Kriminalfälle
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

469 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Italien, Eingesperrt, Achtjährige ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

09.02.2026 um 10:51
Um 10.05 Uhr durfte die Öffentlichkeit den Saal 165 zunächst wieder betreten. Die Entscheidung der Kammer: Die Anklage wird öffentlich verlesen, danach wird die Öffentlichkeit für das restliche Verfahren ausgeschlossen.

Doch zuvor verlas die vorsitzende Richterin Metz-Horst die Gründe für den Ausschluss. Darin ein Paukenschlag: Die Mutter des Mädchens soll angegeben haben, dass der Grund für ihren versuchten Suizid „die Berichterstattung der Presse“ gewesen sei. Diese habe sie „als Monster hingestellt“. Sie fühle sich „missverstanden und bedrängt“
Das finde ich extrem heftig. Die Mutter fühlt sich "missverstanden". Was kann man denn an den Vorfällen missverstehen? Und seit wann reagiert eine Kammer auf solche Aussagen mit Ausschluss der Öffentlichkeit für das komplette Verfahren?


1x zitiert1x verlinktmelden

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

09.02.2026 um 11:00
es sind immer noch Menschen und niemand hat es verdient von Zeitungen/anderen Medien öffentlich zerrissen zu werden. Neutrale Berichterstattung wäre auch gegangen, man kann es vergleichen mit einer Doku über geschichtliche Ereignisse. Da wird auch neutral über ernste Themen gesprochen ohne etwas zu verharmlosen.


4x zitiertmelden
emz Diskussionsleiter
Profil von emz
beschäftigt
dabei seit 2013

Profil anzeigen
Private Nachricht
Link kopieren
Lesezeichen setzen

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

09.02.2026 um 11:07
Zitat von mousquetairemousquetaire schrieb:Neutrale Berichterstattung wäre auch gegangen, ...
Ich habe die Berichterstattung durchaus als neutral empfunden, soweit das überhaupt möglich ist, wenn man darüber schreibt, dass ein Kind völlig abgeschottet von der Umwelt aufwachsen musste, nie das Haus verlassen durfte. Die Anklagepunkte sprechen da für sich.


1x zitiertmelden

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

09.02.2026 um 11:09
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Die Mutter fühlt sich "missverstanden". Was kann man denn an den Vorfällen missverstehen
Die hat das doch gemacht um ihren Ex eins auszuwischen. Ja dann kann man sich mißverstanden fühlen.


1x zitiertmelden
emz Diskussionsleiter
Profil von emz
beschäftigt
dabei seit 2013

Profil anzeigen
Private Nachricht
Link kopieren
Lesezeichen setzen

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

09.02.2026 um 11:17
https://www.sauerlandkurier.de/kreis-olpe/attendorn/prozess-um-eingesperrtes-maedchen-aus-attendorn-wird-nun-nicht-oeffentlich-94161095.html
Doch der Schock für die Zuschauer und die Medienvertreter folgte unmittelbar, nachdem sie Block und Stift gezückt hatten. Die Kammer wolle nun nicht-öffentlich darüber beraten, ob der Prozess nun nicht-öffentlich weiter geführt werde. Zuschauer und Medienvertreter warteten auf dem Flur, drinnen wurde beraten. Wenige Minuten später baten die Justizbediensteten die Zuschauer wieder herein. Das Ergebnis: Ja, der Prozess soll – mit Ausnahme der Anklageverlesung – nicht-öffentlich weitergeführt werden.
Die letztendliche Begründung könnte lauten, dass es um ein Kind geht und Verfahren vor dem Jugendgericht sind nicht öffentlich.


melden

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

09.02.2026 um 11:19
Zitat von mousquetairemousquetaire schrieb:sind immer noch Menschen
Das spricht ihnen doch auch niemand ab. Dennoch ist dieses Verhalten der Kammer mehr als ungewöhnlich. In sehr, sehr vielen Fällen dürfte sich ein Angeklagter "missverstanden" fühlen, dennoch wird die Öffentlichkeit deswegen nicht ausgeschlossen. Da gab es aber schon ganz andere Fälle, in denen die Presse weitaus weniger zimperlich mit der/den Angeklagten umging.
Zitat von emzemz schrieb:Ich habe die Berichterstattung durchaus als neutral empfunden, soweit das überhaupt möglich ist, wenn man darüber schreibt, dass ein Kind völlig abgeschottet von der Umwelt aufwachsen musste, nie das Haus verlassen durfte. Die Anklagepunkte sprechen da für sich.
Geht mir auch so.
Zitat von PitBoPitBo schrieb:Die hat das doch gemacht um ihren Ex eins auszuwischen. Ja dann kann man sich mißverstanden fühlen.
Nur um dem Ex eins auszuwischen, versteckt man sich aber nicht Jahre lang mit dem Kind. Das ist mMn zu kurz gedacht.

Vll wird der Link von @emz , aus dem ich oben zitierte, nochmals ergänzt, der scheint zwischendurch upgedated worden zu sein.

https://www.siegener-zeitung.de/lokales/siegerland/siegen/attendorner-maedchen-prozess-am-siegener-landgericht-startet-mit-anklageverlesung-Y6FJIIB3BFD7RCEQXT473CIIFA.html


melden
emz Diskussionsleiter
Profil von emz
beschäftigt
dabei seit 2013

Profil anzeigen
Private Nachricht
Link kopieren
Lesezeichen setzen

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

09.02.2026 um 12:50
Im Kern begründete die Vorsitzende Richterin Metz-Horst die Nichtöffentlichkeit damit, dass rechtlich das Interesse des Einzelnen über das Interesse der Öffentlichkeit zu stellen sei. Die Beschuldigten müssten sehr private Details aus ihrem Leben und ihrem Familienleben preisgeben. Bei einem Verständigungsgespräch am 7. Januar und damit beim ersten Versuch, den Prozess zu starten, seien diese Gründe noch nicht stark genug gewesen, um die Öffentlichkeit auszuschließen. „Die weiteren Ereignisse haben uns inzwischen überrollt“, betonte die Richterin. Sie sprach den Suizid-Versuch der Angeklagten an, der dafür gesorgt hatte, dass der dritte Versuch des Prozessstarts geplatzt war.

Als einen der Gründe für diesen Suizidversuch nannte die Richterin den Druck durch die Medien. Die beschuldigte Mutter fühle sich als „Monster“ und sei schon am ersten Prozesstag von Medienvertretern bedrängt und verfolgt worden. Es folgte am dritten Prozesstag der Suizidversuch – „nicht aus dem Affekt heraus“, wie Richterin Metz-Horst ausführte, sondern infolge eines einwöchigen Prozesses, in dem sich die Angeklagte mit ihrer Situation auseinander gesetzt habe.

Die „Erörterung der sehr privaten Belange könnten in einem vollendeten Suizid enden“, erklärte die Richterin und kam deshalb an diesem Montag zu dem Entschluss: „Das Interesse der Öffentlichkeit hat deshalb zurückzustehen.“

Die Staatsanwältin verlas im Anschluss die Anklage, die Richterin berichtete von den Ergebnissen des Vertändigungsgesprächs, das es – relativ ergebnislos – nach dem ersten Prozesstag unter anderem mit den Angeklagten und den Verteidigern gegeben hatte.

https://www.sauerlandkurier.de/kreis-olpe/attendorn/prozess-um-eingesperrtes-maedchen-aus-attendorn-wird-nun-nicht-oeffentlich-94161095.html
Zur Erinnerung, worum es bei diesem Verständigungsgespräch ging:
Zitat von emzemz schrieb am 07.01.2026:https://www.tagesschau.de/inland/regional/nordrheinwestfalen/wdr-maedchen-jahrelang-eingesperrt-mutter-und-grosseltern-vor-gericht-102.html
Nun soll es ein sogenanntes Verständigungsgespräch zwischen Richtern, Verteidigern und einem Gutachter geben. Wenn man sich dabei einigt, könnte dem Mädchen eine Aussage vor Gericht erspart bleiben - was die Vorsitzende Richterin als besonders wichtig erachte. Voraussetzung dafür sind allerdings Geständnisse der Angeklagten.
Den juristischen Aspekt vermag ich nicht zu beurteilen, bin aber überzeugt, das wird seine Richtigkeit haben.
Anmerken möchte ich lediglich, ich könnte mir vorstellen, dass von dieser Entscheidung eine Signalwirkung ausgehen könnte. Denn es ist nicht der einzige Fall, bei dem versucht wird, die Öffentlichkeit auszuschließen.


4x zitiertmelden

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

09.02.2026 um 23:05
Darin ein Paukenschlag: Die Mutter des Mädchens soll angegeben haben, dass der Grund für ihren versuchten Suizid „die Berichterstattung der Presse“ gewesen sei. Diese habe sie „als Monster hingestellt“. Sie fühle sich „missverstanden und bedrängt“
Quelle:
Beitrag von Photographer73 (Seite 22)

Interessant.
Was wird dann im Fall des getöteten Fabian / Guestrow passieren, frage ich mich.
Da ist die TV ja in der Social Media Welt geradezu gegrillt worden. Ueber Wochen.
Zitat von emzemz schrieb:Anmerken möchte ich lediglich, ich könnte mir vorstellen, dass von dieser Entscheidung eine Signalwirkung ausgehen könnte. Denn es ist nicht der einzige Fall, bei dem versucht wird, die Öffentlichkeit auszuschließen.
Davon gehe ich auch aus.
Hammer.
Ich meine, es ist doch ein Grundprinzip, dass das Urteil im Namen des Volkes gesprochen wird und Verfahren somit öffentlich sind (bis auf wenige Ausnahmen).

Ich bin ganz perplex.


1x zitiertmelden
emz Diskussionsleiter
Profil von emz
beschäftigt
dabei seit 2013

Profil anzeigen
Private Nachricht
Link kopieren
Lesezeichen setzen

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

09.02.2026 um 23:09
Mich haben seinerzeit die Schilderungen schockiert, dass das Mädchen bei seiner Befreiung nicht in der Lage war, selbstständig Treppen zu steigen.
Das Kind litt laut späterer Diagnose unter psychischen, körperlichen und sozial-emotionalen Störungen. Es musste laut Staatsanwaltschaft mehrere Monate in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie behandelt werden.

Die Mutter habe ihr Kind mit »böswilliger Vernachlässigung« schwer geschädigt, schilderte die Staatsanwaltschaft in der Anklage. Sie habe ihrer Tochter jeglichen sozialen Kontakt verwehrt. Als das Kind hätte eingeschult werden müssen, habe die Frau auch das verhindert.

https://www.spiegel.de/panorama/justiz/attendorn-mutter-soll-tochter-jahrelang-weggesperrt-haben-a-939897f7-9650-490b-a037-0424d47984e7



melden

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

09.02.2026 um 23:13
Zitat von emzemz schrieb:Denn es ist nicht der einzige Fall, bei dem versucht wird, die Öffentlichkeit auszuschließen.
Könntest du dazu entsprechende Verweise setzen, falls die Fälle hier bereits bekannt sind oder kurz ausführen?


melden
emz Diskussionsleiter
Profil von emz
beschäftigt
dabei seit 2013

Profil anzeigen
Private Nachricht
Link kopieren
Lesezeichen setzen

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

09.02.2026 um 23:42
https://www.bild.de/regional/nordrhein-westfalen/prozess-in-siegen-mutter-soll-kind-jahrelang-eingesperrt-haben-69898f7f696fa060c71660f5

Es gibt wohl irreparable körperiche Schäden bei dem Mädchen.
Die Beine des Mädchens sind verformt. Vor Gegenständen hat es Angst. Soziale Kontakte lösen Panik aus. Dass es eine Welt hinter den Mauern ihres Zuhauses gibt, erfuhr Mara (heute 12, Name geändert) erst als Siebenjährige. Bis dahin war sie eingesperrt.

Beamte von Polizei und Jugendamt standen am 23. September 2022 mit einem Durchsuchungsbeschluss vor dem Haus in Attendorn (Sauerland) und befreiten Mara.

Da waren die Folgen für das Mädchen längst unumkehrbar: Entwicklungsverzögerung, schwerer Mangel an Erfahrungen, körperliche und psychische Beeinträchtigungen. Ärzte stellten fest, dass ein Vitamin-D-Mangel die Knochenbildung der Unterschenkel gestört hat. Mara kann die Fußsohlen nicht aufsetzen, läuft nur auf Zehenspitzen. Auf Treppen und unebenen Böden braucht sie Hilfe.

Nach der Befreiung magerte sie von 45 auf 35 Kilo ab. Die Folge gravierender Ängste und Panikstörungen. Zudem will sie unbekannte Lebensmittel weder essen noch anfassen. Sie ging nie in eine Kita, hat keine Schule besucht. Sie hat nie eine Blume gepflückt, ist in keine Pfütze gesprungen.
Die Bildunterschrift lässt einen annehmen, auch diesmal ist der Opa nicht freiwillig der Vorladung gefolgt.
Der Angeklagte Guiseppe G. (83) wird von der Polizei zu Hause abgeholt, nachdem er nicht vor Gericht erschienen war



2x zitiertmelden

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

09.02.2026 um 23:56
Zitat von emzemz schrieb:Anmerken möchte ich lediglich, ich könnte mir vorstellen, dass von dieser Entscheidung eine Signalwirkung ausgehen könnte. Denn es ist nicht der einzige Fall, bei dem versucht wird, die Öffentlichkeit auszuschließen.
Ganz genau, deshalb bin ich auch mehr als erstaunt.
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:bin ganz perplex.
Interessant ist auch, dass in diesem Verfahren mehr als sonst, mMn, auf die Befindlichkeiten der Angeklagten eingegangen wird und wurde. Als der Großvater beim ersten Mal nicht erschien, unentschuldigt, wurde er nicht vorgeführt, wie es sonst der Fall ist, stattdessen wurde vertagt. Jetzt fühlt sich die Angeklagte "missverstanden" und falsch dargestellt und die Öffentlichkeit wird prompt ausgeschlossen.

Keiner sitzt gerne vor Gericht und sicherlich ist es bestimmt auch nicht schön, wenn sehr private Dinge vor der anwesenden Presse ausgebreitet werden müssen. Wenn ich aber lese, was diese "Familie" dem Kind angetan hat, löst diese Behandlung mit Samthandschuhen wirklich Zorn in mir aus. Die Kleine ist für ihr Leben gezeichnet, aber auf die Befindlichkeiten der Angeklagten soll Rücksicht genommen werden. Mich widert das nur noch an.
Zitat von emzemz schrieb:Die Bildunterschrift lässt einen annehmen, auch diesmal ist der Opa nicht freiwillig der Vorladung gefolgt.
Scheint so. Die scheinen wirklich zu glauben, dass sie machen können, was sie wollen. Ich hoffe, sie kassieren bald die Quittung.


2x zitiertmelden

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

10.02.2026 um 00:01
Zitat von emzemz schrieb:Anmerken möchte ich lediglich, ich könnte mir vorstellen, dass von dieser Entscheidung eine Signalwirkung ausgehen könnte. Denn es ist nicht der einzige Fall, bei dem versucht wird, die Öffentlichkeit auszuschließen.
Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es zukünftig Bestrebungen von anderen Angeklagten und/oder Anwält:innen geben wird, mit ähnlichen Argumenten einen Ausschluss der Öffentlichkeit zu erwirken.
Ich glaube aber nicht, dass das besonders erfolgreich sein wird. Ich denke schon, dass das hier ein sehr besonderer Fall ist.
Zunächst wurde der Ausschluss der Öffentlichkeit ja abgelehnt.
Die Mutter scheint jedoch psychisch sehr instabil zu sein. Davon zeugt der Suizidversuch. Offenbar besteht bei allen drei Familienmitgliedern eine hohe Bereitschaft sich dem Verfahren zu entziehen. Ich gehe davon aus, dass es nach dem Suizidversuch eingehende Explorationen durch Ärzte, Psychiater gab im Hinblick auf die Verhandlungsfähigkeit der Mutter. Dabei ist man offenbar zu dem Ergebnis gekommen, dass nicht auszuschließen ist, dass die Mutter einen weiteren dann möglicherweise erfolgreichen Suizidversuch unternimmt, wenn der Druck und die Demütigungen durch die öffentliche Verhandlungen für sie zu groß werden.
Da so etwas sicher sehr gründlich geprüft und nicht leichtfertig entschieden wird, denke ich, dass die Latte nach wie vor sehr hoch liegt, ein Verfahren aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht-öffentlich zu verhandeln.

Aber man darf natürlich gespannt sein, wann der/die erste es versuchen wird.
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Wenn ich aber lese, was diese "Familie" dem Kind angetan hat, löst diese Behandlung mit Samthandschuhen wirklich Zorn in mir aus. Die Kleine ist für ihr Leben gezeichnet, aber auf die Befindlichkeiten der Angeklagten soll Rücksicht genommen werden. Mich widert das nur noch an.
Mir kommt es eher wie ein Akt der Verfahrensicherung vor.
Die Mutter scheint es ja sehr ernst zu nehmen mit ihrer Bereitschaft, sich dem Verfahren notfalls durch Suizid zu entziehen.
Es wäre niemandem damit gedient, wenn sie sich wirklich umbringt, am wenigsten dem Kind.
Ich finde es sehr wichtig, dass der Prozess stattfindet und sie eine angemessene Strafe bekommt.


2x zitiertmelden

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

10.02.2026 um 00:03
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Keiner sitzt gerne vor Gericht und sicherlich ist es bestimmt auch nicht schön, wenn sehr private Dinge vor der anwesenden Presse ausgebreitet werden müssen.
Es gebe ja immer noch die Moeglichkeit, die Öffentlichkeit auszuschliessen, wenn es 'ins Eingemachte', also Private geht.
Hier geht man wohl davon aus, dass der Prozess überwiegend in diesem Bereich betrachten wird.
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Dabei ist man offenbar zu dem Ergebnis gekommen, dass nicht auszuschließen ist, dass die Mutter einen weiteren dann möglicherweise erfolgreichen Suizidversuch unternimmt, wenn der Druck und die Demütigungen durch die öffentliche Verhandlungen für sie zu groß werden.
Tritt man dem nicht üblicherweise dadurch entgegen, dass man dem Inhaftieren nicht gibt, was sich fuer einen Suizidversuch eignen wuerde? Und entsprechend überwacht?
Ich könnte mir vorstellen, dass die mögliche eingeschränkte Schuldfaehigkeit zum Ausschluss der Öffentlichkeit beigetragen hat.


2x zitiertmelden

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

10.02.2026 um 00:07
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Tritt man dem nicht üblicherweise dadurch entgegen, dass man dem Inhaftieren nicht gibt, was sich fuer einen Suizidversuch eignen wuerde? Und entsprechend überwacht?
Die ist aber doch noch nicht in Haft.
Wenn sie eine Haftstrafe bekommt, dann wird das sicherlich so sein.
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Ich könnte mir vorstellen, dass die mögliche eingeschränkte Schuldfaehigkeit zum Ausschluss der Öffentlichkeit beigetragen hat.
Ach, das ist mir entgangen, dass sie nur eingeschränkt schuldfähig sein soll.
Gab es schon ein Gutachten oder sind das Vermutungen der Medien?


melden

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

10.02.2026 um 00:10
@Zaunkönigin

Hier ist ein sehr ausführlicher Artikel, der u.a. die Schuldfaehigkeit der Mutter thematisiert:
Bei dem internen Gespräch habe ein Gutachter den Hinweis gegeben, dass bei der Mutter womöglich eine erheblich verminderte Schuldfähigkeit vorliegen könnte, sagt die Richterin. Die Staatsanwaltschaft habe daher noch keine Angaben dazu machen könne, welches Strafmaß sie fordern werde. Nach früheren Angaben einer Gerichtssprecherin könnte der Mutter eine bis zu 15-jährige Freiheitsstrafe drohen, den Großeltern bis zu elf Jahren Haft.
Quelle:
https://www.radiorst.de/artikel/prozess-um-weggesperrtes-kind-boeswillige-vernachlaessigung-2568498.html


melden

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

10.02.2026 um 00:15
Zitat von mousquetairemousquetaire schrieb:es sind immer noch Menschen und niemand hat es verdient von Zeitungen/anderen Medien öffentlich zerrissen zu werden. Neutrale Berichterstattung wäre auch gegangen, man kann es vergleichen mit einer Doku über geschichtliche Ereignisse. Da wird auch neutral über ernste Themen gesprochen ohne etwas zu verharmlosen.
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Es gebe ja immer noch die Moeglichkeit, die Öffentlichkeit auszuschliessen, wenn es 'ins Eingemachte', also Private geht.
Hier geht man wohl davon aus, dass der Prozess überwiegend in diesem Bereich betrachten wird.
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb am 10.01.2026:
Zitat von emzemz schrieb am 09.01.2026:Ich gehe von einem begleiteten Umgang aus, bei dem man gegebenenfalls einschreiten wird.
Denke ich auch. Und dafür wird es Gründe geben. Mich hat es auch zuerst gewundert über Kontakt zwischen Mutter und Kind zu lesen, aber es macht schon Sinn
Anscheinend ist es sinnvoll, dass Mutter und Kind Kontakt haben


1x zitiertmelden

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

10.02.2026 um 00:18
@Justsaying
Danke schön, das war mir tatsächlich entgangen.
Da gebe ich dir Recht, das dürfte auch eine Rolle gespielt haben bei der Entscheidung die Öffentlichkeit auszuschließen.
Zitat von LanzaLanza schrieb:Anscheinend ist es sinnvoll, dass Mutter und Kind Kontakt haben
Die Mutter und die Großeltern waren die meiste Zeit im Leben dieses Kindes die einzigen Bezugspersonen, die es überhaupt kannte.
Natürlich versucht man den Kontakt zu ermöglichen.


2x zitiertmelden

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

10.02.2026 um 00:20
Zitat von mousquetairemousquetaire schrieb:es sind immer noch Menschen und niemand hat es verdient von Zeitungen/anderen Medien öffentlich zerrissen zu werden. Neutrale Berichterstattung wäre auch gegangen, man kann es vergleichen mit einer Doku über geschichtliche Ereignisse. Da wird auch neutral über ernste Themen gesprochen ohne etwas zu verharmlosen.
Die Berichterstattung in den seriöseren Medien sind eigentlich i.d.R. ok, nach meinem Empfinden.
Aber wenn dann das Umfeld und Zeugen in Plauderlaune geraet und sich der yellow press und den Social Media Kanälen öffnen - dann wird es schlimm.

Gerade erst im Fall Fabian / Guestrow gesehen, und da war die TV gerade in U-Haft gekommen und die Anklage noch weit....


melden

Achtjährige war jahrelang in Attendorn eingesperrt

10.02.2026 um 00:27
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Die Mutter und die Großeltern waren die meiste Zeit im Leben dieses Kindes die einzigen Bezugspersonen, die es überhaupt kannte.
Fuer mich ist es unvorstellbar, dass man das Kind ueber Jahre so 'gehalten' hat.
Sehenden Auges, dass sich das Kind unter diesen Umstaenden nicht normal entwickelt.
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Natürlich versucht man den Kontakt zu ermöglichen.
Stimmt auch mal wieder.
Dann ist es auch im Interesse des Kindes, wenn die Familienverhaeltnisse nicht durch die Presse gehen.


1x zitiertmelden