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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

8.342 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Kind, Frankreich ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

02.03.2026 um 17:45
Zitat von MickelangeloMickelangelo schrieb:Was ist mit dem Wunsch danach, daß die Suche endlich beendet wird und wieder Ruhe im Dorf einkehrt?
Vor allem scheint mir der Täter auch gehofft zu haben, daß danach von einem Verlaufen Emile’s und verdursten oder Unfall ausgegangen würde.

Ich bin mir sehr sicher, daß es eine Person aus dem Dorf war, bzw. jemand der dort ein Ferienanwesen hat, denn für eine fremde Person wäre es schwierig gewesen, die Aufbewahrung, Umlagerung und dann wieder Auslegen der Knochen und Kleider zu bewerkstelligen, ohne daß er dabei gesehen wird und man sich wundert, was der dort macht.
Genauso sehe ich das auch. An Schadenfreude wie @AlteTante schrieb mag ich überhaupt nicht glauben. Ich glaube das Emile das Dorf nie verlassen hat, oder nicht sehr weit weg. Weil der Täter gar nicht mehr die Möglichkeit hatte Emile weiter wegzubringen mMn oder sich das nicht mehr traute. Erst als es vielleicht wieder brenzlig wurde, das Versteck evtl. nicht mehr sicher war wurde er weggebracht. Ein Fremder wäre mit Emile weggefahren, und man hätte ihn nie mehr in der Umgebung dort gefunden.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

02.03.2026 um 17:52
Zitat von RetsiemfohRetsiemfoh schrieb:Ein Fremder wäre mit Emile weggefahren, und man hätte ihn nie mehr in der Umgebung dort gefunden.
Sehe ich genau so. Alles andere macht nicht wirklich Sinn. (Wobei ein Mord natürlich nie Sinn macht, schon gar nicht an einem kleinen Kind. Aber ich meine das einfach auf die Handlungsabläufe bezogen.)


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

02.03.2026 um 18:10
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:
Zitat von Selma1898Selma1898 schrieb:Was bringt einen Täter dazu, die Leiche wieder in die Nähe zu verbringen, wo sie leicht gefunden werden kann?
Er hätte sie ja auch weit weg entsorgen können.
Sadistische Schadenfreude, die sich am Leid der Angehörigen weidet, evtl. sogar nur über die Medien?
Das sehe ich auch so. Jemand weidet sich am Leid der Angehörigen, und entmenschlicht gleichzeitig das Opfer. Widerlich ist das!
Zitat von MickelangeloMickelangelo schrieb:Was ist mit dem Wunsch danach, daß die Suche endlich beendet wird und wieder Ruhe im Dorf einkehrt?
Vor allem scheint mir der Täter auch gehofft zu haben, daß danach von einem Verlaufen Emile’s und verdursten oder Unfall ausgegangen würde.
Ohne Klärung des Falls wird nie wieder Ruhe im Dorf einkehren. Wie denn auch? Solch ein ungeklärter Mordfall liegt wie ein schwarzes Tuch über dem Dorf. Da ist nichts mehr, wie es war.

Für den Täter wäre es vorteilhafter, wenn die Leiche oder Leichenteile gar nicht gefunden worden wäre. Außerdem wurde die Leiche bis dahin nicht gefunden. War für einen Täter damit zu rechnen, dass sie nun plötzlich gefunden wird, oder trifft @Selma1898 Mutmaßung zu, dass der Ablageort wieder frequentiert wurde, und die sterblichen Überreste weg mussten? Meiner Meinung nach hätte es für jeden Menschen, der einigermaßen klar bei Verstand ist, geeignetere Optionen gegeben, als die von ihm gewählten Ablageorte. Deswegen kann ich den Gedanken an eine von sadistischen Gedanken geprägte Inszenierung mit dem Schädel als Trophäe nicht verscheuchen.
Zitat von RetsiemfohRetsiemfoh schrieb:Ein Fremder wäre mit Emile weggefahren, und man hätte ihn nie mehr in der Umgebung dort gefunden.
Das sehe ich auch so.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

02.03.2026 um 23:14
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:
Zitat von RetsiemfohRetsiemfoh schrieb:Ein Fremder wäre mit Emile weggefahren, und man hätte ihn nie mehr in der Umgebung dort gefunden.
Das sehe ich auch so.
Wobei ein Fremder damit aber zumindest indirekt auch einen Rückschluss auf sich gegeben hätte, nämlich z.B. dass er dort fremd oder nur auf Urlaub war.

Mal rein hypothetisch, es wäre ein Tourist gewesen, er hätte doch am besten daran getan, den Verdacht zurück auf den Weiler oder direkt auf die Familie zu lenken, vor allem, wenn er geahnt hätte, dass sein Auto auf dem Videomaterial einer Mautstation oder Tankstelle auftaucht (ähnlich wie im Fall der kleinen Maelys). Er hätte ihn auch nicht über alle Mautstellen und Autobahnen mit sich führen können, man stelle sich mal vor, er wäre in eine Verkehrskontrolle gekommen?

Was ich mich manchmal auch schon gefragt habe, ist, was, wenn Emile nur Zufallsopfer war, was wenn es gar nicht um die Familie oder den kleinen Emile ging, was wenn jemand bewusst dem Weiler schaden wollte? Jemand der vielleicht noch von dem Germanwings Absturz unter einem Trauma stand?


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

02.03.2026 um 23:29
Zitat von RetsiemfohRetsiemfoh schrieb:Ich glaube das Emile das Dorf nie verlassen hat, oder nicht sehr weit weg. Weil der Täter gar nicht mehr die Möglichkeit hatte Emile weiter wegzubringen mMn oder sich das nicht mehr traute. Erst als es vielleicht wieder brenzlig wurde, das Versteck evtl. nicht mehr sicher war wurde er weggebracht. Ein Fremder wäre mit Emile weggefahren, und man hätte ihn nie mehr in der Umgebung dort gefunden.
Davon gehe ich auch aus. Der Ort ist extrem abgelegen, man kommt nur mit eigenem PKW hin und wieder weg, es gibt kaum eine nennenswerte touristische Infrastruktur.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

03.03.2026 um 07:22
Zitat von MickelangeloMickelangelo schrieb:für eine fremde Person wäre es schwierig gewesen, die Aufbewahrung, Umlagerung und dann wieder Auslegen der Knochen und Kleider zu bewerkstelligen, ohne daß er dabei gesehen wird und man sich wundert, was der dort macht.
Die Leiche muss ja nicht vor Ort gelagert worden sein, sondern kann viele Kilometer entfernt gewesen sein und erst zum Zeitpunkt/wegen der Nachstellung der Situation zurückgebracht worden sein. Es hätte gereicht, wenn der Mörder den Fundort hinreichend genau gekannt hätte. Dazu hätte ein einziger Urlaub samt größerem Spaziergang vor Ort ausreichen können. Wenn der Täter sofort nach Ablage wieder verschwand, wäre er auch sofort wieder vom Radar verschwunden.
Zitat von MickelangeloMickelangelo schrieb:Das hätte ja ein super Zufall sein müssen, daß der just in dem Moment in diesem abgelegenen Bergdorf auftaucht, wo Emile seinen Großeltern entwischt.
Emile wäre nicht das erste Kind gewesen, das in einem extrem kurzem Zeitfenster quasi vor der Haustür abgegriffen worden wäre. Und sofern der Täter es nicht explizit auf dieses Kind abgesehen hatte, wäre der Zufall von Täterseite her nicht ausgesprochen groß gewesen.

Würde natürlich trotzdem die Frage bleiben, ob wirklich jemand durch fremde, sehr kleine Ortschaften fahren würde, nur in der Hoffnung, dass er dort ein Kleinkind aufgabeln könnte, das einen Moment lang unbeobachtet ist.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

03.03.2026 um 16:09
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:Emile wäre nicht das erste Kind gewesen, das in einem extrem kurzem Zeitfenster quasi vor der Haustür abgegriffen worden wäre. Und sofern der Täter es nicht explizit auf dieses Kind abgesehen hatte, wäre der Zufall von Täterseite her nicht ausgesprochen groß gewesen.

Würde natürlich trotzdem die Frage bleiben, ob wirklich jemand durch fremde, sehr kleine Ortschaften fahren würde, nur in der Hoffnung, dass er dort ein Kleinkind aufgabeln könnte, das einen Moment lang unbeobachtet ist.
Oh ja, ich bestreite nicht, daß Kinder auf diese Art verschwinden. Ich meinte nur, daß es in diesem Ort ein großer Zufall hätte sein müssen, da es ja nicht mal eine Durchgangsstraße ist. Da hätte so ein fremder Zufallstäter erst mal in dieses abgelegene Dorf geraten müssen und dann genau in dem Moment wäre Émile die Dorfstraße runter gekommen und der Täter hätte ihn kurzentschlossen ins Auto gepackt und dann gerade auch kein Mensch in Sicht, der das bemerkt hätte.
Oder wenn er schon früher mal als Tourist dort war, hätte er auch gewußt, wie dort die Gegebenheiten sind. Es ist ja wirklich kein sehr praktischer Ort, um ein Kind zu entführen.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

03.03.2026 um 18:28
Zitat von MickelangeloMickelangelo schrieb:Es ist ja wirklich kein sehr praktischer Ort, um ein Kind zu entführen.
Das stimmt. Zumal es ja überall kleine Kinder gibt. Eine mehr oder weniger anonyme Großstadt wäre dafür sicher besser geeignet.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

06.03.2026 um 01:44
Die DNA -Tests haben bereits begonnen. Und zwar in den vergangenen 2 Tagen.
Wie Bfmtv berichtet, war ein damaliger Hausnachbar von Emiles Großeltern bereit darüber zu sprechen.
Robert [nicht sein richtiger Name] war am 8. Juli 2023, dem Tag von Emiles Verschwinden, in Haut-Vernet anwesend. Er lebte vier Jahre in Haut-Vernet, bevor er umzog; er war einer der Nachbarn von Emiles Großeltern.

Im Gespräch mit BFMTV erklärte er sich bereit, kurz nachdem die Gendarmen zu ihm nach Hause gegangen waren, um seine DNA zu entnehmen, zu sprechen.
Der ehemalige Bewohner von Haut-Vernet wurde von den Behörden besucht, da er kein Fahrzeug hat, um zur Gendarmerie zu fahren. "Es waren zwei von ihnen. Sie haben eine DNA-Probe mit dem großen Wattestäbchen in meinem Mund genommen und meine 10 Fingerabdrücke genommen", sagt er.
Dieser Besuch war besonders kurz und beinhaltete keine Organisation eines weiteren Verhörs.

"Es hat fünf Minuten gedauert, und sie sind gegangen. Sie haben mir keine Fragen gestellt", fügt Robert hinzu.
Der Mann war einige Tage zuvor telefonisch von der Gendarmerie von Marseille informiert worden. Der Ansatz scheint ihm notwendig zu sein. "Ich denke, das ist eine gute Sache", sagt er, obwohl er zugibt, dass es "vielleicht ein wenig spät im Vergleich zum Verschwinden des Kleinen" ist.
Am Tag des Verschwindens des kleinen Emile lebte Robert noch in der Commune (Haut-Vernet) und stellt sich daher als relevante Person dar, die im Rahmen der Ermittlungen angefragt werden sollte.

"Ich war Nachbar seiner Großeltern. Ich habe den ganzen Tag zu Hause in Haut-Vernet verbracht", erinnert er sich.
Bevor er präzisierte, dass er "nichts sah" und das Paar nur sehr selten sah.

Nach diesem Treffen mit den Behörden wartet Robert weiterhin. Zunächst einmal die Ergebnisse, deren Veröffentlichungsdatum er nicht kennt, aber auch die Entwicklung der vor fast drei Jahren gestarteten Umfrage.
Diese Welle von DNA-Proben ist eine der letzten bedeutenden Operationen im Zusammenhang mit dem Verschwinden des kleinen Jungen am 8. Juli 2023.
BFM hat anscheinend zu den Ermittlungen einen sehr guten Draht. Was man an den letzten Jahren der Berichtserstattung gesehen hat.
Der letzte Satz gibt mir sehr zu denken. Wenn die weiteren Mittel gestrichen werden, die sich mittlerweile in die Region auf Millionen belaufen, wie geht es dann weiter? Wird Emile wirklich zum Cold Case?

https://www.bfmtv.com/bfm-dici/cela-a-pris-5-minutes-l-adn-d-un-ancien-habitant-du-haut-vernet-preleve-dans-le-cadre-de-l-enquete-sur-la-mort-d-emile_AN-202603050940.html


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

06.03.2026 um 16:10
@jeandArc
Danke für das Update. Die Anwälte wie auch Einwohner wundern sich ja, dass die DNA-Probenentnahme nicht schon viel früher erfolgt ist. Ich könnte mir aber vorstellen, dass da zunächst auch ganz große Hürden genommen werden mussten, sofern Urlauber z.B. aus einem anderen Land dabei wären.

Wie müsste man sich das vorstellen? Würde Frankreich dann z.B. im Nachbarland bei der dortigen Justiz eine offizielle Anfrage stellen müssen? Oder wo würde so
ein Ersuchen platziert? Da die Abgabe ja nicht freiwillig ist, glaube ich, dass sich die französischen Untersuchungsrichter auch nicht darauf einlassen würden, eine DNA-Entnahme durch ausländische Kollegen durchführen zu lassen, zu viel könnte dann falsch gemacht werden bis die Probe beim Labor in Bordeaux angekommen ist. Weiß das jemand, wie da der Ablauf ist, vielleicht @Philipp54, der das mit der Nicht-Freiwilligkeit der Abgabe erwähnt hatte?

Ob etwaige Urlauber dann für die Anreise zur Probenentnahme entschädigt werden? Vielleicht geht man auch von innen nach außen vor, man kann ja sicher ohnehin nicht alle Proben auf einmal analysieren, also vielleicht erst Haut Vernet, dann Vernet, dann Passanten und Wanderer, dann Touristen.

https://www.laprovence.com/article/region/3155526148964314/mort-du-petit-emile-la-campagne-massive-de-prelevements-d-adn-menera-t-elle-a-la-verite
Seit dem 3. März werden in Vernet Gentests an mehreren Dutzend Einwohnern sowie an Touristen und Passanten durchgeführt. „Dieser Schritt weckt große Hoffnungen“, sagte Isabelle Colombani, die Anwältin von Émiles Großvater mütterlicherseits, die die Zeitung „La Provence“ in ihrem Büro empfing, blieb aber hinsichtlich des Ergebnisses der Aktion vorsichtig.
Quelle:


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

09.03.2026 um 09:09
Zitat von LillyLegoLillyLego schrieb:Wie müsste man sich das vorstellen? Würde Frankreich dann z.B. im Nachbarland bei der dortigen Justiz eine offizielle Anfrage stellen müssen?
Ja, ein internationales Rechtshilfeersuchen würde folgen. Bei Verweigerung einer DNA- Abgabe geschieht mW nichts weiter, weder für einen Franzosen noch einen Nicht Franzosen in D. Wie andere Länder in der EU das händeln, weiss ich nicht.
Etwas anderes ist es, wenn sich ein Tatverdacht erhärtet und Derjenige zum Beschuldigten wird.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

09.03.2026 um 14:25
Zitat von Philipp54Philipp54 schrieb:Bei Verweigerung einer DNA- Abgabe geschieht mW nichts weiter
Schade, da hatte ich mir nach der vorangegangenen Aussage mehr erhofft
Zitat von Philipp54Philipp54 schrieb am 01.03.2026:Mit der gefundenen DNA eine Reihenuntersuchung anzuordnen ist der nmM sinnvollste Weg.
Anders als in D, ist die Teilnahme verpflichtend, zur Not durchsetzbar mit Geldstrafe oder auch Haft.
Dann bliebe also höchstens ein erhöhter Verdacht für die Verweigerer.

Vielleicht erklärt das dann auch den weiteren Antrag der Familienanwälte auf eine präzisere Auswertung der Mobilfunkdaten. Auch da war ich eigentlich davon ausgegangen, dass dies per Anacrim längst bis ins kleinste Detail geschehen wäre. Was, wenn noch nicht mal das, hätten die Ermittlungen sonst die fast vergangenen 3 Jahre denn untersuchen sollen?

Hoffentlich fällt es den Ermittlern nicht irgendwann auf die Füße, wenn man sich zu schnell auf die Familienangehörigen eingeschossen hätte und quasi bei allem anderen einen "blinden Fleck" gehabt hätte.

Zumindest kann man sagen, dass die DNA-Einholung der nunmehr ca. 100 relevanten Personen auch seitens der Justiz und nicht erst per Antrag der großelterlichen Anwälte seit Monaten geplant war. Warum? Weil sonst alles ausermittelt war? Weil man neue Erkenntnisse hatte? Wir wissen es nicht. Viele Infos werden nicht öffentlich, auch die DNA-Spur an den Stiefeln des Jungen dürfte schon länger vorgelegen, aber nicht öffentlich genacht worden sein. Ich hoffe, da gibt es noch mehr und all die jetzigen Untersuchungen sind kleine Puzzleteilchen, um zumindest eine Indizienkette zu schließen, sofern man mittlerweile einen Verdacht hätte.

https://www.midilibre.fr/2026/03/09/mort-demile-cela-nous-parait-important-cette-autre-piste-que-les-grands-parents-ont-souhaite-creuser-13262112.php
Anfang des Jahres starteten die Strafverfolgungsbehörden eine großangelegte DNA-Probenaktion gegen Einwohner von Haut-Vernet und Vernet sowie gegen Urlauber und Personen, die sich zum Zeitpunkt der Ereignisse in den Orten aufhielten. Laut der Zeitung „La Provence“ wurde ein weiterer Antrag auf zusätzliche Ermittlungen gestellt. Dabei geht es um Telefonaufzeichnungen, „um die Daten der Mobilfunkmasten genauer zu analysieren “, erklärt die Zeitung
„In einer ländlichen Gemeinde wie dieser ist die Grenzziehung in Vernet nicht so präzise wie in Großstädten. Es gibt Grauzonen, sogar weiße Bereiche, die zu Problemen führen können . Hinzu kommt, dass auf dem Land nicht alle Fahrzeuge mit einem Navigationssystem ausgestattet sind, was ebenfalls ein Problem darstellt. Und schließlich besitzt in dieser Gegend nicht jeder ein Mobiltelefon “, erklärt Isabelle Colombani, die Anwältin von Émiles Großvater
Quelle: siehe zuvor


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

09.03.2026 um 14:45
Hier nochmal eine Erläuterung aus einer KI-Abfrage (Quelle Gemini KI), wie Anacrim arbeitet und eine spannende Frage:

Könnte ein Täter Anacrim bewusst beeinflussen, wenn er fürchtete, dass er unter Verdacht wäre?

Dies würde auch an die Frage von @Suppengespenst anknüpfen, ob Manipulationen möglich wären?
Zitat von SuppengespenstSuppengespenst schrieb am 28.02.2026:Könnte die DNA auch vom Täter plaziert worden sein?
Also dass es nicht seine eigene DNA ust, sondern die eines anderen?
Nun zu Anacrim:
Anacrim (Analyse Criminelle) ist eine spezialisierte Kriminalanalyse-Software, die vor allem von der französischen Gendarmerie nationale verwendet wird, um komplexe strafrechtliche Ermittlungen zu unterstützen. Das Programm dient dazu, riesige Mengen an Daten aus Akten, Zeugenaussagen und Telefonprotokollen zu strukturieren, zu verknüpfen und zu visualisieren, um verborgene Verbindungen aufzudecken.

Hier sind die Hauptfunktionen von Anacrim:
Verknüpfung von Daten: Anacrim verbindet Informationen über Personen, Orte und Ereignisse, um zu zeigen, wer wen wann getroffen hat.
Chronologie-Erstellung: Das System erstellt detaillierte Zeitachsen (Chronologien), um zeitliche Inkonsistenzen in Aussagen aufzudecken.
Beziehungsgeflechte (Schéma relationnel): Es erstellt Visualisierungen von sozialen Netzwerken, was besonders hilfreich ist, um Verbindungen in kriminellen Organisationen oder bei vielen Beteiligten zu verstehen.
Cold Case Bearbeitung: Anacrim ist bekannt für seine Rolle bei der Wiederaufnahme ungeklärter Fälle ("Cold Cases"), wie beispielsweise im Fall des kleinen Grégory oder bei der Überführung des Serienmörders Patrice Allègre.
Unterstützung komplexer Verfahren: Die Software hilft Ermittlern, den Überblick zu behalten, indem sie alle vor Ort gesammelten Informationen zentralisiert und keine Hypothese unberücksichtigt lässt.

Anacrim basiert technisch oft auf IBM i2 Analyst's Notebook, einer weltweit verbreiteten Lösung für Ermittlungsbehörden. Es ist ein Werkzeug, das die methodische Strenge der Analyse mit der Spürnase des Ermittlers verbindet.
Quelle: Gemini KI


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

10.03.2026 um 21:10
Zitat von LillyLegoLillyLego schrieb:Dann bliebe also höchstens ein erhöhter Verdacht für die Verweigerer.
Ich hoffe, das war nicht missverständlich. Es beträfe die Verweigerer, die sich in D aufhalten.
Das wird kaum Jemand sein und Die kriegen die Kripo im Rücken nicht mehr los.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

10.03.2026 um 21:42
Zitat von Philipp54Philipp54 schrieb:Ich hoffe, das war nicht missverständlich
Doch, leider 😂 Verstehe es jetzt nach deiner Erläuterung sogar noch weniger...
Zitat von Philipp54Philipp54 schrieb:Es beträfe die Verweigerer, die sich in D aufhalten.
Verweigerer kann es doch überall geben, in Frankreich oder jedem x-beliebigen Urlaubsland, denn es scheinen ja Proben auch von Urlaubern genommen werden und das müssen ja nicht ausschließlich inner-französische sein
Zitat von Philipp54Philipp54 schrieb:Das wird kaum Jemand sein und Die kriegen die Kripo im Rücken nicht mehr los.
Wer kriegt die Kripo im Rücken nicht mehr los?

Du meintest, Franzosen dürfen die DNA-Abgabe nicht verweigern, andere Länder, wie z.B Deutschland schon? War das so gemeint?


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

10.03.2026 um 21:45
Hier ein aktueller Artikel aus Midi Libre:

https://www.midilibre.fr/2026/03/09/mort-demile-cela-nous-parait-important-cette-autre-piste-que-les-grands-parents-ont-souhaite-creuser-13262112.php

Die Telefondaten scheinen für die Familie von besonderem Interesse zu sein.
Celle-ci concerne la téléphonie "avec la volonté d’analyser davantage encore les relevés des bornages", détaille le quotidien.
Quelle: s.o.

Ich bin zugegebenermaßen vollkommen ahnungslos, was das anbelangt. Vielleicht kann jemand einspringen, der meine laienhafte Darstellung korrigiert oder in ein halbwegs verständliches Deutsch bringt.
"Dans une commune rurale comme celle-ci, le bornage n’a pas la même précision au Vernet que dans de grandes villes. Il y a des zones grises, voire des zones blanches avec des problèmes qui peuvent intervenir. De plus, en campagne, les véhicules ne sont pas tous équipés d’un système GPS et ça aussi, ça pose un problème. Enfin, dans ce type de territoire, les personnes n’ont pas toutes un téléphone portable sur elles", explique Me Isabelle Colombani, avocate du grand-père d’Émile.
Quelle: s.o.

„In einer ländlichen Gemeinde wie in Vernet sind die Grenzen nicht so präzise wie in Großstädten. Es gibt Grauzonen, sogar weiße Zonen, in denen Probleme auftreten können. Außerdem sind auf dem Land nicht alle Fahrzeuge mit einem GPS-System ausgestattet, und das stellt auch ein Problem dar. Schließlich haben in solchen Gebieten nicht alle Menschen ein Mobiltelefon dabei“, erklärt Frau Isabelle Colombani, die Anwältin des Großvaters von Emile.


und weiter im Text:

Es gibt Menschen, die angaben, dass sie sich an diesem und jenem Ort, an diesem und jenem Tag, zu dieser und jener Zeit befanden, aber uns wurde klar, dass es auch notwendig war, diese Angaben mit deren Mobiltelefon zu vergleichen. Es erscheint uns wichtig, die von solchen Fällen betroffenen Menschen zu befragen und ihren Zeitplan zu überprüfen“, sagte die Anwältin.


Ich bin bislang davon ausgegangen, dass ein solcher Abgleich der Zeugenvernehmungen und deren Telefondaten stattgefunden hat, aber ich habe ja auch keinen Zugang zu der Akte. Ganz offensichtlich ist das nicht der Fall.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

10.03.2026 um 21:59
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Ich bin bislang davon ausgegangen, dass ein solcher Abgleich der Zeugenvernehmungen und deren Telefondaten stattgefunden hat
@JamesRockford
Das fand ich ja auch schon komisch und habe ich einige Beiträge davor angemerkt. Das MUSS doch logischerweise geprüft sein, das ist doch das A und O jeder Polizeiarbeit, dass die Alibis geprüft werden. Sonst könnte ja jeder sagen..."ich war nicht da, ich war im Nachbarort tanken oder im Schwimmbad".

Einen genauen Reim kann ich mir darauf auch nicht machen. Bei Fahrzeugen ohne GPS denke ich z.B. vielleicht an den Verdacht gegen den Jungbauern und somit an ein Fahrzeug wie einen Traktor. Das mit den unklaren Zonen bedeutet vielleicht, dass man die Mobilfunkabdeckung nicht so eindeutig klären kann, wie in einem innerstädtischen Ballungsgebiet. Es wird die Frage sein, welcher Mast sendet seine Funkwellen bis wohin und könnte jemand behaupten, dass er außerhalb des Funkradius war und daher von ihm keine Probe genommen werden darf oder wäre zwingend eine zu nehmen, wenn er innerhalb des Funkradius wäre, das Handy sich aber trotzdem aufgrund schlechter Abdeckung nicht eingewählt hätte? Man kennt das ja selbst, T-Mobile oder Vodafone hatten oft ganz gute Anbindungen und Netzabdeckung während z.B O2 da oft hinterher hinkte.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

10.03.2026 um 22:14
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Vielleicht kann jemand einspringen, der meine laienhafte Darstellung korrigiert oder in ein halbwegs verständliches Deutsch bringt.
"Dans une commune rurale comme celle-ci, le bornage n’a pas la même précision au Vernet que dans de grandes villes.
Mit Bornage ist hier die Verbindung eines Mobiltelefons mit Funkmasten gemeint, anhand der eine mehr oder weniger genaue Standortbestimmung des verbundenen Geräts vorgenommen werden kann.
Je ländlicher, ergo je weiter die Funkmasten auseinander liegen, desto ungenauer wird die Geolokalisation.
Zones blanches: Bereiche ohne Netzabdeckung
Zones grises: Bereiche mit schlechter/schwacher Netzabdeckung (meist nur durch einen Anbieter gewährleistet, Telefonie möglich, aber kein mobiles Internet).


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10.03.2026 um 22:33
Zitat von antheanthe schrieb:Mit Bornage ist hier die Verbindung eines Mobiltelefons mit Funkmasten gemeint, anhand der eine mehr oder weniger genaue Standortbestimmung des verbundenen Geräts vorgenommen werden kann.
Je ländlicher, ergo je weiter die Funkmasten auseinander liegen, desto ungenauer wird die Geolokalisation.
Zones blanches: Bereiche ohne Netzabdeckung
Zones grises: Bereiche mit schlechter/schwacher Netzabdeckung (meist nur durch einen Anbieter gewährleistet, Telefonie möglich, aber kein mobiles Internet).
Danke für die Aufklärung meiner stümperhaften Darstellung. Jetzt habe sogar ich es verstanden 😂

Das bedeutet, dass eine Zone blanche ein so-genanntes Funkloch ist, und eine zone gris das ist, was man im Gebirge immer wieder erlebt, nämlich, dass man selbst kein Netz hat, weil man den "falschen" Anbieter hat?

Wenn ich jetzt (auf ein deutsches System transponiert) einen Vertrag mit Vodafone habe, werde ich in Gegenden, die nur von beispielsweise 02 abgedeckt werden, gar nicht registriert? Das würde dann bedeuten, dass man alle umliegenden Gegenden, die von Vodafone abgedeckt werden, ebenfalls überprüfen müsste?
Zitat von LillyLegoLillyLego schrieb:Bei Fahrzeugen ohne GPS denke ich z.B. vielleicht an den Verdacht gegen den Jungbauern und somit an ein Fahrzeug wie einen Traktor.
Durchaus möglich. Ich könnte mir vorstellen, dass Traktoren nicht mit GPS ausgestattet sind. Aber in strukturschwachen Gegenden wird es das ein oder andere alte Fahrzeug geben, welches ebenfalls nicht mit GPS bedacht wurde.

Ich bin nur sehr überrascht, dass diese ganzen Überlegungen offenbar auf der Grundlage der Ermittlungsakte nicht gemacht wurden. Der französischen Polizei habe ich ja immer die Stange gehalten und sie über den grünen Klee gelobt.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

10.03.2026 um 22:33
@anthe
Gute Erklärung, danke.

Auf der Suche nach dem Begriff "bornage" bin ich auch nochmal auf einen älteren Artikel aus 2023 gestoßen. Wahrscheinlich geht es aber jetzt darum, dass das Funkgebiet erweitert wurde, da mit Veröffentlichung der DNA-Probenentnahme ja nun auch Le Vernet ins Spiel kam, zuvor war alles eher auf den Weiler Le Haut Vernet begrenzt.

https://www.ladepeche.fr/2023/07/11/disparition-demile-que-peut-reveler-letude-du-reseau-telephonique-a-vernet-11334824.php
Nachdem die Suchtrupps um das Dorf Le Vernet abgebrochen und das Gebiet um den Weiler Haut-Vernet zum Schutzgebiet erklärt wurden, berichtet BFMTV , dass in der Region Alpes-de-Haute-Provence ein Strategiewechsel stattfindet.

Die Ermittler konzentrieren sich nun offenbar auf die Telefonaufzeichnungen der Dorfbewohner. Ziel ist es, herauszufinden, wer sich zum Zeitpunkt des Verschwindens des zweijährigen Émile in der Gegend um Haut-Vernet aufhielt.
Quelle:


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