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Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

421 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Italien, Eingesperrt, Achtjährige ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

um 10:51
Um 10.05 Uhr durfte die Öffentlichkeit den Saal 165 zunächst wieder betreten. Die Entscheidung der Kammer: Die Anklage wird öffentlich verlesen, danach wird die Öffentlichkeit für das restliche Verfahren ausgeschlossen.

Doch zuvor verlas die vorsitzende Richterin Metz-Horst die Gründe für den Ausschluss. Darin ein Paukenschlag: Die Mutter des Mädchens soll angegeben haben, dass der Grund für ihren versuchten Suizid „die Berichterstattung der Presse“ gewesen sei. Diese habe sie „als Monster hingestellt“. Sie fühle sich „missverstanden und bedrängt“
Das finde ich extrem heftig. Die Mutter fühlt sich "missverstanden". Was kann man denn an den Vorfällen missverstehen? Und seit wann reagiert eine Kammer auf solche Aussagen mit Ausschluss der Öffentlichkeit für das komplette Verfahren?


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Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

um 11:00
es sind immer noch Menschen und niemand hat es verdient von Zeitungen/anderen Medien öffentlich zerrissen zu werden. Neutrale Berichterstattung wäre auch gegangen, man kann es vergleichen mit einer Doku über geschichtliche Ereignisse. Da wird auch neutral über ernste Themen gesprochen ohne etwas zu verharmlosen.


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Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

um 11:07
Zitat von mousquetairemousquetaire schrieb:Neutrale Berichterstattung wäre auch gegangen, ...
Ich habe die Berichterstattung durchaus als neutral empfunden, soweit das überhaupt möglich ist, wenn man darüber schreibt, dass ein Kind völlig abgeschottet von der Umwelt aufwachsen musste, nie das Haus verlassen durfte. Die Anklagepunkte sprechen da für sich.


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Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

um 11:09
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Die Mutter fühlt sich "missverstanden". Was kann man denn an den Vorfällen missverstehen
Die hat das doch gemacht um ihren Ex eins auszuwischen. Ja dann kann man sich mißverstanden fühlen.


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Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

um 11:17
https://www.sauerlandkurier.de/kreis-olpe/attendorn/prozess-um-eingesperrtes-maedchen-aus-attendorn-wird-nun-nicht-oeffentlich-94161095.html
Doch der Schock für die Zuschauer und die Medienvertreter folgte unmittelbar, nachdem sie Block und Stift gezückt hatten. Die Kammer wolle nun nicht-öffentlich darüber beraten, ob der Prozess nun nicht-öffentlich weiter geführt werde. Zuschauer und Medienvertreter warteten auf dem Flur, drinnen wurde beraten. Wenige Minuten später baten die Justizbediensteten die Zuschauer wieder herein. Das Ergebnis: Ja, der Prozess soll – mit Ausnahme der Anklageverlesung – nicht-öffentlich weitergeführt werden.
Die letztendliche Begründung könnte lauten, dass es um ein Kind geht und Verfahren vor dem Jugendgericht sind nicht öffentlich.


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Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

um 11:19
Zitat von mousquetairemousquetaire schrieb:sind immer noch Menschen
Das spricht ihnen doch auch niemand ab. Dennoch ist dieses Verhalten der Kammer mehr als ungewöhnlich. In sehr, sehr vielen Fällen dürfte sich ein Angeklagter "missverstanden" fühlen, dennoch wird die Öffentlichkeit deswegen nicht ausgeschlossen. Da gab es aber schon ganz andere Fälle, in denen die Presse weitaus weniger zimperlich mit der/den Angeklagten umging.
Zitat von emzemz schrieb:Ich habe die Berichterstattung durchaus als neutral empfunden, soweit das überhaupt möglich ist, wenn man darüber schreibt, dass ein Kind völlig abgeschottet von der Umwelt aufwachsen musste, nie das Haus verlassen durfte. Die Anklagepunkte sprechen da für sich.
Geht mir auch so.
Zitat von PitBoPitBo schrieb:Die hat das doch gemacht um ihren Ex eins auszuwischen. Ja dann kann man sich mißverstanden fühlen.
Nur um dem Ex eins auszuwischen, versteckt man sich aber nicht Jahre lang mit dem Kind. Das ist mMn zu kurz gedacht.

Vll wird der Link von @emz , aus dem ich oben zitierte, nochmals ergänzt, der scheint zwischendurch upgedated worden zu sein.

https://www.siegener-zeitung.de/lokales/siegerland/siegen/attendorner-maedchen-prozess-am-siegener-landgericht-startet-mit-anklageverlesung-Y6FJIIB3BFD7RCEQXT473CIIFA.html


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Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

um 12:50
Im Kern begründete die Vorsitzende Richterin Metz-Horst die Nichtöffentlichkeit damit, dass rechtlich das Interesse des Einzelnen über das Interesse der Öffentlichkeit zu stellen sei. Die Beschuldigten müssten sehr private Details aus ihrem Leben und ihrem Familienleben preisgeben. Bei einem Verständigungsgespräch am 7. Januar und damit beim ersten Versuch, den Prozess zu starten, seien diese Gründe noch nicht stark genug gewesen, um die Öffentlichkeit auszuschließen. „Die weiteren Ereignisse haben uns inzwischen überrollt“, betonte die Richterin. Sie sprach den Suizid-Versuch der Angeklagten an, der dafür gesorgt hatte, dass der dritte Versuch des Prozessstarts geplatzt war.

Als einen der Gründe für diesen Suizidversuch nannte die Richterin den Druck durch die Medien. Die beschuldigte Mutter fühle sich als „Monster“ und sei schon am ersten Prozesstag von Medienvertretern bedrängt und verfolgt worden. Es folgte am dritten Prozesstag der Suizidversuch – „nicht aus dem Affekt heraus“, wie Richterin Metz-Horst ausführte, sondern infolge eines einwöchigen Prozesses, in dem sich die Angeklagte mit ihrer Situation auseinander gesetzt habe.

Die „Erörterung der sehr privaten Belange könnten in einem vollendeten Suizid enden“, erklärte die Richterin und kam deshalb an diesem Montag zu dem Entschluss: „Das Interesse der Öffentlichkeit hat deshalb zurückzustehen.“

Die Staatsanwältin verlas im Anschluss die Anklage, die Richterin berichtete von den Ergebnissen des Vertändigungsgesprächs, das es – relativ ergebnislos – nach dem ersten Prozesstag unter anderem mit den Angeklagten und den Verteidigern gegeben hatte.

https://www.sauerlandkurier.de/kreis-olpe/attendorn/prozess-um-eingesperrtes-maedchen-aus-attendorn-wird-nun-nicht-oeffentlich-94161095.html
Zur Erinnerung, worum es bei diesem Verständigungsgespräch ging:
Zitat von emzemz schrieb am 07.01.2026:https://www.tagesschau.de/inland/regional/nordrheinwestfalen/wdr-maedchen-jahrelang-eingesperrt-mutter-und-grosseltern-vor-gericht-102.html
Nun soll es ein sogenanntes Verständigungsgespräch zwischen Richtern, Verteidigern und einem Gutachter geben. Wenn man sich dabei einigt, könnte dem Mädchen eine Aussage vor Gericht erspart bleiben - was die Vorsitzende Richterin als besonders wichtig erachte. Voraussetzung dafür sind allerdings Geständnisse der Angeklagten.
Den juristischen Aspekt vermag ich nicht zu beurteilen, bin aber überzeugt, das wird seine Richtigkeit haben.
Anmerken möchte ich lediglich, ich könnte mir vorstellen, dass von dieser Entscheidung eine Signalwirkung ausgehen könnte. Denn es ist nicht der einzige Fall, bei dem versucht wird, die Öffentlichkeit auszuschließen.


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