Philipp54 schrieb:Ich baue darauf, dass mit der kaum zu begreifenden "Präsentation" der Knochen und Kleidungsstücke der entscheidende Fehler vom Täters begangen wurde.
Das ist für mich auch das große Rätsel! Frankreich ist ja fast flächendeckend videoüberwacht. Die Autobahnen sind privat und man wird über die Mautstationen erfasst, und sonst hängt an jeder Ecke eine Kamera.
anthe schrieb:Ich traue es einer ortsfremden Person nicht zu, Emiles Körper so schnell unauffindbar weggeschafft zu haben an einen Ort, wo ihn monatelang niemand suchte, nur um ihn dann kurz nach der mise en situation in Ortsnähe wieder auftauchen zu lassen.
Den Körper wegzuschaffen, dürfte kein Problem sein, aber ihn dann wieder auftauchen zu lassen, bedarf einer Ortskenntnisse (insbesondere im Hinblick auf Kameras), die ein Fremder nicht hat.
LillyLego schrieb:Ich vermute, er ist erst ein Stück mit Emile gefahren und hat dann für die Fesselung angehalten.
Das ist für mich die einzige akzeptable Erklärung für die Schnürsenkel, denn ein Kind, das schnell ins kühlende Wasser eintauchen will, macht sich doch nicht die Mühe, die Schnürsenkel aus den Stiefeln auszufädeln. Das muss schnell gehen. Knoten auf und fertig.
Tritonus schrieb:Ich kann mir noch nicht mal theoretisch vorstellen, wer da was aus welchem Grund bezweckt hat.
Zum Glück kannst Du das nicht, denn wer kann sich schon in solcherlei Beweggründe eindenken?
Erst sechzehn Monate später fand ein Jäger – nur 600 Meter vom Elternhaus des Jungen entfernt – die Unterhose, eine Socke, den Trainingsanzug und den Anorak des Dreijährigen, berichtet die französische Zeitung "La Provence". Demnach sei der Gummizug der Jogginghose von einem spitzen Gegenstand zerschnitten worden, der Reißverschluss des Anoraks defekt.
Ermittler gingen laut dem Medienbericht davon aus, dass die Kleidungsstücke erst nach der Durchsuchung des Waldstückes dort abgelegt wurden – etwa von der Person, die Yannis möglicherweise entführt hatte. Diese aber ist bis heute unbekannt. Eine DNA-Analyse brachte keine Ergebnisse. Auch Blutspuren konnten nicht gefunden werden.
Was muss in dem Gehirn von jemanden vorgehen, die Kleidung von Yannis Moré geradezu triumphal in der Nähe des Elternhauses abzulegen? Ich bin froh, dass ich sowas nicht verstehe.