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Zwei Säuglinge ermordet - Dortmund u. Krefeld

144 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Baby, Dortmund, Ermordet ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Zwei Säuglinge ermordet - Dortmund u. Krefeld

09.06.2026 um 21:42
Dass der Anzug in der DDR produziert wurde, halte ich für absolut möglich.
Dass in der DDR Kleidung mit Etiketten in niederländischer und französischer Sprache verkauft wurden, glaube ich hingegen eher nicht.

Insofern wäre für mich dieser Strampelanzug mit einiger Wahrscheinlichkeit bei C&A oder einem anderen Billiglabel im Westen erworben worden und unabhängig davon, ob der Käufer eine DDR-Vergangenheit hat oder nicht.

Wäre dann leider eher kein großer Erkenntnisgewinn.


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Zwei Säuglinge ermordet - Dortmund u. Krefeld

09.06.2026 um 21:59
Du @Mehlfens hast super recherchiert!
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Er meinte aber auch, dass es manche Produkte gab (aber nur wenige) die dann ohne die C&A-Etiketten auch in der DDR verkauft wurden.
Das ist vollkommen richtig @brigittsche!

Alle Artikel in Q-Qualität waren für das Ausland bestimmt, speziell für das nichtsozialistische Wirtschaftsgebiet und dementsprechend mit Etiketten C&A, Privileg... versehen. Der Rest in (minderwertiger) Qualität 1 und 2 war dann für den Verkauf an die DDR-Bevölkerung, ohne eingenähtes Etikett. Diese Artikel hatten bspw. einen kleinen Webfehler oder bei Porzellan Fehler in der Glasur.
Von den Erzeugnissen, die mit dem Gütezeichen für ausgezeichnete Qualität versehen worden sind, waren häufig größere Chargen für den Export in das nichtsozialistische Wirtschaftsgebiet und hier vor allem in die Bundesrepublik Deutschland vorgesehen.
Quelle:
Wikipedia: Gütezeichen (DDR)
Laut offiziellen Zahlen, die die DDR veröffentlichte, gingen 30 Prozent ihres gesamten Außenhandels nach Westdeutschland. Berücksichtigt man Informationen westdeutscher Firmen, so betrug der Export wohl sogar 50 Prozent. Während in der DDR immer mehr Beschwerden über Mängel an den eigenen Erzeugnissen laut wurden, stimmte die Qualität bei den Produkten, die ins Nachbarland verschickt wurden.
Insgesamt bezogen wohl 6.000 westdeutsche Firmen ihre Produkte aus dem Osten. Darunter Salamander, Schiesser, Adidas und Bosch. Auch der Beiersdorfer Verkaufschlager, die "Nivea Creme", wurde in der DDR hergestellt.
Quelle:
https://www.mdr.de/geschichte/ddr/kalter-krieg/versandhandel-quelle-west-und-ost-ddr-produkte-katalog-100.html


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Zwei Säuglinge ermordet - Dortmund u. Krefeld

10.06.2026 um 17:21
Es wurde ja schon viel über die Schrift gesagt. Mein erster Gedanke zu der Schrift war, dass es sich um eine Person aus Osteuropa handeln könnte. Ich kenne diese Schrift, die man hierzulande vor allem von älteren Menschen kennt, auch von jüngeren Menschen aus Russland, Ukraine, etc.
Aber die Polizei scheint sich ja mit der Muttersprachlerin sicher zu sein.


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Zwei Säuglinge ermordet - Dortmund u. Krefeld

10.06.2026 um 20:01
Die Seite vom BKA wurde heute (10.06.2026) nochmals aktualisiert. Plötzlich wird als Schriftprobe nur noch ein Wort veröffentlicht!


Bild 6-1

Warum zeigt man nicht mal ein Originalblatt mit schwarzen Linien und blauer Seitenzahl? 🤔 Was wurde überhaupt in so einem Geschäftsbuch notiert?
Es handelt sich bei dem Papier um eine herausgerissene Seite aus einem Geschäftsbuch mit schwarzen Linien und einer blauen Seitenzahl oben rechts. Ermittlungen ergaben, dass diese Bücher vermutlich in der Deutschen Demokratischen Republik oder Osteuropa hergestellt worden sind. Aus Kostengründen wurde dieser Druck in Europa ab circa 1990 eingestellt. Geschäftsbücher wurden im Jahr 2005 nur noch selten gekauft, meistens aus Traditionsgründen durch ältere Geschäftsinhaber.
Quelle:
https://www.bka.de/DE/IhreSicherheit/Fahndungen/Personen/UnbekannteTote/S%C3%A4uglingsleiche_Dortmund/Sachverhalt_Dortmund.html?nn=26874#fahndungsgalerie272426



Zitat von EdnaEdna schrieb:Mein erster Gedanke zu der Schrift war, dass es sich um eine Person aus Osteuropa handeln könnte. Ich kenne diese Schrift, die man hierzulande vor allem von älteren Menschen kennt, auch von jüngeren Menschen aus Russland, Ukraine, etc.
Ich habe etwa im gleichen Zeitraum wie die Mutter der zwei Säuglinge mein Kind geboren. Die Mutter ist mMn um 1980 rum geboren und dementsprechend in der DDR zur Schule gegangen. Die Handschrift ist von keiner älteren Frau, auch von keiner Nicht-Biodeutschen Frau. Ich kann bestätigen, dass ich mehrere Bekannte (Deutsche) habe mit einer ähnlich ausgeprägten Handschrift.


Ich glaube es ist wie mit der Suche nach der Nadel im Heuhaufen, es wird nicht gelingen.





Nur mal als Beispiel, der Mord an dem 7- jährigen Lars Bense aus Halle/Neustadt im Jahre 1981, bekannt auch als "Kreuzworträtselmord". Da wurden von allen Einwohnern des Wohngebietes Schriftproben eingesammelt und es wurde 9 Monate mit einem riesigen personellen Aufwand ausgewertet.
Insgesamt wurden 551.198 Schriftproben ausgewertet.
Quelle:
Wikipedia: Kreuzworträtselmord


Die KI könnte es sicher heute in wenigen Stunden schaffen, aber wer nimmt heutzutage noch an Gewinnspielen teil und füllt Kreuzworträtsel aus?


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Zwei Säuglinge ermordet - Dortmund u. Krefeld

10.06.2026 um 20:45
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Was wurde überhaupt in so einem Geschäftsbuch notiert?
Die Buchhaltung, vor dem Aufkommen der Computer. Also z. B. das "Journal"

Wikipedia: Buchführung#Journal (Grundbuch)

Deshalb hatten diese Bücher eingedruckte Seitenzahlen, damit man da nicht einfach Seiten herausreißen konnte wenn man betrügen wollte.

Das muss aber natürlich nicht heißen, dass die Frau das Buch aus irgendeinem alten Betrieb hat. Im Prinzip kann man so ein Buch ja für alles mögliche verwenden. Also z. B. auch Adresse und Telefonnummern reinschreiben oder Kochrezepte.

Und vermutlich haben auch viele Leute solche Bücher für alles mögliche gekauft. Vielleicht sogar erst nach der Wende, als dann überall die Buchhaltung auf EDV umgestellt wurde und man die Dinger billig ausverkauft hat.


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Zwei Säuglinge ermordet - Dortmund u. Krefeld

10.06.2026 um 22:59
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Plötzlich wird als Schriftprobe nur noch ein Wort veröffentlicht!
Wenn Du auf das Bild tippst, sieht es so aus:


Bild 6

Quelle: https://www.bka.de/DE/IhreSicherheit/Fahndungen/Personen/UnbekannteTote/S%C3%A4uglingsleiche_Dortmund/Sachverhalt_Dortmund.html?nn=26874#fahndungsgalerie272426

Offensichtlich wurde dann die "Zeile" ziemlich zusammen gefrankensteint. Da kann man nicht mal mehr sicher sein, dass überhaupt ein fortlaufender Satz gezeigt wird, und dann würde ich aktuell auch nicht die These beibehalten, dass das fehlerhafte Rechtschreibung ist.
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Die Handschrift ist von keiner älteren Frau, auch von keiner Nicht-Biodeutschen Frau. Ich kann bestätigen, dass ich mehrere Bekannte (Deutsche) habe mit einer ähnlich ausgeprägten Handschrift.
Das ist ein wertvoller Hinweis, leider macht es die Sache dann auch nicht leichter.


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Zwei Säuglinge ermordet - Dortmund u. Krefeld

11.06.2026 um 08:57
Ich habe mal einen Bericht über einen sehr ähnlichen Fall mit zwei von der Mutter getöteten Babys aus den USA gesehen. Leider weiß ich nicht mehr wo. Einer der damals ermittelten Polizisten kam auf die Idee, die DNA-Frakmente eines der Kind ( auch hier waren es zwei Babys, ebenfalls Geschwister) bei einer der großen Ahnenforschungswebseiten einzuschicken. Wenn man sich da anmeldet und seine DNA schickt, werten die das aus und es wird per Computerprogramm nach nahen Verwandten gesucht. In aller Regelmäßigkeit werden einen dann Verwandtschafts-Matches angezeigt. Ich bin selbst auf solch einer Seite angemeldet. In dem Fall jedenfalls gab es ein Match mit der DNA, die zu einem Mann führte, der recht eng mit dem Kind verwandt sein musste ( Er war der Cousin, 2. Grades soweit ich es erinnere). Die Polizei wandte sich an ihn und erklärte die Lage. Er sagte den Beamten, dass er eine Cousine habe, die mal schwanger wirkte und so konnte man die Frau fassen, die gleich gestand, als die Beamten bei ihr vor der Tür standen.
Ich vermute aber, dass das datenschutzrechtlich schwierig ist. Die Idee fand ich aber sehr interessant.


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Zwei Säuglinge ermordet - Dortmund u. Krefeld

11.06.2026 um 09:13
Zitat von Julie82Julie82 schrieb:Ich vermute aber, dass das datenschutzrechtlich schwierig ist. Die Idee fand ich aber sehr interessant.
U.a. der so genannte "Golden State Killer" konnte auf die von Dir beschriebene Weise per Abgleich in den DNA-Datenbanken eines Unternehmens ermittelt werden, das kommerzielle Ahnenforschung betreibt.
2020 erfuhren die Ermittler dann aus den Medien, dass in den USA nach 40 Jahren ein Serien-Mörder und -Vergewaltiger, der "Golden State Killer", mithilfe der DNA-Genealogie gefasst werden konnte. Recherchen in Datenbanken, in denen Familienforscherinnen und -forscher mithilfe ihrer DNA nach Verwandten und Vorfahren suchen, hatten auf seine Spur geführt.
Quelle: https://www.tagesschau.de/wissen/forschung/dna-ahnenforschung-polizeiermittlungen-100.html

In dem verlinkten Tagesschau-Artikel kann man einiges zum Thema lesen. Auch, wie die rechtliche Situation in Deutschland aussieht. Die Verwendung, Speicherung usw. von DNA ist in Deutschland streng reguliert. Selbst die Ermittlung bestimmter Merkmale anhand der DNA ist nicht erlaubt:
Ansonsten darf die Polizei anhand einer Tatort-DNA zwar Augen-, Haar- oder Hautfarbe ermitteln. Aber diese Analyse basiert auf einer Datenbank, die vor allem hellhäutige Europäer enthält. Rechtsmediziner würden gern auch die Herkunft ermitteln, um zu wissen, wie sicher sie Aussagen zum Aussehen treffen können. Die meisten Justizminister der Länder lehnen das allerdings ab. Die meisten Justizminister der Länder lehnen das allerdings ab. Kritiker befürchten das sogenannte "Racial Profiling", also eine Voreingenommenheit gegenüber bestimmten Ethnien.
Quelle: ebda.

Das dürfte auch erklären, warum wir z.B. nichts zum Phänotyp der Säuglinge oder zur mutmaßlichen Herkunft der biologischen Eltern erfahren.


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Zwei Säuglinge ermordet - Dortmund u. Krefeld

11.06.2026 um 12:38
Zitat von MehlfensMehlfens schrieb:Offensichtlich wurde dann die "Zeile" ziemlich zusammen gefrankensteint.
Man weiß jetzt nicht welche Variante original ist und ob das ein tatsächlich so im Brief stehender Satz ist oder ob einzelne Worte herausgesucht wurden weil man glaubt, dass diese besonders charakteristisch sind.

Dann wären die Worte schlecht ausgesucht weil sie andererseits wie ein Satz wirken, der aber genau nicht nach einer Muttersprachlerin klingt sondern wie die Ausdrucksweise einer Ausländerin. Während zugleich gesagt wird, man geht von einer Muttersprachlerin aus.

Ich hatte gestern schon mal laut darüber nachgedacht ob hier Fachleute oder Dilettanten ermitteln…


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Zwei Säuglinge ermordet - Dortmund u. Krefeld

11.06.2026 um 17:45
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Dann wären die Worte schlecht ausgesucht weil sie andererseits wie ein Satz wirken, der aber genau nicht nach einer Muttersprachlerin klingt sondern wie die Ausdrucksweise einer Ausländerin. Während zugleich gesagt wird, man geht von einer Muttersprachlerin aus.
Ich kann mir durchaus vorstellen, dass Ermittler erkennen, ob jemand vortäuscht keine Muttersprachlerin zu sein. Sprich: dass Hinweise existieren die darauf hindeuten, es mit einer Muttersprachlerin zu tun zu haben, auch wenn Sätze
Zitat von VolvicVolvic schrieb:wie die Ausdrucksweise einer Ausländerin
klingen. Hinweise könnten z.B. sein, dass im Text erkennbar komplexere Grammatik und Rechtschreibung denn im Beispielsatz gemeistert wird.
Vergleichbar: Profis können erkennen, ob jemand seine Handschrift verstellt, und ebenso, ob eine Unterschrift flüssig geschrieben oder abgemalt wurde.

Schon das Weglassen des Artikels und möglicherweise "Sie" und "sie" verwechseln, "wenn sie Brief erhalten", wirkt für mich z.B. sterotyp danach, zu simulieren, nicht Deutsch als Muttersprache zu sprechen.


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Zwei Säuglinge ermordet - Dortmund u. Krefeld

11.06.2026 um 18:05
Darum geht es doch gar nicht. In den letzten Posts ging es darum, dass aufgrund der neuen Abbildung beim BKA die Wörter des vermeintlich "ersten Satzes" aus einem der Briefe so umgruppiert wurden, dass man nicht einmal mehr weiß, ob es ein Satz war oder einfach nur eine Auswahl von Wörtern.

Wenn letzteres zutrifft, kann man daraus gar nichts mehr schließen - weder richtige noch falsche Rechtschreibung, und erst recht nicht, ob jemand mit vorgetäuscht falscher Rechtschreibung versucht, sich als Nicht-Muttersprachler zu tarnen.


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Zwei Säuglinge ermordet - Dortmund u. Krefeld

11.06.2026 um 18:21
Zitat von MehlfensMehlfens schrieb:Wenn letzteres zutrifft, kann man daraus gar nichts mehr schließen - weder richtige noch falsche Rechtschreibung, und erst recht nicht, ob jemand mit vorgetäuscht falscher Rechtschreibung versucht, sich als Nicht-Muttersprachler zu tarnen.
Wir nicht - die Ermittlungsbehörden aber wohl schon. Genau deshalb vertraue ich auf deren Kenntnisse mehr als das was uns hier in einem Forum möglich ist. Deshalb von mir auch nur ein "wirkt für mich", nicht "ich bin mir sicher", "klar erkennbar".


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Zwei Säuglinge ermordet - Dortmund u. Krefeld

11.06.2026 um 18:28
Die Außenkommunikation ist suboptimal. Ich stelle die Kompetenz der Ermittler nicht generell in Frage weil ich die nicht in Gänze beurteilen kann.

Aber es ist ungeschickt wenn man den Leuten sehr unspezifische Fragen stellt und kaum jemand erkennen kann, wer und was gemeint ist.

Wenn man sagt „Muttersprachlerin“ und dann kommt ein Beispiel, das genau anders wirkt, ist das halt sehr unglücklich…


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Zwei Säuglinge ermordet - Dortmund u. Krefeld

11.06.2026 um 22:22
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Die Außenkommunikation ist suboptimal. Ich stelle die Kompetenz der Ermittler nicht generell in Frage weil ich die nicht in Gänze beurteilen kann.

Aber es ist ungeschickt wenn man den Leuten sehr unspezifische Fragen stellt und kaum jemand erkennen kann, wer und was gemeint ist.
Die Polizei macht das ja, im Gegensatz zu uns, beruflich. Vermutlich wird sie mit Absicht so vorgehen.

Die Ermittler können nämlich dadurch, dass sie wenig über die Täterschaft preisgeben, eingehende Hinweise sehr gut auf Relevanz filtern. Die Schnittmenge der DNA der beiden getöteten Kinder lässt möglicherweise recht genaue Rückschlüsse auf das Erscheinungsbild der Mutter zu.

Man kann also bequem jeden Hinweis auf eine phänotypisch davon abweichende Frau erst einmal auf den zweiten Stapel legen.


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Zwei Säuglinge ermordet - Dortmund u. Krefeld

gestern um 03:08
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Die Ermittler können nämlich dadurch, dass sie wenig über die Täterschaft preisgeben, eingehende Hinweise sehr gut auf Relevanz filtern.
Sie fangen sich aber auch viele Hinweise ein, die gar nicht ins Suchraster passen - was die Hinweisgeber aber nicht wissen können weil es keine spezifischeren Infos darüber gibt, was man genau sucht.

Und zugleich könnten sich andere potentielle Hinweisgeber nicht melden weil sie der Polizei keine(n) Unschuldige(n) melden wollen. Leute, die schwanken ob ihre Beobachtungen überhaupt passen und dann dahin kippen, sich nicht zu melden.


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Zwei Säuglinge ermordet - Dortmund u. Krefeld

gestern um 06:34
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Leute, die schwanken ob ihre Beobachtungen überhaupt passen und dann dahin kippen, sich nicht zu melden.
Ja, das sehe ich genauso. Vielleicht ist aber auch der räumliche Bezug zu bestimmten Orten dann Ermutigung genug für potentielle Hinweisgeber- allerdings unter der Maßgabe, dass die Täterschaft tatsächlich im Bereich Dortmund-Krefeld-Viersen zu verorten ist, und nicht etwa von komplett woanders herstammt.

Durch den Zusammenhang der beiden Taten, und das Wesen der Taten überhaupt, werden die Fallanalytiker dahingehend vermutlich eine recht genaue Vorstellung haben.

Babykleidung, Rucksäcke, Handschrift - wenn jemand bei dem Fall an eine bestimmte Person denkt, kommt es vielleicht doch zum Hinweis.


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Zwei Säuglinge ermordet - Dortmund u. Krefeld

gestern um 11:41
Dortmund-Krefeld-Viersen sowie ein möglicher DDR-Bezug und 2 Schwangerschaften ohne Kinder sind schon sehr speziell.

Die Frage ist ob es Leute im Umfeld der Gesuchten gibt, die diese Bezüge kennen. Wenn es nur ein sehr kleines oder fast kein soziales Umfeld an den verschiedenen Orten gab/gibt und dieses nichts über die anderen Bezugsorte weiß, sieht womöglich niemand einen Zusammenhang…


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Zwei Säuglinge ermordet - Dortmund u. Krefeld

gestern um 13:17
Fund: 25. Dezember 1999 (Mädchen, Dortmund)
Wegwerfwindel
Blauer Strampler (armlos)
Gestreifter Pulli
Blaue Hose
Laut BKA Seite: „in Handtücher gewickelt“
Kunstleder-Rucksack

Rosa blau gestreiftes Jäckchen? War diese einfach so im Rucksack oder über den bereits 2 Oberteilen?


Fund: 11. Mai 2005 (Junge, Krefeld)
Beiger Pullover für Erwachsene (Stark verschmutzt)

Laut BKA Seite: „ebenfalls in Handtücher gewickelt“
Gefälschter Adidas Rucksack


Laut Aktenzeichen XY gibt es zwischen den Babys also einen sehr großen Unterschied.
Beim ersten Baby 1999 wurde es entsprechend Winterzeit sehr warm in Kinderkleidung eingepackt (fehlt eigentlich nur ein Mützchen und Socken).
Das Babys 2005 hingegen scheint fast schon „behelfsmäßig“ gekleidet gewesen zu sein.


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Zwei Säuglinge ermordet - Dortmund u. Krefeld

gestern um 13:43
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Die Frage ist ob es Leute im Umfeld der Gesuchten gibt, die diese Bezüge kennen. Wenn es nur ein sehr kleines oder fast kein soziales Umfeld an den verschiedenen Orten gab/gibt und dieses nichts über die anderen Bezugsorte weiß, sieht womöglich niemand einen Zusammenhang…
Ich denke auch, es wäre schon möglich, dass ein soziales Umfeld nicht alles weiß. Es gibt ja schon Leute, die dazu neigen, alle paar Jahre ihr Leben "umzuzkrempeln" und dabei dann auch große Teile ihres Umfelds auswechseln. Und da hat man es dann schon in der Hand, was man den "neuen" Leuten erzählt oder eben nicht.

Und der neuralgische Punkt sind die Schwangerschaften: Wenn ich zwar vielleicht weiß, dass meine Bekannte mal in der DDR gelebt hat, aber eben nur, dass sie keine Kinder hat, dann komme ich ja nicht auf die Idee, sie bei der Polizei zu melden, nur weil sie auch mal Bezüge zu Dortmund hatte.


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Zwei Säuglinge ermordet - Dortmund u. Krefeld

gestern um 14:37
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Dortmund-Krefeld-Viersen sowie ein möglicher DDR-Bezug und 2 Schwangerschaften ohne Kinder sind schon sehr speziell.

Die Frage ist ob es Leute im Umfeld der Gesuchten gibt, die diese Bezüge kennen. Wenn es nur ein sehr kleines oder fast kein soziales Umfeld an den verschiedenen Orten gab/gibt und dieses nichts über die anderen Bezugsorte weiß, sieht womöglich niemand einen Zusammenhang…
Dortmund-Krefeld-Viersen ist ein riesiges Einzugsgebiet mit über 6 Millionen Einwohnern. Darunter sind 1999-2005 natürlich auch schon viele ehemalige DDR- Bürger.

Die speziellen Merkmale, insbesondere die Schwangerschaft ohne Kinder, grenzen dann natürlich den Kreis erheblich ein, und dann spielen genau die von @Volvic genannten Kriterien eine Rolle.

Aber wenn die Person die beiden Schwangerschaften in zwei verschiedenen Städten hatte (z.B. Dortmund und Viersen), ist das schon wieder deutlich normaler. Es könnte eine Fehl- oder Totgeburt gegeben haben, oder das Kind wurde zur Adoption freigegeben.


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