Ich hatte ja schon vor längerer Zeit die Elbfähre Glückstadt-Wischhafen im Norden ins Spiel gebracht.
Wenn man die Örtlichkeiten, die in dem Fall eine Rolle spielen, und die evtl. damals bereits bestehende Aldi-Zentrale in Horst in eine Hypothese einbaut, könnte Herr Kahrs versucht haben, die Elbe mit dem Auto nördlich zu queren:
Beitrag von sallomaeander (Seite 41)Vielleicht folgten ihm die Täter, so dass er die Wartezeit an der Elbfähre für riskant hielt, und umdrehte. Als dann der Kraftstoff zur Neige ging, tankte er in Heimatnähe, wurde aber hier oder kurz darauf von den Kriminellen eingeholt.
nonameboy schrieb:Ich gehe davon aus, dass "Hamburg" mit dieser Tat nicht viel zu tun hat, außer das dort seine Arbeitsstelle gewesen ist.
Ich vermute, dass der Hintergrund irgendwo bei ihm in Alten Land zu finden ist. Dort fand offensichtlich sein Privatleben in Form von Angeln, Schützenverein und Sporky Salon statt. Durch das Tanken um 08:30 Uhr wird das für mich auch nochmal etwas deutlicher, denn hieraus schließe ich, dass er an diesem Morgen nicht in Hamburg gewesen ist, weil dann das Tanken in Hollern-Twielenfleth keinen Sinn ergeben würde.
Natürlich ist er an seinem Todestag nicht mehr in Hamburg gewesen. Jedenfalls haben die Aldi-Mitarbeiter ja vergeblich auf ihren Chef gewartet.
Ob, und inwieweit, "Hamburg" eine Rolle spielt, ist letztlich für uns unklar.
Der jüngste RTL+-Beitrag zum Fall deutete aber doch sehr in Richtung der Organisierten Kriminalität, und die ist prinzipiell auch in einer Stadt wie Stade präsent - Schutzgelderpressung, Drogen usw. - wie, wo, und warum sich die Lebenswege von Tätern und Opfer fatal gekreuzt haben, das ist ja die große Frage hier.
Klar ist, dass die Ehefrau anscheinend nicht von allem wusste, was ihr Ehemann tat, und zwar in größerem Umfang, als man mit damals vielleicht noch gelebten Rollenmustern erklären kann.
In der Schnittmenge von "solidem Familienvater mit beruflichen Erfolg" und "auswärts arbeitendem Mann mit Geldabhebungen und heimlichen Saloon-Besuchen" liegt der Schlüssel zum Fall.
Nicht notwendigerweise in HH, aber doch mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit.