung gleicht, kann man schon als außergewöhnlich ansehen.
Da stimme ich ganz und gar zu.

Es kann m.E. auch sein, dass HK auch mal sein Feierabendbier in dieser Bar/ Disko in Stade an der Theke trank. Da ist ja auch gar nichts verdächtiges dran. Weiß jemand, ob Herbert Kahrs auch dort in der Gegend aufgewachsen ist? Es also ganz und gar seine HEIMAT war? Ich meine schon.

Der ganze Fall ist wie ein riesengroßes Puzzle, bei dem Teile fehlen... .
Zitat von Sven1213Sven1213 schrieb:Nur, was macht Sinn?
Genau das frage ich mich auch.

Ich hatte schon einmal geschrieben, dass ich vermute, dass der Fall viel vielschichtiger ist als wir vielleicht vermuten. Heißt für mich: Es gibt in diesem Fall viele verschiedene Ebenen... . Ob diese sich zusammenbringen lassen oder nicht, weiß ich nicht.


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Mord an Herbert K. von 1983

28.01.2026 um 17:39
Zitat von AnMAAnMA schrieb:Weiß jemand, ob Herbert Kahrs auch dort in der Gegend aufgewachsen ist? Es also ganz und gar seine HEIMAT war? Ich meine schon.
Gebürtig ist er aus Elm. Das ist im Landkreis Bremervörde und nicht weit von Stade bzw. Hollern-Twielenfleth entfernt.
Entweder im ersten XY-Fall oder in einem Zeitungsbericht wurde mal sein Ausweis gezeigt und dort war das angegeben. Auch, dass er 1,73m groß gewesen ist.


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Mord an Herbert K. von 1983

28.01.2026 um 20:58
Zitat von Sven1213Sven1213 schrieb:Selbst wenn es mir oder anderen auch, eine Zeugenaussage zu wenig ist, trotzdem bin ich davon überzeugt, dass er nicht seine ganze Freizeit auf dem Wasser verbrachte.
Das denke ich aber auch.
Im Winter sowieso nicht und auch sonst ist das eine plausible Begründung um stundenlang unterwegs zu sein
Zitat von Sven1213Sven1213 schrieb:Was ich überhaupt nicht verstehe ist, dass die Leiche etwa 1 Stunde Fahrzeit auf der anderen Elbseite "entsorgt" wurde, da ich dazu tendiere, dass der Ursprung der "Geschichte" im Alten Land zu finden ist und er auch dort vermutlich auf die späteren Täter traf.
Ich tendiere dazu, das die Tat wohl doch etwas mit Hamburg zu tun hat
Zitat von Sven1213Sven1213 schrieb:Bei der Tankstellenpächterin, welche sich sicher ist, Herr Kahrs am Samstag zwischen 8 und 8:30 Uhr bedient zu haben, da fehlt mir etwas Zusätzliches, was ihre Annahme unterstreicht/bestätigt.
(z.B: Sie arbeitet nur am Wochenende oder die Tankstelle öffnet Samstags erst um 8 Uhr usw. )
Die Bestätigung müsste vorliegen.
Ich selbst habe man als Kassierer auf der Tanke gearbeitet als Student.
Es ist eigentlich ein Leichtes nachzuprüfen, wann die Schecks eingereicht wurden.
Schließlich wird täglich Abrechnung gemacht. Oftmals auch bei Schichtwechsel.

Hätte K. schon am Freitag mit den Schecks getankt, so müssen diese Schecks auch am Freitag abgerechnet worden sein.
Ansonsten hätte die Kasse abends nicht gestimmt.
Außerdem kann ich mich erinnern, das jeder Scheck per "Scheckeinreicher "entsprechend erfasst werden musste, bevor dieser zur Bank gebracht wurde.

Ich kann mir daher kaum vorstellen, das die Kassiererin sich geirrt haben könnte und nicht überprüft wurde, wann denn genau mit den Schecks bezahlt wurde-
Ob Herbert die Schecks absichtlich falsch datiert hat ,um damit eine Art Hilferuf auszusenden ?
Möglich. Aber genauso gut könnte er sich schlichtweg geirrt haben.
Zitat von Sven1213Sven1213 schrieb:askerade sein, aber der wichtigste Punkt ist, sein Geld wurde kontinuierlich immer weniger, was untypisch für "krumme Geschäfte" ist.
Richtig. Eingebracht hat ihm das abgehobene Kapital wohl nichts
Zitat von Sven1213Sven1213 schrieb:Wenn man Glückspiel und daraus entstehende Schulden in Betracht zieht, dann ist seine in meine Augen äußerst ungewöhnliche Tötung nicht im Einklang zu bringen, da Herr Kahrs noch ein Restgeld besaß und auch festen Lohn bezog, zudem wäre es "unwirtschaftliche" jemanden zu Töten, von welchem man eventuell noch Geld zu erwarten hat.
Das macht keinen Sinn!
Genau, das macht wenig Sinn.
Schließlich hätte K ja noch Geld "nachschießen " können. Er war ja noch nicht pleite.
Und ein toter Schuldner ist auch kein guter Schuldner.

Ich denke schon, das er si ch mit Leuten aus dem Rotlichtmilieu angelegt hat, die ihn dann beseitigt haben, weil er ihnen gefährlich oder auch nur lästig wurde.


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Mord an Herbert K. von 1983

28.01.2026 um 23:45
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Hätte K. schon am Freitag mit den Schecks getankt, so müssen diese Schecks auch am Freitag abgerechnet worden sein.
Ansonsten hätte die Kasse abends nicht gestimmt.
Außerdem kann ich mich erinnern, das jeder Scheck per "Scheckeinreicher "entsprechend erfasst werden musste, bevor dieser zur Bank gebracht wurde
Danke für die Erklärungen, sie klingen sehr plausibel. Ich denke auch, dass die Polizei dies sehr genau nachgeprüft hat, denn der Tankstellenbesuch war in beiden XY-Filmfällen zu sehen. Bei anderen Fällen, die zweimal in de Sendung ausgestrahlt wurden, gab es durchaus Unterschiede. Und wichtig ist ja nicht nur der Wochentag, sondern auch die Uhrzeit.

Ob K. die Mörder bereits bedroht haben und er deshalb nervös gewirkt hat, wie manche schlussfolgern, kann kaum beantwortet werden. Immerhin muss ja bereits etwas Unvorhergesehenes zuvor passiert sein, den das Opfer hätte längst in der Arbeit sein müssen. Vielleicht war es eine Autopanne und irgendjemand ist stehengeblieben und hat ihm geholfen. Vielleicht jemand, der von weiter weg war und die spätere Vermissten- und spätere Mordsache gar nicht mehr mitbekam? Oder K. hatte etwas Wichtiges zuhause vergessen und fuhr deshalb retour, obwohl er schon kurz vor der Aldi-Filiale in Hamburg war?

Wie so oft in diesem Fall, werfen auch diese Antwortvarianten neue Frage auf. Etwa warum er z.B. bei einer Panne nicht von der Tankstelle angerufen hat, um mitzuteilen, dass er später kommt. Mir ist schon klar, dass es damals noch keine Handys gab, aber es wird eine Aldi-Zentrale in Hamburg gegeben haben, die besetzt war oder in der Filiale selbst - weil es muss auch ein Procedere für Notfälle gegeben haben, um das Geschäft doch noch rechtzeitig zu öffnen. Immerhin kann jemand z.B. auch in einen Stau kommen. Vielleicht wurde er ja wirklich schon bedroht. Aber warum hat er dann nicht einen Hilferuf an die Kassierin geschrieben, die er offenbar sogar flüchtig kannte? Geht man davon aus, dass sich der Zeuge am Abend davor , sich nicht geirrt hat und wirklich das Opfer gesehen hat - Stichwort Zettel - dann macht das noch weniger Sinn. Irgendwie ziehen sich diese mysteriösen Geschehnisse durch den ganzen Fall - was ihn aber wahrscheinlich deshalb auch so interessant macht;-))


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Mord an Herbert K. von 1983

29.01.2026 um 01:29
Zitat von InspektorWirzInspektorWirz schrieb:der K. hatte etwas Wichtiges zuhause vergessen und fuhr deshalb retour, obwohl er schon kurz vor der Aldi-Filiale in Hamburg war?
Ja, aber wenn ich mich richtig erinnere erfolgte der Tankstellenbesuch erst 2 Stunden nach der Abfahrt zur Arbeit
Zitat von InspektorWirzInspektorWirz schrieb:Wie so oft in diesem Fall, werfen auch diese Antwortvarianten neue Frage auf. Etwa warum er z.B. bei einer Panne nicht von der Tankstelle angerufen hat, um mitzuteilen, dass er später kommt. Mir ist schon klar, dass es damals noch keine Handys gab, aber es wird eine Aldi-Zentrale in Hamburg gegeben haben, die besetzt war oder in der Filiale selbst -
Richtig. So korrekt wie er dargestellt wurde, hätte er sich bei seiner Frau und/oder auf seiner Arbeitsstelle gemeldet. Das wäre früher so normal gewesen.
Die Polizei ist ja seinerzeit sehr schnell tätig geworden. Auch, weil er als korrekt galt.
Auch seine Frau telefonierte noch am gleichen Tag alle Krankenhäuser ab.
Zitat von InspektorWirzInspektorWirz schrieb:ber warum hat er dann nicht einen Hilferuf an die Kassierin geschrieben, die er offenbar sogar flüchtig kannte?
Vielleicht wurde er sehr direkt beobachtet.
Vielleicht hat er gehofft, das ihn die Kassiererin auf den fehlerhaft ausgestellten Scheck anspricht und er so signalisieren kann, das Gefahr für ihn besteht.
Zitat von InspektorWirzInspektorWirz schrieb:eht man davon aus, dass sich der Zeuge am Abend davor , sich nicht geirrt hat und wirklich das Opfer gesehen hat
Der Zeuge , der in dem Bericht genannt wird , der 40 Jahre später etwas "loswerden " will , wurde in dem Bericht erwähnt, aber keinesfalls als authentisch qualifiziert.
Was erzählt der mit Stade und der Diskothek/ Spielhalle ?
Da muss es ja dann noch andere Zeugen geben, die das bestätigen können, das Herbert wirklichg da verkehrte in Stade.
Und vor wem sollte der Zeuge heute noch Angst haben ?
Warum meldet er sich, macht dann aber keine genaueren Angaben, die sich nachprüfen lassen.
(Vielleicht passiert das ja gerade, aber als der Filmbericht entstand, tappte man wohl noch im Dunkeln.)
Insgesamt sehr mysteriös der "neue"Zeuge Vielleicht doch nur ein "Trittbrettfahrer ?


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Mord an Herbert K. von 1983

29.01.2026 um 05:52
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Der Zeuge , der in dem Bericht genannt wird , der 40 Jahre später etwas "loswerden " will , wurde in dem Bericht erwähnt, aber keinesfalls als authentisch qualifiziert.
Was erzählt der mit Stade und der Diskothek/ Spielhalle ?
Da muss es ja dann noch andere Zeugen geben, die das bestätigen können, das Herbert wirklichg da verkehrte in Stade.
Und vor wem sollte der Zeuge heute noch Angst haben ?
Das sind berechtigte Fragen, die geklärt werden müssen. Ich denke, die Polizei wird ja mit der Ehefrau des Opfers die letzten Tage vor dem Verschwinden ihres Mannes durchgegangen sein. Das müsste ja protokolliert sein - selbst wenn es sich am Anfang „nur“ um einen *Vermisstenfall“ gehandelt hat. Gerade der Tag davor ist dabei besonders interessant.

Wie hier schon erwähnt, deutet die Art der Tötung schon auf das organisierte Verbrechen hin. Hier wurde auch von „Hinrichtung“ gesprochen, dass sehe ich auch so. Die Fesselung wirkt für mich so, als wollte man ihn nicht sofort töten, sondern hat ihn noch irgendwo hintransportiert - vielleicht um noch etwas aus ihm rauszupressen? Irgendwie kommt mir da der Gedanke auf ein Verhör vor der Tat. Nur was könnte das sein? Wie schon gesagt, sobald man auf die offenen Fragen in diesem Fall Antwortvarianten durchgeht, tauchen die nächsten Fragen auf.


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29.01.2026 um 07:11
Ich vermute, an dem Morgen seines Verschwindens haben HK und sein(e) Mörder eine Rundfahrt unternommen, um das geschuldete Geld doch noch aufzutreiben. K wird sie hingehalten haben und wie schon oft gesagt: eine Kuh, die man melken will, bringt man nicht um. Deswegen haben die Täter erstmal mitgespielt und ihn machen lassen.

Da niemand aus Ks Bekannten oder Verwandtenkreis davon was ausgesagt hat, werden das kriminelle Adressen gewesen sein. Und mindestens eine Station wird im näheren Umkreis zum Wohnort gewesen sein, sonst hätte er nicht an dieser Tanke nachgetankt. Oder K ist extra wieder Richtung Wohnort gefahren, weil er sich hier auskannte und hoffte, es ergibt sich irgendwas, wie er doch noch aus der Nummer rauskommt.

Irgendwann haben die Täter gemerkt, dass das nichts mehr wird und K. einkassiert. Dann eskalierte die Situation völlig, wahrscheinlich mit Drohungen von K, alles auffliegen zu lassen und das Ende ist bekannt.


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Mord an Herbert K. von 1983

29.01.2026 um 11:06
Zitat von tilomagnettilomagnet schrieb:ch vermute, an dem Morgen seines Verschwindens haben HK und sein(e) Mörder eine Rundfahrt unternommen, um das geschuldete Geld doch noch aufzutreiben.
Wenn es um Geld ging ?
K hatte ja noch 10.000,- auf dem Sparbuch.
Da kam er aber Samstags nicht ran.
Das müssen auch etwaige Gläubiger gewusst haben
Spricht eigentlich gegen Schulden als Motiv.
Man hätte dann wohl gewartet, bis Herbert die letzten DM vom Sparbuch geholt hätte, anstatt ihn vorher zu töten

Der jetzt so plötzlich aufgetauchte Zeuge und dessen Aussage muss noch überprüft und konkretisiert werden.
Ist es überhaupt möglich, das man sich kannte ?
Wie waren die Begleitumstände ?
Was genau machte Herbert in Stade im Umfeld dieser Diskothek/ Spielhalle ?
Wie oft suchte er diesen Ort auf und wo sind da die Verbindungen mit dem jetzt auftretenden Zeugen ?

Fragen über Fragen, die offen bleiben


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Mord an Herbert K. von 1983

29.01.2026 um 14:12
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Wenn es um Geld ging ?
K hatte ja noch 10.000,- auf dem Sparbuch.
Da kam er aber Samstags nicht ran.
Gute Überlegung. Außer es wäre ein Postsparbuch, da wäre man sogar samstags an das Geld gekommen.

Der Samstag könnte auch anderen Umständen geschuldet sein: Vielleicht fehlte einem der Täter - ich gehe wegen der Fesselung von mehr als einem Täter aus - Zeit oder Gelegenheit, zwischen Montag und Freitag den Mord zu begehen. Oder seine (ggf. zeitweise) Abwesenheit wäre an anderen Tagen als Samstag aufgefallen.
Zitat von tilomagnettilomagnet schrieb:Ich vermute, an dem Morgen seines Verschwindens haben HK und sein(e) Mörder eine Rundfahrt unternommen, um das geschuldete Geld doch noch aufzutreiben. K wird sie hingehalten haben und wie schon oft gesagt: eine Kuh, die man melken will, bringt man nicht um. Deswegen haben die Täter erstmal mitgespielt und ihn machen lassen.

Da niemand aus Ks Bekannten oder Verwandtenkreis davon was ausgesagt hat, werden das kriminelle Adressen gewesen sein. Und mindestens eine Station wird im näheren Umkreis zum Wohnort gewesen sein, sonst hätte er nicht an dieser Tanke nachgetankt. Oder K ist extra wieder Richtung Wohnort gefahren, weil er sich hier auskannte und hoffte, es ergibt sich irgendwas, wie er doch noch aus der Nummer rauskommt.

Irgendwann haben die Täter gemerkt, dass das nichts mehr wird und K. einkassiert. Dann eskalierte die Situation völlig, wahrscheinlich mit Drohungen von K, alles auffliegen zu lassen und das Ende ist bekannt.
Das klingt ziemlich plausibel. So oder ähnlich könnte es gewesen sein. Irgendwie gehe ich weniger von Schulden aus, denn HK hatte ja anfangs das Geld auf dem Sparbuch. Also keine Veranlassung, Schulden aufzubauen, er hätte einfach Geld vom Sparbuch nehmen können.

Meine Vermutung geht dahin, dass HK Opfer krimineller Gewinnversprechen wurde. Als er kein Geld sah, sondern im Gegenteil immer weiter nachschießen musste, drohte er, das Ganze zu enttarnen.

Vorstellbar wäre noch, dass HK Opfer einer Erpressung wurde. Aber er hatte ja nichts Verbotenes getan, weshalb sollte er also Opfer einer Erpressung werden? Könnte sich allenfalls um was Persönliches handeln, was nicht bekannt werden sollte (aber keine Straftat darstellt).


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Mord an Herbert K. von 1983

29.01.2026 um 15:06
Soweit ich mich erinnere, sind die 10.000 DM Rest auf dem Sparbuch eher eine Vermutung, im alten AXY Beitrag hieß es mal sinngemäß "es war quasi nichts mehr da" oder so ähnlich.

Vlt hat HK sich zusätzlich zu seinem eigenen Geld auch noch weiteres aus dubiosen Quellen geliehen, um das zu investieren oder was auch immer zu begleichen. Dann wäre der Rest auf dem Sparbuch vlt nur noch ein Tropfen auf dem heißen Stein gewesen und als die "Gläubiger" nach der Tour am Samstagmorgen realisierten, dass nichts mehr wirklich zu holen ist, haben die ihn festgesetzt und mitgenommen.


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29.01.2026 um 17:15
Zitat von sören42sören42 schrieb:Meine Vermutung geht dahin, dass HK Opfer krimineller Gewinnversprechen wurde. Als er kein Geld sah, sondern im Gegenteil immer weiter nachschießen musste, drohte er, das Ganze zu enttarnen.
Pilotenspiel war ja seinerzeit ziemlich neu.
Aber ob K. als Kaufmann auf so ein Schneeballsystem, hereingefallen wäre, wage ich zu bezweifeln.
Außerdem kriegt er sein Geld eh nie wieder, was ihm auch klar gewesen serin müsste.
Das da Drohungen mit Strafanzeige, Polizei o.Ä. ihm sein Geld auch nicht wieder gebracht hätten , auch dass hätte er gewusst haben müssen
Zitat von sören42sören42 schrieb:Vorstellbar wäre noch, dass HK Opfer einer Erpressung wurde. Aber er hatte ja nichts Verbotenes getan, weshalb sollte er also Opfer einer Erpressung werden? Könnte sich allenfalls um was Persönliches handeln, was nicht bekannt werden sollte (aber keine Straftat darstellt).
Erpressung scheint unwahrscheinlich.
Auch, weil er ja wohl noch Geld hatte.
Ich glaube eher , Kahrs hat sich zu weit ins Millieu hinein bewegt.
Zu viele Einzelheiten mitbekommen oder irgend etwas getan was an seiner Vertrauenswürdigkeit zweifeln lies , so das man ihn lieber beseitigt hat.


Persönlich tippe ich auf eine Verbindung in das Millieu.
Vielleicht erst nur als Kunde, der dann aber lästig wurde oder versucht hat, jemanden unter Druck zu setzten. Vielleicht auch mit Anzeige gerdroht.
Ich habe da so ein Szenario diesbezüglich im Kopf.
Ab das wärerein spekulativ.


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Mord an Herbert K. von 1983

29.01.2026 um 22:14
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Erpressung scheint unwahrscheinlich.
Auch, weil er ja wohl noch Geld hatte.
Entscheidend ist nicht, ob noch Geld da ist, sondern ob das Opfer noch kontrollierbar ist bzw. zum Risiko wird.


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Mord an Herbert K. von 1983

29.01.2026 um 22:46
Zitat von sören42sören42 schrieb:Meine Vermutung geht dahin, dass HK Opfer krimineller Gewinnversprechen wurde. Als er kein Geld sah, sondern im Gegenteil immer weiter nachschießen musste, drohte er, das Ganze zu enttarnen.
Das scheint auch mir am wahrscheinlichsten. Wobei ich aber Anbieter von Pyramidenspielen oder Anlagebetrüger eher ausschließlen würde, denn da wurde und wird ja meist mit schön gemachten Prospekten geworben, um Seriosität vorzutäuschen. Ebenso sind dabei auch fingierte Abrechnungen, sah man ja später auch beim Betrugsfall WDH in XY, um nur ein Beispiel zu nennen. Das hat sich bis heute nicht verändert.

Persönlich glaube ich, dass K. das Geld jemandem gegeben hat, zu dem er großes Vertrauen hatte. Drum war er offenbar auch nicht nervös in den Monaten vor seinem Verschwinden - zu imd3st nicht einer Art und Weise, dass es seiner Frau aufgefallen ist. Möglichwerise hatte dieser Mann Kontaktr ins Milieu, das würde plausibel klingen,


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Mord an Herbert K. von 1983

29.01.2026 um 22:59
Was ich noch ergänzen möchte: Bei Anlagebetrügern oder einem Pyramidenspielen hätte man Belege oder Ähnliches gefunden. Hat man aber nicht, drum halte ich es für unwahrscheinlich. Es muss um Geschäfte gegangen sein, wo man besser keine Belege ausstellt.


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Mord an Herbert K. von 1983

30.01.2026 um 00:33
Zitat von swandiveswandive schrieb:Entscheidend ist nicht, ob noch Geld da ist, sondern ob das Opfer noch kontrollierbar ist bzw. zum Risiko wird.
Ich glaube nicht, das er erpresst wurde.
Dazu waren die jeweiligen abgehobenen Beträge zu gering.
Auch macht es keinen Sinn ihn dann zu liquidieren, wenn er denn nicht mehr zahlt.
Zitat von InspektorWirzInspektorWirz schrieb:Drum war er offenbar auch nicht nervös in den Monaten vor seinem Verschwinden - zu imd3st nicht einer Art und Weise, dass es seiner Frau aufgefallen ist
Seiner Frau ist gar nichts aufgefallen
Ihm ist es gelungen sein ganzes Doppelleben, das er wohl geführt hat, gut zu verbergen.
Zitat von InspektorWirzInspektorWirz schrieb:Was ich noch ergänzen möchte: Bei Anlagebetrügern oder einem Pyramidenspielen hätte man Belege oder Ähnliches gefunden.
?? Bist Du da sicher, das da jemand Quittungen ausgestellt hätte ?
Zitat von InspektorWirzInspektorWirz schrieb:Hat man aber nicht, drum halte ich es für unwahrscheinlich.
Ich halte es auch für unwahrscheinlich, aber aus anderen Gründen.

ich glaube eher an Glückspiel oder Prostitution als Hintergrund.
Aber wie das alles zusammenhängen soll, ist die große Frage-


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