LackyLuke77 schrieb:Ich bin aber auch der Meinung, dass man etwas mehr Schriftprobe hätte veröffentlichen können.
Dadurch, dass man die DNA einer evtl. Tatverdächtigen mit der der getöteten Säuglinge wird abgleichen können, kommt dem Täterwissen vielleicht nicht ganz so viel Bedeutung zu. Wenn sie also jemanden unter Verdacht haben, wird sich ja objektiv feststellen lassen, ob es sich um die Mutter der beiden Kinder handelt, oder nicht.
Es ist aber gar nicht sicher, ob die Mutter die Täterin, oder gar selbst Opfer gewalttätiger Umstände war. Ich denke an Umstände wie Zwangsprostitution, wobei dieser Begriff in meinen Augen darüber hinwegtäuscht, dass Selbstbestimmung in diesem Gewerbe wohl eher die Ausnahme, als die Regel sein düfte.
Vielleicht hat man in beiden Fällen der Mutter ihre Kinder weggenommen und umgebracht. In diesem Fall könnte der Brief in etwa eine Klarstellung der Mutter enthalten, dass sie mit Wegnahme und Tötung der Kinder keineswegs einverstanden war, aber aus Angst auch weiterhin nicht ihre Identität preisgibt.
Dann dient die Nicht-Veröffentlichung weiterer Briefinhalte möglicherweise nicht in erster Linie ermittlungstaktischen Zwecken, sondern dem Persönlichkeitsschutz der Mutter.
Gemessen an dem, was die Polizei vermutlich über Phänotyp und Ethnizität der getöteten Babies weiß, was biologische Untersuchungen ergeben haben usw., erfahren wir in diesem Fall sehr wenig.
Da wir auch über Inhalt und Motivation der Briefe im Dunkeln gelassen werden, wissen wir über den Fall so gut wie gar nichts.