Kriminalfälle
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

412 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Italien, Eingesperrt, Achtjährige ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

15.01.2026 um 17:45
@Pesca
Danke für die Information.

Das ist ja wirklich bedrückend. Kaum vorstellbar, was dieser Vorfall nun noch zusätzlich mit dem Mädchen macht . Ich hoffe wirklich, dass sie bei einer fähigen Pflegefamilie untergebracht ist (das ist ja leider auch ein weites Feld), die sie auffangen kann.

@Photographer73
Ich habe jetzt nochmal alte Berichte gelesen und mir war nicht mehr präsent, dass das Mädchen auch so gravierende Entwicklungsauffälligkeiten gezeigt hat (hatte nur im Kopf, dass sie gepflegt war, sich altersgerecht ausdrücken konnte und keine Hinweise auf Gewalt zu erkennen waren):
Das Mädchen könne sich artikulieren und laufen, wenngleich es "kaum in der Lage sei, allein Treppen zu steigen oder Unebenheiten im Boden zu überwinden".
Quelle: https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2022-11/attendorn-sauerland-maedchen-eingesperrt-jugendamt

Ich denke zwar immer noch, dass der Kontakt zur Erleichterung weiterer Maßnahmen nicht direkt gekappt wurde, kann aber nun auch Deine Zweifel daran nochmal besser einordnen.

Das eine ist ja, dass das Mädchen das Haus nicht verlassen durfte. Das andere, dass sie sich noch nicht einmal in diesem Haus frei bewegen durfte.

Mir stellt sich auch die Frage, wie Mutter und Großeltern die letzten Jahre verbracht haben. Haben sie sich irgendwie mit der Tat auseinander gesetzt? Haben sie alles schön geredet? Alles verdrängt?

Wie krass sie (der Großvater mit Verweigerung, die Mutter mit einem Suizidversuch) nun, da sie sich verantwortlich zeigen müssen, auf den Prozess reagieren, spricht ja eher für letzteres - oder irgendwas dazwischen.


4x zitiertmelden

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

15.01.2026 um 18:18
Zitat von Schneewi77chenSchneewi77chen schrieb:dass das Mädchen auch so gravierende Entwicklungsauffälligkeiten gezeigt hat (
Als Mutter und Grosseltern faellt einem das doch auf, wenn sich ein Kind nicht normal entwickelt.
Und sie haben einfach weitergemacht - vielleicht aus Unfaehigkeit, sich der Situation zu stellen.

Dazu passt mE auch, dass sie jetzt versuchen, sich dem Prozess zu entziehen.

Der arme Vater des Kindes, der sich um sein Kind sorgte und so lange kein Gehoer fand.

Irgendwie ist mir fast egal, zu welchem Urteil man mit den Grosseltern und der Mutter kommt. Am gerechtesten waere es noch, wenn ihre finanziellen Mittel dazu aufwenden muessten, das Kind nun bestmoeglichst zu unterstuetzen.
Und die Mutter (ich weiss nicht wie alt sie ist), sollte bitte keine Kinder mehr bekommen.


1x zitiertmelden

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

15.01.2026 um 19:27
Ja, es sollte einem auffallen. Aber wer weiß, wie viel Kontakt die Mutter zu anderen Kindern hatte. Vielleicht ist es ihr nicht einmal besonders aufgefallen.
Ohne Spielplatzbesuche usw. konnte sie es ja nicht wirklich „vergleichen“.
Ich weiß nicht, wie ich es besser ausdrücken kann, aber ich hoffe, man versteht, was ich meine


2x zitiertmelden
emz Diskussionsleiter
Profil von emz
beschäftigt
dabei seit 2013

Profil anzeigen
Private Nachricht
Link kopieren
Lesezeichen setzen

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

15.01.2026 um 19:29
Zitat von Schneewi77chenSchneewi77chen schrieb:Das ist ja wirklich bedrückend. Kaum vorstellbar, was dieser Vorfall nun noch zusätzlich mit dem Mädchen macht .
Das war auch mein erster Gedanke, denn das wird man vor dem Mädchen kaum verheimlichen können.

Die Anwälte werden den Großeltern schon erklärt haben, womit sie zu rechnen haben, wenn sie beim Gerichtstermin wieder nicht erscheinen. Während sich beim ersten Termin nur der Großvater fürs Daheimbleiben entschieden hatte, hatte sich die Großmutter nun auch dazu entschlossen, es ihm gleich zu tun und so wartete man gemeinsam auf das "Polizei-Taxi".

Währenddessen hatte sich die Kindsmutter in ihren Wohnbereich zurückgezogen, einen Holzgrill entzündet und sich dort von der Polizei auffinden lassen..

Die Großeltern durften anschließend zuhause bleiben, wie der WDR berichtet:
Auf eine Vorladung der mitangeklagten Großeltern des Kindes verzichtete die Richterin.



melden

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

15.01.2026 um 19:43
Zitat von EthanLizardEthanLizard schrieb:Ohne Spielplatzbesuche usw. konnte sie es ja nicht wirklich „vergleichen“.
Ich weiß nicht, wie ich es besser ausdrücken kann, aber ich hoffe, man versteht, was ich meine
Ja, ich denke, ich verstehe, was Du meinst.
Die Mutter muss ja selbst auch sehr zurueckgezogen gelebt haben, sie konnte schlecht glauben machen, im Ausland zu leben, und dabei staendig im Garten der Eltern anzutreffen zu sein etc..

Es gibt ja einige Faelle, in denen die Familienverhaeltnisse ganz seltsam und 'gestoert' waren, wie auch im Fall der getoeteten 11jaehrigen. Hier war der Plan ein gemeinsamer Suizid von Oma, Mutter und Kind.
Auch hier hat die Mutter dem Vater das Kind entzogen und die Beziehungen der 3 weiblichen Personen war sehr eng, geradezu symbiotisch - und ungut.
Das Kind wurde so in den Tod gezogen, es hatte ja quasi keine Alternative.

Die Mutter, die an einer krankhaften Persoenlichkeitsstoerung leidet, ist zu einer mehrjaehrigen Haftstrafe verurteilt worden.
Hier in diesem Fall koennte ich mir etwas aehnliches vorstellen - und dann ist halt die Frage, ob die Schuldfaehigkeit gegeben ist oder nicht.
Bei der Strafzumessung hat die Kammer für die Angeklagte Dorothea L. strafschärfend berücksichtigt, dass sich die Tat gegen ihre eigene Tochter gerichtet habe und damit gegen eine Person, die in ihrer Obhut gestanden habe und zu deren Schutz sie verpflichtet gewesen sei. Das Mädchen habe keinen eigenen Tötungswillen gehabt...
Es habe sich um ein wehrloses Opfer gehandelt, das dem Angriff seiner Mutter nichts entgegenzusetzen gehabt habe.
Strafmildernd sei zu berücksichtigen, dass die Angeklagte an einer krankhaften Persönlichkeitsstörung leide und daher nur vermindert schuldfähig gewesen sei. Die Kammer ist damit den Ausführungen einer psychiatrischen Sachverständigen gefolgt, die in der Hauptverhandlung ein Gutachten erstattet hatte.
Quelle:
https://www.berlin.de/gerichte/presse/pressemitteilungen-der-ordentlichen-gerichtsbarkeit/2024/pressemitteilung.1460026.php


melden

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

15.01.2026 um 19:51
Zitat von Schneewi77chenSchneewi77chen schrieb:Das ist ja wirklich bedrückend. Kaum vorstellbar, was dieser Vorfall nun noch zusätzlich mit dem Mädchen macht .
Ich habe diese Neuigkeit gerade erst hier im Thread gelesen und habe auch sofort die gleichen Gedanken gehabt wie du.
Das arme Mädchen, das ist wirklich eine zusätzliche sehr, sehr schwere Bürde für sie.
Ein weiteres Thema, das vermutlich über einen langen Zeitraum therapeutisch bearbeitet werden muss.
Man kann für das Kind nur hoffen, dass die Mutter den Suizidversuch überlebt.
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Als Mutter und Grosseltern faellt einem das doch auf, wenn sich ein Kind nicht normal entwickelt.
Und sie haben einfach weitergemacht - vielleicht aus Unfaehigkeit, sich der Situation zu stellen.
Das ist denen bestimmt auch aufgefallen.
Aber normalerweise würde man eben auch kein Kind jahrelang einsperren, um es vom Vater fernzuhalten.
Das ist ja schon eine sehr eigenwillige Form der "Konfliktlösung", ein völlig aus der Norm fallendes Verhalten.
Ich denke, man kann bei Menschen, die so drastischen Maßnahmen wählen, nicht die üblichen Maßstäbe ansetzen.

Im Grunde ist doch jedem Menschen klar, dass es nicht gut/nicht richtig sein kann, ein Kind auf engstem Raum über Jahre einzusperren und dass das gravierende Folgen haben wird.
Sie haben diese Folgen billigend in Kauf genommen, um ihre eigenen Interessen durchzusetzen.
Offenbar ist da schon über mehrere Generationen irgendwas schief gelaufen.
Es drängt sich mir zumindest der Gedanke auf, dass die Mutter im Elternhaus nicht gelernt hat, angemessene Bewältigungsstrategien für Probleme und Konflikte zu entwickeln.
Sie wählt einen sehr eigenartigen und im Ergebnis gewalttätigen Weg, um ihr Kind vom Vater fernzuhalten und ihre Eltern, die offenbar auch nicht in der Lage sind und waren konstruktive Lösungen zu entwickeln, unterstützen sie bei dieser Straftat. Da ist schon etwas sehr gewaltig verschoben im Familiensystem.
Ob das etwas pathologisches ist oder einfach vollkommen abweichende Normen und Werte, ist schwer zu sagen und Ferndiagnosen sind hier berechtigterweise auch nicht erwünscht.
Aber man kann wohl umgangssprachlich durchaus sagen, dass die drei Personen ziemlich "gestört" sind und auch entsprechend handeln.


1x zitiertmelden

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

15.01.2026 um 20:17
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Es drängt sich mir zumindest der Gedanke auf, dass die Mutter im Elternhaus nicht gelernt hat, angemessene Bewältigungsstrategien für Probleme und Konflikte zu entwickeln.
Ja, das sehe ich auch so.
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Da ist schon etwas sehr gewaltig verschoben im Familiensystem.
Ob das etwas pathologisches ist oder einfach vollkommen abweichende Normen und Werte, ist schwer zu sagen
Ja, und mir als True Crime Podcast Hoerer fallen einige Faelle ein, wo ich Parallelen sehe.
Faelle, in denen Kindern Schlimmes angetan wurde, weil die Muetter bzw. Eltern keine angemessenen Bewaeltigungsstrategien entwickelt haben.

Alles Faelle, bei denen die Haftstrafe mit einer Moeglichkeit der Therapie einhergehen sollte, so meine Meinung.


melden

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

17.01.2026 um 02:32
Zitat von Schneewi77chenSchneewi77chen schrieb:Ich hoffe wirklich, dass sie bei einer fähigen Pflegefamilie untergebracht ist (das ist ja leider auch ein weites Feld), die sie auffangen kann.
Das hoffe ich auch. Unvorstellbar, was die Kleine schon alles mitmachen musste.
Zitat von Schneewi77chenSchneewi77chen schrieb:Mir stellt sich auch die Frage, wie Mutter und Großeltern die letzten Jahre verbracht haben. Haben sie sich irgendwie mit der Tat auseinander gesetzt? Haben sie alles schön geredet? Alles verdrängt?
Meinst du, seit das Kind aus der Familie genommen wurde oder generell?
Zitat von Schneewi77chenSchneewi77chen schrieb:Wie krass sie (der Großvater mit Verweigerung, die Mutter mit einem Suizidversuch) nun, da sie sich verantwortlich zeigen müssen, auf den Prozess reagieren, spricht ja eher für letzteres - oder irgendwas dazwischen.
Ich war ja schon die ganze Zeit der Ansicht, dass beim Großvater keine Verhandlungsunfähigkeit vorliegt, sondern er einfach nur verweigert. Nachdem die Großeltern jetzt wieder (nun zusätzlich auch die Oma) nicht erschienen, wurde ja nun polizeiliche Vorführung angeordnet. Das spricht eine deutliche Sprache, es gibt dementsprechend immer noch kein Attest.
Zitat von EthanLizardEthanLizard schrieb:Aber wer weiß, wie viel Kontakt die Mutter zu anderen Kindern hatte. Vielleicht ist es ihr nicht einmal besonders aufgefallen.
Ohne Spielplatzbesuche usw. konnte sie es ja nicht wirklich „vergleichen“.
Ich weiß nicht, wie ich es besser ausdrücken kann, aber ich hoffe, man versteht, was ich meine
Ich verstehe, was du meinst. Aber um zu erkennen, dass das Kind noch nicht mal in der Lage ist Treppen richtig zu steigen, bedarf es eigentlich keiner Vergleichsfälle.

Der jetzt erfolgte Suizidversuch der Mutter, lässt mich ein bisschen ratlos zurück. Auch wenn man natürlich keine Rationalität bei Selbstmordversuchen voraussetzen kann - warum jetzt? Und wie muss ich mir das gemeinsame Leben in diesem Haus vorstellen? Die Tochter versucht unbemerkt sich das Leben mit einem Grill zu nehmen? Und das am Tag der Verhandlung? Und den Eltern fällt nichts auf, obwohl sie alle damit rechnen mussten, dass die Polizei an diesem Tag klingeln wird? Auch der Tochter hätte klar sein müssen, dass sie zeitnah gefunden wird.

Und dann fällt mir noch die Formulierung auf
Im Wohnhaus in Attendorn habe man die Großeltern angetroffen. Im weiteren Verlauf habe man die Mutter in ihrem Teil des Hauses „in einem medizinisch kritischen Zustand gefunden“, so Scheen. Ursächlich dafür könne ein angezündeter Holzkohlegrill und eine daraus resultierende Kohlenmonoxid-Vergiftung sein. Scheen: „Gegebenenfalls selbst herbeigeführt.“
Soll heißen: Die Vermutung liegt nahe, dass die Frau versucht hat, sich das Leben zu nehmen. Trotzdem werde in alle Richtungen ermittelt, betonte Thorsten Scheen.
Mich würde nicht wundern, wenn die Eltern der Frau vom Versuch gewusst haben.




https://www.lokalplus.nrw/attendorn/mutmasslicher-suizidversuch-angeklagte-mutter-in-attendorn-gefunden-99645


1x zitiertmelden

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

17.01.2026 um 10:33
Da bin ich ja froh, daß " in alle Richtungen" ermittelt wird. Es könnten bei der Aktion mit dem Grill auch andere Konstellationen von Beteiligten denkbar sein.


2x zitiertmelden

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

17.01.2026 um 10:40
Zitat von PaterBrownPaterBrown schrieb:Es könnten bei der Aktion mit dem Grill auch andere Konstellationen von Beteiligten denkbar sein.
Schweben dir da bestimmte Personen vor?


melden
emz Diskussionsleiter
Profil von emz
beschäftigt
dabei seit 2013

Profil anzeigen
Private Nachricht
Link kopieren
Lesezeichen setzen

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

17.01.2026 um 11:25
Zitat von PaterBrownPaterBrown schrieb:Da bin ich ja froh, daß " in alle Richtungen" ermittelt wird. Es könnten bei der Aktion mit dem Grill auch andere Konstellationen von Beteiligten denkbar sein.
Was die "Aktion mit dem Grill" anbelangt, wüsste ich nicht, was da ermittelt werden sollte.
Ebenso wüsste ich auch nicht, was da zu ermitteln wäre, schon gar nicht "in alle Richtungen", zumal es nicht so aussieht, als gäbe es hierbei überhaupt irgendwelche Beteiligte. Wir sollten keinesfalls versuchen, jemandem eine Beteiligung zu unterstellen. Dafür fehlen jegliche Anhaltspunkte.


1x zitiertmelden

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

17.01.2026 um 11:28
@emz
Bitte ganz vorsichtig. Ich habe nichts unterstellt und lasse mir auch nichts unterstellen.


1x zitiertmelden

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

17.01.2026 um 11:30
@emz
Bist Du hautnah in die Ermittlungen involviert, daß Du hier behaupten kannst, es gibt keine Anhaltspunkte.
Das würde ich mich nicht trauen, gerade ohne Quellenhinweis.


1x zitiertmelden
emz Diskussionsleiter
Profil von emz
beschäftigt
dabei seit 2013

Profil anzeigen
Private Nachricht
Link kopieren
Lesezeichen setzen

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

17.01.2026 um 11:40
Zitat von PaterBrownPaterBrown schrieb:Bitte ganz vorsichtig. Ich habe nichts unterstellt und lasse mir auch nichts unterstellen.
Zitat von PaterBrownPaterBrown schrieb:Bist Du hautnah in die Ermittlungen involviert, daß Du hier behaupten kannst, es gibt keine Anhaltspunkte.
Das würde ich mich nicht trauen, gerade ohne Quellenhinweis.
Dass es Beteiligte an dem vermeintlichen Suizidversuch geben könnte, das hast du ins Feld geführt.
Ebenso hast einzig du von irgendwelchen Ermittlungen gesprochen.
Wenn du schon meinst, den Begriff "ohne Quellenhinweis" einbringen zu können, dann wäre es an dir, Anhaltspunkte für derartige Ermittlungen zu liefern.


melden

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

17.01.2026 um 13:15
Zitat von emzemz schrieb:Ebenso wüsste ich auch nicht, was da zu ermitteln wäre, schon gar nicht "in alle Richtungen", zumal es nicht so aussieht, als gäbe es hierbei überhaupt irgendwelche Beteiligte.
Dass in alle Richtungen ermittelt wird, ist ja eine Aussage vom Polizeipressesprecher. Wie gesagt, mir kommt das auch ein bisschen merkwürdig vor.
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Selbstmordversuchen voraussetzen kann - warum jetzt? Und wie muss ich mir das gemeinsame Leben in diesem Haus vorstellen? Die Tochter versucht unbemerkt sich das Leben mit einem Grill zu nehmen? Und das am Tag der Verhandlung? Und den Eltern fällt nichts auf, obwohl sie alle damit rechnen mussten, dass die Polizei an diesem Tag klingeln wird? Auch der Tochter hätte klar sein müssen, dass sie zeitnah gefunden wird.
Diese Fragen werden sich auch die EB stellen. Ich persönlich würde auch einen geplanten Suizid der ganzen Familie nicht als unmöglich ansehen. Schauen wir mal, wie es weitergeht.


melden
emz Diskussionsleiter
Profil von emz
beschäftigt
dabei seit 2013

Profil anzeigen
Private Nachricht
Link kopieren
Lesezeichen setzen

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

17.01.2026 um 14:51
Die Polizei hat in alle Richtungen ermittelt und festgestellt, dass es keine Hinweise auf Fremdverschulden gibt.
Damit darf davon ausgegangen werden, es gibt keine Anhaltspunkte für eine Beteiligung Dritter.
Was ist passiert? Das Gericht ordnet nach Beginn der Verhandlung gegen 9.30 Uhr wegen des unentschuldigten Fehlens aller drei Angeklagter die sofortige polizeiliche Vorführung an. Heißt konkret: Die Polizei rückt aus und soll die Angeklagten zum Gericht bringen. Ein Umstand, der der 48 Jahre alten Mutter des Kindes möglicherweise das Leben rettet.

Denn: Den entsandten Beamten wird nach Polizeiangaben zunächst von den Großeltern die Tür geöffnet. In einem anderen Teil des Hauses, so schildert es die Polizei, wird eine Person bewusstlos und in kritischem Zustand angetroffen. Lebensgefahr kann die Polizei am späten Nachmittag auf Nachfrage nicht ausschließen.

Auch die Kriminalpolizei rückt nach Attendorn aus. „Wir ermitteln in alle Richtungen“, sagt Thorsten Scheen, Sprecher der Polizei im Kreis Olpe, fügt aber an: „Wir haben keinerlei Hinweise auf ein Fremdverschulden.“ Erste Vermutung sei, dass es sich um einen Suizidversuch handelt. „Es wird vor allem zu prüfen sein, ob ein in der Wohnung befindlicher Kohlegrill Ursache für den Zustand der bewusstlosen Person sein könnte“, so Scheen.
Ob die Großeltern wussten, was im Haus vorgeht - dazu kann die Polizei derzeit noch keine Angaben machen. Im Haus sei kein Schaden entstanden, schildert der Polizeisprecher.
https://www.sauerlandkurier.de/kreis-olpe/attendorn/eingesperrtes-kind-aus-attendorn-jetzt-sitzt-die-mutter-auf-der-anklagebank-94110801.html


melden

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

19.01.2026 um 13:24
Der Sauerlandkurier berichtet, dass sich die angeklagte Mutter nun nicht mehr in Lebensgefahr befinde.
Unklar sei, wann sie wieder verhandlungsfähig sei.
Update vom 19. Januar, 9.30 Uhr: Die Mutter schwebt nicht mehr in Lebensgefahr. Das berichtet die Kreispolizeibehörde Olpe nach Rücksprache mit der Klinik auf Nachfrage des Sauerlandkurier. Mit Stand von diesem Montagmorgen konnten die Ärzte das Leben der Attendornerin retten. Sie sei mittlerweile auch wieder ansprechbar, berichtet Polizeisprecherin Lena Hoof mit Stand von diesem Montagmorgen. Wann sie sich komplett erholt haben wird, bleibt abzuwarten. Diese Frage wird letztlich entscheidend dafür sein, wann der Prozess gegen sie fortgeführt werden kann.
https://www.sauerlandkurier.de/kreis-olpe/attendorn/eingesperrtes-kind-aus-attendorn-jetzt-sitzt-die-mutter-auf-der-anklagebank-94110801.html


melden
emz Diskussionsleiter
Profil von emz
beschäftigt
dabei seit 2013

Profil anzeigen
Private Nachricht
Link kopieren
Lesezeichen setzen

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

19.01.2026 um 13:36
Wann sie sich komplett erholt haben wird, bleibt abzuwarten. Diese Frage wird letztlich entscheidend dafür sein, wann der Prozess gegen sie fortgeführt werden kann.
Komplett erholt braucht's da nicht unbedingt, würde ich sagen. Es dürfte schon reichen, wenn sie verhandlungsfähig ist.
Nicht, dass sich jetzt noch eine Therapie in der Psychiatrie anschließt, wie das ansonsten nach Suizidversuchen üblich ist.


1x zitiertmelden

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

19.01.2026 um 15:58
Zitat von emzemz schrieb:Nicht, dass sich jetzt noch eine Therapie in der Psychiatrie anschließt, wie das ansonsten nach Suizidversuchen üblich ist.
Das ist überhaupt nicht üblich. Idr folgt keine Therapie nach einem Versuch sofern eigen und Fremdgefährdung ausgeschlossen werden.


1x zitiertmelden
emz Diskussionsleiter
Profil von emz
beschäftigt
dabei seit 2013

Profil anzeigen
Private Nachricht
Link kopieren
Lesezeichen setzen

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

19.01.2026 um 16:08
Zitat von _Salzbrezel_Salzbrezel schrieb:Das ist überhaupt nicht üblich. Idr folgt keine Therapie nach einem Versuch sofern eigen und Fremdgefährdung ausgeschlossen werden.
Ist das nicht zwangsläufig so, dass ich mich selbst gefährde, während ich einen Suicidversuch begehe?
Verstehe deinen Einwand nicht.


2x zitiertmelden