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Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

372 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Italien, Eingesperrt, Achtjährige ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

10.01.2026 um 10:28
Zitat von emzemz schrieb:Von welchen Mustern sprichst du? Magst du konkret werden? Mit solchen Allgemeinplätzen kann ich rein gar nichts anfangen.
Da weder Du noch ich die genaue Situation kennen, kann ich dir wohl keine Lösung liefern die dich zufrieden stellt.

Dennoch kann man sich ja denken dass ein Kind, das die Außenwelt nicht kannte und somit vor allem keine anderen Menschen außer die eigene Mutter und die Großeltern, kaum Sozialkompetenz aufweisen wie ein Kind dass "normale" soziale Kontakte gewohnt ist und dementsprechend andere Verhaltensmuster aufweisen wird.
Zitat von emzemz schrieb:Dass das Kind gegen die derzeitigen Lebensumstände rebellieren könnte, also wieder zusammen mit Mama in einem Zimmer leben möchte, ohne Kontakt zu anderen Menschen, das halte ich für ausgeschlossen.
Es ist die gewohnt Welt gewesen und gab ihr bis dahin Sicherheit. Das neue Leben bietet ihr zwar von außen betrazmegr Freiheiten, stellt aber für das Kind mit Sicherheit erstmal eine Bedrohung dar.
Man darf nicht vergessen in diesem acht Jahren sind prägende Jahre dabei und das verankert sich tief.

Viele die schlimme Erfahrungen in der Kindheit gemacht haben können sich trotzdem nicht losmachen davon und die eigenen Eltern bleiben oft unantastbar.
Zitat von emzemz schrieb:Wobei braucht sie denn jetzt psychologischen Beistand? Warten wir doch erst mal das Urteil ab und was sich dann für sie ergibt. Im Knast wird es sicherlich gute Angebote geben.
Naja also wenn man sowas abzieht dann sollte das schon psychologisch näher betrachtet werden. Da braucht man kein gerichtliches Urteil, wofür denn auch? Der Richter ist ja kein Mensch mit psychologischem Hintergrund.


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Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

10.01.2026 um 10:47
Zitat von HerbstkindHerbstkind schrieb:Dennoch kann man sich ja denken dass ein Kind, das die Außenwelt nicht kannte und somit vor allem keine anderen Menschen außer die eigene Mutter und die Großeltern, kaum Sozialkompetenz aufweisen wie ein Kind dass "normale" soziale Kontakte gewohnt ist und dementsprechend andere Verhaltensmuster aufweisen wird.
Zitat von HerbstkindHerbstkind schrieb:ist die gewohnt Welt gewesen und gab ihr bis dahin Sicherheit. Das neue Leben bietet ihr zwar von außen betrazmegr Freiheiten, stellt aber für das Kind mit Sicherheit erstmal eine Bedrohung dar.
Man darf nicht vergessen in diesem acht Jahren sind prägende Jahre dabei und das verankert sich tief.
Die Kleine ist mittlerweile 12 Jahre alt, seit sie aus dem Haus geholt wurde, sind einige Jahre vergangen. Ich glaube nicht, dass sie von Anfang an Kontakt zur Mutter hatte.


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Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

10.01.2026 um 12:22
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Ich glaube nicht, dass sie von Anfang an Kontakt zur Mutter hatte.
Ich glaube ehrlich gesagt schon, dass sie von Anfang an Kontakt zur Mutter hatte.

Ich hatte das glaub ich damals auch hier im Forum schon kurz formuliert: So schlimm, das alles war -Mutter und Großeltern sind die einzigen Bindungspersonen die das Kind je kannte. Ein plötzlicher kompletter Kontaktabbruch bei gleichzeitiger Exposition zur Außenwelt und völlig fremden Menschen wäre ein extrem traumatisches Ereignis für das Kind gewesen, welches jegliche weitere Betreuung des Kindes (wie die Überführung in eine Pflegefamilie) zusätzlich erschweren hätte.


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10.01.2026 um 13:07
Zitat von HerbstkindHerbstkind schrieb:Es ist die gewohnt Welt gewesen und gab ihr bis dahin Sicherheit. Das neue Leben bietet ihr zwar von außen betrazmegr Freiheiten, stellt aber für das Kind mit Sicherheit erstmal eine Bedrohung dar.
Man darf nicht vergessen in diesem acht Jahren sind prägende Jahre dabei und das verankert sich tief.
Dieses neue Leben, es fing im September 2022 an. Das mit der Bedrohung, das dürfte sich längst erledigt haben. Inzwischen hinterfragt die Zwölfjährige selbst, warum man ihr das angetan hat und verlangt Antworten:
Es müsse aufgearbeitet werden, was dem Mädchen angetan worden sei. Das Kind wolle wissen, warum es - so die Anklage - keine Freunde hatte, nie mit anderen draußen spielen durfte und nur Kontakt zu Mutter und Großeltern haben dufte. Gerichtssprecherin Franziska Heerwig sagt der dpa am Rande, das Mädchen soll in der völligen Isolation im Haus der Großeltern im Kreis Olpe schwerwiegende Entwicklungsverzögerungen erlitten haben. Körperlich, psychisch, im emotional-sozialen Bereich.
Zitat von HerbstkindHerbstkind schrieb:
Zitat von emzemz schrieb:Wobei braucht sie denn jetzt psychologischen Beistand? Warten wir doch erst mal das Urteil ab und was sich dann für sie ergibt. Im Knast wird es sicherlich gute Angebote geben.
Naja also wenn man sowas abzieht dann sollte das schon psychologisch näher betrachtet werden. Da braucht man kein gerichtliches Urteil, wofür denn auch? Der Richter ist ja kein Mensch mit psychologischem Hintergrund.
Worum geht es dir denn jetzt? Ist es der psychologische Beistand, der der Mutter zuteil werden soll oder die psychologische Einschätzung, die dem Richter weiterhelfen soll? Ich denke mal, zum jetzigen Zeitpunkt kann man auf beides gut verzichten.




Warum sollte man das psychologisch betrachten? Der Richter wird auch so die Taten beurteilen können und schon gar nicht braucht sie jetzt psychologischen Beistand. Wie gesagt, im Knast wird es sicherlich Therapieangebote geben.


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Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

12.01.2026 um 09:33
Der heutige Verhandlungstag wurde abgesagt aufgrund des Wetters. Weiter gehen a Donnerstag, 15.1..
Im Strafprozess um ein mutmaßlich jahrelang in einem Haus im Sauerland verstecktes Mädchen ist die Verhandlung gegen Mutter und Großeltern kurzfristig abgesagt. Grund: die Wetterlage.
https://www.faz.net/agenturmeldungen/dpa/eingesperrtes-maedchen-verhandlung-wegen-wetterlage-abgesagt-200429567.html


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Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

12.01.2026 um 10:43
Zitat von Schneewi77chenSchneewi77chen schrieb:So schlimm, das alles war -Mutter und Großeltern sind die einzigen Bindungspersonen die das Kind je kannte. Ein plötzlicher kompletter Kontaktabbruch bei gleichzeitiger Exposition zur Außenwelt und völlig fremden Menschen wäre ein extrem traumatisches Ereignis für das Kind gewesen, welches jegliche weitere Betreuung des Kindes (wie die Überführung in eine Pflegefamilie) zusätzlich erschweren hätte.
Ich sehe zwar deinen Punkt, aber ich kann mir das wirklich nicht vorstellen. Erst musste ja sowieso mal geklärt werden, ob es nicht evtl auch sexuellen Missbrauch oä zusätzlich gegeben hat. In der Zeit wird wohl eher kein Kontakt bestanden haben? Aber vll erfahren wir im Laufe des Prozesses mehr darüber... wenn es denn endlich mal losgehen sollte.
Zitat von PescaPesca schrieb:Der heutige Verhandlungstag wurde abgesagt aufgrund des Wetters. Weiter gehen a Donnerstag, 15.1..
Läuft ja so richtig gut...

Interessant ist aber, dass anscheinend immer noch nicht klar ist, ob der Großvater erscheinen wird oder nicht.
Der Großvater war zum Start des Prozesses am vergangenen Mittwoch überraschend nicht erschienen, die Verteidigung hatte gesundheitliche Gründe genannt. Die Verhandlung musste frühzeitig unterbrochen werden, die Anklageschrift wurde nicht vorgetragen. Ob der angeklagte 83-Jährige nun am Donnerstag kommt oder sein Verfahren womöglich abgetrennt wird, war zunächst ungewiss.
Was heißt, es WAR zunächst ungewiss?


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12.01.2026 um 11:17
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Was heißt, es WAR zunächst ungewiss?
Das frage ich mich auch. Haben aber die Medien heute so formuliert.
Ob der angeklagte 83-Jährige nun am Donnerstag kommt oder sein Verfahren womöglich abgetrennt wird, war zunächst ungewiss.

Ebenso offen blieb die Frage, ob beim nächsten Termin der getrennt lebende Vater des Mädchens als Zeuge befragt werden kann. Laut Anklage wollte die Mutter ihr Kind ganz für sich allein haben, jeglichen Kontakt der Tochter zu ihrem Vater verhindern.

https://www.mt.de/weltnews/panorama/Eingesperrtes-Maedchen-Verhandlung-wegen-Wetterlage-abgesagt-24249107.html



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12.01.2026 um 11:27
@emz

Merkwürdige Formulierung. So oder so müsste das ja mittlerweile feststehen. Wenn die Verteidigung in der Zwischenzeit ein Attest eingereicht hätte, wäre das ja auch bekannt.


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12.01.2026 um 13:08
Zitat von emzemz schrieb am 03.01.2026:Dem Kindsvater war gegen den Willen der Mutter das geteilte Sorgerecht Zuge sprich en a worden. Es ging wohl darum, ihn an der Ausübung desselben zu hindern
Dem von Dir eingestellten Artikel zufolge ist das Kind früheren Berichten zufolge in einer Pflegefamilie. Näheres wird zum Schutz des Mädchens nicht gesagt. Auskünfte darüber, ob das Mädchen mittlerweile Kontakt zu seinem Vater hat, stehen dort nicht. Sicher war der Vater zum Zeitpunkt des Auffliegens der jahrelangen Abschottung praktisch ein Fremder. Das duerfte aber auf praktisch alle Personen zutreffen, mit denen das Mädchen seither in Kontakt gekommen ist.
Nach früheren Berichten war das Mädchen in eine Pflegefamilie gekommen.
Quelle: https://www.zeit.de/news/2026-01/02/kleines-maedchen-jahrelang-versteckt-mutter-vor-gericht

Gibt es im Zeitalter der digitialen Medien eigentlich die Möglichkeit den angeklagten Großvater über Zoom dazu zu schalten, sollte dieser zwar in seiner Mobilität eingeschränkt, aber durchaus mental in der Lage sein, einer Gerichtsverhandlung zu folgen?
Zitat von Schneewi77chenSchneewi77chen schrieb:So schlimm, das alles war -Mutter und Großeltern sind die einzigen Bindungspersonen die das Kind je kannte. Ein plötzlicher kompletter Kontaktabbruch bei gleichzeitiger Exposition zur Außenwelt und völlig fremden Menschen wäre ein extrem traumatisches Ereignis für das Kind gewesen, welches jegliche weitere Betreuung des Kindes (wie die Überführung in eine Pflegefamilie) zusätzlich erschweren hätte.
Gibt es in solchen Fällen die Möglichkeit eines begleiteten Umgang an einem neutralen Ort?

Mich interessiert, welche Gründe es für die Abschottung gab. War es einfach Egoismus, den Vater nicht am Leben des Kindes teilhaben lassen zu wollen oder gab es bspw. Gründe wie häusliche Gewalt, den Versuch das Leben der Mutter ueber die Trennung weiterhin kontrollieren zu wollen. Falsch wäre die Vorgehensweise selbstverständlich in beiden Fällen.

Ich wäre aber dennoch im letzteren Fall geneigt mehr Verständnis aufzubringen, als wenn es schlicht nur eine egoistische Mutter wäre, die ihr Kind als ihr Eigentum betrachtet.


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12.01.2026 um 13:29
Zitat von WMWM schrieb:Mich interessiert, welche Gründe es für die Abschottung gab. War es einfach Egoismus, den Vater nicht am Leben des Kindes teilhaben lassen zu wollen oder gab es bspw. Gründe wie häusliche Gewalt, den Versuch das Leben der Mutter ueber die Trennung weiterhin kontrollieren zu wollen.
Da müssen wir abwarten, ob und wenn ja, was die Mutter aussagt.
Häusliche Gewalt, denke ich, können wir ausschließen, denn dann hätte der Vater nicht das Sorgerecht bekommen.


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Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

12.01.2026 um 13:32
Zitat von WMWM schrieb:War es einfach Egoismus, den Vater nicht am Leben des Kindes teilhaben lassen zu wollen oder gab es bspw. Gründe wie häusliche Gewalt, den Versuch das Leben der Mutter ueber die Trennung weiterhin kontrollieren zu wollen.
Wie kommst du bitte auf häusliche Gewalt oä? Dafür gibt es keinerlei Indizien. Der Vater war bei der Geburt dabei, Vater, Mutter, Kind trafen sich regelmäßig, bis die Mutter entschied das Kind zu isolieren und von einem Umzug nach Italien sprach.
Zitat von WMWM schrieb:Falsch wäre die Vorgehensweise selbstverständlich in beiden Fällen.

Ich wäre aber dennoch im letzteren Fall geneigt mehr Verständnis aufzubringen, als wenn es schlicht nur eine egoistische Mutter wäre, die ihr Kind als ihr Eigentum betrachtet.
Ich nicht. Selbst in Fällen von häuslicher Gewalt oä (nicht auf den Fall bezogen) gibt es andere Möglichkeiten als ein Kind einzukerkern.


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Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

12.01.2026 um 14:00
Zitat von WMWM schrieb:Gibt es im Zeitalter der digitialen Medien eigentlich die Möglichkeit den angeklagten Großvater über Zoom dazu zu schalten, sollte dieser zwar in seiner Mobilität eingeschränkt, aber durchaus mental in der Lage sein, einer Gerichtsverhandlung zu folgen?
Nein, das funktioniert nicht. Der Angeklagte muss schon selbst anwesend sein.
Sollte er verhandlungsunfähig sein, also nicht nur in der Mobilität eingeschränkt, dann muss er das durch ein ausführliches Attest nachweisen.
Ich will ja nichts unterstellen, aber mir scheint es fast so, als meinte er, so dem Strafverfahren entgehen zu können.


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12.01.2026 um 15:11
Zitat von emzemz schrieb:Häusliche Gewalt, denke ich, können wir ausschließen, denn dann hätte der Vater nicht das Sorgerecht bekommen.
Sorry. Du hast natürlich recht, dass das ihm zugesprochene Sorgerecht dagegen spricht. Mir ging es auch weniger darum, mich unbedingt um häusliche Gewalt sondern eher allgemein darum, ob es eventuell doch etwas komplexer ist als nur, "die Mutter will ihr Kind für sich alleine haben." Da ist mir so etwas wie häusliche Gewalt oder ein über die Trennung hinaus gehendes kontrollierendes Verhalten des Expartners als erstes eingefallen.

Aber vielleicht ist es ja auch ganz einfach. Es gibt bedauerlicherweise eine solche Spezies Mütter. Mich stimmt das so traurig, weil es Mütter gibt, die froh wären, wenn sich die Väter mehr einbringen würden.
Zitat von emzemz schrieb:Ich will ja nichts unterstellen, aber mir scheint es fast so, als meinte er, so dem Strafverfahren entgehen zu können.
Der Eindruck könnte schon entstehen.

Hier steht etwas über die Möglichkeit des Angeklagten, dem Anwalt in dessen Abwesenheit eine Vertretungsvollmacht zu geben. Die Formulierung "soweit die Verhandlung ohne den Angeklagten stattfinden kann..." lässt mich darauf schließen, dass das nicht uneingeschränkt ginge.

https://dejure.org/gesetze/StPO/234.html


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12.01.2026 um 15:21
Es ist doch schon manchmal irre, wie Menschen, die offensichtlich wirklich gar keine Berührungspunkte mit dem Thema haben können, ihre eigenen Annahmen so raushauen, als wären es Fakten.

Zunächst einmal ist häusliche Gewalt gegen die Mutter kein Ausschluss für das Sorgerecht des Vaters gegenüber seinem Kind. Anders sieht es aus, wenn die Gewalt offen vor dem Kind ausgetragen wurde oder aber sich gegen das Kind selbst richtete.
Der Entzug des Sorgerechts wird vor einem Gericht verhandelt. Da spielen viele Faktoren eine Rolle.

Zum anderen denke ich auch, dass man dem Kind nicht einen kompletten Kontaktabbruch zu seinen einzigen Bezugspersonen zugemutet hat. Es wird ganz sicher begleitete Besuchskontakte gegeben haben. Ganz egal, wie schlimm all das war, was die Mutter und ihre Eltern dem Kind angetan haben und welche weitreichenden Folgen das leider noch haben wird. Zu diesem Zeitpunkt waren diese Menschen alles, was das Kind kannte und es hatte kein Bewusstsein dafür, was ihm da passierte. Kinder lieben ihre primären Bezugspersonen immer und sind auch immer auf sie geprägt. Diese Bindung, wie auch immer die geartet sein mag, plötzlich zu kappen, ist massiv traumatisierend für das Kind. Aus diesem Grunde wird man das in dieser ohnehin sehr fragilen Situation ziemlich sicher nicht gemacht haben. Das wäre jedenfalls ein äußerst ungewöhnliches Vorgehen, was dann auch besonders begründet sein muss. ZB indem nachweislich auch bei begleiteten Kontakten noch eine nicht zu kontrollierende Gefahr für das Kind ausgeht.


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12.01.2026 um 18:04
Zitat von WMWM schrieb:Hier steht etwas über die Möglichkeit des Angeklagten, dem Anwalt in dessen Abwesenheit eine Vertretungsvollmacht zu geben. Die Formulierung "soweit die Verhandlung ohne den Angeklagten stattfinden kann..." lässt mich darauf schließen, dass das nicht uneingeschränkt ginge.

https://dejure.org/gesetze/StPO/234.html
Ich denke mal, die Strafe könnte höher ausfallen als hier vorgegeben.

https://dejure.org/gesetze/StPO/233.html


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12.01.2026 um 18:14
Zitat von EdnaEdna schrieb:Der Entzug des Sorgerechts wird vor einem Gericht verhandelt. Da spielen viele Faktoren eine Rolle.
Wem soll das Sorgerecht entzogen werden? Dem Vater, der Mutter oder beiden?
Hier findet ein familienrechtliches Verfahren Erwähnung. Meinst du das?
Zitat von emzemz schrieb am 07.01.2026:In dem Artikel von Lokal Plus findet sich ein Presse-Interview mit dem Verteidiger der Mutter.
Er gibt an, dass die Mutter Kontakt zu ihrer Tochter habe und ein familiengerichtliches Verfahren laufe. Ob die Mutter aussagen wird, dazu macht er noch keine Angaben und hält sich auch sonst bedeckt.



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12.01.2026 um 18:23
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Ich sehe zwar deinen Punkt, aber ich kann mir das wirklich nicht vorstellen. Erst musste ja sowieso mal geklärt werden, ob es nicht evtl auch sexuellen Missbrauch oä zusätzlich gegeben hat. In der Zeit wird wohl eher kein Kontakt bestanden haben?
Ich kann schon auch nachvollziehen, wie Du das meinst, aber ein kompletter Kontaktabbruch wäre tatsächlich eher ein ungewöhnliches Vorgehen.

Auch bzw. weil noch nicht ganz klar war, welchen Umständen das Kind genau ausgesetzt war. Da müsste man ja sonst bei jeder Inobhutnahme prophylaktisch den Kontakt zu den Sorgeberechtigten abbrechen, weil es ja potenziell Missbrauch o.ä. gegeben haben könnte. Das passiert aber in der Praxis nicht.

Die Fachkräfte erstellen bei Inobhutnahmen aufgrund von Kindeswohlgefährdung zunächst einen Schutzplan für das Kind, da werden auch immer die Sorgeberechtigten mit einbezogen. Ein vollständiger Ausschluss inkl. Kontaktverbot erfolgt in der Regel erst nach richterlichem Beschluss. Wobei der auch mal ganz schnell da sein kann, wenn klar ist, dass Gefahr für Leib und Leben besteht, das Kind große Angst zeigt o.ä. Faktoren greifen.

Aber ich war in dem Fall selbstverständlich nicht dabei und kenne auch nicht alle Begleitumstände, von daher ist es auch nur meine persönliche Einschätzung.
Zitat von WMWM schrieb:Gibt es in solchen Fällen die Möglichkeit eines begleiteten Umgang an einem neutralen Ort?
Ja, die gibt es. Und wenn der Kontakt durchgehend weiter bestanden haben sollte, war er sicherlich immer begleitet. Je nach Einschätzung der Fachkräfte, den Wünschen des Kindes etc. kann ein solcher Kontakt in speziellen Räumlichkeiten in der IOS stattfinden, aber auch mal in einem Park oder einem Spielplatz. Kommt immer auf die Hintergründe und die Zielsetzung an
Zitat von emzemz schrieb:Ich will ja nichts unterstellen, aber mir scheint es fast so, als meinte er, so dem Strafverfahren entgehen zu können.
Der Schluss liegt natürlich nahe. Wenn wirklich medizinische Gründe vorliegen würden, wäre es ja ein leichtes, sich ein Attest ausstellen zu lassen.

In solchen Fällen kann das Gericht doch aber auch einfach die Abholung des Angeklagten veranlassen, oder?


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12.01.2026 um 18:44
Zitat von Schneewi77chenSchneewi77chen schrieb:In solchen Fällen kann das Gericht doch aber auch einfach die Abholung des Angeklagten veranlassen, oder?
Die Möglichkeit besteht tatsächlich, wenn ein Angeklagter unentschuldigt - und so hat der Richter es tatsächlich bezeichnet - nicht erscheint.
Vielleicht hat man aber hier Milde walten lassen, einmal aufgrund des Alters und dann, weil wohl gaubhaft ein vorangegangener Krankenhausaufenthalt vorlag.


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