Zu der Frage, ob die Kronzeugin Verena unglaubwürdig ist:
Falschaussage einer Zeugin steht im Raum
Stutzig machen könnte laut Verteidigung auch, dass die junge Frau berichtete, der spätere Angeklagte habe gesagt, die Leiche sei in der Prien gefunden worden. Das aber wussten nur die Rettungskräfte, die den Leichnam bargen - und nicht einmal ein möglicher Täter.
Quelle:
https://www.br.de/nachrichten/bayern/jedes-mosaiksteinchen-wichtig-hanna-prozess-geht-doch-weiter,U0BgfHRIch kann mir gut vorstellen, dass der Angeklagte durch den Spaziergang mit Verena, zu dem er sie ihrer Aussage nach gedrängt hat, die Situation am Bärbach erkunden wollte (natürlich immer vorausgesetzt, der Angeklagte ist wirklich der Täter). Ich kenne die Gegend um die Kampenwandbahn und die Prien, der Bärbach ist mir allerdings nie besonders aufgefallen. Grob geschätzt (nach Google Maps) dürfte er ca. 500 Meter nach dem angenommenen Tatort in die Prien münden, wobei er auch in ca. 150 Meter Luftlinie Entfernung am Eiskeller vorbeifließt.
Wenn der Angeklagte nun auf dem Spaziergang mit Verena (oder sogar früher schon) auf diesen ca. 500 Metern keinerlei Aktivitäten von Ermittlungsbehörden festgestellt hat, hätte er - mit Erleichterung! - schließen können, dass Hannas Leiche in der Prien, also weiter weg vom Tatort, gefunden wurde. Die oben zitierte Feststellung "Das aber wussten nur die Rettungskräfte, die den Leichnam bargen - und nicht einmal ein möglicher Täter.", wäre dann so nicht mehr zu halten.